Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2158 (22.2.1925)
- Date
- 1925-02-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Mt » Wen, SonntojJ Wiener Wemtmrtfmts. ». g--»n«r 19» ft*, nn flnno Santo mcmxxv. Von Ludwig Dato. So bstitekt sich ein Brief aus Rom. der vor einigen Teigen in einer Diener Tageszeitung erschienen ist und in dem das hohe Lied des Eiligen Jahres gesungen wrrd. Mit schtväomcrischer Entzückung legt der Schreiber dieser Epistel an Hand von historkschen Daten die grandiose religiöse Bedeutung der Pilgerfahrun nach der Ewigen Stadt dar. vertieft sich in die Geschichte des Papsttums und kann sich nicht genug tarn in der anschaulichen Schilderung der „beifpw.'losen Frömmigkeit" einzelner Päpste. Rührte dieser Brief aus der Feder eines Katholiken her, der in religiöser Begeisterung nach Rom wallfahrtet, so konnte man dieser Schilderung, die einem frommen Gemüt entsprungen, die Achtung nicht versagen. Dies trifft aber im vorliegenden Falle nicht zu, denn der Verfasser des römischen Berichts ist kein gläubiger Christ, sorrdern der Wien« jüdisch« Maler Dario Rappaport. Dieser Künstler hätte sehr merkwürdige Dinge erlebt. und seine Briefe hätten wesentlich anders geklungen, wäre er so unvorsichtig gewesen, nicht 1925. sondern zur Zen irgend eines d:r von tfi.it v.roorrliyren Päpste eme Romfahrt zu unternehmen. Vor allem hätte er iuft zur Karnevalszeit auf dem heutigen Covso Umberto des Ersten dem ,Hud:nrennen" delli Judei) anwohnen oder vielleicht gar an ihm tcilnehmen können. Tie Päpste hauen nämlich zur Demütigung der verachteten Iudenheit und zur Belustigung des Pöbels jährlich >n der FaschingLzctt ein Wettrennen der Juden veranstaltet. Acht Juden liefen da, ganz nackt, den Unbilden der rauhen Witterung auSgcsctzt, in Rogen, Wind und Frost, „wie es die Ungläubigen verdienen", bemerkt ein Chronist aus dcnt Jabre 1586. Um die Juden noch mehr zu verhöhnen, fand nachher ein Rennen der Pferde und der Dirnen statt. Erst 1686 — also nach der RegierungSzeil aller von Rappaport erwähnten Päpste — wurde das das Menschengeschlecht rntwürdgende Judenrennen gegen eine jährliche Steuer von 200 Scudi abgeschafft. Dieses Rennen wäre gleichsam der Willko-mmgruß gewesen, den das päpstliche Rom d«S Mittelalters Dario Rappaport entboten hätte. Nun wollen wir einnial genauer die drei Päpste betrachten, für die er sein schwärmerisches .Herz entdeckt hat. Gregor der Siebente (1073 bis 1085) war vor allem darauf bedacht, die Juden zu demütigen, und erlich auf der Kirchenversammlung zu Rom (1078) ein kanonisches Gesetz, daß die Juden keinerlei Amt mehr in der Christenheit bekleiden dürfen, denn „Christi Feinden gefallen wollen — schrieb er an Alfonso den Siebenten von Spanien — heißt Christus selber verachten". Aber auch sonst kann dieser Papst nicht vor dem Richterstuhle der Geschichte bestehen, denn von ihm hieß es: „Keiner konnte im Reiche Bischof oder Abt werden, der nicht viel Geld besaß und an Lastern teilnahm." Clemens derAchte (1592 bis 1605) verkörperte ein wohl uneigennütziges, aber unduldsames System in der Behandlung der Juden. Er wiederholte abermals das Verbannungsdelret gegen die Juden des Kirchenstaates und ließ sie nur in Rom, Ancona und Avignon, allerdings unter den drückendsten Beschränlungen, leben. Juden, die in einer anderen päpstlichen Stadt angetrofsen, wurden, mußten es — auf Anordnung des Papstes, dessen „tiefste religiöse Gefühle" Rappaport besonders hervorhebt — durch, Verlust ihres Vermögens und mit Galeerenstrafe büßen. Urban der Achte (1622 bis 1644) begann sein Pontifikat damit, daß er, „von einer göttlichen Eingebung beleuchtet" wie es in einer zeitgenössischen Chronik heißt —, befahl, daß die Juden bei der Audienz nicht mehr seinen Fuß, sondern die Stelle am Fußboden zu