Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2189 (25.3.1925)
- Date
- 1925-03-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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fiü«7 stoteir, ^vrrrfixum) bfl* Bemühen dieser St-elk sein, das gesamte Rctz der ohemaliam Provin Ztallassen der jüdi.sckzen Wattder ür'crge NI kürzesttt Zeit pt nettem Ledeu yt erwecken. Außerdem besteh: -di« groß« Angabe, überall ftidische Arbcilsitach'.vese zu Münden und mH anderen örtlichen und provinztellcn S-ozialLinr.ft* tungen yt zentralisieren. Die .Hauptstelle wir) von einem rcffötittim geleitot, dem o>r Vorsitzende der Zentralw-httahrts* stelle, Herr Eugen Caspary, ferner Alfred Berger t>m Präsidium des A rbe tt 8 s i > rsv vM in de s und der Losialpotttikt.: Herr Tr. Georg B a u m anstchören. * Die gran als Erstnd-rin. Nach den Mtttrsliiugeii Lvn* don«r Blatter r.immt die Zahl der weiblichen Erfinder ständig zu. ES ist naturgemäß. daß dre Frau auch auf diesem Gebiet ihre Ans-merksümkZr in erster Linie dem häuslichen Bedarf zuw endet. Ein'ge Erstudlntgen dieser Art mögen hier genannt sein. Zunächst wäre eine Schere zu erwähnen, deren Klingen auswechselbar sind, ivcdtn-ch es ermöglicht wind, mit ein »Mb dersellbeu Schere größere Schulfreien obensogut wie daS Äuöstechen von Knopflöchern voryuuehinen. Eene ' andere ErftMmg hat ein Wer sch seil mm Gegenstand, das sich wie ein Schirn, öffn-et nn.d in emiEN Augenblicken entfaltet werden kann. Eine besonders scharfsinnige Evfindetug ist der .Kochtopf, in dom verschrobene Speisen zu g-ocher Zeit gelocht werden können, ohne das; das Wasiei dadurch ekur Tvübun-g erfährt. Die Erfindung beruht auf der Ausnutzung der Hitze, welche d-rch das siedci.de Wasser erzeugt wird. Erwähnenswert ist auch daS tragbare Badeztzlt, das der Eigentümer mit sich trögt und das vbensalls in einigen Minuten ausgeschlagsn wind, indem es dem darin ' aufrecht Stehenden ermöglicht, sich nngesellen aus- und air.ziillcideit. ^Außerdem ist unter den Ersinidnngen ein Mn s i ka p pa r a t, mit ltzom ein Pianist sin halibcS Dutzend „Iaztz'-Nuvilnrrn (!) spulen kann, ohne daß dadurch daS gewöhnliche Klaviersptel gestört wird. Da ist endlich cm Regenschirm, der das Licht durchläßt und vor alleni in verkehrsreichen Straßen den BortM hat, daß unangenehme Zusammenstöße vermieden werden. * Sichtbarmachung der menschlichen Lunge. Proseilor J ac o b ä e u 6 aus Stockholm hielt kürzlich in der Pariser Äkadenni« der Medizin einen Vortrag, in dem er ein nones Verfahren der Lun-genuntersuchung donwnstriertr. Es besteht darin, durch die Rippenwand einen kleinen optischen Apparat ein,Mähren, der dom Arzt gestattet, mit dem Auge den Zustand deS Brustfelles und der Lungenoberflache zu sehen. Außer dem Wert, den das Vorfahren für die Diagnose hak, hietvt es die Möglichkeit, etwaige Verwachsungen der Gewebe au bestiittgen. die c§ häufig u-mnöglich machen, 'bei Tuberkulosekranken den Pnoumothorar zu behandeln, das heißt der in der Brustfellhöhle angesaurmelten Lust ebnen Ausweg z-n süfafseu. * Rtefenkrafte ln kleinen Tieren Untersuchungen Laben ergeben, daß ein Maikäfer im Verhältnis zu seiner Größe 21 mal mehr ziehen kann als ein Pferd, die