Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2167 (3.3.1925)
- Date
- 1925-03-03
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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TStSB? E NKW Sie Seine bet „«machenden*. KoriW Btotgerkcht. Bo-apep, 2. März. (Tel.-Komp.) Der Zustand des Kronzeugen im Bombenwerferprozeß, Franz K i ß, der sich vorgestern m selbstmörderischer Absicht, um den Verfolgungen des Blutgerichtes der Erlvachenden Ungarn zu entgehen, eine Kugel in di« Brust gejagt hat, Hot sich soweit gebessert, daß er heut« vormittags im Rcchusfpital einvernomme n werden kommt«. Bor der Einvernahme des Franz Kiß hat die Politische Abteilung der Oberstadthauptmannschaft ein« vollständig« Namensliste aller jener Personen angefertigt, die Ln der letzten Zeit infolge von Urteilen des sogenannten Femgerichtes Selbstmord begangen haben oder verschwunden sind. Die Pvlizei hat fünf solche Falle festgestellt. Das erste Opfer der geheimen Feme war Johann Kasnyik, ein junger Mann, der seinerzeit zusammen mit dom gu-m Tod verurteilten Rado die Höllenmaschine im Festsaal des Elisabethstädter demokratischen Klubs untevgebracht hat. Kasnyik ist drei Tage nach dem Anschlag auf «den Klub spurlos verschwunden. Das nächste Opfer des Blutgerichtes war.Ladislaus Rigoczky, der wegen des Mordes im Cafe Klub zu zwölf Jahren Keriker verurteilt, später auf freien Fuß gesetzt wurde und sich auf Gvnnd erneS Urteils deS Blutgerichtes erschossen hat. Der dritte Selbstmörder ist Leutnant Zoltan B e k o, dev ebenfalls unter geheimnisvollen Umständen zugrunde gegangen ist. Ms vierter Fall folgt auf der Liste der Obevstadtlhauptmannfchaft der 17 Jahre alte Sohn eines Generals, der angeblich inftilge eines Unfalles ljei>m Hantieren mit seiner Pistole sich selbst erschossen hat, während die Obevstadöhau'ptmannschaft sicher zu sein glauM, -daß es sich auch bei diesem Fall um einen von de»: Erivachenden Ungarn anbefohlenen Selbst nrord handelte. Das fünfte und bisher letzt« Opfer der -Feme der Erivachenden Ungavit ist Franz Kiß. 3n LlorghIr dark kein Jude wohnen. Ungarische Freizügigkeit. Au§ Budapest wird uns berichtet: Der Gondüinderat der Fabriksftadt Diosgyör faßte letzten Freitag mit Mehrheit den Beschluß, wonach „Frentbcn jüdischer Rasse" die Niederlassung in Diosgyör bedingungs-los und ohne Ausnahme zu verweigern sei. Auf Grund dieses Beschisseswurde der in Papa goborne, feit Violen Jahren in Diosgyör ansässige Gewerbetreibende Josef Szent-e mit feinem Gesuch um die dauernde Niederlassung ab-gewiesen. Der schriftliche Abweis-u ngsbe-fcheid an Szente lautet: „Atit Rücksicht ans Ihre Zugehörigkeit zur -Mischen Rasse trnkrde Ihr Gesuch a b g e w i e s e n." Eitlen solcher: gegen das Staatsgefetz vevstoßeuden Bsschluü hat bisher selbst -irr Hovthh-Ungav» noch kein« Gemeindeverwaltung zu ftlssen geivagt. Dabei hat der Gemeinderat von Diosgyör eine liberale Mehrheit. Um diesen Beschluß zu ernröglichen, wurde die Sitzung für eine Zeit anb-erau-mt, in ivelcher «die ttr der Eistnfabr.i'k angastellten Mitglieder des Gemoinderates verhindert waren, an -der Sitzung teilzunehmen. Szente ist übrigens einer der größten