Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2170 (6.3.1925)
- Date
- 1925-03-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981255--22112-3009492- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
^W!"/--"" y-—. ■>* + v.?"»* -T«" T1-**'"' Wsener Msdqen^tt«»»«. 6. Mär; 1925 Seit« 3 kamen oder nniHeftoßen wurden. Mshveve hundert Personen erlitten Ohmnachts- oder Schwindesanfälle. Di« von den Gewerkschaften' angeordnet« Verkehrtzruihe wurde heute vormittags in Berlin in der Zeit von 11 dis 11 Uhr 5 Minuten überall durchye führt. Ae vreMche Krise. <Eigendi?nst der „Wiener Morgenzeituntq".) Berlin, 5. März. Die Wahl des preußischen Ministerpräsidenten wird am nächsten Dienstag vor sich gehen. Das Zentrum hatte im Landtag einen Antrag eingobvacht, die Wahl des Ministerpräsidenten bis nach der Wahl des Reichsprästdentent zu verschieben. Dieser Antrag ist abgebchnt worden. Nadir in Belgrad. Belgrad» 5. März. 'Tschech-slow. Preß-Dur.) Heute sind die Abgeordneten der kroatisch-republikanisch e n Bauernpartei unter Führung von Pavle Radi c, T r u m b i c und Polte zu der morgen stattfindenden Plenarversammlung aller Abgeordneten de» oppositionellen Blocks in Belgrad e'ngetroffen.__ Ae Wische Einwanderung kn Amerika. Washington, 4. März. (I. T. A.) Das ameviikamsche Arbeite dopar iement veröffentlicht soeben einen Bericht über die jüdisch« Einwanderung von Juli bis Dezember 1924. Daraus «ft M ersehen, daß von 147.737 Personen, die im letzten.Halbjahr in die Bereinigten Staaten oingewandert sind, rmx 4975 Juden waren. In derselben Zeit Periode wurden 13.024 Personen an der Grenze zur-üchgewdessn, ^darunter 667 Juden. 4448 wurden des Landes verwiesen, unter ihnen 154 Judern Berleumdungsklage gegra Henry Ford. Chikago, 4. März. (I. T. A.) Der hervorragende lLhikagoer Rechtsanwalt Mr. Aaron ShoPiro gab der I. T. A. die felgende Mitteilung über die voll ihm gegen H e n r y F ord erhobene Vevbonmdu'NgMage: In der dorr Henry Fcrd heransgcgrbenen Zeitschrift „Deaborn I n d e.p e n d e n t" ersch'en eine Reihe Angriffe gegen mich, in denen ich als ein TeÄne'hmer am „jüdischen Komplott" .geschildert worden bin. Mein« Tätigkeit im Interesse der amerikanischen .Landwirtschaft lumfb insbesondere wein Amt als Rechtsvertreter der Cooperativ Marketing of Farmers Production (Berka!ufsv«reinigung der amerikanischen Landwirte) wurden als ein« Aktion des „jüd'schen Komplotts" hingüstelltz welches bezweckt,- die Wirtschaft der Beveinigben Staaten zu ikontrollic'ven und zu schädigen und die amerikanischen Farmer in den Dienst dös Kvm»miunismus zu stellen. Ich forderte die Zeitung sowie Herrn Ford zur Widerrufung dieser albernen Behauptungen auf, dieser Aufforderung wurde nicht Folge gMstet, woraufhin ich mich zur Erhebung «der Klage entschloß. Die Klage wurde am 1. März vor dem Gericht zu Detroit, dsm Erscheinungsort der „Deaborn Independent" und dem Wohnsitz Henry Fords, eHoben, und zwar gegen Henry Ford als den Prasvdentem der Deaborn-PublikationSgesellschrft, gegen E. H. Leib old als Vizepräsidenten und Schatzmeister» gegen W. I. Carnercm als den HemuSgeber der „Deaborn Independent" und gegen die Ford-MotoMftllfchaft, bk aktiv an der Derbreitttng dieser schändlichen PlMWati«^ tsiftnmmt. Ae polnischen Akadrmtter. Warschau, 4. März. (I. T. A.) Die jetzt in WÄnS tagen-de Landeskonferenz der polnischen Madolnvker hat außer dem schon mi-tgeteilten Beschluß über den Ruinevus clausus auch noch den Beschluß gefaßt, di« jüdischen Akade^ miker gesellschaftlich zu boykottieren. Di« jüdischen Mademiker in Polen organisieren ein« Maffcnprotostversam:nl.U'Ng gegen die Beschlüsse de» Mlnaer Tagung der polnischen Akademiker. Sine deutsche Hetzschrift. Berlin, 4. März. (I. T. A.) Der Lübecker ProfeM Dr. Hennann