Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2188 (24.3.1925)
- Date
- 1925-03-24
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981273--22286-3009684- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
M. 0188 SHÜlfitet (Worfle iWHttttft Sf. Mkrz ryM Men. DsenMrg ^oren. die vordem Chauffeure, Kchlcnhändler, Bankbeamte, BahmhoDi-esolputzer, Polizisten, Bas«hallproftssion«lS usw. gewesen waren. Er echchr, daß -diesc Doktoren den Erlös aus den verkauften Pillen und Pttsverchen rmtereiua>ader verteilten, und da es in A.inovika keine ernsthafte Kontrolle des Gestrndcheitswefens efi'bt, war es Par, wie leichtes Spiel diese Scha-kake hatten, a»m ihren Opfern das Gold zu erpressen. Der Zei-tungSverleger bat einen seiner Zungen Rcportor M sich, stellte ihm Geld zur Verfügung und öeaust tragte ihn. nach New-OrleanS zu gehen/den Weg in die „Medizinschule" zn fin-den, den Betrag für das Diplom zu erlogen -und alles Er kündbare in Erfahrung zu dringen. Und so ward's auch gemacht. Ein Jahr später begannen über den ganzen Bereich der Vereinigten Staaten hin Artikel zu erscheinen. Die Leute waren entsetzt. Alles geriet in Aufregung. Biele erinnerten sich ihrer vorzeitig verstorbenen Anaehvrigen und forschten der Vergangenheit der Doktoren nach. Die anständigen Aerzte litten mit den unanständigen. Alles Vertrauen in die ärztliche Wissen- -scharst fchien untergrarben. Hunderte von Aerzten flüchteten a>us den Städten... und üben nun ihre Praxis vielleicht anderkNvo aus. Die. Sache kam vor'S Parlament,, eine Untersuchung ward angeordnet, etliche Leute wurden scstgohalten. Die'Organisatoren entwischten, etliche -Ehmr'soure und Raseure löffeln die Suppe aus: sie flechten nun Körbe luden GefängMssen! Asrlritte aus dem Judentum. X a m t> I Siegfried, geb. 19. Februar 1886, Harnerluden, 'Kaufmann, 12. Dez., Schönbrunnerstraße 230. L a nr v l Antonia geb. Duty, geb. 26. Mai 1889, Wien, 12. Bez., Scböubumnerstraße 230. KraSua Iwan, geb. 25. Februar 1896, Dolqavoljana, Privatier, 8. Bez, Lenaugaffe 11. Morgenstern Wolf, geb. 23. September 1883, Trevilovska 12. Dez., Seumegaffe 10. Beck Robert, geb. 17. November 1872, Prag. Bank-- direktor, 8. Bez.. Wickenburgqaffe 19. Weiß Eduard, geb. 27. November 1680, Wie«, Kaufmann. 17. Parhameiplatz 11. Weiß Hawa geb Weiß, geb. 25. August 1891, KaufmannSgattin, 17. Dez., Parhamerplatz 11. Brill Edmund, geb 26 September 189», Wien. 81. Dez.. Bernreitrrvlotz 8. L ö w Wilbelm, geb. 2. Juli 1897, Wien. 21. Bez.. Schloßhoferstraße 20. L a m v l Erich, geb. 28 Oktober 1910, Wien, Schüler, 12. Dez., Sckiönbrunncrstraße 230. Rapapor t Angelia geb. Pavelrc. geb. 18 Jänner 18^3, Gubschitz. 9. Bez. Stroheckgaffe 12. Rapaport Adda, geb. 27. Juli 1920, Wien. 9. Bez.. Ctroheckgaffe 12. W e i ß Ferdinand, geb. 7. Dezember; 1882, Wien, 9. Bez.. Roßauerkaierne. A 8 zIanazy Anna geb. Mahler, geb. 9. November 1193, Wien. 3. Bez., Pfarrbofgaffe 16. S 11 a ß n y Adolf, ged. lb. Oktober 1598, Berlin Dertreter, 15. Bez., Tingelstedtgaffe 19. Sttaßuy Margarete geb. Cchirmmacher. geb. 22. Februar I960, ELpsritz, N.