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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-25 · Heft 2189 (25.3.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2189 (25.3.1925)
Date
1925-03-25
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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grfte 4_«feit. MIM-», Ser Tornado. 3»i der „Frankfurter Zeitung" schrttbl Dr. W. M.: Die Tornädo-Kataftrsphe m Illinois Hai die Auf-- merksamkei; ans ein Naturereignis gelenkt, das »ns Europäer« glücklicherweise kaum anders als vom Höttnsagen dekam« ist. In Amerika sind derartige zerstörende Wirbel verhältnismäßig häufig» rechnet man -och nach langjähriger Srjtchrung mit drei groben Tornados rin Jahre. Di« Wirkung dieser Wirbel ist allerdings nicht immer so stark, wir die des letzten zu sein scheint. Mer trotzsem sind ähnliche Katastrophen schon öfter oorgekomnien. Daß ein so ein verheerendes NaturerkigniS, wir es besonders in Amerika häufig ist, schon eingehend huvsichtlich seiner Entstehung und Wirktmg untersucht wurde, ist selbstverstäivd.ich. Die emg.hendste Asbest Wer Tornados macht den Vorschlag, besondere TorncSo-Keller anzulegcn, in di« man beim Herannahen des Unwetters flüchten und so wenig« stenS das nackte Loben retten kann. Die Keller stchen mit den Häusern nicht in Verbindung und bieten daher dem Gmrm keine Angriffsfläche, so wie alles andere, was über den Erdboden hervorvagt. Die systematische Untersuchung über das Auftreten d«S Tornados hat gezeigt, daß diese fast ausschließlich an der Grenzfläche Mischen kalter rmd warmer Luft entstehen. Da, wo kalte Lust über wärmerer liegt, besteht, falls der Tmperaturfprung groß gemrg ist. ein sogenanntes lckbtkeö Gleichgewicht, wie zum Beispiel bei einem Gegenstand, den man auf der Hand balanzicrt: der geringste Anstoß genügt,, mn einen völligen Umsturz hevboizuführen. Solche Temperatursprünge zwischen Lorrachbarten und übeveinonber geschichteten Luftmassen treten auch bei «nS auf und führen zu ähnlichen Umstürzen: Gewitter- und Hagel' (wert. Diese Witterungserscheiuugen. bte in ihrer Hüftfgkkik mit den Tornados allerdings steinen Vergleich auShcklten» stnd ihrem Wesen nach mit ihnen verwandt. Nur di« Grüße des Tempera mrfprungcs ist bei beiden verschieden. Die stärkeren Temperaturunterschiede der Tornados stellen einen größeren Energiedorrat der Luftwaffen dar, der bei seiner pDtzUchen Auslösung die verheerenden Kräfte entfesselt. Die die .Hagel» werter und Gewitter, fv treten auch die Tornados am hüusigsten zwischen 2 und 5 Uhr nachmittags und im Frühsommer auf, das heißt an den Tagescder IahreszMen, in denen aas Gleichgewicht der Atmosphäre cnn stärksten zum Umschlagen neigt. Ebenso wie nämlich bx Soun« in der Mittagszeit di« untersten Luftschichten am stärksten erwärmt, während di« oberen noch kalt sind, so tvevden auch die winterlich kalten üustmassen zuerst vmn Boden her eowännt, was im Frühjahr und Frühsmnmer di« größte Neigung zum Umsturz verursacht. Während bei den Gewittern und HaMvettern die Lvsturassen um eine wagrecht liegend? Achft herumwirbeln, ist die Drehungsachse der Tornados jedoch gegen den Boden geneigt, fast senkrecht. Die Geschwindigkeiten, mit denen die Luftmasten Äe Achsen mnLreisen, nehmen die mr^MuerlichstoN Werte an; uran hat schon Werte bis zu mehreren hundert Metern kn der Sekunde beobachtet. Die Folge dieser enormen Wirbelg-aschwindigkeit ist eine sehr starke Sufdr.ucke«r!edrigmtg im Innern des Wirbels, wodurch alles Erreichbar« in den Wirbel hinemgesauat und hochgchoben wird. Der äußer« Unterdrück bewirkt daboi oft ein explosionsartiges Auseinanderfliegen. