Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2152 (16.2.1925)
- Date
- 1925-02-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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•Hk « «i». «onVfl Sturmschaden. Schon tot der Nncht zum Sonntag setzte in Wi n und AmgKlMg stürmisches Wetter ein, welches den ganzen Sonntag über mit kurzen Unterbrechungen anyielt. Es ereigneten sich mfolgvdessen in der Stadt zahlreiche Sturmschaden, di« jedoch ochne Verletzung von Personen abliefen, Di« Feuerwehr nmßte in meherern Fallen intervenieren. Auch die Nacht aus fctffo war sehr stürmische Kn Lause des Vormittags ist eine leichte Bessenmg einqetreten. Schweres MnbahnunglüS bei Mi. Der Zugsverkehr eingestellt. Salzburg. 18. Februar. Nach Mittetlung der Betriebsrnspektion der Galzkammergut'Lokalbahn wurde der Personen- «ra Rr. 22 heute früh auf der Fahrt zwischen St. Wolfgang und Strobl vom Sturme zur Entgleisung gebracht und mehrere Wagen über die Böschung hinabgeschleudert. Hiebei wurde der Schaffner Hans Ellmauer von einem umgestürzten Wa^en erdrückt. Gin zweiter Schaffner und ein Bahnmeister sowie 15 P a s s agiere erlitten leichte Verletzungen, hauptsächlich Schnittwunden dur».) zertrümmerte Fensterscheiben. Ein sofort von Ischl reguirierter Hilfszug rnit Aerzten würde unweit der Unfallstelle gleichfallsvomSturmevfatzt und umgeworfen, ohne dast jedoch jemand Schaben genommen hätte. Heute mittags wurden drei Wagen eines in der Station Aich bei St. Gilgen stehenden Güterzuges vom Sturm umgeworfen. Der Zugsverkehr muhte bis auf weiteres eingestellt werden. Die telephonischen und telegraphischen Verbindungen auf der Strecke sind durch den Stnrm unterbrochen. Bern, 15. Fevr-nar. (Schweiz. Dep.-Agent.) Geistern und heute richteten große Stürme Kr verschiedenen Agenden des Landes, besonders im Kanton Appenzell, erheblichen Schaden an. In -der Umgebrmg' von AppeMll wurden ganze Dächer vom Sturme sortgetragen. Dutzened von Kämmen stürzten ein. Bäume wurden entwurzelt. Arrs dem; Tessin werden sündflutartige Niederschläge gemeldet, die von außerordentlich heftigen Gewittern und Hagelschllag begleitet waren. -ke Lemanstratkouen gegen Konizold. Der Claquechef verhaftet. Wi« berichtet wurde, ist es Samstag ochendS beim Auf- - treten des Kapellmeisters Erich Wolfgang Korngold i>n der Staatsaper zu lärmenden Demonstratio,nen gekommen, di« ein Emschrei'ten der Polizeibehörde notwendig machten. Dabei wurden -im ganzen sieben Personen öingehalten und nach Aufnahme ihres Nationales entlassen. Es sind dies: der Ekaqueche f und beschäftig-ungZIoft Schauspieler Otto Stieglitz, der der Führer gewesen zu sein scheint, der Student Ludwig Lasch, der Hörer der,Technischen Hochschule Wilhelm Lang, der Bankbeamte Richard Krottendorfe r, die sich durch domonstrati-ves Zischen hervortaten, der Realschüiser Kavl Allina und der Handelsangestellte Samuel Frankl, die durch 'aut« Rufe „Schubert!" demonsttierten. «er Selbftmorvversuch »er Fra« Meitner. Wie berichtet» hat di« Gattin des kürzlich verhafteten Generaldirektors der Rütgers-Ä.-G., Meitner, Frau Ella Meitner, letzten Donnerstag einen Selbstmordversuch verübt. Sie hat eine übergroße Dosis B « rvnal genommen. Seither befindet sich Frau Meitner in tieferBewußtlosigkeit, aus der sie n-och wicht erweckt werden konnte. Sie Wiener Lrthodoxie für die Pogromuoifen. Am SmnStag den 7. d. tagte im Duvwsoal« der Talmud- .