Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2151 (15.2.1925)
- Date
- 1925-02-15
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
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feite 10 Men. femttog iPtPIKr VlIßLWrUHkliMMW»' IS. Fenmar UM m. *m>, Lolkswirt. 0üf na) MemiAft EMMlMdms. Die Ereignisse vor, wahrenmck» nach den Genfer Berhandß«ngen haben wieder zu mancherlei pessimistischen Betrachtungen über die Ankunft Oesterreichs Anlaß gegeben. Die österveichischen Regievungskreise können wchlüber das Resultat in Gens nicht allzu entzückt sein. Das verdächtige Schweigen, welcher über den DerhaMungen Mischen den vier Wänden des Be- «tnngszimmers des Genfer Komitees herrscht, die Berschwi-genheit, mit welcher di« ganze Angelegenheit im Hauptausschuß des Rationalrates behandelt wurde, die lakonischen Bemerkung gen des FinanMin-'sters und andere Symptome lassen die Vermutung zu. daß sich die jetzigen christlichfryialen Machthaber Oesterreichs ein gründliches Rosas in Genf geholt haben. Man kann schließlich über noch so viel Routine verfügen» mn Grazer Spießbüvgern oder steirischen Trägern von Lodenhütlem zu imponieren. Die Herren des Finanzkomitees sind routinierte GoschaftSlente, denen kein £ für ein tt vngemachr werden kann. Sie habe« seinerzeit ihre« Patt mit der österreichischen Regierung geschlossen. Sie haben im September t's Bmsahres eine Acnderuag dieses Paktes in Form eines Ueberemtommenr vorgenommen. Sie haben nunmehr als richtige Kauffemte, di« ihren Teil «vMt haben, das Recht daraus, daß auch der andere Partner» m diesem Falle die österreichische Regierung, den von ihr übernommenen Pflichten vollkommen Nachkomme. Wenn sie dies nicht getan Hai, und es ist Tatsache, daß dies nicht der Fall war, dann darf sie sich nicht wundern, daß der andere Bertraysteil etwas verschnupft ist und seine Meinung gründlich herunievsagt. Trotz alledem läßt sich nicht verkennen, daß auch m den neuesten Beschlüssen des Dölkerbundkomitees ein gewisses Wohlwollen für Oesterreich und für seine Wirtschaft -um Autdruck kommt. Wenn in Gens ftreu&sc Maßnahmen für die Kontrolle der österreichischen Finan^verwart«ag ge,^»r:rt wurden, wenn verlangt wurde, daß der Rechnungshof sich um die Ausgaben des Finanzministeriums bekümmere, wenn ausdrücklich betont wurde, daß «Mich einmal die GoDer des S.a-ates nicht von der staatlichen Postsparkasse, sondern von der dem staatlichen Einfluß völlig entrückten Natioaakbank verwaltet werden, so geschah dies vielleicht nicht deswegen, well man der österreichischen Regierung, wie von den Gegnern Genfs so gerne betont wird Prügel, vor die Füße geworfen hat, sondern in erster Reihe deswegen,, well die gesamte Gebarung der österreichischen Finangperwaltiung eine solche Lontolle unbedingt evh: lischt. Es ist ein offenes Gcheimu!S, daß eS bisher, trotz den Genfer strengen Bestimmungen, doch möglich war, daß zwischen der Majontäts- und Minoritätspartei des österreichischen Nationalrates gar manches auf -oste» der österreichischen Staatsgelder gepackslt wurde. W ist auch bekannt, daß der frühe« Finauzminister Dr. L i e » b ö ck trotz der strengen Kontrolle Dr. Zimmermams «me größere Summe, die sich aus zirka e«e DierteWillion belaufen soll, dieser Kontrolle entrückt hat. Der Generaüommissär har erst anläßlich d?s Wechsels im Frnavzmmisterium von dieser Schiebung erfahren. Dies konnte chm ßMstverständlich nicht recht sein. Unter chvlichen Kauf- Renten, die auf fair platz miteinander angÄviejen sind, kann sich so etwas nicht «eignen. Man darf sich infolgedessen nicht Wlwuuder», wen« der andere Vertragspartner, in diesem Fall« der WÜerbuttd, über ein solches