Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2148 (12.2.1925)
- Date
- 1925-02-12
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Wfc 3 _ Dirn. Donnerstag Sie Snuhführnns der netten Genfer Meningen. K»ayuni«mifl m Zahl-nMnKH,« tot ttt Statten«!, -ank. Die österreichische Delegation, die unter Fühnmg des BnndeSmmtsters für Finanzen Dr. Ahrer an den Beratungen des MnängFomitee's des DolkerEnrndes in Genf teKgewommen hat. ist gestern vovmlttagS nach Wien zuvückgekohrt. Mit dom Bnndesmim'ster für Finanzen sind zugleich der PräsNenE der Oesterreichischen Ratiormlbank Minister a. D. Dr. Reisch, die Minister a. D. Doktor Grünberger rmd Dr. Grimm. Sektionschef Doktor Schüller und RegnernngSrat Bodo singe troffen. Gestern nachmittags erstattet« Fimmgminister Doktor Ah rer im Minister rate Bericht über die Genfer Verhandlungen. Zu dom Verlangen des FmamLmttteeS des Dölter- Hundes, daß der gesamte staatliche ZaPmygSveÄehr durch die NattonaWank abgewickolt werden möge, erfährt die christlichfoMle Nachrichtenzentrale von informierter Sekte, daß die Grundlage für dieses Begehren das erste Genfer Ueberoirvkonmien bietet, in dem der österreichische Staat sich verpMchtete, feinen Geldverkehr soweit als möglich bei der Nationalba nk zu konzentrieren. In KmrseguenZ dessen ist auch. im Artikel 51 der Statuten der Oesterreichischen Nattenolibank vorgesehen, daß di« Bundesverwaltung ihren gesamten Geldverkehr nach Tunlichkeit bei der genannten Bank lionzentvieren wird. Bischer spielte sich dieser Verkehr zum Teil bereits bei der NattonaÄank ob, zum Teil öfter bei der Postsparkasse und bei anderen Stellen. Wenn nun die NatLonakbanik den gesamten Dienst übernehmen werde, fo hätte sie dazu erst eine entsprechend ausgedehnte Organ-ifation zu schaffen, die sich wohl nicht nur aus den Kafsendionst, sondern auch aus einen entsprechende» Buchungsdienst erstrecken würbe. Se-Dstverstandl-ich kann man eine derart amvfangrerche Organisation nicht von honte aus morgen schaffen, doch wäre es Ämnevhm möglich, sie innerhalb einiger M o na t e durchzirWreu. Ein« solche Maßnahme würde allerdings Reformen auf 'beiden Seiten erfordern, nämlich auch Reformen in den Rechniungs-- departements der Bundessiiianzr'ei'waltung, welche sich diesen geänderten Zuständen anpassen müßten, n-nd andererseits Reformen in der 'bisherigen Jnsdiduttoin des Öftersten RechmnMhofes. Auf feiten.des 'Staates würde es sich «Wohl -nun eine bloße Umgmüppierung handeln, auf seiten der Noten» bvrtt würden abte auch sehr starke Personalver- .mehrn-ngen erforderlich sein, nm diesen neuen umfangreichen Dienst versehen Kl können. Soviel laßt sich schon haute sagen, -daß, wenn wirklich die Devise nbewirtfchaftU'Ng aufgehoben würde, Kveifellos eine größere Menge Personal der Dedisenzeu träte, die ja heute auch einen Teil der Notenba-nk bildet, für neue Zwecke frei wird. Damit wäre vielleicht die Personalsrage mit der verhältnismäßig größten Oekonvmie zu lösen. " Uebrigens wird derzeit schon ein «beträchtlicher Teil des staatlichen Geldvenkehres von der Rattcinalibank besorgt. Die Konzentration des gesamten staatlichen Zahtüngsverkehrcs würde daher hauptsächlich nur eine Erweiterung