> hora-Schule (2. Be;., Mmzqasse) eine von den Herren Rabbiner Tr. Max Grün Wald, Miversilätsproftssor Dr. Max Eisler Mitglied der Exekutive der jüdischen Welthilftkonf.'ren;) und Heinrich Pappenheim eiuberuftn« Bersa.nml>mg der Wiener Mischen Lrthodoxie, bei welcher das gerade in Wien weilende Mitglied des ZentralrateS der jüdischen Weltb'lftkonferenz, Herr Rechtsanwalt Dr. Markus Krämer ^s;ernow!tz), einen Bortrag über „Der WelwerbaMl für jüdische -rpale Fürsorge" und ./Die gegenwärtige Lage dev Juden in lrlutztand« HM. Er erörterte die Idee der Zentralffterunjg der ' 7,'krn Fürsorge aus Grund eines yrvcgelten Budgets m jedem L.'nde. besprach die bereits bekannten Systeme von FürsorgezrnirÄen. Die Dachorganisation fiir alle Fürs-orgezentral>m müsse der Weltverbaüd sein, welcher daS PrMem eines jüdidischen Rettnngssonds, eines gegenseitigen Versicherungsfonds gegen Katastrophen, zu lösen und die „Vereinigte jüdische BolkSbank", welche schon errichtet fei, auszubauen haben werde. Der Referent kam zu dem Schlüsse, daß die Frage der Kinderfürsorge, die Errettung der heimlosen Kinder, meistens Kri-.gs- und Pogromwaisen tm Osten, vor dm Gefahren der Stcaße und dem Hnngertode einzig und allein vom a ü s ' f1 ti): ‘ ff> c n Judentum gelöst werden könne. WkeE Mörft-nzeMinst." Die jüdische WolthÄfstanftrenz habe mit Hilft der Juden auS der ganzen Welt für mehr ÄS 15.000 Kinder in Kuck-en. Schulen und Heimen sorgen können, nun seien aber die Mitt?l versicigt. Eine Mion in Amerika habe nur Aussicht auf Erfolg, w.'nn Europa feine Pflicht tue. Bisher halben die Juden in Schweden, Holland ufiv. der Aufforderung der Delchllsskonftttnz bereits Folge geleistet. DK Wiener Indtzn haben vor vier Jahren ein großartiges Hilstwerk für die Pogromwaisen «inauguriert und mchr als der recht schöne materielle CrsÄg (zirka 200.000 Frank'«) habe diese Aktion d«8 hungernden Wien m o-r a l i s ch auf die Juden des Westens gewirkt. Die Ausführungen deS Referenten machten?.uf die Versammelten tiefen Eiudmck. Nach einem wärmenAppell des Herrn Pros. Dr. Ei Sler wurde beschlossen, im Kreise, der Orthodoxie in kürzester Frist einen Fonds von 1000 Dollar fiir die ukrainisch« Kinderfürsorge der jüoischen WelthilsSkonftrenz zu schafft«. Mn Doll der Dumme wuvde von Anwesenden sofort gezeichnet. Der Rest soll unter Leitung eines den Einbcrnftrn bc! gegebenen Komitees in güngmetcr '"ärm aufgebracht werden. — x. -~ 83 Int, 16. Februar. * Tie neuen SchillingSmarke«. Wie die Korrespondenz Her;cm meldet, tverdeu die in Vväbereituna hsfiMichen, am Schillinfu’ und Groschen lautenden Briefmarken noch nicht am 1. Mäm zur Ausgabe gelangen können, da der Druck noch nicht so wen vorgeschritten ist. * Die arischen Postler. In der DolkshalVe des RachanseS sollte gestern eine Massenver,mnrnlnmg nnzivfriedener Postler staitf'.nden. Da sich etwa 50 Leute einMunden hatten, wurde die Versaminümg in die Schauflevgasse verlcat. Ein deurschnaticnaler Beamter nanicns N e mec hielt >daS Referat, worauf der Beamte Sverl die Einnchrnng des Arierpäragraphen verlangte. D'e Rasjcnversan'MIrng ist einstivetlen auf nächsten Sonntag angeseht worden. * Artistenprüfung. Samstag den 31. d. um 3 Uhr nachmittags finden im Olympiasaate, 1. Beg., Rotgassc 