Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2153 (17.2.1925)
- Date
- 1925-02-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 77% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981238--21959-3009322- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
«r.S18S Dien, Wiener Msr-enzeiluns. Sie Probefahrt des BotoMiffes Nach einem Sonderbericht -es ,Mrlimer Dsge- KatteS" über die Fa«hvt des Flettnerschen Rotorschiffes „B u cka u" noch Schottland befindet sich an Br-rd deZ Rotorschiffes alles wohl. Infolge einer plötzlichen Drehung des Windes gegen Norden war man g-e.Murgen, die Rotoren außer Gang zu setzen und die Diese ll- Motoren emHufchällen. Während der Zeit des bloß motorischen Antriebes legte das Schiff 7 Knoten in der Stunde zurück. Als an Stelle der Motoren die Rotoren wieder eingeschaltet werden konnten, erhöhte sich d.e otefchiwindigkeilt auf 9 Knoten. Das Schiff b■«:ir>ivr sich 40 Seemeilen südlich der Doggevbaiil Erdbeben in gada». Aus Tokio wird berichtet: In». Bezirk Mayebashi- Gumma wurde Samstag ein heftiger Erdstoß verspürt, welcher bei der Bevölkerung eine wilde P a n iL ausloste. ES wurde ansehnlicher Sachschaden angerichtet. In Tokio und in H a s H i wurden ebenfalls Erdstöße verspürt, die jedoch nicht stark waren und W ■:rn Schaden anvichteten _ Sie Kalenderreform. Ter Oberrabbiner von Engend, Dr. I. H. Herz, bestab sich nach Genf, um der Sitzung der VÄkerbumdromul.l.s>sion für K a >l e n d e r r e f o r m, die gestern eröffnet wurde, beizuwohnen. Bor vor Tagung der Völkerbund- Kommission fand in Paris eine VoÄonfevenz der jüdischen Vertreter statt, an Welcher der Obervabbiner von England Dr. Her tz, der ObervahLiner von Fraukeich Israel L e v i, Dr. Löwen stein (Zürich) und Mr. Dueien Wolf teiilualhmen. Sie Kanonen der Erzväter. .Im Militarmusoum von Kcpenhagen bosiudon sich drei Me Kanonen, welche die Nanren Pachad Abraham, Pachad Jzchok, Pachad Jakob tragen. Wie kommen die drei Kanonen zu den Namen der drei Erzväter? Tasiir wird m der Zeckschvist ,^Dos Wort" eine soltfame Bogründn-wz gesehen. Es war in der Zart, in der in Dowtfchl-cmd die Hvp-H> v Rufe einer Körnen Bande den chrWchen Massen Zeichen zum Angriff auf die jüdische Bevölke*u>fg gaben. Schl-eswig- Holstoin gehörte noch zu Dänoma-Vk. Aber die HepHep-Rufe wuvdm auch dahin rasch importiert. Dr versammelten sich eines TageS Ln der ^dömgSmark" von Kopenhagen Hunderte von Christen, die nntsr Hep-hop-Mufen die Inden anMgvÄM begannen. Auf demselben Platze standen die dvvi Kanonen, die von MMävpoften bewacht wurden. Die wenigen Sildaren kmnten die Menge von ihrem Vorhaben wicht abbatten. Ti: Gefahr stieg. Da erfchivn der W Jahre akte König Fredevkk der Vierte, de« «lindes van dem Vorfall nnterrich'e: woröxm lvar, von einem Offizier begleitet auf dem Platz. Gr forderte die Bevölkerung auf, sich zu zevstvendn, aber sie antwortete nur mit Hep-hep- Rufen. Darauf erklärte der König mit hohem Ernste: „Zieht ihr euch in Ruhe zurück, Iso wird euch nichts geschehen. Fällt ober nur das Haupt eines Juden, so