des setzt schon bestehenden! Zustandes bedeuten. Es 'handelt sich hierbei im weseMichen «um die Embcziohung des «Steuerverkohrs und eines Teili^ des Zollverkehres, der sich wegen Abstattung der Zölle in fremden Valuten ohnehin schon in beträchtlichem Umfange durch die Rationalsbank äbwickelt. Der Brotprekr. Die Krage der neuen Brotpreiserrechnung ist noch nicht emschieden. Die Verhandlungen der Fabriken mit der Regierung dauern noch an. Inzwischen hat sich der W e l t g e t r e t d epreis gesenkt. Ein Bericht aus Chlkago meldet, daß genügend Weizen fnrdenWektbedarf vorhanden sei. Der amerikanische Getreidepreis finkt weiter. Aew'Dorb. 11. Februar. An den Getreidemärkte« von e w - N o r k, E h i k a g o und Winnipeg ist heute ein starkerRückgang derGetrei.depreise eingetreten. Das Verfahren gegen die Ankerbrotwerke. Die Staatsanwaltschaft hat die Anklageschrift gegen Generaldirektor Fried bereits fertiggestellt. Die Anklage selbst dürfte Ende dieser Woche erhoben werden, worauf dann in allernächster Zeit die Verhandlung vor einem Schösfensenat stattstnden wird. Fried wird des Verbrechens der Preistreiberei und derKalkulationsverschleierung beschuldigt. Jüdische Wählerinnen und Wühler! Reklamiert euer Wahlrecht! Uni die Aufnahme in di« <bis zmn 14. d. aufgelegten Wählerlisten z» evwrrSen, bedürfen -Mlwiche Personen e-vner polizeilichen Bestätigung, baß sie bereits zur Zeit der letzten Nationalratswahlen im Jahve 1988 ln ihrem derzeübige» Untevstaivds-orte polizeilich gemeldet waren. Di« Bestätigungen werden W einschl-reMch 14. d. Än ZentMmelduugsomrbe der Poltzeidirettio-n, ft. Bez., RvhaueMnde 9, allenfalls -unter BeibrLriMig des poliyeMchen Mslbezettels, jederzeit, also auch m den Nach- -mi-ttags- und WeMtu-nde.» aMgüstelll^ __Wiener Morgenzettung. _ Der Nachfolger Awetzbachnr. Lattdtagsabgeordnkter?wses R e i t b e r ans t? a » g e ur o h v wurde iit der genrigei« Sitzung der niedervstcrrci!'!>ichcit Landesregierung von der christlichsozialen Partei an Stelle des zurückgetretenen LandeSbanptmmmsteffvettreters Z wetzbacher fttr die Stelle eines LandeShauvtmannstellvertreterS borgeschlagen. Die Wahl des neuen Landesbauptmannstellvertreters wurde auf die Tagesordnung der am nächsten Dienstag stattfindenden LandtagSsitznng gestellt. swv lmümwr i neu eröffnet! felchwarait-Restaurant TP3 „SIEGELHOF“ II. Lei:., Pratcrstrassc 49 Telephon Nr. <5-1-00 Streng rituelle, vorzügt Küche. Fletschand Selchwaren ans der renommierten Selehwatenfabrtk Gabriel Fischer P i I s n e r B i e r nur K «000 proKrögel Separate Räume für Hochzeiten, Diners etc. etc. Tagesbericht. Stofes Leib Lilienblum. Zu feine« IS. Todestagc Honte jährt sich der 15. DodeSbag eines der ersten Dorkäm-pstr der modernen hebräischen Rmmissa-neebew-sgMiH, Moses Leib Lilienbl.u m. LMenÄ-mn, ein Zögjlmg der russischen HaKfoil-cchbewogrmg, Hot im Gegensatz Ml den meisten Vertretern dieser Richtininy vechiizeltvg öingosehe», daß die HaAkalähbewvgung nicht tzm-stanide sei, das Wische ProNom zu Vsen. Sticht di« Gmangipatton, imd Gieichberechdigung konnten nach sckner Ansicht die Loge der Juden verbessern, nur durch die Rückkehr -in die eigen« Hei-mot fei es möglich» das ewige 'Problem der J-udenfvage zu lösen. Im Jahve 1843 in Kiefdany ^Bezirk Kowno) gelboven, genoß Littenbibuim rm Choder sowie in dem berühmten Jeschiboch seiner Heimatstadt mvd in DMomir eine stveng jüdisch« Erzsichnng. Ne!bst Talmu-dsbudien beschäftigt er sich auch mit der -Mischen mittel«A«Äichen PhNosoPhie sowie mät HaSkalahtttMrtnr. Im Jahre 1866 verösifLn-tlich!