3, die nächsten Pricfnngen statt. Der Besuch ist nur mit Arrweisungskarten (inklusive Jausenkaffee) geigen einen Regielbeitrag von 30.000 K. möglich. Anweismmen sind im Bureau >der I. A. O., 2. Bez.. Praterstraße 43, erhältlich. * Der Held des „Verlorenen Bataillons" als Palästinakolonist. Aus Jevusaleim wird uns goschrieben: Abraham Krotoschinsky, der Held einer Episode vom „Vevlorenen Bataillon", die in der amerikanischen Armoogeschichte des Weltkrieges verzeichnet steht, kam vor drei Jahren nach Palästina und arbeitet ans seiner Farm in Ekron. In einonr Brief an di« Zionistische PLlästinaexHkttiive. in welchem er von seinem Schicksal als Kolonist erzählt, heißt ®3: „Ich verlldore feent Mut nicht und kämpft weiter wie #u Zeiten des Kvieges." Bvkaamt als der „Private swm che Dr.onx" (Der Infanterist aus dom Nöw-Aonker Stadtteil -„Bronx") ist Kvotafchinsky der Soldat, dessen Tat, die Rettung seines Bataillons,^ m Poesie un>d Pvafa verherrlicht wuiche. Auf dem Schlachtfeld >m den ÄrMNuen war es, wo er sich freiwillig anlbot, sein Bataillon zu retten, daS laut ,Dimes"-,Bericht schon tot geglaubt Mac. Die Tat gelang. Tiefes „Verlorene Bataillon" bestand haiuptfächlich ans Juden, welche früher in den „Schwitzworkstätlftn" Ost-9lew-Norks gearbeitet haften. Nach, donr Kriege trat KvotoschirrSky in die „Jüdische Nationalfavmschule" ber Philadelphia sin, nach^deren Msaillviemmg chnc Hevr -undStrauß bei dor Erfüllung seines Wünscht, M>lonift in Palästina ffit werden, -behilflich waren. Auch sonst interessiert man sich m Amerika für den Mann. Erst vürzilich sanivte Hetr Soinvusl Kaplan, «in >be- ^deutender New-Aoriker Fabriikarvt uind , nebstbei Viehzüchter, dem Holden der Aogonmen drei preisgekrönte Jerisey-Knhe für seltne Farm. Die Z. P. E. rbrers>eits wurde von Herrn Stmuß gelbsten, KrotoschinÄYS SoS in Eskron so wett als möglich zu erleichtern. * Di« Ehefrau als Banditenführeri«. In Rom ging vor kurKvm eines Nachts ein braver.Brirger durch einsame Straßen seinem Heim zu, als er plötzlich an einer dunklen Stell« von vier Brcganten Überfallen, «t ein Auto yepackt und in die Campagna hinausgefahren wurde. Dort band man chn los. setzte ihm ein Messer an Äir Kchle und schwor, man würde ihn löten, wenn er nicht binnen drei Tagen eine SumkNe von 30.000 Lire äls Lösegeld in eine albgalegene, berüchtigt« Vorstadtkneipe bringe. Falls «S chm aber «mfallen sollte, etwa die Behörden von dieser Angekegenheit in Kenntnis zu setzen, so Ware er glsichfa lls dom Tobe verfallen. Darauf/ließ man ihn laufen. Der Uoberfallene aber war nicht so leicht einHuschüchtern^ Cr ging zu seinem RechtSbeiständ, der die Polizei benachrichtigte. An dem bewußten dritten Tage wuvdr dito Gaunerherberge abends umstellt und alle Anwesenden verhaftet. Unter ihnen erkannte der Ueberfallene ohne Schwierigkerten jene vier Banditen, die ihn überfallen hatten. Wer ckber bvschveibj sdin Erstaunen, ÄS et unter den ulbri«n Festgenommenen plötzlich auch sein« Frau entdeckt«, die als Bcmvvim verkleidet war! DaS Verhör ergab, daß sie die Anstifte rin deS ganzen SrpveffuingSmanovers war, weil fite Geld brauchte, um die Eyickschuk'd ihres Gerichten zu begleichen. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. vez., Reindorfgasse 42, Tel. 83-401. (Entgeltlich.) PerosiS „MoftS" wieder ausgeführt. Ans Rom wird berichtet: Am 26. d. wird in Rour nach langen Jchran zum ersten Male wieder das O r a t o r i u m „M o s e s" aufgesErt, wobei der Komponist P e r o s i seit 1911 zum ersten Mal« wieder persönlich dirigieren wird. Sereine, BortrSge and Berfammlangen. Wiener B e t h - H a m i d r a s ch, 2. Dez.. FeÄ>inandSitraße 23. Heute. 6 Uhr, Lektor Dr. S. Rubin: „Talmud pefsachim, Äbschlsitt 10, in historisch-britischer Beleuchtung", Der Hausarzt. Redigiert von Dr. San«! Verr. Ueber Frühzeichen der Tuberkulose. Obgleich die Oeffentlichkeit das gesamte Tuberkulosen» problenr in dem letzten Jahrzehnt vielfach l* populärer Form zur Genüge aufgeklärt tvird, hat man in der ärztlichen Praxis nicht den Eindruck, daß die Laientvelt das Wesentliche versteht, worauf es bet der. Erkennung und Bekämpfung der Tuberkulose ankommt. Wohl ist ein großer Teil der MenschLn durch die Popularisierung der Medizin wegen der Tuberkulosegeführen geängstigt, und sucht häuft» ger ärztlichen Rat auf, doch vertragen Patienten oder Angehörige des Patienten selten die volle Wahrheit über den norlicqertden Krankheitszustand. 16. Februar 1925 Nr. AS» Man hört fast stets besonder- Lei der beabsichtigte« Untersuchung einer jugendlichen Person die Worte: ^Herr Doktor, wir kommen zu Ihnen, um -zu hören, ob daS Kind auf der Lnnge gesund ist." Der- Laie denkt ja meist nur an Lungentuberkulose, wohl sicherlich der häufigsten ErkrankungSform, obgleich alle Organe tuberkulös erkranken können und andere Formen dieser tückischen Krankheit häufig genug sind. „ES liegt doch kein Lungenspitzenkatarrh vor, sondern nur ein einfacher Bronchialkatarrh?" Oder es wird gefragt, ob nur ein Lungenspitzenkatarrh und keine Tuber'-'.lose vorliegt. Gewiß gibt es harmlose chronische Katarrhe der Lungenlvcge, doch ist jede lang andauernde katarrhalische Erkrankung der Atmungsorgane auf eine tuberkulöse Erkrankung verdächtig. Die Entscheidung kann nicht bei einer einmaligctr Konsultation getroffen werden. Hier hängt vieles von dem Takt und dem Berständnis des Arztes ab, welche populären Ausdrücke tt ge. braucht» um seinen Patienten oder dessen Umgebung nicht allzu sehr und überflüssigerweise zu beunruhigen, aber andrerseits das Notwendige mit entsprechender Schärfe beizubringen. Ein Arzt, der deß Vertrauens seines Patienten sicher ist, und der weiß, daß der Patient hinter seinem Rücken nicht noch mehrere Aerzte konsultiert, wird anders zu Werke gehen, als ein Arzt, der den Patienten nicht kennt, und der da» Gefühl hat, der Kranke will die ärztlichen Kenntnisse auf die Probe stellen. So kommt es denn, daß der eine Arzt eine beginnende Lungen- und Drüsentuberkulose als Lungenspitzenkatarrh — also nach der Ansicht des einen Laien als wirkliche schwere Erkrankung hinstellt, während ein anderer in der Diagnose eines Lungenspitzenkatarrhs nichts Ernstes findet, da das Wort „Tuberkulose" dabei nicht gefallen ist. In Wahrheit haben beide Aerzte dasselbe verstanden und bezeichnen wollen, aber der Laie hat den populären Ausdrücken eine seiner Person genehme oder verständliche Deutung gegeben. Darauf kommt es aber hauptsächlich an. Denn davon hängt es ab, ob der Kranke in entsprechende Behandlllng kommt oder nicht. Hat der Arzt daS Wort „tuberkulös" fallen lassen, werden alle Opfer für die Inangriffnahme der Behandlung