Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2177 (13.3.1925)
- Date
- 1925-03-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Deik I ~ gfni, gtritaft Mlenrr Morzrnzelt«««. So» dritte Sanierungsbudget. (Kn Nrdrrfchnb von 124 Milliarden. - Aushebung des Kronenaurfuhrverboter. — Politiker als Aankpritfidentru. Gcst.rn begann im Nationalrat ire Generaldebatte über den Duntosvoranschlag für 1925. Infolge der Aenderungen, die der Ausschuß vorgeuomntcn hat, wurde, w'< der Berich:erstatter Heini darlegke, «ine Dilanzverbesscrung von 919620 Schill.rüg erzielt. Der veranschlagt Ab' gang sei faktisch nicht ein wirtschaftliches GebarungS-defizit, sondern ein Teil des JnvestUicnsaustvantoS, der durch Einnahmen nicht g dcckt ist. Scheuet man die Jnvvstiticnsat-.Zgaben auch so ist der Bundeshaushalt nicht nur im Gleichgewicht. sondern mit eirr.-in lieber schuß von rund 121 Milliarden aktiv. Bon cin'm Normrckbudxet könne deshalb noch nicht gesprochm tvevton, weil die staatSwir!schast!ich:n Verhältnisse noch n'cht einen normalen Verlauf nehmen. Der Berichterstatter gab der U.berzeugung Ausdruck, daß das für unsere Vroduktron dringend notwerudige AuSlandÄapital eher den Weg zu uns finden werde, wenn er nicht tünch Steucrbarriercn verlegt ist. Finanzminister Dr. Ah rer gab einen Uebevblick über die bisherigen Sanierungsbudgets und teilt« mit, daß für das ganze Fahr 1924 vom Generalkommissär ans dem VölL.rbunddredit nur 146 Milliarden frei-gegeben worden sind. Er betonte, daß schon die Gebarung des Jahres 1924. wenn man die InvestitionsauSgaben abzieht, aktiv war. „Unser« Handelsbilanz", fuhr der Minister fort, „ist allerdings noch schwer passiv, wir dürfen aber wohl annehmen, daß der Passivität des Handelsverkehrs eine gewiffe Aktivität der Zahlungsbilanz gegenübersteht. T^c Regierung beabsichtigt, in nah.'r Zeit an die gänzliche Aufhebung des Kroncnaussnhrvcrbotcs und. materiell wenigstens, auch der nach brstchenben VerkehrStofchrörckung mit Devisen zu schreiten und erwartet aus diesen Ddaßnahmen e:m Verbilligung des Kredits für unsere Produktion. Auch die m Vorbereilriug stechende Schaffung eines E i n l a g« n g e s e tz e s wird ün Falle seines Zustandekommens gewiß «ine wc-hltäg'.ge Wirkung m der Richtung einer Verbilligung des Lejhgeldes ousüben. Wenn dann auch eme entsprechend« V-eraordornng oer Bankrate möglich sein wird, dann dürften wir eine fühlbare Verbilligung des industriellen Kredits evhofsen. Nach dam vorliegenden Ausschußbericht soll die lauferbc Gebarung des Jahres einen Ueberschuß von 12,4 Millionen Schilling crgeben." Der Minister erklärte zum Schlüsse: „Es gibt im öffentlichen Loben Fragen, in denen die Parterunl.rschicde ausgeschaltet fern muffen. Fragen des gesamten Volkes. Bor einer dieser Fragenstehen wir im diesmaligen Staa1s»brtdget. Die Frage lautet: W o l l e n w i r d -e r g a n z e n Welt beweisen, daß wir bereit sind, die bestehenden Verpflichtungen einznhaktcn? Darauf gebt eS nur sig: A-ntwvrr und die lautet: Ja! And wenn uns die Einhaltung des Budgets auch schwere Opfer auferkegr und wir diese Opfer ertragen,. so ist dies tvröder ein BetvciS dafür, daß das öst.'rrerchische Volk, denn man oft eine g.'wisse Leichtlebigkeit