werde «ich diese drei Kanonen mrot euch sprechen lassen. Diese Kanonen sind von Abraham, Jzchok und Jakob. Die werden von euch Rechenschaft fordern für das Leid, das «ihr ihren Söhnen <n,titoit" Als die Masse diese Worte hörte, floh sie irfU Entsetzen. Seitdem hörte jede Borfölgung auf. Aber in Erinnerung an. dieses Ereignis gaben die Judon der Hauptstadt den drei Kanonen die Namen Pachad Abraham, Pachad Jzchok, Pachad Jakolb. Seit 20 Jahvon steht kein Militärposten mehr ans der Kön'igslnark. Aber die dvoi Kanonen sind im MÄttävmusomn cmfbewahvt und'die Namen der drei Patriarchen wurden «ilMn belassen. . Wien, 17. Februar. * Eine Enkelin Crentteux» gestorben. In Paris verstarb dieser Tage Frau Louise Crupp i-Cr emrenx. die Enikoliu des franMifch-Mischen Staatsmannes Js-cvae Adolphe Crein i e u x, des Begründers der Mianoe JsvaÄite Universelle. Die Verstorbene war die Frau des früheren Ministers des Aoußern Jean CruPPi. Sie ha>t verschiedene literarische Merke veröffentlicht und lvcir eine energische Vertreterin deS Kaurpfes um das Wahlrecht der Frauen. Mit Romain Rolland und dem enMchrn Dichter GalSworthy gvündote sie vor drei Jahren den Jnternatianallen SchviftstellerMub. * Albert Einstein in Holland. Die holländische Reichs- Universität zu Leyden 'beging dieser Tage die Feier ihres ll'.oiährigen Bestehens. Ans diesem Anlaß wurde Königin WdHÄmiine von Holland zuin Doctor honoris oausa ernaMvt. Do,n feierlichen Akt wohnten sänttlliche Professoren der Universität und Professor Albert G'nlstein bei. Die Kcnigm ninte-rhiettt siih 'längore Zeit «mit Professor Einstein, der in der Tracht der Madrider UnivevsMt in Äau'seidenoin Tälar ,md vbenifplchor Mütze erschien. * Personalnachricht. Herr Dr. BenMn'm Doll hat sich mit Fräulein Irma Holle«berg, Tochter des Herrn Leo Hallenbevg, vorwbt. (Entgeltlich.) * Vortrag Stricker. U-eber Einladung der Zionistischen Bestvtssvltvon Leopoldstadt spricht haute präzise 8 llhr abends im Cafe Sächsischer Hof. 2. Bez., Dalborstras'e 46, Oberbaurat Nabrrt Stricker über ZioniSMts und Klaffenikampf, mit anschließender DiÄuissirn. * Das Wetter. Die Voraussage meldet: Tvüb. Niederschläge. Temperatur möglicherweise bis Nullpunkt falleiud, Winde wechselnder Richtung, später wieder Temperaturg u >n a h m c. * Die Lebensmittelmärkte. Fast säur bliche LeibenSndi-ttölmär-kte boten gestern das Miga>de flaue Moniagsarpräge. Der Verkehr wird von der anhaltend verminderten Ans nahm s^ähi>qleit des Konsums stark beviniträchtigt. Der Absatz stockte -sowohl in, Großwie auch im Kloiuhandel empfindlich. Preise unverändert. Der NaschiuarÄ wurde zivar in bezug auf Gärrrt-nergem-üse schwächer ^beschickt, allein da ans Itälven größere Eendmrgen zwchisaM «K iKorfivl und auch Holland Weißuvd >amsas«W. Die Chailu-zfürsorge für kranke PailÄsti-uaPioui'ere erlaubt sich, hiermit den Herren Profesior Deeastello und Assistent Dr. Giesing er der ersten medtztüffchrn Abte-r/.mg des Franz-Josef Spidasses für die gong besonders menschettfreund lrche und auisimerksame ärztliche Hilfeleistung an den -im