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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-11 · Heft 2175 (11.3.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2175 (11.3.1925)
Date
1925-03-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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GA 4 Mit-woch rvtensr Mor-enreiru«s n. cvn«H iväif 9k «ieim Srü-iahr,messe. Satt» Geschästsgang am dritten La-». Ler S r i t t e Messetag bracht« .-inen weiteren starken Zustrom van Fnterestenten, wobei aligowrin dl« außerordentlich leibhafte Beteiligung der S n 5 z e s s i o n 8 st a a t e n 'Gkrvangeho<^n wird. Vor allem sind diese- Mal besonders zahl reiche Einkäufer aus Polen erschienen. Die Umsätze sind in fast allen Branchen durchaus befriedigend. Die Schuh brauche vermochte größer« Geschäfte ahzufchließen. Außerordentlich lebhaft war der Verkehr in der Damenkonfektionsdranche. In der prachtvollen Ausstellung der II it i o it de, vereinigten Sowjetrepubliken fanden ahlreiche Großadschlilss« statt. Ae >rivla">zi,ar«Nr auf der wiener «eff,. Jen TahakragKpavillon awf dem Rotttndengeckände der Wivr««r Frühjahrsmesse ist diesmal ein besonders interessanter Betrieb z» sehen. Auf drei modernen Adaschinen wird die Er jjeiiflunft der „Divio" ZigcrrE« in den «inanen Fechrikatüms stadien vopgoführt. Eine rechts vom Beschau cr fteiyende HüHennnaschinr der Irr,na 'Ing. Friedrich ferner, Wien, 6. Be;., erzeugt in einem ArbsitVgcmge die Zigarettenhülsen mit Gokdmunbsttick r»nb -Aufdruck. Auf einer wetteren in fcct Mittze stehenden Höchst lerstlingS-Zigarcttenfüllimaschine derzokbvn Firmq tovrden dv.' Hülfen mit Tabak gefüllt. Die lin>ks stehende Chamibon-Der packungsnrcrschine verpackt sodann die ftrOigen Zigaretten in be druckte Kartons M zehn Glück, welche hie Maschine siKftt erzeugt. Mos« Bovsiihvmrg soll die „Divio^-Zigarette, wolche mit Tabak in Menrphi sgualität gefüllt ist, und sich infolge ihrer 'Ausstattung und de» «einrren Querschnittes sehr gefällig repräsentiert, dem PMikunr näher begannt machen. _ (Entgeldlich.) ein Laib Brot — 8! Groschen. Die zwischen den Brotfabriken und den gaweMicheu Brot Erzeugern einerseits und den Arbeitern und Angestellten dieser Betriebe andererseits schwebenden Lohnvechandlungen haben bei einer gestern im Ministerium für soziale Bevtoaltung ftattgefundenen gemoinisamen Besprechung ihren Abschluß gesunde,r. Die Arbeiter und Angestellten erhalten vom 9. d. an eine sechsprozen t ige Lohnerhöhung, tdie sich vom 30. d. an auf 10 Prozen t ihrer derzeitigen E n tloh n u n g erhöht. Die Bäckermeister und die Brovfabrichanisn werden die Zuwendungen an dieBäckergehilfen einstweilen nicht auf den Brotpreis aufischlqgen- Es wirdsomit von morgen augofangen m Wien, und zwar allgemein, ein Vrotpreis von «3 Broschen jn Geltung sein. Auch jene Bäcker, die bisher einen Vrotpreis -unter 82 Groschen hatten, werden in den meisten Fällen mit ihren Preisen an die von der Tenerungskmmnission. für zulässig erklärte Grenze gchen. Die verräterisch« Photographie. Mitte Dezeunver vorigen Jahres vermöge em Kaufmann aus. .Wien nach ainsm gal^ntrn Abenteuer in Brünn mit Mwi „Damrn^ aus saiuer Br,efta,che den Betrag von 