Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2158 (22.2.1925)
- Date
- 1925-02-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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«5ie», eomtws Miei,«» mnntm«ww«. Nr. 9186 ' VE 4 SS. MMAat 1986 ffitt Levra-Fall in Siett. M« Hetzversach Jxt „Reichsoft". Der „Reichspcsf berichttc ..man" gestern den „kaum glaubhaften Kall" daß ein« Einwohnerin von Palästina nach Wir« gekommen se», um sich hier von der Lepra Hellen zu lassen. Die Movgeulänverin (drückt sich die fromme „ReichSposi" auS) liegt hu Wikhelminenspital und geniest dort die BehtiMung Zweiter Ai’Ktffc gegen die Entrichtung der Gebühr für die dritte Klasse. Vi-Nu ist die Lepra in Europa gar nicht so selten, daß sie von einem Regierungsorgan so feierlich begrüßt werden müßte. Die k. ü. f. Berwalwng kn Bosnien hatte mit dein Aussatz sehr viel Ai tun und damals nahm niemand daran Anstoß, we-nn ein armer Kranker die .Hauptstadt aussiuchte, um hier Hilft zu sittden. Erst jetzt, wo man in Wien nur daL Hakenkreuz steht, regt sich die „Reichspost" über den kaum glaubhaften Fall der Morgenländerin (merkst du was?) auf, die sogar angeblich weniger bezahlen muß als andere Kranke. Ter leicht erklärlichen Denunziation setzt die Staats korrcspondenz die folgende amtliche Mitteilung entgegen: . „2ic an Lepra erkrankte Patientin ist die Fr an?' ri e s A r-b e-i t e r s an s P a I ä fl i n a, d-üzur Heilung ihrer Krankheit eigens nach Wien fleftmwitcu ist. Die Unter ormgung oec Patientin erfolgte in einem als Isolierg e b a » d e und für die Behandlung hochvirnlcntcr Fnfek NottSkra.U^eiton bestimmten Ol'jekte de8 Wilhclmincnspitals. -Lre Pat-rentin hat ihr eigenes Krankenzimmer mit voll» It a u d : ct i f o I i c r t c nt E i n g a n g, mit elgenent Badezumuer. eigenem Klosett und eigener Wafchgolegenheit; d c 1 i c v n nd sicherer tonnte fi c in keinem anderem S p i t a l u n t e r g e b r a ch t w e r d e n. Trop der einhelligen Meinung der Fachwelt über die b<!t Uebertragbarkeit dieser 'Krankhert wurdet! intens der Direltion und der Abteilung, aus welch,-x Patientin ansgenmumen wurde, von allem Anfang an die strengsten Isolie ru ngsma ß »ahm e n durchgc-führt und auch die Anzeige an dös Stadtpchystkal erstattet. Es bc floht somit feine tt rsa che m irgend einer Beunruhigung. ■t- D:e Lepra ist eine Jnfektionstra-nkheir, pie schon im grauen Altertum bekannt war, und schon damals die Behörden zwecks Perhinderung der Deitervcrbreit-ung dazu zwang, Lepra- Häuser zu gründen. In diesen Häusern wurden alle Leprakraulen nutergobracht. Die Krankheit ist im Siwen Europas -uw im Orient stark verbreitet, doch samt auch kein moderner Ttaar verhindern, daß sie auch bei chm Eingang findet. Sv ist das Mcmelgebict ein in Europa bekannter Herd dieser Krankhoit. Der Erreger dieser Krankheit ist ein dein Tudcvkol-- bazillus ähnliches Stäbchen. Die Verbreitung ist bei weitem nicht so stark, wie nign allgemein annimmt. So sind an den Wiener d e rmat o lo g isch cn Kliniken und Abteilungen seit langem sehr oft Patienten mit dieser Erkrankung m o n a t e l a n g gelegen, ohne daß je ein Arzt, eine Pflegerin oder ein Mitbewohner desselben Zimmers i nfixiert wurde. Tie Krankheit erscheint