Biene sogar 30 mal mehr. Außerordentliche Kraftleistungcn kann auch die Auster vollbringen, denn sie bst imstande, ihre Schalen mit ebner Zugkraft von 15 Kilostramm zu schließen Wenn der Mensch ein« im Größenverhältnis gleiche Leistung vollbringen wollte, müßt« er nicht weniger als 80 übereinander getürmte Schnellzugslokomotiven über seinem Kopfe balancieren. — Auch di« Stubenflioge ist ein sehr kräftiges Tier Sie vermag mit den Füßen ein Streichholz, ohne eine Stütze zu brauchen, fest zuhalten und daS entspricht beim Menschen einer Leistung, die darin bestünde, einen Banken von 8,60 Meter Länge aus der Schulter zu tragen. Der Floh endlich springt bekannt ich Mg mal so hoch alS seine eigene Körperhöhe beträgt. Ter Mensch, der ihm dieS nachmachen wollte, müßte. Wer den 0ÖÖ Meter Hohen Eiffelturm springen! E ein höchst wichtiges Ereignis für alle Welt! Meyers Lexikon erscheint vollständig neu bearbeitet. Es ist das vollikommenste Buch der Gagenivart. Ausführliche Prospekte durch A. WollbrÜck u. Co., Wien, 19./2, Winkolmaunstraße 92. Vereine. Vorträge und Versammlungen. ' Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. „Bon jüd. Kunst", 2. Teil: „Iüd Impressionis-niuS^. Uvder dief's Dhema spricht heute, präzis,c halb 9 Uhr abends» im Cafe Lovranä, 3. Äez., Löwengasse 96 (Souterrain), Herr Universüätsprofessor Dr. Max Elster/ Vorführung von Lichtbildern. Gäste willkommen. — Hoch al uz. Donnerstag den 26. d., halb 8 Uhr abends, Rvßauevkaferue, Vortrag Leo Kaufmann: „Erzbehu'NgsprMcM'e im arbeitenden Erez Israel". 2. Teil: „Der WA in die Zukunft". — Bety waad l'i w r r m. 9. Türkenstraße 9. Heute, halb 8 Uhr abends. Sicha über „Terminologia madaiih balaschon haiwrith. Diskussionsleiter Dr. A. Goldstein (drew-Uork). Verein T i k w a 1 h I e h u d a. Heute, Präzise halb 9 Uhr abcndS, Konzertabend. Mitwirkertd: Anno und PorioSta Goitein (Violine); Karl Goitein (Bratsche); Egon Fuchs (Cello), Sophie Flur (Klavier). Programm: Mozart, Sarazade. Drdla. — Bund jüdischer Eltern, Wien, 19. Beg. Morgen, 8 Uhr abends. Cafe Döblingechof. 19. Bog., BtllvoMtraße 49, gründende Gen-eralverscrmmltmg. Tagesordnung: 1. Begrüßung. 2. Verifizierung des Ausschusses uU>d Wahl des Obmannes. 9. Vortrag des KultuSvorstandes Dr. Isidor Klafter. 4. Ansprachen der Herren Rabbiner Dr. Feuchttvang und Doktor Frankfurter. 6. Eventuelles. — M a i m o n t d e s - I n st it u 1, 3. Bez., Hehgasse 40. Heute, 6 bis 7 Uhr. Rabbiner Doktor A. Kaminka: Erklärung der Reden Jesajas; 7 bis 8 Uhr, derselbe, MaimonideK Atore Robuchim, über die heiligen Gottesncnnen. — Iugendgrvpe der zionlst is ch e n Sektion Z w i s ch e n v r u. ck e n. Heute, 8 Uhr abends, im Vereinslokal. 20. Bez., Allevheiligenplatz 3, Vortrag. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht. Gäste willkommen. * Jüdischer S. C. Kadimah. Morgen Donnerstag. 8 Uhr abends, im Kluvtzeim, Case ZcMmm, 9 Bez., Rotenlöwengasse 7: Die neuesten Puder auS Palästina m Film. Begleitender Vortrag von Herrn Leo Sendrovicz. Jüdisch« Tischgesellschaft Leopoldstadt. Hmte, 8 Uhr abends, im Wiener Theatereafe. 