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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-05 · Heft 2141 (5.2.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2141 (5.2.1925)
Date
1925-02-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Men, DoNMMag Nr. mt Wiener Moraenzettrms. •j. Z-cbruar 1925 GsKe o .«rfchSftrbScher" vor 4000 gahre«. Bei den Ausgrabungen in U r in Chal'däa wurden neuerdings von tzen vereinigten Expeditionen des Londoner Britischen und des PennsylvMia.UnkversiiätsmusemnS interessante Funde gemacht, die uns einen Einblick in das Wirtschaftsleben eines der Atesten Kulturvölker gestatten, das sich in ganz gleicher Weise abwickolte, wie das eines oüdnungsmäßig eingerichteten modernen Staates. Es sind dies Berichte über das Geschäfts leben der Sumerer, aus dem 20. Jchrhundert v. Ehr. stammend, die man auf ettva 30 Q-udratzentimeter großen Ton tafeln bei Freilegung der Priesterwoh- Itungen, der Vorrats- oder Lagerhäuser und des Geschäfts. archivS, die den Altar des Mondgottes umgaben, anfgezeichnvi gefunden hat. Nicht zu architektonischen, svltdern nur zu votor pvaktischen Zwecken stand dieser Häuserkomple; hier in unmittevbarer Nähe deS ÄllarS, in dem eine gewaltige Schar von Priestern und Beamten lebte, die sowohl für die Wege des Palastes ihres Gottes — denn als solcher war dieser Altar anzuskhon — als auch für die wirtschaftlich« Verwaltung seines materiellen Besitzes zu sorgen hatten. Wie mannigfach ihre Tätigkeit war, beweisen die Aus- Zeichnungen ans den Täfelchen, die wir mit dem Hauptbuch eines großen, modernen Geschäftshauses vergleichen können und in denen Soll und Haben der staatlichen Firma genau verzeichnet waren. Schon äußerlich war die Ein- und Austeilung des Raumes auf den Tafeln den Seiten eines Hauptbuche« gleich; Linien durchzogen sie quer- und lanpsweiso. Hier fanden sich die Abgaben der Landbewohner und Bauern an «körn, C«I, Butter, Milch und Käse an den Äondgott und ebenso an die Diener deS Tempels verzeichnet. Dir kleinste KleiniMt wurde unter dem Datum deS Tages. gewissenhaft verbucht und eiu monatlicher Rechnungsabschluß gemacht; denn die Sumerer waren routinierte Geschäftsleute, die streng darauf sahen, daß ein Zeder Staatsangehöriger regelmäßig Zeinen Zchnten ablieferte. Ae Wische« Lehrer Lolftok«. Anläßlich des Ablebens des Obervabbmers von Moskau, M a se, wurde in verschiedenen jüdischen Zoitiungen, so auch im „Jewifh Chvosticle", darauf verwiesen, daß der Rabbiner Mas«, der große Beziehungen zu den Führern deS russischen Kulturlebens hatte, auch der Lehrer des großen russischen Dichters Toi st o i gewesen fei. Tolstoi selbst erwähnt an mehreren Stellen seiner Werke, daß er einen jüdischen Gelehrten zum Lehrer hatte, der i'h« in derhebräischen Sprache unterrichtete und in die helbräiscbe L > teratü r einführte. In dem Nachruf des ,^ewis!h Cchvomele" für Mase wurde behauptet, 'daß dieser der von Tolstoi angedentete jüdische Lehrer des Dichters gewesen fei. In den engliischen und amerikanischen jüdischen Blättern hat nun diese Behauptung ein« interessante Disklssion