küssen hätten, die sein Fuß vorhin berührt hatte. Sein Haß gegen das hartnäckige Volk ging so weit, daß er den römischen Juden verbot» das Grab ihrer Lieben mit einem Grabstein zu bezeichnen. Geradezu erfinderisch war er in den Mitteln, mit denen er die ihm ausgeliefecten römischen Juden quälte und demütigte. Sie mußten den gelben Hut tragen, der außer ihnen noch den Dirnen Vorbehalten war. Unter seiner Regierung feierte der römische Pöbel wahre Orgien zur Karnevalszeit in der herzlosen Mißhandlung und Verhöhnung der Iudenheit. Nicht genug, daß die jüdische Gemeinde in Rom jährlich 1500 Scudi zur Erhaltung von getauften Juden zu zahlen hatte, legte ihr der Papst noch eine jährliche Abgabe von 1200 Scudi zugunsten des Täuflings Francesco Masierano auf, der im Begriffe war, ein Buch gegen das Judentum zu verfassen. Ein jüdisches Mädchen, eines Verhältnisses mit einem jungen Römer beschuldigt, ließ Papst Clemens 1628 bei lebendigem Leibe verbrennen. Gewissermaßen als Krönung seiner Werke ordnete er 1635 an, daß beim Uebertritte eines Juden zum Christentum seine ganze Familie die Taufe nehmen müsse. Das ist die Reversseite deS päpstlichen Rom, die eigentlich nicht darnach angetan ist, einen Juden zur Anstimmung von Lobliedern zu inspirieren. Dario Rappaport erinnert an die Juden, die im vorigen Jahrhundert zur Zeit der Romantik für daS Mittelaller der Ritter und Minnesänger schwärmten, ohne zu wissen oder ohne wissen zu wollen, daß dieses Mittelalter von jüdischem Blute troff. Man kann nicht vorsichtig genug in der Wahl der Quellen sein, aus denen man sein historisches Wissen schöpft. ®UtteiIim8«t am vem Publikum. Ae Anmeldungen zur Palöftinnexturfion anläßlich der Eröffnung der SebkSischen Universität in Jerusalem werden vom Neikatzmer«» rvten, V. Leuten» Spttakzasse Nr. »6 o « 11 it t n t<% 3» nut noch bis zum 1. Marz 1925 entgegengenommen. Auskunft täglich von 9 bis S Mr. Del. tit Kosten der Exkursion «eilespesen und Aufenthalt im Lande, betragen ob Wien r 1. «laste SS »g. Pfund. 2. Klaffe 78 » »g. Pfund) Am Chamischah-Assar>Bischwat hat die Verlobung des Herrn Abraham J Pfand mit Fri. Manla Kanner kn Ooriice stetige fanden. Möbelfabrik J. Spira Feine w WI6B. III. ‘ 1—2 Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl Schweighofergasse FLEISCHHAUCRCI SIBOH. KORNMSHL Zenitalt IX, Herum«» Nr t«l. Tal 17*E-M o 90-SI/Vl Neu eröffnete Koscher-Fleischbank irn IX. Betlrk» Berggasse Nr. 13, and 18. Bezirk, Wfihrlngerstrasse Nr. 97 beide unter Aaleicht dee Khrw Hab bin ata der lar hn) In, gemeinde Wien Aoieehrot nm ron aneaehHeseiteh prima QaaHiSlen *|Jm«Heher PleWcheorl»-. zn den bllllqstsn Marktpreieen _V.Tknnf(.wa„d.n ,on 7-lS Ohr mH rm -7 Oh» »Hnd« Sie Kalenderreform. Tie Tagung der BSlkerbundkommiffion für Kakenderreform Genf, 20. Februar. (I. T. A.) Am 16. d. besann in Genf, wie schon angekündigt, die Tagung des Sonderkrmitees des Völkerbundes zum Studium der Ka l e nderreform. Es erschien eine Delegation jüdischer Gemeinschaften verschiedener Länder, bestehend aus: Großrabbiuer von Frankreich Israel L e v h, Großrabbiner der vereinigten jüdischen Gemeinden des britischen Reiches Dr. I- H. Hertz zugleich als Vertreter der vereinigten Mischen Gemeinden in den Vereinigten Staaten, ferner Oberrabbiner F ü r st als Delegierter des Rabbinerrates der Agudas Jifrceil in Wie n. Grcßrabbiner von Zürich Dr. H. L ö w e n st e i n, der Sekretär dejüdischen Deputiertenrates in London Herr Lncien Wolf. Es erschienen ferner der europäische Sekretär der Föderation der christlichen Kirchen in Amerika Dr. Keller, Delegierte des Evangelischen Kirchenbund.'