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Achs« des Wirbels oewegt (nicht zu vevclleichen nrit der Gefchwindisckesten der rotierenden Lust-Massen), ist ungefähr im Mittel 16 Meter in der Sekunde. Die ganze Dauer des Borübergangeß eines schreiend in dichte Knäuel scharten Junge Mädchen, dl« er« staunt ihre Angen ausrissen, Frauen mtt verhärmten Zügen, blaß und mütterlich besorgt. Dcim ein dumpfes, «mhostschwevss Gerücht machte durch di« -Stadt die Runde, die Inden eines furchtbaren Verbrechens anklagend. Nicht unglücksoliger Zufall war es, daß der. «Stern von der Mt-Nouschrvl dem Kanzler auf die Schultern gefallen, sondern bewußte, Planvoll« Bosheit, die Seiner Majestät an das kostbar« Löben wollte. Da sprengte schon «in ylänzendar Herold durch die Straße«, in der Hand e-in Schriftstück schwingend. Mt einer gelassenen Bewegung somer Hand gebot er der aufgoreyten, sich stoßenden Menge Schweigen, schmetterte in sein Horn und verlas mir weithin schallender Stimm« den Befehl des Kaisers: „Soin« kais«rNch-königliche apostolische Majestät twt allen kund und zu wissen, daß binnen drei Tagen sämtliche Inden -des Städtchens gestäupt und hingerichtet würden» falls die Uchobor der gestoben unerhörten Fttvoltat in der gegebenen Zeit sich dein waktrnden Arm der Gerechtigkeit nicht sekbst überantworten.". Die Aeldesten dar Gsmrinde vevsanvmNtten stch unter dem Vorsitz des Rabbi km Gemeindehaus und berieten, was zu tun wäre. Man beschloß, ein« Abordnung zum Kaiser auf das Schloß zu senden. Ter Kaiser empfing diese ungnädig und mit einem zornigen Funköln im Auge. Was inan von ihm wolle, ob man nicht sein Edikt durch den Mund -de- Harolds vwnom- » habe, ob man nicht wisst, was ein Befehl des Kaisers bedeute. Dabei Vl-irrten unm-ut-va seine Reitovspoven. Di« Aolaesteu verlegten sich nun auf das Bitten, doch auch dies half nichrS, so daß sie unverrichteter Dinge abzlchsn mußten. Unten orwartv-e sie das Volk, das nach Bekanntgabe des -MiherfMeS iu wilde Klagen auSbrach. Drei Tage, bleich wie em Totenhemd, zogen durch dal Lano, drei lange, von Gebeten, Seufzern erfüllte Tage, trf* lerne Schlaf und Ruhe spendende Nacht i>m Gefolge hatten. In ser dritten Nacht «rschteri der rstten.de Engel des Herrn. Äs - toar der greife Elja-kum, der sich anschickte, das Leben für sein Bo»;u opfern. An ihm sollte dir tollte Fron, Justitia ihr Mütchen kühlen. Wie««r Mveften^ttan-. Tornados ist P.iiiiwch bci einen, miitfereli Durchmesser Uivkis von KW biß 300 Meter ftm äußerst s^riup.?ie Iersiörmug buchstäblich daß W.tt rin ß Augerdlicka. Kann »Mn den Tormrdo kornmen sehen? Das ist allere btngs möglich. Dtr Wirbel vckdek sich in hrderen Lus.schichten Und senkt sich, siideut er iMNlkt kieset« Lust,nassen in di« Betvegtmg hineinreiht, immer tteser bis zmn Ervbrden. ^ben und «nten ist er trichterarttg mrSgeW-oitc:, und oikst Trichter sind gük sichtbar. Denn