Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2167 (3.3.1925)
- Date
- 1925-03-03
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Men, DrenMg Wle«er Movaenzeriung. 3. März 1925 ^»-n •> ’SffBVK o 9(r Rat lu -nvtzkschrn Laadesverbander. Neben der Landesversammlung jüdischer Gemeinden Preußens, zu welcher die Wahlen am 1. Februar stattgefunden haben, wird auch ein Rat des Preußischen Landesverbandes bestehen, der sich aus 36 Mitgliedern zusammensetzt. ES werden hiervon 28 durch die dem Verbände angeschlossenen Gemeinden, 6 durch die Rabbiner, 2 von den Lehrerverbänden» 4 von dem Derbandstag gewählt. Auf je 20.000 Seelen entfällt in der Regel ein Vertreter. Gemeinden mit mindestens 20.000 Seelen bilden einen eigenen Wahlbezirk. Es haben sonach zu wählen: Berlin 10- Vertreter, Breslau 2 Vertreter, Frankfurt a. M. 2 Vertreter. Köln 1 Vertreter. Auf die weiteren 8 Wahlbezirke Ostpreußen, Brandenburg, Schlesien, Hannover, Rheinland 1, Rheinland 2, Westfalen und Hessen-Nassau enfällt je ein Vertreter. In den letztgenannten 8 Wahlkreisen müssen die Aahlvorschläge bis zum 6. d. eingereicht werden. Die Stimmenabgabe hat bis spätestens 24. d. zu erfolgen. Sie Selbftmordbilan, der Rettougssesellschast. Im Februar 179 Fälle. Tic Wiener R c t tun g8gesellscha ft hat im vertloficncn Februar tu 179 Selbstmordfallen mterrenicrt. Im Iäiine r bot mg die Zahl der Lebensmüden 149. Auch rm März tobt die Epidemie ungeschwächt weiter. Die Selbstmorde des Märzanfangs. Sonntag abends hat sich der 61jährrge Hntmacher Josef Nekowa aus unbekannter Ursache in seinem Wohnhaus am Fen-sterkreuz erhängt. Am 1. d. nachmittags wurde aus dem Dachboden siner Hütte des Schrsborgartenveremes „Frohe Zukunft" ein in-nger Mann erhängt oufgesunden. Der 16jährige Realschüler Erwin Ferst'l in Graz hat sich aus unbekannter Ursache erschossen. Am 9. Februar wurde bei O r t h a. d. Donau die Leiche einer Frau ans Land gezogen. Sie wurde nun als die der 25jährigen Eisengießersgattin Hermine Piwonka, Jnzersdorfevstraße 96 wohnhaft, erkannt. Die Frau war seit dom 26. November vorigen Jahres vermißt und dürfte wegen Familienzwistes Selbstmord begangen haben. Der 37jährige Bundesbahnbedienstete Johann F. versuchte sich durch Leuchtgas zu vergiften. Durch das Wimmern .des in der Wohnung oingefperrten Hundes wurden Parteien aufmerksam und fanden F. Er winde in das Spitall gebracht. Der 12jährige Bürgerschüler Eduard W. in Meidling hat sich ans einem Stockwerk in die Tiefe gestürzt. Er blieb schwer verletzt liegen. Ms Motiv der Tat gab er Kran- Wer eine Strafe an. ftottttte atu dem gudeutum. .. Dlouhy Elisabeth, geb. 20. Oktober 1896. Kascha». Private. 3. ©ej Schüttelstraße 77. Nasch Annab ella, aeb. 37. In«! 1906, Konstantinopel. Private. 6. Bez.. Köstlergasie 10. L i ch t e n st e i n Lyouel. geb. 14. November 1898. Konstantinovel, Kaufmann, 6. Bez., Gumpendorferstraße 63. Braun Julia Elisabeth, aeb. 4. November 1908. Wien. 12. Be,.. Tichtelnasse 39. Windholz Leo, aeb. 23. Dezember 1896. Unterberg, Eisenstadt. Beamter. 6. Bez.. Caplstrangasse 8. Wind- Holz Georg, geb. 23. Februar 1933, Wie«. 