Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2140 (4.2.1925)
- Date
- 1925-02-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981225--21836-3009187- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Odesa 1× ep/1000834
OCR text
j | Wien, Mittwoch Las vemlßtt Milchen znrSckiekehrt. / Wie gestern berichtet, wurde seit Sonntag alren-v die :2Mhr?ge Anna Egger, die bei ihren Eltern in Meidling . -wohnt, vermißt. Ihr Bräutigam hatte sie aueiner j Zirkusvorstellung nach Hmch bereitet nutz sich am Harrst tor von ihr verabschiedet, sie war jedoch nicht m die Woh-! nu iig Aurürkgekehrt. -Die polizeilichen Erhebungen ergäben bald, daß es sich unl kr in Verbrechen handle, da Arbeitskolleginnen und sonstige Bekannte der Egger sie an verschiedenen stellen der Stadt noch nach ihrem Verschvindon gesehen hatten. Gestern nachmittags wurde das Mädchen von einem Wochebeamten in der Nahe ihres Wohnhauses erkannt und angehalten. Auf dem Pol-izeikommiffariat Meidötay erzählte sie zuerst eine Geschichte von einem Manne, der sie Hypn oLisi ert habe, so Laß sie erst am nächsten Tag auf einer Wiese ausgewacht sei. SchLietzlich gestand sie jedoch, daß sie aus Furcht vor Bor würfen sich niA nach Haust getraut hatte. Sie war schon Samstag spät nachts heimgekehrt und als sie sich Scnmtag wieder verspätete, eilte sie, nachdem sie einzelne Kleidungsstücke im Stiege n h a u s e ihrer Wohmurg verstreut hatte, davon, überrichtete dann in einem .Hotel und irrte in den Straßen herimr, bis sie schließlich ausgogvisfen tonrtu\ Tie Ai,s- ''eißeriii ivurde ihren Eltern übergeben« Sin «euer Sdelftei«. , Urrstro Erde ist nach Melmetallen tllvd Edelft^rneir reichlich durchsucht worden. Die Entdeckung eines bisher unbekannten Edelsteines mit besonders schönen Eigenschaf-- len ist daher für den Naturfreund und den Liebhaber ein Ereignis. Bor eitrigen Jahren entdeckten nach der schweizer-rscheu Zeitschrift für Naturwissenschaften „Natur und Technik" Eingeborene in drr Nähe alter indischer Saphirgruben in GoDsamden mehrere Stücke eines graublauen Steines, die lost in geringer Tiest lagen. Der Stoin wurde anfänglich karun beachtet, bis die mineralogische Untersuchung stme Natur auMvte. Es waren Zirkone von einer blauen Farbe, die bis dahin nicht bei ihnen bekannt war. Die chemische Untersuchung ließ keinen Zweifel an der Richtwert der mineralogischen Feststellung.' War nun schon diese naturwissenschaftliche Entdeckung wichtig, so wuchs das Erstaunen, als sich heraus stellte, daß der Schliff dem neuen Edelstein gang besonders prächtige Eigenschaften entlockt«. Der 'Stein hat eine fchr lebhafte Farbenzerstroumvg, was namentlich bei. größeren mittekblauen Steinen der besten 'Art ein außerordentlich reizvolles Bild gibt: an den Kanten der blauen Flachen blitzt es grün und gelb auf. Der Stern ist also fowwhl nach der natrlvwi ssenschastli chön als nach der technischen Seite hin sehr interessartt. Leider ist er s e l te n und m-erft nur klein. Die A me r i ka n e r Haberl sich viel mit dem Stein beschäftigt, er wird an Ort und Stell? von ihnen a-ufgekaust, doch, sind einige Stücke auch »mch Europa gekommen. Sie Bildwerke der Geifteslranle». Tr. Hans P r i n z h