Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2190 (26.3.1925)
- Date
- 1925-03-26
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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M. NM Men, TmmerStag Wlflllf VltfffttlMfffttltft. ' Sekte 4 ^re Pflicht gegeintbcr dcm An^w::>? ja erfüllen. heiß, ln diesem Schreiben: „Mir ist die ansgezc^nru.-'e Ardc::, Sie durch die Keren'Hajesscb Organifation <;vvcltfvi u'üvlM', <nit beginnt u»ib 'ch versichere sie meines tiefsten Interessen für die jinti- Mche BcwciNli'g. (?•? wirb der Tap fommeit, an »velchem ööo u tt tc r£> türf {c f ü S ische Boi k hx jehum alten .'öcimatfanfcc wieder an sieben mrd eine große Nation unter den anderen Nationen sein wr-.d wie in historischer Vergangenheit. Ich heg« die Znver,"c!u. daß die jüdischen Bürger »vätireiw dieser Kampagne für den Keren Hujessed ihre Pflicht erfüllen!r>erden." UelerfBftrtttts der Saron-Hirsch-Stistung »ach Pole». «arfchav. 24. Mär». (I. T. %.) In der letzten Sitz»mg *•** p^n-scheu Ssjm referierte Deputierter Dr. Laon Reich im Namen der lScfnckomnttssion für Llustvärtiges Wer Ir: ^•rerge der Uüberflchrimg der jetzt in Wien domizilvkrende»» BcvwallÄr.ny de>r Barons,irschEck>u.lstiftt»iN.-g nach Warschau. Deputierter Reich eMärtc: Baron Hirsch gründete 1891 c:iwn Fonds für Errichtung von Schulen für jüdische Kmder mr '^»ae^wn rvrrd der Bukowina. Das Fe-.rd^oermögen bett'ug 12 Millionen öftevr. Zrronen. Spater iwrßme Baron Hirsch der Stffdmvg woitvre Beträge zu. Es wurden m Gallien 48 und -::: der Bukowina 2 Schrcken gegrürÄer. In der Kriegs-- und Rach^i-egSzeit ivurde das Vermögen stark emwertet. ttrsbesondere deshalb, tveil die poÄvi-sche Regierrnvg. gestützt aus den -Bechriller Vertrag. gefordert hr:. das •;.» Esf^tcn ’«n«eC,^e BcvNMgen i n Polnische Mark inuzu-auschen. wodurch "es oovstänidig entwovter torrrve. Gsgemvän-ig sind nur fünf Schulen in Täd-gkoit. Die Austenkonttnission schlägt vor. innerhalb dreier Monate die Uoberführnidg der StrMirvgsvevwcr'lNvn-g nach Polen und die Ause-ii» ander s>etz»»-ng ut-it Rumänien, dom jetzt die Bukowi-na gehört, zu veranl-assen, und dafür zu sorgen, daß dir Pr.anvgrnssubstauz >der StvMnrg nicht berührt tzoorde. Der Sej-m nahtn die Vorschlüge cm. Der völkische Freimaurer-Schwindel. In den „MAtaiilmrgen aus dem Verein deurschcr ,Freimaurer". dem Organ der aintrssmit.flcherr dorischen Logen, ichröiA deren Rüdaktonr I. C. Schwade mit Bozug <ms Mw Arrsraae des Generals v. Röder vom 3. Mai 1917 cm das Eertlinsr PoiliiyÄpräsidMm: „Dekors ist es cä-rre Tatsache, >daß das Kgl. PMysipräsidium Berlin rmter Bezugnahme aus diese Anfrage die Äbtollung 7 bocmftiragte. in dieser AnigelögeicheÄ Erhäbrmyen zu Pflegen. Uederraschenidorwelse wurde boi dieser Golvgenhcnt festgestellt, daß während des zum Sturze der Hohenzoklern und der christlichen Kirche dem deutschen Datovlaude «Msigszwmvgenxn Weltkrieges rmler anderem das Auswärtige AM in Berlin nichtchristlichr ausländische Freimaurer als Kuriere Zwischen Berlin umd Washington und auch für Reifen nach London nßw. ver'wendsiie." — Derselbe Herr Säftoabc schreibt, daß der ,-Freimaurer" Hugo v. Ger lach („3BcIt,0!m Montags den »/Frsi» Mmtver" Pvüf. Basch (Paris), zu einem Bortrog m Derrtschiand eirrgeladen hatte, ,fetx uns Deutschen iim dsuischen Lande Lügen und Frechheiten, wie die Schuiltz DeettlschLands am WÄ1kriege u-sw., sagen durste!" Ferner schwidt er, daß die deutsche Liga für Menschenrecht« rmd bk Deutsche Friedensyesellschast Gelber für ihre potzüflstffche Propaganda von den Logen erhalten. Dazu schrskbt die „Welt am Monwg": ..ES nt Sch Windes. daß Getzloch und Basch Froiumurrr sel.'n. Es iit — lc-ider! — S-ci'N.