6. Bez,, Caplstrangasse 8. Ohr Chazie, geb. 2. März 1898, Nadworna. Hilf-- arbeiterin, 30. ©«,., Karajangaste 15. Hofsmann Elisabeth Antonia, geb. 5. Jnlt 1902. Wien. 21. Be,.. Ar,:lgaste 10. Glaser Gisela, geb. 23. März 1895, Jaroslau, 4. Bez., Prinz- Eugen-Straße 53. Szllard Malvlne. geb. 20. Oktober 1886, Ossijek, 9. Bez.. Wasagasse 27. B a n d l e r Julie, geb. 38. Jänner 1908. Wien. 9. Bez., TÜrkenstraße 17. K l e i n f t s ch e l Anna, ceb. 25. Jänner 1900, Wien, 9. Bez.. Vereinsstiege 4. König Margarete, aeb. 1. August 1910. Wien, 3. Bez.. Baumqaste 30. Brettschneider Franziska geb. Rosenbaum. geb. 6. Dezember 1898. 20. Bez., WaSnergaffe 13. IBtti Dora. geb. 17. Februar 1907, Holzschlag in Ried.-Oesterr. Brettschneider Leo, geb. 28. September 1698, Czernowitz, Beamter, 20. Bez., WaSnergaffe IS. Kahn Artur, geb. 8. November 1689, Wien. Beamter. 2. Bez.. Novaraaasse 45. Singer Selma. geb. 27. Oktober 1691, Wien, Beamter, 9. Bez., Grüne -i orgaste 17. Kellner Franz, geb. 8. Dezember 1901, Wien. Beamter, 3. Bez., Praterstroße 17. L a S z l o Martha, geb. 22. April 1901, Petrouz. 3. Bez., Marokkanergaffe 13. B a d e r k e Alfred, geb. 31. September 1868, Austee, 3. Bez., .Dcmvlngasse 82. N e u m a « n Alexander, geb. 5. November '*•'82. Nameslo, 9. Bez., Kolingaffe 20. Wien, 3. März. Tie Gemeind« Bien mrd die Schillingrechuung. Der v .OiaMrat macht n«u.aviich darauf aufmoMam, daß vom l. Mär-', alb alle Buchlmgon und Bovschrsibungen von Dwuem --nd Skbgaiben aller Avt sowie all« EiuizMimgen und AuS- .-hlu'i^n in der Schillingrechming duirchgafühot werden. Es ''nd daher die güfetzlich vvvgefchrwbenen Abrechnungen vom * Mär,; bereits m der Sch'illilingwcöhrnng «uSqufeirdlgen. Bei Vormularen, die noch auf Kronen lauten, find die Kvonenlu'tmvy? auf die Schill mgiwähvung umzustellen. * Aasanlageu für Wohnungen gegen Teilzahlungen. Venn 1. Mürz ab Warden von den stadtiischen Gaswerken in kleinen und miit-eLgvoßni Wohnungen GaSleit-imgen gegen Aibst«t.ttl'iig c>er Kosten m zch» monuMchen Teihphlungen auSgöftihrt. * Das Wette«. Die Bornrsiage meldet vorübergehende Verschlechterung und Temperaturabnahme. * Di« Lrbeusmiltelmärkte. Im Gegensatz zu edvam sonstigen Montag war der Vorkehr auf den gestrHen Märkten anaosichts des gestoigerten Bedarfes bei MonatSbeginn «ln zie-m-! ich lebhafter. In der Großmavkihalle waren di« Fleischimporte günstiger, mittels Bahn sind gestern 17 Waggons elnge- :angt. Auch die Wagengufuhren waren wesentlich starker ÄS sonst bei Veiqinn der Woche. Der Großderlkehr voll-oa sich zu 2 am stagpreisen zienil ich Lebhaft. Auch der Naschmavtt wurde sowohl mit einheimischen wie auch mit importierten Er^ugnisten über Bedarf beliefert. Der lebhafte Verkehr wickelte sich aus Basis der Borloochrnproife ad. Auf dem Obstmarkt langten steirische Aepfel wie auch Orangen und MandariMn in ausreichenden Mengen oin. D« Lukuhren in Butter und in Eiern ÜMM» ILde» B«d»rs Ml«! ««». «»t..