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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-10 · Heft 2174 (10.3.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2174 (10.3.1925)
Date
1925-03-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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s^arn. ttk&statMs - —■— >« l»Wsch« Smvpf d» 8»8»st«>k». Der verisiütttynsausfchr'tz lehnt dl« Freikaflung der Ra-ke- Pukt-lltr ub. Graz» 9. März. Die „TageKPost" meldet aus B«Lgrad: In dex gestrigen pveiten Sitzung. der neue« Stzupschtina kam cs bei der Derifikati-on des Protokolls der letzten Sitzmrg zwischen den Radikalen und den A-geovd- W-ren der Oppositionsparteien mehrmals zu lebhaften Auseinandersetzungen, lvobei di« Radikalen m höhnischen Zwischenrufen auf das Programm des OpprstkionLlölocks wogen Schaffung einer Monarchie nach c n g k i f ch e m M u st e r Anspielungen machten. Nach Genehmigung . deL Protcikclls wurde der VerifikationsauSschuß gewä hl t. Der Regievungsbleck erhielt 11 f Mandate» der Oppositionsblock neun und die übrigen Parteien ein Mandat. Zum Präsidettten hat der Ausschuß Dr. SrSki c geivählt, der mit Rücksicht auf diese Wahl fein Ministevportefeuille für die Konstituante zurnckaclegt hat. Der Verisikationsanöschuß hat den von der ^Position gestellten Antrag ans Frei^assnirg der m Haft befindlichen ^Abgeordneten der Radic-Partei a bg e l e h n t. Ske ««chen es niemandem recht. Anttjüdifche Strömung unter den serbischen Mohammedanern. Belgrad, st.März. (I. T. A.) Die Mohanunedaner der fugoflalvifchen ->Provinz Bosnien werden von dem offi* ziellen Organ der inoh.inrnrcdanischen Partei Bosniens, der in Sarajevo er,'cheinenden „P r a w d a", aufgefordert, die Juden wirtschaftlich zu boykottieren, weil sie angeblich ter-den letzten Parlamentswah^n radikal gestimmt haiben. Die Boykottbeivegung ist im Gange. Das geistige Oterhaupt der Moiha>mmedaner Besnie-ns, Dotier Tfvrna-souddnie/Efendi TchaonchevÄsch. ifyielt am 4. März eine Rede, m .der er aus führte, tver bei jüdischen Kaufe lemen einkaüfejunterstütze indirekt «die zionistische . Bewegung die danach strebt, Palästina für die Juden zu gewinnen,- das seit 1300 Jahren moÄe.rmtisch sei. tzhaim Nahum — Lbe.rrbbiner von Negyptev. Kairo,'9. März. (I. T. A.) König Fund von Aegypten erließ am 4. d. ein Dskret, in tvelcho-m die von kurzem erfolgte Wahl des ehemaligen Oberrabbiners der T ü r ke.i C ha i m Na hu m Efendi Mn Oberratbbiner von Aegypten santktwniert wird. BerSvdervngen km Kabinett Bethlrn. Budapest, j 8. März. (Tel.-Komp.) Wie „A Reggel" bon maßgebender Seite erfährt, hat Ministerpräsident Graf B e thlen das durch den bevorstehenden Rücktritt des Außenministers Tibor Scitovszky freiwerdende Au ßenPortefeuille dem Handelsminister Ludwig W a l k o angehoten, an dessen Stelle als Handelsminister Tibor Kallayder frühere Finanzmimstcr, treten wird. Leon Mvm von Kommnakftea überfallen. Paris, 9. März. (I. T. A.) 2l>rn 6. d. fanden in Parrs zwei von der Wialrsttschcn Partei eruberufen« Dersammliungen statt, M denen es infolge f o n» munistifcher Sprengltevsuche zu blutigen Zusammmtstötzen ta-m. Der Führer der französischen Soziailide-mokratie, Abg. Leon Blum, \wiie /fcon Kommunisten blutig geschlagen. Er erlitt mehvcre Perle tznugs»» ».m Gesicht, die ihn zwingen, einige Tage bas Zintimer zu hüten. Leon Blst.ru'erklärte einem