-Oe. lb. Dez., Tinaelstedtoaffe 19. Pounzen Margarete, geb. 9. November 1900. Wien, 3. Be»., Rechte Dahngaffe 12. K o h n . Siegfried Hermann, geb. 22. Jänner 1904, München, 4. Bez. Diefenbachgaffe 40. Brandler Otto, geb. 8. Dezember 1901/ Wien, 16. Dez., HaSnerstraßo 89. K o h n Wilhelm, geb. 16. Dezember 1897, Wien, 1. Bez., Judengaffe 7. N i s s e l S Grete geb. 7. November 1910, Men, s. Bez^ Lündstraßer Hauptstraße 141/ Wien, 24. März. * Endlich! oder die „Arbeiterzeitung" weiß auch schon davon. Es ist eigentlich alles nur relativ. Da hat es geheißen, daß die „Arbeiterzeitung" den Zionismus, die Palästinafrage un!d was so damit zusammenhängt, nicht, unter gar keinen Umständen, zur Kenntnis nimmt. Da ist so jüdischer Klerikal ismus, von dem nur in Wahlzeiten gesprochen wcüden kann. Der Völk-evbun/d beschließt, die Zionisten halten Kongresse, Meetings, fechtet: dhreir Strauß mit Tod und Teufel aus, die österreichische Slvbeiterschaft darf um Gottes willen nichts davon erfahren. Leon Blum, Atac Donald, Eduard Bernstein, 'Hjalmar Braut ing, Pani Lopbe usw. nehmen zu der Sache Stellung. AusteÄitz nicht. Um keinen Preis der Welt hobt erden großen Bann des Schweigens aus. Er läßt auch nichts von der jüdischen, Universität in Jerusalem durch, an der jüdische /PMetarierkinder für die Kulburarlbeit im Orient ausgobivdet lwerden sollen. Nein, das österreichische Proletariat erfährt Nichts darüber. Gestern, endlich!, kann die „Arbeiterzeitung" 'chvcn Lesern etwas Interessantes erzählen. Die Amber, näm- "ich der. von Europa aus verhetzte Teil, drehen Bcllfour mit 'Kund-gobungen und Mit Streik. Ueber Streik muß man 'be- 'richben. Und so erfährt der verwunderte Klassengenoffe bei dieser Gelegenheit von den Zionisten, von der Universität und hon Palästina. Endlich! * Mittwoch schulfrei. Das BundeLminiisterium für Unterrichit hat demr Wiener Stadtschulrat mi'Mterlit, daß an den öffentlichen Schulen die Unterr ichtsertcfiluit-fl an den drei Marienlagen die vom M'miistervat als WoÄtag erklärt worden sind, vorläufig noch 'unterbleibt. Es ist'daher der Mttwoch schulfrei. * Das Wetter. Nach den sonntägigen Riederscklägen blieb 'es auch gestern trüb Die Temperaturen waren nahe um Null. Die Voraussage kantet: Zeitweise Niederschläge, T-ernperatuwn wenig verändert. * Die Lebensmiltelmärkte. Ter Verkehr ans den gestrigen Märkten stand ini Zeichen der üdlechen flauen Montagsstlmnmttg und hiebt sich bar vorläufig unveränderten Preisen mt -engsten Rahmen. Auch der Tedailabsatz ließ viel zu wünschen übrig. Der Naschumvkt wurde in bmlg aus Gartnergemüse sehr sürstio beschickt. Die Jnvporte aus den auswärtigen Pwdu'ktionsg0vie>te>n waren bwav?deckend. Spinat, Weißkraut und Karswl haben sich mäßig mn Preise Vartvuert. Die Lbstznfiihrerr tvlesen cstoichfalls einen Ausfall auf, enitspracheir aber donk Bedarse Eier und Blltter