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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-06 · Heft 2142 (6.2.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2142 (6.2.1925)
Date
1925-02-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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-eite 4 Wien, Freitag Wiener Morgenzeituna. 6. Febrnnr 192n Nr. S14S DIllerrdorf. Die Sozialdemokraten mit Dr. Schürff emverstauden. Bei der Beratung des Budgetkapitels Slumau im Finanz- und Budgetausschuß kam gctsttvn Abgeordneter Lr. Ellcnbog « n auf dir Möllers d o r fe r A ffä re zu sprechen. Er -bedauerte es, 'daß eine Reihe von ,'eitungen das Problem Wollersdorf nicht in sachlicher Weise, sondern vom Standpunkt der Sensation behandle. Dr. Ellenbogen erzählte hierauf all das, was Handelsmitrister Dr. Schürff in der tags zuvor aibq-e- Nalreuen Presse-konferettz als Minister sich nicht zu sagen getraute, so zum Beispiel, daß A lde r, der sich nn-mer als Anwalt öffentlicher Interessen und Moralheld auffpielt, in Wirklichkeit ein Aktienpaliet, das er um 400 Millionen V-vonett übernontnren hat, U'tit 20 bis 40 Milliarden Kronen an den Staat anzubringen gesucht habe. Er hat 5 i I <x 13 mit 5 Prozent an seinem Aktienpaket beteiligt, also auch gegen den Staat manövriert. Jns- .ewndere aber betriebe Präsident Hornik aus Fveude am Skandal die Hetze in der Presse. Schließlich billigte der sozialdemokratische Redner das Borgehen der Regie- 'nu.i in der Wöllersdorfer Frage. Me neue Anrsleichsordnnng. Gestern hat der Jüstizausschuß die Berattlng der neuen Ausgleichsnnd Konkursordnung begonnen. Die Notwendigkeit oer Vorlage wurde von allen Rednern anerkannt. Das Eingehen in die Spezialdebatte wurde e i n st i tu m i g beschossen und hieraufArt. 1 des Gesetzes einer eingehenden Beratung unterzogen. Die Beschlußfassung über diesen Artikel wurde bis zur näheren Formulierung einevon» Abgeordneten Dr. Eisler eingebrachten Ergänznngsanttages auf die nächste, Dienstag stattfindende Sitzung des JustizauSschnffeS verschoben. Vor Eingang in die Tagesordnung verlangten die Sozialdeurokraten, daß ihre Anträge zur EherechtSreform und betreffend die 8Z 144 bis 148 nach der AusgleichSordvung beraten werden. Andernfalls könnte im Justizausschuß keine Regierungsvorlage mehr zur Verhandümg gelangen. Ter Ausschnßobmann Doktor W a i ß erklärte, er müsse sich in dieser Angelegenheit erst au Len christlichsozialen Klub wenden. Heimg'fuuden. Dr. Walter Riehl, der von dem NatimtälfoAralisten aüHLlsagte Parteiobmann, ist mit seinem deutschsoziale-u Verein korporativ der groß deutschen Bolksparte-i be »getreten. Die Verstärkung, die Äoiduvch die Gvoßdeuischen erhalt«, bürste kcmim ein -halbes Dutzend neuer Anhänger ausmachen. Für welche Partsifävbnng sich Dr. Riehl im Laufe seiner noch zu gewärttfLnden «pevi-odischen Häutungen entscheiden wird, muß abgekartet wevdetr. Er hat es schon überall versucht. Zuerst vermeinte er, in Wiener-Neustadt bei den Sozialdemokraten ein Unterkommen zu finden, dann schillerte er je nach der Äouiunktur in allen Farbentönen der deutschnationaien Eou-lom, Wbäugelte auch mit den Christlichsozial e n und landete vor Jahr und Tag bei den Nationalsozia listen, wo er es gar