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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-06 · Heft 2170 (6.3.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2170 (6.3.1925)
Date
1925-03-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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gfeftg__m% ffreii^> Wiener Morftrnzestuna. 6. Mar; 1925, JÜT MLMMWM M. S17» Arber, lieber Papa; da -in ich." Er weint und nimmt sein« letzte Kraft -ustnnmen. «m i-m Lauf den Abhang zu er- Limmen. Der Sergeant Dersere ist wirklich anyekmmnen, endlich, zu viertägigem Urlaub. Di« die anderen Hai nran ihn für hundert Stunden in das Leben der Familie, ins friedliche Leben untertauchen lassen, unter der Bedingung, daß er am festgesetzten Tag wiederkommt. Mitten in der Nacht sind die Urlauber aller Waffen in einen finsteren, unbeleuchteten Zug gestiegen, etliche Kilometer von der Fencrlinie; todmüde halben sie sich auf die Bänke oder auf den Boden gefetzt oder gelegt und sind «bald darauf bei der gleichmäßigen Bewegung der Waggons eingeschlafrn. Dann halben sie sich in den Bahnhöfen, von wo aus die Wetterfahrt geregelt wird, zu kleinen Gesellschaften von ,Landsleuten" gruppiert. Der Verband der Front ist für den Augenblick gesprengt, der der Heimat wieder lebendig. Man spricht im Dialekt. Je weiter man sich von der Front entfernt, desto mehr betäubt die Ruhe. Declerc steigt mit der -.ihl-reichsttn Gruppe in Daris aus. A^ er anlangte, war die Frau in der Arbeit. Marcel in der Schule und nur die zwei kleinen waren dab-eim. beaufsichtigt von der älteren Schwester. Der Sergeant umarmte die Kinder, ließ seinen Blick rundum gehen und ompfand eine Art unruhiger mit Berwuude»nnrg untermischter Freude. Frau Declerc kam heim, olhnc etwas zu wissen, müdc des Wanbens und Höffens. Und fünf Minuten nach der frendigen Begrüßung lstte sich tfirer ein Wesirend,'s Angstgefühl bemächtigt: in vier Tagen würde ex an die Front zurück mi'iüen. Der Sergeant ist sehr ruhig, beklagt sich über nichts und feine Frau ist verwundert und erschreckt. Sie hat das GeftM. als fände sie nicht den Doa zu feinem Helfen, und das flüchtig Vorübergehende des Zusanrmenseins wird ihr dadurch um so schmerzlicher bewußt: man fühlt sich wie am Kreuzweg zweier auSeinanderführsnder Straßen. Er ist sehr sparsam, Declerc, und er hat nicht bloß kein einziges Mal Geld verlangt, sondern hat auch noch von feiner Sergeantenlöhnung Ersparnisse gemacht; er bringt eine Keine Summe mit nach Hause und auch noch Geschenke für die Kinder. Ganz ruhig, wie betäubt noch von der Stille, die ihn mngibt, erzählt er von den deutschen Schützengräben, die so nahe waren, daß man des Abends von einer Linie zur anderen fast reden konnte, ohne die Stimm« zu erheben. Aber das ist verboten . . . Man sieht das Kriegsende nicht ab. das heißt: man sieht in den Ereignissen keinerlei Anzeichen für dieses Ende. Mit gesenkter und abweisender Stimme — seine Frau kannte an ihm eine solche Stimme nicht — erzählt der Sergeant von den Handgranaten und iden Minen, von den erstickenden Gasen und den Flammenwerfern, dom Stacheldraht . . . und Frau Declerc hört ihm zu, die Augen starr auf ihn gerichtet, gilauÄ kaum, daß sie ihren alten -Jules vor sich habe, daß der so hohe loben und handeln können; von Zeit zu Zeit faßt sie ihn am Aermel ■ und sagt: „Nein, ich sehe dich nie mehr wieder, du wirst nicht wioderkehren