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Wiener Morgenzeitung · 1925-03-03 · Heft 2167 (3.3.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2167 (3.3.1925)
Date
1925-03-03
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Selk 1 Me», Mm-Ky Wiener MorAenzettrms 8. März 192:» Nr. SM ftnttk. Wien ist hingegen, wie ,'cbon wiederholt festgestellt und zur Kenntnis der Regierung und aller Länder gebracht worden ist, rhneweiterS bereit, auf sämtliche Ertrags anteile zu verzichten, wenn es wieder — sei es auch in den Grenzen einezu schaffenden Rahmengesetzes — die dafür dem Bltnd abgetretenen Zuschlagsrechte onSüben und die vom Bur^ inkamerierte Luxuswarenabgabe einhSben kann. Damit würden auch alle jene Mißverständnisse ein Ende nehmen, als ob Wien vom Bund irgend welche Subventionen erhielte uird sich dafür ein« Kontrolle gefallen lassen müsse. Wien würde vielmehr unter der vollen Verantwortlichkeit vor der gesamten Bevölkerung alljährlich die Höh« der Zivschläge Wetzen und müßte sich bemühen, den Vergleich mit anderen Landern ''nd Gemeinden möglichst gut zu bestehe«. Ser Parteitag der SMmger ShristlichWalen. Salzburg, 1. März. SamSiog und Sonntag wurde hier dar diesjährige christlichsoziale Landesparteitag abgehalten. BundeOanzler Dr. Ramel verwies in fernen Ausführungen u. a. darauf, daß es dank der Politik der MehrhLltL-parteien gesungen fei. das Geldwesen stabil zu erhalten. In der Frage der Verwalt« ngsreform stehe der Bundeskanzler mkf dem Standpunkt, daß sie fo durchgoführt werden mufft, wie sie die Bedürfnisse der Bevölkerung verlangen. Ebne durchgrsiftnde Reform i n d e n M i n iste r i en werde möglich fein, wenn der Unterbau der politischen Verwaltuug nach der Bundesverfassung geschaffen sein werde. Der BundesEanzler wies sodann ans die Notwendigkeit der definitiven Regelung des finanziellen Verhältnisses zwischen den Ländern und den Gemeinden hin, hob hierbei die in den Vorberatungen zur letzten Länderkonferenz von den beiden Mehrheitspatteien einstimmig gefaßten Beschlüsse hervor und betonte, es werde auch mit Rücksicht auf das Ausland notwendig sein, daß alle Facktoren zur Regelung dieser Frage sich aus diesem Wege finden. Landeshauptmann Dr. Rehrl wandte sich zunächst gegen jene Presse, die den christlichsozialen Länder-- vertretern die Schuld an dem Rücktritt des Bundeskan^ers Dr. Seipel ,/mdichte", und gegen die Hetze, die von einzelnen einflußreichen Persönlichkeiten i n de n Z en tra Ist e tlen g ege n d ie La nder inszeniert werde. Die vom Lande Salzburg eingeleitete Kreditaktion sei noch nicht zum Mschluß gebracht worden, während für das Fuscherwerk ein sehr günstiger Kredit unter Ausschluß der Banken erreicht wurde. veber feinen Antrag wird die HriMchsoziale Roichsparteileitung aufgesordett, die eheste Einbringung eines Inkompatibilitätsgesetzes im Nationalrat mit allen Mitteln zu betreiben, da nach Auffassung des Salzburger chvistlichsogialen Parteitages Mandatare in der Bundes- und Landesregierung unmöglich tvährend der Dauer ihrer Funktion in privatwirtschaftlichen U u i c r u ehmunqen Mitwirken können. Ferner sprach sich der Parteitag über Antrag des Landeshauptmannes für M: Notwendigkeit der