Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2155 (19.2.1925)
- Date
- 1925-02-19
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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* ' ,vV ■ krf&mA'..i-'*W “ X- «r. «155 Wien, Donnerstag Wiese- Morpenzeltssch. ist. Febnlckr E5 Seit» 6 Politische und anvere Grenzen der Fürsorge. Nichts sM« so allnrenschlich, so international sein wie die Fürsorge, kennen doch Verwaisung, Armut und Kranke heit auch nicht di« Grenzen, welche die Menschen lotfach (•4# oder auch nur bcgris stich untereinander abgesteckt ch'.ben. -Jedoch die Politik kann das rein menschliche Gefühl nicht so ohne weiteres gewähren lassen, gib» es doch in jedem Reich einen Fiskus, der dem armen Fürsorge dedürftigen laut entgegen ruft: .,Wo veiinats'eerechtchi?" Di« allgemeine Forderung, die ^-ürsovste müsse ausschließlich Sache der ösfeEichon Kör per schasst« werdrn, zer-- schellt an dieser Frage. Außer der Arbeitsloserulnterstützung, der Lehvtnittel'beteiligung der 'Schuljugend, der Beniützttny der Spitatsainbukatorien gibt es Wohl nur rvenige Zweige der öffentlichen Fürsorge, auf we'ck-e scgcuannt« Ausländer Anspruch haben. Bei Waisenhaus- oder dPitalSunterbring.ung, Lei MerSfürsorge existiert für diese armen Menschen nur ein öffentliches Mheitmitstl: Abschiebung. Wie viel. Härte und Ungerechkiakeit dabei mitunterlausen nmß, goßt aus der einfachen Ucbcrlegillig Ii'rvor, daß. wenn eine Seßhaskigteit von q-ehrr s Fahren automatisch die Zuständigkeit nach Oesterreich brächte, sich die Zahl der „Ausländer" gewiß um siel«z:g bis achtzig.Prozent verringern würde. Hier ist daS .hauptgrbiet, keineswegs aber das einzig,'. Gebiet, daS leider noch lange nicht der privaten Fürsorgeinitiative streitig gemacht werden wird. Und man wird es nun nur allzu begreiflich finden, daß die Zent r a 1« [teile für jüdische soziale Fürsorge in Wien eine geradezu unglaublich große Anzahl von Für sorgeinstltuten und . Vereinen vertritt. Da gibt es nicht weniger als neun Waisenhäuser und Internale für verlaffene Kinder, ein Tau bst u m me 11°- und ein B l i n d e n i n st i t u t, zahlreiche Erholungsheime. G r e i s e n he ime, Bekie idu.ngs-, Aus speisungsvereine usw. Aber es wäre falsch, wollte man wähnen. daß die Schützlinge all dieser Institutionen durch Wegs nicht in Wien heimatsberechtigt seien. Es ist doch setbstverstän-dlich, daß jüdische Fürsorgebodürft'ge in jüdischen Anstalten um Aufnahme ersuchen; es spielt hier gewiß nicht nur das religiöse Moment eine Rolle; aber von der Stadt wird in diesen sogenannten konfessionellen Anstalten Prinzipiell auch für Wiener kein Beitrag geleistet. Di« Kultusgemeinde verfügt jedoch «bei weitem nicht über die Steuerkraft wie die Gemeinde Wien, und so müssen all .die genannten Institutionen von heute schwer tun ihre Existenz ringenden Privatveroinen erhalten werden. Sie sind die Veranstalter des kommenden jüdischen Sammeltages, WaS gäbe es aber für unangenehme Austritte, wenn «ran in dieser Stadt für jüdische Kranke, jüdische Waisen Mnd Greis« mit Sammelbüchsen auf der Straße sammeln würde! Deshalb wurde nur eine Haus- und Geschäfts sammlung hei Juden ins Auge gefaßt. Diejenigen aber, zu denen die Sammler gelangen, mögen sich Kar darüber sein, daß es sich , diesmal um eine durch politische und andere Grenzen der Fürsorge verursachte und zugleich