Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2157 (21.2.1925)
- Date
- 1925-02-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Men, SamStay Wiener MorftenHeltimr. ,Lu wenig Gewicht/' murmelte, er, u»»d er eilte in die 'Küche und brachte eitto lkvpferne Pfanne, später ein Bügel eisen, dann ein Söckchen Sand und «Mich zwei Ziegel. Alle diese Dinge befestigte er an ihr, und sie erholte sich jedesnral, zog neue Lebenskraft aus ihnen und ging, — schwer und stöhnend zwar, aber sie gm-g. Eines Abends geschah das große Unglück. Es war an einem Sabbalabend. Wir saßen alle um den Tisch und atzen arrf jüdische Art gelochte Fische, die Sabbatsuppe und alle Vor- und Nachspeisen, wie es die Sitte verlangt. Die Sabbatkerzcn waren niedergebrannt... oas Mädchen brachte ans der Küche frisch gedörrte, wundervolle Kürbiskörner. Tante Jente er» schien und nahm tefl daran, bedmrerte jddoch lebhaft, daß sie keine Zähne habe. Dann erzählte ftc eine höchst verwickelte Geschichte, die sich gestern beim Fischstand Mgetragen habe. Die Weiber hätten sich aneinander gedrängt, und eine der wohlhabendsten hätte geschimpft, der Pöbel denke an nichts als au das Essen, tvorawf sie, Tante Jente, sebbstverständlich nicht ermangelt habe, die gehörige Antwort zn erteilen. Die Kerzen'gingen zu Ende, die Schatten auf den Wänden kletterten immer höher und höher. Die K-ürbiskörner knisterten. Man erzählte sich Geschichten so ins Blaue hinein, ohne Zusammenhang. Mohr als wir alle erzählte Tante Jente. „Still!" sagte sie. ,/Dißt ihr von der Geschichte, die «ulich geschehen ist? Da haben Mörder oin jüdisches Wirtshaus überfallen, alle ermordet, selbst das Keine Kind in der Wiege haben sie abgeschlachtvt und alles mit sich genpmmen. Nur das Dienstmädchen rettete sich und lies in die Stadt und schvie: „Mörder! Räuber! Zu Hilfe!" In diesem Augenblick hörten wir «men furchtbaren Schlag, und alle, überzeugt, daß di- Mörder auch jn, unser Haus gedrungen waren, begannen ans Leibeskräften zu schreien: „Zn Hilfe! Mörder! Räuber! Rettet uns!" „Was ist geschehen?" ries die Mutter. „Ilm Himmels willen!..." „Rottet mrs!" schrie ich. Jetzt eilte dasMädchen aus der Küche herbei. „Es brennt!" rief sie. ..Zu Hilfe! Feuer! Es breuntk" „Rettet uns!' schrien wir alle durcheinander. „Zum Tonsal! Was schreit ihr denn so?" schrie jetzt die Tante lauter als alle. „Nichts ist geschehen! Nichts! Nur die Uhr ist herunter' gefallen. Kein Wunder auch! Würde denn ein Mensch das ertragen, wenn man so viel an ihn hängen würde?" Jetzt beruhigten wir uns erst All« erhoben wir uns und traten an sie heran. Da lag sie min. kein lebendes Wesen mehr, sondern ein Leichnam, mrd um sie herum lagen alle die treuen Begleiter, die sie in den letzten. Tagen ihres Lübens gepflegt und mit neuer Kraft gestärkt hatten: das Säckchen Sand, das Bügeleisen, die kupferne Pfanne. Meinem Vater 'liefen die Tränen über di« Wangen. ,Meine nicht! Berichdge dich!" sagte die Mutter. „Ihre Zeit ist offenbar abgolaufen. Es ist