Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2151 (15.2.1925)
- Date
- 1925-02-15
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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f & AS1 mm, MnnmH Moraenmr«n«. 15. Mvudr 1983 Geske S MODE-BERICHT Die Wirkungen des Unbikopfe». Heute erst, nachdem der Bubikopf in die dritte Saison setcktt Existenz eintritt, kommt man jitm VeivuMin. daß die i^otzenwärttgr Frisur nicht daS Ergebnis der Phantasie veS Cokffonrs bst, sondern daS Eharakterfflihnm einer Epoche: der Hang zum Jnsantilism-nS. Eine logische Folge deS ki-nidkich gestutzten Haares ist di- Mode der kurzen, .inliegenden Kleider, wodurch die Harmonie der Erscheimrng hevbeigefichrt wird, a0so das. Las das Kennzeichen deS vornehmen Geschmacks ibAdet. Die Pariser Haatte Eouture will alljährlich von neuem de« Reichtum ihrer Phantasie dokumentieren und nicht den Dorwuvf der Einfallslosigkeit hermvfbeschwören. Das Frühjahr naht, die neuesten Krsarionea werden erwartet. Ro h dem Prunk der FaschingStoiletten tritt daS schlichte Frühjahr S k o st ü m mrf dm Plan, bei aller Irengr in Linie und Farbe frisch und lebendig, denn der Sinn für die Pracht des Materials bst nicht zu besiegen. Durchsetzen wird sich daS einfache Kostüm, dessen Rock sehr kurz ist und vorläufig die bisherige Weit« beibehalten wird, eine Jacke a la Redingote, Ztvei Knopfverschluß, vier Kuopfftelkung: die Jackinschoß leicht, glockig, Ober auch anpaffend; an Stoffen außer d«m im Vorjahre so beliebten Rips noch Gpingle und Bengaline. Im Stil der Jungmadchenmcde Weißt der H n t klein, den Nacken freblajsend nnd als Ueberraischung, eben eine Betonung des Infantilen, Krawatten au- Marabu mit breiten Musselinenden. or. Die weiße Woche. Lange Feit hindurch konnte sich daS Wiener Pnblibum lucht daran gewöhnen, feine Ei/.kaufe in einem Warenhaus zu besorgen. ES befiirchtete daS Fehlen einer iitfoitottoatellen Behandlung und Auswahl und vor allem die Minder- Wertigkeit der Ware. Dem Warenhaus „S t a f a" ist cs nach intensrver Arbeit gelungen, diese Boreingonommercheit zu beseitigen. Seit einigen Tagen drängt sich vor ihren Schaufenstern in der Mariahrlserstraße die Menge, hunderte Manschen betrachten die zur Schau gestellten Waren und ebenso vÄe decken ihren Bedarf in den «legant ausgestatteten und prachtvoll dekorierten Räumen, die zu einem modernen Kaufhaus mngestaltet worden sind. Ein vorzüglich geschultes Personal empfängt die kauflustigen Gäste und macht ihnen die Dahl leicht. Hierbei merkt die praktische Hausfrau bald, daß unter den billigen Preisen die Qualität der Ware nicht leidet. Die Hauptattraktion bildet gegenwärtig die mit großer Sachkenntnis veranstaltete „Weiße Doch e", die eine überaus gmrstige Gelegenheit zum Einkauf schon für da- Frühjahr bietet. Gin großes Lager von Damen- und Babywäsche, Batbsttaschentttchern. Wäschestoffen. Kretonnen. nach neuesten Modellen verfertigten FrühsahrSkleibern und Blusen sowie die vortrefflich assortierte Seide,labteittmg bietet sich dem kaufenden Publikum dar, ohne daß es -in Gefahr gerät, sein Budget zn übersteigen. ■■■■■■■■■■■■■■nBHMMnnBnHBnBHnnn Musikalische Neubearbeitung und Leitung Erich Wolfgang Korngold. Modernes Theater. Mittwoch den 18. d., */«U Uhr