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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-20 · Heft 2156 (20.2.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2156 (20.2.1925)
Date
1925-02-20
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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«f. 5158 Men, Fwiiag Wkener Vtot&n&Unn& Sv. Februar 1926 Mi r «ttf oteem TonKlmder, bet mit Inschriften in sumerischer Sprache dedcckt tvar Diesem Bericht ist eme erklärende Nachschrift in babylonischer Sprache beigen,Ft, die besagt: „Nabu- Shum-Iddina, Priester in Ur. hat diese alten, ehrwiird«ig«n Inschriften verfaßt, auf daß sie von den Gläubigen bewundert werden können." Es handelt sich demnach nn, eine Art Antiqeri'ätensmnmlun.', die ein Archäologe vor M Jahrhunderten angelegt und katalogisiert hat Wien, 20. Febvuar. * Telephonmisere in Salzburg. Aus Salzburg wird berichtet: Die Telcphonvcrbmdungen nach Wien, Linz, Innsbruck und Graz sind noch immer unterbrochen. Im Sad^,.-biet allein sind über 1000 Telephonbeschädigungen, zur Anmeldung gelangt. Die Behebung der Schäden dürfte noch einige Tage beanspruchen. * KunsthlftorischeS Museum. Mor-wn Samstag ist das Mufoum von 11 b,8 4 Uhr. am Sonntag den 22. d. von 9 bis I Ulhr und an allen anderen Tagen, mit Ausnahme des Montag, von haöb 10 bis halb 8 Uhr geöffnet. * Zwölfte österreichische Klassenlotterie. Bei der am 19. d. aLgehaUmen Ziehung ber Ul. Klasse gewannen: 20.000 S. da« Lo» Nr. 67260; 8000 S. da- Los Nr. 78.856; 4!'00 S. da» Los Nr. 37.118; se 2000 S. die Lose Nr. 63 817 und 80.659; je 1000 S. die Lose Nr. 26.561. 61821. 75.268. 68.021 und 67.817; je 600 S. die Lose Nr. 4859, 24371. 33.718. 84 554. 47.871, 47.5k4. 62.292. 64.260. 66.292 und 98.26«; je 400 S. die Lose Nr. 2371. 8064, 17.663, 28?68 83 654, 86.886. 44.663, 46.609. 48159. 63.554, 65.250, 69 292, 79.817, 80.292, 83.821 86.717, 97.011, 97.024, 99.268 und 99.617; außerdem wurden 2460 Gewinn zwischen 200 S. und 64 S. ausgelost. * Da« Weiter. In Oesterreich ist das Wetter vorwiegend trüb mit Movqenfrost, in, den?Weugeibieten gibt eS Regen und Schnee. Die Voraussage lautet: Trüb, Nioderschllage, K ä l t e e i n b r u ch bevorstehend. * Di« Lebensmittelmärkte. Die rückgängige Bewegung der Meffchpreff« in der Groß Markthalle macht konstant weitere Fortschritte. Gestern haben sich trotz schwacher Zufuhren Rind- und Schweinefleisch neuerlich ,m Preise vevbilllgt. Die Detailprcüse hingegen zeigen noch immer keine Veränderung und wird erst am Samstag ein Preisrückgang erwartet. — Der NaschmaM wies g.'stern ans allen Gobieten günstige Zufuhren auf. Spinat wurde mäßig im Preise herabgesetzt Die Preise aller anderen Gemüfesovten unterlagen keiner Schwankung. Für Kartoffeln bat die Nachfrage merklich nachgelassen. Eier, frische Kl 1400 bis 1700 K. und Kalkeier zu 1100 bis 1500 K. pro Stück, je nach Größe und Qualität, wie auch Butter waren über Bedarf vorrätig. Auch die Zufuhren aus allen anderen Märkten überwogen den Bedarf. * Mn verkommener Student. Zn Beginn des Jahres erlitt der Student Walter Schnürmach « r, der aus der