o r n (Wiesbaden) hat auf.Grund längerer 'Arbeiterr an der HeidÄberMx Universitätsklinik zirka 8000 Bildwerke (Zeichnungen, Msleroien, Plastiken) gesamurelt, die von zum größten Teil völlig ungeübten Irren in der Anstalt spontan geschaffen wurden. Er hebt eine Gruppe dieser „kunstähnllichen Produkte" hervor, und zwar solche, die von einer ganz 'bestimmten Gruppe von Geisteskranken geschaffen waren, nämlich mir von Schizophrenen (früher Dementia praecox genannt), dad heißt von Kranken, bei denen der normale Zusamment-ang zwischen Vorstellungen und Gefichleir verlorvngegailgen, bei denen eine „Spaltung der Persönlichkeit" cingetreten ist. Der Anteil der Schaffenden unter den Irren ist ungefähr gleich dem physisch intakter Menschen, zirka c i h Prozen t. Bei den meisten Werken fällt eine Häufung von spielerischen Figuren auf, die durch umrandttide Symbolik und hiuzugosügte Worte und Sprüche vieldeutig werden und oft»gute Einblicke in das physische Geschehen der Krankerl gestatten. Mehrere Zeichnungen urch Malereien )unten der malerische Ausdruck von sogetmintten optis ch cn Halluzi Nationen, das heißt von den auf dem Boden der Kmnkheit entstehenden (Äesichtsein-d rücken (Mi« giöst, erotische Motive). Einzelne Bilder ivaren spielerisch konstruktiv, andere weisen eine starke Wucht rmd Rhythmik .nif, die all Michelangelo erinnern mochte, und das Bild ..Der Würgengel" gemahnte nr der -Farbgebung an einen G r ü »t c Sv a l d. Auffällig ist, daß 'bei künstlerisch völlig nitgs bildeten Kranken in der Einsamkeit der Anstalt ganz spontan Werke, wie Figuren (aus Holz oder geknetetem Brot) von Mä»m«rn, Fnmen, Zwittern als Pfeifenstopfer >usw. entstanden waren, dis die. größte Verwandtschaft Mt fcen Kirnslerzengniisstn der primitiven Völker aus dem Kongo und vo,l Nen-Gninca haben. Es ist darmtS zu sthery das; die künstlerische Entwicklung nach ganz bestimmten, überall gleichen Gesetzen vor sich geht, und die alte Lehre, daß die Ettttoickbmig des EtnPiiMkMtmns (Authogeute) eine kurze Rekapitulation der MenschheitsenNvicklung l llliylogenie) ist, dürfte Wohl auch durch diese Beobachtung ‘. h Belvsis erftchrear. Wohl allen Bildwerken der Geisteskranken mehr oder eigen ist, das sichtliche starke Hinwende« o?i f das eigene Ich. Und in diesem Punkte berührt Uly die Kunst dieser Irren mit der Kunst der Jetztz c :!, mH der sie ja auch in der Formgebmig und starben Wkener Morgenzett««ft. 4. Februar 1925 M. AK» formalen Rhythmik rein äußerlich wohl manches Ver ioan-dt' zeigt: Geradeso wie der (geisteskranke — innerlich zusammengebrochen — die Welt draußen verlassen hat und sich m der AnstmkeH der Anstalt ganz mff sich selbst »vendot, so hat auch der moderne Künstler die Sehnsucht, sich von der Menwettsrealität zu lösen und Eigenseelis.hes zu schaffen. Trotz der Geisteskrankheit bringt der menschliche Geist noch „Kunstähnliches" hervor, manchmal ganz Spezifisches unter dem Eindruck der zerfallenden inneren Persönlichkeit und der krankhaften Gesichtseindrücke. Bei der Betrachtung dieser von der Hand Irrer entstandener Werbe, erfaßt uns Achtung und Ehrfurcht auch noch vor dem dem Zerfall geweihten menschlichen Geist. W i c it, 4. Februar. * (Mette