Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2138 (1.2.1925)
- Date
- 1925-02-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Rk. tlÄ Men, &ntirtai ' 1 —.■—.. .-. (®fc »achAhmd«, «nküsdigungeN fisd entgeMich.) r« praktisch, ««kauf! Me Schichten kwr Bevölkerung sind unter den gegen, wavtigen 'chwierigm Wir, chaftSverhältN,ss-n pi Sußeffter Sparsamkeit gezwungen. Aber der Winter steLt vor d-r h qualitativ einwandfreie Gegenstände, wie Damen, und Herrenwäsche. Stoffe Strick« und Wirkwaren und 9V. KeidungSstücke für den Winlerbedarf ,u erwerben. Diesbezüglich zeichne, sich das altrenommierte Warenhaus Brüder Lch ss- «ann in der T a b o t ft r o ft t 4 8 ans, das eine reiche Auswahl d«r «nannte» Gegenstände zur freien Besichtigung vwlegt. Hier ist Billtakeit und Oualftäi vereint. * SS ist nicht maßgebend. was. sondern wo man kauft! Die Firma Franz Pwek. Wien. 12. Bez., Rücker« gaffe 49. bekannt und bewahrt Kit vielen Jahrzehnten alS «Mich bürgerlich vornehm in ihren Erzengmffen, stellt nach eigenen oder auch gegebenen Entwürfen Möbel vom einfachsten bis zum feinsten Genre zu zivilen Preise« her und ist daher wirklich empfehlenswert. * Bett, und Tischwäsche. Taschentücher, Frottierhandtücher. sensationell billig bei Kann ». Fried, 6. De»., Linke WienzeAe 40 (im Hofe). * Reu« Serbstmodelle in Bally«Schuhen und erstklaffigen handrahmenaenähten Schuhen zu äußerst billlgen Preisen im SchuhhanS Dorn. 2. Bez.. Taborstraße S a. * Auf Teilzahlung LuxuS- und Stravazschuhe. Strümpfe, Socken. Schuhhaus Habermann. 1. De^. Rauhensteiwgaffe 10. Mezzanin. Tel. 77^-36 * Eine herrliche Wohnung können Sie sich leicht erwerben. wenn Sie Möbel in feinster Ausführung und zu kulanten Preisen kaufen. Besichtigen Sie vor Einkauf das reichhaltige Lager der bestrenommierten Möbelfirma ft Wühl. 4 Bez.. Schleifmüblaaffe 3. * ftm altbekannten TapezierermöbelhauS M. Weiß. 2. Bez., Darwingasse 89 (Ecke Nordbahnstraße). kaufen Sw erstklassige Ottomanen. Essen«. Messing«. Paientmöbel ufw. in erstklassiger Ausführung zu außerordentlich billigen Pressen. * Kofcherfleifchbank im 9. Bezirk. Die bestbekannte Flesschhauerfirma Siegmund Kornmeh! hat im 9. Be« zirk. Derggasse 15, eine neue, ganz separate Kocherflei'chbank errichtet. Dieselbe sicht unter der Aufsicht des ehrwürdigen RabbinateS der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde und wird die Firma nach wie vor prima Q-raliräten bei gleichen Presse« zur AuSschromng bringen Die neue Fleischbank ist eine der bestemgerichtewn Wiens und entspricht den modernsten hygienischen Anforderungen, so daß Vrefelbe bestens zu empfehlen ist. * Wegen Auflassung unserer Filiale in Mariahils sind wir gezwungen, unsere Äagerbsständ« in. modernsten Schlaf« und Spessezrmmermöbeln zu möglichst niederen Preisen abzustoßen. Einige PreiSansätze in unserem Inserat - im Anzeigenteil deS Blattes mögen Sie von der Leistungsfähigkeit unlerer Firma überzsugon. Möbelhaus Boriher. 6. Bez., Mariahssfevstraße 105. Schulna-Hricht. Handels- und Bankkurse. Stenographie- und Maschinfchr«?bkuvse. Handelsschule Deutsch. 9. Bez-, Hövlgasse 12. Tolephon 17-2-36. Beginn 10. Februar. Berelne. BortrSse und Beksannulangen. Zionistische Kulturgruppe 20, Karl-Meißlft Straße 5/1. Zum Kartenverkauf für den Palästinafilm haben sich heute Sonntag um 9 Uhr vormittags sämtliche Mitglieder einzufinden. J/>7 Uhr abends Nordau-Gedenkfeier. Gäste willkommen. Morgen Montag, */*6 Uhr abends, AuSschutzsttzung. — Verein Erez Israel, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Heute Sonntag, präzise 7 Ubr abends, Bortrag Josef Münrer „Siedlung Baumgarten". Anschließend Heimabend der zionistischen Jugendgruppe Leopoldsladt. Gäste willkommen. — Hechalluz, Oesterreichischer Landesverband. Morgen Montag, Va8 Uhr abends, in der Rossauerkaferne, Vortrag Benjamin Breuer (Tel Josef) „Aktuelle