vielfach eingeschränkte Sammlung handelt, die ZchnMusenden von jüdischen Hilfsbedürftigen gM. S. A. Sie Falaschas. Dr. Feitlovitschs Mission in Amerika. Rew-Norki 11. Februar. (I. T. A.) Dr. Jakob Feits 0 v i t i ch, der Entdecker der Falaschas (schwarzer jüdischer Stamm in Abessinien), ist vor kurzem in New-Novk ein- > getroffen, nachdem er sich wieder einmal 15 Monate lang ' bei den Maschas in Abessinien «a.uifgöha<ltsn hat. Doktor j Feitüovitsch hak es sich zum Ziel gesetzt, die Maschai-itbcn mit der Wells «donhelt in Bevühvwng zu bringen, sie über die Eult.vicklung des Ju'daismuS zu 'belehren, Ochnilcn für FAaschakmder zu errichten und sie Überhaupt der oirropälscheu Zivilisation naher zu bringen. Gegenüber einem I. T. A.-Vertveter äußerte sich H. rr Dr. Feitüovitsch wie folgt: Es sind 20 Jahve verflossen, seitdem ich die Maschasuden entdeckt habe; ich weÄte seitljor wiederholt in ihrer Mitte. Bis jetzt geilang «S mir, e i n e S djule in Addis. AbbeLa zu errichten und einen Lehrernachwuchs m ovganiiisieven. Junge Maschas wnroeit!il europäische Städte und nach Jerustrstm gesclüllt, danrit sie eine Erziehung genießen, die sie zu 'mnvi!L>?n Stellungen innerhalb ihres Stammes befähigen 'oll. Nulen.gbar sind Fortschritte erzielt worden, aber wir iui::u dennoch am Mginne unserer Arbeit, Abessinien leben unter eüler Bevölkerung von 10 Millionen Seelen etnvi 50.000 Maschas. Sie siltd der meist arbeitende BevölkerungsteiL des Landes. Ein Teil von ihnen obliegt der Landwirtschaft, ein Teil dom .Handiverk. Lin großer Teil bient im Heere. Sie leben in abgeschlossenen Dörfern. Ihre Stellung im Lande hat sich in den letzten Jahren g ebesser i. Der Konprinz-Regertt hat vor einiger Zeit der Schule im Addis Mbeba einen Besuch abgestattet und seine höchste Zufriedenheit Über das von Dr. Feitlov'.tsch geleistete ErziehungÄ.verk ausgedrückt. Die Falaschas weisen me kaukasischen Rasse um e r f m alc oiuf. Wenn sie auch dunkel sind, so sind sie doch keilte Neger, Ihre Gesichtszüge sind ausgesprochen femitifdj, sie sind nur etwas dunkler ailö die Jude« in Zltdion. ES besteht keinerlei Verwandtschaft zwischen ihnen und de» Negerjuden in Amerika, die aus-Afrika stammen und Proselystu oder Söhne von Proselystn sind. Bor dem Kriege, setzte Dr. Feitlovitsch fort, war die jüdische öffentliche Meimrug in Gllvopa einer Hilfsaktion w-rjttvwr&r -r vimm-r .’/iwq» i »»»« Wollen Sie m't??r Zeit, Geld und Aergev sparen nnd Zhre Wilsche schonen, dann müssen S t sich von der Güte der unverwüstlichen Apparate, Orlginal-MarNe ,SiserneWalchfrau'«. .Waschliesl' (in ßllnt Mt:ltiirf:aotrn jum Patent angemeldlt» Selm Probewaschen welches am Donnerstag den IS. Februar und Freitag den LS.Fedrnar um V-4 und 5 Uhr uachmittaglm Hotel „Zur aold Birne" M., Lendstr. Hanptsteahe rij Rest „Zur Künstlerltaufe" V. Mnrgnrelntstrntze 8J Rest. „Zum grtinen Baun" VI1, Mariahilirrstratze 5ti H., Tuburltrake 38 neben Hettos-Kin» liattfindet» überzeuqen Für jeden Apparat 3 I hre schristtiche Garantie! Bitte Lchmuhwilsche miibrmg'n! Nachat-«»na w>rd gertchtlick» verfolgt I Vrneralv«i-1rtcb: Franz Lang, VI» Amerllngstraste Ist, Ecke Martaht.serstrakie, tm Hofe. Für Uti,d«rvorIcS«lfok: Mayr & PreiSler, VII., Marlahilf^rftr. 56 NB. Dir allgemein im Handel befindlichen Apparate kosten bei > nt nur 70.000 Kro en 9 Blut« frisch 1 Silo mit K 