hervoygerwfen, als .deren Evgebnis gefügt werden kann, daß, wie „Movmng Journal" nachweist, Mase nicht derjenige gewesen sein kann, bei dem Tolstoi hebräischen Unterricht nahm. Es war dies viemehr der Vorgänger Mases. SMnd Minor, welcher in den Jahren 1969 bis 1891 Rabbiner in Moskau «war. Diese Feststellung gründet sich ans folgende Betrachtung: Ms Mas« im Jahre 1891 nach Moskau kam, war Tolstoi 'bereit 68 Ich« alt. schon völlig seinen Träumen und Phantasien ergäben, und hatte kein Verlangen mehr, von Juden oder anderen Völkern «noch irgend etwas Neues zu lernen. Sein Hinweis auf seinen jüdischen Lehrer und seine Gespräche mit demselben wurden int Jahve 1879 geschrieben und sind in den Achtzigevjahven erschienen, also zu einer Zeit, als M inor Rabbiner von Moskau war. In den Neunzigevjahren hatte sich Tollistoi bereits so sehr der russisch-orthodoxen Kirche genähert» daß er sich damals mehr zu Johann von Kronstadt als zu einem jiddischen Lehrer hingezogen fühlte. Evwähm sei «bei diesem Anlaß, daß seinerzeit in russi, schien Schviftstellerkreiisen die Ansicht verbreitet war, Tolstoi sei unter de>m Einfluß der russischen Bibelübersetzung MandelstantmS, der ersten Bilbelausgabe in russischer Sprache, zum Zweifler geworden. Ob Mandevstamm mit Tolstoi jemals zusantmesitvaf, ist nicht evwiestn. Hingegen steht es fest, daß Rabbiner Salkind Minor mit Ddlstoi in dessen jmtgen kJah«n enge Freundschaft pflegte. W i e n. 6. Februar. Sa» Wetter. Das Wetter ist in den Nordalpen vorwiegend b e d e ckt und zu leichten N 1 e d e r s ch l äft e n netgend, tp den Südalpen vorwiegend beiter. Die Voraussage meldetr veränderliches, zu Niederschlägen geneigter Wetter, leichte Temperatura b n a b me. nordwestliche Winde. * Die Lebensmlttelmärkte. Die Grohmarkthalle hatte auch üchern sehr günstige Fleischimvorte auf»u'weisen. Angesichts der ioujunit verminderten Nachfrage, eine Folgrwlrkune lich etotgeschränkten BvterseS, die .KäusevbeteMgung zu wl Stimmung ob. Auch der Detat.. ., ... _ zrn. Vorläufig sind mnnenkwevt« Pvetsändrmngen nicht zu konsdatteren. Der Naschmarkt wurde zwar in bezug aus GärttterepMmuisi« schwächer beschickt, allein die BeMe m§ &>U >aud, Dänemark und Italien waen ltty,I!ch gümtm. so daß du AnMwt« trotz d«S Ausfalles in Gärtnerwaren die Nachfrage übcmttm. ä»»i Ausnahme van AM schirr O.nttnar der sich mäßig vevwuert«. blichen dt« Preise aller anderen Gemüsesorten unverändert. Auf dom Obstmarkt verfolgen dw Aepfsl«Mrin trotze dor LoMchrltium Jahreszeit die aufstMnve Mtung. Der Vrk^ ' " ' bieten war ganz unbedeutend. t auf. allen anderen Markige- * «iWerreichtsche LebenSmtttel-Zettung." Unter diesem 3ta»wn svicheint demnächst in Wien om neues Fach platt für alle Interessen des Lebensurittechandels, der Ncchrungß- und Germßmttteiunvustrie. Die „ÖWrreichische Söbensnvittsl-Zeituwg" wird ständig zahlreiche Marktberichte und eine reiche Wm sonstiger aktueller Artikel und Nachrichten aus allen HWrJJWPi WW* ■ Mitteilungen ms dem Publikum. Preisabbau i7Ä,;„3torDfee" Seelach, II 144ll,«abNaulÄW«) l ie.l»l> Mak»-,.