in zwei Formen: in einer knolligen Form nnd in einer zweiten Form, die die Nervenendigungen schädigt. Die Knollen treten oft im Gesicht und auf der Rasennnd Mundschleimhaut ans. Bei mangelhafter Pflege zerfallen sie und dürften in diesem Stadium Krankhcitskcime verbreiten. Sicher ist diese Art der Verbreitung aber noch nicht festgestellt. Die zweite, nervöse, Form gibt dazu Anlaß, daß die von den erkrankten Nerven versorgten Hautpartien unempfindlich sind, daher leicht verletzt werden können nnd so schwer heilende Geschwüre bilden. Ae Seelenfüngetti. ' Di« Wetter jsidpchk KulMsgemeinde äffichiert folgct.'bc Warnung vor -der in unserem Blatt bereits mehrfttch bchtindelten „Schlvvdrschcu Mission": Jüdische Eltern, hübet euch und eure Kinder vor dem Besuche der „schwedischen Gesellschaft für I s r a e'l", >reiche neuerdings in ihrem Missionshaus, 9. B e z., Secgasse 16, ihre unheilvoNe, auf den Abfall vom Judentum gerichtete Tätigkeit entfaltet. Wollet ihr nicht, daß eure Kinder fccr Ta w f e zugeführt, daß sie zu Feinden eures Volkes und eurer Religion werden, so haltet sie fern von jeder Berührung mit den Missionären! sind Df. HOFFBAUBRS ■NTFETTUNdSTABLBTTEN von bester Wirkung, angenehmem Oeschmack, vollständig unschädlich. Die Tabletten stellen eine schlanke, graziöse Figur her, ohne Diätzwang oder Aenderung der Lebunsweise, prompte Oewichlsabnahmen. Keine Schilddrüse! Popo«: Kein Abfflhrmlttsl! Apotheke HUGO BAYER, Wien, I. Wollxeilo 13/12 Vom Voik$gnundhcitMmt bewilligtNr.2iJ flan*obt«auris«NMieiDr. N«n»ssr Mllllardknbeirvgereien einer Wiener Firma. In London nnd Kopenhagen. Die Mtmhaber der Mwuer Loder-Engrossivma M. Gevflt u. Sohne, 6. Boz., Stumpergasie 61, Dr. Julius Gcrstl und Friedrich Gerstl. gründeten im Sommer 1924 in London eine Firma mit >der Bezeichnung „Overfeas Hide and Lcather Ltd.". Sie machten fei englischen Firmen sowie bei einer dänischen Firma Bestellungen, die sie mit Wechseln auf Wien beglich en. Unter anderem bezogen sie bei der Firma Solomon in London Waren im Werte von 1549 Pft> St., worüber sie einen Wechsel aus Wien auöstellten. Sie bestellten neuerlich Leder im Morte von 2119 Pfd. St. und drgngien auf sofortige Uebemabe der Ware am Bestelltage, mit der Erklärung, daß sie von Wien ans schon von der liebe vwoisiung des Geldes für den präsentierten Wechsel verständigt worden seien. Da das Geld nicht eiuli-ef und die lie-strude Firnia urgierte, gaben sie der Firma S a l o m o n Eekannf, daß sic einen gleichlautenden Bstrag der Wesinrinsicr- Bank erlegt hätten. Auch diese Behauptung stellte sich nachträglich als unwahr 'heraus. Ein im Jahve 1923 von dc«r Firma I. Be ach in Wien übornomn^^es Komrnisi-io ns Warenlager im Werte von 2900 Pfd. St. ist von 'den Angezeigten ebenfalls verLauft worden, ohne daß der Erlös adsührt worden wäre. Bei der Nordi'sk Laeder-Fabrik in Kopenbagcn wurde 'iür die „Owerseas" von Dr. Julius Gerstl eine Bestellung aus Leder im Werte von 56.000 dörfischen Kronen gemacht, wobei er die Wiener Firma M. Gersstl u. Dö'hne, also di« eigenc Firnia» .zur Einholung von Referenizen ariflihrte. Im Novomiber 1924 haben ixiuu die Brüder Gerstl fluchtartig London verlassen. Die Wirt'fchaftspollzei hat auf Grund der 'Beschuldigungen