10.000 Seelachs „Nordsee" was <le Eifia, Mehl, bei der Stadt« ««backen: Van reinige den Fisch inwendig von allen arzen Häut.n nnd Rück ändrn der Eingeweide, schuppe Uh, Hm «nicht wüsten,'. Lestieue ihn mit Lai, und besprenge Ihn mit laste ihn eine halbe Liunde liegen, dann wird er abg> trocknet, mit Ei und Bröskln paniert und in beliebigem LchmUz oder Fett herau»- geback n. Wäscht selbsttätig J zugunsten der Mascha in Abessinien günstig gostimmt. Gegenwärtig sind aber die europäischen Juden materiell gu einer weitreichenden Unterstützwngsaktion. n' ch t : inst and«. Wir müssen uns daher an die Iudcnhei i n Ä m e r i k a wenden, daß sie unS Hilst, unftre Aufgabe, die Mäschas die Crvungenschasten der modernen Zivilisation teilihastig werden zu lassen, M erfüllen. Dr. FeUovitsch gedenkt, in wenigen Monoton nach Abessinien zurückzukehren. Die „3ttbrafönfae" der Provence. Das Museum von Narbonne besitzt ein Jlbdeupotischas! MS «dem Ende des 13. oder vom Anfaing -des 14. IahchuiniSNi-s. Es stammt aus der Zett, »oo die W a pp e n nicht mehr das ar,LschReßliche Vorrecht des Adels .waren, jonbeDu wo auch die «amhasten Bürger in den Städten anfmFen. sich sovche hLizuiegen. Das Potschast ist zstveisettig und zeigt einen steigenden L ö w e u in heraldischer Form. Die Umschrist mit dem Namen ist ans der ainien Seite pMenoasisch, aus der Milderen hobmisch. Das Petschaft gehörst dem Monvei Tagroö oder Kalonhmos ben TodroS dem Dritten aus dem Men, reichen Gsschlockite der „Judenikonige". iin weilchsm das Borstchevomt dar Gemeinde vom Näribonin« erblich war. Der von omer lSenerativn mvf di« andere fonügeDhrw. Name „Roi Ms« vichrst von den Ghrisstn her, welche den hebräischen Vorstehertistil irrtÄM'ich douststn.Die Fanrilst leitet« sich von einem Gelehrten her, den Karil der Groß« ans Ba b yl o n berusen haben soll, damit er in der Navboime ein« Mlnurd« schule nach dem Muster der baibhlonischen Madsm-stu gründe. Dies« jüdischen Geilchrstn in Babylon, die sogenannten Exllarchen, behanptestn, vom königlichen Blust Davids zn fein. Der heraldische Löwe auf dem Peüschast deS Momet Tanrvs soll daher inögillcheviveise m den .Löwen vom Stamm Juda"' erinastrn. Bis über die Mitte der 1& Jahrhunderts wsvsn diese provencaiischen Iudenkönige stete Allodiallhsrren, die umnttstlbar umer dem französischen König st>and?n. Neicher Aillodialbesttz k«n in SSHfrankpelch unter den Juden schon von gall'sch-römischer Zelt her vor, jedoch ohne Gericki'sbarkeit und ohne dst Macht, Unstrpaistu zu Kriegs diensten n.nstnbietell. So blivb «8 unter der merotoiugischen und unter derkarolingischeu Herrschaft. Die Feu-dailzeit tt-ivb dnkleineren jüdischen Allodlalbesitzer, ebenso wie die Ghrisstn, dazu, sich ails Lehens teure unter deu Schütz größerer Herren Hi begebm. Sie kamen auch als LehensleMe von Abteien und Bischöi^u vor. Die mU den zkroUKzügen «lOstvhcnde Faürdsvti^ fei: fc*v Elwlli.'u nera-nlaßie dann die jüdischen Grnudtzesitzer, iiu c Ollt.'er tt-ac*! n-nd nach m barem Gekde zu Machen. MS IV" c-;c große KoniiSkatioü kam, da fanden sich bei den „Juan: königen" nur mehr ciwa dreißig .Häuser vor; chrrn Allotüa' und ihren sieudalbesitz hatten sie klugerweise einige Javrzshnivorher d^ußerü. . Wien 18. Februar. * WaS die österreichische Post bksSrdert. Der Umsau^ des östereichIschen Prstverkehres ist ein ganz a'waltiaer. F« Jahre 