-i7?.->>'l, daß Fri-.-de»ö^''cllüh.:f! :n.d LIni für Mrnschem-.'ästc von den Logen Geld erhallen haben." Schwerer Sisenbahnunglück in Frankreich. Der Schnellzug Bordeaux—Paris entgleist. — K Passagiere tot, 4tt verletzt. Pari-, 25. Marz. (Tel.-Komp.) Gestern abends ereignete sich bei P o i t i e r s «in schlveres Eisenbahnunglück. Ter Schnellzug Bordeaux—Paris entgleiste, die Lokomotive und einige Waggons stürzlerr vom Bahndamm und gingen in Trümmer. Ter Senator de B i do u wurde auf dar Stelle getötet. Wertere vi e r R e i se n de wurden chenßrlls als. L e i ch e n geborgen. Sieben Reisende wrrrden schwer. 33 leicht verletzt. Ter Unfall, der sich um 2 Uhr nachts knapp vor Poitiers bei der Brücke irbcr den Clain^Fluß cnignetc, ist airf eilten Bruch der Kuppelung zwischen dem Gepäckwagen und dem folgenden Waggon 1. Klasse znrückzusühren. Zwei Waggons stürzten in den Fluß. Ter getötete Senator de B i don gehörte der Gruppe der L i n k s d e m o k r a t e n an. Er vertrat im Senat das Teparlemeitt .HauteS-Pyrenees. Lar Sisenbahnunslück bei Lodz. A«ci4 Warschau. 34. d.. t»rb uns in Ergänzung der gestern gedvachten MeKrung teleyvophi-ort: In der verflossenen Nacht ereignete sich mfl der Strecke W a r f ch <x n— Krakau in >bet Nähe der Stcktwik R o g o w, die sich nrvweet des .KqwteniplwckLes Kvluszki befinden, eine furchtbar« Eisendü-hnEotastvoph.'. Der aus Äratau rcach Warschau gehende Schnellzug Nr. 3 ist aus bisher ^rn>bek«rn,nren Ursachen entgleist. Die Lokonwtive des Schnellzuges stürzte den Bahndaamn herab und riß drei Waggons des Schri-ellKUges samt Her Postanr^dl-Jnz mii. Die Wa^igcns wurden vollständig zerfrüumrerkl. drei Tote und zwölf t«>rls schwer, «c.15 S lei cht Beelctzre Nnrrden Opfer der Katastrophe. Ter Speiisewagen, in donl sich zur Zeit des Unglückes sehr viÄc Passagiere bvfcnvden. wurde glückliichevlvLiise -rricht mityevisien. Dir erste HM -wurde drn VertvirliÄeten von den gerettalen Passagvorrn geleistet. Noch in der 3dacht kamen mrs Wa-vschmr R e t t n n g szügr an. Auch der E^seAbahnmiinistrr ist Mt ei-n-rr Spe^lalWt^AchMgsLmnmrissir-rr eilrgstvofstn. Die RettamgL. arbeiten dauerten dir ycmze Nacht an, dve AufräunmnigsarböÄen'sind awch Nicht beendet. Die- Vovbänduing nett Warschau wird auf der Strecke über Kalasch aulfrechterhaLten. Die { Katastrophe stWst cnjWgtc k-napp hinter der Welche, die gut «gestellt war. fine Ctplofimt im Hlimbnrsrr Hasen. Ei» Oeltankschiss in tzi« Lust -eflogen. HnnchMt-, 25. Marz. (Tel.