«»üSit«a (Riesen) . mit K sooo Enal. VollbLcktinn ..... «tück k 4000 G,»S»»«,te ^tthering» . Sivck K »000 chch«,,ck-afta SnHhrrlnge. . . «tück K. 1400 öffentlichen. Die „Oesterreichische LelbenSmtttel-Zeitung" (Redaktion 1. Bez., Tsgetchoffstraß« 7) wird ah 13. Foövuar jeden Donnerstag erschstnen. " Wegen eines zerbrochenen Kammes verfchwutchen. Seit dom 1. d. vormittags ist die ISjährige Marie Skrbee aus der Wohnung ihres Ba-terS, 13. Dez., Breitenseevstraße 19, vermißt. DaS Kind, das ohne Mutter auisgelwaMen ilst, cchiolt dieser Tage von ihrem Vater lvvgen eines zerbrochenen Kammes Vorwürfe und verließ deshabb das Haus. * Unter dem verdacht des Kindesmordes. Wie berichtet, wurde die SSjähvig« Hausgehifftn Josesine Dl a s ch e k unter deut Verdacht des KindeSmordes angehalten. Sie batte zuletzt erklärt, daß sie ans dem- Wege zu ihrem Ziohvater bei T u I I n aus entern Acker ein totes Kind zur Welt gebracht habe und es auf dem Felde vergraben Hab«. Nlmmehr wurde fsstgastellt, daß die Blaschek ihr nerrgsboreues Kirrd im Klosett des Hotels .Weißer Hahn" in der Masergasse 5 Mdgebracht hat, wo die Leiche anfge'sundeu wurde. 2% Blaschek wurde ln Hast behalterr. * Die Lebensmüden. Gestern früh wurde die 18jährige Hausgchil'fiu Aloisia Probst, Strudelhofgasie 17, in dem mrt Leuchtgas evfüllteu Wohrrzimmer leblos ansgesunden. — Äm 1. d. hat sich die IngenieurSgattirr Stephanie S., Wattmanngass« wohnhaft, in ihrer Wohmrng durch ebnen Schuß ans einem Jagdgewehr derart Wver verletzt, daß sie bald daraus starb. Geistern vormittags wurde in den Anlagen des Vorvavks ibei Schönbrunn ein Ätann mit Anzeichen einer schweren Lpsokvergistnng bewußtlos aiWMsurvdem Er ist der Lyjährige Maschinenschlosser Franz P. Er dürfte die Tat wegen Arbeitslosigkeit begangen haben. — Nächst der ReichÄbnicke hat sich die 86jährige Hausigchklfiu Christine H. aus LsbenSüberdruß durch fitjfd zu Vevstiften versucht. — DeSglvicherr die 30Mrige Private Marie die uh aus« r. — Die 62iähriste Marie E., 10. Bez., Gellertplatz, brachte sich aus Kränkung über die Krankheit chres Mannes mit einem .Rasiermesser schwere Schnittwunden bei. * Eine Schreckensszene aus der Simmeringer Hauptstraße. Der 44jährige Landwirt Leopold Dertzer aus Schwadorf hatte Estern früh einen Wagen mit 10 Zentnern. Erdäpfel nach Wien gebracht. Der Mjährige Kutscher .Martin Kueera lenkte den Wagen. An der Ecke der Simmeringer Hauptstraße und der Molitovgasie hiett der Wagen. Durch ein vovbvifahrendes Auto scheute das Pferd, das den Straßenlärnt der Großstadt nicht gewohnt war, und ging durch. Dektzer wollte'ws aushglteir, wurde aber am Strang vom Pferd getschleN. und vom eigenen Wagen überfahren. Auch der Kutscher wurde miigerisfen. Beide wurden schwer verletzt. An Kueera mußt« ton Spital eine Amputation des Armes vorgenommen ivordeu. * Der Wein von Ottakring. Der Welnschäniker Fram Bölkel in Ottakring war mto dem Weinschänker MichM Kämmerer, der ihm gegenüber seinen Weinschank hat, in Stvett geraten, da Kämmerer angeblich bchauptet haben soll» daß ihm Bölkel «toten Sänger abspenstig gemacht habe. Gestern abends war Bölkel zu feinem Konkurrenter, gekommerr' und