zu mir!" Der Sergeant gibt ihr weder recht, noch unrecht; er streicht sanft über ihr früh ergrautes Haar und blickt zur Seite. Einmal hörte Marcel mr Dunkelin «in fcklcheS Gespräch; er Kelterte auf die Knie des Vaters, wie ein kleine-, schwaches Hündlein, nahm eine seiner großen Hände zwischen seine beiden und KeMste diese liebe rauhe Hand mit einem so unbeschreiblichen Ausdruck stummer Berzweiflüng, daß etwas Warmes die Finger des Ärgeanten feuchtete. Am Tage nach seiner Ankunft machte der Sergeant, wahlgewafchen und frisch rasiert, bei feinen Verwanden und Freunden Besuch. Die Frauen setzten ihm mit beun» ruhigenden Fragen über den Krieg und sein Ende zu, sehen ihn dabei an, als könnte er ihnen sofort eine entscheidende Antwort geben. Jedesmal geriet Declerc in Verwirrung, erinnerte sich wieder der Instruktion, die der Hauptmann beim Abgang auf Urlaub erteilt hatte: „Nichts -sagen!" er antwortete ausweichend: „Wir hoffen," indem er dem Blick der anderem aurwich. Die Frauen schütt-ckten den Kops und schwiegen. . DR vier Tage gingen rasch vorher. Da fitzen sie nun schon wieder nebeneinander im Waggon: Sergeant Deelerc und seine Frau. Sie begleitet, ihn lbis Paris, halt seinen Arm fest und schaut ihm sanft in die Augen. Eine heftige Zärtlichkeit erregt ihren Blick mrd ihr« Finger. Er ist verflossen, wie zerstreut. Er antwortet ihr kurz angebunden, in fast gleichgÄtigem Ton und schaut vor allem zum Fenster heraus. Bloß zuweilen gleitet, wenn sich ihre Blicke kreuzen, ein dankbares Lächeln über sein Gesicht, das sogleich verschwindet. Er -will dem Gefühl nicht nachgeben; mit den Gedanken ist er schon wieder dort draußen. In Paris muß man aus den Nordbahnhof gehen. Dort wird der Urlaubsschein ahgestempebt und nun öst Deelerc wieder als ein winzig kleiner Bestandteil eingefügt in die große Kriegsmaschinerie: SevreS, die Frau, Marcel verwehen hinter einem Vorhang aus Rauchwolken. Zerstreut nimmt er Abschied von feiner Frau unter den Augen der anderen Urlauber und, wir er mit ihnen im Coupe sitzt, da ist er endgültig wieder mit Leih und Seele untevgetaucht in die Atmosphäre de- Armeebereichs. Fvcm Declerc hat ihr Sonntagskleid, ihren Ring und ihre Kette, die sie für ihren Mann angelegt hatte, wieder in den Schrank getan und fängt wieder an, die Hundert- Vierzig Stufen, die zur Höhe des Steilufers hinanfuhren, auf.dem Weg zur Arbeit hinaufzusteigen. Und nach ein paar Tagen lugt sie schon wieder mit Furcht und Hoffnung nach dem Briefträger auS. Die traurigen Nachrichten folsien aufeinander: der Krämer aus dem seinen Laden am Eck ist tot, fein Gehilfe ist verwundet; der jüngere Bruder des Besitzers vom Spielwarenladen hat ein Bein verloren. C-cftet und öfter komirten die Frauen, die Trauer tragen, des Nachts zusammen, und es sind ihrer nun schm: siebzig, die nicht mehr nach Sevres zurückkehren werden. Mn reell trägt voll Andacht die neue Mütz«, die man ihm aus der «Mn .Kappe de» Sergeanten angefertigt hat. Nach der Abreise seines Vaters nxireu sein« Augenlider lange Zeit rot und di« dunkeln Ränder unter den Augen (jU'kn tiefer je zuvor. W i e. n, 6. März. * Das Wetter. Der Einbruch kalter Luft brachte in Oesterreich rtlfr*titri;iv Aieserschlüge, vielfach m Vchnevform, so auch in Wien. Die Temperatur ist tn den Nordalven nahe denr Nullpunkt. Die Voraussage l-nttct: Verän-sovltch, ziemlich heitcr, uordmesniche