2. Bez.. Praterstraße 93, 1. Stock, Vortrag Dr. N. M. Gelber: „Der JndenstaatSgedanke im 19. Jahrhundert". Gäste willkommen. Der iüdlsch« Elternverein für den 9. Bezirk veranstaltet heule nm 3 Uhr nachmittags im großen Saale des Hotels „Auge Gottes", 9. Bez., Nußdorferitratze 73-76, seine alljährlich stattfind.'wde große Kinder-Purim-Föier. Nach dcni rcicijljailir^u Programm findet für die Kinder eine Nntcrhaltlmg mit allerlei Spielen, Tanz und Purim-Scherzen statt. Restliche Karten an der Tageskasse. Nadioprogramm. Mittwem den 25. März. 4 bis 6 Uhr: 'NachmitLagL- £ o ti 3 e 11. „Das Koinzak-Potvoukri." 1. Für Herz und Gemüt, 2. Wiener Leben, 3. Ait-Wiener Volksmusik, 4. Aus der Ze>t der junaen Liebe. f>. Ein lustige« Marschpotvourri. — ■V*8 bi« V«9 llhr: Eimlischer Sprachkurs für Anfänger von Prof. Tb. .W. Mac Callum. — l/td Uhr i Heitere Akademie. — 10 Uhr r Heitere Abendmusik. Ertea und Josef Heller (Lieder zur Laute). «weiter srroeafltftefftiftff. anuteiltmsen m dem Publikum. Möbelfabrik J. Spira Feine -» «in m. SKMingini i-r Wolimin^selnrichtunpen (Ecke Karl Schwei^hofareaBse SPEZIAL-TEE iiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiiiiiiinDc -v 1V2MWWMMIWN W.WIstetsky IX. LlillkfCfiililfitlr. 87 Telephon 17-1-76 Bühne und Kunst. »Andre Hofer." Exl-Btthnö — Komödienhaus. Diestr Andreas Hossr Franz Kra new Liters ist nur hinler der Szene ein Heros, auf den Bretiern 'hingegen ein Schwäher. Er spricht viel, und was er sagt, ist dem .Hcldeirgeschlecht derer vouk Berge Jstt nicht äuge in essen. Aus seinen Talen wurden Phrasen wie ,Dut und B ui für's Vaterland" und aus seinem .Heldenschicksal wurde eine von ihm selbst mit Literai-onaugen goschautr Affäre von „Schuld und Sühne". Auch sonst sind bk Gestalten nach dem Kl'ischee durchgepanst, wenn auch da'8 Klischee selbst in Hotzschmttmanier, also mit den gewissen sargen Strichen gezeichnet war. In der ersten Szene nimmt Andreas Hofer einem Landstüvmer «in Beutestück ab urd legt es auf den Altar des Baierlandes. Man ahnt, daß ihn im vierten Akt dieser Landstüvmer den Franzosen ane-- liescrn wird. Es trifft pünktlich ein. Sv sieht das Stück aus. Die einzige Gestalt -von Fleisch und Blut ist ÄndreaS Hofers Gattin, von Anna E x l außerordentlich Mspielt. Auch Cxls -Hoiscr ist weit lxsscr als. der KraMvitterS und .Herr Auer ln ider Roste des Intriganten ist meisterhaft. Hingegen nmßte man — zum erstenmal — nn rühmlichen ExlfEnsemble miserabeln Leistungen begegnen. J-nGesondere die Davstester der beiden Feldkapläne und der;}U Hofer entsandte Major schnitten schlecht ah. O. A. Au« de« Aeaiern. B u r g t b e a t er. Morgen, 7 Uhr abends, zu« ersten Mül das Drama ^DiöSptelereisn tinerKaiser i n" von Max Dautheudey. Montag „Das WinteriitSttfjen*. , VolkSoper. Heute r ä f i n M a r t z a". Morgen ..T a n n h ki n f e t“ mit den Gästen Anton Ludwig, Kammersänger Heinrich Diemer nnd Dully Schimon. D e u 1 \ di e ® V olks 1 b enter. Heute, st,8 Uhr cKends, Premiere der Komödie »Die W o l l n st derAnsr ä n d i g k e i t" von Lulgi P i r a n d e l l o und der Reuins^enieruug der einaktigen Gesangsposse „Die schlimmen Buben in der Schule" von Restroh mit Alexander Mvissi. K l e in e s Theater i n der A n u a g a i s e. Freitag, 9 Uhr abends, Erstausführung der dreiaktigen Komödie „Walzer" von Georg Rutlkah. Theater in der Zoleflladt. Samstag. 