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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-31 · Heft 2137 (31.1.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2137 (31.1.1925)
Date
1925-01-31
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. SM Men, Tom-lag MleiE MsraenzeUunft fls. Donner 1925 Serke B Wien, 30. Jänner. „DaS neue Palästina." Unsere Beilage „D a s neue ä"inn" orf(h»fnt wegen des Feiertages auSnahmSwei.se 2. Februar, sondern Dienstag den nicht Montag den 3. Februar. * Das Weiter. Wostwetter beherrscht die Lage. Gestern waren in Oesterreich noch keine nennenswerten Niederschläge gefallen. Di« Voraussage meldet: Trüb, regnerisch, warme, stark westliehe Winde. „t * Die v«te«Lruna der Lebensmittel. Die Beschickung der Grotzmarkthalle mit Fleisch ist auch gestern ungünstig ausgefallen. Es sind insgesamt nur 8 Waggons eingelangt^ Wie in HäMerckreiise» verlautet, haben die polnischen Einsender in« folge der hohen Spesen, die auf den ischtranAporten nach Wien lasten — an Fracht, Zoll und Provision 6000 bis 7oOö K. für das Kilogramm — viel Geld verloren und die Sendungen aus diesem Grunde reduziert. Auch die juacsslawiischeu Sen« düngen sirck) ausgeblieben, da angeblich bei den hohen Spesen Flekschsendungen nach Wien nicht mehr rentabel sind. Im Großhandel sind di« Preise für Rindfleisch gestiegen. Speck hat sich um 1000 K. für das Kilogramm verteuert, Mvchl an Fett und Speck große Vorräte vorhanden sind. Der Preis für doppolgMiges Mchl betrug auf den Märkten 9600 K. pro KKogramm. Angeblich wird im Großhandel für doppelgriffiges Mehl berertS em Preis von 10.200 K. alb Mühl« verlangt. * Professor Dr. Zeitzl gestorbrn. Am 89. b., nachmittags, m hier der bekannte Dermatologe Univcrsitätsp rosessar Doktor MaxrmMan Zeißl im 72. Lebensjahre gestovben. . * Brand in der Humanic-Schuhfabrik. Wie wir erfahren, vst Montag den 26. d. abends in der Wiener Hurnanic-Schuhfabrik ein Brand entstanden. Das vom Betrsobsnachtwächter rechtzeitig bemerkte Feuer wurde von der rasch erschienenen Feuerwehr trotz starker Rauchentwicklung und trotz Versagens der eingefrorenen Hydranten in kurzer Zeit gelöscht. Der Betrieb erleidet keine Störung. * Das Wiener TelephonverzeichniS. DcOVerein für Post-, Telephon- und Verkehrsinteressen hat bei der Generaldirektion für die Poftangelegenheiten wegen der Klagen Wer die Unübersichtlichkeit des Sachregisters -um Verzeichnis der Telephonabonnenten und wagen der Höhe des EinschaltungSpreifes interveniert. Es ist ihm gesungen, die Abstellung der krassesten Uebesstände zu erwirken, indem künftighin nur die Ue-ber-schrifte» der einzelnen Branchengvuppen eine fettgedruckte Umrahmung echalten und zwecks leichteren Auftuchens mit Nummern versehen sein werden. Als weitere Neuerung wird ein Jnhcrltsregvster einigeführt, in welchem die Branchen alphabetisch und bei jeder drrsolibcn die bezügliche Nummer, unter welcher diesolibe ausgosunden werden kann, angeführt werden. Der Druck wird ein durchaus gleichmäßiger sein. Insbesondere werden im Interesse der Üobersichtlichkeit Nsgatlvklischees nicht verwendet werden dürfen. Bezüglich des Preises ist bei