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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-24 · Heft 2188 (24.3.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2188 (24.3.1925)
Date
1925-03-24
Page
Seite 4 (sequence 6)
Language
German
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BeAe '4 Men, DrenZküK Im redaktionellen Leilr enthaltene entgeltlich« RtttE-k»u»en lind durch ein »»rangrstHtrs x sekennzrichnet. Tagesbericht. Vor rer Universitatsfeler ln Jerusalem. 40(1 Ehrengäste. Jerusalem, 22. März. Die Vorbereitung«». füc den feierlichen Mt der Eröffnung der hebräischen Universität z» Jerusalem find in vollem Gange. Im Garten des UniversitatSgebandeS werden 400 Sitzplätze fSr die Vertreter der Regierungen und der UniderfitSlc« und hervorragen« der Gaste errichtet. Tie ersten Ansprache» werden Lord B a l f o « r, Sir Herbert Samuel und Dr. Ch. Weizmann halten. Ter Oberrabbiner des britischen Reiches, Tr. I. H. Hertz, wird das Weihegebet sprechen. Lord Balfour ist in Kairo eingetrasfrn und fahrt Dienstag nach Jerusalem weiter. Während seines Aufenthaltes in Tel-Awiw wird er Gast Dr. Schmariah LevinS sein. Die Abreise Professor RuttinS. Der bekannte Wiener Otologc Universitätsvrofestor Tr. Erich Ruttin reist morgen nach Jerusalem ab, um, wie bereits berichtet, an der Eröffnung der hebräischen Universität teilzunehmen. Professor Ruttin wird am Eröffnungstage .eine Vorlesung über Ohrenhygicne halten. Anschließend daran wird der Wiener Gelehrte eine Reihe von Vorträgen ans seinem Sp^ialgebiet in der Jerusalemer Aerztegesellschaft absolvieren. * Telegraphische Glückwünsche inr Umversitatserössnung. Der Jüdische Nation-rffondS teil: uns mir: Um anläßlich der Erößpnung der Universität in Jerusalem dir Möälichkeft zu geben, ein Glückwunschtelegramm abzuftnven, hat 'der Keren Kafemeih l'Israel in Wien boschlossen. Telegramm b-lankette sum Preise v»u einem Schilkinq (10000 K.) pro Stück he rau Sieben. J;-n diesem Preise ist du Tert von zehn Worten infteariffen. Die Teleqram-nre we.den am Montag den L0. d. vom hiesigen Bureau d-es Keren Kajemech' gosi»mmelt und unverzüglich nach Jerusaleni übersendet. Es können somit telegraphische GratA^atronen im Wege des Keren Kajemeth nur dann erfolgen, wen sic bis spätestens Sonntag den 29. d. auifgegeben werben Telegramndblankcrrc sind an nachsalgeniden Stellen zu Haber:: Zionistisches Bureau. 1 Bez.. Kärntn-'rüraße 2s. Tel. 77-4-35, 77-t-3<Z:. „Wiener MoiMir.zeit'uing", 2. Dez., Taborstraße 1—8; Buchhandlung. Rath n. Präger, 2. Be;., Tckborstraße 20 a; Buckchandlimg R. Löwit, 1. Bez., Rotenrurnlstraße 22; Zionistische Sektion 6. bis 8. Bezirk. 8. Bez.. Bennoplatz 1. Jüdische Geschäftsinhaber. die bereit ' lind, dsrartioe Telegraminblarrkette zmn Verschleiße m öfter» nehmen, mögen sich beim Keren Kajomeih, 1. Bez., Kärntrverstratze 28 (Tel. 77-4-85, 77-4-86). ntd/bcn. 60. Geburtstag Sr. Vodeubeimers. Am 21. d. feierte Justizrai Dr. M. I. Bodenhermcr in Köln fsimen 60. Geburtstag. Bodenhermer rst schon m sehr jungen Jahnen mit zioniPische-n Gedankengange i.n Berührung gekommen. Im Jahre 1891 bereit veröffentlicht« or eine Schrift „Syrien und Palästma als Zufluchtsort für die vustifchen Juden" und gründete gemeinsam mir David