andichten möchte, vielfach falsch beurteilt wird. Diesen Leichtlsbigkeit ist zu übersetzen mit Ertragen- und EntLehrenkSnnen. Die Zuversicht, die das hohe Haus aus meinen Darlegungen ab leiten wird, darf uns aber keinen Augenblick davon ab« bringen, nach wie vor die strengste Gewissenhaftigkeit und Sparsamkeit in der AusgaberNvirtschast zu beachten." Abg, Tr. Dannederg errechnete, daß nach Abzug eines Betrages von 105 Millionen Goldkronen für den Schultxn»Efl»»«»B»aMH»«nn*n»a»n»nHBMBnfl»aHHBnnananM» dendienst und unter Berückstcht-iyung de« Tetcerungsiiwex daS heurige Budget mn 39 Millionen Goldkronen schlechter sei alz das im November 1972 vereinbar!«. Di« Forderung des Völkerbundes nach Revision der Abgabenteilung und Dcreinhditlichung der Finanzpolitik sei auf di« Hetz« z.irückzusichren, di« im Ausland gegen daS Wiener Ra'haus b'tricben werde. Die G-mvinbe Wien werde sich aber trotzdem nicht um ihre Sleuerb.beit bringen lasten. All das, was man im Ausland über Oesterreich znsammenredet, ist nur ein Vorwand, zu dem leider di« inländischen Faktoren das Material gelic-feri haben. In Mirklichkoit handelt es sich dem Ausland um ganz ander« Din^«. ES ist ein größt« wirtschaftlicher Prog ß im Werben, der auch anf Oesterreich .rb- 'är&t. Das enAische Pfund ist wieder nahezu di pari gobrach: und die Dank von Englarch kämpft jetzt ihren großen Kamps, «« die Drltgsltmrg d«s Pfund wirrer hrrzustellen, so wie sie in der Vorkriegszeit bestanden hat. Im Zuge dieser grölen Politik will die englische Notenbank «inen Konzern dr r europäischen. Notenbanken schaffen und die Politik der anderen europäisch»'« Notenbanken ihrer Führung unterordncn. Auch die österreichische Notenbank und Oesterretch will man der Führung der Bank von Eng'and unterovdnen, rmd ich weiß nicht, ob daß nicht der Grund ist, warum eine förmliche Kreditblockade über Oesterreich verhängt ist. Heule ist Präsiden: R e i s ch wiod.'r in En.Äan.) bei Herrn Norman und auch der Finanzeninistcr hat eine Ein. otor Vorladung zu ch»n rrhalten. Coweii das Ausland und Genf sich tatsächlich in die schwierigen Frag-n unserer inneren Politik ernmengen Wollen, h.'ißt das in Wirklichkeit nur, daß sie die Kon'roll« verlängern und damit O'sterr.'ich nicht sanieren, sondern di« wirkliche Da- «'.erring beh'ntorn wollen. Was den eige,ttlich«rr Dirr» des Genfer Vertrages betrifft, die wirklich« Sanierung, so hat Oesterreich das Seinige getan. Wozu also di« Vormundschaft? Redner richtete schließlich an di« Negierung die dringerrbe Mahnung, das Jmkompatibilitätsg'setz sehr bald vorzusi's^n. ES hoben sich in den letzten Jahren Politiker oder Anhängsel von solch-n zrrsarmnengetan, «m Bankgeschäfte zu gründen und de« Weg in die Ministerien und zur Bcrwrltrrng gefunden Hier sind di« Quellen einer argen Korruption. Trotz der Warnung der Dankeukommiffiou hübe die - frühere RoF.crung einer Bank Begünstigungen gewährt, in deren Berwaltu ngs rat ein ganze Reihe von. aktiven und. p e n s i o n : e r t e n P o l i t i k e r n sitzt. Der Dertvaltungsrat ha: natürlich dann den Politikern, -dr« alles durchgefctzt -haben, für > ihre Tätigkeit „den Darck ausgesprochen. Das ärgste an Korruption sind die Fälle, bei denen oin aktiver