Winde, De.mperamrz»n»bme. * Ti« LebensmittelmSrkie. Der Fletschabsah in dc.r GroßmarktbaUe. gestaltete sich infolge des zu erwartenden steigerten Dedarfes der Messerrvfsnung lebhaft. Jan Dct<Mvsrvehr war die Nachfrage oiine «ieinrlich lebhafte. Der Naschmarkt wurde auf allen Gebieten reichlich beliefert. Außer Lttcheinrifchen Erzougtt-iffen. ^kartoffolu 'inbegriffen, lauccheu noch aus Ju-aoslawien Knoblauch, a-us Dänemark und .'kwllarv Rot- und Weißkraut :uvd a-us Italien Eochsiaat und'Karfiol in großen Mengen ein. Der Al-sim uollzoa sich bei stabilen Poesien -»em-lich löbhaft. Auf dam Odsnnartr siele,! :war die Aepfchzuiftwren schwächer ans. r allein angesichts der noch vorhandenen großen Vorräte konnte! Anforderungen entsprochen werden. Für Esor, di« in ausr -ichc-ixr: Mengen stil.^'boten wurden, herrschte bessere Kauflirst. Nur Butter wuvee knapt' ans die Märkte gebracht. * Der Mord in der Schreberhütte. In der Railbmordaffäre. deren Opfer der bu-loarffch« Zuckerwerkäuftr Simon Van:aleman isr. nmUüe die fünfte Dechaftung vorgenourinen. Sic -b.'trifft einen jungen Mann bulaarsichcr Herkunft namens Abdula Ali. der sich in Gelldverleacn^eit befaitid und den alten Mann vor einiger Zeit ausgesucht hat. Er konnte iedoch für di« kritische Zeit ein Mibi erbringen. * D« Lebensmüden. In ihrer Wohnung in der Thalbeftngasse 86 hat sich gestern mittags, dte Haus.>chMn Hcrintnc Homolka wogen häuslichen Zwistes durch Leuchtgas vergiftet. —?lm 4. d. hat sich der gewesene Geicharnt Alois Arrde r ka wsgen eines Nervenleidens von der Reichsbrücke ist Lec Donaukanal gestürzt. Er verschwand in den Wellen. * Herabsetzung der Fremdenzimmerabgabe in Budapest. Der Budapest«r Magistrat hat beschlossen die Fremdenabgabe in den Dudapcster Hotels von 20 auf .15 Prozent heväbzusetzen. I * Ein Rekord im transatlantischen Dampfcrverkehr. Wie cn,s Paris berichtet wird, hat der große Luxusexpreßdampfer „Paris" der Compagnie Generale Transatlantiguc seit 15. Juni ISA, dom Tage ssin-er ersten Ausreise nach New- York. bis 31. Tezomber 1924 68 Reisen, sonach 116 Uobevfahrten von Havre nach den Bereiwigten Staaten und zurück, absolviert. Sonach hat di« „Paris" in 42 Moatnen ome Stv.cke von 370.000 Meilen, das sind 685.000 Kilometer, zuvückgelegt, welche Leistung während des gleichen Zeitraumes von keinem anderen großen Dampfer der NordamerÄalmien bisnun erreicht würbe. * Napoleon in der Schülerliste. Mit Prophezvien soll man vorsichtig sein, da man zu leicht daneben prophezeit u>nd sich bis aus die Knochen blamieren kann. Da i!st dieser Tage m Paris in den Archiven der Sogur, einer alten AdMfamilie, aus der ein berühinter napolexmrscher General und MMtärschriif.steller hervovgegan«n 4ft, eine sehr mtereffanie Liste der Schüler der chomang!n MÄitavfchnle von Brionne gefunden worden. In dicher FührungSliiste liest man u. «. folgendes: ,^on Bonaparte Napoleon, geboren in Ajaccio (Korsika) am 16. iiliugust 1769, Große vier Fuß. «hn Zoll und elf Lmren, gute KonistiMion, ouSg^eichnole Gesundhett, arcktändiger EharMer, den Vorgesetzten gegenüber gehorsam, Betragen einwandfrei. Hat sich immer durch ferne Leistungen m der Machematik hervovgetam, weiß bsMch Bescheid in Geschichte und Geographie, ist dagegen sehr -schwach in Latem und mr Aufsatz. Dürfte einen vortrDlichen Seemann atbgsben." Dieses hätte nicht kommen dürfen! Man weiß, daß der Bonaparte aus Ajaccio vier Fuß hoch