die Anzoige ivegen Verdachtes des Betruges und der Veruntreuung an die Staatsanwaltschaft erstattet. ter Mörder vo« «arleplat. . Di« Verhandlung gegen Bergmeister im MLrz. Die StaatWnwaltischaft hat gegen den angeMcheN Kimstakademiker Karl Berg meist er, der auf dem Karlsplah zur Mttags^it die Comptoiristin Berta G e i s l e r durch einen Dolchstich getötet und davon khr einkaffierte Geld, etwa 30 Millionen Kronen, geraubt hat, die Anklage a u f Rau b m o r d echobem Die Anklage wird in der ersten 'Hälfte des Monats März vor dem Schwurgericht unter dem Borsitz des Dizepräsidcuten Dr.?l i ch i u g e r stattsiuden. Dergimister ist auch eines Divbsta'iflc: c::geklagt. ßine Mische Legende im Film. „Der Fluch." Der Zug zur Wiederbelebung d.'r indischen Le^erde, welcher süh auf dem Theater bemerkbar macht, ist nun auch beim flidischen Film zu spüren. Statt dellÜbermaßes an tragischer Dhuamäk, dl« ins jiLdrsche Milieu hineingestapft wird, tritt bm dem jiüngsten jüdischen Film, ivelcher jetzt in Wien zu sahen ist, meihr der vuihige Fluß des episch-legendären Geschehen- In den Vordergrund, dessen Art und Ablauf, dem jüdischen Sagengut entnom'Ulcn und seiner Art wesen'sverwaudt, weit stärkere Wirkung aukzuu'ben vermag als die mit Mion vollgestopfte Milieu tragik. Der Fflm „Der Fluch", von Dr. Ernst Weidmann verfaßt und von R. Land inszeniert, laßt durch ftinen Titel das übliche Klischee der Mnildramatik erwarten, der Zuschauer wird jedoch angenehm enttäuscht; denn was sich auf der Leinwand abspielt, ist, mit einer Lcgen'de von: hohen Ra'bbi Löw sinnig verwoben, die bildliche Wiicborgabe jener menschlichen Umklohr, welche den, Fluchb^adencn zur Lösung führt, zur BersöbN'Uug mit GcÄ und den Menschen bringt. Diesem Vorwurf entsprechend löst sich die .Handlung iu eine Reche von seelischen Stimmungen aus, welche die vom Regisseur gestellten Bilder vortrefflich wiedergebeu. Um ein Beüüpiel zu geben: Der Spruch des Rabbi trelbt einen Fluchbeladenen: von -Haus und Hof zu unisteter Wanderschaft; dieses Montent ist durch einen riesigen Schatten wiedergegeben, der aus eine endlose dunke^dämmrige Fläche fällt, 'bis dann zwerglhaft hinter diesem Schatten die Figur de- Wanderers evidmnt Mit solchen und ähnlichen einfachen Mitteln' wird stärkste Wirkung erzielt. Manchmal wird noch einiges der Aktion zuliobe sozusagen dramatisch aufaeftillt. wie zum Beispiirl der vom „Dybuk" bezogene Spruch des Rabbinengerichties. Doch wird die Wirkung dadurch nicht beeinträchtigt. Eine auf seelische Feinheit bedachte Darstellung, iu welcher Anion P o i n t n e r, Ferdinand Bonn. Lllian H a r w a y, Albert Heine und Oflkar B e r e g I hervorragen, unterstützt die Absichten der Dichtung und der Regie. Die Platindiebe von der Exportakodemle verhaftet. Wie berichtet, wurde in vor Nacht zwm L. d. rot dor Hoch'chu.le für WelchandA chn Kasseneinibmch verübt, bei dem außer BoraeÄ Ploiti'Ngefäße Mt Werte von 51 Million SN Kronen gestchlen wU'rden. Es irmide ftstgostellt, daß der Einbruch von den schon vorbostrolten Eiuibrechsm Fosöf Buben und Josef Sw'ilttak MlsgeLchrt worden ist. Die beiden Täter ttmnfar rmnmcihr kn Innsbruck verhaftet. -baren Juden der Budaposter Theresienstadt entsendet hatten. Als er nach dem Tode seiner ersten Frau Rosa Laborfalvy, als siebzigjähriger Greis die jüdische Schanspilglerin Bella Groß heiratete, bekam er es von der .