Einschaltungen von mindestetts drei Zeilen ein sünsprozentiger bei mindestens zehuze öligen Einschaltungen ein zehupro^eut-iger und bei noch größeren Einschaltungen ein weiterer im Wege der Vereinbarung einzelnen stalle aunpassender Rabatt zugesichevt worden. * Die zwei Staudardveraustaltungcu des heutigen Abends. Heute abends wird die sogenannte „klassische" . Redoute, die R ote-Kreuz-R edoüte (zum Besten der Tnbevkulosen-Fürsorgeaktion) in sämtlichen Sälen des Wiener Konzerchauses abgohalten. Das künstlerische Arrangement liegt in den Händen des bewährten Direktors Benno Lie, dessau Organisationstalent diese Rcdoute zu einem exklusiven GesellschastsabeW gestalten wird. Den lustigen Gegenpol bildet in den Sophiensälen der B ö se - B u b e n - B a l l, die schon eingebürgerte und beliebteste Faschingsunterhaltung in Münchner Stil, die Heuer ihr fünftähriges Jubiläum feiert. Die Riesenrutschbahn, die originellen Kostüme und die Parodistische Ze.itung, die diesmal als „Die aufrichtige Zeitung" (Redaktion Polgar und Friedell) erscheint, werden die harmlose Lustigkeit der Jugend repräsentieren. * Tödlicher Unfall eines Ghmnasialprofessors. Der Gymnasialprosessor Dr. Robert Lad ne r ist Donnerstag nachts bei seiner Heimkehr im Wohnhaus«, 13. Bez., Penzingerstraße Nr. 62, als er über die Stiege ging, von: Geländer im ersten Stock ins S t i e g e n h a u s g e st ü r z t und seinen Verletzungen erlegen. ' * Tödlicher Autounfall. Geistern vormittags wuvde vor dem Haupttor des Schönbrunner Schlosses die 63jährige Mgrie Kratzer von einem Auto übevsahren. Sie starb an den Folgen ihrer Verletzungen. * Eju Millioneneinbruch. In der Nacht vom 24. d. wurde vom Keller aus das Geschäft des Textilhändlers Po mp an, Favoritenstraße 27 A. evorochen. Gestrhlen wurden Stoffe irn Gesamtwerte von 200 bis300Millionen Kronen. * Die Lebensmüden. Donnerstag nachts wuvde der 39jährige Architekt und Stadtbaumeister Rudolf Watzek in seiner Wohnnu.g, 19. Bez., Friedlgasse 63, von seinen Angehörigen leblos in einer großen Mutlache liegend anfgeisuuden. Er hatte sich mit seinem Taschenmesser Schnittwunden am Hals und am linken Handgelenk beigebracht. Geschäftliche Verdrießlichkeiten werden als Ursache der Tat angegeben. — Der 33jährige Rechnungsrat im Bundesministerium für Landunt» Forstwirtschaft Holnrich M. hat sich kn seiner Wohnung mit Leuchtgas zu vergiften versucht. — Desgleichen die 20jährige Hausgehrlsin Gabriele M. — Der 20jährige DdalevgehWe Joses U. il>at Karbol getrunken und sich verletzt. * Statistik des Zentralfriedhofes. Die städtische Friedhaföverwaltnng teilt mit, daß im Jahre 1924 ans dem Wiener Zentralfriedhof 11.998 Leichen beerdigt worden sind. Gegenüber dom Jahre 1923 ist dies eine Verringerung um 973 Beerdigungen. Vom 1. November 1874, dem Tage der Eröffnung des Zenträbfrivdhofes, wurden aus der allgemeinen Abteilung bis 31. Dezember 1924 i-nSgesamt 041.6li0 Leichen beerdigt. Die jüdische Mteiluug. die am 6. März 1879 eröffnet wurde, birgt 89.223 Leichen. In: Jahre 1924 ereigneten sich aus dem Zent-ralsriedhof vier Selbstmord« und zwei Selbstmordversuche. * Verhaftung eines Paßsälschers. In Graz wurden an: 