langten für die Nachfrage ans. ' * Schekelkommission. Die für Montag deu 30. d. angefctzte Sitzung findet erst am Montag den 6 >April statt. * Römische Funde bei Komorn. Bei Ausgvabimgen lwc O-Äzinch ilt der Näl)e von Komorn, wo smierzvit das römische Lager Brigetium stati-d, sind -in den letzteil Tagen sechs Sarkv' Phage gksilniden worden, dlie aus d-orn Äoeitcii Jahrhimde-rt nach Christi stcinlmen. Ihr archäologischer Wert wiw durch den Um-- stand erhöht, daß oiuer von ihrren vollkommen mwe csehrt ge - ibl-iebe« rsi iuld die gut erhaltenen Skelette einer achtzigjährigen Frau sowie ihrer Richte und vevschicdeneir wertvollen Schmuck, znyls'.st Goldgogenstänoe, .enthält. Vier von den Sarkophage» «reisen auch wohlerhalteiie Inschriften auf. * Ein ungarischer Kaufmann verschwunden. Der Atis ivlozcr Enelttvarengroßhäüdler Bela Kardos ist sek einer Bäoche spurlos verschwunden. Allen Anzoichen nach liegt okt Mitteilnngen aas dem Pabttkum. Kultus* und Justiz‘Tfllure und Bürette crliallcn Sic vorrätig oder nach Mass bei der bekannten Spcstalfirma RUDOLF GOLDSTEIN, Grosses Lager feiner Stoffe für NUesbestellongen t>». 48-0-80 WIBNf II. YAftOltfTftASSE S4 9*4*.m* rmta ir«is Warnung! Das P. T. Publikum wird hiermit höfliebst aufmerksam gemacht, dass die SßbmidrMazzoth nur dann echt sind, wenn jedes Paket mit Stampiglie, Unterschrift und Plombe vemhen ist,denn nur bei solchen wird sowohl fttr Kascbruth als auch fQr Qualität garantiert Mit vorzüglicher Hochachtune Adolf fchmidl Maz*oüi-Blcker der israelitischen KuHusaetneinde Wien, 2. Bnalrk, Zwerggaise 1 Telephon 47-9-72 Telephon 47-9-72 Generalvertretung: Albert Körner» 3. Bezirk, Glockengasse 22 u. Novaragasio 13 / Jak. Weits» 2. Bezirk, Untere Augarten« Stras s 25 / N. Wltelberg» 2. Bezirk, Grosse Pfarrgasre 6 / Retners Witwe» 2. Bezirk, Leopoldsgasse 81 Vcvbrrchcn vor. Wie „A Nöggel" .mirtrilt, 'beobachtete eine Kaffeehauskassisrin oorgcstevn nachts, wie zwei junge Mäii'r.r Mrs der Frairz-Insefs-Brückc mehrere schwere Pake.e ru die Dmrau warfen Alan glaubt, daß dieser Vorfall mit denr Verschwinden des Kaufmannes Bela Kard-os tan Zusainmeichange steht. * Der Doppelselbstmord im Parkhotcl. Wie berichl-et, ist Sonntag vormittags Eva H orkay-Chyzer, die gemeinsam mit ihrer Mutter rm Parkhotcl aus der Wieden in Selbst-- mordabsicht Bewual riahnr, gestorben. Gestern erila-g die Mutter der Vergiftung. * Die Lebensmüde«. Sonntag abends ljat sich die 23jahrige Eisenbahnersgattin Anna Striegel erschossen. — Die' 17jährige L>i7ssarbciterin Stephanie I. nahm wegen häuslichen Zwistes Lysol. — Geistern nachmittags versuchte sich d''e 28jährige Privatbeamiin Valerie B. aus mchekannter Ursache M vergiften. * Verhaftung eines Betrügers. I-u Budapest würbe der Händler Chaim Edelstein, der aus der Wiener Messe dem Kausmann Josef Grün 250 Dollar herausgelockt hat und dann flüchtete, verhaftet. Edelstein bot den Geheimpolizisten, die ihn sostnahmen, 50 Dollar für den ftzall an, das; sie