« er bereits seine ersten hebräischen Gedichte. Als aber jedoch in WMonvir, wo er zu dieser Zeit lebt«, bekamtt wurde, daß er auch profE Bücher lese, beyannen di« streng Orthodoxen einen heftigen Kam.pf gegen ihn, der noch schärfer wurde, als LMen- Mu,m in der damals erschemenden hebräischen ZMvng „Hrmebi;" einen Arittkal über den Tailmivd veröffentl-icht«, -in welchem er die Rabbiner a-uipforderte, bestirmnte religiöse Rafornien, die den jetzigen LelbenKbedmigun-gen entsprechen würden, einzu-- fühven. Infolge des Kampfes der Orthodoxen mußt« LMenbümn WÄkmnir verlassen und überst-edette im Jahve 1869 nach Odessa, wo er profanen Studien oblag. Durch SePtioitcn mvd Mitarbeit an der danra-li-gen Mischen Presse gelang es ihm, ein kärgliches Mskommen zu erllangen. Im Jahre 1869 veröfjfentllichte er am satirisches Poem, in dem er die Auswüchse der Orthodoxie ironisierte. In Odessa formte er auch die domaibkyen vÄnöaleu Strömungen der russischen Literatur kennen, von denen er stark beeinssrißr wurde. Im Jahre 1876 erschien sitne in Form einer Erzahlring veröffentliche Autobiographie ^Chetath-Hanurum", m -der er die Kämpfe seiner Zeitgenossen in klarer Weise schilderte. Unter dem E'nflusse d:r rar'.kwfon Ideen i-n der vn'nschen Gesellschaft schloß sich Liltenblnm der fogialisti .h-n Bewegung,<m und zählte den ersten Begründern der jüdischen sozialistischen Grupp«, di« rmtor d«r Iühmmg des bekannten hebratschen Schriststell^s Frei mann eine rege Propaganda in den indischen Massen zu entfalt nt fagemn Er forderte dcmm-ls n. a. ebne Umschichtung der Mischen B-evölforung und deren Uevernchrnng zur L a n d w i r t s ch a s Gerade 4n dieser Zeit begann inifcllge der Berschlechtevunig der wirtschaftlichen Lag« drr Juden in Rußland eine starst« Gmvgrai-ilmsbewaguing -nach Zün-evika. LNerMnm vevtrat da-m<vls brrsürs in einer Re'he von publizistischen Aufsätzen den StiandpumEt, daß es notwendig wäre, diesen E m igraltionsstr o m nach Ercz Israel zu leiten. Er bekämpfte auch die Bestrebmigon der „Alliance", welche di« Emigration der Juden nach Amerika förderte. Ä:tt.'no!vm er- Vlävte, daß eS >m gozedcuen Zeitpunkt« Pstich der Jndenheit sei, für eine verstärkte jüdische Kolonisation in Palästina einzu- Aus aller Wett. Konstantinopel, 11. Fübvnar. Nach einer Melldung aus Angova hat im Pevlauf« e-iner Sitzung der Natioualvörts-Lmmknng der Abgeordnete Halid me>hveve Revolverschüss« ouif feinen politischen Gegner Ali B«i olbgefonert. Dieser ist schwer verletzt worden. Paris, 11. Fobvuar. stHaivaS.) Der Gsneva'ligoude.vnour in FvcmMsch-Westuifrika teilt ein aus Niamey stamwondes Telegramm des Führers der Fbiageverpedition Paris—Esods-e«, de Gvys, mit, welches besagt, daß das Flugzeug Bniillem-ins nach dom Abflug von Niamey abg«stürzt %wfs> zertrümmert worden ist. Der Sergöcmt Bandelle fand