vollkommen unfaires Borgehen ziemlich empört war und schließlich Karrtelen schaffen will, di« eine solche Geheimniskrämerei am staatlichen Fonds für all« Zeit «amtlich machen. Der österreichischen Privatwirtschaft kau« eine solche Kontrolle der Fmemzverwaltmvz nur recht sei«, denn fi« hat an christlich-foziaLdömokratischen Packele«» über solche Fonds, die v-SLeicht günstige politische Folgen haben mögen, nicht im geringsten ab« der Wirtschaft zugute kommen, gar Sei« Interesse. Für die künftige Entwicklung d^r österreichischen Wirtschaft ist dieser Nasenstüber, den die österreichische Regierung in Genf erhalten hat, wirklich ohne B.deu-tung. Wenn er aber den Auftakt ixtju bieten sollte, daß das Mißrra-uen, welches im Ausland gegen die österreichische Wirtschaft H:rrscht^und nicht zum geringsten Telle durch das vorerwähnte Borgern der Österreichischen Bertvaltung hervorgerusen wurde, wieder schwin- Äat, so kann dies für die Wirtschaft nur von Vorteil sein. Etwas anderes sind aber die Betrachtungen, die sich aus der vielleicht oberflächlichen Erkenntnis des Genfer Resultates m manchen Wirtschoistskreisen an die Genfer Verhandlungen knüpfen. Da wird von einer Reche von Faktoren betont, daß Oesterreich wirklich keine Lebensfähigkeit besitze, daß Gens pttrepllch den Beweis hierfür geliefert habe, daß Oesterreich taffächkich ein unvollkommenes Gebilde mit Wien aÄ Wafftr- Hpf fti und Ähnlichen Jercaniaden. Es sind keine neuen Weisen, hie hier angestivm^ werden. Dieses Lied wurde schon knapp «qch Krrogscnde gAmrgen, als die österreichische Finanzverwaltung einen wirtschaftlichen Mißgriff dom andern folgen ließ. Es wurde auch vor zweieüchaüb Jahren gesungen, als sich dje österreichische Regierung unfähig erwies, der Inflation «schickt entgegenzutreten und die Krone immer tiefer sank. Die MWe Krise, die sich im Wirtschaftsleben we.ne geltend macht, HÄdet den gewünschten Anlaß für das Anstimmen socher Trayerlieder. die auf die unbedingte Lebensunsähigkeit O.'stertricks «stimmt sind. Mifgönnerische ausländische Bericht- %üUfitxx verstärken diesen Chor durch Artikel, di« in dieser er- LitzniSavmen Zell mehr der Sensationsgier als d« Wahrheit entsprechen. - Trotz alledem ist es voltkominen verfehlt, an der Lebensfähigkeit Oesterreichs zu zweifeln. Es ist der Fehler der österttichffchen Mentalität, daß sie in ihrer Kurzsichtigkeit jedrs fffßine, nicht in der Richtung der Wirtschaftsentwicklung liegende Ereignis sofort mit der Brille d s Schwarzsehers betrachtet ruck!^s Ungehcuctliche ausbaut. Man klagt über die furchtbare Wirtschaftskrise in Lieskrrcich, deren Umfang gar n:ch: geeignet werden stP.vergißt «Vc-r dabei, daß sich sämtlich? Rach«. oarstaaten Oosterroichs zum T«Äe in einer «och viel schwerer« Krise befinden. Man klagt wer dt« Teuerung i« Oest.rreich and Übersicht, daß in sämMch« Staate« Europas die verantwortlichen Faktor«« vergeblich gegendie Teuerung ankämpftn. Wan weist auf die große Zähl der ArbsllSlosen hin und vergißt, daß «rch in ander« Staate« chre Zahl nicht gering ist. Doch wem» sich die Verhältnisse i« Österreich vielleicht etwas abnormaler gestalten, st» ist dies einerseits auf die bessere ArbeUSkosensürfouge in Oesterreich, andererseits auf den Saisoncharakter eines große« Teiles der österreichischen Predukkion zurückzuführ«. Kanfbaute Lagen über die furchtbare Stagnation, man vergißt, daß in keinem Staate Europas, vielleicht mit Ausnahme Deutschlands, di« Kaufmannschaft besser gestellt ist. Es ist nur der eine Unterschied, daß man wo anders diese Verhältnisse als natürliche Reaktion der Nachkriegsentwicklung ansicht, während in Oesterreich daraus aus die Existengimfähigkeit