gebracht, ein Lungenspitzenkatarrh heilt auch so, wenn daS Kind oder der erwachsene Patient nur recht viel essen wird. Daß aber der Kranke eben wegen seines beginnenden tuberkulösen Leidens keinen Appetit hat und nicht essen kann, das wird meist übersehen. ' Wichtig ist vor allem, auf die heute feststehende Tatsache hinzuweisen, daß auch die Lungentuberkulose des Erwachsenen eigentlich nicht den Äeginn der Erkrankung darstellt, sondern daß diese meist in der Kindheit schon begönnen hat, auch wenn sie erst im späteren Alter sichtbare Erscheinungen gezeigt hat. Wir stehen heute auf hem Standpunkt, daß es sich. bei. den Erwachsenen um ein Wiederaufflackern einer in der Jugend erworbenen Lungeninfeklion handelt, die damals keine bedeutenden Krankheitszeichen gezeitigt hat. Eine genaue ärztliche Untersuchung und Ueberwachung hätte die ersten Anfänge der Tuberkulose bewiesen, die sich in einer Drüsenschwellnng kundgibt und durch die Röntgenaufnahme oder Tuberkulinprobe Bestätigung gefunden hatte. Auf die Jnitialsymptome der Tuberkulose ist also das größte Gewicht zu legen. Als solche muß man besonders bei jungen Mädchen dauernde Blässe und Blutarmut, dauernde Erhöhung der Pulszahl, Müdigkeit und Kopfschmerzen ansehen. Im Vordergrund« der Erscheinungen stehen meist auch ^allgemeine Unlustgefühle, Appetitlosigkeit Und Magenbeschwerden. Ein solcher Zustand sollte nicht auf gewöhnliche. Blutarmut bezogen werden. Eine genaue Kontrolle der Körpertemperatur, die sich im allgemeinen nicht über 87 Grad Celsius erheben soll, ist mehrmals täglich durchzuführen. Wohl leistet die Röntgenuntersuchung große Dienste, das Wesentlichste bleibt aber stets die Ueberwachung des verdächtigen Kranken durch den Arzt, der aus dem Allgemeinbefinden, der KöcpergewichtSkurve, dem Temperaturzettel, den KrankheitSsymptomen, bet AVHorchen und Abklopfen der Brustorgane den jeweiligen Grad der Erkrankung feststellen kann. ES kommt auch gar nicht darauf an, ob daS eine oder daS andere KrankheitSzeichem etwa Husten oder Blutspucken, vorkommt. ES kann selbst bei fortgeschrittener Tuberkulose der Husten fehlen, andererseits Blutspucken einen leichten Lungenprozeß einleite», der bei entsprechender Behandlung in rasche Genesung übergeht, Interessant ist, daß selbst bei Zeichen deS Verfalles der Lungenkranke oft sich verhältnismäßig Wohl fühlt, und an eine ernste Erkrankung nicht glauben und von seiner gewohnten Beschäftigung nicht lassen will, während sich etwa bej einem Herzkranken schon frühzeitig KrankheitSgefirhle einstellen, die bis zu schwerster Alteration deS GemütSlebenS führen können. Frühzeitige Erkennung der Lungenafsektion ist wichtig, weil die Lungentuberkulose, die mit chronischem Lungen-, Bronchial- oder Lungenspitzenkatarrh beginnt, vermöge der heutigen Behandlungsmethoden heilbar ist. Wahre, Aufklärung und richtige Erkennung der Sachlage ohne beängstigende Uebertreibung des KrankheitSbefilndeS find Voraussetzungen für die sichere Heilung der heimtückischen Tuberkulose. ««Micher Fragelalle». S. V., Wie». 2. Bez., Dt« Masernübertragung wird kaum durch die Msftckettul« KatMrchen. RLHeveS.im Hausarzt vom V. d. Mitroviee. Antwort erfolgt orrefllch. — Berguer. eine GemüsenraWeit (Karotten, Spinat). Mab>l«elte>n. täglich mir fTIWMmtt-triieTtittft’rriiir-rtfi i-n-niirrvr-'nmvf nnirm rn mr wir -