ihr nicht befchieden, länger zu leben. Jeder muß sich in fein Schicksal fügen. Si« aber sei eine Evlöserin fiir uns und für alle, unsere Sünden. Amen!" Wien, 31 .Februar. * Eine Hundertjährige. Am bevorstehenden Purim W .'eiert Frau Karoline Mandler, im 12. B^z., Niederhosträne Nr. 18 wchnhost, in vollster geistiger.und körperlicher Frische ihren 100. Geburtstag. * Das Wetter. Jn Oesterreich ist in den Novd-alpen Frost oiugstretsn. In -den Südälpen sind leichte Niederschläge gefallen. Die Bora-Mage mÄbel: Uebeüwivgen'd Niederschlage, Tempera-:-uräbn<chme (Frost), nördliche Winde, Kälte nicht von langer Dauer. * Die Lebensmittelmärkte. Während die Märkte in Sr. Marx sehr gut beschickt sind, ilasse-n die Ankünfte iu der G r o ß ma r k t h alle nach. Aus diesem Grunde sind. auch die Großhandelspreise in der Großmarkthalle für Kälber und Kalbfleisch um 1000 K., in eiNze.ln:n Fällen auch bis 2000 K. pro Kilogramm glstiegen. Die Kleinha-ndellsproife Mebon - «er-' verändert. Ll-uif den G r ü n w a r e n m ä r 11 e n ist eine weitere Verbilligung der Kipflevkartvffsln singetreiton, die jetzt fln Großhandel 2000 K. Pro Kilogramm kosten. Der Meinhaudels- Preis beträgt in den Bezirksgeschäften noch ünmer mehr gtls' 1000 K. * Bubikopfabenteuer. Kürzlich vermißte ein hiesiger Bau- Polier »vach einem galanten. Aventouer mit einer i»mgen Trägerin eines Bubikopfes einen seiner Firma gehörenden Betrag von mehr als 20 Millionen. Di« Polizei ermittelt« schließlich ein Mädchen, das in Begleitung des 23jährigen Wehrmannes Leopold Sch-mid durch -ungewöhnliche Eleganz und einekostspielige Lebensweise aufgefallen war. Es stellte sich heraus, daß das Gold des flott lebenden Liebespaares, das des bestohlenen. Poliers , war. Der „Bubikopf" ist die 22jährige Arbeiterin Leopvldkne Zielbauer. Autofahrten, Barbssuche, Zechgelage und Toilette hatten von dem geftohlenen Gelbe nur mehr 2,5 Millionen in ihrem Besitze gelassen. Das Paar wurde verhaftet. * Verschwundene Schüler. Aus Preß bürg sind am 17. d. der 12jährige Cornol Birsek ..und der noch nicht 13jährige Josef Ci n tavh aus dem Elternhaus« verschwunden. * Ein junger Defraudant. Der 16jährige Handlungsgehilfe Adobf Mireckh. ist feil dem 17. d. nach Veruntreuung von 10 Millionen Kronen, welche er für seine Dienstgoberin Selnra Weißberg. 9. Bgz., Berggaffe 27, ei-n-kasstert hatte, flüchtig geworden. * Ein Geigendieb. Aus dem Orchosterramn des Rotenluruttinos in der Rotenturmstraße würden in der Zeit vom 18. d.. nachts, bis 19. d., nachmittags 4 Uhr. ben Mrisikern Robert S ch u tz und Herum >m Goldberg die Geigen gestohlen. Während die Geige des Goldberg 4 bis 6 Millionen wert ist, ist die Geige des Schütz «ine echte Steiper-Geige und hat einen Wert von 8 0 b i s 8 5 Millionen. Im Lar^e des gestrigen Vormittags erschien bei einem Geige nmacher in der Peuzillgerstraße ein junger Mann, der ein« kostbar« Geige um den Preis von 300.000 K. zum Kaufe anibot. Der Geige nmacher verständigte sofort die Polizei, die den