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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-27 · Heft 2133 (27.1.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2133 (27.1.1925)
Date
1925-01-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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SeNe 4 Me». DtenSW »9er letzte Ritter." Er ist durch Gott und feine Nbstamnrrlng ba^t berufen, fit Frauerrehre in ritterlicher Weift zu schätzen, sagt er. vinBctbem spricht «r über Ehe, Mutter, Kmd, Moral, Sinnlichkeit, Perversität rmd noch zwei Dutzend andere Begriffe, von )enen gewöhnliche St erbliche nicht den richtigen Begriff haben, er. Eigentlich ist er für den Zölibat, sagt er, der die reinste Atmosphäre ungehemmten genügen Schaffens erzeugt. W»? den« auch bei notorischer Entartung aller Stände nur die weuairselldjährige Hierarchie der Kirche allein kein Panama eujzulvoisen hat, sagt er. Ansonsten aber ist die gesunde Sinn- - ichkcit, für die er auch viel übrig hat, notwendig als freudenipeiidende Erhalter in des Lebens, sagt «r. Die Emanzipation der Frau beginnt bei altrömischen Tanzdielen und hat die Lustbarkeit gefördert, sagt er. (Heute sind die Tanzdielen verödet und es gÄ-nt dort nur e'rvsanr die Lnstbarckeitssteuer.) Die Moralinvaston der gebärenden Frau der Bour-zzcoifir bezweckt nur chrc kapital isMche Verwertung und schafft ein Altiungfern-tmn, während die Moral der Liebe der e reuen Dottsschichten, sagt er, jener des bösen SittenmnteS unvider ist, das dadurch die Homosexualität fördert. Die Reinheit des häuslichen Herdes in ländlichen Gegenden hat er als?er<-u Abgeordneter zu beobachten Gelegenheit gehabt, sagt er. Weshalb dann die Ledigen meistens m die Stakabwandern, üo. rocgen des § 144.) Heute ist es aber schwer, Mensch zu sein, l\<\: er. Denn früher war der deutsche Ritter ohne Furcht und e nX'i verpflichtet, den Schänder der Ehre seiner Frwc zu töten, mährend mwtn der Umsturz das Racheschwert aus der Hand leschbrgen hat, sagt er. So ging es lustig und sympathisch fort, ireberlen,ander, noereinander, durcheinander, und die Pointe des Sermons war:?>ch. Ada-kbert Sternberg, aus dem uralten Geschlecht \rcr von... as. M Streif int Wiener Rathaus. .Hngpp vor Beendigtong der Arbeiten zur Fertigstellung de«.' WähleickistLn ist es ftn Wiener Rathaus zu einonr Streike der dort ve-r wendeteu Aushilfskrä'fe gekommen. Den auchiifswerft verwendown Kräften wu-rde seiner zeit bei Beginn der Arbeiten eine StuEnentlohnung von 10.000 K. -,u gesagt, sie erhielten aber späte-: nur für den Tag Mit acht Arbeitsstunden einen Betrag von 70.00 0 K.?lm Samstag, drei Tage vor dem Schluß der Arbeiten, hreftendie Aushilfskräfte e«ve BetpisbSveeftrmmkmg ab, .in der sie forderten, daß ihrren die Differong Machen den versprochenen und tatsächlich .'Uöbeqahtten Bezügen nachträglich noch zuerkannt werde. Sie mweten Me Deputation zu den maßgebenden Stellen, erhielten ^öe-r tim abschlägige AnÄvyrt. Daraufhin legten sie die Arbvjt nlrder. Montag früh als die AushiMröste Wied« im Hachcmft erschienen, wurde ihnen ^r Eintritt in de« Festsaar wo ihre AvbeftMtte