10 Uhr abends, einmaliges Gastspiel der estländtichen Tänzerin Ella Zlbak. Freitag Erstaufsühnrng deS Schauspieles Jb tt. S ch a t t e n f i f ch e r" von Jean Sarmoni. W i tz n e r B ü r g e r t b e a t e r. Heute. 7 Nbr abenbö. Gastspiel der Slowakischen Nationaltheaters unter Leitung Oskar Neddals mit der Over „D t s . v e rkauf t e Drau t". Morgen bleibt das Tveater geschloffen. Freitag, 7 Uhr abends, Premiere der Operette „Dreblon.de Sphinx" vvn Max Niederberger. Naimnnd-Theater. Heute, 3 Uhr nachmittags, „I m w e t ß e n R ö tz l" mit Hanf! Niese. Neues Wiener Stadttheater. Heute, 3 Uür nachmittags, „Die aufgowerteteMelani e". Abends „D a s Zölibat". Non morgen an ,.S a n. a t oliuin G. u. G." Ä o m S d i e n b a u s (Erl-Bühne). Heute Schön-- herrs „D e r W e i b - t e « f e l". Tbeater an der Wien. Sonntag, 9 Uhr nachmittags, „DasMilliardensvuper, st,9 Uhr abends, „D i e s ch ä n e H e l e n a". R o l a n d - B it ü n e. Die Premiere des Lustspiels „H o f i U b c n" würbe auf anfangs April verschoben. Ab Freitag „D i e K l a b r i a s v a r t t e" und der Schwmtkeinakter „D t e u n h e i l i g e I o h a n n a". > Jvhann-Strautz-Tbeater. Morgen 100. Ausführung der Operette „Pusztaliebche n". Berattstaltung zugunsten der österreichischen Rationalbibliothek. Kaumlevsänger Äoo Slezak und Mexai^er Moissr worden zuur orsvc>lvm>Äl pcntmiia.m in der SamSiag iiui Deu-tlschen Bolkschcater zu>ou>nst.-u der NativN'aGübilwt'hek statsintzcnden Nachrnittagsvovstestuna austreton. Zur Aivffühvung gelangcn: Loo Falls M Wümer SmUM „Brüderlein sein" mit Blaitta Glvssh, Lotte Schone und Emmerich Reimers, und die HnimweSke „Das (VeheimniS des Künstlers" rnir Leo Sl-c,za,k und, den, MW-iüderu des Deprschen Vvli'stbeale'rä. In der danivischenliogeu'den Akadomi« werden Kammersängerin Esisäbedh Schumann, Alma Soidler, Alexander Mvissi, das Rose-Quartett und die DgiMvuPpe. Gortdud Vödrnwioser Mitwirken. „Antonia" feierte im Rainr >uud - T hcat e r Pas In- 'bilänm der fünWOsten A>ustnhrung. Sari F e d a k, in auSsfe- ^eichuerer Siuniniurg. wielle hinreißend und wurde Mvinstch de sudelt. Auch Pie übrigen Atilwiv^nde>r, ins-besonder^ hie Domen ö p p k e. F ö x st e r mub T viele, die ' Herren L ackner, K er ste u und R c»geda u e r nahmen an den Ehren des Llbonds teil. Frau Fedak vorltdeir zahlreiche BÜiUMtl» spenden überreicht. M März im Ceite L tzerichtssaal. 4« Prozeß gegen die Anlerbrotwrrle. vor dem Lchössenseuat Nnemzabr ist der ge.uaue Termin für den Prozeß gegen d'n Prästd;i!7.'tt ocS Äerwei',''UUosva'?es der AMrbrottvcrke Fritz Mendl uuh den tzienemHirekror Ar ur Fried wegen V.r» brechenS der Preistreiberei fcstaese<'k worden, nachdem durch Abwrösuua de? Einspruches die Anklage recht?!räf' Hfl wurde. Die Perban-dluna vor einem Schössenzenar um.or Vorsitz des Hrchates Dr. Schneeweiß wird vom 20. bis e'mschl'lestlich 2ö. April stattfinden. Da ein großer Zeugenavparat auf^lxiien wurde, wird der Prozeß im großen Schwurgcrich tsfaa l durchg-' Mrt. Aus Fischamrnd und Mama«. Der Leiter vor -Fischameuder Möve-EoS A.-Ä^ einer Gesellschaft, die sich mit Schsfibau mi* Herswllriuo von Möb.lln befaßte, der 62!