Mann vechaftote. Er gab an. der 29jährige Hande-lsge-hilse Rudolf Bäder zu sein, und erklärte, mit dem Diebstahl im Rotenturmkmo nichts zu tun gehabt zu habeu. Die fragliche Geige, aus die die Beschreibung des .geschädigten Musikers vollkommen paßt, besitze er schon seit jahrein Infolge ma-terieller Not wollte er sie veräußern. Bei der UebersteVung zum Polizeikommissariat versuchte er durch. einen Sprung auf das Stadtbahngele-ste bei Schön-bnmn m entkommen. Er wurde wieder festgemmmwn uüd in das Jnquisitenspitäl gebracht. * Die Lebensmüde«. Der 45jährige Trafikant J.D. und seine 99jährige Gattin Emilie wurden gestern srüh nach 6 Uhr kt ihrer mit Leuchtgas erfüllten Wohnung betäubt aMgefunven. Der Hah'l -des Gaskocli-ers stand offen. — Der 25 jährige Ingenieur Hans T. hat sich gestern früh in seiner Wohnung am Opernring anaelchossen. Er wurde ans die Un>kallstat»on gebracht. Die Ursache der Tat ist unbekannt. — Der 25,cchrvge Tischlerachil'fe Karl G. erhängte sich gestern um 3 Uhr früh am Fenstergitter eines Gasthauses. Er wurdeabgeschnitten ^und zum Bewußtsein gebracht. Er gab Arbeitslosals Ursache der Tat au. * Verhaftung eines bnrgenlänvischen Bürgermeisters. Ans N'sitsch wird -uns gemeldet: Der Bürgermeister Mathias Buzolich aus Nikitsch wurde wegen Berbreche-nS des Mißbrauches der Amtsgewalt verhaftet und dem Bezirvsyerichte Oberpillleudorf em-c-aliefert. Er ist übc^yiesen, nur nnt dom Gememdesieael versehene Diehpatzformns-ar« gegen Bezahlung an Schmuggler .n-nd Händler abgegeben qu haben, die diese leeren Formulare nach Belieben selbst ansfüllten -und aus dwse Art aus Ungarn emaeschnmogeltes Pich als inländisches bezoichneten and dadurch nicht mir den Einfuhrzoll hinterzogen haben, sondern auch mit -beigetvagen haben dürften, daß Vevschvedone Tierkranchei-l-eu ins Jns.anld verschleppt worden sind. * Nachmittagsvorstellung von „Krone und Fessel". Um vielfachen Wünschen, besonders ans , dem Publikum der Umgebnng entsprechen, hat sich.die Direktion des Zirkus ©(Wn* deck entschlossen, das große Mcrnogcschcmstück ,^Kron,e -und Fessel", welches allabendlich mit einem bmispielloson Erfolg g<^tel-t wird, auä) am Sonntag den 22. d. und Sonntag den .1; März, nachmittags 3. Uhr, spielen gu lassen. * Der neue Zeitungskatalog der Annoncenexpedition Rudolf Moste. Die Zeilinngsreklame ist Hweifällos das sicherste Mittel, das Handel und Industrie, mr Hebung des Absattes oder Mr Ein-fübrnna ihrer Er,ze.u>onisse u>nd Wären zur Verlfügtmg halben. Bei der Schwierrokeit. auf dem weiten Gebiete des Relklamcwesens stets das Richtige -und Zweckmäßige m treffen und sich unnütze Ausgaben zu ersparen, ist es für alle Jnseron-ten von ga>^ bef-onderem Werte, einen Luderlässigen Führer und Berater zur Sorte zu haben. Diese Atifgabe erfüllt der soeben n-en erschienene Zertu>ngska>ta>5og der Annoneenexpoditiou Rndols Moste. Der Katalog enlhäl-t in einom, vornehm Mlsgestatteten Bande und in svrgMigster Dearhsit-un-g alle Zeitu-irorn und Zeitschriften, für die