*» I»; fltmiHHni Suruftiüwi wie Ww, KiDaei «ch ksesche« W* tamurt Leibhaft. Mitteilungen anr dem Publikum. WIMand Justiz-Tatore und Bürette erhalten Sie vorrätig oder nach Maas bei der bekannten Speztalflrma RUDOLF GOLDSTEIN, 5&SJ*n Grosses Laser feiner Stoffe für MsssbfStillungen TO», is s » WIEN, N. tABORSTftASSE 84 SSSLJtSÜ * Zionistische Sektion Prater. Die von der Zionistischen Sektion Prater veranstailitete Akademie mit anschließendem Tanz zugunsten des Fonds zur Erhalsrrng ihres hobrätschen Schul- Werkes fviidet heute Dionstag den 3. d., abends, in de« Olympiasälen, 1. Bez., Rotgüsse 3 statt. An der Akademie wirken unter anderen mit: Frau Blank-Dtrv'ower (VoLkSoper), die Herren Reumann-Rördlinoen und Halevy (PoterSburaei. Oper). Kapelle Max Geiger. Beginn 9 Ühr abends. Rcst.'rche Karten an der Äbendkaste. lEntgeltlich.) * Generalversammlung des MiSrachl. Die miSvachPische LandeSzentvale für Oesterreich hi-ült am 1. d. ihre ordentliche JahveSgruerawersaurmluna, ab. in der die Harren Retter und Grünberg den PoiKtz führten. Der LatigkeitSberichl wurde nach einer kurzen Debatte einstimmig zur Kenntnis nommen und nachher als zweiter Punkt der Tagesordnung eine Statutenänderung dur«hae>fübrt, welcher'' zufolge die Jahvesversa»nm.lung stets 36 Mitglieder in den Ausschuß wählt, die aus ihrer einen Arbeitsausschuß, b^tthend aus fünf MrtBrodern und dem Präsidenten der Exekutive, wählen. Die Wahl dieser 36 AuSschuhmitgtteder wurde gleichzeitig vor- 'genoinn»en. Es kam dann zu einer Debatte in Sachrn des be- Mtragten Ausschlusses Dr. Robert Weiß', des Mitarbeiters der agudistischen „Indischen Presse"^ aus der Partei. Als Dr. Robert Weiß sah, daß seine Tätigkeit in der Partei einmütig verurteilt wird, meldete er seinen Austritt an. Derselbe tvnrde einstimmig zur Kenntnis genommen. * Spezialbehandlung von Asthmaleiden im Wiener pbysikalifch-t'ywapentischsn Jnstitllt Dr. Ostermann, 9. Bez., Sprtalgasse l a. Tel. A-1-89, Ord. 10 bis 6 Uhr. (Lnvgelrlich.) * Das Ende des Streiks der Blinden. Ue-ber Vexanllassluwg des Ministers Dr. Re sch haben im Ministeriu.m für soziale Bcvwalidung wiederiholt Berhaindbrnigen zur Beiüeg.rng der zwischen dem Bore,i,r xnr Füvioyge für Blinde und den blinden Arbeitern schon seit längerer Zeit bestehenden Differenzen stattgerunden. Dank des Mießkick erzielileN Emgegenkommeus bei- >der Teile gülang es dem Mmiste-.r,'i»n, die Wiederaufnahme der Arbeit lTerbeiznkühren. nachdem seitens der Vevoinsleituing, die bereits vorher den Blinden eine Reihe von Zugeständnissen gomacht hatte, auch noch die Aufnahme einer Anzahl von Minden in den Deroinsausichutz zugestanden ivor° iun war. * Line gräßliche Entdeckung. Ms gestern früh der Schnellzug der Sü-bahn aus Trieft im hiesigen Bahnhof eintvaf, entldockte man an den Rädern des Dienstwagens graunrelicrtc Haare und Gehirn teile. Danach scheint auf der Strecke eine Person den Tod unter den Rädern des Edlzuges erlitten zu haben. * Der Raubmord im Fuchsenkoch. Durch die Aussagen zweier Wachebeamter ist erwiesen, dass der Zuckerwarenhauftever Siuwir Pantalemon noch am Dienstag den 24. Februar gelebt hat. Er wurde noch am Abend dieses Tages auf der Ottakringerstraße gesehen. Der Raubmord kann deurgemäß nur am späten Abend des 24. Februar oder im Kaufe des 28. Februar verübt worden sein. * Verhaftung eines betrügerischen HäuserverwalterS. Der 