135.000 tschechischen Kronen. Die Diebinnen waren verschwunden. Es wurde festigestellr, daß sich die bsiden in BegLeitmna eines Mannes namens Jaro auch >m Wren au^ehalren und unter verschiedenen Namen auch ln Graz und Prag Ausländern wahrere tausend Dollar aertohlen harren. Hie wurden biß nach Italien verfolgt, wo sie sich in BencDig mft dem Marknsvsatz, di« Tauben fütternd, batten Photograph,eren lassen. Das Bildwurde in illustrierten Zetturvgen wiedergegeven. Eine der Abentieurerinnen, die 32jährige Irene Freiberger, wurde in Budapest. woher sie stammt, am 4. Jänner vechastot. Die beiden anderen Personen sind nun von einem jungen Mann aus Ungarn nach de-r Photographie hier erkannt rmd auf seine Veranlassung verhaftet worden. Die Frau ist die 34jährige Irene M a, u g aus Budapest. Der Memn der -als Paßäftcher berüchtigte Zljahriqe Malevgehllft Adolf Pick aus Ungarn. ohne die Äogrmede des alleren zitieren. Eö fei mir gestattet, aus dem Dialog -witschen dem König Ahasvevu« und den, Minister Human, «ihwchl er den meisten bekannt fein dürfte, einigehicheMfetzeri: ch« man: Du kemrsr daS Bott, dar man die Juden uenivt, Das außer seinvm Gott nie amen Hvrrn erkennt. Lass' ft« durch ein Gesetz von ihrer Pflicht belehre»'- Und. wen« ste storvisch sind, durch Flamm' und Schwert bekehren. Ahasvcrus: Min tzreimd, ich lobe dich: du sprichst wach dem«, SpflHytl Doch wie'Z ihr andere seht, so sicht'S der König nicht. Ham an: Sie bcvbeu einen Glauden Der sie bevechtigt, die Fremden zu berauben. Ahasvcrus: Wie ivär« denn das jetzt so gax aus einmal kommen'? Bon Mord und Strahenraud Hab' sch lang nichts vernommen. Haman: Der Jude HeM tu« Gold ome fürchtet die Gefahr- Er weiß mit leichter Müh' »ich ohne viel zu wogen, Durch Handel und durch Zins Gckd aus dein Land zu trogen. llhasverus; Ich weiß das «ur m gut. Main Freund, ich bin nicht blind; Doch das tun andere mehr, die unbeschnstten sind. Was mache» nu» die Antisemiten? Sie identifizieren tzweche mit Hamern. So sicher Govthe die Juden nicht ge« lieb, hat, so sicher war er weit davon entfernt. Hmimnis-- »ms mit Hamani-muS zu verwechseln. Bet ihrer Berufung aus Goethe übersehen die Aniüsemiton mtr das ein«: •t^oviiKs Hvi.-ii über di« Juden war «utoetfeu hart. &iö ■ '.in« liehen Deutschen" war — härter- Bor der Anluust Balfours. Maßnahmen argen «Mch» Lemen-rntionen. Me der Londoner „Iewifh Times'" ans Jerusalem te'egkapttiert wird, trifft die palästinensische Regierung alle Maßnahmen, nn, jeden Versuch der Araber zu unterdrücken, am Tage der Ankunft Lord B a l f o u r m Jerusalem vtrc Feier der Eröffnung der hebräischen Universität Unruhen >.»der Tkmonftrotionen zu veranstalte». Bekanntlich hat di« palästinensische arabische Extkudive, die allerdings nur einen Teil der Araber vcrtri>tt, für den Tag der Ankunft BalfourL die Araber anfg-esardert. M oinen Demo,, st r a t i o n S st r e i k zn treten «mV diesen Tag als Tag der nationalen Trauer zn beMen. Di« arabische Exekutive, die von ihrem Bergehen auch Lord Ballfour benachrichtigt hat, warnt in ihrer Kundgobung di« palästinensische Regierung und »nacht diese « für eventuelle Unruhen verantwortlich. Wie vorautzzusehen war, ho, sich w e de r Lord B a