Steuerzahler der Stadt und hat den Krieg mit mehreren Auszeichnungen an der Front mttgemacht. Der Beschluß hat in 'Diosgyör große Erbitterung ^hervorgerufen. Eine aus.dreihundert Mitgliodern bestehende Abordnung wird in den nächsten Tagen den Vi-zegespan -des Komitats aüfsuchen und ihn ausf-ordern, der: ungesetzlichen Beschluß zu annullieren. Memie «» «ItglSckttt Sin» der S«za«S1udeulrn. Bukarest, 2. März. (Orient Radio.) Der Versuch der Universitätsstudenten, «tosen Streik zu veranstalten, ist vollständig gescheitert. Die Bor-^sun^en sind tot bisherigen Umfang wieder aufgenommen worden. -er Jtawenw clausus In Polen. Warschau, 1. März. Wie schon berichtet, hat die allpolnische Studentenkonferenz in Wilna am 25. Februar mit 86 gegen 20 Stimmen eine Numerus clausus-Resolution angenommen. Der Verband der jüdischen akademischen Selbsthilfeorganisation und der studentischen Kulturvereine hat nun eine Resolution angenommen, in welcher gesagt wird, der Akademikertag, zu welchem die Vertreter der 5000 in der jüdischen akademischen Union organisierten Studenten nicht eingeladen worden sind, repräsentiere keineswegs die gesamte akademische Jugend in Polen. Cs sei unzulässig, die jüdische akademische Jugend aus religiösen und nationalen Gründen zu entrechten. Deshalb betont der Verband der jüdischakademischen Organisation, daß er den Kampf um die Gleichberechtigung der jüdischen akademischen Jugend gegen den Chauvinismus eines Teiles der polnischen akademischen Jugend fortsetzen wird. Snratings Bestattung. Stockholm, 2. Mävz. (Havas:) Die Begräbnisfeievl-ichkvtten für den verstorbenen Ministerpräsidenten Brant i n g nahmen einen großartigen Verlauf. Der Leichonzug, an dessen Spitze nn-ter den Klängen einer Musikkapelle die Fahnen der Avbottero-rganisationen getragen tvur.den und dem die Mitglieder der Regierung und der Familie des Verblichenen folgten, bewegte sich in «die Kirche, in der der König, die Prinzen, ein Vertreter der Königin, äwä Parlament, das diplomatische Korps, die Behörden sowie ein überaus zahlreiches Publikum versammelt waren. Nach der kirchlichen Zeremonie gab ein Zug von etwa 50.000 Personen dom Sarge da's Goloite nach dorn Friedhof, während sämtliche Glocken der Hauptstadt läuteten. Nach zahlreichen Ansprachen wurde der Sarg irr der Familiengruft 'beigefetzt. Aus aller Welt. London, 2. März. (Wo-lM Nach Blättermeldungeir <rr:Z L aha re s-inv in einem Verschwörerpra^ß fünf. Auge-, klugte -tu«: Tode, 11 zu lebenslänglichem Gefängnis und 38;-u Gefängnis in der Dauer von drei bis sieben Fahren verurtertt worden. 34 Angeklagte wurden freige-fpr-oche-n. Es handelt sich um die blutigen Zusammenstöße im Eu n j ab -Gebt et zwischen den verschiedenen Sotten der ÄhL, wöbvi auch britische Offiziere und Soldaten den Tod fanden. Berlin, 2. März. Bau der rnssiisäM, Grenze wird gemeldet, daß bei der Prbbobela-stmu.q der von den Russen rn der Grenzstation Mezirow über den Prjpetrluß seit zwei Jahren gebauten Eiserilbaihubrücke sich ein schweres Unglück ereignete. Bei der Probobeilastung fuhr ein Zug mit ver technisck>en Ko-rmnission über die Brücke. Diese sturste aber ein. Alle M i tgli cder der technischen Kom nr'issi ou fanden den Tod. Paris. 