war, verwehrt. Sir vor- . srmnuLton sich hieraus «Ui der BoÄchqlle und hielten eine Besprechuittg über die rmmnchr geschaffem Lage ab. Eine von «ihnen gAvahLte Abovdmmg erhielt im Prüsidrum des GomMderateaitsf ihre nouorDch vorgebrachten Forderungen wieder eine öschlagige Antwort. Die ^lbordwtng begab sich hvem»uif - •:n die Kauzlcü des Verbandes der städtischen Angestellten und in die Arbeit-erkammer, wo sie mit Gememdpvat Schochch vecha-ndr'lte. Den vereinten Bemühungen der AvbeiterLannWkr und der Verbanidsleitung gelang es eMich, Men bMedigenden Ausgleich hevbeiMühven. Sine erfolgreiche Palffftlnnaltlon i« öfterreichifche« Provimftödtev. Me -uns aus Innsbruck gomÄdet wird, fand dort unter Mitwirkung des Delegierten des Londoner Keren- .fhasessod-DirÄtoviums, .Herrn Dr. Martin Rvsenbiüth, eine sehr evfolgwiche Aufklärungs- und M-erhearbeft für das -.nichtigste FmanzinslrumLnt des Passäs-inoalkshaues, den Keren Haftssod, statt. Herr Dr. RoftnMch sprach üdoeauS eindrucksvoll bot omor Deramstalt-ung der Innsbrucker zionistischen Ortsgruppe, bei Zwei ZirLelversammlu-ngen in jüdischen P-.Ävatbäufem, anläßlich der Vorführung deS MmS ,/DaS Land -der Verheißung" »m J-ivnSbvucker ZentwMno und Sei Mvv Jugend- Versammlung. Das große Interesse der Juden Innsbrucks für das Wort Mischer Arbeit tu Eraz Israel erweist sich an dem vorbildlichen materiellen Ergebnis, welches riese Aktion hatte. Er wurden Bvi-träge für den Keren Hajessod in solcher Höhe ge-zsichnet, daß aus dm Kopf der Mischen Bevölkerung via Pfund pro Jahr entfällt, Um diese Aktion haben sich nebst Dr. RosenÄlüth noch ganz besonders Herr Rabbiner L t n f, die Herren Richard Schwarz und Julius Weih foluk die führenden Mitglied«: dvr zionistischen OrtSgmppe vervien-r gemacht. Auch >m Graz hatte, wie uns von dort geschrieben wird. Wirksamkeit des Herrn Dr. Rosenvlüth «Nb di« Vorführung 7 es neuen Palästmafrlms kichv erfreuliche Wirkung. An der AusllärtutgSarbeit über das Pallästinawerk bewWten sich gang m'rvorragenid einige Mitglieder der Brogvc Wischen Gesellich.-cfr. Es kam zu einer tnieroett Aussprache mtt den Vertretern --er jüdischen Gemeinde und MKschUhmtWsSdevn aller Grazer jüÄschsn.Vereim. Nach gemalafamev vevatung der jüdischen ^landatave wurde ein Arbeitsausschuß eingesetzt, welchem di« Tomen Man-ks Spiegel »nd Dr. Recha St-ßl. sowie di« >erre» Kausmann, Landau, Dr. Artur Rosmbemtz, ’ocr.ivö Rose«b«eg» Schchwarg und Direktor Stteean- -gehören. Das «rfteuKch« Eng«dniS dieser PaAstiwaaktion ln Graz mir, daß sich die Zoichnuügm für dm Keren Hajessod jetzt schon vervierfacht haben. Auch in Salzburg tourte der Pckläsckiafiftn vor ge- ' e >eue m PuMllmr dorgeführt. Es toavstr Wch Wvwefttt der Be- __Wiener Morgenzeitrrna. höroen u-nt» der Pveffe ersckr:e,:en n .r- -!nspack)e Dr. Rv'eublnths nurrde nur großem Bevali e.u'ge-n'.vnmen. Fron Der.) Sch-wa rz nno Herr M. An : u ii e v hni-ei, Me Aktion, H'e iu (Nlte Rcsult..)te Mwev-k'^n läßt, wirksani unterstützt Sie verlaffene Synagoge von Rawik,. Neberführung der Einrichtung nach Crez Israel. Die Stadt Rawicz in der Provinz Posen, die zur Zeit der preußischen