21. d. zwei junge Leute, der 18jährige Schneider Selig Brandwajn ans Fraupol i>t Polen und der 21jährige . Gärtner Kiwa W e i n st o ck ans Pilica in Polen, wegen Falschmelduna uild Besitzes falscher Pässe angeihallten. Brandwajn besaß einen von der ungarischen Gesandtschaft in Wien für Franz S z u k o v i c s aus Nägy-Kauizsa ausgestellten Reisepaß. Weinstock einer: von der Polizeipräftzklur ir: Sa tu Maro ausgestellten rumänischen Paß. der ans Ignaz Engelsbeug aus Mediaseul«Aurit lautete. Die Pässe sahen bedenklich aus. Beide hatten übereinstimmend angegeben, sie von. einem Rrnnänen rramerrs Vas in Wien tu einem Leopoldstädtrr Cafe um zehn, be-zlv. sechs Dollar gekauft zu haben. BaS wurde als der 25 jäh ritze Josef Basch aus Szig-etvar. im 2. Bez.. Schiffamtsgasse wohrchaft. ermittelt. Irr der Wohnung befanden sich neun Personen, nur Basch nicht. Die neun Leute wnrden perlnltriert. Unter ihnen war ein angebliäier Kauft«aun Markus R u b i n I a f t, der zlvei Reisepässe auf fremde illanren bei sich hatte. Auch sie waren gefäLscht. Ms dann Basch selbst in die Wohnung kam. wurde auch er verhaftet und ins Sicher« heilsbnreau gebracht. Er stellte die Fälschung in r'lbrede. Bajch wurde gestern dem Landesgerichte «ingvliofert. MillUlungen aus dem Publikum. Anni Weltmann David Feldschuh Verlobte Wien, Im Jänner 1925 Ganz Europa trinkt T«e Wiwotzky Moskao Oegr. 1849 * Tanzinstltut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorkgaffe 42, Tel. 83-4Y1. (Entgeltlich.) Derelue. DortrSse und Derfammlungen. Zionistische Bezirkssektion Prater. Heute, 8 Uhr abends, Dortrag von Frau Esther Rappaport- Mleses r »Die Frau in der Bibel". Sonntag. 8 Ubr abends, Bortrag Dr. Otto Äbeles: .Ein Spaziergang durch die Judengassen Wiens*. Anschließend künstlerisches Programnu Erscheinen Pflicht. — Zionistische Jngendgruppe Leopoldstadt. Morgen, präzise 10 Uhr vormittags, 2. Bez.. Zirknsgaffe 93, wichtige R'itgliederbesprechung. Erscheinen Pflicht. \Uß Uhr abends, Heimabend. — Humanitärer GeselligkeitSverein Gegenseitige Hilfe, Wien, 7. Bez. Heute, präzise 8 Uhr abends, Vortragsabend im VereieSbeim, Restauratian Zitahof (Opoczynski), 7. Bez., Marialülferstraße 88 a, Prof Dr. Wilhelm Stein: ^Gibt es eine Krisis im Zionismus?" Humoristische Darbietungen. — Lese- und R e d e h a l l e s ü d i s ch e r H o ch s ch ü l e r t n W i e n. Heute, 6 Uhr abends, ln: Höriaal 95 der philosophischen Fakultät der Universität, Vortrag Dr. Armand K a m i n k a: „Hat es einen Denterojesaia gegeben?" Eine Streitfrage der 3ieligionSgeschichte. Eintritt frei. — Sephardtsch-akademiicher Verein Esveranza. Heute, 8 Uhr abends, im Vereinslokale. 2. Bez., Novaragasse 27, Vortrag de8 col. cand. phil. MoSco Cohen: „Richard Wagner und das Jrrdentum in der Musik". Pünktliches Erscheinen aller Mitglieder erwünscht. Gäste willkommen. — Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, 2. Bez., Ferdinandsstraße 23/8. Heute, */ß Uhr abends, im Sitzungssaal der KultnSgemeind, 1. Bez, Settenstettengasse 4, Vortrag Rabbiner Dr. Armin A b e l e S: „Eiiah, der Gaon von Wilna". — Verein Erez Israel, 2 Bez., Ztrkusgasse 33. Heute, präzise 7 Uhr abends. Vortrag Josef M ü n z e r über „Siedlung Baumaarten". Gäste willkommen. Anschließend Heimabend der zioniksischcn Jngendgnlppe Leovoldstadt. — T o y n b erhall e. 20. Be»., Denisgaffe 33. Heute, 7 Uhr abends, Konzert. Herr und Frau Pwfessor A u b e r. Die bekannte Violionvirtuosin Frl. R e v a v. — ZionisttscheSektionZwischenbrücken. Morgen, 7 Uhr abends, im Vereinslokale. 