2. März. <Hava§.) Dm Blättern wird aus New- BovL gonwldet: Ein Telegramm aus Buenos-AireS besagt, daß mohrere Offiziere den vemeblichen Versuch unternahmen, eine revolutionäre Bewegung zun: Ausbruch .m bringen. Jöach einem.kur«en Ha ndgemenge sei die Ruhe wieder hergestellt worden. Paris, 2. März. (Havas.) Die Blätter melden aus K o nstantinopel: Aus englischer Quelle verlautet, dah das Mun i'tionsdepot in Kharput in dm: A-rtgerMick in die Lust geflogen sei. als Einwohner das Gebäude Mnderten. Hundertisechzig Menschen hätten dabei den Tod gefunden. " ' S. Mkq1928 Seife V ttuiwelsuus aurlöudischer ftonmurtttR W Prag. Prag, 2. März. (Tschecho-slow. Preßburemt.> Ge^ gerttlich der. Konferenz des ersten Kreises >der tschecho-slowo scheu komtNMdistischen Partei, die gestern tot Arheiterhev» in eimr Prager Vorstadt stattfand, wurden folget^e Ausländer avgehalten: Der französische Staatsangehörige Albert T r «i n t, -der ohne Reisedokumenie gekommen war Er gestand, daß er an der genannten Konftrenz als Vertreter der Vommunrstrschen Internationale teilnvhme. Weiters der vei-chsdsuitsche kommumstrsche Abgeordnete Dr. Artur Rosenberg und Dr. Hans Klaubaus, beide aus Berlin, als Vertreter der reichsdeutschen kontnumistischet' Partei, und schließlich Richard Prohazka aus Wien als Vertreter der österreichischen kommunistischen Partei. Gegen die -kommunisttschen.Delegierten wurde das Be: fahren eingebettet. Sie wurden a u s g e w i e s e n und Wer die tschecho--flcwMsche Grenze gebracht. Albert Tre i'Nt avurde außerdem wegen nube^fugter GrenzWerschreittmg mit acht Tagen G e s ä:t g n i s bestraft. Lee Kurdeuaufstuud. Angora, 2. März. (Reuter.) Bewaffnete Bauden, die versucht hatten, sich der Stadt Kighi zu nähern, wurden zurückgeschlagen. Lokale Äreitkräfbe schlugen andere schon vorher von Kharput zurückgeworfene Banden. Flugzeuge bombardierten die von AufstäMschen besetzten. Orte H a n i und P i r a n i und zerstreuten die Bandelt im Norden von D i a.r b e k i r. Fünf Scheichs wurden wegen Verbreitung nnfftürzserrscher Ideen verhaftet. _ Inland. Me Arbeitslosigkeit wstchst Wetter. Nach den neuesten Ausstellungen -der Industriellen Bezirkskommission beträgt derzeit die Zahl der Arbeits losen in Wien insgesamt 93.16 3 Pe rso ne n, von wel chont 31.062 weiblichen Geschlechtes sind. Von dieser Zahl beziehen 79.903 Personen Untevstützuugen, darunter 25.761 Frauen. Die Zahl der Arboitslosen in Wion>, 'die Unterstützungen beziehen, ist gegenüber ibern Bor-monat insgesamt um 82 0 Köpfe gestiegen (davon 499 Frauen). Die größte Zunahme der Tlvbeitslosig-keit ist unter den Metallarbeitern.M verzeichmn, 'wo 534 neue Personen in die Arbsttslofenunterstützung mi überrro-rmnen wurden, davunter 222 Frauelt. Ihnen zunächst kommen die Ungelernten. Gesunken ist die Zahl der ArbeitÄoserl tot Baugewerbe, wo 936 Arbeiter wieder eingestellt Werder: /komsten (dar-u.nt-er 119 Frauen) und bei den ^lngesteltten, lvo der Rückgang der AÄ-sttslosigkeit 41 beträgt. Me Mgabentellung. Der Standpunkt der Gemeinde Men. , Zu einer offiziös m-spirierten Mtteilung der Rachauskorrespvndenz wird eMärt, daß die