die Annoncenexpedition R-udo-lf Moste Anzeigen annimm-t. Unter besonderer, Berücksichtigung Oesterreichs u>nd der Nachfd-lgestaa-ten sowie Tauischl cmds sind dariin uniter Beifügu ng des gefamien zeitu-ngstechnischen und tariflichen Ma-teria«l-s alle „€)npmi«, gleichgidltig, ab Tageszeitungen oder Fachblatter, -in übersichtlicher Anovdn-u-na aufaelührt; oin um-fassendes Orts- und Branchenverzeichnis erleichtert denn Benutzer das schnelle Aulffinden der gewün.'chten Blätter. Nach eingehender Prüfung können wir den Mossefchen Zeittingskatalaq als unbedingt zpverfäffigen Führer durch das gefa-mte Jeitungs- .n>nd Zeüschristen,wesen der 'Welt und. unseres Landes lbegeichnen. * Zur Philosophie des Selbstrasierens. Er haust m einem kleinen Laden an . der Potsdamer Straße in Be-rtlin. Nennt, sich mit Stolz einen altem Handwerker — Mechaniker seines Zeichens —, hat aber einen K-ünsKevko-Pf mir Spitzbart und Lockentolle. ,-S-ol-mgen Stahlwaren" steht auf dem Schaufenster, »md ich gehe hinsin, weil ich ein Taschen-mester brauche. Wir kommen äber, angewgt durch den Kunden, den er vor mir abgvfertiot hat, a»lf RasrerÄinpen zu sprechen und finden uns in der Moiniumg, daß, schmerzlich wie es für uns Doussche ist, die amerikanische Rasierköiuge im allgemeinen der, den-tsschon .überlegen sei. Allerdings gibt es auch da Unterschiede. Mein Philosoph hat herauSgafunden, und ich kann es ihm aus eigener Erfährmng nur bestätigen, daß die- Kkingen, eines u>nd dessellben Packs oft recht verschiedenwerttg sind, daß einem neben Kii-uigssn, die man wochenlang im Gebrauch haben kenn, auch solche unter die Hand kom>me.ir, die man schon am dritten Tage weglwevfen muß. Da wir 'dar Sache philosophisch zu Leibe gehen, so vergessen wir nicht, nebon dam obiett-iven Taibeftänd auch -den suksektiven in Rechnung zu stellen. Und wir bestättgar» uns. daß ein und diesÄbe Klinge heute mild wie ei'n, Frühlingslülftllein über, die Haut da-hinalleitet. während das Rasieren damit .morgen, schon zur Mutigen' Metzolei ausarten kann. ,Ja, man hat Tage, wo. man imstande wäre, sichmit einem Sicherhe-itsrasterapparat den Hals aibz»»schn«iden! Ist es unter solchen Umständen nicht beklagenswert, daß es über die Ku»»st, sich selbst zu vaficrett, noch kein Buch gibt? Kann es einen w-ürdigevei». Gegenstand für eine Do-kto-rd-issertativn geben? meint mein Philosoph. Ueber die weltfernste-,» Gogenstände stellm die angehenden Gelehrten tiefsinnige UnterfuchuMen an, mrr über das, . was jedermann täglich zu schaffen macht, nur darüber gibt es nicht die bescheidensten Anfänge einer w-issenschaftilichen Li-temtnr! Also, wer macht den Anfang? ,/Die Phillosophie des Se-lbstrasierens. 1. Teil: Die techmschen Grundlagen des Problems. 2. Tovl: Die psychologischen Gvimdlagen. 