- in Deutschland, der Kirchen von Belgien, Dänemark. Schottland, Spanien. Estland. Norwegen, Polen, Rumänien» Schweiz. Tschecho-Slowakei. Von den Delegierten der Mischen Gemeinschaften legte jeder ein Expose vor. Im allgemeinen erhoben sämtliche jüdischen Vertreter lebhafte Einwän-de gegen jegliche Kalen'derveform, die aus der Institution der sogenannten „blanken Tage" begründet ist. Sie bekämpfen dies« Einrichtung insbesondere deshalb, weil durch die ,Mauken Tage" die Einheit der Woche gebrochen wird, wodurch die Beobachtung. des Sabbatfestes zeitlich verändert werden könne. Gegen die sonstigen Bcrändevungen de'S Kalenders erheben sie keinen Einwand. Der Vertreter evangelischer Gemeinden in vielen Ländern Dr. A. Keller erklärt, die protestantischen Kirchen feien mit Freuden bereit, an der Kalenderrefovm mitzuwirken. Di« Kommission für Kalruderreform beschloß, auch fernerhin mit ollen religiösen Organisationen einen ständigen Kontakt zu unterhalten und deren Wünsch« und Ansichten zu jedem Punkt zu hören. ES sollen di« nötigen Maßnahmen getroffen werden, u>m die Enquete forizusiiihren. Die Kommission keuchst ß, die einzelnen Exposezu veröffentlichen. Vorsitzender der Tagung der Kalenderkom'Missionxist Herr M. van Eysinga. Die Diskussionen werden fortgesetzt. ArztenSsteste. Der Dorftcmd der Israelitischen KultuSgemein.de Wien tei>t mit: I« der Vers^guinganistalt (AlterSversovgmi.g-- und S'echenbemS) Vor Israelrtrchon KultuSgomeinde, Wien, 9. Bez., Seogasie 9, gelangt di- Stell« eines Selkn-ndararzteS lSe>kumdarörz'.'i'n) zuw Besetzu.ng. Für die Anstellung ist erforderlich: die österreicbische MmdeSbürgerschaft, die Berecht'iguing zur AnsübMN der Heilkunde in der österreicbiskbon Repu>dl-if, lediger Stund, ein Atter von unter SS Jahren. Mit dieser Stelle sind nchst den Barbestigenl, frei« WcbMng -und Verpflegung in der Anstalt verbünden. Mit den Personcvldoknmenten (är^.'licbes Diplom. Nachweis der Zugehörigkeit zum Jndeu-tume, Zeug-n-ilse über bisherige arMiche, möglichst spitalsärzillche Tätigkeit) oologte Gesuche sinld an den Vorstand der Jsraeliti'chon Ku'tt>us.^m«i".de, Wien, 1. Bez., «^«»nttüttenigassle 4, bis Limahwä, 1 5. M ü rz d I. oinzirs« Paris« Rothschlld-Asvl. vo jeder <fa Jude fclat will. Von allen Pariser DchlsahrtsanstMten, die der FamMe Rothschild ihr« Gründung und Schaltung veridankon — und chve Zäh ist nicht gering —, ist daS R > y'ch Id-Ajy., wenn auch nicht die wertvollste, so doch die interessanteste und protnsch wirk somste. Das Asyl stehr ans dem höchsten Punkt von Paris, ii, der Rm Samarck am Montmartre Die Gegend liegt bereits den „entren Gründen" von Pari-; neben sechsstöckigen Häusern stehen winzige, dem Verfalle nahe, Häuschen, zwischendurch müt Planken nmzäume leere Gründe, auf denen und flctne Kinder am die Dowspringen. Aus diesen G: lndcn oersreneu sich die meiste.« auder Kinderschar auch ihr-, rv'.ten Fußball sparen. In dieser Umgebung steht das Rothschkld-Asyl. Es hat bloß ein Tor, alle Übrigen Ausgänge sind mrnagvlt. Die Asylkeidwng hat wohl ihre Gründe dafür. Dve hier Obdach und Pflege finde», schimpfen wohl ans dieses entlegen« Heim, warten ccher dennoch, wenn der Abend kommt, ichon mit Ungeduld, daß daS Tor geöffnet werde und sie in die warmen Räume gelungen können. Da kommt jemand nach Paris — ohne Geld, das er erst hier verdienen will; geringer als sein Geldvorrat ist womöglich noch soine KenmniS der französischen Sprache. Was aber den Rsifopaß und andere überflüssige Papiere betrifft, macht er sich koin« großen Sorgen, denn aus geradem Wege hott« er die verschiedenen Bisa ohnehin nicht erlangen können Zu den Wundern von Paris gehört auch das Wunder, wie diese Schwarzfahrer über di« Grenze kommen und bis Paris Vordringen. In Paris angelangt, ist die erste Frage eines solchen Ankömmlings, wo sich das Ro.hschild-Asyl befind«. Dazu braucht er nicht viel französisch« Sprachkennbnisse, denn der Polizist liest ihm di« Frage schon vom Gesicht ab und