Spitale nu>'ergebrachten kranken Ar beiteru aus Pa>läst ina innigsten und herzlichsten Dank zu sagen. Rotkraut cinssangten und der Bedarf ohnshiu obn eingeschränkter ist. so übevtvog:« die Augebote die Nachfrage. Preise wie anr.Samstag. OOft wurde m geuivgenden Ntengen auf den Mai'kt gebracht. Absatz flau. Auf allen Marktgebieten hielt sich der Verkehr bei spärlichenl Bssirche iu bcf-cheidenen Gren^rr. * Die Eier werden billiger. Die nachhaktend warme Witterung hat^ betvirkt, daß die Legctäti^keit der Hühner heuer bedeutend früher eingesetzt hat als sonst und frische Eier in Menge an-goüoten werden. Die Foli!>e ist ein unaufhörliches Sinken der Preise. Derzeit sind Frischeier bereits um 1600 bis 1700 K. zu staben. Der Preissturz der Eier ist aber noch nicht zu Ende vnd schon nach Ostern dürfte ein Ei weniger als 1000 K. kosten. * Krautfleisch oder KohlengaS? In einem Zimmer des Hotels „z»v; Stadt Qedenburg" auf der WWen wurden Sonnl tag nachnlittags die Iu^.'uieurs'gattin Julie V e r t e s und deren Ä?srtschafterin Hermine Panier unter Vevgiftnngseri.chr>ckungen beivußtlos aufgofunden. Alan brachte die beiden > grauen ins Spital, wo sie sich rasch erholten. Sie hatten zuj sammen mit dem Manne der Frau Bertes in einer hiesigen : Gastwirtschaft Krantfleisch verzehrt. Man «glaubt, daß entweder eine FleischvevgistUinig oder allenfalls eine Vergiftung durch Kohlenoxydgas vorliegen koirnte. Gegen die Annahme einer Vergiftung durch Fleisch spricht, daß die übrigen Personen, bi: von der Speise genossen haben, keine Spur von Unwohlsein Seigten. , * Leuchtgasvergiftungeu: An ihren: Dienstort im Hause 1. De.;.. Woll.zeile 21, wurde gestern nachts die Löiahrige Haust gehilfin Hedwig Raab leblos ansgefunden. Der Hahn der . Gasleitung war geöffnet. — Gestern nachts wurde die iSzährige Hausgehilfin Marie Schubert mit Zeicherl einer Leuchtgas Vergiftiuivg bewußtlos aufgefunderr. * Ella Meitner gestorben. Die Gat-dm des kürzlich verhaftzcien Generaldirektors der Rütgers A.-G., Frau Ella Meitner, die letzten Donnerstag eine übergroße Dosis Veronal genomnren Hirt, ist ans ihrer BÄvußtlosigkeit nicht mehr ertvacht und gestorben. * Die Lebensmüden. In der Nacht zum Montag har sich *K'i isfährige Comptoirist Frau; Mages, wahrscheinlich aus unglücklicher Lieibe, aus einem Fenstiw des dritten Srockwerkes in die Tiefe gestürzt. Er blieb tot liegen. — Der 25jährige Verkäufer Hans Brand wurde gestern nachts in der mit Leuchtgas erfüllten Wohnung, den Schlauch der geöffneten Gasleitung reiben sich, tot aufgefunden. — Die 47jährige Private Therese Heger hat sich gestern vormittags in einem Anfalle von Geistesstörung vom zweiten Stockwerk in die Tiefe gestürzt. Sie wurde schwer verletzt auf die Unfallstation gebracht. — In feiner Wohnung. JMlah, hat sich «cftcrn mittags der 57Mriye Kaufmann Michael W. wegen Krankheit durch Leuchtgas zu vevgif-ten versucht. — Sonntag um 8 Uhr früh wllrde der 50jährige Tischlermeister Franz R u z i s k a,. Mävzstraße wohnhaft, in seiner Werkstätte im Souterrain des Wohnharrses erhängt