Hochmeister gibt unter dem Titel „Vom .Hansegeist zum Hä-ndlergeist" bei Theodor Weicher,.' Leipzig, eine Broschüre gegen die Lübecker Inden heraus. Der Verfasser sagt, er wolle an dem typischen Boifprek Lübecks, des .Hauptes der Hansa, zeigen, wie da's allmählich eindvingende Judentum.den urs-prünglich so ehrenfesten Geist des deutschen Bürgertums in das Gegenteil feines Wesens verwandelt hat. Er gibt der „hohen Obrigkeit" die Schuld, daß die Ittden sich auch hier durchaefetzt haben. Der Verfasser zitiert ganze Kapitel aus der im Jahve 1816 in Frankfurt am Main gedruckten Schrift „Die Juden in Lübeck" des bekannten Lübecker Juidenhasfers Senator Dr. Johann Friedrich Hach und zieht daraus di« folgende Schlußfolgerung: Es ist Historisch und dogmatisch erwiesen, daß im Judentum überhaupt ein starkes Hindernis des Wohlseins christlicher Staaterl: liegt; daß insbesondere ein echter Jude mit seinem Rationalgott, seiner Theokratie und feinem Rabbinor-Aviistokratismus, wodurch der verderblichste Staat im Staate gebildet wird, nie ein guter Bürger des von ihm bewohnten, christlichen Staates sein kann. Der Verfasser macht 'sich auch noch die folgende Stelle aus der Schmähschrift Hachs zu eigen: „Nicht der Mensch, der sich zu einem besonderere Glauben bekennt, sondern die bürgerliche SchäidÄchEelit dieses Glaubens, nicht der Jude, sondern das Judentum ist der Gegenstand, dem die Regierungen entgegenivirkeu müssen, dmr die Völker mit Widerwillen und Abscheu begegnen." _ Haknkreurroheit. Alis Klausen bürg meldet I. T. A.: Aus Räche ivegen des Ausschlusses studentischer Krawallmacher au^ dem Sludentercheim Klauftwburgs überfielen- Hakenkreuz st u d e n t e n den Direktor des Heims, Professor Stefaneseu - Gositsch, als er abends das Theater verließ, begossen ihn mit einer- Phosphor-- flüssig!« i t und zündeten ihn an. Im Nu brannten .seine Kleider lichterloh.' Passanten erstickten di>e Flammen, so daß der Professor, der erhebliche Brandivunden erlitt, am L«iben blieb. ___ Die neue «Nische Negierung. . (Eigendicnst der „Wiener Morgenzeitung".) Konstanltnopel» 5. März. Die Nationalversammlung von An g o r a hat mit 1b5 gegen 23 Stimmen ein Vertrauensvotnv» für das neue Kabinett JSmet Pascha angenommen. ■ Kt. HW «m, gwTMa ßbetts letzter Wes. Mgendienst der „Diener Morgenzeitung".) Heidelberg, 6. März. Der Trauerzug mit -cm Sarge Leverstorbenen Reichspräsidenten traf heute nachmittags hier ein. Acht Landwehrsäger trugen den Sarg, der nttt der Standarte des Reichspräsidenten geschmückt war, vom Zug Kinn offenen, schwarzumflorten, einfachen Leichenwagen, -er von vier Pferden gezogen wurde. An der Spitze des Trauerkonüukts zogen freiwillig« Feuerwehr, Arbsitervereine. di« studentischen Korporationen, unzählige Abordnungen mit ihren Fahnen und Deputationen des Reichsbanners Schwarz-Rot -Gold. Diesen folgten di« Kranzträger und der Leichenwagen, hinter dem der Oberbürgermeister der Stadt .Heidelberg und die von ihren beiden Söhnen geführte Witwe des verstorbenen Reichspräsidenten schritt. Es folgten Reichskanzler Doktor Luther, Reichsweh rm'in'ister Geßler, ReichSbahngeneraldirÄtor O e s e r, Staatssekretär Dr. Meißner sowie zahlreiche Staatspräsidenten und Minister der ein- Foluen Staaten sowie ein endloser Zug von hohen Würdenträgern aus dem ganzen Reich. Längs des Zuges bildeten Mitglieder des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gol- und Schulkinder Spalier. Den Weg entlang brannten offene Gas'lanrmen und von den an den Straßenkreuzungen aufgestellten Obelisken loderten offene Feuer. Die Trauerfeier im Friedhof wurde durch Handels Oratorium „Saul" eröffnet. Der Männerchor sang das „Sanctus" von Schubert. Dann sprachen am Grabe der badische Staatspräsident Dr. Hellpacy, Oberbürgermeister