-historischen Klasse" in unpoeideutigster Forur zu spüren, daß sie sich durch diese AusEegnug der Ass'mtilatimtsidee in ihrer Ehre verletzt füthlc. Der große, gestierte Nationaldichter durfte ihr diese Schande nicht antuu. Die Worische Klasse grollt dem ,/magyarischen Genius" übers Grab hinatts. Jokai starb, verlassen von allen Kon nationalen, für die er schrieb und kämpfte. Nur die Juden beüvahrrn ihm Dankbarkeit über alle Fährnisst der historischen Entwicklung,- obgleich sie es heute schon oiusohen nmßten» daß der Weg, den ihnen Mauvus Iokai, trotz feiner Ehrlichkeit, gezeigt, sic rhn den Abgrund geführt hat. Die »/historische Klasse", der sie sich auglefthen wollten, hat sie' verle-ugnet und ihnen die Rasserrschützlcr aus Leben und Vermögen gehetzt. Sie sind im Lande verachtet nnd etftoeden nirgends Mitleid für ihr Schicksal. T-ic Nationallstier Ungarns zmn hundertsten Gebrrrtstog Io-Sais verläuft schabkionenhaft. eisig kalt. Was au Warme ausgebracht wird, kommt a.rls jüdischen Kreisen. Der jüdisch« .Hausherr, in dessen .Haust Ibkai in Budapest sMvohnt hat. brachte au .Haus ein« Oledenktastl an und /).vang durch rmausgesetzte Aufforderungen in der Presse die maghariische Oesstntlichkcit, endlich doch an die Abtragung der EhrentschtÄ gegen Veit Dichter durch Errichtung eines Derrkma-les herauzutreten. Die ungarische Nationalversammlung beschloß. Iokai-Marken heruuszuge-ben. Die Juden kaufen die Marken in Massen und die Negierung ntacht ihr Geschäft. Doch noch eine Ehrung beschloß die in ihrer Mehrheit christillchnatwnale Nationalversammlung: der Ehrenseld-skodex. der seinen Namen von dent Nmtraer Juden Adolf E h r e n f c l d hat. welcher die wertvolle Handschrift gerettet h.rtte, soll fortan den Namen „Fokal- Kodex" flihren. Dem Judensrennd Iokai wurde nath dem Tode ein Jude zum Opfer gebracht. Iokai kann nicht vergessen werden, aber der Jude EhrenM — nicht gedacht sott er werden! Kallesbriefe. Don S. Messels. Nicht zu glauben, wie man mitunter um eine passende Bezeichnung verlegen fein kann. Als ich zum erstenmal von den „Protok llrn der Weisen von Zion" und ihrem In-Halt Kenntnis erhielt, da fühlte ich es geradezu bis in die Fingerspitzen, daß das lluwcstn dieses Machwerkes mit dem Worte „Fälschung iricht crsthöpft ist. Das Wort Fälschung sagt einerseits viel, andererseits aber zu -ivenig. Denn es gibt der Mischungen so mancherlei. Es gibt bosl)a.ftc Fälschungen, die einer Vevlenutdu-ng vcrda>inmt ähnlich sehen, es gibt Urkundenfälschungen, die stvafrechWch. verfolgt werden können, es gibt auch literarische Fälschungen, die an sich ganz havnvloS sind. Elwäs von alledem haben die „Protokolle" an sich, als Ganzes jedoch stellen sie eine m^heuerliche, ja eine noch nie dagcwestne Fälschung dar, für die man, um sie richtig zu charaktoriisieren, ein« eigene Bezcichmmg erfinden müßte. Lest ich da kürzlich einen Brief vcu Moses Hetz an Ferdinand Lassalle und stoße darin ans den kernigen Ausdruck „KabjeSbriest". Kaum hatte ich diests Wort erhascht, ein verklungenes, verschollenes Wort, das ich irgendwo und irgendwann schon einmal gehört halten müßte, da stellte sich mir wie von selbst eine Verbindung zwischen Kalsesbriefsn und den „Protokollen der Weisen von Zion" der. Da hatte ich also das Gesuchte, nänflick'. die treffendste Bezeichn-ung für solcherart Fälschung. Was sind da'S eigentlich .