nachts, Soiree unter dem Titel „Erste Pariser Nach t". Neben den Einaktern „Die Spelunke" (boule de buif) von Charles Meree und „U n e j e u n e f i l l e a u b a i n", Komödie in einem Akt von Louis B e r n e u i l wird Louise Kartousch französische Lieder singen urJb Maria Ley tanzen. R o l a n d b ü h n e. Heute Sonntag im Rahmen des Gastspieles der Mitglieder der B o l k s o p c r, präzise 3 Uhr nachmittags, „Hoffmanns Erzählungen". Eyl-Bühne (Komödienhans). Mittwoch den 18. d. findet die Erstaufführung des dreiaktigen Volksstückes „Not rennt kein Gebot" von Rudolf CH. Jenny statt. Als nächste Neuheit gelangt am 26. d. die Uraufführung von „D e r Sitte na Po siel" oder „Das Seebad", eine satirische -Komödie in drei Akten von HanL Renz, zur Aufführung. Radioprogramm: Sonntag den 15. Februar. 11 As 1 Uhr: Orchesterkonzert deS Wiener BolkSopern-OrchesterS. — 4 bi» 6 Uhr r T e ek o n z e r t S i l v i n g. — 6 Ubr r Quartett Kollmanu-Barthlme (Klavier r Frau Helene Kollmann). Mitwirkend r Kammersängerin Berta Kinrina (StaatSover) 1. Haydn: Streichquartett in G-Dur, Opus 64, Nr. 4. 2. Lieber von Josef Marx. 3. Brandt-Buys r Suite im alten Stil. 4. Schrckert r Adagio und Rondo für Violine, Viola, Cello, Klavier. — 8 Uhr r Aufführung der Nadiobühne r „Kabale und Liebe* von Schiller. * Sfcmtag b«tt 16. Februar. 9 Uhr: Marktbericht. — ist bis 1 Uhr rKonzertSilving. — .1 Uhr 5 Min. r Urauiazeit. — 1 Uhr 20 Min t Wetteransage. — '/,4 Uhr: Wiener Börse. — 4 bis 6 Uhr: T e e k o n z e r t Silving. — V,7 Uhr: Dortrag Dozent Kauer über Berufsberatung. — 8 Uhr r Operettenaufführung. „1001 Nacht" von Johann Strauß. Ansgeftthrt von Mitgliedern der Volksopor. Musikalische Leitung r Dr. Kaiser. Ei» Rembrandt entdeckt? In Nancy wurde ein GemÄlde RemLvanidts entdeckt. das als „Bild des Greises" bezeichnet wird. Immerhin ist die Echtheit noch nicht unbedingt feststehend. Es wurde beschlossen, das Bild einem Sachverständigen nach Berlin zu schicken. GlieensteknS römisch« Ausstellung. Aus Rom berichtet di« I. T. A.: König Viktor Gmanuel der Dritte, der mit dem Miuislevpräisiden-ten Mussoilini die feierliche Eröffnung der Sku'p- 1'urena.usstettung Professor Glicensteins in Rmn beigewohnt hatte, besuchte dieser Tage ein zwe-itesmai die Ausstellung und ventveilte dort längere Zeit. Ter König erschien in Begleitung des Generals Cittad'mi und des Admirals Monaco. Der König unterhiel» sich ein« 'ha'be Stunde lang mit Professor Glicenstein und befragte ibu üb:r die Mechcden seiner Arbeit. Besonderer Interesse zeigte der König für die Hoilzskulpturen. Gr erinnerte Professor Glicensteiu au die Tatsache, daß er vor 18 Jahren die erste Ausstellung Glicensteins in Rom dchucht und einige Skulpturen für feinen PrivaGesitz erjeichtier* Fettpud^ ln dieser PacRung einfach und sachlich, kaufen Sie den effektvollsten Puder, den die Kosmetik seit einem halben Jahrhundert kennt. Puder soll in erster Linie die Haut hervorragend schön machen, ohne sichtbar zu werden, dann aber auch die Haut selbst pflegen, so dass der zeitweise ungepuderte Teint ebenfalls gut wirkt. Nur Leichners Fettpuder kann solche Erfolge aufweisen, weil seine Rohstoffe tinnachahmbar sind. 