Wolfssohn im Jahre 1893 düe Kölner Zionistische Vereinigung Äs ersten ChowÄve-zw-- lüstis.chen Verein im Deutschland. Im Jahre darauf be« teil-iaie' er sich am der Gründung der Freien israelitischen Bereinigung in Hamburg, die ähnliche Ziele erstrebte. Beim Austreten Theodor He r.zls schloß er sich sofort der neuen zionistischen Bowoguing a-ch, uahmam ersten Kongreß teil und hielt auf diesem das Referat über den Aufbau der Zionistischen Organisation. Er wurde öeveits auf diesem Kongreß in das große AktionSkomitee gewählt und Miob dessen Mrtgliied Vis gmn -tvAften Kongreß. Gleichzeitig war er auch —bis zum dreizehnten Kongreß — Der K o ngre ßanwa lt der Organisation. Bodercheimer gehörte zu -e-m engoren Kreundes« nnd Mitarbeiterkreis Herzls und begleitete dwsen 1898 auf feiner Palästiuareise. Er /ha c die Zionistische Bereinigung für Deu 1 s chland ins Leben gerufen und war bis -zum Jahve 1910 ihr Vorsitzender. Als nach d:-m Tode Herzls die Leitung der Zionistischen Ovganisation nach Köln verlegt wurde, übernahm Bodenheimer als Vorsitzender des DaÄtori'»anS des Indischen Nati^nal-- fonds auch die Leitung des Hauptbureaus, die er bis zu 'dessen Verlegung nach dem .Haag imrchatie. Sie Tachlemovi-Sckvle der Aisrachi in Tel-Awiw. Die Misrachi-Weltzentrale hat es sich zur Aufgabe gemacht, der seit einer Reihe von Jahren bestehenden Tachkemoni-Schule in Jaffa-Tel-Awiw ein neues, prächtiges Gebäude zu errichten. Diese Schule, die zu den größten national jüdische» Schulen in Palästina zählt, entwickelt sich qualitativ und quantitativ außerordentlich. Die Zahl der Schüler und Lehrer steigt jährlich, findet aber ihre Grenze in dem Platzmangel. Die Zahl der Schüler nähert sich der Ziffer 1000; von den alljährlich in großer Zahl sich meldenden Schülern müsseir wegen Platzmangels mehr als die Hälfte zurückgewieseu werden. Vor kurzem wurde auch i« der Tachkemoni-Schule eine Abteilung als mittlere R e a l s ch u l e eröffnet. Der Plan für den Neubau im Mittelpunkt der jüdischen Stadt Tel-Awiw stammt vor: dein bekannte» Architekten Regierrmgsvtt Baerwq^tz m AeÜm. Wiener MornerrzeUrrnir. (sine MisrnMteffvfarm in Deutschland. Wie der I. T. A. mitgeteili wird, hat der deutsche Misrachi in ElShos bei R a t h e n o tv eine Lehrsarm geschaffen, in der zehn Jungen und acht Mädchen eine gründliche Ausbildung für Palästina in allen Zweigen der Landwirtschaft, in Gartenbau, Milchwirtschaft und insbesondere in Geflügelzucht, erhalten. Es sind Brutofen vorhanden, welche die Geflügelzucht in diesem Sommer auf eine Zahl von 250.000 bringen sollen. Ein Gc flügeljuchtmeister und ein tüchtiger jüdischer Inspektorsind angestcllt. Demnächst soll auch ein Lehrer angcstellt werden, der die geistige Ausbildung leitet. Die Bewirtschaftung ist streng religiös. Die Ausbildung dauert eineinhalb Jahre. Außerdem besteht seit säst zwei Iahten bti Fulda eine misrachistische Lehrfarm. Sie östemlchMe Keren-Hajesjod- Aktion. Bisherige Teilergebnisse: Insgesamt 800 er« folgreitbe Besuche. — C?itt Rundschreiben des Keren-Hajessod-Direktorirtms. Die Zentrallcinuiq der österreichischen Kercn-Hajessod Aktion, welche bekanntlich bis zum 28. d. vcvlängert wurde, gibt bekannt, daß ftik .zunt 20. d. 800 e r folg r e i ch e Besuche bei jüdischen