Durchreise m Wien weilte, durch, seine Dertvauenssoligkeit einen Verlust von mehr als 6 Millionen durch einen jungen .Nann. der sich ihm als „Student Peter Mi'g aus Meräu* vorstellte. Es wurde festgestellt, daß der Betrüa-r der 22jährige Student Johann Emia aus Dornbirn sei. Am 17. d. wurde Einig, der als „Eduard Haagvn" hier gewohnt hat, in seinem Nntevftande verhaftet. . * Der Mörder Zeidker im Gasthaus. Bisher war es ganz ll'nausgeKärt^ wann der Pfründner Karl Zeidler am 11. d. das Tochterchen seines Quartievge-berS Richard Zoh rer in den Donaustrom geworfen hat. Nunmehr wurd« feistaosteM, daß Zeidler am 11. d. von etwa dreiviertÄ 8 Uhr abends bis II Uhr nachts im Gasthaus« Zucker mann. 20. Bez.. Hellwagstraße 9, geiveilt hat. In das Gasthaus war er am 11. d. ohne daS Kind gekommen, so daß nunmehr feststcht. daß er die Mein« vor halb 8 Uhr inS Wasser geworfen häbvn muß. Uciber diesen Gaschausheisuch hat Zeidler bisher gar nichts gesagt. * Tod beim „toilfcn* Fußballspiel? Am 18. d. fft der l0jährige Schlossergehklfe Franz Fink, Brüsselgasse 49 wohnhaft, an Eitervergiftung des Mutes mifolge einer KnochoivmarkentOnduttg gestorben. Fink hatte am 8. d. mit Arbeitskollegen ans einer Wiese im Hüttoldovfer Walde „wild" Fußball gespielt und dabei hat ihm der 17,jährige Lehrling Leopold G. einen Stoß gegen daS Schienbein versetzt. Es liegt der Verdacht vor. daß diese Verletzung mit dem Tode FinLs in ursächlichem Zusanunenhan« steht. * Die Lebensmüde». In ihrer W-chmmg hat sich gestern eie 28sahvige Hllssarbeitcrin Marie G. wegen unglücklicher Liebe durch Rotkali zu vergiften versucht. — Gestern früh hat sich der 30jährige Disponent Felix L. in seiner Wohnung aus unldHkannter Ursache durch Dercmal zu vergiften versucht * Mutmaßlicher Kindesmord. Gestern früh mn halb 8 Uhr wurde in der RelHanngasse die Leiche eines neugeborenen Knaben mit spärlichem blonden Haar gefunden. Es dürfte Kindesnwvd vorliegen. * Tödlicher Autounfall. Am 16. d. um, halb 1 Uhr nachts wurde der ZOiährigc Kutscher Johann Balenta von einem Auto nicdergostoßvn. Er starb am 18. d. im N-udoffSspital. * Gistmordversuch tvegen einer Wohnung. Aus Wiener^ 'Neustadt wird uns gemeldet: Die hicsiige Pollzei hat eine gewisse Theresia Fritsch unter den: Verdachte des Gist- », o rdversuch es verhaftet. Die Verhaftung evfö'Iigte auf eine Anzeige der Priva-ren Frauzisla Rößler, und Ovar gab 'ie Ampbgorin an, daß ihr« Speison wiederholt MDeu'eßoair gonracht wu-rden. Sie lenkte den Verdacht auf die Frr'sch, raülche bei ihrem Verhör M.gab, Larügvness-ong m die Speisen vor Rößler gegeben z-u ha'bm, um durch deren Erkrankung oder deren eventuell dadurch herbvige,führten Tod m den Besitz ihrer Wo h n u n fl, wo sie als Untcvmietevm logierte, m go!l>angen. * Die Einwanderung nach Frankreich. Nach «imr IirterpellatiES>üea«rtwortung vn der Deputiertcnkamme-r hat der jranwsifche Minister des Sintern die Zahl der vom 1. Jänner >923 bis zum SO. Iänncr 1924 noch Frankreich eingewanderten Ausländer mit rund 1,6 Millionen angegeben. Im Jahre 1934 alla.ii hat die Zahl dsr Ausländer m Frankreich um >75.000 