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M -den Vorlegern zornige Wahrheiten sagt, sind, auch gcmg entzückende Kmdheits- «crinneruugen enthalten und darrml-er eine, die auf die künstlerische Entwicklung der Dichterer ein Licht wirft: ^..Fünfjährig dichtete ich meine besten Gedichte; meine Mutter fand vmmer bekritzelte Papierflocken, die mir ans meinem Kleidertäschchen: beim Herausholen von LilHirngSknöpserr meiner Knopsfammlnng entkamen. Die rettete mich vor meirvenl kleinen Sol>bstmord. Ich hatte mich bis dahin so gelangweilt und ich erinnere mich, als ich entschlossen auf den Turm rmferes Hauses kletterte, von dem man über die Stadt Eüberftld hintveg noch hinter dem Sauerländischen Gübnlge bei lichtem Wetter lg, . , _ . weißen Knöpfe ankamen ans den Knopftcvbriken meiner Hermat, mit der mich meine teure/Mütter ü'bc^rraschte, die meüv? teure Mutter für mich Mnr Spielen best:ttt hatte, milderte nch., beträchtlich mein Uebel. Ich legte Knopf an Knopf, ie vier oder fünft ebenmäßige Reiher: m Zwischmrünmen auf den »roßen Tisch mid führte mein klein Fingerchen über die Knopsrechen der abgcteilten Knovsstrophen. Wenn ich dann durch die Undog:!lmaßigkeit der Knofffgrößen mit der Fingerspitze stolperte oder gar mit denr ganzen Finger aLglitt, schrie ich laut auf, genau wie ich mich heute körperlich verletzt fühle durch einen Vokal oder Konsonanten, -der Störungen rin Maß oder Gehör Undefiniert verursacht. Aber einer der herrlichsten Knöpfe durfte überall li^eu, wo er wollte; er war aus Jett, besät mit u>cnr nmn uuu/ uni fiiiwii niuiivi holte in meinen Gedichten. Es ist wahrscheinlich der sterMsältz Knopf. . Der dramatisierte Offendowöki. Der >pdlnische Reisekchifderer Dr. Ferdinand O s s e n d o w s t i (eine Reihe von fratiMischen, deutschen und eirgti'chen Gelehrten, Tibetforschern und Ge-ographen erklären die in seineut berühmten Buche „Tiere, Merckchen und Götter" und in den anderen Werken gegebenen Schilderungen, die OssendowSki als eigene Erlebnisse yarstellt, für frei epsnuden) hat einen Teil seirres bekanntesten Buches dramatisiert. In einem Drama .Der lebende Ätlddha" stellt er den arrziehendsttn Abschnitt des Buche« „Tiere,' Menschen und Götter", den Kampf des russischen Eondottirre Baro»l tlit gern - Sternbe r§i ^gegen die BMcheloiken und um die sbron« der Mongolei, 'szennch dar. Das Werk, wurde in Warscharl, wi«. Ms von dort berichtet wirb, in hervorragender Keltischer An>fmachMl.g. mit denk bekanntesten pöbnilchen Charakterdarsteller Solöki als Baron Nngerm, auftMihrt mch fand starken Beifall. ' r. ‘ . Eine Ibsen als Jbsen-arstetterin. Di? Gattin von Henrik Ibsens GM trat kürzlich zum ersten fJM« als Elliidä in Ibsens „Frau vom Meer" vor das Londoner Publikum, der dem sie sich schon früher als Tänzerin vorteilhaft bekannt gemacht hat. Die Tänzerin, die in London als „Norwegisch.' Tänzerin mit den blauen Wunderangen" bekannt geworden ist. trug bei chvem Debüt als Ellida eine TopaSbrosche, die Henrik Ibsen seiner Gattin Mm Gekch.mk gerrracht hatte, als er int Jahre 1888 di« „Frau vom Meer" geschrieben hatte. Die Redoute de- Deutschen VolkStheaters findet i: fldttften des Wohlfahrtsfonds Deutsche« Volkstheater Samstag den 21. o., 9 Uhr abends, statt. An den Kaffen des Tentschen Bolksthcaters. des Raimund> Theaters und der