gesicherten wirtschaftlichen Stellung des Lchrevstandes aus, die seiner sozialen Stellung angemessen sein müfft. I WerbetAbonnentensürdie I 1 „Wiener Morgeuzeltuug" I scha blonerchast di« drei Ballon im. Der Ehanan Gustav D i e ß l s -lag bei aller Bemühung, dos Feuer einer leidewschasKichen Natur glaubhaft zu machen, hart an der Grenze des Kölnischen; allmählich in das Stück sich vertieft^, 'uiiÄ er zu einer interessanten Figur hevanwachftn. Vom Talmudschüler Henoch sah man nur das Gesicht, seine Bedeutung als Gegenpol zu Ehanan ging vollständig verloren, er wurde überflüssig gemacht. Mendl, Manasfts Lehrer, .Herr Wittmann, wurde zu einer komischen Figur verbogen. Erwin Weiß zelebrierte als Michael, mehr Mädchen als Knabe, dabei allzu sehr,/vorne" .stehend, wie die Regie es befahl. Unjüdisch, aber originell und lebendig der Tanz des Buckligen, der Spinne, des Lahmen, der Beitstänzlevin, ein grotesker Anblick und Augenblick, mit viel Verständnis komponiert — gegen Sal-mhoftrs Munk. Von rührender Einfachheit, ergreifend schon durch die Maske, ein -Ahasver voll Ewigkeit der Meschnliach des Louis Treumann, der vielleicht mit dieser Gestalt sich «in neues Bühnenleden zimmert. Und Lea? Dieses zarte, visionär gedachte Kirch von Magda So« jg, verkörpert zu ftheu. bi-etet Reiz und Unbehagen zilgleich. Magda Sonja hat sich im ,Dsanin" und im „Pr-oyeß Buntertbart" als starke Künstlevindividualität erwiesen» man ahnt gar nicht, welche schauspielerischen Qualitäten in ihr stecken. Eine Lea ist sie nicht. In der äußeren Erscheinung Msa von Brabant, die ein Gralsritter erlösen soll, nicht das schwcirrnerisch« Seelchen» nicht der unreife Körper, in dem der Dhbuk steckt! Und wenn auf die BeschwövunKfdvmeln des Rabbi Asrivl Antwort kommyudann stammt dieft nicht aus der Unbowußcheit des Gemüt-, sondern aus dem Kehlkopf. Frau Sonja ist eine Tragödin, keine Hysterikevin. Wenn trotz alledem der deutsche „Dybu^ an der Rolandbühne Packte und das Publikum zu kräftigem, von der Claque Er irritiertem Beifall riß, dann ist er aus das mit jüdischer Sittlichkeit geladene Werk zurückzuführen, das selbst in seinem Zerrbild nicht umgsbracht werden kann. Oskar Rosenfeld. ««■^MMpapMPMtPva» "°° PESSACH ™ MW«« zur Abfüllung von Wein Weinessig, ö.ioowuz etc. sofort preiswert abzngeben. Anfragen sind zu richten an Rosa* nls A Winter, ul , Marxergasse 8, Tel. 78.450 und 78 461 Sr. Seipel über die Neugestaltung Smopar. Im Rahmen der Tagung katholischer Akademiker in Esse« sprach Exkanzler Dr. Seipel Sonntag über die Fotzen des Krieges und die Mittel und Wege zu einem wahren Frieden. Er trat mit Wärme fürdenGedanken de- Völkerbundes ein. Gestern hielt er einen Bortrag über di« Neugestaltung Europas. Daß die ungeheure Macht, die der Ausgang des Weltkrieges den Siegern in die Hand gegeben hatte, benützt wurde, um den BMerbund wirklich zu schaffen, anerkannte er als eine große Tat. Leider fti die Schaffung einer auvopäi scheu Instanz Unterlasten worden. Schon höre man aber immer häufiger den Ruf nach einer Sektionierung des Völkerbundes nach Kontinenten, die vielleicht wirklich die Vorausfttzung für die Gewinnu.ng Amerikas ist und auch der Vollversammlung deS Völkerbundes größere