älbriao Ingenienr Josef Schmieds, bcrtt.e sich vor einem Schöffen^enat des Lantzesoerichr 2 unter Vorsitz de- Obepsaudergerichrsrates Dr. Uhlmann wegen Berunireunq von Krankenkasscngeldern zu verantworten. GckMiödt trat im Jahre istSZ einem Komitee >Ü7i, das in Fifchamend die Gründung der Mvoe-Ers bsabstchUüte. In dem Wevke war eine große Anzahl von Avbeilcrn loefchaftiB, die Hoi der Allstem einen Avbnter-KrankenmW UnttrrstüimnstSkasie ln Men versichert waren Die Beiiräze für die Kasse wurden für wn Dezember 1922 und rm, I'brc 1923 nur unreoekmäßist abnosührt, obwollzi sie den Avbeittnchmeru zu. Mei Drittel vmn Lvbn eibstszosten wurden. Als der aus>stcherde Be trag Nahept 26 Millionen errei'chw. wurde di^ Anzeige cr stattet. Das Kvmittr befand sich m dauernder Gcidknavvtztit mvd es waren oft wich' die Mittel vontzanden, um den Arbettorn die LGne auszubc^ahlen. Der Boschulldigte mußt.?, obwohl >nnur Komiieemi^ied und rechlich dazu n:cht verpflichtet war, seine eigenen Eßekten ,md Schmncksachen verkauif-'u. um die dluifprüchs d.-,r Avöeiter m docken Im übristen hat eie Kranken, kasse zur Hcr'ei"briu.stuna der ihr zuftehend'u Beirä-'o EreÄk'n'n stofnhrt und Psindrechte erwarben, ducck diihre Ansprüche vollkommen gesichert erscheinen. Rach durchgesüchrtow Beweis-- verfahren wurde .de.r Augsölastte sreistesprochen. Dar einen: Schöffensewai des WienerMoustädrer Kreis' gerichlcs fjo^tc sich gestern der pewescue KaOer der Dlumaucr Staatssabrik, Eduard Spitaler, weaen Verbrechens der VrrmttreU'UN'st von 16160 Schilling zu verantworten. Der AnEaate hatte nach seinem ei^en.'n Gostäudw's bereits im Jahre 1922 einnn Abaana von vier Millionen Kronen. Rach der Explosion rm Mai 1962 hatte er bei d-n 2s»rszahlun.a.ui ein weiteres Maniko von ^ehn Millionen. Er suche? dieses Defizit durch Cpekstilätionen in Vaikuien g.uizu'inachnr und ent- Nl.rynr wach imd itach der Kasse zivkz 160 Millionen Kronen, für welche er Unaavkronen und deutzch" Mark kau-ftc, weil er hoMe, durch .Kursstelwinnean diesen den Schaden ^ui» machen zu sonnen. Indessen kam der MaMurz und der Rück- -ganq -der Unoark-ron'n, woraevf er dann seinor vorg'-setzten Behörde das Geiständn's seiner Mallvevsationen ab'egte. Sein Vevteidiaer Dr IuttuZ PoPPsr verwies insbesondere aus die m a n st e l b a f k a Kontrolle, rvelche derartiste RtanipulatioMi erleichterte, und bat um Anwendunst des aufferordenttichen Mildevung.srechtes. Der Gerichtshof macht? auch von diesem Gebrauch und verurteilte d"n 2lngeklaor?n zu zweiIahrenfchwerenKerkers. Franziska. Pruscha in Wiencr-Neudors. Fraueüs^ P rusch a, die in >den lobten Wochm woa-n o'tr§ Magen - leiden8 im Instu!sttenspita>l des Straslaudesstorichtes 1 in Wle-gr war, wird nnmnehr. da ibr Befinden eine Spita'.spslestc nicht mchr erfordert, der Wc'berstrafanstalt^Wiener- Reudorf zur Mbüßung ihrer 16!Christen Kerbmlraf: übergobrn werden. Das von ibre-m Anwalt Dr. Pre ffb arger einaobrachte Gesuch um Wic-dwausnahme des, Verfahrens dürfte erst in emisten Wochen feine Erledigung finden. Ein Siebziafohriaer labt sich scheiden Der 70sähristc Oberlehrer Josef Schon brachte gegen seine sünger? Gattin AiMtste, wcllche sttleWaNs städtische Lchrerin