ihn frerlaffey. * Prozeß zweier Negerrabbiner. Der Rabbiirer der jüdischen NagevgLmeinde zu Hartem ro'chte eine Klage gegen' den Rabbiner der Mger-gemeinde Bnei Abraham zu New-- Dovk ein, in welcher der letztere beschu-ldvgt wunde., eine Summe von 109 Dollar die ihm zwecks Anschaffurrg Änes Thorr >' schraukes übergeben luonden sind, für sich verwendet zw hoben. Der Richter sprach den Ange-klagten frei, weil es /sich -erwiesert hotte, daß er nicht beobsichtigte, die Summe für sich zu verwenden. D'r Möger, .R-M« Arnold I. Ford, und der'. Beklagte, Robbi Mord-echai Her me ns, smd beide von?lbstammung Neger. ' '^Die erste Synagoge ans den Philippinen. Die ttir n der amcrikonisch-jüdischen Kongregationen in Cmcumati erhielt eine Mitteilunig, daß in Manila, der HouptstM der- Philipp ine ninseln, die erste, jüdische Synagoge errichtet worden ist. Irrt der Kon,gregaÄmr von Manila, in der orthodoxe, kons-evvat-l've und reformistische Inden vereinigt sind, sind Juden aus den folge irden Landern vevtreten: Bereinigte Staaten, Rnßlaird, Oestervsich, Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien u-nd Ae-gypteir. * Dillen ans Stahl. Eine vollkonrmcne llnvwälznn-g -des Baunitd Wohmrngswesens. erwartet m-an^m England von der neuen Technik des S-tahSbaues. die es möglich - nmcht, zwei Stockwerke hohe Hääser in wur drei Wochen schlüsselfertig herzustellen. Das erste Ha.us dieser Art ist soeben in London in fererl-icher Worise unver Beteiligirng der Zdnnmmralbehöriden cingcweiht worden. Es stellt den englischen Laudhauschp -dar und enthält vier Zimmer nebst Küche und den sonst üblichen: N-Cbenräumtcn. Bei serienuvei^r Herstellung b-elaiqen sich die Kosten eines solchen Hauses, das eine Lobensdauer von mmäbentd hrurdert Jahren haben soll, /m-f rund 9000 Mark. §>ie Mout^e ka-mr zu 90 Protz'nt von jedenr ungelernten Arbeiter vougenmnmen iverde»:, da nur vin^ gerincser Teib der zu leisteMrn Arbeit besondere Fachkemryrisse erfordert. So werdest zum Beispivl Maurer wnfc Sducka^errre i'vberhaupt nicht und Zinvinerleute nur §um Logen der Fußböders gebraucht. E Spezialbchandlung von Asthmaleide» im Wiener vhysikalisch-therapentiisÄn Institut Tr Ofternwmn, 9. Bez., Dpiialgassc la. Tel. 29-1-30. Ord. 10 bis 6 Uhr. Für das Fntemat der hebrüifche« Realschule in Haifa. Bon besrellud.uer Seite wild uns aus Haifa geschrieben: Wie bet'-- ut. wird der hebräischen Realschule.ein Internat angesch-lvssen. Das Gebäude gehr berests seiner Vollendung entgegen. Leider fehlt es an derr Mitteln, den vollen Bedarf air Materialien für die elektrischen Installationen zu hecken. JisUx'soudere müssen strr die drei Geschoffe der Arrstakt die folgenden Veleilchtnngskörpcr beschafft weiten: FÄr ^äs Kelle r g e s ch o ß. 8 Schnnrtzenvel. Messing polievt,, 11 Merer Jsoli'errohr mit J'solieranihänMno. 's gezogenen Drähten, Attschlilßkleilsnresi. Normalgewindefassnn-gi für das Erdgeschoß: 14 sogenannte Lu-retten iur J-nnen- 'öeleuchtung 'a»S Tolnbak oder Bronze, poliert, mit spalübersaugeuer Glocke, Sckutzglas'(S-laubfänger), sonst 8 Schwurpeuvcl. 