20. Bez., Allerheiligenplatz. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Berichte. 2. Neuwahl. 3. Wahl zum Parteirat und Lokalkomitee. Wahl zweier Kassarevisoren. 4. Eventualia. — Zionistische Kulturgruppe, 20. Bez., Karl-Mepl-Straße 5/1. Heute um 4 Uhr nachmittags Fortsetzung des Seminars über Palästinakunde unter Leitung des Herrn Dr. Leo G o l d h a m m e r. Um 6 Uhr abends Versammlung der Eltern unserer K^ndergrupve. Morgen um 9 Uhr vormittags dringende Zusammenkunft. Um 1/ß Uhr abends interne Nordau-Gedenkfeier. -- Inge n dgrupv ederZioni st tschenSektlonZ wische nb v ü ck e ü. Heute um 5 Uhr nachmittags Fortsetzung des GeschichtSkurseS. Leiter Herr Ungerfeld. Montag. 8 Uhr abends, findet eine Nordau-Gedenkfeier statt. Erscheinen der DUtglieder Ehrenpflicht! Leopold fl ädterVokksheinl, 2. Lez., Zirkusgasse 48. 7 Uhr abends: Univ.-Prof. Dr. Walter Hausmann: Die bakterientötende Wirkung des Lichtes. Eintritt frei. Maimonides-Jnstitui. Das ssit Beginn des Sl^vdier:- je.hres bestehende und aus allen Bezirken stark besuchte Beth- Hamidrasch, 3. Bez., Hetzgasie 40. hat die behördliche Genehmigting erlangt und führt nunmehr den offizieller: Tirol: „MaimonideS-Jnstttut für religiös-wissenschaftliche Studien.(Betb-Hamidrasch Rambam)". 2lnßer der Veranstaltung von Vorträgen und Kursen hat die Anstalt zur Aufgabe, durch Herausgabe von wissenschaftlichen Schriften zur Verbreitung der Kenntnis der jüdischen Ethik, Religionsphilosophie und Geschickte beizutrageu. Wiener Beth-Samidrafch. 2. V-z.. Ferdinaitbsstraße 33. Vorlesungen: Sonntag 5 bis 6 Uhr: Rabbiner Lektor Dr. G elbhau S : „Mechilta". 6 bis 7 Uhr: Lektor Dr. R u b i n r „Midrasch"; Montag. 6 bis 7 Ubr: Lektor Dr. R u b i n : „Talrnud"; Dienstag, 6 bis 7 Uhr: Rabbiner Lettor Doktor G e l b h a u S : „Psalmen"; Mittwoch. 6 bis 7 Uhr : Lektor Dr. Rubin: „Religionsphilosophie"; Donnerstag. 6 bis7Uhr: Rabbiner Lektor Dr. G e l b h a n S: „P-alnien": SamStag, 3 bis 4 ilhr : Lektor Dr. 9t u b i n r „Parascha der Woche. Bühne und Kunst. 80 Jahre Pariser Grobe Sper. Max Rordans Bericht Uber die Eröffnung. Bor kurzonk könnt« der prächtige Bau des Pariser Opernhauses, der von Garnier aufgeführr lvur-de, sein 50jährige8 Jubiläunr setern. Die Pariser Große Oper, deren Bau 14 Jahve dauerte und 47 Millionen Frauken kostete, wurde anfangs Jänner 1875 eröffnet. UÄt die ErösftumgKvorst-llnnp schrieb Max N o r d a u einen Bericht au den „Poster Ayod", der einige für seinen Erfasser besonders charakteristische Stellen enthält, unter anderem apch Berstleiche mit denn um fast ein Jahrzehnt älteren Wiener Operrchans. Estrige charakt7ri;tische Stellen Mis &cm Berich: seien hier wiederMgeben. dtor>ru schreibt: „Das Opernhaus j'ldsi will" ich hier nicht schileern: dazu habe ich