-Komp.) Heute erergnei« sich im -Hasen sine furchtbare E x P l o s i o n s k a t a st r o p h t, der cTf Menschenleben ju-itt Opfer gafallm sind. In eitlem der Kraluper Raffinerie gehörigen O el La n kschrsf, an dem mit Hilfe omes Sa-uerst-oflgoblöises Ausbcsserunysavbeiten Vorgerrvrnmvn wurden, entzürrdeten sich durch bi« heiße Stichflamme, die durch die Devdunstung von Sec Rabbi. Don Klabunb. Ter RÄbbi schritt durch di« stürmende Nacht. Der Schn« lagerte sich in dicken, weißen Flocken auf seinem schwarzen Kaftan wie ein Schwarm weißer Böge-l auf einem Schiefer- ‘fdifcit. Er sah nichts. Deine Awgon toaren verklebt. Der Wmd sMl.lt« so laut, daß er vor lauter Lärnr nichts mehr hörte. Alls den Baumstümpfen am Wege hockten frierende Raben. Sie glichen in ihren fondevbaren Berkrümmüngen den Buchstaben des hebräischen Ahchabcis. Ales! krvischt der erste Bejs! der zweite. Der Rabbi hörte sie nicht, als wäre er ein Am-Hoorez» ein Ungläubiger. Er fah nach innen, er lauschte nach innen. Ein Glanz war evschienen wie von tausend Sonnen. Eine Stimme hatte sich echoden wie von tausend Schofar. . Der ewige Tag war angebrochen, Jcmbippur, all tvelchem Gott unerbittl'ich Gericht hält und sein Urteil Ml. Das Licht strahlte, als wäre Sohar, das Buch des Glanzes, aufgvschlagen. Er hatte das Äcl-Nidre längst gasprochen, sein Leib lvar leer vom Fasten und bereit, die Spefle des Gckstes arrfzrrnehmen. Glarlq und Gelschrei im Innern, und der Schneesturm betäubte ihn. Er blieb stehen und schnellte seinen Oberkörper hin und l)ei-, wie eine Woge sich immer wieder an den Strand wirft. Er betete. Da er aber allem war uiD die Gemeinschaft der zehn Brüder nicht bei ihm, die er bed»rrft-e zur Vollkommenheit de- Gebetes, hielt er mne. Da sah er auf einem Baunl,stump>f zehn Raben sitzen. Sie waren weiß vom Schnee und sahen aus wie zchn fromm« Beter m langen» weißen Kitteln. Ales! kreischte der erste. BsjS! der zweite. Da machte er das Mnjin mit chnen. Und die Raben warfen chre Körper Matrsch in den Mnd wie der Rabbi. Das Gebet erschovfte den Ravbi. Er setzte sich auf einen Meilenstein -u Füßen des BaumstlMpfes. Mrs! krachte der erste Rabe. Er hat recht. Er woiß alles. Was weiß ich mchr als er? Ales, der erst« Buchstabe, >ift die Wurzel alles Wesens. SW ch» ch die Welt enchemden, als Gott ihn zum erst« Mal« I auSsprach. Als er das Alphabet zu Ende gcfprochelr, da war auch die Dell zu Ende geschahen. Taw, der letzte Buchstabe, ist daS Ende alles Weserls. Vor Alef war nichts, und hinter Taw wird nichts sein. Von Schabbcs zu Schabbes fasten: das mag einiges be« deuten. ScbaA» man ober dadurch sein« Frönrmigkc't beworfen will, so wird dmses Fasten von Gott für nichts geachtet. Da ist es besser, daß mau fresse und saufe und treibe Dollerer. Derm es ist iöstenvich, sich und anderen seine Frönmvigkoit zur Schau zu spielen, ein Schauspioler. «in GauK« Gattes zu sein. O mein Gott, mein Gott: erniedrige doch uvoinen Hochmut, daß ich glaube» dem Diener und der deine zu fein. Ja, daß ich nicht in Dersuchmlg komme, als Pharisäer, als Gerechter, SeDbstgrrechter mich zu betrachten und anzuhimuroln: will ich lieber den Teufel anbeten und als unterster Teufel ihlir dienen, daß ja ich deiner Gnade nicht toi-lhaftig werde, deren ich wicht wert und wüvdiy bin. Ich habe visle Tr-aumfragen an dich gostellt, Gott.?Lber ich weiß nicht, wer sie mir beantwortet hat: Du oder der Bös«. Denn aus Gutem ka>m Böses und aus Bösem Gutes erfragt werden. Das Böse ist bk unterste Stufe des Guten. Meine S«le hat mich oft geflohen. Sie entwischte mir als Maars. Da fing ich sie mit Speck in einer Mausefalle, Sie schwebt« als Schutetterling über mir. Da nahm ich «inen Käscher unb