Kantmerfpiele werden bloß Eintrittskarten verkauft, Vormerkungen für Logen dagegen nur in der Direktionskanzler entgegengenommen. Mittwoch tfi gunz Wien im Sophiensaar Mi der Lustigen Bürgerredoute". Konkurrenzloses Stimmnngsvrogramm. Drei Kapellen und die BurgmusÄ uftv. Billige Karten in alle« Kartenbureaus. (Entgeltlich.) verlchtssaal. -etffertch» Sreunde. Bor dem Schöffengericht Bevliu-SchöneHerg wurde oft 12. d. d>er Prozeß gegtn den RiiderMt-besitzer Frey und den Kauifmann Grönlger, die den sözialdomvtrat'.scheu ReichstaHSÄbgeordnoden Dr. Kurt Rofenfefd in einorn Abteil des D-ZiuM Berlin—Stuttgart beleidigt hatten, duvchgcifüchrt. . Der Fall hatte da- Gericht fchmt mehrmals beschäftigt, der Pvl^etz kvnn.de aber nicht zu Ende geführt werden, da der An-> geklagt« Frey stets auSgömielben war. Iussetzt hatte das Gericht gegen ihn Haftbefehl erlassen. JaWmfchen wurde Frey wegen Betruges verhaftet und mmmvhr M Unt-er suchungSgofongener vopiofichrl. Der Dorfall, der seinerzeit m polÄCchun Kreisen erheibliches düuijifehrn «vvagt hatte, bat sich nach der Schiidemitg des Zübgeordneben Kurt Rvseniftld, der sich als Ndbenillagür dem: Derfahren oWSschilossen hm, wie folg: abgefprolt: MS Dr. Rvsenfold am 6. Aprvl 19-21 im Archailtor Bahnhof den D»Zn,g nach Stttttgavt bestieg ovnd m ednem Coupe erster Klaffe Platz nehmen wollte, ailßerte der Ange - klafftie Frey zu GrÄtWr: ^,Sm.d die Reichstagsübigeordnstelr auch , immutl Een Backpsclfen?" Später -sagte er: „Mein Fve-ttüch HoMcvtch äußerte: die Schweine werdeu wir schon äste erledigen. Schacht ist anch so ein Jude. Diese Schwemchundc müßte man mcht erschrehen oder . auifhängen,-sondern gleich vierteilen." Das Gerrchtvcrn.rteilte Frey M zwei Monaten GesämWis, Gvöniger zu I960 Mavk Ge-^st-rafe. In der UvteNsbcgrnndniüg heißt es: „Die wollten einen Exzeß heribe'.if.ühren, der ans antffsmirische Gesininnng rmd nationalistische llcberhe'bwng >',llrückWft'chren ist." „Dös wird gut fein fürs Marbel" Ein höchst sonderbarer Fall brschästigte vor kurMN den Strafrichter des Bqsirksgerichtes Favoriten,'Bezirksrichter Dr. Hermann Müller. Der . Bäckermeister F. G. im 10. Bezirk hatte sich wegen Uebertret-Nng des LobenÄnitt-elg-setzes zu verantwortlm, wdil er in seinem Backofen einen eingegangenen Fuchs hatte verbrennen lassen und dadurch Lebensmitm (Gebäck) in gesund - heitslfHählicher und eckeilerregender Wei.se erzeugt und verkauft hatte. Der Fall hat folgmrde Vorgeschichte: Der lOsährige, bei dem Bäcker m' Lohr« gestandene Joses P e r c y hatte «irrnial erzählt, daß seinem Meister ein Fuchs zugolaufen war. Das Tier war krank und ging nach zlver oder drei Tagon sin; daraivf habe der Meister ihn 'bca-uistragt, den Fuchs zu verbrennen. „Schmeiß, ihn in den Ofen're in!" Das habe er auch getan. Die'Sache wurde weitererzählt, F. G. erfuhr davon und klagte seinen ehemaligen Lehrling wegen Ehrenlbeleidignng. Im Zuge dieses Verfahrens gegen Pcrcy, der sich zur Echrmgnng' des Wahvheitsbsweff.es erbot, wurde von der Staatsanwaftschaft, da der Verdacht bestand, daß der Lehrling die Wahrheit spreche, gegen F. G. die Anklage nach -de>m Lsbensmittcilgesetze erhoben und die Ehrenboleidigungsvevhandlung vertagt. Bei der Verhandlung gegen F. G. hielt der Lehrling seine