Sim, die Gaste zu belästigen, intern er sie mit Wein antete und in seinem angchebteirten Zustand beschimpfte, wer war Kämmerer sehr aufgebracht; er wies den VA« kel ans . dem Lokal. Aus der Straß? zog Völker Plötzlich eine« Revolver und gab hinteretotander mchveve Schüsse gegan. die Leute ab, die ihn umstanden. Der erste Schuß traf den 84jahrigen Sohn deS Kämmerer, verletzte ihn aber nur leicht am linke« Daumen. Der zweite Schuß traf den alten Kämmerer am Bauche und verletzte ihn fchlver. Der dritte Schuß traf den Fiakereigentünrer Bikwr Hufs lau an der linken Äesaßsette; die Mtgel Äieb «ln der rechten Gesäßseite stecken Der vierte Schuß ging fehl. Erst dann konnte die Waffe tem Rasenden entrissen toeweu; aber allsogk'ich sielen die erbitterten.Zeu^gen der Szette über Mlkvl her rnw mißhandelten ihrr derart, 'daß er einen Bruch des linken Fußknöchels. erM. * Die Autoraserei. Gestern nachmittags wurde an der Krenzmtg der Schönibrunnerstraße und des' GttrtelS die 40jahrige Anna Baat, die einen Ktotdettvageir vor sich schob, in dem eilt einjähriges Kind lag, und an der Hand ein fünfjähriges Kilw führte, beim Ueberschreiten der Fahrbahn von einem Allto ltisdevstestoßen. Alle drei Personen mutten verletzt. — Gleichfalls in der GchSnbvunnerstraße wurde der 16jährige Praktikant Stophart K n g l e r. der am Trottoirrand ging, dort ei,rem Vovbeifahvellden Auto evfaßt rtnd verletzt. -- In der Reinprechtsdorfenstraße wurde dies leiben jährige BÄksschülerin .Hermine D oub a l von einem Autotaxi Wersahrea. Sie erlitt leichtere Verletzungen. * Verhafteter Kaufmann. Das Kommissariat Brigittenau hat schon am 31. Oktober 1024 'den 38jährigen Kaufmann Äteilich Z l a n z m a n n wegen Betruges der Staatsanwaltschaft angezeigt, weil er einer Anzahl Wiener Finmen gemeinsam mit Mi anderen Kanflortten, David Meier «nd Eduard Knöre, Waren in hohem Werte herausgelockt hat. Zlautonann tvar selcher sl>ttcht!g und wurde om 31. Jänner am Nordtvestbahlrhose vechaftet. Slaiseneinbrnch. Dientztaa wurde ein L a s s e n e i nb r u ck, bet der Firma Teer A.-G.. 3. Bez., Marrergasse, verübt. Dir Täter erbeute ten ungefähr 1 v Af t l l t o n e n Krone * Der Beckersche Kessel. Wie das „Berliner TEblatt" meldet, hat Ing. Bernhard Becker aus Nohra bei Weimar, der einen neuartigen R öh renk esse l erfunden hat, der zweihnrtertonal mehr leistet als ein gleich großer gewöhnlichvr DantPMsel. bei einer Lovführung vor Vertretern der Presse binnen vier Minuten nach ten, Anheizen einen Druck von 30 Atmosphären erzensten können. * Petljnras jüdischer Minister verhaftet und deporttert. Aus Warschau nmtet I. T. A-: .Herr Pinchas KraSnv, einst Minister für jüdische Angelegenheiten in der Ragievung des Hetmans Petliura, wnwe dieser in Warschau verhaftet und unter Militärgele,t nach Rußland abaeschoben. Herr KraSny war nach dem Sturg der Regierung PettinraS nach Galizien enMoheil, too er .zwei Jahr!? lang als politischer Flüchtling lebte. Vor längerer Zeit kam er »ach Warschau, ochte die Berändernng seines Aufonchastes der Polizei zu melden. Er hoffte, als politischer Ftüchtttom in Warschau besser aufgchoben m sein, Die Warschauer Behörde sprach aber seine Ausweisung aus „ich stellte es .