usw. sich zu Lande 'besser bewährt hat als auf dem Wasser. Vom SeemannSlatein scheint er nicht viel mehr verstanden zu haben als vom Latem der alten Römer. * Wie das Mah-Iongg in die Welt «nd zn feinem Name» kam. Das heute in Europa bei alt und jung so bclieibte Modespiek hat eine Geschichte, die 500 Jahve zurückgeht. Damals tobte ein wilder Krieg zwischen China und Japan. Das chinesische Heer war geschlagen unsah sich genötigt, unter den Matlern der Hauptstadt Schutz zu suchen und hier eine lange Belagerung aüsquhalten. Die Tag und Nacht ' andauernde Mavmbereitschaft hatte die Soldaten schließlich entnervt, daß sie in ein« Lechargie verfielen, die den Feinden ein tvesflicher Bundesgenosse geworden war. Angesichts dieser/ avsahrlichen Lage zerbrach sich ein chinesischer Heerführer namens Mah Tag und Nacht de» Kopf, um ein Mittel zu finden, seine Soldaten . wach zu halten und damit der Gefahr Vorzubvugen. mr Schlaf überfallen zu werden. Schließlich kam ihm ein Gedanke, den Mn Gott eingegsben zu hüben schien. Er nahm. 144 Papierblätter und bemalte sie mit allerlei seltsamen Figuren, mit roten, grünen und weiße-n Drachen, mit Blumen, mit Bambus- Apekgen, mit Kreisen und Schriftlichen. Und darck c-er Hil^e Gottes belobten sich diese Figuren und sprachen. Mah würbe vergesien, aber das von ihm erfundene Spiel vlisb. In der Folge wurden die Papievblätter durch DambuAvürfel ersetzt, und daS Spie'l fand bei den chinesischen Soldaten solchen .A-nklang, daß sie darüber Essen und Trirvken vergaßen. Schließl-ch nahm diese Spielleidenschaft einen solchen Gr<ch an. daß bas Mcch-Ionqg-Spiel dm gemeinen Soldatm verboten wurde und nur noch «ln Vorrecht der Osfisiere blieb. Aus irgend einem Gründe verbot es der Hof spater auch den Offizieren. Mer vernichtm konnte man daS Spiel darum doch nicht, es lebte bei Hofe heimlich weiter, und Höflinge und Hofbedimstete, frönten der verbotenm Unterhailtung darum nur um so eifriger. So lebt« Mah-Jongg im geheimen durch die Jahrhunderte fort, bis die Repstdlck kam. Don der Fessel des Verbotes befreit, verbreitete es sich jetzt in der Masse des dumpf dahinlebenden Volkes. Hier wurde es nicht minder -leideiffchaftlich gespielt, als vor einem halben Jahrtausend von den belagerten Soldaten. Bon Schanqchai und Kanton aus kam es dann nach Amerika und da» hier auch nach Europa. * Prof. Richard Gotheik in Beirut eingetroffenF Prof. Nichard Ä o t h e i l, Lehrer der semitischen Sprach-Ln an der Universität Chrkago und Dhrender Mnevi4anffcher Zionist, traf am 85. Fchruar m Beirut em, van wo er sich dieser Tage nach PaWtina begibt. In seiner Begleitung befindet fich seine Gaititvn Mrs. Gocheil, Präsidetttm der - Zionistischen Framnovganffation AmcrVas. Präs Gotheff und Geckählvn wurden an Bord des Dairnpfers von ebnem Vertreter des Genevaiks Sarraill, des srauzösischen Oberkomnüssärs für Syrien, an Namen der syrischen Regierung begrüßt. Prof. Gocheil war bekanntlich vor etwa 16 Jahren Direktor des «nerikatvischett archäolagqchen Instituts zu JevtMem. * Darf man Hunde duzen? Urtier dieser SpitzmarEe bringt „Das Organ" fotge»»de köstliche Geschichte aus Budapest. Herr S., ein ba'onbwc Liebhaber mm Wi-ndhundeit, ging mit Meiert semer ZöglnvM s-pa-jEn; eme« van den Hunden bellw «inen Passanten an. worauf dieser das chm lästige ^Tier mst ,£k dmmne Bestie" stlrückichouchte. Diese rntt-me Anrede Verbasich der auMbrächte