zugenommen. * Eine unbekannte Sprache gefunden. Professor KoS spüren. Er hat Ausgrabungen nach eiiter der zahlreichen, im Sand.' verschütteten alten Städte unternommen und dabei ein« Bibliothek von etwa 800 Bänden entdeckt, die in verschiedenen Sprachen geschrieben sind. Er Hai darunter auch Werke in einer Sprache gefunden, die bisher unbekannt ist. Eö ist vorläufig wä) nicht gelungen, irgend etwas von dieser Sprache;n deuten. * Rücktritte zum Judentum in Budapest. Wie alljährlich Hai die Bwdavester Chcwrah Kcvdischah, der auch lxis gesamte jüdische FriedyvfsMsen untersteht, auch hon er einen Monat für unelttgeNiche Amtahmie von ""^gliedern bestimntt. Diese Mtgllederaiufnahmen bilden sei:! a,n Ztismiimeichrnch immer eine gewisse Sensation. Laut dem Bericht des Generalsekretärs wurden didknaj insgesamt 3046 am MitMioder «^genommen, IgmSnüerNittemaffer ist das wirksamste und sparsamste abführende Na'urmittel. Normale Dosis nur ein halbes Trinkglas vor dem Frütztück. Erhältlich in allen Apotheken, Drogerien usw. Preis 1 Schilling pro Halibelicherflasche. Alleinvertrieb Rofcmis n. Winter, Wien. 3. Bezirk. und zwar 4 Kantoren, 84 Journalisten, Schriftsteller. Künstler, 54 L>hrer, 99 Advokaten, 71 Aerzte, 68 Ingenieure und Architekten, 7 Qekouomen. 9 Großindustrielle, 48 Private, 64 Direktoren. 939 Beamte, 458 Kaufleut«, 264 Gcwevbetvei-bende, 883 Arbeiter und Hcmdelskmgcstellie, 2 Po^eikommissäre, 9 Offizier«. 62 Schmer. Einzelne Ausnahmen wurden in besonders feierlicher Weise vollzogen, so di« der Gruppe der jüdischen KrieicSinvalideu. von denen 36 unter feierlichem Zeremoniell in die Cb wrah ausgenommen tvurden. Eine Feiet fand Mch bei der Ausnahme der 17 Schriftsteller, Journalisten und Künstler statt, die sich m einer geschlossenen Gruppe gemeinsam zur Ausnahme meldeten, ebenso bei der Aufnahme der 12 Lhrer des jüdischen Gymnasiums. Honoris eaufa wurden 90 Mitalie.d.'r ausgenommen. Interesiant ist auch der Hinweis dcS Berichtes aus den Umstand, daß unter den Ausgenommenen sich auch viele solche befinden, die während der Revoluüivnen in einer „Angstpsychose" aus dem Judentum au St raten und spater, wieder Zu BetvusM'in gelangt, zu ihrem alten Glauben zurückkehrten. Diese waren bereits vor ihrem Austritt aus dem Judentum Mitglieder der Chewrah Kadrschcch und wurden jetzt ireueridinns ausgenommen. Laut dom Bericht gibt es unter den neuen Mitgliedern der Chewrah auch solche, Wfc früher Christ« n waren ivnd in der letzten Zeit zum Iwdentnm übergetreten sind. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. B«j„ Reindorfgasie 42, Tel. 83-401. (Entgeltlich.) Bereine. Borlriige und Versammlungen. Zionistische Sektion Prater. 2 De,, Iungltraße 6. Heute, vrLzise 8 Ubr abends. Midralchvortrag (Wochenabschnitt) Dr. Riffen G o l d st e i n. SamStag, 7 Ubr abend», im Heim. 3. Bez., Iunqstraste 8. sammeln sich diejenigen, die Sonntag und Montag beim jüdischen Sammeltag aktiv sich beteiligen. — Bukowinaer Zentralverband. Sonntag im Cafe Evison (ehemals Palace), 8. Bez.. Alserstratze Nr. 9, Geselligkeitsabend. .Herdioproar^Mm: Freitcm den 2V. Februar. 