Bürgern in Wien gemeldet wnrdeit. Dies ist jedoch bloß das Teilergebnis der Arbeit.in einem Teil der Wiener Bezirke, La aus bestimmten Brzirkeu Wiens un Einverständnis nur der Leitung die Zoichnungscr^lärungen erst am 28. d>. als dem Schlußtage der Mt'um, der Zentrale innig äbgo'liefert werden. Neben dem Pratersprengel rmo dein. 9. Bezirk, wo die Arbeit mit größter Intensität und relativ bestem Erfcklg gedeiht, hat in den letzten Tagen die B r igittenan, bekanntlich ein Proletarierbezivk, sehr erfreuliche Erfolge erzielt, sowohl beriiglich der An- - zahl von Zeichnungen als auch bezüglich der B a rz« hl u nge n. Es wird die M'itarbcitrr der anderen Bezirke an spornen, daß pift in diesem Bezirk der ännsten Juden ein Dritte.il der gezeichneten Beträge' sosor t bar e i nge zahlt w u rdr. Auch die ersten Detailberichte cms ^den Bvzirketr 0 bis 8 s'urd günstig, obivohl die Werbearbeit erst zu Beginn dieser Woche begonnen bat. Die Aktion m den Bezirken 12, 14 und 15 wird von -Herrn Oskar Goldschmied geleitet. Zweifellos wi rd da s Ergeft ui s-de r di esjährigen österreichischen Kere n -H a je ssod- Akrion jenes des Vorjahres übcrtresfen. -Soeben ergeht seitens des Londoner Direktoriums des Keren H a j e s s o d ein Rurvöschroiben an die Landesk-omitees, in welchem es heißt: „Mit Rücksicht auf die bevorstehenden Pessachfoierrage und die Eröffnung der. hebräischen llrnversität sind wir seitens der Palästinaexckutcve wiederholt ersucht lvorden, das Budget für den lausenden Monat ohne Verzug zu überweisen. Wir hoffen, daß die Landesleiinugon keine An-- strengung scheuen und uns möglichst hohe Beträge foba>ld als möglich zur Urberwrisurtg nach Erez Israel zuikonmnen 5asscn werden." Dieser Appell wird die Mitarbeiter der österreichischen Keren-Ha.jessod-Mt«m geiviß veranlassen, die wenigen Tage bis zum 28. März noch eifrig ausigurützeir, nur noch vor der Eroffrmng der Unkoersität einen Kercn-Hajessod- Beitrag aus Oesterreich zu erwirken, welcher der A n- Zaihl, Leistungskraft und Bedeutung der österreichischen Juden entspricht. q- Aus Anlaß der österreichischen Keren-Hajeffod-Llkbion wird morgen Mitttvoch im Elitekino, Wien, 1. Baz., Wollzeile 34, der Film „Das Land der Verheißung" vvvgeführi. Die Mische Tischgesellschaft für den 1. B^irk hat diese muevliche Anffühmng angeftht, tveil bei der vorhergehenden Mmaufführuing ein großer Teil der ErschiMenen wegen uebersüllnng keinen Einlaß finden konnte. Die einleitende Ansprache hält Herr Dostor Otto A h e l e s. Beginn präzise 10 Uhr abends. Ser Mord au «malte Leirer. Der Mörder in Rumänien verhaftet'? vtkdtchch, 83. März. (Tel.-Konlp.) Wie „Az Es," fv* richtet, hat die eummnsssiche Gendarnnerie von Mghkar-oly einen Mmn verhaf-teit, der die nt'Nlän'Iiche Grenze ohne Paß übsvschrittelr hä tte. Der Mrn,n gab au, mit -de m Buda - pvster Emwdhner Julius Koc.sis i-dentisch zu sein. Die Mmäntschen Behörden glmGen aber, daß der angebliche K-ocsis mir dorn Mörder der Avraliv Lairor, Juirus P ödör, -iderttisch ist. Tie Personsbeschrerbang des Mörders jXlßt in allen Punkten auf den vorhaf.ve.ron M.inn. ,* DaS Ttshtbadgaschkecht. Wie die „Bossifche Ze'ming^ aas Breslau berichtet, hatte die lljährige Tochter des Majors ulwSlahlbeinlsührers Bol dt irr