Interviewer: „Wir Gurren und wollen mit Argumenten dieser Art den Kornnmnisten wicht ant-vorten." gakrasttretea der Skerreichisch-volaischea Schledraerkchtoverttage». Am 26. Februar 1925 wurden in Warschau die RatifikaltionSürkiünden zu dem am 13. November 1923 unterfertigten, " vonr österreichischen Nat.ionalva-t im vergangenen Sommer genehmigten und vom Buudespräsidenten Dr. Haimisch am 5. September 1924 ratifizierten Schiedsgerichtshertrages zwischen Oesterreich und Polen amc-getaufcht. Der Vertrag tritt <mt 13. März 1925 in K rast. Sie Lohnbewegung der gadaArkeaugeftellte». Gefahr eines schwere« Konfliktes. Wie die .st)orr. Herwei erfährt, umß man mit der Möglichkeit des A-usvruches eines schweren Konfliktes in der Industrie rechnen. Mitte dieses Monats, wenn der neue Index erstellt ist, treten die Jndnstriccvttg:stellten mit den Industriellen in neue Verhandlungen. Die im Bunde der Industrieangestellten organisierten Angestelltelt Haber» den Jltdustrielle»» einen Entwurf zu einem neuen Kollektivvertrag übermittelt und gleichzeitig die-Forderung überreicht, daß bis z»m» Inkrafttreten des neuen Kollektivvertrages den Angestellten eine g e n e r e l l e L o h n e r h ö h u n g getvahrt werden soll. Die Industriellen haben es ab ge lehnt, m Berhand- (inniicu über diesen Entwurf einzugehen und ebenso baden sie sich gegenüber der Forderung nach einer generellen Lohnerhöhuttg ablehnend verhaltell. Die Inbrrstr iearrgestellten rechnen heute bereits mit allett Eventr^litäten unb bereiten sich auch daraus vor. Für den 19. d. ist in der Doilks'halle des RMMf.es eine M a s s e n versa m m! u n g d e r I n d u st r i e a n g est e l l t c n einbeMfen, die als Auftakt für hie Lohnöetvegrmg zu betrachten ist. pintg BWPruciijirtyuii^ Oesterrelchlsche Keren-Hajctsod «kMon r. Uli ao. H8rx 1925 aütn.tilft MM! Die Bezirksleitungen: L Bezirk: Fritz Zausmcr.!. Gousagagasse ll; Siegmuuci R u b c I, IC. Obere Dcnaustraße 67. Mlsrachi: Hermann Grünberg. i. judengasse. Sitz: I. Bauernmarkt 24, HL Stock. Tel. 63-1-27. II. Bezirk: David Nebenzahl, 1II. Rasumofskygitsse 1; Samuel Seemann, 11. Rueppgasse 17; Adolf Müller, il. Lichtenaucrgasse 12; Josei E n g e 1 m a n n, U. Schiffamtsgasse 4. Sitz: IL Zirkusgasse 33? AmtsstuiMlen bis 6 Uhr abends (Tel. 45-6-16). Ab 7 Uhr abends: Cate Sächsischer Hof, Taborstraße. Prater: Jul Katz, II. Ybbsstraße 30: Ing. Mühlbauer, II. Ybbsstraße 3S, Tür 7. Sitz: II. Jungstraße 8. ab 7 Uhr abends. III. Bezirk: Dr. Schürf, III. fiießgasse 13; Jakob Metzger, III. Scidlgasse 2; Dr. Bertold Hirsch, II. Taborstraßc 17; Bernh. Jahr, III. Untere Weißgärberlände 37. Sitz: Cale Lovrana, III. Löwengasse 36, Tel. 14L«S.> IV. und V. Bezirk: Meier Schreier, V. Spengergasse 7a; Bankier A. Fränkel, IV. Starhemberggasse 20. Sitz: Tempelgebaudc, VII. Sicbenbrunnengasse la. VI. und VII. Bezirk: Isidor Leib, XVII. Jörgerstraßc 50; Bez.-Rat Aurel Engel, VI. Stumpergasse 5; Bez.