43iahvige Heinrich Nowak hatte im 3. Bezirk ein HäuseradminWratioNKburoa>u errichtet, das recht zahlreichen Zuspruch fand. Nowak soll in der letzten Zeit etwa 40 Hauser verwaltet habon.Er übernahm von den Klienten die Beträge für Hausreparattlren uftv., die er a!b>.r unterschlagen hat. Im Dezember erschien er bei einer Partei in der Favoritenstraße, die eine größere Wohnung inne hat, mit der erlogenen Nachricht, daß ihre Wohnung vom Magistrat augefoldert worden sei. Um die Sache zu „richten", hat er der Partei 60 Millionen hevauSgelockt. Ms di« Sache aufzukommen drohte, war Nowak aus Wien verschwunden. Er hatte sich, wie ermittelt wurde, ein« Fahrkarte nach Nizza gelöst. Am 1. d. wurde er hier verhaftet. Er gab an. in Nizza beim Havsardspiel 4000 Schillinge verloren zu haben. Der Schaden, den er anrichtete, wird bisher auf rund 20.000 Schillinge geschätzt. * Mrs. Redcliffe Salaman gestorben. Mrs. Redcliffe Sakaiuan, die Gattin des Dr ItedrlV^ Swlaman. die unter ihrem Mädchennanren Nini Davis sich als Schriftstellerin omen Namen gemacht hat, ist am 22. Fübvuar in London gestorben. MrS. Sälaman wurde «nr Jahre 1877 zu Devby Äs die Tochter des hebräischen Gelehrten Artur Davis geboren. Sie war ein führendes Mitglied der Zionrstischsn Fvauenorganisation und der Union jüdischer Frarren. Ihr Gatt«, Mr. Redcliffe Salaman ist eine Über die GreiWn Eu^laiids bekannte medizbuische Autorität. Im Kriege ivar er Sanitäts- Ä! der iüvischen Legion in Palästma. Er ist Präsident der ror * »ns de« Schackwelt. Die Borberertunigen pn mternationalen Metzstevturnrer in Bade,i-Ba.den sind unter der Leivmig des Großmörsters Dr. Siegbevt T a r a s ch in vollem Gange. Zwanzig Meister häben Einladungen erhalten. Bisher sind die folgenden An.nckdungen eingetroffen: Alexander A lf eckin. Dr. Davilly Tartakower (Paris). Akiba Ruvinstein (Würschäll), Aawn Niemzowitsch (Kvpenhelgen), Dr. Artzad Bajda OBudopest), Dr. Siogbevt Tarrasch. Friedrich Saemisch, P. John er oder Jacanes Mk.os.es (Deutschland). Ernst Gr-ünselb (Wieir). DaS Dumier wird vom 15. April brs 15. Mai aibgohälien. * Dl« höchste vage heim Film. Wie die New-Porker Blätter mittei'len, hat die Famions PlayerS Filniigesellschaft die Gage der FilnchckMlspi'Äerm Gloria S w a n s o n von 7500 auf 17.500 Dollar wöcheutlich erhöht, «um sich die KünsAevin. die zahlreiche glänzende Eiigagonrenisarrträge hatte, zu sichern. Gloria Swauson bezieht nunmehr von der Gasellichaft eine ^Jah^es^ge von 910.000 Dollar. Dies ist die grüßte fefte Gage, die owe Frlnffchauspielerin in den Voromlgren Staaten iomals bekommen hat. Gloria Swauson hat vor oiniger Zeit ebnen 1«tt»Mschen WLarquis gcherratet. Sie Liegt dowoit bn eine»»! Pariser Sanatorium kvam darnieder, doch hat sich ihr Zustand in letzter Zeit wesentlich gebessert. " Der schiefe Turm von Pisa vor de« Einsturz Atze die ibaLienischen Matter berichten, droht danr weltbevühmten schiefen Duvm vo»i Pisa fett einiger Zeit die Einsturzgefahr. Ein Komitee vor» Fachnrännern hat kürzlich den baulichen Zustand de- Durnres »mtersucht und ist zu dem Schlüffe gekommei», baß die Tage des Baulverckes aezähtt sind, wonn