bis zum Pavtöiobmamr brachte. Seines Bleibens war aber dort nicht länger, als dbe österreichischen Hitler-Leute beschlossen, sich an den Nationalratsivcchlen nicht zu beteMgen. Er fach ein, daß er dort koin Mandat -eÄangen könne, wurde halb mit Zwang und halb aus freien Stücken aus der nationalfc^iaListifchen Partei entferm, kaufte sich eine Kanone uäd machte sich sekbstärödig, das heißt, er evinmerte sich daran, daß er Olbmann des dsuitschso§ialen Bevemes ist und machte «mf eigen« Faust Politik, so wie eben die DEschnatiomÄon Äerheupt Politik machen. Er veranstaltete Ksrtwe-isie iygestdwo in einem Extrazimmer mit einigen Freunden einen Werabend, der eine Entschliehung faßte, die am andevm Läge durch eine Zeitnugskorvofpondenz den Redaktionen zur Benützung zugem-rttelt wurde. Wen» er es bis zu den nächsten Wahlen bei den Großdeu-tschen aarShält und diese noch zu dieser Zeit existieren werden, wird er sich vielleicht um ein NativnalratSmandat bewerbe» Wunen, Fraglich ist nur, ob er di« dazu notigen Stimmen erhAt. Au Raubansall ku WUrku«. Wen» man Unbekannten dar HanStpr onsfperrt. Die Private Barka S p i r o v a, eine Bulgarin, dt» in ter Krenzgaffe wohnt, machte gestern bet der Polizei die Anzeige von einem an ihr verübten Ranbaufall. Sie erzählte, daß sie am 4. d. abends, als sie vom Theater an der Wie» heimkehrte, vor dem Tore ihres Wohnhauses einen gutgekletdeten Mann traf, der sie ersuchte, auch ihn einzulassen, da er t« Hanse wohne. Sie sperrte auf und der Fremde trat ein. Plötzlich sei st» in der Finsternis von dem Unbekannten überfalle« worden, wobei er ihr de» Mund zuhielt. Al« sie schließlich wieder zmn Bewußtsein kam, lag neben Ihr die Aktentasche, an» der ihr >. 3 0 Dollar «nd 2000Dlnar fehlten. Da» HauStor >var aufgefperrt, i« Schlöffe steckte innen Ihr Schlüssel. Sie gab noch an. daß fie «n v. h. t» «Me« «affechanse in der Nähe de» Carl-Theatn», da» fie damals besuchte, mit eine« Manne bekannt geworden fii, de» fie ihr, Absicht, da» Theater an der «len s» besuchen, arglo» «ttgeteUt »ud auch ihre Adresse genannt habe. Auch daß fi, größer, Betrüge tu fremde r B a l» t« besitze, habe der Ra» sehe» Om«. Die Erhebungen zur Srmittlnn, he» Täter» wmde» ein- . geleitet. Wenn man in Münsterberg nicht beliebt ist. Denke movdet, Lrautmnnn wird verurteilt. Ucber einen grauenhaften I u st i z irrt u m zugunsler» des Massenmörders Denke berichtet das Berliner „A cht-Uhr-Abenvbla tt": Am 21. Dezerniber 1909 verschivartd die 25jährige Arbeiterin Emma Sander aus Neu'hof im Kreise Münsterberg^ Zwei Tage später fand ntan in einem Wäldchen ihren Hut, weitere zivci Tage danach in einem anderen Wäldchen ihren Kopf und ihre Arnte und wiederum nach zwei Tagen ihre beiden Unterschenkel, aus denen vorn Schienbein bis zu den Zehen ein etwa fünf Zentimeter breiter Haut st reifen herausgeschnitten ivar. Als der Tat verdächtig wurde der Fleischer Traut« mann verhaftet und von dem Schwurgericht in Matz nach uvmttagiger Verhandlung «bei einem Aufgebot von 200 Zeugen und neun Sachvevstättdige»» lediglich auf Grund von Indizien zu 15 Jahren Z u ch t h a n s vemrteilt. Tvantnmnn, der während des Prozesses und später immer wieder unter Anrufung Gottes seine N n s ch u l d beteuert hatte, hat feine