Oesterreichs geschloffen wird. Nicht davon hängt die Lebensfähigkeit Oesterreichs ab, ob die österreichische Regierung in Genf einen stärkeren oder schwächeren Klaps erhalten hat, sondern davon, ob die österreichische Wirtschaft über jene inneren Energien verfügt, die sie instand setzen, die furchtbare Kris«, welche Oesterreich im letzten Fahre heimgesucht Hab«, zu überwinden und sich weiter zu entwickeln. Oesterreichs Industrie wird sich gewiß erholen. Die öfterreichäsche Kaufmannschaft hat schon mchr als einmal in den letzten Jahren erwiesen, daß sie sich der Situation anzupaffen versteht und ihr Ziel trotz alledem nicht aus den Augen läßt. Wien wird weiter als Handelsplatz Südosteurvpas bestehen bleiben» ob nun an der Spitze Oesterreichs oinige steirische Provinzler oder waschechte Wiener Christlichsoziale stehen. Seien sie . irr immer. Ihre Tätigkell ist nur geeignet, den Entwicklungsgang Oesterreichs durch ihve Ungeschicklichkeit höchstens zn verzög.-wn. Oesterreichs Wirtschaft ist troll alldem in ihrem inneren Kern so gesund, daß sie trotz der Fehler der wirtschaftlichen Quacksalber, die in der österrerchischen Regierung sitzen, demnsch ihren Weg gehen wird. Dr. Michael S u s s a n. der Zufammeubmch der Nordlsch-Sefterreichlschen Sank. Die „General"«Bersammkung. Die verkrachte arische^ hocharistokratische Nordisch-Oesterreichische Bank hielt gestern eine Generalversammlung ab. Das war mehr eine Versammlung von Generalen unter dem Vorsitz des Generals a. D. Hussarek. Die militärischen Rang« unterschiede wurden auch sehr streng gewahrt. Als ein Redner erklärte, daß sich die hohe Generalität von einem Feldwebel, dem verhafteten Direktor W a l d e g g, düpieren ließ, berichrigte der Vorsitzende, daß dieser nur dem Landsturm angehört habe. Dieses „Variete", wie ein Zwischenrufer richtig bemerkte, dauerte über fünf Stunden und war stellenweise sehr stürmisch. Es regnete Ehrenbeleidigungen und der Tumult war stellenweise so groß, daß - ein Weiterverhandeln unmöglich war. Die drei Gruppen, die einander bis aufs Messer bekämpften, verließen in schönster Eintracht den Saal und einigten sich auf eine. Kompromißliste von Liquidatoren, in denen die Herren des alten Berwaltungsrates, gegen die so schwere Borwürfe erhoben wurden, herrlich wie am ersten Tag wieder auferstehen. Bemerkenswert ist eine Szene, die für das ganze Milieu charakteristisch ist. In der Liste der Liquidatoren befindet sich auch ein Buchsachverständiger namens Löwy. Als dies ein Teutone mit Gesichtsmatratze hörte, sah er sich gleich bemüßigt, zu fragen, ob dieser ein Jude sei. (Ein reiner Tor!) Da erhob sich ein Revolutionär und sagte, daß es mit dem Arierparographen endlich ein Ende nehmen müsse, denn nur „dieserhabe die Bankin eine so traurige Situation gebracht". Die Erleuchtung kommt etwas zu spät. Nachstehend der Bericht: Der Vertreter der Opposition stellte auf Grund des Bankhaftungsgesetzes den Antrag, gegen die verantwortlichen Funktionäre die zivilrechtliche Schadenersatzklage einzureichen. Er begründete dies vornehmlich damit, daß die Herren des Berwaltungsrates von der Bank Aktien zu 2000 K. kauften, sie aber nicht bezahlten und zu einem Zeitpunkt, wo diese schon völlig wertlos waren, der Bank um 5000 K. Pro Stück zurückverkauften. Außerdem haben sie zu einer Zeit, als der Zusammenbruch schon offenkundig war, noch Gelder angenommen, aber keine Zahlungen mehr geleistet. Ferner stellte er fest, daß Depots in der Höhe von 1,2 Milliarden nicht mehr vorhanden sind, da die Bank mit diesem Gelbe auf einem fremden Konto spekulierte und sich daraus obendrein Passiven ergeben haben. Der Minister a. D. C z