^krasnh frei, sich entweder nach Danzig oder nach Rußland abschieben zu lassen. KraSny fetzte sich mit -der russischen Gesandtschaft in Berbnwung, und nachdem ihm diese die Einreise nach Rußland gestattete, ließ er sich nach Rußland abschieben. Die Polizei beschlagnahmte in dom Hause, in welchem Krasny wohnte, das gesamte Archiv deS Ministeriums für jüdisch« Änqelogenheiten kn der Ukraine unter der Regierung Pettjuras sowie zahlreiche an>dere DoSumente. * „Er«z Israel" als Postadresse. Der Gebrauch des Ausdruckes „Erez Israel" für Postsendungen nach Palästina ist. zufolge Mitteilungen der Schanghaier „Times", in China üblich. Laut in fteniiatom cingetrofseuen Nachrichten hat denn auch der Postkommissär von Schanghai sein« Beamten dahin instruiert, daß die Aufschrift „Crez Israel" genügt, um Postsendungen ihrem BestimmungSlande -uzutsühven. Austritte aus dem gudeutum. L a m v l Hilda geb. Berge r. geb. 1. November 18SS» Wien. Schriftstellersgattin, 7. Bez., Döbrergaffe 2. Tannenbaum Oskar, geb. 1. August 1903 Wien, Zahntechniker, 19. Bez., Btllrothstraße 41. R o v p s ch t tz Abraham, geb. 18. . Oktober 1878, Lemberg. Kaufmann, 19. Bez., Ettinghausengasse 6. B a ck Emil. geb. 15. Okteber 1893, Pulzta-Kugic, Bankbeamter, 8. Bez., NuerSpergstraße 2. Der mann Gustav, geb. 28. März 1898, Wien, Metallfirnw, 14. Der., Wurmsergaffe 15. Bauet Walter, geb. 1. Marz 1902, Wie», Beamter, 18. Bez., Neusttft am Walde 42. E h r e n t b 111 Martha, geb. 11. November 1897, Wien, Beamtin, 9. Bez., Pfluggasie 4. Frankl Wilhelmine, geb. 18. November 1909, Wien, ohne Beschäftigung, 1. Bez., Franr-JosefS-Kai 17. öertmonu Adeltne geb. P i n k u S, geb. 25. Dezember 1872, 19. Bez., Gatterburggasse 10. Hermann Julie, geb. 2. Februar 1876, Wichlowitz, HtlfSarbeiteri«. 14. Bez., Selzsrgasie 36. K o s.e r a k Paul, geh. 10. Juni 1901, Wien, Beamter, 12. Schönbrunnerstraße 249. « a tz e r Lilly, geb. 1. Oktober 1898. Mähr.-Osttau, Studentin, 1. Bez., Hegelgaffe 8. Kern August Jakob, geb. 16. Oktober 1896, Wien, Bankier. 1. Bez., Walsüchgasse 12. Körper. Dr. Ludwig, geb. 16. November 1888, Olmtttz, Rechtsanwalt, 1. Bez., Schottenring 22. Losch Rebekka Euaenio geb. Drucker, geb. 2 Jänner 1881 Lemberg, 2. Bez.,Zkrkusgasse 33. L ö w y. Dr. Paul. geb. 4. November 1888. Wien, Arzt, 1. Bez., Rathausstraße 19. L i l i e n t h a l Robett, geb. 7. August 1903, Wien, 2. Bez., Volkettstraße 19. N e n m a n u Marie geb. Karpeles, geb. 30. März 1890, Prag, 17. Bez., Dievoldvkatz 6. P l o tz e r Salt geb. Schleier, geb. 20. April 1895, Slonetz, Private, 8. Bez., Bennogasse 29. P r i b r a m Edwin, geb. 4. Jänner 1901, Wien. Techniker, 19. Bez., Billrothstraße 33. P i ck Alice, geh. 17. Oktober 1900, Wien, Private, 1. Bez., RathauSstraße 19. Reif Gertruds, geb. 13. Juli 1902, Wien, Private, 1. Bez., Brandstätte 1. Sauer Pauline, geb. Berger, geb. 24. Juni 1678, Wien, 19. Bez., Saarvlatz 18. Schlesinger Gertrud, geb. 23. August 1899, Lundenburg, Private. 