Strafe inzwischen abgcb ü ß t. Dabei hatten die Zeugen nichts anderes ansgesagt, als daß Tvautmamn sich keiner Beliebtheit erfreue. Der Polizeihund, der auf die Spur des Täters gehetzt wtlrdc, hatte auch Trautntanu nicht gestellt. Der Indizienbeweis stützte sich vor allem daraus, daß der Mörder der durch den sogenannten „.Hammelstich" Getöteten nur ein Fachmann, cm Anatom oder Fleischer sein konnte. .Heute «stcht fest, daß die.Sauber in Denkes Stube in Münsterberg den Tod gefunden hat. Tvaudmann, das Opfer dieses JustizkvrtN'Ms, lebt rvoch heute aiks gänzlich gebrochener Greis in Münstevbevg. Die Hinrichtung HnnvmnnnS und GranS'. Wie die Matter aus Hannover melden, ist die von Grans, dem Angeklagten im Haarmann- Prozeß, gegen seine Verurteilung zum Tode eingelegte Revision verworfen worden. Das Urteil ist damit rechtskräftig g^vsrden und dürfte gemeinsam mit dem gegen Haarmann geMten Todesurteil in Kürze vollzogen werden. Ammntt al» Handgepäck. Eine Explosion im fahrenden Inge. Vndapch, 5. Fvbvuar. fiDel.-Komp.) „Az Gst" berichtet aus Groß ward ein von «iner schnüren E xp lost onska Last rophe, bk sich gestern «morgens «in d«mn Personenzug Mmsen^rg-^roßwardein auf der Strecke evügnet hat. In einem AbteÄ dritter Klaff« des überftrllten Personenzuges reiste der Magazineur Josof Lutz emer Hräzindusirivgesellschast, der im Anstvag f«Lner Tlnternchmmpz fünf Kilogramm Dynamit nach Großwardoin zu befördern hatte. Lutz hatte di« Kiste, die das DywUmt enchielt, unter feinem Sitz ausbewahrt. Kurz vor dar Staöion Großwardom ertönte plötzlich — wahrscheinlich infolge omer woggewovfenen Zigarette — «im furchtbare Detonation. Die Dnf Kilogramm Dynamit waren explodiert umd der ganze Waggon stand in wenigen Sekunden ln Flammen. Es entstand «tm furchtbare Panik und zahlreiche Paffagiere sprangen m wildem Entsetzen von dem stchvenden Zug herab. Ms die aus Gwoßwcrrdeön herbeigerusene RettungSgesellschaft ankam, lagen bereit 23 Verletzte mit furchtbaren Brandwunden neben dem Geiers«, die man aus dem rn Brand geratenen Waggon geborgen hatte. Die Verletzten wurden in di« Großwaideiner Spitäler singeVeftrt. Ihr Zustand ist teilweise hoffmnvgslos. Der Magazineur Josef L u tz, der an dem Unglück indirekt Schuld trägt, blieb vollkommen unverletzt, da er im Augenblick der Explosion «km Korridor weilte. »er JUfRtaftHMrtnann rennte In Hamburg - verhaftn. Bukarest, 5. Februar, (tt, %, K. B.) Nach einem von der Hamburger Polizei hier oingelangten Telegramm ist dort der berüchtigte rttmänifche RÄubevhaitbptmann Te.ren te heim Besteigen eines nach AmvvAd bösttmmtsn Schiffes fest genommen worden. Terent«, der da's Donaudelta unsicher «macht«, ist seinerzeit über Bulgarien entkommen. »er »laubatt bau -uaabentele. Mit sechs Frauen verheiratet. „Pesti Naplo" 'berichtet von den Hochslapsleien, Unterschlagungen «und Ghecchenteuern des angeblichen Jng«euieurS Emil Chobora, der mit sechs Frauen zugleich verheiratet war und den Beinamen Blaubart von Dunapentele" geführt hat. Emil Ehobora, der «in Wirklichkeit kem^ Jngenieu'r, sondern ein schlichter Elektrotechniker ist, heiratete zum erstenmal im Fahre 1017 eiy junges Mädchen zruS guter Familie» Katharina B., und lobte mit ihr drei Jahve. Dieser ersten Ehe des