zunächst ftr vorrp'rück.er Rachtstu,rde keine Zerr und ixwn lisbe ich es im allgemeiuen nicht, mit vaedsker zu trr^ kurrteren. Die Diinensioneu, das Berzeichniis der Kunstwerke, die daS Gebäüde schnrücken, die Namen ihrer Schöpfer und die Darstellung der allgeureiuen Erscheinung des Hauses sind in i'dem nach teil erschienenen RelsHürldbuch VVN Frankreich z« finden. Sv diel kam ich fflgen, öaß der Saal nicht sc» prächtig und lange nicht so groß ist als der des Wiener O p e r n h a u s e s, währendie der Place de l'Opera zugewendete Außensront allerdings die Wiener Rivalin überflügelt. Der Anblick, den das Haus bei dieser ersten Vorstelluivg bor. läßt sich Ebenfalls nicht entfernt mit dem Anblick vergleichen, dessen wir während der WettauSsbell-ung wiederholt im Wiener Opernhause genossen. Er war unvergleichlich weniger glänzend und eindrucksvoll. Uniformen bildeten die schwache Minorität, Orden tvaren nicht sehr häufig, Frauenschönheiten kainen kaum sporadisch vor und das ganze Auditorium hatte einen strengen, nüchternen Zuschnitt, der deutlich genug die Abwesenhoit eines Hofes mit seinem heiteren Glanz und seiner blendenden Pracht verriet. Ich zweifle nicht daran, daß die bonapartistischen und legi t am ist i schon Blätter morgen früh aus dein geringen Eklat dieser Feier ein politisches Argument für die Wiedereinführung -er Monarchie schnrisden werden, und ich besorge, daß dieses Argument auf manches Franzosengemnt Eindruck machen wird." Der Artikel schließt: „Als ich das Theater verließ, Halle sich die wenig zahlreiche Menge vor denrselden schon grüßtentetls zerstreut. Ans dem Wege heimwärts kam ich hinter zwei Ar beitern zu gehen, Blusenmännern vmr der ungeschlachten Ausgabe, die vor der Oper Queue gemacht hatten. „Bon pour lo petrole!" hörte ich einen von ihnen zum anderen sagell. G il l fürs Petroleum! Das die Zusammenfassung des Eindruckes. den dieses reiche schöne Kimstwerk auf einen Meuscheilgeist hervorbringt! Ich machte einen hastigen Schritt, um vor den Sprecher zu kommen und mir den Mann zu betrcichleu. Er sah ,md verstand mein Manöver, aber er fürchtete sich n\:.v lwch schämte er sich. Er schob seine Kappe zurück und fictvnc trotzig ins A'.lgc . . ' Aus den Lheatern. B u r g t h e a t e r. Sonntag. 2 Uhr. nachmittags, ,.D i v versunkene Glocke", 7 Uhr abends, „E i n Sommernachtstrau m". Llkademietbeater. Sonntag, 3 Uhr nachmittags. „K l e i n - D o r r i t", Vs8 Uhr abends, „Das Konzert". Volksover. Heule „L o h e n g r i n". Morgen nachmittags Verdis „T r a v i a t a", abends „Der Karneval in R o in". Montag, 2 Ubr nachmittags, „Maskenball" (Schülervorstellung des Renen Wiener Konservatoriums). Deutsches V o l k s t h e a t e r. Von heute ab Gastspiel Tilla D u r i e u x' in einigen Ausführungen von „Lady F a n n v u n d die D i e n st b o t e n f r a g e" und „F r a n z i s k a". Heute nachmittags LessingS „M i n n a von Barnhel m". Theater in der Josefstadt. Die Erstansftihruna von Shakespeares „S o m m e r n a ch t s t r a u m" in der Regie Max Reinhardts findet Mittwoch, */,8 Uhr abends, statt. Als Titania debütiert die schwedische Schauspielerin Jessie Wessel vom Nationaltheater in Stockholm. Sonntag. 