Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-01-31 · Heft 2137 (31.1.1925) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2137 (31.1.1925)
Date
1925-01-31
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981222--21805-3009153
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Deik 8 Men. Do-mBK- Aadio.Nundschau." Bon der Rava». Dis Pwgr am in der ersten Febrnarwinste brmgl, wie wir erfahren, ernsnitch erweise eine Reibe von Men Nünistlerischen Borfülmmgett, die bei den Hörern vielen Dank finden werden. Am 1. Febrnor wird „Der Trompeter von Säckingen", am folgenden Tage Mozarts ..Entführung ans dem Serail" „<K sendet" werden. Tim Mittwoch den 4. Februar wird Professor Muntrer die Philharmoniker dirigieren. .Hofmannsrhals ..Der Tor und der Tod", wird am erbend des 2. Februar ge den iverden. Ferdinand Onno -wird den Tod 'vrechen.?ftu 5. Februar wird das Kstlbe-Onartett in: Rahmen der .tlantmernunik einen slawischen Abend bringen, bei dem Dvorak and Glasunow zur Darstellung kommen. Die fKoo:cl>ühitc veranstaltet am 7. Februar einen Einakterabend, bei X'm sie Lope de Bega. Tschechow und L-uAvig Thonra zu Worte gelangen lassen wird. EINROHRENAPPARATE für l n- und Auslandsempfang sowie sämtliches Radiozubehör Gesellschaft för Elektrotechnik nceo ING. KÖPPL, KLUG & Co. Wien, VI. Haydngasse 3. Telephon 44-32 VERLANGEN SIE ÜBERALL. UNSERE APPARATE RADIO APPARATE I BROADCASTING { RADIO-GESELLSCHAFT L-WIEN, IV. KARLSPLATZ (VERKAUFSHALLEN). Lange Lebensdauer, crstklass. Entgasung, beste Vers ärkung Siromspurentle Spezialtypen Hochwertige Empfangsgeräte 1021 Lizenz: TELEFUNKEN // Patente: SCHRACK RADIOWERK E. SCHRACK WIEN, XVIII. SCHUMANNGASSE Nr. 31 Audionröhren OTTO SOMMER A. fl WIEN, VH. RICHTERGASSE Nr. 12 Apparate find Einzelteile Sämtliche Bestandteile // Antennenbau LUDWIG FRISCH Radio-Geräte-Verk.-Ges. Wien XIII. DetaiiuerKanf R. LECHHER (Wim. Müller) Wien, I. Graben 30/31 Radioprograrnrrr: Samstag, 31. Jauner. 11 bis 1 Uhr: Bor >m U d a *3 m u s i k. < Programm nach Ansaae.)^— 1 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert unter Mitwirkung des Opernsängers Walter Simlin-ger. Millöcker: „KeNeistndent"- Ouvertüre. — Kalman: „Ter gute Kamerad", Walzer. — Gomwd: „Faust", Borspiel und Szenen. — Tellier: „Tnststesse d'amour". — Carosro: „E-der-a", Lied. — Offenbach: ,,-Hoffmanns Erzählungen". — Lecoque: „MaLenw>'clle Augot", Walzer. — Weinstadl: „'s -alte Häusl in Nußdorf". — Stolz: „Einmal im Dlai", Walzerlied. — Silber: „Bebe", Intermezzo. — 0 bis halb *8 Uhr: S ch u b e r t - Ged en? seier zur Erinn-evnng au Franz Schuberts Gebu-vtötag. 31. Jänner 1797. Bortrag von Otto Erich Dcutfd). Liedervorträge der Opernsäugerin Köche Schwarz (.Hamburger Oper). äklaviervortrag Frau Professor Stella Wan-g (St-a-atsatademi« für Musi!). Lxidervorträge -Hermann Gallös (Sia-arsoper). Streichquartett: Das Sodlak-Winkler- O-uartett. Schubert: Der Tod und das Mädchen. — Ab 8 Uhr: Orchester ko nzcrt des Wiener Symp h o n i e o o ch oft e r s unter Lellung des Herrn Professor p h o n i e o r ch e st e r s unter tzeimng des Prof. R. Nilius. 