^aljeAbriest"? Moses Heß gibt hierüber folgende zutreffende Erklärung: „Wenn irgend ein Lump sich an einer Familie rachen will, so schreibt er an eine andere, die sich mit jener verschwägern will, alles Bost und Schimpfliche, daer nur der anderen andichten tat, um die Verlobung rückgängig zu machen; das nennt inan einen Ka'lstNbrief schreiben." Zur näheren Kennzeichnung solcher Briefe gibt Heß noch an. daß sie im „Stil einer Mchin" und ,Ms eitlem Rast vo« Schamgefühl anonym geschrieben" sind. Ich mochte hiezu noch ergänzend bemerken, daß »Mlijesfoef" ein jüdischer Ausdruck hebräischen Ursprungs ist und so viel wie „SchädigungBrief" bedeutet. Im Ghetto pflegte man von einem, der den auderetr durch derartige Briese schädigte, zu sagen: er macht talje; und den göwchnhcilHmäßigen Pasquillanten nannte man einen ,Mlstmacher". Ein Kalstmacher war im Ghetto verachtet und wurde von allen gewiedrn. Die „Protokolle der Woisen von Zion" sind Kalstsbriest in Reinkultur. Sie besitzen alle Mevkmaile, die Möses Heß an ihnen aufzählt, und obendrein noch eines, das sie zu den gemeinsten Produkten menschliche« Mtgeistos stempelt. Sie sind nämlich ganz im Stile einer Köchin, aber ohne drn letzten Rest von Schamgefühl geschrieben. Gegen diese Kalftsbriefe 'hat Dinjamin Sögel eine sehr lesbare und lesenswerte umfangreiche Schrift verösstntlicht; sie nennt sich „Die Protokolle der We'stn vc« Zion, eine Erledigung und ist im Philo-Vevlag in Berlin erschienen. Mit Geist und Witz und mit einer Gründlichkeit, die wahrlich einer besseren Sache' wert gewest« «röte, wird in dem Buche Segels eine kritische Analyse der Protvkolle geboten. Seitdent die „Times" im drei Artikeln ihres .Korrstantrnopeiser .Korrofpandsnten, die nachher w Broschüren form unter dem Titel „The Truch ckbout öhe Protocols'a literary sorgery" herauskamen, die Fälschung der Protokolle an den Tag brachten, ist eS ja allgemein bekannt, wie die Protokolle zustande kamen. Sie stellen nichts anderes dar als ein ins Antistmitische gewendetes Plagiat aus einem in Brüssel 1964 erschienenen Büchlom „Dialogue aux Enstrs entre Machiavel et Montesquieu, ou la polittqnc de Machiapel au 19 sieale Par un vontompcrain" von Maurice Joly und aus einem Kapitel des im Jahre 1866 erschienenen oibskuten Rmnans „Biarritz", der den no-torischen Fälscher und literarischen Baga'bun'den Goedsche-Reteliff zum Verfasser 'hat. Durch eine Gegenüberstellung der in den Protokollen vorkommeirden Stellen, die den als Satire auf Napoleon den Dritten verfaßten Eiais-ogen des Maurice Joly entnommen und der Tendenz bet Protokolle entsprechend zugestutzt und entstellt sind, mit dem Wortlaut de- Urtextewird dem Leser ein Einblick in die Werkstatt der Diebe und Fälscher gewährt. In dev Schrift Segels wird jeder einzelne Punkt der Protokolle kritisch beleuchtet, ihre GnistM-ngS- und Abfassungszeit dokumentarisch belogt und zuletzt auch die in der antistmflischen Presse für ihre Echiheit belgobvachten,Dewesse^