Probleme der palästinensischen Arbeiterschaft". — ZionistischeSektionPrater. Heute Sonntag, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Otto Abel es „Ein Spaziergang durch die Judengassen Wiens". Morgen Montag, präzise 5 Uhr nachmittags, Fünfuhrtee, gegeben von der Gruppe der „Reiferen Jugend" oer zionistischen Sektion Prater. Dienstag den 3. d., 8 Uhr abends, Kurs Dr. N. M. Gelber „Zionistische Geschichte". Mittwoch den 4. d., 8 Uhr abends, Dr. Leo Goldbammer „Palästinakunde". — A. H. Verband der Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler. Dienstag den 3. d., 9 Uhr abends, Cafe Stadtpark, Zusammenkunft. — Zionistische Dezirksorganisation Brigittenau. Morgen Montag in der jüdischen Toynbeehalle, 20. Bez., Denisgasse 33, Menvele- Mocher-Ssorim-Feier. Unter anderen wirbt Oberkontor Alter mit. Gaste willkommen. — Wiener Juristische Gesellschaft. Mittwoch den 4. d., */*7 Uhr abends, Tw Hörsaale 83 der Wiener Universität (juristische Fakultät) Vollversammlung. Tagesordnung: Bortrag Dr. jur. hon. c. Otto Hagen, Geheimer Justizrat in Berlin, über „Shakespeare, fturift" Leopoldstädter BolkSheim, 9. Bez., ZirkuSgasse 48. Heute Sonntag, 7 Uhr abends, Festsaal: Dr. Jysef B e r g a u e r: Klassiker des VolkSstückes. Szenen und Lieder aus Werken von Raimund» Nestroy, Anzengruber. Karten bis 12.000 K. * Jüdisches Wesen In der Kulturgeschichte, lieber dieses Xbema sprach letzten Mittwoch Dr. Oskar Rosen seid im Rahmen der Tischgesellschaft Landstraße, durch deren intensive propagandistische Tätigkeit ein großer Kreis Intellektueller herangezogen wurde und deren Leitung (Vorsitzender Herr David Nevenzahl) sich mit Erfolg bemüht, die jeweiligen Referate auf einem hoben Niveau zu erhalten. Dr. Rosenfeld betonte, daß der Mensch von Idealen, die Völker von Jdeeti geführt werden, und wies nach, daß sich die grundlegenden Ideen des jüdischen Wesens in den drei großen Gesetzen der Wahrheit, Gerechtigkeit und Sittlichkeit kristallisieren. zurückgehend auf die große Gestalt Moses, der die erste positive und aktivistische Religion forderte. Diesen drei Gesehen stellte der Vortragende die griechische Idee der Schönheit und die römische der gesetzmäßigen Macht entgegen. Die anregende Darstellung rief eine lebhafte Diskussion hervor. Demnächst wird Dr. Oskar Rosenfeld vor demselben Kreise über das Thema „Bücher lesen" sprechen. «in jüdische»-Mädchen aus Rußland, das von russischen Pögromisten aus dem Zuge geschleudert wurde und seither an beiden Füßen und an der linken Hand verkrüppelt ist, wohnt jetzt iir Wien. Sie hat keine Angehörigen und leidet bittere Rot. da sie nicht einmal die leichte Handarbeit, welche sie leisten lann in au-^ee'/l'enden' Wa»V linde' Ans Wiener Movaenzeflnng. 1. Februar 1988 Mb» WERBETAGE 'Umuntel&n, ■y.-/ /.///, > '///,' ’////<;>, ''/•'yt-wA-/'/.///// SeitöungbfäiUa Ideätza 'un&utti rnaae AunSkn zu ^weißen un$iUcÄt\ um Sk* q\ötöeuMengm) %üAjaÄlbtd^üen 5&Ux zu tcfiaffm, veir iaufefiunk diebeWcc&e unbelgedamtei täcfc, ßamge&Jaael in e&aonfyn Troffeunlanz - Gesellschafts u. Abendfoileffenjöcivie SUtäßebtänfo» inWintel Kostümen, Wa n teln un& Pelzen' zuffspottbilligen Preisen ~ MONTAG, FEIERTAO OiN GANZEN TAÖ OEÖFFNFT Mechanisch lebende Wachsfiguren Täglich */*8—6 Uhr nachm. VocfBh« rang im Schaufenster Sonntag Schaufenster geöffnet Sehenswert! Sntereffmrt! Gratis cojeder Abcudiolietlc da Fukoa Pairfllm Chyvr« A Ktrier« VII Fi AI SERS TRASSE Hii llj diesem Wege wird gebeten, der Armen eine leichte Handarbeit oder sonstige Unterstützung »»kommen zu lassen. Mitteilungen und Spenven übernimmt die Administration der „Wiener Morgenzeitung", Wien, 2. Bez., Taborstraße 1/3. Die Geheimnisse der Rechenmaschine. Der als hervorragender Physiker bekannte Präsident oer Grazer Urania, Hofrat Univ.