1 Teil (Schu-bevt Gedenkfeier): Franz Schubert: a) Symphonie H Moll; b) Zwei Ständchen mit Orchester beglsiiung (Gesang H. Gallos); c) Ballettmusik aus „Rosamnnde". — 2. eCeiil: a> Beethoven: Symphome 1; b) Grieg: Peer Gynt Suite (3 Sähe). Das Radioprogramm Horen Sie klangvoll und störungslos nur mit „Original BlauvunUhörer*. „Original Ideal-Detektor" und „Original Idealst* Super Kristall". Bei jedem Händler erhältlich. Hauptlager bei Ing. Emamiel Klausner sen., 1. Be;., Adlergaffe 4, 1. Stock. (Entgeltlich.) _Wiener MvrftenzeltiMft. Gerichtssaal. Freispruch im Mordvroieß Fiedler. Rudolf Fiedler aus der Hast entlasten. Gestern ging der Prozeß Firmier zu Euer. Der Anreklstrgte, drr feine Frau erschossen hat nutz dem seine Alv'.cht, gemeinsam mit rht zu sterben, mißlang, fand mi'de iRifb- U r. Aber der scheußliche Abgrund der Z>cit des großen Seele>wufschwunaes" tat sich in diesem Prozeß wieder einmal auf. Der Jüngling Rudolf Fiedler wollte im Strome der neuen Welt mitschwrmmen und versank. Er vernichtete ein un schuldiges Leben und zerbrach das seine. Die Fornetznng des Zeugenverlzöres im Mordpr-e-zeß gegen Ri-dvlf Fiedler brachte die Aussagen vevschiebener Zerr-gen, darunter seiner Schwäger. Der Zeuge Dr. Wach t e r, der Kalte einer Schwester der Ermordeton, -sogte. dag man iu! der Familie das 'vermögen des Angeklagten aus 10 Milliarden geschäht habe. Der Schivager Fiedlers Ri-gobert K r.' \ schildert seine Boimlhnww'.i, den dom Angeklagten rtn-Mciie - ten Bermbgenstra> i sak r i on e n crn-f die Spur zu kommon. Fiedler habe imnier wieder erklärt, das Vermögen der Eleonore s.-i gesichert. Schließlich erkannbe der Zeuge, daß Fiedlers Handlungsweise eine Hochstapelei ärgster Art sei. Bors.: Wie groß inar dis Vermögen Ihrer Schwester? Z» e n g e: Nach dem jeh'gen Werte mnüre es 1,2 Milliarden betragen, aber es ist gar nichts mehr da. — 'V o v s.: Wovon [ein i:i:t Ihre Schwester? — Ze n ge: Bon Unterstützungen der Brüeer. Die Aussage der 20jährigen -Schwäger',: des Augek^-igten, Eleonore Keil, die krankheitshalber nicht erschien, wird vor losen. Sie sagt, sie habe ihrem Schwager volles Vertrauen geschenkt. -Die verlangt vom Angeklagten Schaden ersah. Ein Schwager des Angeklagten, Dr. Coudenhove, schildert die Eharakrervcvschiedeuhei-t der beiden Ehegatten. Marie Fiedler war eine geistig und sittlich hochstehende Persönlichkeit von den strengsten Ehrbegriffen, Rudolf Fiedler ein haltloser Charakter, em Blender, ohne Lebens- 'ernst. Seine Gespräche drehten sich meistens um (9 eld und Börsenspekulationen. „Fehl haben wir schon vier Milliachcn!" sagte der Angeklagte golegc-ntlich eines Familion bcsnches absichtlich lau, zu der Gattin des Zeugen. „Wir haben so viel Geld, aber ich schc nicists davon," meinte dam-ÄS Mari? Fi-.b-ler. Professor Dr. Hövel begeichnete in seinem Gutachten den Angek-aglen als einen Menschen mit stark h ochst ap l c rischen Neigungen. Ein Hauptmerkmal Fiedlers sei 'ein großer E i g c n o ü n k e i. Seine L ü g e n h a f t: g k e i t kann deshalb nicht als krankhaf: bezeichne: werden, weil es immer Z.wecklügen waren, die er vorgdbracht hak. Der Sachverständige verneint, das; der Angeklagte M'i der Lönnr-g sei uer Frau in 2 in nesverwirrung aehandr't habe. Pro- 'fessor Dr. Hövel sagt zusammen, das; Rnbolf F'.S er weder geisteskrank noch geistesschwach, sondern Irbiglich psychopathisch minderwertig ist. und dag sich der Angeklagte weder zur Zeit der Betrügereien noch bei der Berübung des Doppellseilst' nwrdes in: Zustande einer Smnesverwrrrnng heinuden bat. Ter Borsitzende verkündet hieraus, das; der Gerichtsho-f folgende Fragen beschlossen habe: Erste Frage. Hanptfrage. betrifft den Mord an Marie Fiedler. Aveite Zusatzfrage (sür den Fall der Bejahung der Hanpifrage). oo die Tar bei abwechselnder Sinnesver Wirrung verübt wurde; dritte Zg'sahsr-..