Blaubarts entstanmtten drei Kinder. Eines Tages verließ Chdbora feine Gattin nrch heiratete in einer Ortschaft des Pester Konritats Maria P. Mit dieser lebte er ein Jahr nnd a«uch diese GH« war mit eine m K i u d gesegnet. Nach einem Jahre wurde Ehttbora auch seiner zweiten Frau überdrüssig und heiratete in Budapest zunt drittenmal eine junge Dame der Gesellschaft, Maria % Da die Mfetn ersten Gattinnen den MOoiügemem vorft'sg'icn.;cg fid) Ehobora wit seiner drittelt Martin nach D n n a p e n t c l e zurück und richtete sich dort eine kleine e'ekttotcchnische Werkstätte ein. Hier gelmr ihm auch seine dritte Frau ein Kind. Rttttlerwoile hatte Ehoboras ztoeite (Rlttin den Aufenthaltsort ihres Mannes ausfindig gen «acht, üchr nach Dunapolttele imd schttlg Lärm. Chobora leitete daraufhin gegen die Ehefrau Nummer 2 die EhescheidungSk läge wegen „böswilligen Verlasse ns" ein und lobt« mit der dritten Gattin ruhig weiter, bis die gesamte Mitgift vor« Numw.er 3 verbraucht war und «di« Gefühle Ehoboras für Maria F. erkalteten. Maria F. reichte die Schcädung'sklage gegen ihren Mann ein, dieser hinwieder wachte in öer Provinz die Bekanntschaft einer reichen Witwe, Frau Paula- K., gab sich als Junggeselle aus und überredete auch diese Frau, ihn zu heivalen und ibm nach Dunapentele zu folgen. Auch die vierte Ehe Choboras war sehr glücklich, so lange die Frau Geld hergab. Als sie sparsamer wurde, begann Ghcbora seine vierte Frau zu prügeln, so daß Paula K. ihn vorließ und nach Budapest flthr, ohne,geschieden zu sein. Chobora «heiratete nun zum f ü n s t e n m a l ein« Provirnlevin, Aranka B., mit «der jedoch der .Hciratsl'chwindler eine Enttäuschnng erläbt«, weil Aranka B. keinen Heller besaß. Chobora macht« kurzen Prozeß mit Aranka B.; cr prügelte sie dirrch und sandt« sie aus Dunapcntel^ ihren Eltern zurück. Als Chobora mtt einer sechsten Frau Bezie«hrtng«n anknüpft« «und auch «mit dieser vor den Traualtar treten tvollt«, ereilte ihn daS Schicksal. Es l'ieftn zahlreiche Anzeigen g«ogen den „Blaubart von Dnnapentsle" wegen Bigamie, Betruges, leichter Körperverletzung usw. ein und Chobora »vurde von der Polizei endlich dvngsf' gemacht. _ Wieder krdftSße in Erlau. Erlau, 5. Febmar. (tt. T. K. B.) Gestern um Wb 10 Uhr abends hat sich hier die welle nfö r nrige Erdbewegung wiederholt. Schade wurde nicht verursacht. Der dlvvch das ftfüfowi Erdbeben angevichtebe Schade wird von denr Leiter de^ .^dt'ischen Jngsniouramtes <mis 16 Milliarden geschätzt. Wien, 6. Februar. * Das Wetter. Das Wetter in Oesterreich ist verändere lich; stellemvers« sind in den Nordalpen wieder geringe Niederschläge gofallen. Die Voraussage lautet: Wechselnd wolkig ohne wesentliche Niederschläge, nachts stellenweise Frost, sonst warm, westliche Winde. * Die LeöensmittelmSrkt«. Di« Großmattchallc verfügte auch geistern über reilativ günstige Merschimporte. Der Groß- Handel, der wahrend der ganzen Woche eenptiMich stockte, gestattete sich gestern wesentlich lebhafter. Fleischschwein« wie auch Frlz wurden um 1000 K. Pro Kilogramm im Preise herabgefeöit. Da auch auf dem gestrigen Mlbermcnckte in Dt. Marx Kälber einen Preisrückgang von 1000 bis 2000 K. pro Kilogramm erlitten haben, so durste sich auch Kalbfleisch m:-Preise