1 Kroneu. 20 Stück Schnllrpendel. jedoch Zngpendel» 2 wasserdichte Deckenglocksn «tit Schutzglasglocke. Ichrrurpende?: für das Obergeschoß 8 Stück Luzetten', 6 Stück Schn-urpetsdel. 4 Stjick Schnur-Zugpeudel: und schlie»l-jch für. die Arbeitszimmer der Schüler und Lehrer 12 Tischstchlampen. Wir hoffen, daß diese beirötigteir Gegessstärlde aus mrserem Lesertreis der Anstalt gur Bersugurlg gestellt werden. Eerelae. SortrSae und Versaunnluugeu. GremiilmösterretchifcherHandeltzveru t r e l e r. Morgen, 6 Wir abends, im Cafe Landtmann, Trefftaq. - Zionistische Sektion Vl-Vll!, 8. »ej(, Bennovlatz 1. Deute, 7,9 tthr abends, Gefellschaftsabend (Konzertakademie) mit Tanz. Im Zionistischen Bnreau, 1. Be;., Käruinerstraße 28 erliegt ein Scheck , uf den Namen LenichnerFifchel. Abznbolen in den r>'ureaufmndeu von 9 bis 1 Uhr vormittag? und 3 bis 6 Uhr nachmittags. Bühne und Kunst. Moderne Kammermufik. In der Wiener. Ortsgruppe der Internationale st Gesellschaft für neue Musik brachte das aus den -jungen, uvwüchstgen Musikern K o l i s ch. Rothschild, D r ck und Stutschewsky bestchendc „Wiener Streichquartett* moderne Kammermusik m schönster Wiedergabe zur Erstaus« 'fnhrung. Wahrend das Streichquartett des jungen hochbegabten Schreker-Schülers Karvl Rathaus noch der rechten Präg^ nattz cnkbohrt, doch gleichwohl für den melodischen Reichtum des eigenwilligen Grüblers klingendes Zeugnis ableat, ist dos vierte Streichquartett des Msrsikgolehrtcn und Bühnculompo -nisten Egon Wcllesz in Form und Ausdruck äußerst straff gespannt, ja überspannt: Ungemein kultivierte, französisch orientierte, etwas blutleere Musik, die mit der Bühne lieb, mrgelt. — Schon in seinem preisgekrönten Streichquartett, Op. 97, au§ dem Jahre 1917 bekennt sich Karol 2;ym a- -notvski zu Max Roger. Reiche polyphone Arbeit führt hierdurch Dickicht und Gestrüpp zu wun-dervollen melodischen Fern' blicken, nur selten irren dst herben Rogerschon Klänge ins SüßlichElogante der Jungfranzosen ab. In schönem Äontraft wechselt das Burleske mit dem Empfindsamen uird schließlich werden vier Tonarten gleichzeitig gegeneinander losgelasscn. Doch was die feindlichen Tonarten anscinanderzureißcn drohen, schmieden die eherne Mychmik mtb die einheitliche Mo- -tivi-k umso fester aneinander. — Auch bei Abfrodo C a s e l 1 a überwindet das mitreißende Temperament des Tondichters alle Bedenken gegen den dem geheiligten Herkommen hohnsprechen' den ivrißklang. Wie Schönberg in seiner „Klaviersuire" fühlt sich Easella in seinem „Concerto" für Streichquartett in alte Formen ein, die er mit modernstem Inhalt erfüllt: Eine „Sinsonia" von orchestraler Klangfülle, eine seirtimentale „Siciliana" als prächtiger Gegensatz, „Minuctto" und „Aria", durch ein dramatisches Rezitativ verknüpft und schließlich eine höchst schmissige „Carrzone" zeugen in dieser Musik des Südens ebenso für CasellaS überlegene