Politiker an. der Spitz« einer Bank steht oder ihrem Berwaltungsrat angehört. Das trifft, wenn man vom Landeshauptmann von Men absie-ht, vielleicht attf die meisten Landeshauptleute zu. Der Grosstoutsche Dr. Frank schllng wieder die Anschkußpauke und der Landbüwdler Großbauer beschw.cte sich über den Steuerdruck. Damit war di« Generaldebatte beendet und das Haus beschloß das Eingehen in die Spezialdebatte. Es wurde noch über dir Kapitel des ersten Abschnittes referiert und das G'oldbilanzgesetz dem Ausschuß .ragewiesen. Nächst« Sitzung: Heute mn 11 Uhr vormittags. Nus der ifAecho-slowakMe» Sefvndtschaft. Dr. Krosta nach Berlin abgereist. Gestern nrittags reiste dcr bishrrige Wiener tschechof^tvakische Gesandte Dr. Kami! Krosta von Wien ab, um nach einenr kur'en Aufenthalt m Prag sich auf seinen neuen Posten nach Berlin zu bcgrben. Zur Verabschiedung fy:tten sich am Franz-Josess-Bahnhof eingefunden: Bu-nd7§-kan.z'.'er Dr. R a m e k, Gc-nemlkommiffär Dr. Zimmer man, ferner waren ai'.ß-er dem gesamten Personal der tschech?-slop>akijc^n Gesandtschaft der französische, der jugoslowifche, der polnische und der rumänische Gesandte erschienen. Rehr! will nichts ge'agt haürn. Amtlich wird verlautbart: Gestern bat in Anwesenheit de? TyndeSkanzlerS Tr. Ramek eine Aussprache zwischen dem Landeshauptmann Dr. R e h r l und den Vertretern der akademischen Beamtenschaft überfeine am 1. d. auf dem Sastburger LändeSparteitag gehaltene Rede stattgefunden. Hiebei stellte Landeshauptmann Doktor Rebrl unter Hinweis auf seine bereits erschienenen MitteUunpen an einen Preflevertreter und auch unter Hinweis auf die Erklärungen de« BundeSkmi lerS in dem am 8. d. veröffentlichten Commtln'.yue neuerlich fest, daß es ihm ferne gelegen war. Pauschalverdächtigunge» und Genera lanschuldigungen gegen die Gesamtheit der Beamtenschaft der Zentralstellen vorzubringe« und daß er solche auch tatsächlich nicht vorgebracht habe. Diese Feststellung wurde von de» Vertretern der Beamtenschaft zur Kenntnis genommen »nd die Angelegenheit damit als bereinigt erklärt. _ Der Leuchibrnnnen wird in Betrieb gtseht. In der gesirlgrn Lltzung deS GemeinLeratSauSichußeL für technische Angelegenheiten wurde belschkoffen. m der Zeir vom 1. Mai bis : OiicUx an dreißig Abende« den Leuchtsbrunne» am 3-v7r;:,'.ierstplad in Betrieb z» letzen. S» welche» Lage» dies soll, wird noch mitgetettt werden. Ser fünfte Meffetag. Das Messtgcschäfr nähert sich seinem Höhepunkt. Es dert.ilt sich nicht gfeichmäßlT an-f sänitliche Branchen. Die spezifisch to i e n « r i s ch c n Fabrikate schneiden am günstigsten ab. Sehr re^e ist die Nachfrage in der Damettkonfektionsbranche. Die Frühjahrsmodelle der Wiener Mode begegnen starkem Interesse. In der Nstunde herrschte in verschiedenen A'bteilüngen rege Kauflust. Auch im freien Gelände gab es starken Meffehetrieb. Der Mrz-3nder. Morgen Sa-mstag tritt im MiuisteriuN! für st^iakc Fürsorge die auf Grund des P r e i s a b b a n g e s e tz e s eingesetzte paritätisch) Kommission zusammen, ü>m den Index pro Fobruar zu errechnen. Während die Preise für Miete, Nrini^ungsgeid. Beihei-urng «nd Belerrchtung sowie Bekleidung im grcßen und ganzen keine Veränderungen ausweiseri. sirrd