abgesehen von der Molkenbildung, di« mit j«m Unterdrück im Indern verbunden ist, wiklvlt der Tornado vom Boden eine Menge von Stand» Trümmern. Schlamm, Wasser «sf. Daß ist auch das einzige Zeichen des Herannahens. In allernächster Nähe herrscht noch schwacher, ungestörter Wind mit drückender Schwüle» dir mich den, Vorübergang des wsenden Ungeheuers plötzlicher .Mts weicht. Di« Bahn ist durch ein nach f«,t Rändern scharf mngrenz!es Trümmerfeld von der Breit« des Mivbttdurchmesstrs ge-?«nit.zeichnrt. M-rn sollt« ettvarten, daß d!« Wsttervvröcrsagc solche elementaren Ersiguiste tu, voraus erkennet! könnt«. Ader irotzdent die Borbcdingungen der Tvrnadrbi'ldung, daß labile 6>l«ichgcw!cht, bekannt rmd auch rtkenubar sind, kann man doch nie sicher sage?,, rb rmd warn, löks.-s labil« Gleichgewicht zum Umsturz fiibrt. Hier dchä!: sich wieder einmal di« Natur daß lehw Wort vor. «llitrttte au» dm Judentum. 2 a 11! it Zstravbine aeb. Haller, geb. 30. Mal löo4, IM, Brivatr, ö. Bez.. Nemberggaste 11. Schütz Franziska, ,eb. 27. Mai IWl. Wien. 9. Bez.. Liechtensieinstraße 8». _ , _ ,.4-, Liechtensieinstraße -»rettschnetder Moritz, geb. lb. Jänner 1897. Czernowitz, 3. Be».. Nesttopgaste 6. Klein Anua, geb. 16 Juli 1S09, Wl«n, ». Be„.. Nadaragaste 38. G r ü n w a l d Tbetes«. geb. 9. Febrnar 18M. Wien, 2. Be,, Re,nbrandtsiraße 26. W i l e z e t Heinrich, ged. 31. Mai 1899, Przemytzl. 9. Be,.. Nordbahnlttaße Wf. 64. $> « » & n i x Julius, geb 20. Jänner 1875, Wien, 3. Dez.. Daumannstraße 5. O r n st e i n Paula, arb. 14. Tedember 1905. Wien. S. Dez. Dnrmherziaengasse 3 Münz August«, geb. 18 März 1890, Tukbing, 1. Ärz.. Fleischmarkt 16. K o n st a n t Elsa. ged. 28. Avril 190S, Wien, Schneiderin, 8^. Bez., Hellcksastrahe 5. L S w y Nudolk. aev. 3. Februar 1880. Neustadt a. d. M. 8. Be,.. Erbbergstraße 82. Silbe rft e I n Leon, geb. I8f?2, Galatz. 3. Bez., Iacqulnqasst 45. Haus Iba. geb. L 1 ch t e » ft e r n, geb. 8. März 1875, Wien, 9. Bez.. Koliagaste 19. H a m m «r s ch l a g Marianne geb. H e n m a n n, geb. 16. Avril If94, Wien 7. Bes., Schottenfeldgaste 46. Fants Leopoldin« Magdalena gtv. E l i s ch b e r g e r. geb. 9. Juni 1?91, Wien, Mödling. Kafka Richard, geb. 6. Februar 19<-8, Wien» Student. 6. Be-- Jirf, Linke Vienzeile 4o. Hendl Auguste, geb. k». Juli 1903. Dien, Comptviristm, 16. Be^■, Brunnengasie 36. L ö tv i t (««r» fearb, geb. 8. Dezember 1905. Wien, 19. Be,., Peter-Iordan- Srraße 26. Wien, 25. März. * Ablenkung der Babnhofrundlinie. Westen Gelcisearbeit«n wnd die Bchnihofrimdlini« vom Freitag ab -ms ans weiteres vom N«tbanistürtel über di« Martiohilfevstraß-e, Wallguste, Gumpenoorsevtrage. Schöttbrrt.tuerstrage. MargaVe:-- Platz, ^ehamr-Strauß-G-asst, VvinEng«n-Straße mm Lo"ditraßer-Gürtol stöführt. Die Men-una gilt für beide Fahrtrichtungen * „Woja" Di« diesjährche ordentliche Hauptversammlung det .Mosa" (Wirtschafttiche Lrgan-üai'ion jüdischer Angestellter) siMt am 31. d. nm halb 7 Uhr crbeNdS in den Räumen dev Mitelstands-Mchc» 1. Dez.. Grtecktensiasie 6» ittit folstendtr TästSsordmtNst statt: 1. Tätigkeitsbericht. 8. Kassenbericht, st. Neuwahlen. 4. A«ltderuuqen der Sta!»ton. und zrvar der Pavaäraphen 1 und 10. 