9 Uhr: Marktbericht. — 11 bis 1 Uhr rKonzertSilving. — 1 Uhr L Min. r Urania- -ekt. — 1 Uhr 30 Min.: Wetteransage.— V»* Uhr: Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert. — ty,7'Htor Vortrag Dr. Lamberg: Erste Hilfe. — 8 Uhrr Alt-Wiener Abend. 1. Liedervorträge von Dlanka G l o s s y t Lust vom Wienerwald, Das sind kane Witz'; 3. Wiener Lieder, vorgetragen von Emmerich ReimerS; 3. Duette von Blanka G l o s s y und Emmerich Reimers mit Bealeitung des Tautenhayn-Quartettsr Verstehst, DaS traurigste Ding, Aufforderung zum Tanz; 4. Vortrag von Anton Amon: Der Herr von Rjgerl und die Frau Sopberl vom Naschmarkt von Eduard Pötzl und Vinzenz Chiavaeei; 5. Solovorträge des Tautenh ayn-Qnartetl». — 10 Uhrr Heitere Abendmufik. __ Bühne und Kunst. »Rot kennt lei« Gebot.' Exl-Bühue. — KoMötzl«nha«S. Bevchrter Herr Direktor Exl — durch die Aufführung solchTr Stücke werden Sie Ihr vortreffÄches Enfonvble vuiilnneren. Es ist ausgeschlossen, daß Künstler dom Range Ihrer Dcvmen und Herren döesies rührenuntaugliche Stück mrl Interesse gelesen, mit Freude studiert haben und mit Hipgcrbe spielen. Di« sympathische AhmmgSlostgkeit dös Autors entwaffnet den Referenten und er <iventet sich den Dchauspie'bern zu, die es verdienen,' vor tauglichere AuGa-ben gestellt zu werden. Öl. Sine Pariser Rächt im Moderne« Aeater. Nach .den Grand Guiyrwl, nach dem Gastspiel Louis 33er« neuil. nach der Sensation Mr. mch Mine. Pitocff ein oviginal Pariser Programm ^8 Nachtvorstellamg im Alvdernen Theater, hingeworfen von Wiener Künstlern und Künstlerinnen, gemimt, getanzt, Mfungen, ein vorzüglich arrangiertes Ragont — vielleicht wird der vom Schicks-al so hart getroffen« Geher imchts mehr Glück haben als am Abend. Ms Theater ein fchr. kräftiger Sketch, brutal und aufvegen-d rmd von Theo Shall mid Fräulein de Majo mit gesunder Realistik skizziert; dcm-n eine aufs Zarte angelegte »md mit oimr Dosis Erotik gespickte Nachtmsd Nacktkonwdi«, mehr Lustspiel als Variete. Rvul Aslan veioles, daß er eine feim Ras« für französischen Duft hat, mit ein paar allerdings übevle-ten Pariser Chansons recte Schnrachtfetzrn; von sich selbst begeistert Maria Ley mit prächtigen, vorn jungen Czettel entworfenen Kostümen. Di« Glanzmunmer, obwohl weit von der Wiener Operette entfernt, Luise K a r 1 o u s ch, neue Chansons von Franz Lehar singend, reif für ein evstklassiges Kabarett. .Ich glaube, sie wird viele Anträge von Kabarettdirektorcn Iwfwunieii. Lehar am Klavier von nnübertrefslicher Delikatesse! Die erste Pariser Nacht im Modernen Theater ist sehr amüsant verlaufen. o. r. «tu den Theatern. ,De» Burgtheater. Morg«u, */a8 Uhr abend». Tokaier-. : B o l k 8 »p e r. Heule, '/sll Uhr abends, «H o f f» mauits Erzählung«Morgen, unter musikalischer Leitttng Dr. Stiedrhs, „D t e M e i st e r s i n g e r von Nürnberg* mit Staatsopentsünger Laurenz Hofer als <9ast. R e u e S W i e u e r S t a d t t b e a t e r. Die Direktion ist gezwungen, die Komödie „Sonata r i u m 0t. u. G." vom Spielplan abzusetzen, da auf 0-rund ber derzeit bestehenden Be» ftimuiunoctt, bei Stückelt die üb« BOmaL gegeber: werden, die