Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2130 (24.1.1925)
- Date
- 1925-01-24
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. SM W'?n. Samstag «ereine. «orirSae unv Versammlungen. . ««MrfMeftion Prater, •tonte, 8 Uhr eftend», Vortrag Prof. Kellner (Jüdisches Realgymnasium): Wann» müssen unsere Kinder hebräisch lernen? Sonntag. V-8 Uhr abends, Heimabend der Monistischen Jugendgruppe Prater. Montag, 8 Uhr abends, Frauen Versammlung. S e n b r o lo i c z. Dienstag. L llhr abends, Kurs über beschichte des Zionismus. (Tr. R. M. G e l b e rl. Mittwoch Ndr abends, Paläftinalunde. (Dr. Leo G o l d h a m m et)' - 8 l«in t ft l f * e Bezirksfektton L e o v o l dit ab t. Heute.;/,8 tjftr abends, 2. Bez.. ZirkuSgasse 83, fern» intuiercubc Nurschußsitzung. - Zionistische Inge n d- >s r u v v e Leopold ft ad t. Morgen haben sich die Samm, öcs., Praterstraße 43. ,Melawe Demalka". Mitglieder und "ngefübrte Gäste herzlichst willkommen. — Wlen'erBeth- H a m i d r a s ch, S. Be,., Ferdinandflraße 2». Heute. 8 llbr nachmittag«, Bibelvortrag Lektor Dr. S. Rubin: Die HuttoS- Herrschaft in Aegypten und die Inden. — Dtejunaziv- >: i st i s ch e G r u p p e für die westlichen Bezirke veranstaltet heute ihren ersten Tan,nachmittag. Beginn 5 Uhr. Gäste herzlichst willkommen. Berelnsheim r 6. Bez.. Bennoplatz 1. — Z i oniftische KulturgruppeXX. Heute. 4 Uhr nachmittags, Fortsetzung des Seminar« über Palästinakunde unter der Leitung de« Herrn Dr. Goldhammer. 8 Uhr abends Referat (Edelstein. -Komlteeflirda» arbeltendeErez Israel. Heute, V98 Uhr abends, Lokal der Poale- .^ion, 2. Bez., Blumauergasie 1, Versammlung der /vuluef und Aelternschaft der Augendbünde Blau- Weiß, Haschomer Hazair und Techeleth-Lavan. — e p h a r d t s ch . a k a d e m i s ch e r Verein E s p e- - a «z a. Heute, 8 Uhr abends im BereinSkokale, 2. Bez., Nonaragasie 27. Vortrag de« Herrn Dr. Phil. Paul Steiner über r „Da» Königtum im alten Israel'. — Humanitärer GeselltakeilSverernGe-ensettigeHIl f e, Wien, 7. Bez. Morgen. 6 Uhr abends, im Dereie»heim, Restanrati^n Zitahof (Opoezynski). 7. Bez., Mariahtlferftraße 88 s, Bortrag Prof. Tr. Philipp Goldberger und Musikalische Borträge. — Jugendgruppe der Zionistischen Sektion Zwischenbrücken. Heute, '/,8 Uhr nachmittags, Vortrag im VerelnSlokal, Cafck Park, 20. Bez., Allerheiligenplatz 8. Um b Uhr Fortsetzung deS GeschichtSkurseS. Leiter Herr U n g e r f e l b. Um 7 Uhr abends Heimabeni. Eintritt frei. — Zionistische BezirtSsektio» Alsergrund. Aufführung de» neuen Palästinas! lm« Sonntag, 28. d. '/all Uhr vormittags, im Heimatkino, 9. Bez., Porzellangaffe 19 Karten bei der Firma Ernst Bellak, 1. Bez. Werdertorgaffe 14, und abends zwischen 6 und 7 Uhr im Seitionslokal, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11. — Zionistische Fraueitor* ganisation. ,D!e jüdische Persönlichkeit de» XlX. Jahrhunderts." Die Vortragsreihe von Frau Dr. Martha H o f m a n n beginnt Mittwoch den 28. d., pünktlich 7,6 