Hochzeit. Morgen stiert der Oberkantor tat Mchestand Jakob Bauer mit seiner Gattin Rosette, geborene LSwy, das Fttt der gowenen Hochzeit. Oberrant« tttcr war mehr als 50 Jahre lang Oberkanten der türkisch- Mitifchen Gemeinde in Wien uns hat sich während seines «kens die vollste Altfrisdenheit stiner Gemeinde und die rtschätzung aller Kreise zu erwerben verstanden. Ganz besondere Verdienste erwarb sich Bauer durch seine organist-torische Zlrbett im Interesse seiner Berufs- und Standesgrnoffen, die ihn auch nach denr Ableben des OverkantorS Singer pmr Präsidenten und später Ehrenpräsidenten des Oesterreichischungarischen Kantorenverbandes, der jetzt als österreichischer Kcmtorenverband tätig ist, getvählt haben. Die Gattin des Jubilars ist die Schlvester d:s Sekretärs der Zentralstelle für Wische soziale Fürsorge in Wien, Herrn Dr. Moritz Löwy. Dem Jubelpaare sind aus den weitesten Krelsim der Wiener Bevölkerung verdiente Ehrungen MtoÜ'.geworlden. * GeschästSiubiläum. Am 1. Februar konnte das unter der Leitung des bekannten Mgenarzics Dr. Louis PoborSky stehende ,^Oculariuin" (1. Bezirk, Kärntnerstraße 39— Amtagasse 1) das Jubiläum seittes Wiährigen Bestandes feiern. Die mnisichtige Führung des Instllu-tS durch Dr. PobotSky. die wisienschaftlicha Exaktheit, mit welcher die Atrasnumsrsltrbung und Brillonvestimmnug -dort vorgerwminen wird. lMen dorn Okularium wiMiche Popularität verschafft und e-8 ist daher nicht p: vsrwtmdsrn. daß dem Institute anläßlich seines JubMuntS zahlreiche M-ickwün.fche .yvkamen. * ErSjsnuttg -es Brieltelegrammverkehres mit Deutschland. Born 1. d. sind Brieftelegramme nun auch im Berkchr Stoischen Oesterreich und Deutschland zugolassen. Die können in Oesterreich bei allen P-unvestelograPhenamtern und beim Telegrophenamte Wien Radio jederzeit während der Dienststunden aufgegeben werden und sind nach allen Orlen in Deutschland zulässig. Die Wortgebühr beträgt 1100 Kronen gleich 11 Grvschnt, es wird jedoch die Gebühr für mindestens 20 Worte eiugchoben. Der Text der Brieftelegramme muß in offener Sprache verfaßt sein. * Die Kalenderreform und die Agudas Iisroel. Am 16. Februar findet in Genf die Völkevbundberatmrg über die geplante Kalenderreform statt, zu welcher, wie das Preßbureau der Ägudas Iisroel mitte llt, der Rabbi ursche Rat der Agudas Iisroöl oingvladen trmrde. mn über die Details des vmt ihr auSgearbeiteten Entwurfes zu referieren. * Vom Zionistischen Landeskvmttee. Das Zionistische Landeskomitee teilt Mit: Die heutige Landeskomitoesitznug entfällt. * Gesellschaftsreisen zur See. Der Norddeutsche Lloyd Bremen öeranstalltet nun wtader wie im Frieden Gesellschaftsreisen.' Die erste, vom 24. Februar bis 24. März, geht nach den Inseln des Mantifchen Ozeans. lKabinenvreis 1160 Goldmarl), mit dem großen neuen Doppelschvaubendampstr „Mürvchen". Dann stlgt im Sommer eine Polarfahrt (Kabinenpreis 1050 Goldmark) und drei volkstümliche Norweyettfalhrten (Käbinenpreis 800 bis 400 Gbldmark). Näheres hierüber und. Prospekte vom Kafütenbureau des Norddeutschen Lloyd, Dien, 1. Dgzrek, Kärntnerring 13 (gegenüber dem Hotel Imperial), wo auch über sonstige Ueberseereisen Auskünfte erteilt, ferner Patzvisa (auch