verbilligen. Der Detaiwerkehr stockte auch gestern wie zuvor. Der Naschmarkt wurde gestern wesentlich günstiger beliefert als in -den Vortagen. Sowohl Gartnererzeugnisse wie auch Importwaren langten in größeren Mengen «in. Kohl ist abermals im Preist gestiegen. Bor allen anderen Gemüsesonen sind nennenswerte Preisveränderungen nicht «siugetreten. Mit Obst sind die Markte reichlich versorgt. Die Zufuhr«» in Butter nnd Eiern sind andauernd Anstig. Auf allen anderen' Marktgebieten Mt sich der Verkehr in den bescheidensten Grenzen. * Die Bevölkernng Wiens am 1. Jänüer 1925. Die fta- Msche Abteilung des Wiener Magistrats berechnet, daß o»n 1. Jänner 1925 die Stadt Wien 1,868.328 Einwohner zählt«. Davon sind 1,006.290 weiblichen und 862.038 männlichen Geschlechtes. Nach der im Jahre 1923 dirrchgofühvien ivoAszichllMg hatte Wien 1,863.769 Einwohner. * Eine Vermißte aufgesunden. Wie berichtet, war seit dem 1. d. die ISMrtze Marie Skrbec aus der Wohnung des Vaters vermißt. Gestern traf die Meldung hier ein, daß sich die Kleine nach Ried rm Jnnkreis gewendet und bei ihrer Tante Frau Hochpointnor Aufnahme gefunden hat. * Etn vermißter Tourist. Der Beamte der Fiwra Msferle, Martin Schenker, hat am 31. Jänner über dis beiden Feiertage eine Fahrt in die Gegend von Admont unternommen. um eine Bergpartie zu macken; er wollte am 3. d. wredsr von der Parti« zurück sein, ist aber bis gestern nicht hier emgettoffen. * Mit der Hacke gegen die L«benMSrtin. Jn dem auls« Dhurpgasse « im 9. Bezirk toud* die Mahrige Beetwrin Rosa Amstler von Hrem Lebensgefährten Jolof jchimak, der wegen Trunkenheit vorbestraft ist, mit omer oWack« am Kopfe läberdsgefähiLich vevletzt. Schima! gäb, auf « Poilizei an. daß ihn die Frau mit Bleiweiß Vorgvfteli ollte nnd daß or deshalb in. uamenckose Wut geraten M> L...., -'ht iwrmal zu sein scheint, wird dem * Di« Lebensmüden. Gestern tmchtwittM gegen 6 Uhr illt« der 25jM)rige DachdeckergehM« Jastf Krifchowitz angetrunkenem Zustande seine Geliebte auf der Lmzevstraße tt einem Messer erstochen. Gr Wurde von einem Wachebeamten retievt Während der Eskorte riß sich der Mann plohtich 8. eilte, che rnan ihn noch eücholen konnte, zmn Wremlutz ld stürzte sich von der Ataiter aus, etwa 16 Meter HM in s Flußbett, wo er lMos lieget» blieb. — Der 71iochrige ^loglimg des Vevsavamlgshoimes Lainz, Franz Weinttll, hat sich am 4.v.an einem Baum« indenAnLa«,» der rstalt echäuat. — Am 4. d. hat sich der MMriae Rudoft nmmel erschossen. Ursache der Tat ist Krankheit. — Der jährige Hilfsarbeiter Frar»z Hab»a n leerte am 4 d, e-nds ein 50 Gvanun Lysol enthalbendeS Flasttz,» u»»d starb * „Das jüdisch« Warschau." Warschau ist bedarmtlich rwch New-Uork «die größte jüdische Gemeinde der Welt. Schatzun»g8weife loben gegenwärtig in Warschau nrehr als-900.000 Juden. Dennoch ezistiert bis jetzt teiue Schrift, die über die Warschauer Judel'cheit an-ll)entlsche MttteilunyLN gäbe. Di« Leitung des Jüdischen Nationaifonds in Warschau bereitet nunmehr. die Herausgabe eines Handbuchcö untec hem Titel „Das jüdische Warschau" vor. toelches das gesamte jüdische 8ebcn m Polens Hauptstadt in allen lernen Zweigen darstellen wird. DaS Buch Mcheint rm März hMs Jahves.

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