nicht sofor? ivmifangrelche und sehr kostspielrge Stützr»ngSvovkchr«ngen getroffen werden. * Sine Erpresserbande in Leinberg. auPfchene Kenidergsr Juden erhielteri anr 25. Februar Dr^hdriefe» unter» schrieben „Die schwarze Hand, in welchen Empfänger zur Leisbivug größerer Sninmen auf-gcforderr worde»>. Die polizeilichen Nniersnchitnaen führten iwch zu keine«: Re- Verelnr. SortrSgr und Versammkmzrn. Zionistische Organisation, BezirkSsertioN B r i,ai 1 t e n a u. Honte um halb 8 Uhr abends findet in der Jüdischen Tohnbeeyalle, 20. Bez.. Deuisgaffe 33, eilte lensky-Feier statt. Redner Dr. S T. Finkelstein Dr. R. Gelber, auferdem Oberkantor Alter. — Zionistische Sektion 6 bis 8 Bezirk, 8. Bez.. Bennoplah 1. Heute um 8 Uhr abends Umv.-Pvof. Leon Kellner: „Eindrücke auS Palästina". Um 6 Uhr abends Dr. Sulmntth E p st e i n (Palästina): „Die arbeitende Frau in Palästina". T Zlonrst, sche Bezirkssektion 4/6. Heute um 8 Uhr abends i« Terrassencafe, 4. Bez., Margarete,iplatz, Sitzung der Loiter des Kersn - Hajesfcd - Drwes. — 9JI T? t « m t, Landes zentrale Wien. .Hente mir halb 8 Uhr abends, findet nn Extrazimmer des Restaurants SiegÄhof» 2. Dez., Praterstvatze 49, «in vom Wiener Misrachi veranstalteter DlskussiowSaibend über das Thema „Wettrabbinat und WeltieschiwA in Jerusalem" fiiAü Pvn*i* CWnrtA •!!) , Leopoldstadter BottSheim, 2. Bez., Zirkusaafle 33. Beginn folgender Kurfs: 7 Uhr: Dechütung von Krankheiten, Soziologische Fragen. Das Betrachten von Kunstwerken, Lander - kund« von Oesterreich. Französisch 1, Schönschreiben. Algsbra 2, Deutsch für Nichtdautsche. Latein 2. Dre Siimesovaane. 6 Uhr: Uebimgeu m der Betrachtung von .Kunstwerken, Lektüre Rietzches. Frangöfiftt 2 und 3, Sti-liLstr?. „Die jüdische Persönlichkeit des 19. Jahrhundert-.- Rach Beendigung des ersten BortvagsOklus von Frau Dr. H o smann entfällt diese Woche der Vortrag. Der Beginn d«S Misten Zyklus („Die zionistische PersSnlichkevt") wird bekanntgvgeiben werden. Ravrovvr*ckvamm: Dienstag de« 3. März. 9 Uhr: Marktbericht. — 11 btS 1 Uhr: KonzertStlvinq. — lUhrb Min.: Urania- -eit. — 1 Uyr 30 Min. r Wetteransage. — */,4 Uhr: Wiener Börse. — 4 bis 6 Ubrr Nachmittagskonzert. Warner: Vorspiel zu „Tristan". Strauß: Mephisto« HSllenrufe. Dänisch: Capriccio. St. Saensr „Dalila". Arie. Schubert: Moment musical. Halevy: „Jüdin", Phantasie. Weiller r -Legende". PaderewSky: Menuett. Pazeller: Ungarische Lieder. Potpourri. Strecker r „Welle 540", Marsch. — V,7 Uhr r Vortrag von Ingenieur Paul Bella! r Da« Radioamateurtvesen in» Ausland. — 8 Ubr: Abendprogramm, l. Teil r Populäre« Orchestsrkonzert der Kapelle Haupt. — 9 Uhr: U. Teil r Alt-Wiener Eouvletabend. (Art und Sitte der Wiener im Spiegel des Couplets von Drof. Fritz Lange.) Mitwirkend: Anton Amon (Deutsches DolkStheater). Klavier: Prof. Fritz Lange. Bühne und Kunst. per Komponist der „Hatttwah" gestorben. In R c w - A o r k ist, wie Ms berichtet wird, vor einigen Tagen plötzlich der jüdische Komponist Henry Rufs a t o i\n Mter von 55 Jahren gestorben. Dor Verstorbene, Sohn eines Kcmitors in Polen, lenkte schon in feiner srÄhosteu Jugvird dirrch sem Talent die Ansmevösannlkeöt der Musiker auf sich. In Lodz instrumentierte Russato die Musik zu Goldfadens Sing fpvel „Ahaschverosch". Au>f Empfehlung Goldfadens brachte der berühmte Mische Schauspieler und Dheaterdireklvr Jakob P. Adler den jungen Musiker vor 35 Jahren nach Amerika, wo er sich als jüdischer Komponist rasch einen Namen machte. Er schrieb die Musik zu Jakob G ord ins .