aufgefunden. * Mutmaßlicher Kindesmord. Öcftecu um 11 Uhr vornlittags wurde an der Einfviodurrg des Cricketer-Platzes tnt Prater bt-c Leiche eines zwei bis drei Tage alten Mädchens gesundem Die Leiche tvar in die Nummer des „Albend" vom 28. Angust v. I. und in zwei braune Papiere gehMt. An der linken Wanye zeigte die Leiche einen Meck, der von emer Gewaltanwendung stanmren dürfte. Der Devdacht, sich der Leiche enttledigt zu haben, fällt auf eine etwa 20jährige Frau. * Ueberfall «rf eine Greisin in der Leopoldstadt. Die 67fähvrge Private Klara Barbat wurde gestvm abends im Stiiegenhaus ihrer WohnMrg, 2. Bez., .Rotenkreuzgasse 11, von einen: etwa 28jährigen Manne überfallen. Er preßte sie zu Boden und wollte ihr die Handtasche entreißen. Auf ihre H'chevufe flüchtete der Mann. Dve Greisin wurde leicht verletzt. Herabsetzung der Preise» der Hammerbrote». Ab Dienstag den 17. d. der neue Preis 7500 K. Entgogen ihrer ssinörzcitilgcn saierlbchen EMäaung benützt die AnkevbrotfaibriL die aus bekamrten Gründen erfolgte Preis- Herabsetzung des AnVerlbwtcS dazu, ihre EvzvMmvg von Tag zu Tag zu erhöhen. Es tritt die Absicht War zutage, durch Niederringuing der Ltzölchurrenz e>ine Mvrw-PMtvlluing zu erreichen. Untvr diesen U-mständen hat die Verwa«ml>ng der Haimmevbvotwevke A.-G. beschlossen, alb DieinStog den 17. d. den Preis für einen Laib Haimmeribrot auf 7500 K. Ml ovnläßigen. Die Hammevbroitwevke A.-G. will durch dieife Pveiser- Nläßigumg, die ein schweres Opfer bedeutet und Wirtschaftllich nicht zu rechtfertigen ist, ihre Abnehmer schützen «und bittet ihre Konsumenten, ihr me Twue Au beiwahren. iMitgeNich.) Vereine. Borttöge und Versammlungen. Ztonistische SektionV I—V11 Heute, 8 Mr abends, 8. Bez., Bennoplotz 1, Lieder- und Rezltationsabend. Anschließend Tanz. — Frauenyruppe der Zio-- niftischeu Bezirkssektion Alsergrund. Heute, V,8 Uhr abends, im Cafä Metropole, 9. Bez., Berggasse 33, Vortrag Dr. Josef Löwenherzr „Nahalal, die Kolonie der Zukunft". Gäste willkommen. Eintritt frei. — H a n.d e l 8- Vertreter. Morgen. 6 Uhr abends, im Cafü Landtmann /Souterrain), Hauptversammlung. — Misrachi, Wien. Der erste Diskussionsabend findet beute, */., 8 Uhr abends, im Extrazimmer des Restaurants Siegelhof, 3. Bez., Praterstraße 49, statt. Themar «Der Entwurf für ein Gemolndegefetz in Palästina*. Referent r M. Groß. Diskussiorl. — Zionistische Frauenorganisation. Die Sitzungen finde» von nun ab im Sitzungssaals des Zionistischen LandrSkomlteeS, 1. Bez., Kärntnerstraße 28/2, statt. Nächste Sitzung nwrge», 4 Uhr nachmittags. -ir Der Ball des jüdisch-akademischen Juristenvereines findet am 18. d. in den Räumen der Hofburg statt. Auskünfte und Karten im Cafe Stadtpark. Bon den Bundesbahnen. Mt 1. d. nxwteu auf den Perfomilverkehr zjlvifchen Stattonerr der Stveckerl Wderr-Südbahlchof—Leobersdovf, Äi-esiirg—Kaili!>:nie.uit«M>ö«en awS> MiMn«g —'Laxenlonrg itirtb nnterekmnder bei Benützung vo,l Zügel» di« reicht über dioje Sivecken hi«n«a>u's vevkchr'ell, jm« SondevbestimnvU'llM'n für den Wiener Nahverkehr ärlsgedchltt, die borosts ailf der Wefttxrhn«stvecke WleN'Wcstbahichof—8derl>lerl«gbach und aus der Frau.; Josefs-Bahn stecke W ».'