- sür den Fall der Bcsahung der Hanptfrage und der Berneimmg der ersten Zn satzfage, ob die Tat unter einem u nwiocr st e h l i cb e n Zwang heroeigosnhrt wnr-oe: vierte Frage. Hauvifrage, bc.lri.ss-t die Aneignung der 2sts» Stück Ziukwalzaldien in einour fünfzehn Millionen Kronen übersteige »dem Werte durch den AngEagten, und die fünfte Frage, auch eine Hauptfrage, betrifft die weitere n B errügere : c u an der Cleviivve K e i l. Hierauf heaaurwu die Plaidomrs des Staatsauwaltrs und des Berteidigerc. Staatsanwalt Dr. Kralik: Rudolf Fiedler gehört nicht zu jener Sorte von Augeklagwu, die man kurz als geborene Berbrecher bezeichncr. Er halle die Aus sich! am em gewisses behagliches Taiscin bei dem wenn auch beicheiden-.-'N Bermögeu seiner Eltern Fn .>>r Famrlw seiner Brun: ioollle er in einem niöglichst glänzenden Lichte dast-.'hen, wozu aber die Rolle als kleiner Bankbeamter nicht paszte, und so t>egann er s'ch mit drm Nimbus eines in B ö r i e u g e h e i in u i i f c rmgew"itu>'n großen Börsenspekulanten zu umgoben und mit seinen g r o sz e n E r f o g e n und G e w i u u e >, zu protzen. Der Staatsanwalt be'pr'cb: nun die Man-ipu'alionen. sie der Angeklagte angewend"! ha:, um das Bernrögen sein er Frall an sich zn bringet' nn) auch ihre BerwarMen zu schädigen. Fm Bertau-fe der weiteren Darstellung des SiaatsanZvaltes bemächtigt sich des Angeüiagtcu g r o h-e Erregt: n g. Er schlägt mit der Fa'.: st ani die Bank vor sich inud stöimt laut auf. Der -S-:aaisanwwir hält einen Angen-blick inne und fährt pr-iitn iu seiner Rede fort. Zum Schlüsse nimnlt er den Angeklagten gegen den Verdacht in Schutz, haß er den S-elbstmordversuch nur markiert habe. Hi-erauf lwgri'mdet in eiuigeu Worten der Vertreter der Privatbereiligten. Dr. Ä ö ß i c v, die Ansprüche seiner Klienten. Der Berte-idiger des Angeklagten Tr. Alfred .st r a n» e r charakwrifiert zu Beginn seiner Rede die innige Liebe der beider: Ehegatten zueinander, die bis in de:: Tod wchric. Er sagte, der Ange-klagte 'habe in der verhängnisvollen Nacht cZivei-wllos rintcr n n w i d c r st e b l i ch e n, Z w a n g gehandül. Der Angeklagte ist ein guter, leichtiernger, auf Abtve-ze geratener, aber schon jetzt vollständig gebesserter Mensch. Fvei^esproehen! illach eiue'rnhalhstünoiger Beratung beantworteten die Gesthworiten die aus Verbrechen des Mordes lalttctrde Haupdfrage mit L t i m m c n N e i n gegen 1 S t i m m e n Z a. Die Schtilafrage auf B e r u n t r e rr u n g wurde mit 6 Nein gegen 6 Fa »ud die Schuldfragc auf Betrug mit!) 'Jtci-u gegen 3 I a beantwortet. Durch Bcruei-uuug -der -HauptfraMi e u t f i e l die Bearrtwortuug der zwei Zusatzfrageu auf S i n n e s v e r w -i r r u n g zur Zeit der Tat und auf unwiderstehlichen Zgmrng. Als nach der Ber-kündignng des Verdiktes im Publikum laute Bravorufe ertönten, drohte der Vorsitzende -mit der Räumung des Saales. Der Angeklagte lvllrde st'dauu in den Saal geführt. Schwankend und blas, stand er da. als fl>m der Vorsitzende das BerMt bekantugab, und sah feinen Bertei-diger fragend an. Dieser erklärte ihill «rst, daß dieses LZvrdikt einen Freispruch bedeute. Als dies Fiedler vertlahnt, brach cr ztifamuren und tvurde von dem daneben fl-chenden Iuftizfolda-te-n ausgofaugen. Hierauf sank er