Bedeutung geben könnte. An eine Wiederherstellung deS alten Europas glaube er nicht. „Gewiß, ich glaube" — sagte Dr. Seipel — ,/rn die Aiuserstchung der Toten, aber am jüngsten Tag." Ich für meine Person glaube, daß Wirtschaftsgebiet und Staat zwar eng zusammengehören, aber nicht unbedingt sich decken müssen. Ich glaube, daß mrter besonderen Umstünden die Auseinanderlegung der verschiedenen Machtbereiche, von denen wir nur aus Gewöhnung -meinen, sie müßten im Staate vereinigt ftm, der wirksamste und vielleicht der einzig« Weg ist, um aus sonst unlösbar scheinenden Wirren henrustzukommen. Alle Erfahrungen der Nachkriegszeit gerade auch der scheinbare Sieg des natiionalstaatbichen Gedankens, der um so hohen Preis an Menschenleben uud um unglaubliche Verwüstungen der Wirtschaft erkauft worden ist, haben mich in meiner alten Ueberzougung bestärkt, daß Nation und Staat zwei selb st ä ndige Formen des menschlichen Gemeinschaftslebens sind, die beide am besten gedeihen» ft mehr der Staat vom nationalen Leben erfüllt ist und je mehr die Nation von einem chr eigenen Staate gestützt wird, dre aber, wenn .nötig, auch von einander getrennte Woge gehen können. Wie immer man über die Wege zur Neugestaltung Europas denken mag, das Ziel kann nurEuropa ftin: E >t n e i n i g e s, friedliches Europa, eine bewußte Einheit ans der Vielheit seiner Völker gebildet. Las Erdbeben in Amerika. von Kanada bis Südkarolina. Aus New-Aork wird berichtet: Das Erdbeben von Samstag abends wurde auf einem Gebiet von 40 0.000 Quadratmeilen verspürt. Es reichte nördlich bis Sudbury in Kanada, südlich bis Flore nee in Südkrrölina und westlich bis Wisconsin. Aus ^diesem Gebiet liegen unter anderem die Städte New-Jork, Ehikago, Boston, Philadelphia, Cleveland, Pittsburg. Baltimore. Das Beben war -das stärkste seit dem Jahre 1756 ans dem amerikanischen Kontinent. In New-Aork ries es große Erregung hervor; die Bevölkerung, welche Erdbeben wogen der Wolkenkratzer sehr fürchtet, eilte in emzeibnen Stadtteilen, van panischem Schrecken erfaßt, uotduüftig bekleidet, aus die Straße. In einigen Theatern wurde das Publikum alarmier:. Ans bet Straße waren die Stöße mrr schwach zu merkerr. Während des Bebens, das in Naw-Dovk am stäriksten zu verspüre« war, sah man die Wolkenkratzer deutlich schwanken. In mehreren Gebäude« entstanden Risse. Durch das Beben wurden drei Personen von der Plattform der Hochbahn hercvbgeschftudevt; zwei Frauen wurden schwer verletzt, e i« Ma n n blieb tot liegen. In Buffalo, Philadelphia, Baltimore, Pittsburg, ChAago, Detroit, Böston erfolgten die stärksten- Stöße um 9 Uhr 20 Mn. abends. Das Gebiet zwischen Ottawa (Kanada) und Neu-Braunschweig wurde minutenlang erschüttert. In Ottawa stürzte durch die Erdstöße das Dach einer Kirche ein, in Montreal (Kanada) wurden die Del-ephonleitungm .zerstört und in einer Kirche brach ein Brand aus. Nach den Aufzeichnungen bet feismographischen Stationen waren es insgesamt drei Bebe«, welche in kurzen Intervallen aufeinander fotz.'en. Tie Stöße waren wellenförmig und vielfach von starkem unter irdischem Getöse begleitet. KvnftNche Erdbeben. In der Zeit, da aus allen Bebenzowen der Erde häufige Erdstöße gemeldet werden, mag