haschte sie. Warum wollte meine Seele mir eukfviehen? Sie flatterte als Schmet-derling und wollte ins Lichte zu dir. Sie goub sich als Maus ein Mairseiloch und wollte ms F'urstere der Erde. Ms ich sie gafangen hatte, da schachtete ich sie. Sie rmtßte alles Blut lassen, bis sie nur eine graue Hülse war. Das Blatt trank die Erde. Aber ein roter Drmst wchte empor bis zu dir, Herr. Du rochst das Opfer meiner Seele. Wäre ich im Verborgenen geblieben, so wäre ich zur Offenbarung gekommen. So aber schrie ich mckne Lehre in die Welt wie ein Trompeter vor der Jahrmarktsbude, ich smimuite Schüler, ich lchrte sie lernen und oen'en wirklich. Weh nur! Was soll das alles? Da ich schon zuviel bin auf der Welt, sind mnt viele, die sind wie ich: vielzuviele. Sie fiiuMereu die Thora und me-men, Gott damit zu dienen. Aber sie wollen nur sich dienen, ihrer geistige» Msttelt, Hmw ssottschen Hochmut. Sie wissen wicht, daß 26. Marz 192- Solrcsteu angcs.rmmelten Gase. Unter fürchterlichem Kvachm floq Las ganze, 5T) Meter fanne Schiff in die Luft. Durch Vir ('jeuait d.'r Explosion luuvfceit die auf dem Schiffe Beschäftigten über die am Hafen gelegenen Häuser hinweg auf di« nächste Straße geworfen. Bon den 15 auf dem Schiff beschäftigten Arbeitern wurden bisher elf als Leichen geborgen. Mehrere von ihnen wäret: furchtbar verstümmelt. ES jcfyltc ihnen nicht nur der Kops, fcwber« sämtliche Gliedmaßen „mstten in den nm'Iiegeuden Straßen z-.rsanunen>ge.lesen werden. I w c i Arbeiter sind schwer verletzt, zwei wcvden vermißt »nd man nimmt an, daß sie in daS Wasser geschleirdevt wurden und ertrunken sind. Sie österreichische Hechaluz. Srganisation. Bon L«o «aufman» (Tel.Jofes, zupzeU Men). Ter Begriff „Hechaluz" gehört zu den populärsten Be» griffen der zionistischen B-.wcgmng. Und trotzdem stößt man gerade in zionistischen Kreisen auf eine völlige Unfe.nniitl| des konkreten Inhaltes der Chaluzjdcwegung. Es ist daher angebracht, mi dieser Stelle über die Zlvbeit der österreichischen Hechaln-zorganisation Auskiurft zu geben. Die Hecharuzb.wegung imrsaßt diejenigen jungen jüdischen lylenfäien, die sich für die schwierigsten Posten im Ansban dcs jüdischen Palästina uüd insbesondere des arbeitenden Palästina bedinMngsloS zur Verfügung stellen. Die Hcchaluzorganisation will den Chaluzim die für die Erfüllung dieser Aufgaben notwendige berufliche, geistige und gesellschaftliche Borbcrellilng und Erziehung gcben. Sie hat Platz für alle religiösen und politischen Richtungen und Anschauungen, die sich in den Rahmen des arbeitArben Erez Israel einfügen »vollen. Der Bernssvorbereitung hat di^ B c r u s s b e r a t»»n g voranszugUzen. Dalbei läßt sich der Lechalnz von zwei Gefichts« fiutMcn feiten: 1. Von den Neigungen und Fähigkeiten des betreffenden Chawers, 2. von den Erfordernissen Palästinas. Tie Hechaluzorganisation steht in engstem Kontakt mit dci: leiterrds»» Behörden der Kolonisation in Palästina, mn so stets ein Bild von dem Bedarf des Airsbanes an einzel»len Bernscii zu haben. An erster Stelle in der Berufsvorbereitung der C!)aluzim steht die A u s b r l d u n g v o n landwirtschaftlichen Arbeitern. Das entspricht einmal der Bedeutung der Lrurdwirischaf-t für den Ausbau Palästinas, der ohne eine Eroberung der Urproduktion nicnrals nrvglich sein