l f o u r noch die p a l ä st i n e n s i s ch « Regierung von diesen Drohungen eines ToileK der ^lraber. die schon eimnal, am 2. November, den, sogenannten Ba'tfc«nr-'Tage, mit ihrer ^treikparole ein mrckge« sprochen-es Fiasko erlitten «haben, enrschi'rchtern lassen. Dir Fosti-zkeit der Regierung dürft« auf di« Ambor, wie ja stets auf Oeientafen, nicht «hnc Eindruck bleiben. Kolonel Kisch über die Araberfretzge. Auf dem Retv-Uosker MasiemneeLing am 17. Februar sprach Kolonel Kisch über das Aufbanpvsblem. (Die Rede Woiginanns bringen wir an anderer Stelle.) Kolonel Kisch bchandelle vor allem den in Palästina vor sich geheimen A s s i m i l« t r o n s p r o z c ß. Während die Juden iirt, (Äaluch allmählich die Eigenschaften und EtgentünMchkoiien ihrer Umgebung annehmen und so ihr Iuderrtu-m Per>- wischrn, gehr in Palästina ein Assimiiaiionsprozeß ganz adercr Art vor sich, indem nä.mlich die Juden sich untereinander assimilieren. Es errtsbcht so dort ei« neuer Typus, der n a t i o n a l j ü d i s ch c. Die Ha-uptfakioren dieser Asiinrölat-ion find Land und Sprach«. Bezüglich -er Araber erklärte Kolonal Kisch, daß die gegenseitigen Bnziehungen sich unbedingt Da« Trab de» Seneferu». Eine amerikanische Ausgrabungssensation aus Aegypten. Ans London wird uns geschrieben: Wie bereit» vor kurzem gemeldet, berichtet die Expevition der Boston«r Uni veysität, welche in Aegypten Ausgrabungen vornim-mt, von sensationellen Entdeckungen, welche die Carterschen Tutan khamen-'Fnnde schon deshalb in den Schatten stetlen wurden.- da sie, wofern die amerlkanisckien Angaben richtig sind, ans der Zeit d«r vierten ägyptischen K ö n i g s d y n a st i e stammen, also um m e h r als ein Jahrtausend älter sind als die Tulan.khanlen-Fundr und in die Frulr^ik der schichte Aegyptens zuviickreichen. Di-e rnnunehr vorliegenden näheren Angaben besagen, dag die unter Leitung von Professor Har t" erd und Doktor R e i s n e r stehende amerikanische Expedition in der Nähe von Gizeh bei Oefstiung eines mit Zement geftillren Sckmchtes in einer Tiofe von etwa 80 Fun auf ein K ö n i g s g r a b stieß,- das aus der Zeit der vierten Königsdynastie AeMtens (stika 2500 Jahre Vor der heutigen Zeitrechnung) stammt, jener Dynastie, welcher die Köni-ge Cheops, Chesren und NlykrrtnyÜ, die Erbauer der größten Pyramiden Aegyptens, cmgvhören. Das Grab wird als das des Pharao S c n e s e r u s, des ersten Herrschers der vierten Dynaftle, un mit lesbaren Borgängers des Che op s, augeschen. ES enchält, wie über die Erösinung berichtet wird, «inen unversehrten Äarkopiho^, ferner zahlreiche 'Gerätschaften. Der Boden war mit vielen Gegenständen, unter anderem Aia b a st er scha le n, Kupfer decken und Resten mit schwerem Goldzierat versehener Stühle bcdeckt. Da das gesamte Holzrabmenwerk des Mvbi-liarS vevschwunden und die Ornamentik s^hr gebrechlich vst, gestalten sich die Bergnngs-- avbeiten, welche der Assistent Allan Rove leitet, sehr schtvier-lg. Srdbeben in Algier. Paris, 1V. Mvz. (Wolff.) Wie aus Conftantin« ilt Algier gemeldet wir-d. ist dort «heilte früh mn 4 Uhr 16 Mmuten ein kurzes, aber starkes Erd-behe« per-- Mvt «warben. __ Bilder per Radio. Das Photoradiogramm. Hauchzutage