es von Interesse ftin, daß künstli che Erdbeben — im Gogen-fatz zu der; sinnlos wirkenden Naturyewailt — dazu dienen können, Petroleum« quellen aufznfiuden. Der deutsche Erdböbensovscher Doktor L. M i n t r o p ist der Urheber eines Verfahrens zur Auffindung von erdöl führ enden Gesleinsformationen vermittels künstlicher Erdbeben. Oelquellen finden sich gewöhnlich in oder unter der Wövbung oder den: Kanime fogenaimter antiklinaler, das heißt in der Form eines umgekehrten V gegeneinander gen-oigter, tiefliegender GosteiilSschichtrn. Daher ist es wichtig, die Richtung und den Grad der Neigung solcher Gesteinsdie auf das Vochoudvnjmr von Hol «mtechucht werden sollen, ,«t kenne«. Dr. Minlrops Mechod« geht AM bet Laisa che aus, daß Evderschüttevnngen sich genau so verhalten wie die Weller: eines Teiches oder die Schallwellen in der Lust, d h. fie werden, wenn sie auf eine massive Felsschichte stoßen, ebenso reflektiert wie die Wasserwellen vom Ufte oder wie die Schallwellen, die als Echo von einer Felswand zrlvückgeworfan tverden. Das künstliche Erdbeben wird durch Entladung einer entsprechenden Menge eines Sprengstoffes hervorgerufen. Die dabei entstehenden Bodenwelle« werden von mehreren, in entsprechender EntftrNung verteilten Seismographen (Erdbebenmessern) verzeichnet. ES Taffen sich da bei direkte und reflektierte Wellen genau unterscheiden, und zwar hauptsächlich an der Lange der Zeit, di« fie brauchen, um das Rogfftrierinftrrvment zu erreichen. Die auf diese Deffe gewonnenen Daten lioftrn AnhaltSPirnkte über die Neigung der Gesteinsschichten unter dem Erdboden. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis sich ein deutliches Bild der Lagerung der untevlvdifchen Gesteinsfalten ergibt, woraus dann Schlüffe über die Wahrscheinlichkeit von Oelansammlnngen gezogen werde« können. Diese Methode, die Lage von Gesteinsschichten festzustellen und deren Richtrmg und Neigung zu berechnen, wird als bosonders vorteilhaft für flache Gegenden bezeichnet, wo die öliführenden Gesteinsschichten von einer dicken Erdkruste bedeckt sind, und wo kein« Berge oder FelAvande vorhanden sind, aus deren Bevlauf :md Zusammensetzung der Geologe aus die Art itnfo Anordnung der unterirdischen Gosteinsmaffen SchLüP* zichm: konnte. _ Epidemkemrdalllen. Als Epidemien betrachten und bchcmdÄn die aitten Chvoniken nicht bloß die epidomifchen Kvcmlhevte-n, sondern alle elementaren Heimsuchungen smes Landes oder Weltteiles durch Trockenheit, UebevschwemmMbgen, Mäufaschäden ustv. und die dmch sie vevuchachte Te-uevung. Im Verlauft der Geschichte war es die Pest, die von allen Kranchoiie« die größten Verheerutt-- gen onvichchote. Die Juden hatten van solchen Volkskrankheichsn 'dr mehrfacher Bczichung zu leiden. Als Menschen, düe bei den damals herrschenden sanitären Zuständm von' der Krankheit nicht ganz verschont bleiben konnten» dann ffi&er auch deshalb, weil sie als Juden rvach den jüdischen Ges-uindheitsgesetzen lebten und aus diesem Gründe von der Epidemie nicht i« dem Maße erfaßt und hinwoggevafft wurden, wie ihre nichtjüdtfche Umgebung. Die Judenverfotzuingen, Mordbronnereien in den Juldenvierdol« lmitenc betn Borwand, daß sie durch Brwwwenverpestuinigen