Uhr, im Kunstsalon Else A ck e r m a n n, 1. Bez.. Herrengaffe 31. Teilnehmerkarte vro Abend 10.000 K. Der Berekn ber Schasfaer in Wien veranstaltet feinen sresfährigen Ball am 8. Februar vm HotÄ „Bayrischer Hof". Ball der Mod«. An Stelle der seit mehreren Jahren als großes gesellschaftliches Ballfest eingeführten Mofeon-Redoute findet heute Samstag in sämtlichen Konserthaussästn »er grob« Ball der Mode statt, der nach dem Muster »es Pariser Bat de la eoutnre gedacht ist. Eine Neu« einführuna bildet die Verabfolgung von GeschenkbonS an sämtliche Bösncherinnen disseS Dallfaftes, denen überdies Äslegerchert geboten -sein wird, im Wege k o ste n f re tc r Verlosung Toiletten, Pelgwerk, Schuhe, Hüte, ParfümEassetten, Blumen, Federn nsw., als Spenden der renommiertesten Wiener Stadt,firmen zu Löwinnen. Komitvelokal: 3. Bez., Lothrmstevstratze 20 (Konzerthaus). Telephon 77-1-79 (11 brö l Uhr) Palästina von gestern, heute und morgen. Herr Doktor WoVfgang Weis! aus Jerusalem spricht Mittwoch den 28. d. rm großen ÄonqerchauSsaal über die politische und wirtschaft liche Situation im nahen Orient mit besonderer Berücksichtigung Palästinas. Karten von 5000 bis 80.000 K. an der Kouzerthauskasst und bei der Konzerttasso Gutmann, Schalter Melly Weiß, Wien, 1. Bsz., Kärntnerring 8. Palästina in Wort und Bild. Malier Wilhelm Wachtel ivird im Rahmen des von der Franengruppe der zioniistufchen BezirkSsektion M'ergrunfe veranstalteten Abends seine rn Palästina geschaffenen Gomälde und Zeichnungen auLstellen. Der Ausstellung wird ein Vortrag de» Malers über „P a l ästina, mit Künstle rangen gesehen", vorangohen. Änischlrestend Palästinamusbk, Gesang und Rezitationen. Der Nbend findet heute Samstag um 8 Uhr abends im Vereins- Heim, 8. Bez.. Bennoplah 1. statt. Gründungsfest des Jüdische» Hilfsvereines, „Prater". Heute Samstag. 7,9 llhr abends, feiert der jüdische HWsverein „Prater" im Etablissement „fliwu Marrokaner" (2 Bez., Prater) sein sechsjähriges Gründungsfest mit einer großen Peranstaltung unter der Dev ff« „Der Prater, Wie er lacht und tanzt". Kapelle B. Wolfsthal. Künstlerisches Arranite»ten t Otto Margulies. Tanzarrangement O. Marini e r. _ Bühne und Kunst. Eine unbelanute Satire von Schalem Alechrm. Der in Ne-w-Aork lebende Schwiegersohn Schvlom Me- .R.’inj, I. D. Berkowitsch, der sich um die Heransgab.' der Werte und Briefe Schalem Alechoms große Verdienste erworu.-u hat, verüsfentlicht in: Nräv-Aorker „Tag" das im Nachlaß >t'y Dichters vorgchlnderte Fragment oinin: Dichtung „Im Beth Hanvidrasch" von Schalem Alechem. Das Gedicht dürfte im :,Va[)vc 1892 in Tdeffa geschnoben worden sein, wo Schalem AlechLnr zum ersten Male mit Ntendole Mocher Sforim zltsammentraf. Der Hcnvptgedan'ke der Satire ist der Zeit enDrecheitd gegeir die Haskalckh, die AufklärmtgSbewcgrtitg im jüdischen 'I sien, Wrichtet. Nicht durch die HaSkalah können — das ist die Deniden^ der Dichtung — die Ju-derr aus ihrer niederen Stufe einporgrhoben