3 Uhr nachmittags. „P r i « z e f f i n H u s ch e w i n d". Earl-Theater. Allabendlich, V28 Uhr, „W t e u Le i 9! a ch t". Morgen, 3 Uhr nachmittags, „Die T i p pm a m s e l l". Ab Freitag den 6. Februar gastiert das I üdische Revuetheater aus Budapest in der ans zwölf Bildern bestehenden großen AuSstattnngSrevüe „H a g a b a* Wiener Komödienbaus (E x l - B ü b n e> Die Exl-Bühne veranstaltet im Februar wieder ein Abonnement mit zehn Vorstellungen verschiedener österreichischer und deutscher. Dichter. Die Eintrittspreise sind außerordentlich ermäßigt, und zwar kostet für sämtliche zehn Vorstellungen em Orchestersitz 20 Schilling, ein Parkettsitz 15 Schilling, ein Parterresitz 10 Schilling. Die Ausgabe der Abonnements ist mit 200 beschränkt. Kammerspiele. Heute, *A>8 Uhr abends. Ur-. anfführung des Lustspiels in drei Akten (vier Bilder) von Rudolf L 0 t h a r und OSkar R i t t e r - W i n t e r st e i n „Die Herzogin von Elba". Sonntag und die folgenden Tage, V2S Uhr abends, „DieHerzogin von Elb a". Modernes Theater. Heute und die folgenden Tage, '/s8 Uhr abends, das dreiaktige Lustspiel „Die ges ch i e d e n e I u n g f r a u". Robert-Stolz -Bühne. Heute zirm letzten Male „Ein R i v t e r a t r a u m". Ab Sonntag bleibt diese Bühne wegen Vorbereitung eines Gastspieles fiir einige Tage geschloffen. Ein Uusall der Frau Jerktza. Aus'N«w-Dovk wird be» ichket: Frau Jeritza erlitt vorgestern ft» einer Borsteliung m» „Fcdora" ft» der Metropolituu-Oper einen Unfalls Ihr Zattuer, der itcrlieni-sche Tenovist Giplio, lch^u-erle,s:e rm sifee des Dpioles so heftig zu Boden, daß Frau Jeritza schmerz-. >afte Hautuöschürsuugeu erlitt und sich nur müftsnn wieder »heben konnte. Trotzdem sang sie hre Rolle zu Ende. Ethel Leglnska verschwunden. Die NÄv-Yorker Blatter erichteu in. sensationeller Weise über das Bcvschwindcn der evühmten enlgbischen Pianistin Etche! Legin ska. Die Birnosin hätte in der Carnegie-Hall ein Konzert ge'ben sollen. »ftreten könne, da sie auf dem Wege vor» ihrem Hotel in den i* r . * ___..f . - Ctl ^T\t.v»S.iMt V.'M ebnet mit der Möglichkeit, daß Frau LvginÄa. die in Kon nttoilette war großen Sckmlrck v 0 u reche/n entführt'worden sein könnte. Anderevseits ulen die Freunde der Künstlerin mir, daß Fra» Logrnska ockgradig uenrastheilisch sei und zeitweilig du G eda ch ti ö st örnngen leide. _ , .. „Moses Mendelssohns Erben." Jur Zpklus der Bortrage, reiche über Einladung der Zionistischen Franenorganütanoil >ran Professor Dr. Marcha Hof mann halt, fand vernvnvnwlgen ^venvrpnni» hhivui r.v,#v jale in Mc Errga des Ghettos das grelle Licht der An-Manrng »drang. Sie zeigte die gogenlätzlichen Wivkltngen, hie von icndelssohtts roliier Persönlichkeit ausginge-n — eiue^eils manzipation in AffünÄatwn, anderorseits ernouertes ->cr ändrus für die hobräische Sprache, und Kultur Juden uns. Die gviswollen Ausführungen fanden leWaftes Inter >se. Der nächste Vortrag „Der Romantiker der Freche-.t, pmt* ch Heina" ist für Mitnvoch mi 4. Februar, halb b Uhrbends. anae-setzt. (Ktmstsalor» Äckermann 1. Bez.. Herreniffe 21.) '

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