ist. c'mc^c scherdunasKaige «ein, ht der cr aniWvre. leine Gattin sei Spiri- Min und benützte einen für dr?s"n Zweck ab'drichtet>c Irenndin als Medium. Sie habe Geister Verstorbener beschworen, darunter dtu Geist eines verstovbenen Presters, mit dem sie seinerzeit ein Verhältnis uuierbMvn halbe Anßevdom machte der .Master BAschmtPsindstttt und gefährliche Rochstelluirz als ScheiduN'stIavU'nd goltend. Seine Fra>u haihy die ganze Familie mit Gas vergrsten wollen und diesen Plan nur auftrgeben, weil sie sich vor der Versok-stung der Geister türchteie. Sie 'Ck* schttnpfte ihn mit ..Oberlehrertepp", „dunkler Ehrenmann" usw. und!>:ischi!Idlge ihn eines Berhäiltnisses mit der HaiuSachilsiu. Die Gekilg'gte bocmtragtö die Abweisung der WescheÄung?- oder Scheidlrna der Ehe aus dom alleinigen Verschulden des Mannes. Ihr Mann ha'be sie durcha^u? als geisteskraiuk erklären lassen wollen und h»be sich nich g.'schaut, bei ilzrer Vorgesetzten Schulbehörde und beim SchuAeiter die Uiutousuckumg vhres GeistcSzuistatt'des durch Amtsärzte zu Versau'ff-'N. Sie hc^bd in jedem Monat ihren Gehalt au ihren Gatten abliefern müssen mrd es habe Mühe grkvsttt, ihn zu veranlassen, daß sie sich — zehn Kronen monatlich als Daschugeld bcha.'ten durfte. Auch das bedeute eine Herabsetzung und empsin.dlichc Krän'knng. Die Pflege des Kindes sei ausschließlich der Hausgehilfin Vorhalten gewesen, sie. die Gattin, als berufsmäßige K'nderbildnerin, halbe nichs dwinreden dürttn. DaS Zivil landesgerscht spvrch die Scheidung der Ehe aus beiderseitigem Derschttden auS. Der VDttunaSkenm (Vorsitzender Hofrat Dr. Hueber) gab keiner der lkeiden Berufungen Folge und bestärigte daS erstvichterlicho Urteil. Freikarten gefällig'? Das Freikarten- und Anweiiuuas- Mu**' das im Wiener Theatepbettickb jetzt gana und gäbe ist, S viele Auswüchse. Gestern wurden zwei Prozesse wagen ges mit Frellarken durchgeführt. Der stell7tttose Agmt Bernhard Sch war wegen Betr-nots anaMagl, begangen da- .durch, daß er den Dtraßenlbastiter Erich Scv'iler im DurckhavS der Vorver^ansskasse In der Notentt'rmst'raße eine An-weistmg Um Befuge freier Karten für das Bnrgeriheater zrtm halben Preis« ium 60.000 K. verkaufte. Sattler erwarte bei -den Heiden Sitzen twtz der veransaabten 50 000 K. noch lo OOO K. Der Angeklagte erklärte, daß derartim Anweisttng'n atis Dheaterkarten zu ermäßiatem Preis überall erhältlich sind, ja auf der Straße he-utt.' oft herumliegen, ost"e daß sie jomand aufhebt. Er seßbst habe, da er sich m großer Notlage befuEn halte, durch den Vevkaatf der Anweisung sich ein paar Kronen verschasten wollen. Der Richter sprach den An geklagt-'n ntan-iels reden strafbaren Tatbestandes frei. — Pmdem Oberlandes^ äerichtsrat Dr. Fucksia wurde über eine Betrugskl^ge gegen den Privaldeamten Alexander P.. den Trainer WAHsl'üt K. und die Private Alaisia W. verhandelt. Den Boschir'dlstten wird zur Last gelegt, wicdecholt widerrechtlich otif Visitenkarten von Mitgliedern der Staatsoper Freikarten für die Oper biogen zu haben. Der Ricksier vertagte die PerhaMnivg zwecks der bvtrufenden Mitglieder der Staotsop^c, uttd wird '' fraige an die Direktion der Staatsoper über das ^chends Foeckarterq'ystem richten.