Herrschaft eine ansehnliche jüdische Gemeinde aufivies, ist jetzt ganz von Inden v c rlasscn. Der Antisemitismus, der sich in der Provinz Posen cinnistete, hat auch die jüdische Bevölkerung von Nawicz» ebenso wie diejenige anderer Städte der Provinz Posen, znr Abtvandenmg gczlvtrngen. In Nawicz bestand eine große jüdische Synagoge mit wertvoller Einrichtung. Die wenigen in der Stadt verbliebenen jüdischen Einwohner sind nicht in der Lage, die Synagoge zu erhalten, so daß sie geschlossen werden mußte. Es lvnrde beschlossen, die Kostbarkeilen der Synagoge der jüdisch-polnisü)cn Kolonie „B'nei B'rak" in Palästina zu widmen. Diese Kolonie wurde bekanntlich von der in Warschau bestehenden Vcreininigung ortho doxer Inden, „Bajith wenachlo" (Hans und Garten) gegründet Der Präsident dieser Vereinigung, Herr Gerstetczang, begibt sich demnächst mit 130 Familien, die Land in B'nei B'rak erworben haben, nach Palästina und wird bei dieser Gelegenheit die Schätze der Synagoge zu Nawicz nach B'nei V'rak bringen. Bon den Schätzen der Nawiezer Synagoge sind zu nennen: ein 180 Jahre alter „Sftihl des Elijah"; ein 105 Jahre alter, wertvoller. Vorhang des Tbora-Schreins; ein kunstvoller Kronleuchter, eine Mertoray und eine Anzahl Thorarollen. Aus Anlaß der Uebersiedlung der 30 Familien nach Palästina und der Neberführung der Schätze fand in Warschau eine Feier statt, ivelcher einige Tausend Mitglieder der Gesellschaft „Bajith wenachlo" beiwohnten. Der Präsident der Zionistischen Organisation .Kongreß- Polens, Herr Leon L e w i t c, hielt eine Ansprache an di« Versammelten und überbrachte den neuen Siedlern die Grüße nnd Glückwünsche der zionlstischen Bewegung. Ske jlivifche Smigrationsfmiferen} in Polen geschloffen. Warschau, 26. Jänner. (I. T. A.) Die erste Konferenz der jüdischen CmlHvatwnKgeftllschaften in Polen lhat ihre Beratungen ibeendet. Der Depuft'erte Dr. S ch i p p e r hielt ein ausführliches Reftrat über die gegenwärtiige Lage im jüdischen Emigra-t'wnswesen. Es wurde das Budget für das Jahr 1925 aufgestellt, welches «in« monatliche Ausgabe von 9000 Zloty Vorsicht. Di« Konferettz protestierte gegen die EinwanherungSeinschränkungen in den Haupteinwanderungsländern, unter ihnen Palästina. Di« angenommen« Rssolutton besagt: Di« jüdischen LWvanderer haben sich überall als ein pvoduEtive's Element erwiesen, welches zum Wohlstand des betreffenden Landes lboitragt. Di« Konferenz fordert di« jüdischen Vorsteher in allen Ländern auf, für das Recht des jüdischen Voltes auf freie Einwanderung erngutreten. Di« Schließung der Tore der Einwandemngslünder. traf die polnisch« Jndercheit in einem Moment, da die wirtschaftlich« Krisis zu einer Verarmung großer jüdischer Masten geführt hat, für die nun die Auswanderung die einzige Rettung vor dem Untergang bedeutet. Di« Konfewnz ^dauert es, daß das Vmigvation-ödivektyrittm in diesem schweren Moment seine Tätigkeit nicht in dem nötigen Maßstab führen kann und daß diese InstitMon es nicht für nötig l'befunden 'hat, ein« al.lweltliche jüdisch« Emigrationslonferenz einswberufrn, auf welcher dLe Frage der weiteren Regelung der