1824 wurden — wie gestern im BuogetauSschuss« mit geteilt wurde — befördert 220 M i ll tonen Inlands oriefe, darunter 13,5 Millionen eingeschriebene, und 150 Millionen Postkarten. An Drucksachen 135 Millionen. Jnc- Ausland gingen l>0 Millionen Briest (60 Millionen nas' Dontschland, 8Ü Millionen nach den Porto rose Ländern, de Rest nach dem übrigen Ausland), Postkarte,, gingen nact-E Deutschland 22 Millionen, nach den Portorose-Landern (Ita lien, Tschecho-Slowakei, Ungarn. Polen und Rumänien! $0 Millionen und etwa 10 Millionen nach dem übrigen Aus land. An Pakiten im Inland 8,76 Millionen, von dststn zirka dst HAfte rchne Wertangabe. Nach dem Auslände taittfxi- Iß Millionen PÄest befördert. * Bahuunsall in Salzburg. Am 17. d. führ dst dvm Schnellzuge 201 au- BklastungSgründen beigegöbene Schieib«- tosomotwe ln der Haitesstlle Eber bau er an den Schluß wagen des Zugeso hsftig an, daß dieser Danen bäschädi.n nnd fünf Passagiere leicht verletzt wurden. Di. Bersttzstn setzten nach Behandlung durch den Bahnarzt in Salzburg dst srahrt. mit dsmse»0ben Zug fort. * DaS Wetter. DaS Wetstr hat sich in Oesterreich g. besstrt. Dst Wetstvläge ist unverändert. Die Voraussasi' awldet: Neigung zu Nie-erfchlägen, Temperatur wenig vor ändert. * Plötzlicher Tod. Der aus Lodz eingereisst Zahnarzi De. Eham Leüek ist gestern im Hotel Post an HerMloo gestorben. * Dst Lebensmüden. Die 23jährige Sprachlehrerin Käte I. sprang vorgestern «bendS in den Donaukanal. Sic wurde gerettet. Dst Ursache der Tat ist Familienzwist. -— Dst ISjährige HauSgehilsin Adele H. wurde gestern am ihrem Dienst' orte in der Piaterstrahe 62, in der mit Leuchtgas gejülltt.« Küche bewußtlos aufgomnden. Die hat sich zu vergiften ver lucht. — Gestern früh hat sich dst 23jährige Private Elsa W. Surch Deronal und Brom zu vergiften versucht. Das Motiv der Tat dnr'te unglückliche Lieb« sein. — Am 17. d. nach mittags nahm der 28jährige Moritz R. wegen uwMcklichc: Liebe Lysol. * Einbrüche. Am 17. d. um 11 Uhr vormittags wuvde tu*-.-- Optistvgeschäft der Henrielt« Müller. Tuchlauben 6, er brachen. Gegenstände im Werte von 20 biS 26 Millionen Kronen wurden erbeutet. — Dienstag nachts wurde die eisern« Kasse in den Räumen der KaffeehauSgehblstn in der DchHstraasie 24. erbrochen und daraus ein Betrag von. etwa 20 Millionen Kronen entwendet. * Dst jüdisch« Handwerkerschust in vrest.LUowSk nieder- Sibranut. Das zweistöckige Gebäude der vom Joint Distribution ommitst« gestifteten Handwerkerschule zu Brest'LitowSk, das schönste und mcderüst oingevichtet« Geibände in ganz Postsstn, m, wie I. T. A. bericht«^, ein Raub der Flammen geworden. Das Gebäude ist vollständig nstdergcbrannt, sämttiche in den Werkstätten hevgcstellstn Möbel sowst dst Wohnung deS Direktors wurden durch Las Feuer vernichtet, -rnziig das Werkzeug konnte gevttstt werden. Der Schaden betragt 26.ÖÖ0 Dollar. 