LuftbarkeitLobaabe im doppelten Ausmaße zur Anrechnung ge» 1 langt. Diese Mehrbelastung fetzt die Direktion anßerstaude, dieses Stück weiteMkpielen. E» gelangt daher Mittwoch de« 38. d. der Schmink »Die aufgwertete ® e I ä n h* von Mar Real und Rudolf Frank zur Erstaufführung. Theater in der Josefstadt. Sonntag den 32. d., '(,13 Uhr, findet die Tanzmatinee Eve G e r v a l unter dem Titel „Impression - Parisienne r" statt. Als Nachmittagsvorstellung geht Sonntag, 3 Uhr nachmittags, ^Prinzessin H ü s ch e w i n d" in Szene. Raimund-Theater. Die Vorstellungen van „Antonia* mit Sari Fedak beginne« von nun an um 7,8 U fi t abends. SamStaa. 3 Uhr nachmittags. Bei sehr kleinen Prellen .S a p v h o*. Sonntag, '/,4 Uhr nachmittag«, „Rotkäppchen", Sonntag den 1. März als literarische Matinee L i e b l e i n S Schauwiel „D a » W u n d e r". Theater an der Wie». Di« henttge Premiere der Operette „Da» Milliardenfonper" von Ernst Steffan beginnt präzise 7 Uhr abends. Renaissancedühne. Heute beginnt Haust Niese ihr Gastspiel in der Schwanknovität „Mein Mann, der g r o ß e K Ü n st l e t" von Armin Frte d man«. Moderne» Theater. Die Nachtvorstelknng „Erste Pariser Nacht" wird morgen, 10 Uhr abends, wiederholt. Kammerspiele. Heute, ’/,8 Uhr abend», findet die 35. Aufführung de» Lustspiel» „DieHerzogin von E l b a'mit Luise Kartousch in der Titelrolle statt. Richard Strauß in Spanten. Wie aus Madrid gmueldet wird, fft Dr. Richard Strauß zu einem Besuch AndaLusien» in Moidrid eingetrosfen. Die iüdifch« Kabarettgefellfchast Hasamir gibt olls nächste rsuzqpm „Ochello m der Schnedverwerkstätbe" zur?bufsühvu>ntz gobcmigt und die kaukasische Tanzrmd GasauHstruppe Scmjcwttsch mbliwlvkt. Emtritt frei. Palastinaabteilung auf der Partter Ausstellung der bllderwcn Künste. Dre am 1. April in Paris zu eröffnende Internationale Ausstellung der bildenden Künste wird eine Pcckästmaabtellung emschließen. Die Palästmaregierung evnawnie am 14. d. om Komitee, welches die PÄästinoadteLlunq zu arrangieren halben wird. Serichtssaal. Ar Allgemrior gndllftriebaak «ad ihr Sevisendirettor. Dr. Flinker freigesprochen. In Forffetzung des ZeuaenverhöreS wurde Ing. Wjrsd Günther vernommen. Er ist Ende 1933 aus Drängen des Kommerzialrat BöSbauer m den VcrwäiMng-rat der dustrieLank einaerreten. „Wenn ich es nicht getan hatte, wäre mir heute Wähler," fügt der Zeuge hinzu. ,Lch halbe -gleich die Empftnduug gehabt, daß di« Baus etwas schwer bölvsAich lser amd mich deshalb für ome Kapitalserböhung einMetzt. Dw GdMchlmrgen waren äber nur sehr fchileppenld. —^ Do-rs.: Und eh. TeA ist ja gang schuldig gMisben. Und wi« war es rmt dem Emihonn-Geschäft? -—Zeug«: Gar« Kar sind wir nus nicht davwber geworden, ob der Btzepröswervt Einhorn das für seine eSigerte Rechnung Übernommen hat cder ob es ein Nostrogeschaft der Bank gewesen fft. — Boris.: Was waren daS für Folgen füe das Schicksal der Bank? — Zeuge: Ich meine, daß es vre-vlelcht ein todbringender H.eb war. der «te» nicht gesunden Körper getroffen bat. Dann wurde der BarckgeschLftSmhaber Artur Kola als Zeuge vernommen. Er hat der Induftviobauk alls Berwalttiungsrat