hierbei den Tod, Bu-illMl'm, Da^c"a>ur und Knecht wurden verletzt. New-Aork, 10. Febvnar. Der bishe-ri-ge Konful Italiens in Rdw-Bvrk. Carlo Mariotti, teat vor etwa einer Woche von -seinem Posten -u-vüsk, den er durch zehn Jahre innegehabt hatte. Dieser überraschende Entschluß fand 'heut« eine merkwürdige und peinlich« Änifklävuug: Marivtti ist wegen Unter-- schlagung vorn AmlSgeider» verhaftet worden. , Lissabon, 11. Februar. fHavas.) Die Komm«.r hat der Regierung das Mißtrauen mit 65 gegen 4L Dämmen ausAeft""chen. Pi« Regieuung hat daher -ihre Demis- __lg. frftnm ins.,_Nr. S148 treten. Bevo.- inan ^doch au eine -.stche Kosoni'atian heranttet^ wäre es vor allem Psttchr, gan; Palästina von der Türkei loS- ^u-kouferi. Denn nur unter dioser Bebingmtg wäre die Befreiung des i it t»if cf, c w P lke8 in Palästina möglich Schon damals tr i tt Lilien An n als ein ausgesprochener pr-linscher Zionist ans. wenn er sich auch iftchi der entsprechenden Tevntinologie bedient. Die Frage des Judenhasses der Wirtsvökkcr begann chn immer mehr zu beschäftigen. Er sah den Bankrott der E.ma-nzipationSb.'wegung e-i-n und kam langsam zur Neberzeugung, daß die Iudensrage nur dann zst lösen sei. wenn die Juden aushören, als Fremde -betrachtet zu tverden. Um jedoch diesen Begvisf aus der Weilt zu schaffen, sei es notwendig, eine eigene jüdische Heimstätte in Palästina;u begründen. Nicht die Machtstellung in eiivM gewissen Lande, sondern dos hsstornsche Bürgerrecht auf ein bestimmtes Land (Palästimri sei der KernpnM der Iudensvage. Und nur m diesem Sinne ist nach Lrlioublums Ansicht ihre Lösung möglich. Der Propaganda dieser politischen Ideen widmete Lilicnblmn von rm« an feim glänzende Feder. MS uni dies« Zeit Perez SmolenSky, dessen -tv Todestag sich in den nächsten Tagen jähri, seinen Kamps gegen die Ideen '»er Berliner Haskasah'b-ewogung aufiraym, unterstützte im Lil'enblum. Allmäh ltch rang er sich zur EvkenrnniS der nati"nd.'cit Grundlage des Iudenproblems empor. Mit temperamentvoller Vehemenz trat nun Lilienblum für die jüdische Renokssaucebc'.veguug ein und versuchte auch die Führer der Alliance Jsraelite für eine gwßzügiye Kolonisation in Erez Israel zu gewinnet'. In einer fpeztellen russischen Schrift über die „Reuoisiance des Iudenivolikcs auf eigener Schalle" faßte er diese soiuc Idee zufandmen und erklärte sich offen für den Z i o n i s m u s. Lilienblum ist somit der erste politische Zionist in der russische« Iudenhtft noch lange vor Herzls Auftreten. Als -im Jahre 1883 der erste P a l ä st l u a k o 1 o n i s a tionsverein mtt Dr. Leo Piusker an der Spitze h Cfteffa begründet wurde, schloß sich Lrlrenblnm der Lmbath' Zion-Bewegttug voll tmd ganz an, wenn er auch ntchl zur Gänze die Methoden iihver Arbeiten billigte. Er konnte sich mit der Kleinkolon!sobiou nicht zufrieden stellen. Jhtn schwäble eme großzügige, ans breitester Grundlage arbeitende Kolonisation Palästinas vor, di« in den politischen Grundlagen völlig gesichert sein sollte. L-rlienblum gehörte auch dem von Achad Haam bcHrü-n-detcu Orden B'n-ei Moschel an und trat daun deur politischen Zionismus boi. Seine letzten L-vbeusjahve verbracht« er in Odessa, wo er als Sekretär