eine Reihe von lebenswichtigen Nahrungsmitteln im Preise gestiegen. So ist der Brotpreis vcn 7500 K. auf (vorläufig) 820») K., das Mehl von 8060 K. auf 9400 K., refpsktire 9899 K.1 der Zucker von 9000 K. auf 9200 K.. der K a f f c c uw 8000 K. pw Kilogramm, L a n d b u t t r r - wm 10.000 K.. dan.i.fche Butter um 6000 K.. Reis uw 400 K. auf 7600 K. bktz 9800 K. pr- K-ilrgramm, Fleisch um 2000 K. bis 4000 K. pro ^tifrgran-m gestiegen. Kartoffel rrotieren unverändert mit 1800 K. bis 2400 K. pro Kilogramm, Ge* urüse der Jahreszeit en^pvcch«nd teurer. Mit Rücksicht auf dies« Preissteigerungen.ist ei» prfitrver Index ist Sicht, der mutmaßlich zwei Prozent betragen dürfte. 13. Marz 1988_ Nr. 8177 Die antisemitische Verhetzung an de» „Wiener Univerfiiat". Der Grubenhund in der „Renen Freie« Presie". Di« „Reue Freie Presse" besaßt sich in ihrem gosttig«»' Abendblatt mU den nationalsrzialistisckcn Umtriekn a» derWiencr Universität. Sic schildert die Anschlagsk-Ästeu mit ihrer antisemitischen Literaturanbstell-ung, die frechen Plakat« des De>ut>schen SchulvereineS und die Hetzereien, die in den Korridoren der Universität betrieben tverden. Die- Davstellunz dcr „Oleuen Freien Presse"- oft ganz richtig, ja sic bleibt s.'gar hinter dcr Wahrheit noch zurück, r-hztrar das B.'att meint, daß alle diese Dinge vor kurMl so'ar noch diel ävzer waren. Richtig ist auch, daß die Pegrourprepaganda einen in-ächtigen Rückhalt an dem ausschlaggebenden Teil der Prvfefforenschafilestzt. DaS ist alles, wie gesagt, tvahr. Es ist nur festzustellen,. , daß die „Neue Freie Presse", wie immer so anch hier, an den Aeußerlichkciten hasten bleibt un>d auf die viel ernsteren Rechtsbeugungen gegen die jüdischen Hörer auc> tont Ausland, auf die Behandlung der um Habilitierung anstlchenton jüdischen Dozenten und auf die Jnst'.l'utiou der S t >u d e n t e N n a 1 i o n e n nicht zu sprechen t 'tuml. Die'« Zustände sind so kraß, daß sie der „Neuen Freien Presse" die Rede verschlagen. Eie Fcig-hcit dieses Börsen, blatte3 ist so groß, daß sie s-rgar den Ekel überwindet, ton jeder Ku-liurmewsch angesichts solcher Vorgänge empsinden muß. Das Chavcvkterist-i'sche dieser gargen stanucnSwcrlen Auslassung des.Blattes ist nämlich die Feigheit. Es gibt bekanntlich auch eine AMI, die in Verwegenheit umschlagt, und mit eitrsm soichen Anfall Hai nran e8 hier zu tun. Wa's sich an der Universität abspiolt. das datiert, wie man tveiß, nicht cvst feit gestern. 7libcr diose Stellunguahme der „Netten Freien Presse" ist na^lnen. Was mag da. nur. dorgogannLN sein? Ist ein tor Redaktion nähestei-etider Geährter zu Schaden gekmmnen und fordert unter Dvohttna mit der Kündigung der Freundschaft ein offenes Wort? Oder hat die „Neue Freie Presse" AMt vor der gegen sie wogen Ihres Hakenkreuz-Artikels anläßlich des Attentates auf Bettauer entstandenen Bewegung? In diosom Artikel hat die „Neue Freie Presse" zu einer Zeit, als der krinrinell-polilvsche Charakter des . Roth stock-Anschlages bereits foststand.'sich den .Hakew kreuzlern so angebiedert, daß «s sogar der sonst so g-cduldi - gen Lesergsmeinde zu dumm wurde. Das Blatt geht al.;!o her und steckt sich die jüdi-sche Kokarde auf. Es -vettert gegen die Hetzer an tor Nnvvevsirät, daß es narr so eine Art hat. Natürlich ist hinter dorn jüdrscl.en Abzeichcu auch noch die totttschnatvonale Trikolor« )n sehen. Am meisten regt sich die „Neue Freie Presse" über den Deutschen S rh u l vere i n auf, dem sie stgar ein Rufzeichen widmet. Ms die Vorstände d.estr aus JutongelH errick)teten, 'von Juderrgeld lebenden Vereinigung iim AbsvordneterthältK-M".