für die Provinz), Ä a l» n k a r t c n, Geldwechsel besorgt werden. (ElttgMich.) Das Weiter. In Oesterreich ist es noch etwas kälter geworden. Jit der Obersteicrniark ist starker Schneofall eingetreten. In den höheren Lagen herrscht heftiges Schnestreiben. Die Voraussage lautot: Veränderlich, Nachtfrost, westliche Winde. * Di« Lebeusmittelmärkte. Trotz MonatSbsginnes wickelte sich de: Verkehr auf den gestrigen Märkten m vorwiegend ruhiger Stimmung ab. Die Großmarkthalle hotte günstigere Fleischimvorte aufzuweisen. Bei referierter Kauflust angesichts dos' archalteud eittgeschränkten Konsums, hielt sich oer Absatz sowohl ttn Großals auch im Kleinhandel in den bescheidensten Greilzen. — Der Naschnvarkt wurde gestern ziemlich bedcwfsderknd beliefert. Gärntnerfpinat wie auch Kohl sind im Preise gestiegen, während Spinat italienischer Herkunft, der in beschädigtem Zustande einlangte, wcseMich billiger abgegeben wurde. — Aus de«m Obstmarkte langten auch gestern iteirrsche Aepfel in gvotzen, >dcn Bedarf überwiegenden Mengen ein. — Eier stellten sich gestern billiger im Preise, frische 1300 bis 2400 K. und KaMier 1100 bis 1500 K. je nach Größe und Qualität. . In Butter, namentlich in'* minderer Qualität, herrschte Uebevffuß. * Berhastung eines RechtSanwaltSanwSrterS. Auf Grund eines HaftbefchlS des Landesgerichtes 1 hat gestern die Wirtschastspollizei den Rechtsanwaltsanwürter Dr. Balerian Brendcan (ehemals Presseraferent der ukrainischen Gefandtsthaft) wcmen Verbrechens des Betruges mtd Dergchens gegen das Wuchcrgesetz verhaftet und dem Landesgsrichtr cingellvfert. * Der weiße Tod. Wie der Grazer „Tagespost auS Liezerr gemeldet wird, wurden gestern mittags im Hochmölbm-ggoüiet sechs Grazer Touristen durch eine am Nordweschattg. des Raidlina niedergegangem Lawine verschüttet. Pier Touristen wurden lebend geborgen. Die OverslenSgatttn Iran Ätegmüller war bereits tot. Sie dürfte infolge der Allfregutla einem Herzschlag erlegen sein. Der sechste Teilnchrner, Postoberoffiziali.R.M.Plane,wurde von einer RÄlungserpedition als Leiche geborgen. * Di« L«benSmüd«n. Der 73jährige Börsenaaent Paitt Kasse l hat sich gestern früh von seimr int dritten Stockwerke gelogenerl Wohmtng in der Güulhergasse auf die Straße gestürzt uvd Aieh tot liogetl. — Inr Liubens-Park auf der Wieden hat sich Montag nachts ehr zirka Mjährigor Man» durch ei-nett Revolversckuß schtver verletzt und starb bald darauf. Nach einem bei denr Nnockannten vorgeftlndenett Lairdsturmvlatt dürfte er mit dem Süjährigen Franz Schneller ddctttttch fein. — In seiner Wohnung in Floridsdorf Hai sich der 30jährige Säckchä-udlor dttfred D. mit einem Taschcuiuesser Schulttwuitoen am Halse ztigefügt. — Ein ungefähr Lüjähriger Matt» i« Postierunisvrnl, der nach Dokuinemeu mit einem gewissen Josef Dunkel ideiittsch sein dürft», erschien bei der RettungAgesellschaft Und gab au. Lysol getrunkeu zu haben. Er fiel dann bewußtlos zusaimueu. — Der öljähri.n' arbeitslose Iol)ann 'Z. I)ort sich in srmer dahmmg mit einer Schnur am Fensterrahmen erhängt. Ursachen der Tat sind ErbsMung und Notlage. — Sonntag abends hat sich im Hanse Althanplatz 1.0 die 38jährige abgebaute Baukbeanttin Roqa F. aus