jüdischen Emigration zur Lösung gestellt sein sollte. Di« Konsevenz fordert das Emigrationsdirettorium in Berlin auf, eine solche Konferenz schon -in den nächsten Monaten einzuberufen. Die Konferenz setzte sodann ein ZentvaWmite« oin, das auS den folgenden Personen besteht: K u l i k o w i t s ch (Rowwo), Dr. Rosenkranz (Lemberg), Bar las (Warschau). Brombergrr (Bre>st--Litowsk), Rudnieki (Wllna), Dr. K r q u s ch (Lodz), Frau Stein (Warschau), Hirschfeld (Rowno), Rubin stein (Grodno), Katzenbogen (Lodz). Ga ri n (Nowno), Grttl«r (Gwdno), Schalit (Wilna), Dr. S ild e r st e i n (Lemberg). Le v i n soh n (Lodz) und R i t-o ff (Warschau). Das Exekutivkomitee besteht aus folgenden Personen: Dr. Schipper, Dr. B i ch o w s k i, Senator 5k ö r n e r, Dr. Silberfarb, Nosenhaum, Dr. Peker und Ehesez, alle in Warschau. W i e n. 37. Jänner. * Isidor Jakob Wachte! gestorben. Im Mer von 56 Jahren ist gestern der Präsident der Zentralstelle für jüdisch« sozial« Fürsorge, I. I. W a ch t e l, verschieden Se'ln« erfolgreiche Tätigkeit alS Präsident des HmrranitätsvereinS Eintracht ließ Bn M Vitt« veraMwortungSvolle Stellung geeignet crschcimn. Seinem Wirken ist «s in erster Linie zu danken, daß die Zentralstelle mrmnehr fast alle jüdischen Fürsorgeinikibuttonen umfaßt und insbesondere di« sildiisa^e Jugendfürsorge e'iiicu bisher »mgeahnten Umfang erreicht hat. Er verstarrd cs, tüchtige Mttawort-er herrmzuztv'hen nnd der^Fürsorgeachc-it großzügigen Charakter m Vevieit^n. Auch als Mensch erfreute sich Wachwl größter Achtung und Wertschätzung. * Wiens neues Wappen nnd Siegel. Dein Wiener Landtag wird demnächst «in Gesetzentwurf des Magistrates über ein neues Wappen nnd Sieget der Bn-ndeShaiiptstaidt Wien mr Beschlußfassung vorgelegt werden. Der Entwurf lautet: Das Wappen besteht aus einem weißen Kreuz auf rotem Fe-ld«. Das Siegel zeigi das Wapyen im Brustschtöd eines Adlers als Wappen-Halters. Es trügt die Umschrift „Bundeshauptstadt Wien". Das Mappen, und das Siegel per B u n de s h a u p r st a d t Wieir ist '.ngleich das Wappen und Siegel des Bundeslandes Wien. Es darf außer von hon Bevwaltu^Mtellen der Bundeshauptstadt Men ohne Bje- 27. Jauner l Nr. 2188 williguitg D;fid? een Wreucr Sri-''ena: von niemandem ve'.we'.r>er :"-.'r->.'il. '.v i d e r r e m 11 i d) e Fnbrnng des Wavre'n» roer de^ Siegel» wird ver.i Wiener Magistrat« mit Geldstrafen dis pc 100U Swill lugen oder aut Arrest din;n! t Tage,, geahndet. * Der Neubau der Nationalbank. Trotz der winterlichen Jahreszeit schreiten die Arbeiten zum Bau der piatioualliank fort. Ter bereits vor bem Kriege begonnene Haupttrakt ist nnnmebr a»cch in der Inueueinrichtnng vollendet. Er eMhätt die ncodcrnstcn Maschinen für den Barrl,wtendruck und auch eine Prägeabtcilnng für Hartgeld. Bei Begirrn der besserer! Witterung wird mit den Grnnda»shcbnngen für die zwei Be «mtenhälkfcr begonnen tperdcn, die gegen die Alscrstrahe zrr errichtet uui> mit der Front seitlich gegen das Hauptgebäude stehen werderr. Auf dern freibleibenden Platz wird eine Park anlage geschasfcrr werden. * Brlestelegramm« nach Deutschland. Im Poswerkchr zwischen