-Rat Moritz Kohn, VI. Stumpergasse 29. Sitz: VIII. Bennoplatz I, Tel. 39-2-69. Tlkwath Jehuda: Leon Hollenberg, VIII. Tigergasse 27. VIII. Bezirk: Dr. Alfred Löwy, VIII. Alserstraße 32; Abraham Löw, VIII. PfeHgasse 20, IX. Bezirk: Frau Rebekka Weiner, IX. Servitengassc 13; Frau Sophie Löwen herz, IX. Nußdorferstraße 42; Viktor Baumingo r, IX. Schwarzspanierstraße 15 Tür 22. Sitz: IX. Nußdorferstraße 42, TeL 32-88 Stelle VI. Amtsstanden von 11 bis 1 Uhr und 4 bis 6 Uhr. X. Bezirk: Dr. Leopold S o f e r, I. Kohlmarkt 10; Ing. F i s c h m a n n, X. Ouellenstraße 107. Sitz: X. Favoriteustraße 130. Amtsstunden von 7 bis 9 Ubr abends. XIIL Bezirk: Erich P o 1! a k. XII. Schönbritunerstraße 2, Tür 32. XVI. und XVII. Bezirk: Dr. Nathan Korn, XVI. Brimnengasse 34, Tel 29-1-28; Dr. Bohin, ' XVII. Kalvarienberggasse 34, Tel. Stelle 2 von 4700. XVIII. Bezirk: Frau Erna Patak, XVIII. Weimarerstraße 4; Dr. Leopold Justh, I. Kärntnerstraßc Nr. 28; Dr. J. Broner, IX. Lieehtensteinstra&e 130. XIX. Bezirk: Dir. Hermann Schärf, XIX. Hutweidengasse 7, Tel. 95-4-45; Frau Ida Fischer, XIX. Iglaseegasse 19. XX. Bezirk: Emil Heinrich N im h ä u s e r, XX. .Rafaclgasse lb; Dr. 2, F. F i n k e 1 s t e i n, IX. Lazarettgasse 26: Mechel Z i p p .e r, XX. Klosterneuburgerstraße 22; Rudolf Kturn a k, XX. Kluckygassc 12. Tür 5; Jakob Fcin- 'lein, XX. Webergasse 24. Sitz: Cafe Halpcni, XX. Gaußplatz 11, Telephon 12-3-50. Amtsstunden ab 7 Uhr abends. XXL Bezirk: Dr. Coldfarb, XXI. Am Spitz; Samuel Präger, XXI Am Spitz 2. Die nächsten Vera nstalf ungen: Morgen Mittwoch, den II. März: Jüdische Versammlung im Saal des Hotel Hiutzingerhof. XIII. Hietzinger Hauptstraße 22, i-’iizise 8 CJnr abends. Referenten: Frau Amu. Müller-Cohen, Herr Ing. Robert S t r i c k e r. Gescüschaitsabend im Cafe Silier, hall) 9 Uhr. Vortrag Dr. Otto A b c I e s. ACHTUNG! Morgen Mittwoch, 7 Uhr, Sitzung des Exekutivkomitees der Keren-Hajessod-Aktion im Saale I. Kärntnerstraße 28. Erscheinen ist Pflicht! 10. Mürz 19635 «Set* 8 elUC w»mIqIRihiIO01I1ii§ 9(i X^CIQ%CIIUICI'« Der Verband der Sparer und Kletnrentner berits für gestern abends in die Volkshalle des Rathauses eine Versammlung der Kleinrentner dm Sowohl in der Ver saw.mlung als auch bei dem hernach veranstalteten Straßenumzug kam es zu stürmischen Kundge düngen gegen die Regiernng. Verbandsobmann Dr. Z a l m a n führte unter anderem ans: Der Regierung nützen leine Enqueien und Maßnahmen, wenn sie nicht trachtet, das Vertrauen der Bevölkerung wiederzugewinnen. Dies werde nur dm» möglich sein, tvenn Gesetze geschaffen werden, worin bestimmt wird, daß die Sparer und Einleger bei allen Eventualitäten ihr Geld in G o l d e s w e r t znrückerhalten. ■ Nach Schluß der Versammlung formierten sich tfvon 3000 Teilnehmer zn einem Zuge und unter Vorantro gung von Tafeln mit den Aufschriften „Der Verband der Ansgeranbten", „For 1 init der Regier u n g, dem Schutzengel der Bankenräuber!", marschierten die Versammlungsteilnehmer über die Lastenstraße bis zum Maria-Theresien-Monumcnt. Auf dem Wege kam es zu stürmischen Kundgebungen gegen die Regierung. Beim Eingang zum Mesiegebäude hielten zwei Kleinrentner Ansprachen, worauf sich danv der Zug anflöste. Ser Streit nrn Den Brotpreis. Ein vorläufiger Brotprcis von 82 Groschen? Heute beginnen die Lchnverhandümtgen rm Bäckergvlvevbe. Die Arbeiter und. Angestellten der Brotfabriken und Bäckereibetriebe stellen -gemeinsam die Forderung nach zehnprozentiger Erhöhung der Löhne und Gehälter auf. Gestern beriet, der sogenannte Unterausschuß-der Teucrun-gskommisjiou über die BrotpreiSfrage. Rach der: Berechmmgcn der Gchitsenschaft dürste sich die geforderte Hcchnerhöhllrdg mit höchstens zwei Groschen <vns den BrotpreiL auswirken. Die Vertreter »>er Bäckergenossenschaft haben den Gewevkschastm bel'anntgvgobeu, daß sie bereit sind, abzusMießen, auch wenn die Vrotfabriten zögern sollten. Um 6 Uhr aberrdS fanden sich die Berlreter deS Verbandes der Brotsgbri-ken und der Bäckergerrossrnschaft in der. Handelskarnmer zn einer. Beratung zusannm'n. Der voll der Teilerungsronr-mijsioxx zur Prüfung der Pro?