lrampshast schluchzen«) auf die An'klagobcmk ttieder. Der Vorsitzende verkündete hierauf den F r e i f p r u ch. Der Angeklagte begab sich zu seinem Verteidiger Doktor Kramer und sagte zu ihru: „Zch danke Zhneu von gairzem Herren, ich werde SYbucu daö nie in meinem Leben vergessen. Leider Hab« ich nichts davon, denn' meine aome Frau kan-n ich nicht mehr lebendig machen, jetzt tverde ich zum Grabe meiiter Mira hinaussahren." Der Verteidiger beantragte Fiedlers sofortige Enthaftuitg. Vors.: DaS weih ich rchnchin. Bor dem Tors des Laudesgerichtts sammelt« sich eine große M e:: f ch e n m e »: g « an und erwartete den Freigesprochmen, der von iHnenr Bruder iu einem Artto nach tfstnis-.' geführt wttrd«.?A. Fistuwi 1925 Nr.?1S7 So» t« vuMuaornkar. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Die Regierung versteht keinen Spaß. Bor eiuiAe,r Ta.c-.rd hat s'e ei,re Verfügung erlaisen, daß jene Banken, die ... -.^.er Zs't un.er HtefckäftsauWcht oder un.t'x A.nsg'leichsvevwrZttur.. Erstellt tvurden, sich aufFulösen haben, bei etlichen mir der wostl mildernden Maß>iah:»te, wenn es ihnen nicht geli-nat, sicki bis zum Stichtage vom Ist April dieses Zaines durch Berschmeipnia mit an de reu Zustit.nten umzuformrn. A st w d-eie Modalität bed>c-u«iet aber die A ti f'l ö s-u u g, vxri jede Fusion sür die aufgeuommat,e Aktieu.gefellfchaik>t ihre Liquidation nach \ sich zieht. Die neue Aktien und Baukengasetzgebung Uvbii.ug.-lt - eben mit dem A u f l ö s-u ugs ge d a n k e-n; sie will mit den sckstvachcn mrd dunklen Existent' anfrännien und den Platz ,.p n r «s i; re r c n". Die .Handhabe hierzu biete: das st onz e s s i o n s e r g a u z u n g s g e s e tz vom 3. De zem der 1 stü-t. ivelches der BnudeSverwastnng die Machvollkomnienhei: erteilt, Astieuge>cllschasten, und vornehmlich A'tieubankeu, d'e durch stapitalsvcrlust, Stellung unter Goschäftsa'.ifsicht nna A-its^le:chsper)v.-.l.tirng ihre Dascinsberechtig-ung verscherzt haben, zur Abdankung zu zwingen. Eine dichigrsare Anzast! solcher Banken urrtß n-uu-mehr an die Schlagkraft dieses Eingriffes gl.Mben und sich aus die Abolition einrichten, wenn sich nicht die Satnariterstand öffnet „,rd herbe st ätzt, sie vor diesem völligen-Zerfall-durch gastliche Aufnahme .zu -bewahren ES ist ein engene-tisches Ve^Lrhreu, das alles, was nicht lebenskräftig ist, vernichtet; die Wirtsibaft dukdet keine siechen Glieder und zlicht cS mit Hrlfe -der beb-nblich.Geizva-lt vor. sie aaznstoß.'n. Wie tief dies« ReinignngS-t-en-denz eiugezourzeli ist, beweist auch der En tum rf des Go -l d b i -l a n; c n g e s e tz e s. Auch hier wird der erlerne Besen hervorgeholt, um gründlich zu kehren. Auch diefcs Gesetz hantiert mit der; w a n g 8weisen Anflösnug, indeur der Entwurf in § die Be stiin:n.ttttg vorsie-ht, das; AktiengeseU'schar.eu, welche das vor geschriebene-gRindestkapital nicsti erreichen und es bei Zeiten nicht ergänzen käuneu,;n ver,schwinden und sich ailfzul-östn haben. Es stelst ailo ganz danach aus. daß die Gesetzgebuna neuestens darauf erpicht ist, die Zahl der Aktieugebilde zu de: m i e r.e n, daß ihr jode Mtieugescllschaft, die vom Schaq,Platze des Verkehres abirstt, alz. ein wvhlgesälligcs Opfer der strise und ihrer Ausheilung erscheint. Derrn auch dir Goldbrlan;ierun.g har den Zweck im An-cre, Echtes von Unechtem zn sch.'i.dru. Gestmdes zu erhalten »r.n-d Krankes a»us?ureißen. Die Gesetzgebung