Deurschland und Oesterreich werden vom 1. Febvrwr an Brlefto!egranr.,n< eingesührt. DK Gchuhr beträgt 50 Pro ■Kitt d-'r gcrv''h„lichen Telegrammgebühr, doch ist eine Mindest gebühr für 20 Worte zu entrichten. * Rateubandel und Ersichtlichmachnng der Preis«. Die Wirtschaftspolstei hat itt der letzen Zeit gopen «im Re'che von Rcrten-Händlern. welche nach dem Gutachten der Preisoeüfun-gs stelle of,en-bar üb-ex mäßig« Preise forderten, die Attze-rge wegen Preis?rei'berei an die zuständi^n GerKlstc erstattet. Wei'ers tmrrde die Beobachtung gornacht, daß die Ersichtlich- »c-achrrng der Preise für B-darfsgegenständ«. insbesondere für Le-bensrnirtel, in den Schaufenstern häufig nicht der Vorschrift crrtfprechend durchgeführt ist. Die Wirtschafispolrz'i wird gegen jene GoschäftSinhcvber, welche dk bestehenden Vorschriften rm- ^acht-'t lassen mit strenger Bestrafung Vorgehen. * Das Wetter. In -Lesterreich ist e§ vorwiegend trüb nn> iwblig. In Mitwlouropa bringen starke Ostwir.'dc lalle kon tinen-tal« Luft heran. Di« Bovaussaoe nreldet: Herrschender Wcttercharakier trockerr und kalt anda-n-ernd. * Die Lebensmittelmärlte. Die gestpieerr Märkte boten das ribliche MontagSgoprägc. Außerdem machte sich die aibrvchmcit>bc Kaufkraft an, nahen M-onaisende fühlbar. I-n der Großmarltball«, wo gestern 21 Waggorrs Im Gewichte von 110 &»t-» nen emlan-gten, hielt sich der Verkehr bei unveränderten Preisen im cMten Nack-ncen. Der Naschnrarkt rvni.de gestern zwar schr schwach boschickr, allein da auch die Käuferbeteckigurtg ein« «anq geringe war rouut« mit den vorhandenen Vorräten das ^insläugen gefunden werden. Cvmat und Kochsalat sirrd mr Prckft gestiegen. Aop'e-l langterr in größeren Mengen '.'in. Die Ekvpvest« haberr gegen die Vorwoche mäßig angezogen. * Oesterreichischr Eugenetik. Im Verläufe seiner sehr umfangreichen Rede cn der gestrigen Sitzung des Budgetansschnstes kam Unterrichtsmcnister Dr. Schneider unter anderem auch, auf die Probleme der sozialen Medizin zu sprechen und sagte wörtlich: „Bei der ganz besondere» Bedeutung, welche der Frage der Aufzucht unseres Volkes zrrkommt — und wir können uns ja rühmen, in der Person unseres Staatsoberhauptes einen erstklassi- ' allem die K der Bekämpfung Zukunft unseres Volkes von größter Bedeutung find." -» Unseres Wissens hat sich BundeSpräsident Dr. Ha int sch nur als hervorragender Fachmann für Rindviehzucht einen Namen gemacht. * Waldhrand tu der Steiermark. J-n einem Walde i» Krippau bei Grohrebflrn-g entstand, wie aus'Grgz berichte: wich, am 24 d. em Waldbvand. bei dorn vier bis Ruf Hektar Wald citt-geäscken wurden. Bei den Löscharbeiten stürz>e>r der Besitzer des Waldes. Roman Schmatz, und «ln .Holzarbeiter über eiitw Felswand und zogen sich schwere Verletzungen zu. * Schwere Autounfälle. Samstag um halb 18 Uhr rracliw fuhr «in Auto nach Passceren de» PyhrnpasseS au? der Bundes straß« bei W i n d i s ch - G a r st e-n mit derartiger Wucht irr den Straßengraben, daß sich der Wagen Überschlag und die die: Insassen, den ätljährigen Fabrikanten Josef Reder aus Garsten bei Steyr, dessen Bruder, den Lyjährrgen Gutsbesitzer Viktor