des ,Odessaer Kotnitees" tätig toar und sich mit litcravischeu Arbeiten beschäftigte. Am 10. Februar 1910 raffte ihn der Tod dahin. Mteubkrm zahlt nicht nur zu den mar kan- -testen Erschemungen der nenhebrätschcn Litvatur, sondern ist auch einer der Begründer des modernen Zionismus. G. Re Laufbahn eines Sveknlanten. Laufbursche. — Börsenkönig.Annenpflegling. tzbus New-Io rL wird berichtet: Dieser Tagt starb in B o st o n in tiefer Armut Thomas W. Law so u, der jahrgehnEiinga>ls einer derbekaurttssten Börseaner von Wall st re et galt wnd i-n se-'men guten Zeiten über viel« Mill-io-nen Dollar verfügt -ha-tte. Thomas W. Lattofon, der wegen des Wagemutes seiner Spokulativnen und wogen der originellen Methoden seiner Bövsen-- ap-evattonen -in New-Aork nngemem populär war, ha-tt« di« Äcunifb-alhu des typischen ainer-i-kamischen SLGmadenm.n hinter sich. Als zwölfjähriger Knabe wcm-derte er eines Tvigos, aulf der Suche nach einer Beschäftiginng, durch die Straßen Bostons, als i'hm in dem Schcrufe-rvster eines BankkonrmiffionAgeschäftes ein« Ta-fcl ,^-aufbnvsche geijincht" ins Zttl-ge fiel. Der Keime Lawfohn trat -in >das Banikho>us als Gefchäftsdiener «in wn-d organisierte binnen kurzem mit -den übrigen La-nifbnrschen und Geschäftsdie-nern amen „R i n g" f ü r B ö r -s« n o P e r a t i o n c n. Der Knalü« tevuifte für feine Kommittenten Giseltbähnaktiert zu füns Dollar das Stück rl-nd verka-uifte sie uim 22 Dolbrr. Als Tom Laws-on 16 Jahve alt tvar, hatte «r bereits ein Bevnwgen von 40.000 Dollar zu-sa-mntengerafft, das er allerdings an einem ei n z -i g e n Tag bis aus 130 Dollar verlor. Mit de» 130 Dollar lud er seine »Msl^ftssveuude" unter den An* gestellten lder Dankfwma zu einem -opulenten Essen in e>in-om vornehmen Hotel ein. Die Zeche »na-chte genart 125 Dollar a-nS. Der 16 Jahr« alte Tom Laiwlfon bezahlte und schob die restlichen fünif Dollar» das letzte Geld, das er befaß, nttchläfsig dom Oberkellner als Trinkg-elld hin. Thornas Laws-on soll in Verlauf sein-eS Lebens 40 Millionen Dollar an der Börse -göwonnen mtd verloren 'haben. Er selibst erzählte von sich rn.it Stotz, -daß er bei e.mer Gelegenheit fünf Millionen Dollar ,/gemacht hatte, ehe di« Sonne Kvednwl niwfnmd nintevging. Thonms Lawson hatte ein merkwürdiges GeschciftSPvi-nzig: Er glaubte nicht«n Banken n-nd hatte niemals eint größeres Bankkonto als höchstens Zwei Millionen Dolliar. Dafür -Pflegte er Schecks ans eine Million Dollar und mehr in seiner Bvfoftas-che bei sich zu tragert. Edelsteine iin Werte von Millionert Dollar trug er ebsufalls kose in der W-ostentafche, wie Kleingelld, 'bei sich. Die größte und berühmteste Mmntztvansakti-on Lawsv-ns war die Gründung der A malgam a te d C op Pe r Company, di« er geme-'msam mit H. H. Rogers und William Nockefel-ler von dev Standard Oil--Gefellschaft -dnrchführte. Di« Idee zm Gründung dieses mächtige« Knpferkonzerns stammte von 'Thomas Dawson und brachte den beiden Hauptfinaneiers, nämlich Rogers und Rockefeller, einen Geiniim von 40 Millionen Dollar, L-awfon evhicilt jedoch von den beiden 7 ' ^Magnaten bloß eine Gewinnbeteiligung, -die er geringschätzig als ,/Taschem geld" heAeichM«. Soft dichim Tage Moor Lawsan den