^Körrig Lear" (Gordiin mußte nämlich de>m Goschmacke des amerikanischen Pubkökums zuliebe eine Reihe feiner dramatischen Dichtungen mit Musik- und Tcmzernlagen versehen lassen) und anderen Dramen und Singspielen. Besonders populär wutzde R-ussat» durch seine Instrumentation des .^kolnidre" für Klavier. Die von ihm herausgcgcbenen zwei Bände Mischer Volkslieder haben große Berbveittmg m Amerika gofuirden. Dor einigen Jahren ging er zmn Kantorenfach über mrd war-einer der Gründer und Chovdirektor des jüdischen Kantovenverbandes in Amerika. Erwähnenswert ist, daß auch ein Bruder Rnssatvs, Abi-Lea, als Lehrer am Konservatorium in Jerusalem tätig ist und gerade wegen eines KonzevteS in N-ew-Dork in Sftnerika wei'tt. »Wunder.- Raimund-Theater. Diese Üitevarische Matinee führte tms nach Düditalien. ollwo die LeA>enschwften mrd die VuMme losboechen. Schon in der Exposition vernimmt man, daß die Laiidsleute soeben hmibsr den Kulissen in wüster Lust einander die Kleider vom Le4be reißen. Jnr Verlaufe der Haudluing wird dann gozeig:. wie unter dem Zwange des Blutes oin edier Jürvglin-g zum Lustmövder wird. Sein Vater ist im Bevgileiche zu diesen, Sohne ein Wasevl. Er laßt eS beim Kinderfchänden bcivenden. Merkivürdig, diese Sturm- und Dvangperiode der jüngsten Dichtovgoneratton! Das SexualproVlem ist n>ur mehr eines der Psrversitäten. Im ersten Akt ist der Held des Stückes noch ein Asket und Wuudermawn aus der Fvsmde, vor denl die Mädchen in die Knie sinken u>nd die wildesten Sexualkraftkevls Kusammenün'icken wie ein Daschensetteil. Aber da der Wrmdertätige von ivngcsShr Vor sich hmsagt, daß er, wenn cs darauf ankonrnvt, sehr roh werden könne, ist man um d'c künftigen Me besorgt. Man hat allen Grnn«d dcqu. Im zweiten Akt tritt der Vater auf. Er hat wogen des obene^-wähmen Bcrbrecheus fünf Jahve abgefessen und sagt donr Sohne: Mir machst du nichts vor. Du bist seinerzeit nicht gegen Süditalien gezogen, u>m m Einsamkeit ein reimes Leben zu sü-hren, müdem aus Angst vor deine» bösen Instinkten. Der gute Barer schildert diese fürchterlichen Triebe liebevoll. Mehr bat dr.il Sohne Dario nicht gefehlt. Alsbald überfällt er ein Mädchen, dag dem heiligen Mann ergebe» ist, erwürgt es m Liebeswut. starrt aus die Finger seiner Mörderhände und stellt fest, daß er sich ün Blute des Mädchens geveiniq: habe. Da »mavmt ihn der Pater mrd birgt ihn an seinem Busen. Der Freiheit eine Gaffe! Rur m«mer ''cste druff, nur sleißig den Zeitgenossen solche Stücke versetzen I Die Aufführung die'er Tragödie van Walter Lieble in (als er ror dem Vorhang erschien, sah man cinerr schlicht^ «rgrisferren Menschen und die Bogogu.lng mit ihm versöhnt» > > r« ii i *■ ui»nun nr ■ m ini'miiMiii'm»'n>inrnniih « i > kWhUmi t* , n" ntwr i« i ■ nriinnan >—rnnairi f irni