einem Fenster im dritten Stockwerk des Stieaenhauiscs gestürzt und blieb ans der Stelle tot. Ursache: Unmöglichkeit sich eine neue Existenz zu gründen. * Sin modernes rourlstenhvtel für Jerusalem. AuS Jerusalem berichtet I. T. A.: Die Palest ine Seouritie«, Ine., die Unterkörperschaft des amerikanischen Zion Commonwealth für den Verkauf von valästinensischcn Obligation^, die an der erfolgreichen Unt«rbrmgun>q der Tel-Nwkv-Anls8he ta den Bereinigten Staaten m'ttgewirkt hat, teilt mit, daß sie Borvoreitungsn für den Bau und die Einrichtung des ersten großen modernen T o u r i st e n h o t e l s in Palästina getroffen hat. Das Hotal wird in Jerusalem Ecke King-George-Avenue und Ben-Zehnda-Street erbauit werden. Der Baugrund gehört der Zion E o m m o n w a a l t h. Das Hotel wird vom fMeren Bester des Zemrachotels Mr. Aevahnrisl Umo u r s k y und von dom amerikanifchon Kaufmann Mr. Douit R o f« n b l a t t verwaltet werden. * Dl« Tuberkulös« unter de« Jude« Odesia-. Di« von der GLsellschaft „Ose" unterstützte zentrale Umersuchnnas-! anstatt für Tuberkulose in Odessa teilt mit, daß in den Monaten Oktober und November 80,7 Prozent aller aus Tuberkulose Behandelten Juden waren. (2727 unter 1781.) Russische Kranke waren nur 43,3 Prozent. Dabei ist zu bemerken, daß der Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung Odessas nur 11,1, der Prozentsatz der rusiischvn BevLikerung aber 47,8 'beträgt. — Dre „Ose"-Änftalten in der südlichen Ukraine wunden in den Monaten Oktober und November von mehr als 80.000 jüdischen Patienten besucht. Mein die Poliklinik der „Ose" in Cherson wies 18.669 Besucher auf. Davon entfielen 18,3 Prozent auf innere Krankheiten. 14,2 Prozent auf die chirurgische Abteiltt>ng, 13,9 Prozent auf Augenkraivkheite'N, 19,6 Prozent auf die Abteilung für Hals-, Öhren- und Nasenkrankheiten. * Ein Weltrekord im Schachblindspiel. Aus Paris wird lbsrichtot: Der russische SchMmeister Alsechin hat hier euren Weltrekord im Blindspiel ausigestellt. Er jspieilte lm Saal des' ,/Pc.tit Parisien" gegen 28 Gegner ohne Ansicht «des Brettes, gewann 32, Verlar drei und beendetk drei Partien unentschieden. Das Turnier dauerte bau 10 Uhl morgens bis 11 Uhr abends, wobei die Gegner Mjechins sich beliebig ablöseu und vertreten lassen durften. Die drei Gowinnet gegen den nrssischen Meister waren nicht Einzelpersonen, sondern Schach vereine. * Eine Statistik der Nadel-Preise. Fünf Jahre nach dein Tose des Begründers, Mfred Nobell, des Erflnders des Dynamits, wurden die Nobol-Preise zunt ersten Male verteilt. ES war im Jahre 1901. Sottdom sind im ganzen 116 Preis« Verliehen worden. Von diesen sind 23 nach Dvutsälland gefallen. An zweiter Stelle steht Frankreich mit 19 Preisen. Dann folgen: England mit 11 Preism. Schweden -und dir Vereinigten Staaten von Amerika mit je 7, Dänemark, Holland und die Schweiz mit je 6. Italien, Noüwogeu und Belgien mit je 4. Spanien und Oesterreich mit je 3, R>utzland und Kan'ada mit je 2, Polen, Indien -und Irland mit je 1. Sehr viel anders stellt sich jedoch das Bild, wenn man die Bevclkerungszisfeir mit einsetzt. Dann ergibt sich, daß die kleinen Staaten. Schweden, Dänemark, Holland und die Schweiz