B.stter: er evrlärle, die AhitenrMe deS beleidigten Htmvdcs gsbe dresom Anrecht - auf erne höflichere Dittvlierutig.' Da die leiden Herrett zu keiner Etmgtvng komntett koim'tcit, cntifpmMt sich ein Faustkampf. der vi-ne MtgchRwe Zstschat'armeNige hevcmlackte, vis sich eMich ore Pmizei ms Mittel leg:« .und die Gegner tranttc. * Könne« Pflanzen riechen? Er ist noch kein Yiertelfchr. hundert her, daß eine solch« Frage iöberall ein mi-neidtgeS Lächcltt he rv arge rufen hätte. He,ute aber ist die „Seele" der Pflanze eim Tatsache, um tvelche die Forschung nicht mehr hevumkonmit trrtd de-mgeuräß auch eine Fülle von überraschenden Einzeliheit-en aufgdcckt hat, di« dar Innenleben der gninen Welt tticht nmtder dvtttltch an-fzeigen alß es bei den übrigen Lebewesen längst der Fall ist. Daß die Pflanzen sehen können, daß sie also Licht und Dunkelheit empfinden, ist bekannt. Damit ist nicht gefügt, daß nv.nschlicher und Dftanzenäuge n»tn einen gleichartilgen Bau zeigen oder daß etwa gar Sntnesemdrücks in gleicher Form vermittelt werden. Dal wäre eine Anscharniug. die attch mit den biologischen Gesetzen sich nicht in Ei-Mantg b.fände, da za die Pffanzr gang andere LÄensbedntgunigen Hai als etwa der Mensch und demgemäß natürlich auch gÄcmt ist. Wenn wir heute also die Licht« sinne'oraatle der Pflanzen zum Teil kennen, so ist eS doch etwas überraschend, davon zu hören, -daß auch An.zeichen für eine Art Ri-echettikötmert in der Pflanzenwelt vorhanden sind. Man hat nämlich aefunbeit, daß bei Großstadtbätvmen die Wurzeltt sich von jenen Gebieten wegwenden, in denen die Gasrohren verlagert sind, -da dort schr oft an den Rohrdich« tungeit LenchdgaS in den Boden zu gelangen pflaat. Dort also, wo die giftigen Gase sich befinden, vermag sill>bftverstcin>dltch die übevauS empfindliche Pflanz« nicht zn gedeihen. Deswegen weichen die Wur-ze'ln jenen lebensgefährlichen Gebätten a-uS und man muß aus dieser vielfach erwiesenen Tatsache darauf schließen, daß die Pflanze in irgendeiner Weise das sie schädigende GaS wachrzuni.thmen, also, wie wir sagen müßten, zu riechen versteht. * Tanzinstltut Hermann Braun, 14. Bez„ Reiudorfaasie 42. Tel. 83-401. (Entgoltllch.) Austritte au» dem Judentum. Frankel Edgar Otto. qeb. 11. Oktober 1876, Frankfurt a M., 18. Bez., Aüßofstraße 1. Dr. B e r o rekte Weiß ölrtur, geb. 13 August 1896. Neutra, 19. Bez, Ftchtnergasie 22. H a m l i s ch Ignaz, geb. 7. Mat 1891, Battelan. 13. Bez., Trazerberggasse 6. Hamlisch Martha, geb. 16. September 1895, Kgl. Weinberge. 18. Bez., Trazerberggasse 6. Doktor Z e r n e r Theodor, geb. 4. Jantter 1879, Elbenschütz. 13. Bez., Slubofsttaße 226. Z e r n e r Ernestine, geb. 19. März 1888, Brünn, 13. Bez., Sluhofstraße 226. Lederer Paul, geb. 10. Mai 1902. Aussig, 13. Bez.. Schloß SchSnbrunn. L o e w Friedrich, geb. 13. Juni 1897, Wien, Beamter. 19. Bez., Lannerftraße 16. Kratschmar Emma geb. Burger, geb. 4. Jänner 1901. NeuVistritz, Verkäuferin, 14. Bez., Nustengasse 7. Munk Maria Josefa geb. Enzmann, geb. 30. Dezember 1894, Gur^chdorf, 1. Bez., Hotel Post. Lederer Peter, geb. 20. November 1920, Wien, 1. Bez., Stubenring 2. N e m s ch i tz Charlotte, geb. 25. Februar 1902, Comptoiristin. 11 Bez., Rantenstrauchgasse 10. S t e k e l Stella, geb. 27. Juli 1899. Beamtin, 18. Bez., Semperstraße 41. K i r s ch b a u m Tberese, geb. 8. April 1671. Mitglied der Staatsover i. P., 18. Bez., Wälningerstraße 141. D u s ch i n 3 k y Sofie geb. Dasik, geh. 2. Dezember 1882, Bertreter"gattin, 1b. Bez., Marlahilferstraße 193 D uschinsky Simon, geb. 2. April 1872, Vertreter. 