in der letzten Sitzung, des iviedorösterveichischen Landtages auifgestellten Behauptungen des Fmanzreferenten von NiÄrerösterreich, Dr. Bei rer, Wien habe aus der Nbgaborrteilung d-as Z w e i e i n h a l b f a ch e mchr erhalten als alle übrigen Länder und. Gemeinden zusammen, den Tatsachen nicht entsprechen. Damit seien auch alle in der Oassentlichkeit daran geknüpften Kommentare unzutreffend, desgleichen seMftverstäMich die Evwartungerr, daß Wien etwa auf die Hur deMiebenen Abgabeltertvagsa-n-teÄie irgendwie zugunsten der Länder verzichten Der Itzbuk. Deutsche Uraufführung an der Rolandbühue. Die Rolaudbühlre — das sei ihr zur Ehre ängerechnet —- hat den ersten Schritt auf den: Wege zur Literatur urit einem Wagnis begönnen: -mit der -deutschen Aufführung der jüdischen Legende „Der Dy-buk" (Zwischou zwei Welten), eines drauratischen Ausschnittes -aus der chaflidischen Welt. Uns, den Westeuropäern, bedeutet di-eise Wel-t' ein Stück Mystizismus, die GefühD-höhe der Dybuk-Meuschen wollen wir als ein Seltenes, AußerordenNches, Exotisches nehmen. Wenn wir aber erkannt haben, daß die chassidische Mystik M-irkl-ichkeit, wirklich gelebtes Leben ist, das keines Koutme-ntars bedarf, vielmehr in ihrem tiefsten Sinn die einzige Möglichkeit für das Aus-lebeit der jüdischen Seele bedeutet, -dann, ist uns auch A»d—-skis Werk absolute Wirklichloit: animalisches Leben und Aufgehen in die höhere Wett veligrössn Gefühls sind eins. Aus solcher gciiftügen Atmosphäre heraus spielten die Wilnaer den „Dybük". Hier ward das M-esen der jüdischen Wel-t herausgeholt -ohne das Schielen nach irgend einer Stilvichtung, hier «wach, die Romantik und Mystik des ekstatischen Juden in «ine für unsere Zeit und für unser Empfinden schönste Form g-r- -bracht, eine Jdealge-stal-tung, da sie de-m Rhychnms der jüdischen Eigenart Ausdruck gab und -die Wirklichkeit des Gesche-hans als Wirklichkeit auf -die Bühne projizierte. Der TheaterM brauchte nicht erllügelt zu werden, tm-r die Einhoit mußte geschaffen werden zwischen -Idee und Form. Sie war da, sie fetzte sich durch, sie -war der einzig mvg-liche Typ -des Indischen Theaters. ' Ich sagte einleitend: Wagnis! Kann der vou jüdischem Wesen Un-berührt« >en chassidischwrystischen Geist auf -der Bühn? lebendig machen? Kann er etwas von dieser in sich aeschlonencn Welt für das deutsche Theater reiten? Ist er imstande, bei der TranSPoniemng ins Deutsche die Atm-osphäve oder auch nur den zarten Reis dieser Blu-nre unversehrt hinüberzutvagen? Ein starker Bildner, ein von der Jllufionskraft des Theaters Besessener wird dem Geschehen einen, meinethalben seinen starken Äl-tem einblasen und tvas verloren gehen mußte, durch neue theatralische Ideen ersetzen. Und er wird sich, wenn chm Schöpferkraft fehlt, für einen „Stil" enffcheide-n müssen. Die Roilau-dbühne entschied sich auch für einen- Stil: für den der Sbiilm-ischuug. # Um dem Geist des Stückes näherzutcumlen, um einen solchen vovzu-täuschen, ward eine Melodie und eine Silhouette festgelegt. Die Darsteller sangen die Sprache, zerdehtt-ten die Morste, ntachten aus -dein Dybuk einen DY-- buk, wonut die Weihe der Sti-mmnng, die Ekstase der Herzen, die