-Prof. Dr. Karl Rosenberg, wird Dienstag den 3. d. im Kleinen Saal der Wiener Urania einen seiner fesselnden Lichtbildervorträge „U e b e r Rechenmaschinen" hallen, wobei er zeigen wird, welche sinnreichen Wege der Mensch gefunden hat, um die nervenzerstörende Arbeit des ZifserenrechnenS mittels mechanischer Vorrichtungen zu bewältigen. Bortragsbeginn *!& Uhr abends. Radloprosrarnm: Sonntag, 1, Fedruar. 11 bis 1 Uhr: Orchrsterkonzert * der Wiener Bolksoper. — 4 vis 6 Uhr r Konzert G i l v i n g. — 6 bl» '/,8 Ubr r O p e r n a u f f ü b r u n g r .Dorfbarbier* von Johann Schenk.— 8 Uhr: Konzertakademi« l. Teil r Gesangsvorträge der Staatsovemfängerin Malvine S z t e r e n y i r Goldmark, Arie der Sulamitk aus »Königin von Saba*. Rubinstein r „Es blinkt der Tau*; Blolinvortrag des Prof. Hugo G ottesmannr Schubert-Wilhelmy, »Am Meer*. Rameau. »Gavotte*. Boccherini, .Allegretto*; Harfen Vortrag der Frl. Ilse C Harle m o n t: Parish AlvarS. »Phantasie*. MoSzkowSky, „Serenade*. Schubert. »Ave Maria* (Harfe und Violine; G esangSvortraa des Kammersängers Artur P r e u ß r Lieder von BrahmS und Hugo Wolf. II. Teil: 1. Vortrag des Friedenthal- MandolinenquartettS; Gesangsvortrag von Edith v a n A u st; Bortrag des ReiSner-OuartettS ' Rezitation des Herrn Viktor Blum (ebem. Deutsches Volkstheater); Gesangsvortrag deS Opernsängers Paul B e l a k. Montag. 2. Frbruar. 11 bis 1 Uhr: Konzert Silving. — 4 bis Ü Uhr: Nachmittagskonzert. 6 Uhr' „Der Tor und der Tod* von Hof mannSthal. — k Uhr: Opernabend: Mozart: „Die Entfiihnmg aus dönr Serail". * - Las Radloprogramm hören Sie Narigvoll und störungslos nur mit »Original Blau« prmkthörer*. »Original Ideal-Detektor" und »Original Idealtt- Euper Kristall . Bet jedem Händler erhältlich. Hauptlager bei Ing. Emanuel Klausner sen., 1. Bez., Adlerqasse 4, 1. Stock (EntaeitliäVi Bühne nud Kunst. Melchior SenoQtb „Anttmla". . Raimund-Theatex. — Gastspiel Sari Fedick. DaS Stück: Im zweiten Akt bestellt ein jüdischer Schi«» ber zum Gcmsl auch gleich das Speisepulver. Auch dieses Lustspie! neuerer ungarischer Provenienz ist so zube-reitet. daß man gut tut, sich rechtzeitig mit einem Medikament gegen Sodbrennen zu versehen. Ein Werk aus der SchuLe jener Budapestrr Dichter israelitischer Provenienz), welche sehr gerissen sind, aber baider auch voll Gemüt; die beim Stückeschrerben an alles denken, watz dem Serienerfolg dienen kann, und dabei nicht vergessen, lyrisch zu werden. Herr Lengyek trifft da» gang besonders. Er mischt der: Erdgevuch der ungarischen Scholle mit dem aufdringlichen Parfüm der Hotel Ritz, Zv-^eunertnusik mit jüdischen Witzen, macht seine. Verbeugung vor Horchy und der magyarischen Geivtri, dir empört ist über die Unkultur der neu hinausgekommenen Juden, (als ob sie mit den Borkriegshausjuden nicht brüderlich gesoffen hätten), singt das Hoh.lted vom Budapest der Nachtlokale und vergißt nicht an die Biederkeit und den Fleiß des magyarischen Oekonomen, läßt (natürlich nur bei der Wiener Aufführung) TschardaSklänge süß in emen Strauß-Walzer übergehen, mengt Schmalz mit Paprika und fügt allerlei Zutaten bei, welche dak Bndapester OpuS zu einem AllerMltSstück tauglich machen. In einer Figur des Stückes, dessen Handlnng an deö hochboZAte:: Franz Molnar weit wertvollere Komödie „Fasching" erimrer: und das die Motive von Lengyels „Tänzerin" wiederholt, ist alles konzentriert, was ansonsten aus Episvdengestalten vettoilt und in Stimmungen eingefangen ist. Eine Budapesder HM' weltda Dtainmgastin der Bndapester nächtlichen Erheiterung^ und Kulturstätten, rst eine tüchtige Vanidwiriin und prachtvolle Ehegattin geworden, verlobt nach Jahren wieder eine Nacht iiu Hotel Ritz, tun wohlbehalten ln die Arme ihres Agrariers sowiv zt,r Schweinezucht und Bodenkrltur zurückzukehren. „Antonia" ist s.hr geschickt gemacht, enthält fabelhafte Rollen und tritt :i:i: Kalmar-Op'.'r<t t»n in ernsten Wei-tbewerb.