8. Bez., Schönborngasse 10. Dr. Schmierer Friedrich, geh. Oktober 1689. Wien, Beamter, 19. Bez.. Hardtgasse Nr. 32. Dr. S o m m e r Robert, geb. 16. Dezember 1894, Wien, Arzt. 4. Bez. Favoriienstraßo 4o. @ s a b a b i Emmerich, geb. 91 q£Sm«*r Omifntflnit. 3. R«, Marreraaste 22 Bereine. Bortriige und Bersammlungeu. Keren «ajemeth ('Israel (Jüdischer Nationalfonds). Aut Sonntag, 8. Februar, V,11 Uhr vormittags, . findet, im Zentralkino, 2. Bez., Taborfttaße 4, die Aufführung de? neuen Palästtnafilms „Das alte P a l ä st i n a — d a S nuttlfrej Israel" statt. Chanukkahseier in der jüdischen Schulkantine Suezawa. Am 25 Dezember 1924, am vierten Chanuttcchtage, fand ton großen Saale des jüdischen Hauses in Suezawa eine Chanukkahseier statt. Ueber hundert Kinder, meist Hall>bu:td Doppe-ttvaiisen; wurden 'beköstigt und mit Schuhen und Kleidern teteblt. Diese Feier wurde nur dadurch ermöglicht, daß die Duezawaer Landsmaunschaft in New-Aork und 'das Relief komnse des Ersten Suczawaer Kvankenunterstützungsvewiues in New-Voack durch außewrdenttiche Zuwendungen die Bokletdung evmöglichte. . Kadioprogramm: Donnerstag den 5. Februar. S Uhr: MaEbevicht. — 11 b'S 1 Uhr, Ko nz ert S t t v t n g. - 1 Uhr b Rtin. r Uranrazeit. -- .1 Uhr 20 Min r Wetteranlage. — 7,4 Uhr: Wiener Börse. 4 bis 6 Uhr r N a ch m t t t a g S k o n z e r t. — 6 Uhr: Vortrag Dr. Junkr „Das graphische Gewerbe in Oesterreichs -- 8 Uhrr Kammermusik, slawischer Abend. Bühne und Kunst. ..vor dem sendenfall." Akademietheater. Mit gemifchten Gefühlen mag der greife Schriststollek Marco Brociner den fteudigen Beifall endgssengenmmnen haben, der ihn gestern gar häufig vor die Rampe rief. ^l»o ausgesprochene dramattlsche Bvgalbttng, die ein Dutzend markt- Ongtger, erfolgreicher - Bühnenliderate» anfwwgt. technisches Können mit Gsschrnack, Btodmtg mit Gemüt vereinigt, hat sich an die michsÄige, undankbare Avbeit-deS Tagschreibers verschweute-t rtnd hemmst reichlich spät die Ehren einer, geglückte» Burgcheawrpvomiere ein. Das Stück, zwei Jahrzchnte alt, wird ttach den erste», schwerfättigeil Szen-ert sehr amüsaitt, -eMmmt int zweiten Mt prickelnde Faschiltgsstimnzrntg und Mt sich auch im dritten, dem eine neue Figur schallende Heiterkeit sichert, auf fröhlichster Luschpielhöhe. Lotte Medelskh hat heimgesnuberl. DaS fatale Inter- MM» hystevischer Exaltiertheit scheint beendest. Sie spielt ein Wiemr Modell mit nreistechaster Ra-türlichkeit. Ei,re Utzbenswerte, in ihrer echten Menschlichwtt rührende Frauengestalt wird leibendig. Die Frauen Mayen und Aknay sind ein überaus anmutiges Schtowsterlchaar, wissen die Unter.jchi>.te der schwvstevlichen Temperarnente humorvoll zu zeichnen., und Blanko Glossys parcdistische K»mst gibt der Schablonen' figtlr des Wiener Kttchendragoners eine neue, ziverchfellerschÄtternde Blsage. Philipp Zeska zeigt ein« neue Seite seines Talents. Er ist diesmal Bo»wivant von überraschender Frische und pointiert sehr charmant. Blaß Herr Hennings, noch blässer Herr Helm. Zwei Episoden stoch tei den Herren Karl Zeska und Dane gger in den besten Händen.

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