- preiäsrage eingesetzte Ausschuß hat in seiner gestrigen Sitzung aus Grund sämtlicher bereits vorliegenden Gutachten und nach Anhörung einer Reihe von Experten aus den Reihen der Arbeitgeber und Arbertnehmer unter Bedachtnahnrc auf die der den Betricdeu vorhandenen Mshlvorräte und unter Anrechnung mäßiger Erzeugnngskoften einen BrotpreiS errechnet, unter welchem nach Anscharmng der Kormnissimr auch bei günstigsten BetriebsverhAtnissen eine Deckrmg der Erzytzgungskoften nicht gosundev toerden kann. Dieser Brotpreis wurde dem BnlldeSkanzler zur Kenntnis gebracht. In der Evwö'guug, daß die lderzeiv-MN wirtschafrlichc» Verhältnisse eine* fpvun-ghafte Erhöhung deS Brotpreifes nicht Massen, hat die Kommiffion empfohlen,'den Brotpreis uar stufenweise den Produktionskosten anzupassen, und der Meinung Ausdruck gegeben, daß Gunter Einrechnmrg der zu gswävttgeüdvrl Lohnechöhungon ein vorläufiger PrcrS von 82 Grr>- scher: für den NovmaÄaib erstellt werden könne. Der zweite Messetag. Zahlreiche Abschlüfie. Am zweiten Messetag ist es in zahlreichen Brcnrchen zu nennenswerten Geschäftsabfchlüffen gekommen. Vor allem sind diesmal Polen und Ungarn stark vertreten. Die Ledergalanteric- und Tafchnerbranche zicht nncmSgeisetzt große Scharen von Käufern an sich. Größere Abschlüsse Imirden getätigt in R e i f e « r t i £ c i u und Koffern. Kunstgewerblich^e Handardeiten wurden nach Japan, Nord- und Südamerika abgesetzt. Recht zufriedenstellend war das Geschäft in der Spie!- warenabterlung, wo vor allem Pyppen und Baukasten lebhaft gefragt wurden. In der Neuen Burg konnte die Schuhbranche bereits eine Anzahl von Geschäften verzeichnen. Schr lebhaft war der Verkehr in der WirkwarenLnduftric. Auch Damenkonfektion wurde stark <chgosetzt. Schafwoll« decken und Plaids wurden nach Polen, Ungarn und Jngoslawien verkauft. Auch in der Rotunde verlief der zweite Messetag zu» friederrstellend. In der M a f ch i n e rr g r rr p p e bestand grrre Nachfrage. Gut gefragt waren arrch Reg f'ft r i e r k a s s e a. Die Motorrad-Ausstellung ist lveiter sehr gut besucht; eS werden fortlaufend rr e u e A u s t r ä g e, besonders für die öster reichischen Bundesländer übernommen. Die Lebensrnittelmrsstellung hat dauernd großen Absatz. Im frcren Gclande gab es eine Serie von Ab« schlüssen. Der schöne Pavillon der R a d i o m e s s e hat nach wie vor großeir Znlanf. Don mineralischen Brennstoffen hatten polnische Kohlen Prvbeabschlüsse yach, Wien, Keine Tpettakelgebühren mehr. Bei -er Verleihung der Erneuerung von Produktionen- und Kinolizengen werden von den maglstrairschelr B-ozirkSämtern Üiie wgenannten S pe ktakelgebühren auf Grnstd einer^ „Allerhöchsten Rasolntiou" vom 24. IM 1071 emgchoben.. In der gestrigen Sitzung des städtischen Fmanzausschusses wurde beschlösse»:, daß die Spektakelgebühren bis auf weiteres nicht chggehoben werde»» sollen. Unveränderte Kanalräumuac Me Kan«. rämnungsgebühren für ^.'n MönÄ Mürz wurden unveränden ibÄasje»» und «betrage»» daher das FünwydMaruigfache de den' Monat Aug»»st 1914 Prahlten Mie^iufeLH fftr

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