3. Teil: Der Sieg des Meckbewußten Willens über die Tücke des Objekts." Der Erfolg könnte beisPiMos werden, tvo doch Millionen redlicher Männer jeden Morgen mit dam Problem non i#u ringen haben. Manche sogar Meimäl iägl'ich. * Der abhanden -ekommene Awe. Bor kurzem starb -in Zürich' der Bildhauer Eggenschwiler, :':n Hervorruf")»-: Künstler -und seltsamer Kauz. Die L'Mingsma-):ll: der ori^nellen Mannes warvn die T-ier«. und er hatte, um sim ihrem Wesen und in allen ihren Bewegungen studieren zu ken»»en. sein« am Gestade des herrlich»»» '2e.'s gel-.'.qene Wohnung in sine richtige Menagerie verwandett: hier gab es Schlangen, Affen, Papageie, Bären und nicht sÄten sogar Löwen; einige dieser Tiere halte Eggenschkviler persönlich großgezogen, soMsagen an seinem Busen genährt. Sein Lieblingsgefahrte war der Löwe Brutus, der im Zinrmer seines Herrn sihl'iöf-und ihn auf <lemen täglichen Spaziergängen begleitete. Da Brutus nur durch ebne dünne Kett« von den Zürichern ferngehalten wunde, ge>'ie,teir» die Spaz'lvrgä'ltger iu yicht geringe. Ausregumg, wenn sie der» Künstler mit seinem „Schoßiier" auftavchm sahen. Eines Abends vevweKte Eggenschwiler, der, gleich seinem berühmten Landsm-amr Gottfried Kelloo, einem guten Dropsen nicht abhold war, län-ger älß sonst im Kreise trinkftster Freunde. Er hatte dem Mine etwas sta'k zugchprvchen «nd bemerkte erst, als «r sich au.f den Heimweg begeben wollte,' daß ersemen ständigen Bealeiter, den Löwen Brutus, verloren hchte. Mm» setzte sofort die Polizei und die Feuerwehr in Kenntnis, und es -begann in den Straßen Zürichs eine nächtliche Lö-Werrjagd, die ledoch ergebnislos blieb. B'U-tus war weg! Als aber — so erqahilt. die „Tribun« de Genede" —- Gggenfchwvler im Morgengrauen aus schwere-»» T»cäu-men emporfuhv, um über die mügs'ichen Folgen des dramatischen Abenteuernachzudeuken, sah er -u seinem oren-zen-lo-en Erstaunen, daß Brutus seelenvchig wie ein treues Hündchen vor dom Gitter der Billa lag «ud aus den Herr»» wagtet«, don er offenbar noch irgendwo draußen wähnte. Der Löwe war, ohne sich um die Polizei und die PonyiierS zu kümmern, auf dein kii'.tzssten Wege niach Haus« getrottet uud hatte sich r»vh-i.q hinge-legt. Da Eggenschwiler bei I M-ner reichlich -späten Hointke-Hr durch den Gatten in die Billa Sk. Febvtt-ar 1828 9k. SM gewankt war, hatten sich di« berden Freu-nde au ^em Aberck nicht mehr gckehen. „ButuS war entschi^en Mstttet« allS ich,' sagte der Künstler, als er im Frou-ndeskreste bw Geschuht« er- Mi«. ,jl£t hatte allerdings an der Saufenei mcht teilgmam- .men," fügte er nachdenklich hingu. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) * Zionistische BezirkSsektion i. «nd 8. ve-irk. Morgen nm 10 Uhr vormittags im Wiedner Bürger-Kino, 4. Bez., Favoritenstraße 32, Aufführuna des neuesten Palast,naßtlmS „Paläst!r»a. das Land der Becheitzu-Ng". Restliche Karten an der Kasse. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgaste 4S. Tel. 83-401. _ Austritte aus dem Judentum. Dr. jur. S e t d l e r Georg, geb. 37. Juni 1901. Brün«. RechtSpraktieant. 8. Bez.. Albertgaffe S3. Moser Moritz, geb 5. Mat 1879, Wien, 9. Bez., MoßauerlSnde 48. Pen e n b et { Friederike, geb. 8. Oktober 1898, Wien. 9. Bez.. Nußdorferstraße 4. T a u f t i g Ernestine, geb. 17. Februar 1899. Wien Schneiderin. 