angehört und mußte bald erkennen, daß sie nicht richdia ge- Mhrt werde. — Staatsanwalt: Wie viril haben Sie seLbst ber der IndustrieÄane verloren? Zeuge: Es waren eine Milliarde m fremder Währung und 16 Mi-lliardeu in gieren. Nach einer kurzen Pause wird der Bankier Richard Bors.: Lag ian Eingchrn der Nastropofibion von 200.000 Dollar ein Uriberischreiten des Rahmens der Banck? — Zeuge: Gewiß. Das war mcht richtig auf feiten des Dr. Mm«. — Bovs.: War Herrn Dr. Fliurer die Situation der Ban« detkaunt? — Zeug«: Gewiß. — Der Zeuge Graf Sizzo-Noris, der Prä fwenit der Jnduftriebauk war, wird gefragt, ob ibm bÄannt fei. daß Bösbauer den Einhorn deshalb unterstützt hätte, weil Giuhovn den BöSbauer mit 100.000 holiändischen Gusde« ausgeholfen hat. Der Zeuge Elwortrt daraus: .„Ich halbe mich um die Geschäfte der Herren Einhorn und Äösbauier nicht gekümmert." Nach mehr als emstü-ndlger Beratung sprach das Schöffengericht den An-geklogten Dr. Wm>ker frei. In rer schr ausfrchÄtchen Begvünduug wurde ausgosühr:. daß »er Gerichtsho,f m dem in der Anklage inkrim-tnierten Fall Ei>ti!h'?ru objekiv nicht den Tatibestaud einer strafbaren HaaMung er- Nicken tomirte. Di« Firma Eitrhovn sto>nd damals i>,r rmcm sehr anschnlichen Ruf. Duhjektiv öömite mar» vielleicht der Anschcmmrg sein, daß eS sich um ein 'bedenkliches Achiräft Ghanldevt habe. Das Geruht war aber der Ddainung» daß >r GcschäftSabfchluß nicht über di« finanziellen &raftc der In - dustri«!ba-n>k gegangen fer. Was den Nostrokredii oou 300000 Dollar betreffe, so mußte der GeuchtShof im Sine § .8 486 allerdings ei« gewagtes Geschäft scher. Aber auch hier tvar ju erwägen, ob der Angekärgte über drt ibm emgc rmmcken Betzugnlffe hlmvegqegangen stu. Ae Ritnalmordvrefse. Der Fall «rusch. Gestern hatf« sich der Verantwortliche Rodatteur v.r .Mutschen Arbeiterpvesie". Müller, vor dem Oberlandesgerichtsrat Dr. Höflmayer wegen Vernachläffigmrg der tzflichtgonläßen Lvforge m verantworten. Jnkrüniniert war ein Artikel dos genannten Blattes anläßlich des Falles des Sdn- Löllgs Grüsch, der am Tivoli von Hunden zerrissen wurde Das Hakenkveuzblatt erhob damals die unfinnige Beschllldigung. daß der Knabe einem Ritualmovd zum Opfer gefallell sm uitd forderte in ganz ««zweideutiger SMfc »um ^Pogrom aus. (Du energisch« Widerlegung des Ritualmordma-rchens durch $>eit >ic Mtersuchmm im Falle Grüsch führenden Pol«iMttynnn.ijsar haben wir seinerzeit abgedruckt. Anm. der Red.) Der Ang 'klagte lratte natürlich mcht den Mut, den Belveis für die Bchaupi 'ugeu s«>i»t«s Blattes zu versuchen, sondern verschanz'« sich hinter dem tveil bequemeren Paragraphen der Beruachläffiaung der pflichr gemäßen Obsorge. Er gab au, den Artikel vor der Drucklegrr»rg ttich'. gelesetr m ha>ben, sondern ihn wörtlich ain-er NnttUtwr des „Eiscnu'n Besen" entnommen m haben. Da er dort viel früher erjchieneu sei mrd von der Salzburger Staat-arNvaltschaft nicht inlvnnmiert tmirde, glanbt« er, ihn keiner Zensur mehr ziehen ju müssen. De-t Richter verurteile «n AnaouagEw M einer Geldstrafe vo« neu« SchM»G

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