werden, sondern indem uran chnell Brot gibt. Berkowitsch giaudt, daß Scholem Alechem, was die Fornl des Poems betrifft, das betamlte Lied des vuffifchen Dichrers 2t e° s r a s o w, „Wer lobt gut iu Rußland?" vorgeschwebt sei. Irr .Lchatoiü Alechems Dichtung ist eiu diesem Gedicht gleirl)er «'iiychmilö und vin ähuilicher politischer Dialog zu finden, iwu drei junge Leute im Be'h Hanlildrasch beim Kalllin führen. Es silld bloß zwei Kapitel von zwei Nachtcofprächen, ln denelt sich d>!.> StimttlNlM'lr nitv der ganze IdeenkreiS der omnaligen jüdischen Jugend wiverspiegel». Die Sprache ist echter Schalem r'tlechcut, slüsfigcs Jüdisch, das durch die Äcdundelch.vit der Form durchaus nicht beeinträchtigt wird. &e$ten Wiener Morgen,ettung. “■***' ■ “ ... ■ . <- V~. 1 JU . __■>■-1 . - .. 21 Jänner l.m Seite S Bind Df. MOFFBAUCRS EMTFCTTUNOSTABLETTCN von bester Wirkung, angenehmem Oeschmack. vollständig ür. sCnSellKn. öle Tableften stellen eine schlanke, graziöse Figur her, ohne Diätxwanff öder Äenderung der Lebensweise, orompte Oewlchtsabnahmen. Reine Sotiilddrflset r»*#*». Rein Abführmittel! Amolfioka HUGO BAYSR, Wien, I. WrIIxrIIr 11/11 An« de» Malern. B u r gifte nt sr. Morgen, 2 Uhr nachmittags, „W e ft' dem der! ü a t . 7 llhr abends ,KomSdieverVerfü h r u n g . Mittwoch, neu etnstudtert, zum ersten Male „Ein SommernachtStraum*. Akademletl, eater. Morsten, 8 llbr nochmtttay», derSabineriunen*. Abend», 7^8 Uhr, „Der Krampud" (neu slnstudiert). V o l k s o p e r. Sonntag, 7äa llbr. o f f m a n n » r z UM»«« c n". Vs8 Uhr abends „t i c 58 8 ft c l*. Monili’ II«. /s8m «"2 i e Zanv erflöt e". Dieustüst, ys Uhr, „Die Bügel". Deutsches Volkstheater. Schiller» Tragödie »Dte Iunstfrau vonOrleans" wird morgen und Donnerstag wiederholt. Mittwoch „DerWeinbetg de« Herr n". Dienstag und Freitag t e h e l l i g e Johanna". Sonntag. 3 Uhr nachmittag», „D a« Kamel a e h t d u r ch d a s N a d e l ö h r" (bet ermäßigten Preisen). Montag „3 i r t u 8 I e u \ c* mit Dr. Rudolf T y r o l t. K a m m e i f ft i e t e. Heute und morgen „S a n at o r 1 u m G. u. G.". Dte folgenden drel Tage .,Kü s s e um M t t e r n a ch t . T h e a t e r i n der I o s e f st a d t. Morgen «ach längerer Panse ,.D e r H e r r seine» Herzen»". Nachmittag». 3 Uhr, »P r 1 n z e s s i n H u s ch e w i n d". Raimund-Tbeater. Sonntag abend« „L adv Fanny'«'nd d i e D t e n st b o t e n f r a g e" mt< Ttlla Dnrieux. Die Proben von Melchior Lengyels Lustspiel n t on t a" mit Sari Fedak m der Titelrolle sind unter der Leitung de» Regisseurs Ladislaus Barda im Gange. Der Autor wohnt den Proben bet. Erstaufführung Freitag. Lustspteltheater. Sonntag «Da« s ch wache Geschlecht" mit Charlotte Ander und Josef Jarno. Nachmittags, y34 Uhr, als Kindervorsiellnng „Aschenbrüde l". Nächste« Freitag zum ersten Male „Die l e tz t e W a rn u « g". ' N e n a r s s a n c e b ü h n e. Allabendlich bi» inklusive Freitag den 30. d. täglich „Prozeß B u n t e r b a r t". SümStag den 81. b. znm ersten