hat sich davi a-ilfge-i-afft, kur^n Prozeß zn machen, um 'Ären L ä i: r e r u ri g s p r o z e ß zn gewinnen. Man kann ihr darob nicht gerade gram st in, nn'nn sie hurtig ibr Rlchtsrbwert schwittgt, nm faule Zweige a-bzufchlageii. Freilich, all^n scharf macht kantig, und auch die Bcrwalvung. der diese straft verliehen ist, m.uß von ihr einen weifen Gebrauch machen. Fiisoeicmdcre muß sie sich hüten, das Kind mit den: Bad anGufchutlen. E-s ist keine-Frage, daß die besagten O-.'s-etzesbostimmr«n-gen, welche eine so weittragenHe .Machtfiulle in die Hä-nde der Administration gelegt haben ar.tcb noch legen wollen, ein a b s o l n t i st i s ch e s Gepräge kragen. Es ist-eine'Gewalt über Loben und Tod, die keinen Pardon gibt und auch keinen Rechtszug. der j>tt Abwehr des Befähles führen körente. frei-lästr. Das Gesetz nnd seine Epekntive gebieten, nnd das G-ebilde, das davon betroffen ist, bat y\i aeharchelt uub das „Harakiri" selchst an sich vollziehen. Zst aber swon solches Mißgeschick nicht abz»weud"N, ein solcher ttk.is „ich: zn '.oanbaln, dann sollten feiilee Durchstchrn-ng mindestens reue E r l e i ch l e r n n n zustatten kommen, 'lvelche sonst sür Liquidationen und F-nfionen -nach -dem FufiouSgesetz vom Jahre 1928. -und nach dorn Ge,ldinstit-nte-zentralengefetzvorn Fahre ItzÄt vorgesehen find. Das Gesetz über die Ztrmngsltgnidierting schweigt darüber „nd auch da» GolLbilattzengesetz gleitet darüber hinweg. Es ist daher sicherlich die Aitregung angebracht, daß Aipp und klar zum Ausdruck ge-br-achi werde, daß die fiiianzielleu Erle ich tcrungeu des Grldinststutezen träte ii gef eins absol-u-t auch ans diese Z w a -n g s -l i q n i d i t i o* n e n, selbst wenn sie sich nicht n-itler der Parronanz des Sanicrungsinstinites vollziehen, Anwendung finden mögen. Die Gesetzgebung geht davon ans, daß in den Zeiten Vor Krise nicht so schr die?! e -u g r ü n d u n g als die U in g r ü n -düng und „E n t g r ü -n d u n fl" alle Fövdevu-itg verdient. Der Staa.t scheut aber sichevlich das Odium, daß er a.us der N o t und R 6* t i g-ü wg bedrängter Wirtschafisträger seinen Bovtedl ziehen will. Dorotheum - Bankabteilung Wien, l. Dorotheergasse 17 Andrang zum Börsenbesnch. In den h'&n Tagen sind zahlreiche Gesuch.' um Zulass-un-g -um Börscubosnch »ifolgr der herabgesetzten Gebühren bei -der Börsenkammer eirigebracht ivovden. iIn den meisten Fällen handelt cs sich „m abgebanre Bankbeamte, bis? an der Börse ihr Fortkvnlmen fin-den rvollen. Fließender H«»de| im Schranken. Ltzie an der gstrige,r Börse kundge-macht tvurde, werden von Dienstaa -n.->Lsa-""^n folgende Arbitrogepwp-'-eie fallweise (tietftoo : Prager Eisen, C-iVvfmttcu, Cos-mcmoö, Ungarische Zucker. Sin: meringcr, Nngarische Kvh-le, Schastvolle, Friedrich, Schoeller Zucker, Aussiger Ehemische, Slavvnijn, Pereimgre Elektrische und Schönipriesener. Auhgleichstagsatznng der Hage-Werke-A.-G. Geistern srnd im .Handelsgericht die Ausgb.ichsiagsatzmig der Hage-Werke, Seifen n-nd Kerzenfabri-t» Grsel!is-ch-ast m. b. H., stau. Die Ge sellschast wurde l:n Fahre 1015 gegrün-det. Der VoUstänid-r-g.e Nie dergang des UlUeru-ehmens ist a-uf den «rhültinsmäßig ge» ringen Absatz nnd di.? uiiverlstiiitttlsiuäßig hohen -illgvmein-'n und 'Berfaufss-pesen zurück,zusühren. Im Jahre 10L-1 Habel: die Zinsen 9W Milliencn. die Provisionen 90, Rek-lamcweien 10ä

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.