«»>- FrEz-EJ-osafS-Bahnhof- Tulln bereits feit Jahren »n Gollnug ^stchell. Es Mt domnach für -diofe Strecken folgendes: 1. Di« Fahrkarten können 4m Vorvertanl-f ohne Entrlchttzmg «!'»aer Vorvevk«»lMcib«U)r in bolieibiiger An-zaihl gÄöst toevden; sie werden -bei der MSgabe mit dorn GÄtirubgLtd nicht lbezeichnet. 3. Die laut Kartenmbjvrrtck nick 17. Febriwr 1926 n 1: Geilte ft wah.'weisi'r Beniltzborkeit in beiden FahrtrvKkUitzgen' -Ätzenveb Fahrkarten kömren mir für eme eiivmaliM Fahrt wMrhassb de« an-fiMmckden StatvonKverdin-il-ng rmd m der einmal tmw schstrstenc-n Richtinng bsnützt werden. 3. Wer keine Fahrk-artgelost h-rt, wird z«ur Fahrt nicht Mflslassen. 4. Di« Karten ftn-*: bei Faintan'trttt vmn Türsteher M nrarttoron. iMNtarkrerte .Karten stich qnr Fahrt nvgüilti-g. 6. Der Uebertrttt in eine b<u Fahrk-e-rt-e nicht entsprechende höhere DapsMasie ist rm-znsässi g 6. Der Rei'fen'de darf die Zielst-ation. cmf die leine Anrte , -wicht Überlfahven. 7. Fahrtttttter'brech'Mg ist nicht gestatket 8. Reisend«, die den unter Pu nkt 2 bk-8 6 angoführttn Best im .m-mr-gen Moiderhandeln, werde,: aiuch m Falle c w MMuing ohrre A'lffordcvttng bei Berechn-'.-n-a der Nach-Eung als Reifer.-de ohne giiMge Fahrkarte behandM; sie halben demnach für die i-n Betracht kmnnrsude Strecke den doppelten F.-Hrp^ ' mindestens aber 50.000 K.. zu bezahlen. REoproavamin: Dienstag den 17. Februar. 9 Uhr: Marköbericht. — 11 bis 1 Uhr r K o n z e r t S t l v i n g. 1 Uhr 5 Min. r Uraniazeit. — 1 Ubr 20 Min.: Wetteranlage. — Vs Uhr: Wiener Börse. — ZU± bis 4 ltfjrt Stunde der Hausfrau. — 4 bis 5 Uhr: Märchen. — 6 bis 6 Uk»rr Nachmittagskouzert. — G Ubr: Heine-Feier. lZnm Todestag Heines, 17. Februar . 1856.) — */,8 . bis V«10 Uhr r Bortrag Reichs über Radiorecht. — 10 Uhr: Kammernmstkkonzert des Sedlak- Ainkler-OuartetteS.' Mitwirkend: Gräser (2. DiolaV Bere- «chnitzky (3. Cello), Prof. Stix (Kontrabaß), Prof. Alexander- Wunderer lOboeh Prof. Stiegler (1. Horn), Prof. Romagnoli «2. Horn), Hedda Ballon (Klavtervortrage). 1. W. A. .Mozart: Divertimento für Streichquartett mit zwei Hörnern und einen, "boe. 2. Klaviervortrag: I. DrahmS r Scherzo F-Moll (Hedda ilon). 3. I. BrahmS: Sextett G-Dur, Opus 36. Bühne und Kunst. Lustige Rächt im Burgtheater. „Das lachende Wien." Di« Schauspieler des Dnrythoaters unter der Fi'chr-nng von Pv'vng Karneval haben gut adgeschmtien. Bon den frohlichen Evck-gnisiM dieses Abends wäre v«el zu erzählen mrd man iköimde leicht auf das Wichtiigste vergessen. Melden wir es vovevst: Es zeigte sich an dieser Fgschlin'gsveiva'nftailtiu',^, daß das Ense-mblL dos Buvgthoaters van Vovtvofflicher Konsiimtian ist, den vorsichiedenilichen Krisen standhielt u«nd weit besser ist als das BuWcheaterpuibliVuim, tvelches divfe Bühne gestern ebenso pÄ«es, wie es sie honte gevingschätzt. Es gelang «wicht alles, aber - es ist Geist in dieser KrMstlovt.vu«ppe Möd dayu noch der beste, der em EnsemLile beseelen