Lprattau an die Tafel ihres Klaiferrzmuners m der höhererr Mädchenschule die Wort? steichriefteu: „Ter Zattlertehr-liirg J-ritz ll-bert ist am Tounaftend 'ttepiert. Gott iemie die Stunde!" Tie LÄnerkritterenz der Anstalt beschloß die sofortige Ausschließung der Schülerin. * Wer verwässert die Milch? Ju Ro,n ist. wie das „Berliner Tageblatt" melde!, zwqchen den Milchproiduzentett und den Milchhönoiern ^>n mnüsanrer llriec, auLgebrochen. Die Milch'händler protestieren öffentlich dagegen, daß die 'l^olMi die Milchvrodu.'.enten nicht hindere, Wasser m die Mllch :,:i _ou'f«vn, d-e Milchhäubler aber bestrafe, wenn sie gewasserte M ich veek-rnsen. Dies sei eine Ungerrchtigdeil gegen die Milch bä.-Äer. T'e M:tchprü.di'.zenlen werden nun ihrerseits ein Meeting abha-tren und die Schuld an der Mi!chvprrväjseritM Ä» ÄAMeMrivP «chGchvn. Ä. Marz 1025 M. N« Der Tevvich. Von Armin r. Wegner. Gelobt fei der Meister dieses Teppichs! Wenn ich in der brennenden Sonne durch die Stadt schreite, kommt der -<?ä>ldler mit schlürseuden Schritten hinter mir her; er ist klein und verwachsen, sein linkes Auge schielt Mutunlcr leiufen zu mir heräus. Er trägt die Last der Ballett aus seinem Buckel, jetzt wirft er sic in de,t Staub, breitet bcn Teppich mitten auf das Pflaster der Straße. Welche Land - sä>rst tut sich vor meinen Augen' auf? Dieser Teppich ist bunter als die Biulltcn der Palmengärten, Orangen und Mandarinen leuchten aus seinem Dickicht, Granatäpfel mrd Zitronett entfalten ihre roten und weißen Blüten. O lieblichster Garten, zwischen besten R-osenlauben wandelnd ich mich verliere! O Sonnenaus- und Niedergang, du dunkle Schrvitle der (geivitter, wenn rotglühend der Staubsturm ü'ber die Steppe hinsä.hrt: alles ist in ihm, alles redet aus ihm. Ich will diesen Teppich kaufen. Achmed, welchen Preis lvillst du fordern? Ist dies nicht der Tisch, von dem wir speisen, das Lager der Liebenden, der treue Gefährte unserer Wanderungen, wenn sein freundliches Bild über den.Rücken, der Reittiere Iwrabhängt? Unser Haustier.^das schweigend zu unseren -Füßen ruht, das unsere Dohlen zärtlich berühren, wenn lvir müde in den kahlen Raum der Herberge treten, in das regcndurchnäßte Zelt in der Wüste, und breiten ihn in den Staub, um darauf zu schlafen . . . Doch, was sagtest du, zivanzig Pfunde? Ich will dir den Rest meiner Barschaft gelben, ich bin nur ein armer Soldat, Achuwd, zehn Pfunde ist alles, «was ich besitze., Wenn ich diesen Teppich lobte, tat ich eS, um deinen Ruf zu verbreiten; aber glaube mir, er ist nicht mehr als vier Pfund wert, seine Maschen sind locker geknüpft wie ein ausgelveitoter Strumpf, die Motten -haben ihn zerfressen, eines Tages wird er in meinen -Händen in Staub zerfallen . . . Du llächelst? Du willst mir seine Geschichte erzählen? Dieser Teppich hat tausend Geschichten, jede ist schrecklicher und verlockender als die andere; cr ist das unergründliche Märchen, das nie ein Ende hat. Drci'Geschl-rchter webten an iftit, starben darüber hin, in ihn knüpfte eine alte Frau die Perlen ihres Kmnliier« und ihrer Tränen, hauchte ein brustkranker Jüngling die letzten Deniftcr. In seine Decke gerollt, verbarg sich der schivarze Eunuch, als die Mörder bei Nacht in das Schlafzimmer seines Herrn drangen, -chn