6. AWMges. ftm Falle der Beschlirßunfcusipkeit findet «ine Virrtcistunde später die General-- deksamnrlnnst mit dersÄben TastcSovdn>unst ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschrr-nenen statt. ««Um'aim> lim mm*iiiiw^irrajüaijafiijia1 Sickben hoffmmgsvolle Mrdcr nannte e-r sein Eigen, von dötten K MN Mschied «hnnrn mußte. Obwohl es ihm fast das >H«rz terrtß, M «r denn ftÄrrpsten, dem klettte» lklieser, den Abfchi<chskttß auf dir Stirn« drückte, eniteang sich seönen Lippen kein Smfztt imd keim« Trän« floß in feilten kmft'n, woitzen Bavt hinab. Dann was er tat war dertlig u.nd sollte nicht durch werdtsches Klagen verkle.inart werden. Di« K".'N'd«r, di« von dem Snbschl'uß des Vaters nichts wußten, nahmen seilte HerstIchteit mst estuiyenr Grstevuiren entgegen. Dann aber vevlteß er sein Haus lvnd sttog mit festem Schritt den Weg zum Schloß vnrpor. Gr bat den WekbÄ der Schlvßwach«, man mög« ihn vor den KanAer führ««, «r hätte tb-.n tttvas WehtbgeS tnitjitteiten. Dickf« Bitte wurde chm gelivähvt. Der Kairzter saß vevtteft übor «streu Folianten in seiner AvboitSstube rmd erhob sich nun gairz lanstE von seime-m Lchnftuht. Esfa^um M ins Kn!« mti> rief mit Wfrenbct Stimm«: .-Gnädiger Harr, ich bst, der Node-ltäter, der dar EatseMche getan und dm Ihr seit drei Ta»zm sucht. Finch komme Über mmn Haupt, die »ndoom aber sind rmschulbig.'* Der Kauster nrach!« zu dein Bekenntnis Gljaknms «in vordutzdes Gesicht, dann rann «in« Zomesfaiste über foine Sttdn«. Er läutete dir auf feinem ScktroiWsch stehend« Glocke. Zwei bewaffnet« Reiter Mschieiten auf dsr Schwelle, zu denen Vor Kanster in sckzarfem, befehlendem Ton« sprach: „Führet den UiuglÜckseliMn in das Staddgesän'stniß auf >>n Marktplatz." Am nächsten Dag hochnotpeinlicher Prozeß. Flackernde Kerzen, Richter nrit schwarzem Ta-lar, der 5ff?i,Mi<frc Ankläger, Eljakmn ernst Wie ein Grabinvnumeiu, der Henker un scharlachroten ManiÄl. Dann für das Borgehen Mla.k.nns spH öS - nur den Tod, tmesenvfachen Tod. Alö er auf einen Leiterwagen gebunden .zur Nicht statt« hinausgeführt umrde, ging in der Iudenstadt oer' hckltswes Klagen von Hau4 zu Hau». GljakumS Haupt fiel uivt«r dam Doi'l -eö HenterS, irachdem ihm vovher di« Aug.'n ausgestochen worden sparen. Die Aug.'n aber wurden als wEteltdeS BerfptÄ mit zwei Schlössern an dte Pfosten d:-r M-Nerrlchn'l« befestigt und später durch stvei gläseru« ersetzt. Das ist die Sage von Eljakuin. Seil! Grab befiU'dvt sich «of dem jüdischen Gottesacker des Städtchens, v,m Dornen übsttMche-vt. vom Hauch bm: Temrer Mnwckbt, IS». März 1055 M. S18S Silberne Hechzcit. Anr vorige:! Sainstag fand in Le-^potdstadtcr Tempct di« Furer der stöbern«,! Hochzeit der rcmpalverwälterö Mur S ck> w a g s r rud dessen Gakttn R«.ijn«. <M'binvuc Kchn, statt, teir« überaus aroße Lklwr Von FrettMv i,ud Verehrern t«S Jubilars war erschienen. Rabb'ncr Doktor ttrunwa d hielt di« Ansorach,.. Nach dem GotteLd'enst bealückwünschte Ser PräsDettt des rtethausvorstandes, Herr Anton Beck, das ftubolpaar, ferner vö'SolmeMt« der Mtevbmann des Vereines der VewaltunMeamten der Knlbnsge-meinde. .Herr Max Popper, di« Grüß« der Beamten und der erste Sekretär der Gcutelnde. Guide Fuchsgelb, sprach alS laitchahrl-gcr Freirud und auch im Namen des Sekretariats der KultusaaMitcke. I-u allen diesen Ntden kam die große Merstchätzunsi