16. Wichtelgaste 3. Deutsch SieMUnd, geb 37. Mat 1876, GÜnS, Spänglergebilse. 16. Bez., HaSnerstraße 31 Kaiser Franz Paul, geb. 13. Oktober 1917, Wien. Fische, Alfred, geb. 11. Oktober 1860, Wien. Kaufmann. 19. Bez.. Gentzgaste 7. Steiner Leo, geb. 38. März 1894. Wien. Roten« löwengaffe 17. Zuckerman Emma,geb. 1b.August 1901,Wien 2 Bez., Arnezhoferstraße 11. Goldscheider Philivp, geb. 23. Mai 1901. Wien, 3. Bez., Dazmanitengaffe 19. Fried« l ä n n d e r Han«, geb. 7. Juni 1910, Wien, Kanfmann. 9. Bez., LSwengasse 10. Bacher Gertrude, geb 3. September 1905 Wien. 3 Bez., Jnvalidenstraße 11 Amon Hans aeb. 14. November 1904, Wien. Buchhandlungsgehilfe. 12. Bez. Rechte Wien,eile 251. Spitzer Paul, geb. 7. Juni 1903 Zahntechniker. 16. Bez.,'Hubergaste 1 Helmreich Rudolf, geb. 18. Juni 1898, Wien Kunsttischler, 16. Bez, Pfenniggeldgaste 9 Wesel Tinka. geb. 7. Mai 1887. Wien, 3. Laufbergergaffe 4. K l i n g e r Rudolf false Hirt Maximilian, geb. 27. September 4"18, Wien, B. Bez., Khungaste 12. W e r n e r Martha geb G r ji n geb. 17. September 1901, Wien. 2. Be»., Obermüllnerstraße 1. I a b l o u 8 k y Moses, geb. 26. März 1894, Warschau. Student, 19. Bez, Grinzinger Allee 3. Amon Helene geb K r i ß, geb 17. Dezember 1904. Kolomea, Comptoirrftin, 12. Bez.. Rechte Wienzeile 251. Kaiser Leopoldine Matta geb. Ruß. geb. 25. September 1883, Gaudenzdorf, Private, 19. Dez., Himmelstraße 4. Liebling Julia, geb. 10. Dezember 1908. Augustwrka, Mittelschülerin, 16. Bez.. Fröbelgaste 19. B e r g« mann Kamilla, geb. 27. August 1837, Hof, Beamtin. 7, Bez., Neubaugaffe 46. Waldmüller Mathilde, geb. 19. Jänner 1885, Lemberg, Schnetdettn, 5. Bez., Am Hundsturm 2. Vereine, BortrSge und Berfammluuge«. H u ma n i t arer Gef elli g t e it S v e r e i rr „Gegenfeitige Hilfe". Wien 7. Bez. Heute um 8 Uhr äbends Vortrag im Veremshelm, Restauration „Zitahof" (Qpoczptrski), 7. Bez., MariahMferstraße 88 a. Be^irksrat Doktor Georg-W e i me r: Or-gaMationsfragen. Gaste willkommen. Eintritt frei. — Zionistische Kulturgruppe 2 0 Bez.. Karl-Meißl-Straße 5. Heute um 4 Uhr Fortsetzung des Seminars über Palästina-künde. Leitung: Dr. Leo Goldhamrner. Halb 6 Uhr AuLMlßsitzung. Morgen rvm haW 8 Uhr früh halben sich sämtliche Mitigjlieder zwecks Usberna-Hme der SammM'isten hei Herrn Samuel W e i n t r a u b im Kluckytempol zu melden. Um hakb 7 Uhr . Perez-S m o l e n 8 k h- Gedenffeier. Referent Dr. N. M. G e I ’6 e r. Gäste willkommen. — Jugendgruppe der Zionistischen Sektion Zw ifchenhrücken, 20. Bez., Allerherligenpsatz 3, Cafe Park. Heule u.m 6 Uhr Forrsetzung des GeschichtÄurfrs; nachher wichtige Ausschußsitzung. Püntttiches Evschsinen Pflicht. An dem Samimoltag haben sich alle Mitglieder ohne Ausnahme zu beteiligen und trvsfen sich zwecks Entgegennahme von enispvechende-m Material Sonntag um 9 Uhr vormittags vor dom BereinÄokäl. — Maimonides-Jnstitut, 3. Bez., Hetzgaste 40. Hmlte. von 3 bis 4 