Reder, und den Polier Johann Seyfried ans Lind unter sich be-grub. Alle -vai Personen wurden als Leichen unter dern Wagen hervorgezogen. — Auch boi Graz ans der Straße mch E i b i s w a l d in der We-ststeiermark «veiarret« sich otat schwerer Unfall. Ein Lastauto, das .Holz znr Bahn govrachl hatte, nahm auf der Rückfahrt rmgcfähr 20 Perwnen mit, dre «inen Ball in St. Oswald besuchen wollten. In Ferdiira-ndstol ftchr das Auto über einen Abhang hinab uns übevschlug sich, woberi eine Person, «in Gastwirt aus EibiStvald, getötet. Mel Pevsotten sch-rper »md mehrere leicht verletzt wurden. * Gegen die Unsitten der Autolenker. Die Wache wurde neuerdings angewiesen, alle Arrtolenker zur Anzeige »u brin gen, welche nnznläsfige. lärmend« Sr-gnaBe oder zulässige über das Maß des Bedarfes hinaus verwerten. Es wird den Auto lenkern bchnfs Vermeidung strenger Strafen empfohlen, sich rn der Rege-l der Handhnvve zu bedienen. Die mechanisch betriebene »ist nur im Ansnähnlsfall zu verwenden. Die Polizeion hat als nächsten Termin für die Anbringung der D e ck l i ch t s ch a l t u n g den ö. Februar 1926, und zwar für «die Automo-bi-le der Serien A11B und A10, bestimmt. Die PolUeibirektion macht anf-mervsarn, daß nuume-br auch die Korrtroll« der Drrrchmhrnng dieser Verordnung durch die SicherheitSwache einis-etzt. * Die SOoOfadje Autotare. In der sonntügige-u VevsatMllmrg der Genossenschaft der Lohnfrchrwevker wurde beischlossen, daß alle Arttotaxvbesitzer sich einer unverbindlichen Herabsetz u ng de r T axe auf das FÜnftausendfache au* schließe-n werden. * Die Selbstmorde ln Dentschkand. Alls einer sooben ver- Äsfenttichten amtlichen Statistik geht hervor, daß in Deudschtland jährlich durchschnittlich 13,000 Personen ihrem Loben durch S e l b st m o r d ein Ellde machen. Die größte Zahl der Solbslniörder entfällt ans Görlitz und B e r l i n, an letzter «Stelle stehen unter anderen Dresden und Wiesbaden. J-nteresfcmt ist auch die Fesiftrllun-g, daß die meisten Selbft morde an Montagen verübt werden. Die wenigsten Selbstmorde Werder« an SanlStagerr urrd Sonntagen verübt. * Die Lebensmüden. Der Il-Mrige Ka-ufmrnn Adolf L i e b e s k i n d wurde gestern flp'ch in feinem mit. Leuchtgas Wohnung in der Erlgerihstraßv «rfchossell. Die Ursache der Tal ist Familienzwist. — Am 85. d. wurde im Walde Bur-Oall Je« Dt. Andrä von der Gendarnlerie die Leiche eines zirka 20-- bis 3-1!adrigen nwbek-arrnten Diamres mr eirrem Bauen« hängend aufgefrnrden. Offenbar liegt Selbstmord auS sicher unaufge» klärt.'r Ursache vor, toie aus einem Zettel hervorgoht. Der 28iÄ)rig« Bankbeamte Wilhem T. hat sich gestern nachnuttaat in seiner Wohrnmg toegen Arbeitslosigkelt durch einen Revolverschnß in den Kopf schwer verletzt. Sr wrlvde von der Rettunzsgtteltschasi ans die Unfallstation gebracht — Die LOjährlge Hilssavbtiterm Marie S. wurde vorgestern abend» w ihrer mit Le-rrchtgas erfüllten Wohnung bewußtlos aufgefM-den Es scheint ctit Selbstnrordvcrfilch tvogerr unglücklicher, Steve vor z-rll-regen. Die Retlrrngsgesellfchafl brachte si« ins Spital

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