Behtruptttng vn vollem Maße aufrecht, nämlich daß ihn der Dieister beauftragt halbe, das Tier im Backofen zu verbrennen. Er habe den Fuchs auch in, den Ofen geworfen und habe gesähen, wie das Tier verbrannte. Er erinnerte sich auch daran, wie der Meister wörtlich gesagt habe: „Dös wird gut sein fürs Marbe." Bei dieser Aussage blieb der Jungi' steif und fest. Ein anderer Zeuge, sin Gchvlse des Angsk'a^ten. sagte demgegenüber aus, daß cs kein Fuchs gewesen sei, sondern daß es sich um einen Wolsshurch gehandelt habe. Diesen Wolfshund habe ihm F. G. zur kritischen Zeit Verbau>st. Die ganze Geschichte, die der Lchrsunge erzählt habe, sei nicht wahr. Der Richter beschloß, den Akt der Dtaatsanwaltischasi abzutveten, da der Bevdacht der falschen Zeugenaussage seitens eines der beiden Zeugen, des Lchrlings oder des Gehilfen, vorlioge. Ein Prozeß wegen der Einlagen bei der DepositenbanL Beim HatcheHsgericht unter Vorsitz des Hasrates Dr. Steinschneider fand Freitag der erste Prozeß wegen einer Einlage bei der Dopositcnba'ck statt. Die Firma T s ch e ch und Krabath in Villach klagte di« Kreditanstalt als eine der Großbanken, die am 5. Mai 1921 die Geischäftssührnng der Tevosite>n!ban.k überuottnnen hatten, ans Zahlung von 150,106.000 Kronen. Die Kilägorin stand mit der Filiale der Depositenbank in Billach in ständiger Geschaftsvevbindnzdg u-nd hatte am 6. Mai 19L4 ein Guthaben von über 200 Millionen Kronen. Jlvsolge der ungünstigen Gerüchte ü'ber die Drpositenbanik behob einer der GcseUchaster am 6. Mai 200 Millionen Kronen. Als er nach Hanse zurückgekrhrt war, erschien kurz darauf ein Becmnter der Bank mtt dem Bemerken, daß der FiliaAeiter um eine Besprechung bitte. Bei dieser Besprechime, verwies der Filialleiterauf dasan diesem Tage tu der Geltung erschienene BankencoMmunique, welches die S-icherheit der Einladen durch die Ärohbankm garantiere, und riet der Firma, das Geld wieder in di« Bank ei>nWle>g«n. Dies gcischah mrch. Di« Firma Dscheck uitd Krabach' blieb weiter Komittentin der Depositenbank. Bei der Derl)äugu>ng der Grschäftsanfsicht ergab sich sin Gttthaben dorr 150,400.000 K., deffeu Zahlung von der Kreditanstalt als einer der geschäftsßuhrendev Banken nnmnchr verlangt wurde. Die Kreditanstalt berief sich daraus, daß das Contimuniq-ue nicht von den fünf Großbanken, sondern vor: der Depasttenbank stamme, daß K«. Großbanken nur durch die Er werbmtg eines größeren Wtrr>«-Akeles in die Verwaltung ein getreten seien. Dem gegenüber wurde durch di« Zengenischgst des Präsidenten der Nationalbant Dr. Reisch mrd einiger führenden Bankdireltoren rmrer Beweis gestellt, daß das Eom mnnigue lvohl denr Nameti nach von d.'r Dopositsitbaitk stamme, in Wirklichkeit aber vor: den Großbanken versaßt wurde. Es perstoße geigen Treu und Glauben, daß die Großbanken, die aus den Zeitungen genau wußten, wie die Oeftenttichkeit die Uebernahme der Geschäftsiftihrung durch sie aufrahte. diese ihrer Ansicht nach irrige Aussasknug nicht durch öffentliche Erklärung gen richtig stellten. Die Großbanken müßten daher die Folger: dieses Verhaltens fellfft tragen und für jene Einlagen anfkommvn. die im Vertrauen amf die Haftung der Großbanken gemacht wurden. Die BerhaMrmg wurde dann zur Bow^iSmhrl'.ng vertagt.