schivrndek einem der van der Schnettigwst, m«i>t der eine N>adioerrnngenschaift wieder von «inr.c anderen übechodr wird. Bor ganz krwzn' Zeit beftrvunte nran noch daß Wunder, daß eme elustge »nenschliche St'lnmre zugleich von Millionen Bbenschen gchört worden konnte. Bor einigem Wochen wurde estre Botschaft in fünf Ssknuden rund um t>ie Wslt geschickt — weniger Zen, als tim Schnelläufer braucht, >u,m fünfzig Melt-r zu i-auft'-n. Nun konmrt da« P ho tarn di ogramm, das «lm Photographie von London nach New Bork in zwanzig Minuten schickt, ltznd oä sind sogar nute Bilder. Nicht nnr werden Zenuugeu ruib Zeilschristku in der' Lage sein, durch diese Methode Bi>l>der vom AuMivde rasch zu erhallen, Banken und Gescirüftshäusri: könncm llntrvschrifleu baftärige». -le Bmi-zei tänn den Fii^erai yrait ciurs Perorechers vvit aintnn Et'dlc-l ^>n,n ^«vdcrcu schicke;., misöchlv.yr llnt-nbessern. Die Araber haben während der letzte« vier Jahre viel gelernt. Während sie früher sich durch die Propaganda ihrer Pstrrbofreunde leicht in Aufregung haben versetzen lasten, sehen sie jetzt ein» daß wir «ach E«z Israel kommen, weil wir das Land Neben, daß wir hinkommen als Gebende und nicht ol« Nehmende. Dich Uc'lerHeu^ung Hai ein« A e n d e r « n g in den Beßiestnugen der Araber;n den Juden herboigefüihvt. mn Doaft «ir Herbert Samuels auf Sir Alfred Mond. ^Eigendienft der „Wiener Margenzeiwnv'^ Jerufalem, S. März. Auf dem ln Jevnsa.sE für «N» Alfred Blond vcranstalteton MfchiedSaibettd hielt Dir Her» ben Samuel folgenden Toast: „Allen ist es bakonrtt, daß Gr Alfred'Mond einer der begeistertsten Zionisten ist. Aber tvanicht alle wisten, ist, daß Dir Alfred Mond stesvnnen ist, «inen große »Teil seines Per möge ns und sein« r Zeit für die FördorutiH der Entwicklung -es Nationalhei-m» m opfern. Das, was «r biÄber getan Hat, ist nichts im DevMttriis gu dem, was ee in Zu kuuft zu Um gcde„E. Ich bin froh, aus Grund tneiner Unterredungen nrit Lady Mond fcsjjstellen z>u Sonnen, daß auch sie an der Erreichung dieses 'hehren Zieles ihres Ma-rmes mithelfen will. Ich «bin sichrr. idaß Sir Afred Mond jetzt nach England mit reichlichem Ma«ieria!l Zurück kehrt, das es ihm ermöglichen wird, der englischon Oefserttltchkcit Mitteilungen und Eindrücke Zu vermittln, die tief schürfender rmd aus Eestcren Grundlagen rrrhen werden, qls die Berichte der Journalisten. Sir Alfred Mond als einer der erfolgreichsten Minister des liberalen England gchövt Zu jenen Lauten, die gewohnt sind, stets in die Tiefe der D-iuge zu dringen, mvt> sobald er nur beschließt, etwazu tun, führt er es unentwegt und mit der größten Energie aus. Die Zukunft des Landes hängt nicht von «ite ab. sondern von der Arbeit all seiner Söhne, und mi t Hilfe R u t h e n b e r g ü, der -das Land in so raschem Tarnpo elektrifiziert, wird dieses Land 'bei dem nächsten Besuch Sir Alfred Monds «toohl das fortgeschritten sie an« Mitteckländischen Meere, sein." «schrisien fönwöu <m$ der gkm«e mef TÄkumentc gesetzt werden, gLttaue illachbickdungen lassem sich im Augon-bbick vevsende«, Pi-lder vo«r Bevbrechrm künmon ei-nvm Schifte, auf hoher . See mitgetevbt werden. Die AbeOolde, obwohl eiusach für R^io^JUigostrourc, isi doch