iur .Herrn Cchwager. der teil keiner Kindheit im Dienste der nte steht, zum Ausdruck. UiMwein aroß war die Zahl rdnttnaen der Beroine. der Betsitzinhaber und der Freunde, die das Inbelvaar mit Beariis-unakadresien und Cchrenkwscheuten bedachten. Am Aberd fand im Re-staurant Sieg! o'.n« zu Ehren d:s Jubelpaares veranstaltete Arckamnienkirnst statt, an welcher über pveihunderl Personen terlnahmen. Auch hier würbe Herr Schwager lobhatt gssechert * Der Spinoza-Forscher Profeyor Fullertou aestorben. Wie anS London berichtet wird, ist Professor Geora« Fn Nerton, Professor der PhilcfcpHie an w* Eo>stnnbia'Umve> sl'at in New- Kort, «in bekanter Spinoza-Forscher gestorben. Ssit Fullertön nach dem Wa-eerltillstand aus einem deutschen Ge." tattpenenlaaer entlassen wurde, war ferne Gesundheit zerrüttet. Er tvar bekannStich im Jahr« 1919 nach Wien bemfen worden und wirkte an der W i o n e r Universität ols .Honovarprofessor. * Telegraphische Glückwünsche zur Untversitatserssfnung. D«r Jüdisch« Raki-vnolfönds teilt uns mit: Um anläßlich der Eröffnmm der Unip-ersttät in fterufalenr die Möglichkeit zn Coben. ein Glückwunschtele-nramm abmrsenvett. hat der Keren Kalemeih I'Iteael in Wien beschlossen, Te leg rammbla n kette zum Preise von einem SchiMug (10 000 K.) pro Stück heraniszugrbrn. ftn d'oscm Preise ,st SM Text von zehn Worten inbegriistn. Die Telegramme werdon am Montag den 80. d. vom hieliacn Bureou des Keren Kajemeth gesammelt und unvemüftlich nach fternsalom übersendet. Es können smuit telographssche Gratnlatisuen im Mge des Keren Kassmech nur dann erfolgen, wenn sie bis spätesten? Sonntag den 29. d. an.',gegeben ma-ten Tele-prammblankette sind an nachfolgenden Stellen zu haben:' Zion-istisches Bureau. 1. Bez, Kärntnerstrabe 2^. Tel. 77-4-85, 77-4-89: „Wiener MorgerMl-ung", 2. Bez.. Ta-borstraße 1—8: Buchhandlung Rath u. Präger, 2. Bez.. Taiborstraße 20 a; BuckHa.ndlu.ng R. Wort. 1. Mz., Notenturmstraße 22; Zionistische Sektion 6. bis 8. Bezirk, 8. B.z., Benmoplotz 1. .jüdische Gc'schÄstslnhaster, di« bcvert sind, derari>i.ge Tellegra.>nn'Mawkette zum Verschleiße -u übernehmen, niögen sich beim Keren Kajemeth. 1. Bep, Kärntnerstrotz« 28 /Tel. 77-4-85. 77-4-86), mclfcen. Heut« Feiertagsruhe im Rathaus. Für die maMtratr- - Ämter Wiens und für die Direktionen der städtifchen rn-chmnugett gÄt der heutige Tug noch als Feier tag. * Das Detter. Oesterreich hat meist trübes Wetvter. Die Tentperatur hAt sich über Rull. Di« Voraussage lautet: TrM. Niederschläge nicht aus-geschlossen, Tempevat-ur weniiq verändert. unsicheres Wetter. * Die gestrige« Markte. Auch gestern hatte die Großmarkthalle aimsttge Fleischimporte au^uweiscn. Infolge de? zu erwartenden gr^telgerten Bedarfes anläßlich des Feiertages göst alte r« sich de r Abs atz na meittlich im Großhandel lMail er. In d-'r Preislage ist gegen die Vorlage eine nennenSlverte Veränderung nicht eingctreten. — Der Naschmavkt wurde gestern wesentlich ^besser dotiert als in den vergangenen Tagen. Speziell Gärtnercrzvugniss.