ustv. die Kronkhvitön unter den Christen vorurfacht und sich selbst vor ihnen bewahrt hätten, smd aus der Geschichte bekannt. Die Pest wütete am furchtbarsten Ln der zwevtsn Hälfte des 14. J-ahchunderts, die Zahl vsr Opfer des „schwarzen Todes" wurde damals aus 25 Millionen geschätzt. Schwerere Epidemien wüteten im 16. und 17. und auch im 18. Jahr°> hundert. Alle diese Gpidomiien wurden durch Medaillen ver ewigt. Ms beschützende Amarlette figuvievten Pesttaler, Benedbkcheller, Ulrichkreuge sowie hebräische kabbalistische Amulette. Das erste Spital für Pestkranke wurde im Jahre 1450 in Venedig errichtet, dem: dann andere ähnliche in anderen Landern folgten. Auch anläßlich der Grün düng did'er JnstrtrM wurden Medaillen geprägt. Im 19. JÄHrhlvndsvt wurden zahlreiche Medaillen zur Belohnung der Popularisierung der Impfungen gegen Blattern geprägt. An dic Malaria erinnert bloß eine eintzige Medaille aus dom 18. Jahrhundert. Nach der asiatische« Cholera sind aus dom 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Medaillen zurückgebliebon. Mch Medaillen, die aus die Tu ü e r! u l o s e und die G c» schiechlskrainkheiten Bezug haben, wurden geprägt. Ser Mord an Amalia fieiter. Die findige Budapests« Polizei. Aus Budapest wird uns bevichtel: Der rreuestr Verdächtigte in der Niovdaffäre der Amalie Leiter ist der Vater der Ermordeten, welcher nach Aussage eines Stiubenmädchens der Lorrer in de« letzten Tagen vor der Mordtat in der Wvhnung der Tochter übernachtet 'hatte, da dieft während ber Abwesenheit ihres holländischen Freundes an den Abenden in der Wohnung nicht allein stleihen wollte. Welches Motiv den Laurenz Leiter, einen wohlhabenden Mann, zu einer solchen Tal gebracht haben könnte, erscheint allerdings unerMMch. Lotter wurde bisher nicht in .Haft genommen." Die Untersuchung in der Mcwdaffare geigt do::Ech, daß die Buldape-ster Polizei, die zu Terror, Mord und Raub gedurvgeine Garde Hovthys und soiner Spießgesellen, völlig unfähig ist, eine ordentliche Kriminaluntersuchu:rg zu sichren. Die erste polizeiliche UntevsuchungSkomimission ist erst zwei Sbimden nach Entdeckung des Mordes auf don: Tatort erschienen. Die Mitglieder der Kommisilon hatten in dem Schlaf',immer der Ermordeten willkürlich Ginvichtungsgegenstände, Kleidungsstücke ustv. vom ursprünglichen Platz entfernt und, mit den Fingern bevichrt, so daß die daktyloskopische Aufnahme die Fingerabdrücke aller möglichen Leute, nur nicht die des Mörders zum Resultat hatte. Bei verschiedenen verdächtige« Personen wurde keine Hausdurchsuchung Vovgenonvman. Dagegen ordneten di« Behörden eine öffentliche Schaustellung der Leiche an, in der Hoffnung, 'daß der Mörder sich enrfinden und angvsichlS der Leiche sich verraten werde; gleichzeitig aber wurde in den Zeitungen angekündigt, daß bei dieftm Bahrgericht DetMve m Publikum alle Personen scharf beobachten werden. Es scheint vieles darauf hin-ndeuteu» . daß es bot Polizei darum zu tun ist, de« Mörder nicht M emtwim Dies ist nm so wahrscheinlicher, da die Stadthaupft Mannschaft solbst schon jetzt erklärt, es bestehe ger i ngc H off«ung, des Mörders der Leirer habhaft g» werde». mm

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