kam,, nänckich «Gvmeinschaftsgovst. Wäre diese wichl'iigste Qualität wicht vorhandon — tvotz machen Falles von Undankbarkeit, tluitaouc, ja, Felonie —, die Herren und Damen von der Burg hätten sich nmmtals zu einem -solchen Albend finden könin-en. Höhepunkt des vierstuindiigen Amüsements lv-ar ein Prachtstück, die Opovettenpavodle „Nein!". Eine foine, -liebottAwiwdlige, treffsichere Satire auf den Wieitor Operettenkutt nnd — die Wiener Opervttenikuliinr. Schon das Mchrrenbild, die übliche ^glanAolle" Ansftadtiwwg uvi«t Mbstbeuchlenden Rosenstväuchevn, war Wr erhsiternd. Das «E,u>lreelied des Opove-ttenstars (Herr Höbling), sein für Serien- -aiüfführuingen herausgeputztes T-cmzduett «mit der goiftvollen Rosa A l b a ch - R e t «t y, die W«Mezrrk--N ümuwr dor Frau Tim Senders (muß man wirklich erst -boisolcher Gelegenheit dieser gonialein KmnÄerin am BnvgtiheatLr begegnen?) «mid als wirksamer Gegensatz der vorrrchnre nnd doch zünde,che Couipbetvortvag des Herrn Kcvvl Zesk-a — «in Kstbrchss Qawdlibet, das -mit stürmischem Bvdfall Vodankl wurde. slloben diesem Qporettenfpaß ist den Gastgebern eine N ter-avische Satire gM«ngen, die im Rahmen dieser Bemiu - staL'tamg «gewiß nicht verletzend ist. Die Jbsen-Pevstffage „Falmilie StraMorb", von den Herren Heine und .Dan egg er, den Danren Witt und Wagener hmgoleigt. gibt dom Zivorchfell Kl schaffen, und das System von B-ü!h«ucntve^pen alls «fünlfber Mitwirkender, ome BevuWuing dar Jeßner-Trrppe, liiefovte taugliche Ptzinton. Im BovjPiÄ sah -nwuit als Alttvioner Greisenpaar Herrn WM Tha«ll«er -und Auguste Wilibrandt, die ihr aus Anwviika snrückgükehrldes Gnkolkmd mit einem -Ueberoadioappaivat beschenkte. So durften mm die beiden vevchrtan Künstler, u«nL mit ihnen das. Publikum, diese zu eiltet ,burleske aus Wiens Bevgcmgenheck, Gegenwart «and ZMritst" gübuindenen Späße gewießen. Nebst den gvnannten Schlage,-- nummern wurde eine Sgewe aus „Eiwör von -unsere Scu-t'* serviert, ferner dw Kne-ipenspaß „Göwa-rd und Kwn>i«gu,che", der freilich, wenn man chn überhaupt bringt, kiwAivMiMr gebracht werden kön-rvtv (aber die Ku«n»ig,vnde wurde von Gffela Wilke zmn «Schroten exeq-uiiort«) und eine. Molnar- Parvdie „Die rote KaffoonuMe" die Nestroh beftnnntt bester gemacht hätte. Dafür hatte nmn die Freude, eine meisterliche Travestie dor Frau Anna Kallina §n beüvumdovn «rmd sich an dm rassigon Savi-Fedak-Allüveu der Frau Lotte Medelsky zu erfreuen. Z,vm Schluß ging Nestroys Posse „Zwölf Mädchen in Uniform" über die Brvttsr. Willi Thal'ler gab den SanSquartior in bester Nestroy-Ma-nier u>nd die junge weibliche Garde des Bnvgthoators, mit Auguste PünköSdy und Alme Seidler an der Spitze,"wa-r eine Augvnwoide. O. A. 8l« abgesagter Bortramahend Sskar Beregis in Budapest. Die „Erwachenden" für die .Kulturreinheit". Der Schcuripioler OSkar Beregi, welcher fciuerz-ru Mi-tgl'i-cd W Mck-apofter drationackhealters lvar »nutz fett dean Horchy-Regime iu Wi e n wirkt, war vom ungarischen Schausp>ielerver>ba«nd zu ebnem BortragS-- adeud «rmch Budapest emgsladen worden, wÄchvtz <W