120 Fachschüler, meist Waisenkinder, haben vorläufig nicht die Mögllchkott, ihr« Fachausbildung fortzusetzen. Dst Ursache > des Brandltnglückes ist noch nicht sestgeftellt, doch erregt es tmqes Aiufjeyen, daß gerade, während dar Fauer wütest, der MaschineninstaÜateur BoleSlav GerelinSki, ein Nichtjude. Selbstmord begawM hat, indem « sich mit einem Rasiermesser dst Halsadern durchfchnitt. * Der Oberrabbiner von Florenz geht zur Lehrtätigkeit Uber. Der Oberrabbiner von Floren«, SiWor Cassnlo, ist von der Leitung des Rabbinats zurüch^eiveten, um den Posten eines Professors au der Universität zu Florenz zu dekleiden. Oberrabbiner Cassuto erklärte, es sti chm unnwgbich. beide Posten zu vereinigen. * Der Chirurg £>t. Biskind in Jerusalem gestorben. Dvr hervorragende Chirurg Dr. I. I, Bisrind, der feineMit als Mitglied des atnerikanischen Personals der 'medizinischen Organisation Hadassah nach Palästina gekomMN und bis März 1921 Chirurg des Rothschlld-iKrankenhauses war, ist, wie I. T. A. meldet, am 13. d. in Jemsalem gestorben. Dr. Biskmd >var zuletzt leitender Chirurg des Regierungskronken Hauses zit JerusalttN. . n Für die bevorstehenden Osterfeiertcwe. Hstvmit bezeug! sefertigt« Bezirksrabbinat, daß das Kokosfett ^Kunerol" da » Mit Ostersiegel unter strenger Aussicht erzeugt wird.und daher von jedenr strenggläubigen Juden mit ruhigem Gttpisssn in den Osterfaievta-gen verloenost werden kam. Mattersdorf, 1. Adar 6tz8>5. S. B. EhrensÄld, Sohn des Rabbiners Samuel Ehren selb, Verfasser des Werkes Chok Safer und Enkel des Ghsatti Sofft. (Entgeltlich.) * Indianer schießen auf die Sonnensinsternis. Wie die ')te!tv-?)ovker Matter aus Shracuso melden, haben dst In diatrersdämul« der Anandoga Reservation di« letzte Sonnen - finsternis, die in Amerika sehr gut beobachtet werden konnte, in einem an Wahnsinn grenzenden Grad von nervöser Erreaunia erwartet. Dl« Indianer hielten gerade ihr« jäbvktchen großen Fasst» und waren in dem AugeMick, als sich dst Sonn« verfinsterst, in ihrem Bethaus versammäli. «m einen tveißen Hund zu opfern. Di« liefen heulend, gestiLul-ierend an> dt« Straße urw beocnrnen gegen dst vom Mond bedeckte Sonnenscheib« Schüsse abzugeben. Äs traf sich, daß sie .gerade in dem AugeMick«, als der Mond von der Sonne wieder, ckb- Mrücken begann, ihr letztes Blei verschossen hatstn Höchst befriedigt und überzeugt, daß sst durch ihre Schlisse dst Sonnensinsternis vertrieben hätten, zogen sich die Indianer iostder in ihr BechauS zurück und fetzstn ihre Gebest und die Opstvlmaen unter besonderen Dankeshymnen an den Geist, der das Weltall beherrscht und daS Böse durch seine Getreuen verscheucht, fort. * Die Religionen. Da« «it^nefle Jahrbuch „World Al manac" für das Jabr 1S3Ü enthält uurer anderem Wissens werten auch em Kavistl über die rettglSst ''ugedörigksi: der Welt. Aus Grund Ser zur estrkngim stelwuden fifttirtird;cu Daten tommt der Autor dieses Kaptstls m folgenden Edbnissen: Jn^>rökd,m.'rikr gibt r» 1üiM.ci>0 Ebriklen und 11.M.M N.chlchri tm In Dütamercke stehen Christen S.SÄW AuderLglinbi^ gegenüb.-. G.ue,' uxii; 374.000.000 Christen grgm 10.017 50.1 anderen Rel'.gstnon .r.i gehörende Personen ans. Dst Zittern für Allen 30,600.000 Dhristen nnd ^.OJI.WO An^r»,'!äubig« Zn Afrtt- *tb*n 7,500.000 /hriit.'N, während A30 Pi-00011 Pee'.'N'n rncli« christlicher Konfession sind. In O-vanstn einschließlich Austral asten tmlvden 14,100.000 Christen und 61,824.000 Nichtchrisre'!! Mgostellt. Die Sumnte ergibt also für dst ganze Asttt -M.201.000 Ovisstn und 1.033.638.000 Ander» Ilälvbige. Diese statistischen Daten dürfen sicherlich nicht auf Bollkommetll>e»i hinsichtlich aller i» der Welt lebenden Menschen Anspruch er heben, oder immerhin dürft« daS aus ihnen sich tMbendeAtr^ Mtu'iS der Zahl der Ehrisstir zu derjenigen der Anderhylasibt' gen im großen und ganzen sinmnen. »