a p p blieb der Bank 450 Millionen schuldig, die er dann in wertlosen Aktien zurückzahlte. Aehnliche Verfehlungen habe sich auch Herr van Rohen zuschulden kommen lassen. Run entbrannte zwischen dem Vertreter der englischen Gruppe, die die Aktienrnqjorität besitzt, und den Gläubiger- Vertretern ein heftiger Streit, ob die Zivilklage auch auf diese Gruppe auszudehnen sei. Bei der Abstimmung wurde aber der Antrag überhaupt abgelehnt, so daß die Schuldtragenden nicht haftbar gemacht werden. Die Strafanzeige zu machen, steht natürlich jedem Geschädigten frei. Als zweiter Punkt der Tagesordnung war die Stellungnahme zum Auflösungsdekret der Regierung vorgesehen. Dazu wurde ein Antrag angenommen, wonach die Regierung zu ersuchen ist, diesen Beschluß rückgängig zu machen. Für den Fall, daß dies aber nicht bewilligt werde, wurden nach längerem Paktieren, wie schon eingangs erwähnt, die Herren des alten Verwaltungsrates, vermehrt um einige neue, zu Liquidatoren gewählt. Im Laufe der Debatte rief der Vertreter der Majorität dem Direktor der Bank Meyer zu: „Sie sind der berühmte Herr Meyer, unter dessen Leitung die Effekten veruntreut wurden!" Als dritter Punkt der Tagesordnung tvrirden drei Herren in den Berwaltungsrat kooptiert. Bei Schluß der Versammlung war der Saal schon fast leer, da die meisten es vorgezogen hatten, vorzeitig nach» Hanse zu gehen. Der Geldmarkt. Die GeldflüffMit halt trotz dev rtwa« grsteigerten Nachftage dauernd an. Reportgeld war wenig gesucht; Wochenmtb MoncnSgeld behftlt seinen Zinssatz to* 18 Prozent pro anno unverändert. Akzepte erstklassiger Bank« waren mit 11 Prozent angeboten. Schillingrechnung bei der Postsparkasse. Das Postspat kaffenamt wird am 1. März d I zur Achillingrechnung Lbcrgeihen. Die Kronenpu'haben der Cch'ckkontoirchsber werden ft»» diesem Tage in Schilling umgerechnet und die Konten weiterhin in d:-r Schillingwährnng geführt werden. Von angegebenenl Tag an muffen die Erlagscheine und Schecks aus Schilling und Groschen ausgestellt werden. Die Erlagscheine und Scheckfvrmnlare, welche das PostsparkasftnEt nach Ablauf dieses Monats ausgeben wird, tverden bereits mit dem ^chilling- und Groschetivordruck versehen sein. Boi den Scheckformularen mit Kronenau'fdruck ist auf der Z.üle für die BetrapSangabe »« Buchstaben (nicht über oder unter) d:m Vordruck .^Kronen" oder ,K" das Wort „Schilling" und anschließend daran der Schillingbetrag in Buchstaben anzusetzen. Der Höchst betrag der Schillmgschecks ist üis auf weiteres mir 6000 Schilling festgesetzt. Schecks, die durch GnSchrift ans einem anderen Postsparkassewkonto zu vollziehen sind, unterliegen auch weiter beurer Brtragsheschränkung. Insolvenzen. Der Kvcdrtorenvevein nrelv.it folgende In« solvenqen: Joham» Furthner, 16. Bez., Ottakringerstraße Nr. 53; Jakob Schatten. Kaufmann, 8. Bez., Jos-efftädterstvaße 61; Leopold ine Wagner, 17. Bez., Hernalser Hauptstraße, 132; Adolf W a g.ne r, 17. Dez., HerUalser Hauptstraße Nr. 198a; Else Tischler, Handelssrau, 1. B.z., Postgaffe 9; Matthias D 0 n a 1 h u. C 0., 17. Dez., Hernalser Hauptstraße 31; Mizzi Knapp. Handelssrau in Mürzzuschlag; Matthias Kreksamer. in Neumarkt a. H.; Hans Friedl, Kaufmann in Grein; Trampusch u. Seiftet, Inh. Emilie Trmnpusch, in Mähr^Schüuüerg. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Josef Schwarz, Antiquitätenhändler, 13. Bez.. Wtgasse 17: über Heinrich Gabor, 3. Dez.» Kerlgaffe 62, Tür 21; über Nikolaus Kramer, 1. Bez.. WollMe 8; ö&ei Alois Spitz, 20. Dez., Wasnergasse 19, Tür 89; über Feiwal Wadler, 20. Bez., Brigittagaffe 6; über Heimich Gele« rswsky. 5. Bez., Schönbrunnerstraße 44; über Oskar Lichte n st e i n. D.