Uhr. Ralbbrner Dr. A. Kaminka: Pentvtouch-Vottrag. Montag: Rabbiner Dr. A. KaminSa: 6 bis 7 Uhr: Erklärung des Buches Jesaia; 7 bis 8 Uhr: Mainwnides, Mör« Nobuchim. — Wiener Beth-Hamidrasch, 2. P^.. Ferdinandstraße 23. Hente um 3 Uhr Bibel- Vortrag deS Herrn Lektors Dr. S. Rubin: „Moses, 2. TM. Sein« Metaphysik und seine Echik." — „Esperanza“, Sociedad acad. de los Judios sefardim. Horas 8V» de la noche en la II. Novara 27: Discusion sobre las actuelas problemas del movimlento sionistlco, Hospedes bien venidos. — Zionistische BezirkSsektion Prater. Heute um 7 Uhr abends versammeln sich alle, die sich am Sammeltag betätigen. Morgen um 8 Uhr abends Vortrag Dr. Israel Waldnrann: „Sind ZionisnmS und Sozialismus Gegensätze?" —. B e r e i n E r e z Js r'a e l. Wien, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Morgen -um 7 Uhr abends Vortrag Dr. Nahum Blauer. Thema: Bedeutung und Tempo der Palästinaemigration. Anschließend Helmabend mit reichhaltigem Programm. Gaste willkommen. — Zionistische Jug-rndgruppe Leopoldstadt. Heute, um 7.Uhr abe^>s, 2. Be.z., Zirknsgass« 33, Heimabend. Morgen haben sich sämtliche Mitglieder präMe halb 10 Uhr vormittags in der Zlrkusgasse 33 zwecks Einteilung für den Sammeltag ainMiinden. — Zionistische Frauengruppe Döbling. Montag den 23. d. -un» halb 9 Uhr abends nn Cafe Doblingerhvf, 19. Beg.. Billrothstraß«. Vortrag deS Herrn Leo Kauftnann aus Palästina Aber: „Die wirtschastilichvn Grundlagen des jüdischen Aufbauwerkes in Palästina". Gäste willkommen. Leopoldstädter Volksheim, 2. Bgz., Zirbus« gaste 48. 6 bis 9 Uhr abends: Einschroibungen für daS Sommersemester. 7 Uhr: Frau Maria Lang-Reitstätter: Bon fremden Völker»» und Kulturen. (Mit Lichtbildern.) Eintritt frei. Urania. Heute um 5 Uhr nachmittags im Große» Saal: Aus dom Grimmschen Märchen „Tischlein deck' dich, Esel-em streck' dich, Knüppel aus dem Sack!" Unionball. Heute, halb 9 Uihr abends, findet im Hote-l Clmtinentäl der Ball der Union veutschöslerreichischer Juden, veranstaltet von der Jugendgruppe dieser Bereinigung, statt. Karlen im Doworkauf 40.000 K., an der Abendkaste 80,000 K. mim RittagSlisch in der MtttelstandsküHe „Woja". Die Mittotstandsküche „Wofa" lädt zum Betuche ihrer Küche, 1. Bez., Griechengaste 3. ein Daselbst wird ein Menü, bestehend aus Suppe, Fleischspeise. Zuspeise und Mehlspeise um 8000 K.; ein zweites, bestehend aus Suppe, große Fleischfpeise. Zuspeise, Beilage und Mehlpei.se um 13.000 K. verabreicht.. Auferdom Speisen nach Wahl. Die Speisen werde« stteng rituell zuberoitet. Kundmachung. Vom Rabbiuate her Israelitischen Kultusgvmeinde Wien wird hiermit bekanntgegeben, daß die Wiener Selchwarensabrik „M a a d a n i m", Gronner «. Co.. 18. Bez., Spallartgaste 11, und deren BerkausSloka-le. 3. Bez., Untere Augartenstraße 8, 3. Bei-, SnnSgast» 10. und M. Be,., Troustraße 12. nicht mchr unter feiner Aussicht stehen und das R-abbinat daher nicht mehr die Verantwortung für das Kaschruch -in den genonnwu Betriebe» übe-rnchme« Sam».