wird, und andererseits der Tatsache, daß Landwirte für die Kolonisation in Palästina fast ausschließlich aus der HechaluzbowvMng hcrvorg>hen. Tne landwirt,schasttiche Ausbildung wird systematisch durchgeführt. Der Au§bildungsgang »nnfaßt Zwei Jahre. Die Winiermonate (Äiovember bis März) sind der. /«theoretischen Ausbildung getvidmet, während in t«n Frühlings- bis Herbstmonaten (März bis November) m bäuerlichen Betrieben und auf Großgütern praktisch gearbeitet wird. Im al'gelauferien Winterhalbjahr <1. November 1924 bis 1. März 1925) hat die theoretische Einführung, respektive Vertiefung der Chaln.zim in die verschiedenen Ztveige der LatvÄvirtschaft in sechs Fachknrsen stattgefunden: zwei populäre Einführungskurse, ein hochschulmäßiger Eirrführu-ngSkurs, ein Seminar für vertieftes Studiirm der Landwirtschaft (zwei Jhrgän-ge), sin Seminar für palästmcrflische Landwirtschaft (dritter Jahrgang), ein Sdrrs zur Einführung m den Gartenbau. Die Kurse wurden von der Agronoiuen'gruppe des Hechaluz sowie von außenstchc-lbden Fachleuten geleitet. Insgesamt hat der österreichische Hechaluz in den abgelarrfenen Wintermonaten 71 landwirtschaftliche Fach- Vorträge äbgchaltem Außerdem fanden Exkursionen :n Gott außerhalb der Thora sich im geheime»! -am tiefsten offen bart. ZU hoffen auch ans rinie Belohnung im Jenseits für 'ihre guten Gedanken und Daten. Aber wahrlich, wahrlich, nur der tvcchchcvst HofsnimgÄpse kann wahrhaft ^gut sein. Ihn erwartet kein Lohn, keine Seleigkeit, kein Glück. Der wahrhaft Gottlose ist Gott mn nächsten. Ales! kreischte der erste Rabe, dem Rabbi zu Höuptetr. Taw! sprach eine Sttnrm« aus dem Weihen des Wirdes. Und eine schwarze Gestalt stand plötzlich vor ihm. Es war der Engel des Tridcs. Er trug ein Buch in der Hand. Unb der - Rabbi sprach: „Was ist das flir ein Buch, das du da trägst'?" Und der Engel sprach: „Es «ist das Buch, das du goschriede,» hast!" Und er schlug aus, «und der Rabbi begarrn zu lesen, und er erstaunt!«: vor Schreck und Scharm „Wahrlich," sprach er, „eS vst entsetzlich, was ich da lese an meinem letzten Tage. Irrlehre ist alles» was hier verzeichnet steht, Aberwitz ünd 5tetzervi." Und -er Ralbbi sah eine Flanrme aus seiner eigenen Brust schlagen, eS »var die Flamme, die ihr: den ganzen Wog schon im Jmrerrr begloitet hatte. Sie durch brach ium die Wand seines Leibes und schlug hoch ans ihm, »vie aus eu»E Scheiterhanstn. Da nahm der Engel das Buch mrid warf es in feine brennende Brust. Da veebrarrnte es zu Asche. Da sprach der Errgolr „Dir bist entsühnt, Du hast gebüßt. Gott hat sich mit Dir versöhnt. Der lange Dag ist zu Erche. Sei, geseglrst!" Und er sogriete i>hl». Die Flairrme erlosch. Der Lävm der tausend Schosar ver« srnm'.nte. Der Schneesturm ließ nach. Der Morrd stieg enrpor. Sein fahles Licht beglanzte den toten Rabbi, der in einem tveißen Schrreemantel auf beut Meilenstein saß. Zwei Rahen saßen arrf ferner Stirn. Sie Pickten an seinen Auge»». Ein BÄfer imd ein Bocher fa»»dvn den toten Rabbi. Gr hatte keine Augen nrchr. Aber in den Augenhöhlen lagen die zj>ve>': ttvmen Röh»eeu, die dis Pevgamentwllen mtt dem Schmu, dein l-cil-igste-lt Gebet, dem Bekemüttis der Einheit. Gottes, enthalten. Die Bücher aber, die «r gsschviebm», waren vsvschtvMden tlnd »dicht mchr «usfürdbar. ^Ars. Zt^^