-r Konkurs wrirde eröffnet über Georg Leders 4. Bez., Kolschltzkygaffe 4. Die Novelle zur Ausgleichs« und Konkursordmmg. Der Justizausschuß erledigte gestern die Novelle zur AusglerchS« und Konkursord-nung. Die Re-^ierungsvorlage wurde nach dem Bericht des Abg. Dr. K i e n >b ö ck mit der Aendcvung angenommen, daß Lei Ausgleichen von Bankaktieng.sellschaften die volle Befriedigung von Forderungen Lis zehn Millionen Krone» zulässig sein soll. Mitteilungen des „Effettenwegweiser". Das soeben erschienene Heft Nr. 20 vom 15. d. bringt in Fortsetzung deS Wertkursblattes omen Kmmnentar zu den Holz-, Möbel- und HotolaLtien, der alle Momente, die für di« Bewertung dieser Eckten m Betracht kommen, vielfach unter Zuhilfenahme bisher unLrnützter Daten erörtert. Sonstiger Inhalt: Die Genfer Schuldbilanz. Bon Dr. Alfred Schwoner. — Verlufkbilanz der „Timber". — Die Zusammenlegung der «ationälstgaclichen Aktien. — Die wirtschaftlichen Folgen des schönen Wintorwetters. — Abonnements übernimmt der Verlag des „Efftkten« wagwoiser", Wien, 2. Bez., Rombrandlstrafe 24. Di« Schwankung« der Getreidepreise ans d« Weltgetreidemarktea. Aus Chikago, 18. wird telegraphiert: Nach den Rückgängen der letzte« Tage eröffnet« der heutige Berkohr in fester Tendenz, wobei Weizen aus 184 (178) stieg, während Mars, Hafer umd Roggen leicht abgeschwächt lagen. EL notierten: Hafer 54 (54,50), Mais 126,37 (127,62), Roggen 151 (154,12). Die Belebung der polnischen Industrie. Die uns au» Warschau berichtet wird, ist seit einiger Zeit «ine starke Be-> lsbung der polnischen Jrrduistri« bemerlibar. Unter ander«-« hat insbesondere die Klärung der noch bis vor kurzem offene« Finanz- und Stenerprcible me zu dieser Belebung beige trägem Auch rüstet - die polnische Industrie, namentlich aber die Eisen- und Maschinenmdustrie gegen den immer mchr und mchr fühlbaren bauffchen Korrkurreuzkanipf. So hat zum Beispiel die Zieleniewski A.-G. ihr Jnvestitionsprogramm fast vollendet, um den großen, namentlich staatlichen Aufträgen gerecht zu werden. Ihre Waggonalbtellung hat die Arbeitszeit durch Einstellung neuer Arbeitsschichten ausgodchnt. Wie wir weiterhin erfahren, stellt sich der Bagebungskurs der polnischen Anleihe in Amerika ans zirka 92 Prozent Lei einem Zinsfuß von 7 Prozent. Monatsausweis der Ba«k von Polen. Aus Warschau. 14. d., m.ldet P. T.-A.: Der Goldschatz der Bank von Polen ist in der letzten Jännerdeiade um 180 000 Zloiy aus J04,250.00Q Zloty am 31. Jänner gestiegen. Die Bestmlde an Devisen und fremdem Ge d baben sich insolge Sinkens des Anboies im DezeinLer um 9,6 Millionen Zloty verringert und belaufm sich aus 230 Millionen. Das Wechftlpvrteflnille weist eine Erhöhung um 8,7 Millionen auf, die Lombarddarlehen sin-d um 3.1 Millionen Zloty gestiegen. Der Banknote»mmlaus hat sich, wie gewöhnlich gegen Monatsende, vermehrt, und zwar um 65 Mrllionen Zloty. Die Privatkonti dagegen haben sich nm 64,6 Millionen vevmmdert. Bau einer polnische« Handelsfl-'^e. AuS Warschau, 13. d., meidet P. T.-A.: Das Hände, ninisterlnm beschäftigt sich mit &em Plan der Bildung einer G. i llschaft »ur Schaffung einer polnischen Handelsflotte. Ein Teil des Kapitals soll sich in den Härchen der Rvgievung bofinderu Weizenaussuhrverbot in Australien'? Aus Loichon, U d.. meldet Tel.-Komp.: Die Regierung von Australien dürfte dem Rat des australischen Premierministers folgen uitib ein WeizenauSfuhrverbot erlassen. Wiener BSrse. (Eigenbericht der „Wiener Margenzeibung".) Äeschästslos. 'Schon der frühe BövsenLeginn am Samstag veraerlaßi Spokuilativn cmv das PuiblKun m der Resorve zu verharren, 'M so mehr, da keinerlei Anregung ivgendtme das Äoschäft