Uöüevsinnlichkeit des Gefühls dokuntentievt Iverden sollte. In natürlicher Konsequenz schloß sich die Starrheit -der Gebärden an: sie alle, vom Ba-tlen bi-s zum Rabbi, verzerrten die Gl-iedmaßen, reckten sich gotisch, blieben kleben wie die Figuren in derr mittelaltevlichen .Hagadäh-Jll-ustrationen. Die Kostüme zeigte n oim Arffchu-ng von Echtheit und Siilisiertheit, die Masken erhielten holzschntttartigen Charakter. Und -in die Aktton ward eine Feierlichkoit geleigt, die, gerade »veil sie historischuibevstllvsiert gedacht war, grotesk wirkte. U-nt das MMeiu bis, in den letzte» Rest hinein mysttsch-religiös-vergangen zu gestalten und selbst im A-kustischen im höheren Sinne wahr zu bleiben-, wurden Gesäuge Produziert, die dom Jüdischen so 'weit entfernt waren wie zu-nt Bei-fpiel der Jüngl-ing Chanan, der entblößte n! Hauptes sich mit der relrgiösetk Jn'brunst seines Herzens heMMschlug. Die wundervolle Musik Franz Salmhofers, der überaus originell int Rhythmus malt, machte die in gewissem Sinn« religiös gedachten Tänze zu einent Ballett, das in einer griechischen Tragodia die Seele der Tragodia lebendig machen könnte. Und Ganze, Mensch und Ding-, Handlung und Bewegung, Wort und Wehe, setzt« der Regisseur B. M a r h o l m» auf -die deutsche wort-- und wesensgevechte U-öbecsetzuug der Frau N o s s i g gestützt, -in den schon zur Schablone enta-vteten „expressionistischen" Rahmen des jetzt popullär gewordetren. internattouäl boglaubigten -russischen Theaters, das im ,Mauen Vogel" seine aphoristischelt Orgien feiert. So ivard aus einer jüdischen Bühnan-- drchtung mißverstandenes Tairoff-Theater. Der Geist war an'sgetrieben, das Exotisch« zur Potenz schoben. And es wurde klar bewiesen, daß je-de echte Dichtung, soll sie nicht vergewaltigt tverden, nur aus dom rhv innewohnenden Geist horans für die Bühne geformt werden kann, » Wenn Fleiß aknd -Schweiß Genie.ist,' dann -ist Herr Macholm ein genialer Regisseur. Eine vespektä-ble Leistuug, aus zusanttnengetriebenen, bunt durcheinander gewüvsolten Di-lettanterr und Anfängern (bis auf einige erprobte Künstler) Schauspieler, also aus einer Herde ein En-semble zumachen, ein« Hausaufgabe, die für die Wiener Thoaterdiroktoren Ansporn und nachalhmenSwevtes Beispiel se-uc soll. Der Arbeit, die hier gel-oistet wurde, darf Anerkennung mcht versagt werden, wenn auch divfe Arbeit sich nicht zu einem künstlerischen Ereignis gestaltete. Man darf den Schauspielerrt nicht gram -sein, die zu einem ihnert fve-mdon Werk heran-gezogen wurden. B. Macholm hämmerte, feilte, peitschte, strich in Verblendung Wertvolles ab,, strich tu Verkennung Bedeutungsloses heraus, tairoffiorte, ging auf derbes, rohes Theater los und griff— daneben^. Den Theaterzettel ablefend, zunächst der Wundervabbi Fritz F e h e r. der, gutes altes Theater -in Meiningeravt gebell-d. sich zu Berz-evrungeu in den ekstatischem Gesten verführen ließ; Sender von Cornelius in primitiver Breit« sehr gut skizziert; Ma-ja Sering als Alte nach bewährtem R-ezept. Michael P r«i ß ^bewies als Leas Bräutigam viel Geschmtack nud Talent, er war scheinbar fein eigener Rcgissimv ebenso wie Sigi Hös-e r als Tenipeldiener;