weist ihm i«Äst den Weg. Das Rochichttd-Asyl ist «genttich als Asyl für obdachlose Juden gestiste» werden. Pf'.chrgemäß wird jeder Neuangekommene im Asyl gefragt, ob sr Jude fei. Es dürste ober noch kaum vovgekommen sein, daß jemand evklavt hatte, er sei kein Jude. Hier will jeder ein Jude sein. Mit diesem mündlichen Bekenntnis ist das ganze Zeremonrell der Aufnahme erledigt. Weitere Nachweise für die Zugehörigkeit zum Judentum und damit für die Berechtigung zur Aarsnähme werden wicht gefordert. Mit dem Bekenntnis zum Jndonttrm, ckb es der Wahrheit entspricht oder nicht, sichert sich der Ankömm' ling freie Unterkunft und Verpflegung für dir Dauer von 1s Tagen. Ist er verheirat« und kommt mit seiner Fomll-ie, so wird ihm ein« eigen« „Box", ein abgeschlossener Dchlafraum, ist er alleinstehend, ein ergeneS Bett zu-gswiesen. DaS Bekenntnis zum Judentum tragt chm außerdem die Kost, bestehend aus Kaffee mir Dr« zum Frühstück, einem Mittag« mahl — Suppe, Fleisch und Gemüse — und Suppe und Ge müse zum Abendbrot ein. Allerdings muß der Jnfaste des Asyls die Zeit während des Taget außerhalb des Asyls behuss Arbeitssuche verbringen Die Familienmitglieder dürfen den ganzen Tag über im Asyl verweilen. Die Frist von vierzehn Lagen wird nicht allzustreng genommen und man drückt auch ein Auge zu, wenn der eine oder der ander« die Fristerstreckung durch ein« kleine Korrektur do^ Datums seines Aufnahmsscheines erlangt. Während des Tage« ist er demnach recht still im Asyl. Daeigentittche Asylleben beginnt erst am Abend, wenn alles heim' gekehrt ist. ES herrscht ohrenbetäubender Lärm; beim Turmbau von Babel mochte eS kaum anders zugegangen fein. Dante Ge spräche in allen möglichen Sprachen, deutsch, ungarisch, polnisch, jüdisch, spawiolisch, hebräisch werden gesühvt und eS entwickel! sich auch ei« armseliges Geschäftsleben,wenn der ebne oder der andere gezwungen ist. irgend ein Stück seiner Habsel-igkeiten rasch zu Geld zu machen. Alle erdenklichen Dasnten sind hier -im Devkehr und di« Kurse sind genau bekannt» so daß niemand mehr auch nur den Versuch macht, das Geld seines Heima-ttandeS — sagen wir auS LokalpatmotiSmu» — höher emzuschätzen. Gar manches beträchtliche Vermögen hat hier bei einem Handel nm ein Paar Schuhe mit zeristenen Söhlen seinen Anfang ge nonunen. Später übersiedeltdann ein ge'chäftStiüchtiger Insasse deS Asyls in die Gegend von S1. P a u l, wo eS schon ein inten sivereS Geschäftsleben gibt. Hierzu sind jedoch zumindest ISO Franken erforderlich, die erst erworben werden müsten. Im Asyl herrscht viel mehr Reinlichkeit alS in den gewöhnlichen Asylen. Die DeSi-ufektton ist Migawrisch; jeder erhält von der Asylverwalsung Leibwäsche, Schuhe und Kleider, sofern er ihrer bedarf — und wer bedarf chrer nicht? Auf ein anderes Blatt gehört wieder die Tatsache, daß diese Gratis zuwendungen bis znm Abend in gelbe Berli atz sch eine oder Banknoten umgewandett werden DaS gehört scho" zu den Spesen für die Uebersiedlung nach Dt. Paul. Balterkensreffer. Di« kleinsten Lebewesen der Die kleinsten Lebewesen der Erde sind jene Mikroorganismen, die selbst mit den feinsten Filtern nicht aufgefangen werden können und die man als Erreger einerganzen Reihe bisher in ihren Ursachen unerklärter Krankhetten (zum Beispiel Schweinecholera) erkannt hat. Dem kanadischen Gelehrten d'Herelle. früher am Pasteurfchen Institut in Paris, gegemvarttg Präsident des inttrnationalen hygienischen Rates von Alexandrien in Aegypten, ist es, neuesten Berichten zufolge, gelungen, die kleinsten orga-uischen Gebilde zu messen. Tr gibt sie mit 20 Millimikvons oderannähernd achtzehn Zehn millionstel Zoll an. das ist weniger als die Hälfte der kürzesten sichtbaren Licht-Wellenlänge und gerade ein Zehntes der kleine ster:. noch iw Mikroskop sichtbaren Bakterie«.