sompliqierr in dem Einzckchetten. Sie arbeitet mit ainam garvz andere«« Grundsatz Äs di« Uoeibrmittlumg vom Blltzorn durch daß Telephon. Das Vlld wird nrit einer gowbhnkichm »vainrera photographiert, der Film «rtwickeilt Uich <um ehre Glasröhre gelegt, di« sich wie eine ackinuDische PHomrgrapheurolle dccht. Innerhalb der Glasröhre befindet sich ein G l ü h l i ch t, befiel Vt-rahl fein abgetönt auf drn Film Mt, 4vÄhrv»«!d sich die MaSröhrc dvcht. Jndont der Lichtstrahl di« Hellen und die dtimklen Telle des BÄdrs abtastck, ändert sich die Sjävk.? des Lichtes. Und das derinslußt die elektrische«« Well«««, die >durch dem Radiaapporat weitergeschickt werden. Dos Photoradiogranem wird e§ backd ermägl'iche««, di« gairze Seite «iner Zeitung von G»k«rvpa nach Aanarcka chir schicken, ZeitumgSlkachrichten bvm,chen dann nicht mcd* W»vkt für Wort vkvnritlvlt Z»» tlwrden. Ler flotte Kavalier. Wlatte Kävsckkere, das waren sie sicherlich alle die junge» Burschen, die wegen grauenhafter Untaten vor dem Richte« stakwen oder in häßsiche Affären vevwickeLt waren, die mit die fest Verbreche«: zusamme»chi,^g«n. Ein flotter Kavalier der jurrgr Äleusch, «der seinen „Freund" durch feigen, tückischen Meuchrlmard aus der Welt schaffte, der andere, der der arglos vertrauenden Geliebten das Messer in den Hals stieß, der dritte, der in «schnyutzWen LiabcHändel steckte, der sich, ohne Not z» seiden, um ein «bißchen Ästen und Bchagiichkeit verkauft hatte, ein flotter Kavalier wohl auch der letzt«, der seiner mütterlichen Freundin und Schützerin seiner Kindheit di« Dankesschuld mit Wüvgrrhänden zahlte. Alleelegante, auf CinHalturrg der äuße ren Formen stetdedqchte, junge Männer, mit tadelilosen Ma nieren n««d in gusgezeichwrter Hauung. Sie klappten sicherlick« di« Hacken znsanmen, tvenn sic sich verneigten, sie tanzten wahrscheinlich fanzoS, sie wußten zu reden und gegen shr Be^ nchnien konnte kein Äinwand echoben werden. Sttamme Kerle, eine Zierde der Salons und der Bailisäle. So nmncheS Mädchen äuge mag heiter geleuchtet haben, wenn sich dev flotte Kavalier näherte, jo «nancher Mädck-en-nvund ein Willkommen gelächeck, haben. Auch die Eltern, wenn sie z»OMgeriveilsk gefragt wurden, hätten wohl «egen den Berkehr mit dem Herrn Studenten nichts «mzliwenden, nicht einmal, wenn e« flidilsche Eltern «rtvesen wäre««. Die Gemvirrheit, die sich hinter den Fovtnen barg, die Vvntalc Genußsucht, die niedrige Gchinlmng, die daü Untertauchen in den tiefsten Schmutz erlaubte» sah ma". dem Hcklde»« nicht an, und nach Art w«d Wesen eines jungeu Menschen zu forschen, wäre für modern« Mütter allzu. at' modisch gewesen. Schon viel war es, wenn man di« lmMrlich.' Stellung hckkdtvagerkundet hatte. Sie waren ,/Studenten" — bt,s genügte ja. Für altes übrige bürgte die Hailtung, das Pe» tragen, di« eleganten Formen, die keinen Ziveftal .darüh.'!' ließen: ein Äentle-man vom Scheitel bis zur Sohl«. Wenn die Geuickemen vom Schlage Meichc und BerWeffter treu Versuch gemacht hätten, sich in jüdische Famstim tziM schleichen, ee wäre wohl nich: allzir schwer «elumieu, Es gibt {•» UXm rtirij: wenige Juden, die von den arischen Vorrüge« s" MW

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