Dr. Wa^z von .Heidelberg und der R eich stag kabg>ordn« t e Mnll«r-Fraitteu. Es folglen weitere Reden, und di« Ricderleguug der Kränze. In dem Augenblick, als der Sarg m 'das Grab gesenkt wurde, ertönte TreimnelWirbel und di« Musik stimmte das D c u t s ch l a n dl i ed an. Mit den: P o r b e i m a r s ch d c r T r a u e r g ä st e am Grabe war die Feier beend«. Zu Beginn der heutigen Sitzung des preußischen Landtages veranstalteten di« K o in m u niste u eine Protestkundgebung gegen die gestrige Trauerfeierlichkeit für den verstorbenen Reichsprä'sideMeir. Der Führer der kommunistischen Landtagsfraktian Pieck erklärt« in am«r überaus scharfen Rede, die Kr'»imnnisten protestieren dagegett, daß der Verstorbene Reichepräsident in so vou;- Pöscr Weift begraben worden sei. Als er die Behauptung ausstellte, E b e r f habe während des Kriege 'S u n d n a ch dem Kriege immer nur gegen die Arbeiterklasse gearbeitet, eHob sich i-m ganzen HauS ein r i e s i g e r T u m u l t und die Sozialdemokraten, Demokraten und ein Teil des - Zentrums verließen unter kanten Pfuirufen den Sitzungssaal. Erst als Pieck geend-et hatte, kehrten die Abgeordneten in den Saal zurück. Sensationsgerüchte. Berlin, 5. März. (Wclff.) Die Nachrichten, wonach bei den polizeilichen Abs'perruugsmaßnahmen während der g e st r i g e n T r a u e r f e i e r l i ch k«i t e n für den verstorbenen Reichspräsidenten nrehrer« Personen getötet und tausend verletzt worden seien, sind vollständig aus der Luft gegriffen. Es ist kein Todesfall zu ibeklagen. Verletzt wurden etwa 12 Personen, die zu Falle Amerikaner in Rom. Bon Mark Twain. So mancher Jtailienrsiftnde hat von Herzen gewünscht, ohne Führer auskommen zu können; es ging nicht, das wußte er, und -so wünschte er wenigstens, sich aus Kosten des Führers zu amüsieren. Wir haben das zustande gebracht und vielleicht ist unftre Erfahrung für andere nützlich. Ihr ganzes Leben lang sind die Reiftführer damit beschäftigt, den Fremden Merkwürdigkeiten zu zeigen und ihren Begeistemngsausbrüchen zu lauschen. ES ist ihnen zur Leideuschast geworden, den Ausländern Wunder vorzusichren, die sie in EVstase versetzten. AlS wir das bemerkten, gerieteir wir überhaupt nicht mehr in Ekstase, bewunderten nichts und zeigten nur unbewegliche Mienen und stumpfe Gleichgültigkeit vor den wundevbavsten Dingen, die uns unser Führer zeigte. So auch, als unser Führer, lebhaft und ungeduldig, uns die Kolumbus-Reliquien ansehe,r führte. (Die italienischen Führer begleiten gern cnnerikanische Gesellschasten, weil dies« solche Bewunderung und Scntmrentalität vor KolumbuS-Aindcrrken zeigen.) „Sie mit mir kommen, mein« Herren!" sagte er. „Sie tomnven, ich zeigen Ihnen Brief, dm Christoph Kolmnlbus schreiben! Er selbst ihn schreiben! Schreiben Mit eigene Hand! Sie kommen!" Nach vielen stimmungmachenden Schlüsselkramen ,md Schlösseröffncil lag das alte, fleckige Dokument vor uns. Die Augen des Mchrers glänzten; er tanzte um uns herunr und berührte das Pergament mit dem Finger: „Was ich Ihnen sagen, meine Herren? Sein es incht so? Sie sehen! Handschrift Christoph Kolumbus — er selbst schreiben es!" Wir heuchelten Gleichgültigkeit. Der Doktor, der mit uns prüfte das Dokument sehr genau, während einer beklommenen Pause. Dann sagte er ohne jede Spur von Interesse: „Hch — wie sagten Sie, hieß dieser — dieser Mensch, der daL geschrieben hat?" „Kolumbus! Die große Christoph Kolumbus!" Neuerliche genaue Prüfung. ,Hoh — hat er das selbst geschrieben — oder um?" „Er schreiben selber das! Christoph Kolumbus! Eigen« Handschrift— er selber schreiben sie!" . Der Doktor legte das Matt nieder und sagte: „Nun, in Amerika habe ich vierzchnjährige Jungen gesehen, die Viel schöner schreiben." „Aber das sein die große Kcklum —" „Es ist mir egal, wer es ist. Ich halbe noch nie eine so schlechte Schrift gesehen. Ich werde Ihnen etwas sagen: Glauben Sie nicht, daß Sie nns mit so was imponieren können, weil wir Ausländer smd; tvir gehen nicht auf so etwas. Wenn Sie nns wirvlich schöngeschrickbene Stticke zeigen können, werden wir sie gern ansohen, wenn nicht, gehen wir!" Wir gingen weiter. Der Führer war beträchÄich erschüttert, aber noch versuchte er, uns etwas zu zeigen, was uns übertvältigen tvürde. „Ah! Sie ko»nmen mit mir, intim Herren! Ich zeigen Ihnen schöne, oh, herrliche Büste von die KoiluMbus! Prachtvoll, großartig, heÄich!" Er führte uns zu einer schönen Büste — sie war schön — und sprang in Positur: „Ah, Sie schrn, meine Herren! Schöne, großartige Büste Christoph Kolumbus! Schöne Büste — schöne Piedestal!" Der Doktor setzte seine Augengläser aus: „Ach, — wie sagten Sie, heißt der Herr?" „Kolumbus! — Die große Christoph Kdlnmbus!" „Christoph Kolmnlbus — der große Christoph Kolumbus .. . Und was hat «r denn geleistet?" , „Entdecken Amerika! Entdecken Amerika, zum Teufel!" „Amerika entdeckt. — Nein, das tverden wir nicht glauben. Wir sind selbst aus Amerika und haben nicht das geringste davon gchört. Ehristoph Kolumbus — schöner Name — ist er — ist er tot?" „Oh, corpo die Baccho! Dreihundert Jahre!" „Woran starb er?" „Ich wissen nicht — ich können nicht sagen —" „Blattern, nicht?" „Ich wissen nicht, nveine Herren! Ich wisftn nicht, woran er sterben?" „Masern tvahvscheinkich?" „Vielleicht — kann sein — ich wissen nicht — ich glauben, er sterben au irgend etwas —" ,Mben seine Eltern noch?" „Nnmö—öglich!" „Ach welches ist die Büste und welches ist das Piedestal!" „Santa Maria! Das fein die Büste und das die Piedestal!" „Aeh, ich sehe, ich sehe — ausgezeichnet« Kombination — wirklich ausgezeichnete Kombination. — Ist es, ist es das erstemal, daß dieser Herr auf einer Büste ist?" . . . Wir haben es diesem Führer interessant gemacht. Als tvir drei, vier Stunden im Vatikan waren, dieser, Wunderwelt von SehenAvürdigkeitm, waren wir nahe daran,' Interesse, oft sogar Bewunderung zu zeigen, und es war schr schwer, uns zurückzuhalten. Aber es gelang uns. Der Führer war erstaunt, veMüsft. Er lief sich beinahe die Beine ab, außerordentliche Dinge ausznjpüren und erschöpfte sein ganzes Genie für uns — vergeblich. Wir zeigten für nichts Interesse. Er hatte noch ettvas aufgespart, waS er für das größte Wunder hielt: eine ägyptische Äönigsmumie, vielleicht di« besterhaltene, die es gibt. Er führt« uns hin, diesmal fühlte er sich seiner Sache so sicher, daß etwas von ftinom früheren Enchusiasmus zurückkam: „Sehen Sie, meine Herren! Mumie! Mumie!" Die Angengläftr wnvden wieder bedächtig und sorjck)snÄ Um immer. „Wie sagten Sic, ist der Nam« dieses Herrn?" „Name? er haben keine Name! Mumie! Mumie von Aegypten!" „So, so — hier geboren?" „Nein! Aegyptische Mumie!" „Aha, verstehe! Franzose vermutlich?" „Nein! Kein Franzose, keine Italiener! Geboren in Aegypten!" ,Jn Aegypten — nie von Aegypten gehört — auMndische Gegend, wahrscheinlich. Mumie, Mumie — wie nchig er ist, wie sslbstbewußt! Ist er — äh, ist er tot?" „Oh, sacre bleu, seit dreitausend Jahre!" Der Doktor wandte sich wild zu ihm: „Also jetzt tvahrhaftig — Ivos uleinen Sie mit tkmix solchen Benehmen! Halten Sie uns für Chinesen, weil wir wißbegievrge Ausländer sind? Wollen Sie uns mit diesen ausrangierten Kadavern imponieren? HimmvHerrgott, ich — ich möchte Die —. Wenn Sie einen frischen Leichnam haben, dann her damit oder, bei Gott, es geschieht etwas!" Wir haben es diesem Führer äußerst interessant gemacht. Echchung für Augen und Denken, bi« ermüdet^ von so vielen Sehenswürdigkeiten sind, ist nottveivdig oder inan verblövet <twf diesen Vergnügungsreisen.