« wurden in größeren Mengen auf den Markt evbmcht, so daß den gesteist.'vten Anfordevungen in vollen! Ausmaß entsprochen werden konnte. Anch importierte Waren waren zahlreich vertreten. Preis« stationär. Die Angebote auf allen anderen Marktgebieten, in Butter und Eiern inbegriffen, hielten der Nachfrage stand. * Der Sprung auf düs Stadtbahngelcise. In den letzten Wochen war wiederholt Ms erbrochenen <Ltadt>bahnmagazineir Etektromateri-al gestohlen wvvdu. ohne daß man der Tater hobhaft werden konnte. Am 19. d. srülh sch nun ei«. Wachebramtcr bei der Stadtbahichaltestelle geg.mlber dein Schönbrunner Schloßcheater einen B-nrichen, der sich mit einem grotze» Patet abmühte. Als der Bursche den Wacheiboamten nüherkominen sch, warf cr das Paket wag und sprang von der Brücke auf den Bahnkörper der Stadtbahn. Der Wachoboamte wagte den Sprung gleichfalls und verfolgte den Burschen, dei! er nach einem chgügebenen Schreckschuß teiluchnien konnte. In dein Paket war ein Toll der bclin Elnöruch in der Stadtbahnstation Meidling gemachten Beute. Der Angchaltene ist der 27jährige unterstandslose Schlorsergchilse Josef Alexander. Er gab auch seine Teilnahm,.' an den anderen Eltebvüchvn zu. Wogen DiebstchlSterluehmung )vurde nach der 2k»iä!hviiige .^Äifsarberter ftcisef Früh wirr nnt seiner Lobensgeßähriin, der 28jähviHen Hilfsavoeiterin Rosa R «i t l e h u « r. verhaftet. * Brrgmannstod. Gestevn wurden m der Grude P r aaodul bet Kladuo zwei Bergleute durch abrutschende Felö:nassen verschüttet. Beide wurden als Leichen geborgen. * Auf einer Skitour vermißt. Der 17jährige Gewerbeschüler Richard Zita ist seit Km 21. d. aus feiltet Wohnung «uf der Landstraße verntißt. Es besteht chie Befürchllln.q. daß der jung« Mann auf einer Skitour im Schneestuom des S-onnlags ums Löben gekommen ist. * Die Lebensmüde«. Montag nachts hat sich die llöschrige Private Berte Brauner, Rnfgass« 9, wogen eines Nerven- 'te'denä durch Leuchtgas vergiftet. — Die 4Whrige Weißnäherin Berta G l a h wurde gestern in ihrer Wohnung, Mfsteiugasfe 8, leblos aufgosunden. In einem Abschiedebriefe teilt sie mit, daß sie wogen des vor wenigen Wochen ersolI.n Todes ihrer Mutter Beronal nehme. — Gestern vormitwgs versuchte sich der 35jährsge Mittelschulprofessor Dr. Otto E. in seiner Wohnung in Währing nrit Leuchtgas m vergiften. Er wurde ins Spital gebracht. Professor Dokior E. hat vor vter-elm Tagen seine Frau, mit der er in glück- 'tickLter Ehe golobt hat, durch den Tod verloren. — Die 98'ährige Private Emma K., Sterneckplatz wohnhafi, nahm gestern we,'en häuslick)«n Ztoistes Lysol. * Flüchtig« Betrüger. Der 84jähvig« Kaufmann Fritz Simon und seine Gattin sind aus Kattowitz geflüchtet. Simon hat unter Borive-isung fälschet Duplikatsrachlbviefe ver Baus Si lesia 45000 Zloty hernuSgefchwindelt. Der 27iähviae Bureanongeftellte Alois B lauste in ans Wien ist nach Unterschlagung von 30.000 Lire ans Mailand durchgegangen. * Ein 17jähriger Banknotenfälscher. Nach einer Blätter- Meldung auS Lauenburg ist dort ein« FaMmün-rerwevkstätte entdeckt worden, die ei« 17jähriger Bursch« betrieben hat. ES wurv-cn eine große Anzahl fertiger Fünif- Mark-Schaine und andere gefälscht« Geldschoine vorgefunden. Die faischen Scheine si-nd den echten sehr ähnlich. Nur daL Wasserzeichen fehlt. * Jüdisch« Arbeitsnachweis« in Deutschland. An» 1. d. hat in wfe die Hauptstelle für jüdische Wal.devfürsorge und ArbeitKnaMveilL •Mtr* wieder aufgenommeti. Es wird

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