verhältnisnmßig am besten abschneiden. Denn in -ihnen' kommt auf je eine halbe Million Einwohner ein Nobol- Preisttoger. während m Frankreich erst auf 2,1 Millwnemin De'ttschl-'nd auf 2,6 Millionen, in England gar auf 3 Millionen ein ProisgÄröntzer kommt. (Dir nachstehend«» Ankündigungen sind entgeWch.) ver praktische einlattf! Alle Schichten der Bevölkerung sind unter den Metu -ärtigen schwierigen Wirt'chaftSverhältnisien zu äußerster Sparsamkeit geMuugon. Aber der Winter steht vor der Tür tmd die Anschaffung des Notwendigen an Bekleidungsstücken läßt sich mcht umgehen. Billig und p r a k 1 i s ch ist nicht dasselbe! Es handelt sich darum, bei aller Billigvest qualitativ emwanidfrsie Gegenstände, tote Damen- und Herrenwäsche, Stoffe, Strick- und Wirkwaren und andere Bekleidungsstücke für den Winterbedarf zu erwerben. Diesbezüglich zeichnet sich das altrenommierte Warenhaus Brüder Schiffmann in der L a b o r st r a tz e 4 8 aus, das eine reiche Auswahl der genannten Gegenstände zur fteien Besichtigung vorlegt Hier ist Billigkeit und Qualität vereint. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. B«Z„ Nvittdorfgasse 42, Tel. 83-lgl. Vereine, Bortröge und Versammlungen. ZronlstrschsFrauenorganisation. Heute, 4 Uhr nachmittags, S i tz u n g im Kunstfalou der Frau Ing. Ackermann. 1. Be»., Herrengaffe 31. Anschließend. V-,6 Mr, Vortragszyklus Frau Dr. Martha H o f m a n n (3. Vortrag): „Der Romantiker der Fretbeit, HeinrichHetne". —- I. A. V. U n i t a 8. Morgen findet im Cafe de France um 8 Uhr abends eine Sitzung der A.-H.-Verb. statt. — Zionistische Iuaendgruppe Leopold st ad t. Heute haben sich sämtliche Mitglieder präzise 8 Uhr abends beim Südbahnhofe einzuflnden. Abreise unseres Freunde« KlagSbald ttach Erez Israel. - Jüdische Tischgesellschaft Landstraße. Heute. Vzv Uhr abends, Vortrag Wert „Humor de:) Juden in der Dichtung". Cafe Lovrana, 8. Bez., LSwengaff«: - Zionistische B e z i r k r s e k t i o n Alse,° grund. Heute um 8 Uhr abends findet im Lob.'- S. Bez., Liechtensteinstraße 11/18, eine wichtige A schußsitzung statt, zu der alle AuSschußmitglieder ciru •- laden find. — Bvth w a a d l'i w r i ttt, 0. Bez., Tii,l>--- sttaße 9. Heute, '/,8 Uhr abends, Vortrag des Hernr Dr. i. Müller: „Plt'ei hasafah webalaschon". — I u g e n d a r u v r, d e r Z i o n i st i f ch e n S e k t i o n Z w t s ch e n b r ü ä ( Heute, Va8 Uhr abends, im Verein-lokal. 80. Bez., Allvrbeiligniplatz 3. Vortragdes Herrn Ingenieur Deutsch über: .Jugend und Cbqluziah". Erscheinen der Mttglleder Pflicht! Gäste lichst willkommen! Rttbioprogrammr Mittwoch den 4. Februar. 9 Uhr: MarMericht. -- N Lu 1 Uhr r K o n z e r t S t l v t n g. — 1 Uhr b M!».r ttr„n.-.-.- zeit. — 1 Uhr 20 Mln r Wetteransage. — x[.tl Uhr: Wicm Börse. — 4 bis s Uhr r N a ch m i t t a g s k o n z e r t. — 6 bi« xlß Uhr: Das deutsche Lied. -- 8 Uhr: Wiener Philharmoniker. — 10 Uhr r Heitere Abendntusik. Das Radwprogramm büren Sie tlatlgvott und störungslos nur mit „Original Blum puulthörer", „Original Ideal-Detektor" und „Original Zdealii- Super Kristall". Bei jedem Händler erhältlich. Hauptlager bei Ing. Emaituel Klausner!«»., 1. Bez., Adlergasse 4, 1. Stock (Entgeltli'1..>