^. ton A n t rck'g Sch m rd t auf Nrkm-erus elü'nsus für - jüdische Miltelschüler in iraureMicher Abstim" rnung vortertenwo tvar dama-ts die Entrüstung ' tor „Netten Freien Presse", wo ihr KuLturgetvissen. ihr Liberolis-m-us? Alle Schandattetttak auf das Juden tum. solveit sie nur von Deutschen und Magyaren begangen .wurden und noch werden, deckt sie liebevoll mit dem Feigen-. blatt ihres schäbigen. Opportunismus zu. Die Rechts- untevschlagutdgen, die der von futderneidischen Prefessoreu. gehetzte, geschützte urtd dirigierte a-kademsschc TerroriL'M.nr. täglich begeht, die llntätigkeit tor Behörden — die „NrUc Freie Presse" hat alles gedeckt oder, wenn tor Skandal;ir - groß war. mit Homgsüßem tz^schveibsel verz-eiäMt. Es ist sicher fa-lsch. ivetm behatlpdet wird, d a s Schweigender Presse -habe die so übermäß-ige Entwicklung tor antijüdischen Kanaille verschuldet. Da ivirwttlausend andere, stärkere Einflüsse zusammen. Tie Pr-cssc hatte früher nicht diese Betouturtg rrnd sie hat sie heute weniger als jc. - Aber die feige Taktik tor Presse und vor allem der „llöeuen Freien Presse" hgt ton trügerischen Eindruck geivcckt, daß das Jtttorvtmn. als tossett- - Neprä-fttuatp; diese Presse von den antisonnt-ischen Kreisen , gerne angasohen wird, sich schlechihin alles bieten lasse. Dadurch wurde die Frechheit tos iJan^hageks bestärkt. Heute gibt eS brreits eine jüdische öffentliche Mcä- . n u n g ttnd es ist honte schon evident, daß tnerttand ein Recht darauf hat, die Me-ltprcsfe und die „Neue Freie Presse" als 'Sprachrohre jüdischen Empfindens gelten zu lassen. Sie hat nichts mit uns, wir nichts mit ihr 31t,tun. Aber das jüdische Sel.t'st'townßts.etn, das wir, die Jüdische. natiorralen, geweckt haben und stets wach halten, ist dock) schon so stark, dass ihm sogar die „Nette Freie Presse" Kon- . zessiorren machen muß. Offenbar ist tor Anschluss an die Mordparicien a-nch schon tont altert Brach z-tt viel geworden. Es r-ieM im Gemäuer navd so etri-schlcss sich die „Nette Freie Presse", einntal Mst vott Redattionöwcgett den Grubenhund" bel l e tt zu lassen. Es ist «ine unerträgliche Falschmeldrttig, wettn die „N.^kc Freie Presse" heute gegen ton antlstmilisch-en tveissen Schrecken schreibt. Eine Fal'schnteldung arts Angst, ein Alibi in dem Gerichtsverfahren, das die ttnbesdechliche jüdische OeffetttlithLett gegen die „Reite Freie Presst" eittgelettet hat. Die Epidemien an Wiener Schnkeu. Die Korresp^iton; Herzog meldet: Wegen MumpS-, Schnupfen- Grippe mW Schar lachfatten wnrton einzelne Klaffen der Volks, und Bürp.-'rschüle, 2. Bez.. McilÄtasse 16. abermals auf acht Tage aest'crrt. Auch «in Ä-liddevaarten lut L. Bezirk wurde wegen der großer Zahl von Erkratckungeu gesperrt. I« der Mnan-ntc-.t V?!kö.'und ' Bürgerschule betragen di« Erkrankunfteu?it ein-v:?-: n^im ' Lei 60 Prozent, - > -