zu töten. Giftige Seuchen hasten an seinen Fäden, in ihn wurden die PosAeichen gc-- schnürt, hinter denen der Pilger Herzog, sie in heiliger Erde zu bestatten. Die er Teppich ist mein Tod, Achmed, willst du. daß ich daran sterbe? . . . Wie? ... Du willst ihn mir schenken? Und «was werde ich dir geben? Meinen Rack, Mein Hemd, meine Stiefel? Willst du, daß ich nackt über die Straße gehe? Zwölf Pfund will ich dir gäben und einen Piaster für deinen Knaben, ich werde mich Htvei Monate von Datteln nähren, von trockenem Brot, ich werde meine Kleider. meine Bücher, meine Wasche verkaufen — denn ich bin steMich verliebt in diesen Teppich! Wie der Jüngling sein Mädchen «begehrt voll verzehrender Leidenschaft, so träume ich von ihm bei Tag und in Nächten, und wenn ich ihn in Gedan-ken ansbveite, beginnen seine Fatben zu. singen, schläfern mich ein wie die zärtlichste Musik. Glaubst du wirklich, ich hätte Angst vor der Pest, Achmed? Und hätte ich nichts in der unendlichen Welt, und müßte verkästen unter den Steinen der Wüste dahinsiechen, wäre ich doch noch glücklich, an chn geklammert zu sterben. GelÄbt fei der Meister dieses Teppichs! Amerikanische Sottoten. Ein Beitrag zum „HochschutHetrieb" in den' Vereinigten Staaten. Es ist nicht gar Tange her, da wurde in oinem der Südstaaten der Ünio-u eine medizinische Hochschul e ermittelt, die weder Lehrkräfte noch Lokalitäten besaß, noch -sonst irgend etwas Medizinisches an sich hatte. Die Aufnahme der Schüler erfolgte in überaus vorsichtiger Meise. -Ne gingen aus der Hand eines Agenten in die deö an-deren über, wurden auf ihre Vertrauenswürdigkeit untersucht und, wenn sie an das En-de der langen Kette gelangt waren, beka>men sie einige höchst allgemeine und elementare Lehrstunden in >der Hellkunde, bekanwn ein B u ch, das mehr einem Traumbuch glich, und i aus dem sie sämtliche Diagnosen erlernen sowie Rezepte ans-m-itteln konnten, die für jode Krankheit paßleir. Wenn ein Schüler dieser medizinisch:» Lehranstalt seinen vierwöchigen Kur's im eigenen Hause durchg-emacht hatte, gab ihm der Rektor einen ive-ifen Doktovmanle-l, rin fchwarz-gMenes Aushängeschild und ehr Diplom unter Glas mit cine-m prächtigen Stah stich, ei««» Dutzend Pvosessor-e-nunkrschriften und einem große«' goldenen Siegel. Der Schüler wußte, daß er dieses Diplom nur dann mit der linken Hand in Empfang nehmen^onute, wenn er gleich-eilig dc-in „Rektor" mit der rechten Hand eine Summe von 12 00 bis 1500 Dollar h'mhielt. -Wehe dom Städtchen, in deint sich daun so ein Doktor mit gekauftem Diplont nieder!ieß! Er begann 'dann feine Versuche. in einem lebenden Laboratorium, ^begann sein Mcht- «wisten an Kindern und Erwachsenen auszuprMeren. Diese uengebackenen Doktoren wollten nur Dollar, nur Gold, und dessen Schm-iner übevstrahlte jedes Verantwort'uugs-. gefühl. Kein M'setz, kein« Organisat-ion enchüllte dieses Treiben: die Leute geübten dom schwarz-goldenen Aushängeschild und dem großen Diplom im Wartezimmer. Auf eiimw! ging alles in Rauch auf. Ein ZeitnntzSv« leger hörtc durch sei neu Freund, der Pillen gegen alletz ErderrNche verkaufte, von der schr tatsächlichen Wirksamkeit und dem Wohlbestüden der OrgcvMßl.tiou von unedlen Dok-

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