15. Bez., Marlahilferstraße 193. Sohr Paula geb. Hilfreich, geb. 1b. Jänner 1896, 1. Bez. Augustlnerstraße 8. Sohr Emil Otto. geb. 9. Jänner 1889, Wien, Bankdirektor, 1. Bez., Augustinerstraße 8. L o f f n e r Julius, geb. 10. April 1898. Men. 21. Bez., Sebastian-Kobl-Gasse 12. G r ü n w a l d. Dr. Ludwig, geb. 80. Jänner 1990, Wien. 2. Bez. Rembrandtstraße 26. N e u m a n n, Ing. Emil. geb. 27. Mai 1.879, Wien, Baumeister, 4. Dez., Kla^ baumgasse 8. ' «erelne, DortrSge «nd Deksammlnngen. Verein zionistischer Llkademiker Hechaw e r. Morgen. 7 Uhr, 8. Bez.. Bennoplatz 1. Diskussion r „I st eine Revision im ZioniSmuS nötig?^ Die SluSsprache wird eingeleitet durch die Herren Oberbaurat Ing. R. Stricker und Rechtsanwalt Dr. W a I b m a n tu Regiebeitrag 50 G. — Mai m o n i d e s - I n st 11 u t. 3. Bez., Hetzgasse 40. Samstag, 7. März, V,4 bis '/,5 Uhr: Rabb..Dr. A. K a m i n k a, Riidrasch Estber. '/,5 bis V,6 Uhr r Rechtsanwalt Dr. R. G o l d st e i n, Mischna Resiktn. Montag wegen de» Purimfestes keine Vorträge. — ZionistischeSektion Prater, 2. Bez., Jungstraße 8. Heute. 8 Uhr abend», Midraschvortrag lWochenabschnitt). Dr. Nisan Goldstein. Morgen, 7 Uhr abends. Keren-Hajessod-Sitzung. Sämtliche Vorstandsmitglieder werden auf diesem Wege eingeladen. Antvesend Dr. L ö w e nh e r z, Dr. N. M. Gelber. Sonntag, 8 Udr abends, Massenversammlung. Redner r Dr. Josef L L w e n h e r z, Dr. N. M. G e l b e r und Dr. Israel Taubes. L e o p o l d st L d t e r B o l k 8 b e t m, 2 Bez.. ZirkuSgasse 48. Heute Beginn des Sommerhalbjahremit folgende« Kursen r 6 Uhr: Geschichte der Philosophie. 7 Ubrr Philosophische Uebungen, Grillparzer, Bttrgerkunde, Französisch, Gesang-kurs und Chorschule, Raumlehre II. 8 Ubr r Rechtsfragen des täglichen Lebens, Deutsche Literatur, Die Erforschung de» Weltall», ElektrizttätSlehre, Französisch II und UI. * Für die Barmherzigen Brüder. Da der Helldenplatz M Mha-ltttiNg des für den 8. «d. geplanten Flü-golhornlkonzertes des Prof. Dr. So starte während der Messewoche n-icht zur Berf'ügidng sicht, findet das Konzert bei jeder WAerumg am 22. d. mt 11 Uhr statt. _ Antworten der Redaktion. Judaeus. 1. Ja. Nähere Auskünfte erteilt das Arbeit»- losenaint. 2. Noftri>f-isievu-np dürfte mir durch das Unterrkchtsm-ttrifterlum bswilllgt werden können, an das ein Gefuch zu richten wäve. _ innoYV-pvPRirammi Freitag den 6. März: 4 bis 6 Uhr: Na ch mittag skonzer r. Jntevttat'ionale Lieder uittid Tänze. Smelana: Marsch aus „Die verkaufte Braut^; Grieg r Norwegischer Tanz; Brabm» : Ungarischer Tanz; Nevin r Rasern z TschaikowSky r Russischer Tanz; Bernard» r Skandinavische Lieder und Tänze r Sarakate: Spanische Tänze; Nachöz r Ungarische Tänze t Bernards r Russische Lieder und Tänze; Rubinstein: Orientalischer Tanz; Popy r Indische Tanz-Suite; Nradier: La Paloma. — Hauff» Märchenwelt. 2. Abend. Die Geschichte vom kleinen Muck lFortsetzung) r Fra« Anna K a i n z - S ch r ö t t e r. Zwerg Rase: Paul Pranger (Burgtheater). — 8 Uhrr Radiobühne. L» sitae Ei n ak t e r. (Humoristen der Weltliteratur.) 2. Slbend. Frankreicht Georges C o u r t e l i n e: Ungarn: Franz M o i n ätr Oesterreich: Artur Schnitzler.

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