Ironie wie für feine wenn auch lineare so doch strenge Satzkunst. Man wirst heute leichtfertig mit dem fragwürdig-mr Schla-awort „awnal" für tonal vielfältigere und Wenige^- gebundene Werke herum. Casellas trotz Geringschätzung des herkömmlrchM Wohlklan-ges tonal strenges archaiistijches „Concerto" wird wohl bald ein sogenannter „atonaler Schlager^ sein. M. Aus den Theatern. Burg td e a t er. Morgeu, 7 Uhr abends. „F e n ft e r'. Akademtetbeater. Morgen, 7,8 Uhr abends, „D e r L i e b h a b e r". Staatsoper. Morgen fi det eine F e ft v or-- ft e l l ü « g von „P a r s i f a 1* zugunsten des Fonds sux Wiederinstandietznnq der stroßnr Bruckner-Orgel im Stifte St. Florian in Oberösterreich statt. B o! k 8 o v e r. Heute uud morgen „<S räfin M a-- r i z a". Pietro M a s e a g n i wird Mittwoch den 1. April die 50 0. Aufführung seiner Oper „Cavalleria r u st i e a n a" persönlich leiten. Deutsches Bo I k S t h e a t e r. Moraen, 7S8 Uhr abends, östereichische Uraufführung der Komödie „D i t W o I* l u st der A n st ä n d i,g k e i t" von Luigi Pirandello. Darauf „Die schlimmen BubeninderSchule" von Nestroy. Beide mit Alexander M o i s s i. Samstag. %4 Uhr nachmittags als WobltätigkeilSvorftellung zugnuften der Nattonalbibliother, „Das Geheimnis d e 8 K ü n st 1 e r tz" mit Leo Slezak und Hans Homma. Theater in der Josef ft ad t. Mttwoch entfällt die Nachmtttagsvorstellung von „P r i n z e s f i n H uf ch ew t u b". Raiinund-Theater. A^orgen, 3 Uhr nachmittag«, „3 m weißen R ö ß 1" mit Hanfi Niese. R o l a n d - B ü b n e. Da« dreiakttge Lustspiel „H o f- \ n b e n* von HmS Kottow wurde ' zur Aufführung angenommen. Johann- Strauß-Tbeater. Sonntag nachmittags „D i e F ö r st e r ch r i st l". Bürgertheater. Freitag Uraufführung der Operette „Die b l o n d e S p h i n x" von Max N i e-d « rb e r g e r. Donnerstag bleibt das Theater geschlossen. Haydns „Jahreszeiten". Sonntag den 3. April, 7 Uhr abends, veranstaltet der Gesangverein „Freie Typo^ g r a p h i a" im Großen Musikvereinssaale eine Äus-- führnng von Josef Haydns „Die Jahreszeiten". Dirigent Herr Heinrich Schoof. Mittvirkende: Frau Klara Musil, Herr Karl Fälbl, Herr Josef Bau mann, das W i e n e r S y ni p h o n i e o r ch e st e r. Restliche Karlen an der Mustkvereinskasse. Radiovrogramm. Dienstag den 24. MLrz. S Uhr: Marktbericht. -- 11 bis 1 Uhr: BormttragSkonzerl. — i Uhr 5 dhtn.: Uraniareit. — 1 Uhr 80 Dii». r Wetterbericht. — '/,4 Uhr: Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. Suvvö: Frau Meisterin; Strauß r Mau lebt um einmal; Fredericksen: Skandinavische Suite; Haydn: Rokoko- Bttmuett; Atozart r Menuett in Es * TichaikowSkY r „Engen Onegin"; Beere r Serenade d'Amaift; Sllving r Alt-Wiener Stöndcheu; Jones: „Die Geisha*. Potpourri: Anger: Traum- Blues. — */»7 Uhr: Vortrag. Dozent Dr. Richard Äerichagl: „D e neues Währungen in den Rationalstaaten". — 8 Ubr * .'Münchhausens letzte» Abeutrmr", Lustspiel iu -tzrei Aufzügen von Franz Kenn.