Male „Der D y b u k". Die gtlde ne Pawe. Heute, */,8 Uhr abends, findet eine Vorstellung der gildenen Pawe (Verein freie jüdische Volksbühne) in den Kunstspielen, 1. Btz., ..Riemergaffe 11, statte Im Rahmen de« iu Vorbereitung befindlichen Progranuus kommt eine Parodie ans das alte jüdische Theater zur Darstellung. I Ausstellung Wolfgang Born bei Heller. Aiau har Wolswltfl 33 o x n bischer mi»E als Zeichner gokanut. Seine Blerftifiipovträts Ätvevser Porsonl'ich'koilten von, Tage hoben ihn PoMär gemacht m,d meiuaud ahnte, daß tyttfcs diesem Journalisten des Stilfts ein mit alsen Ausdrucksmittoln der Malerei vortrauter, Küttstler stecke. In der IllustMivn liebt Born bas Pihcrntaistlische, jenes Ge«biet, das den Emp/mdunaen des Nächischaffenben idon süßten Spielvcknm laßt. Seme ZeichnutMn gu Cervaules „Prestosa" und zu C. T. 3l. Hofftna-nns „Signor Fovinica" - stellen ihn in die Reche der großen Jffustratorott, fekve Paraipihrast ^n TlhonraS Mann» „Tod in Venedig" bezeugt starken »ffvoiposilionKwiffon. Als Zeichner lbovorzustt Born da^ Ue.bereiucknderlcgen und G-ektckusef der Linie, wMrch eine charaktsristlM FaMMivkung erzM wird. Und der Malier ritdFt mit dem farbigem Problem der Zart > und jeder Zeit. Ge ist „modern", ohne eine bestimm!« Strlrichtung ,’(u vevfcklgen. Die Natur ist drei: gestchen mit allen Ichr^n Zufälligkeiten und, ddn, inneren Gesetz, das bet Harmonie ztvsttebt. Und gerade die Mept Mchaffenon Mlber Wolfgang Borns sind vch, jener Strenge brn Bau beherrscht, die rmr ein reifer Künstler als das Ällevletztc jedes Bilberwörks anerkennt. Born geht allem seinen Wog, in der Äond fchast, in Porträts, in der Gvapchik. Hoffemlich wird er nicht Mvde werben. o. r. Gerichtsfaat. Der Kampf um das Hotel'National. Der Magfsttat hatte die Wcchnrännw. deS Hotel National m der Tckborstraße zum größten Toll angesordert und verschi-ed-euen Wochtvpavt'oien ungewieselr, weil für biicsts Gebäude nur ci-nc Gast- und Schankgewerbe-, nicht a>ber ein« FremdendcherberMkonzeffion nachweisbar foi. Der Rechtsanwalt Dr. K n a p i t f ch unterzog lim nun als Ber Irrt er des Hotels National ber Aufgabe, durch bas StubiWiü Jahrhunderte äilver Urlunben den Geheimnissen dieses alten Hanfes auf den Grund zu konunen, und er brachte heraus, daß — entgegen der Tl-nsicht des Wiener Bdagiftrats — auf diesem Haufe schon seit 1618 eine Fron,denb-ehevvevgekonzesslon oinvevlefbl war und >daß dieser (Msthof damals den shnrpathifchen Titel „Goldener Och8" führte. Das Hans habe seine Belltzer oft gewechselt, a-uch die Bannrherzigen Brüder und Herren vom Hofe zählten ztt den Elaentümern. Kaiser Franz Josef habe in -viefem Hause oft gewollt, da er sich in dem in bietfem HckNfe undergedvachten Atolier häufig photogr^pl)i.eren ließ. 3(uf Grund der vorgelegten Nachweife hat mm der Ätaglstwt vorgestern die Gntfchei-dmv-g gefüllt, daß der Hotelcharakter des Hauses a \\■> ipolbftabt unter Vorst tz des Oberland»? sgerichtSvates Dr. O b ert , m p f l e r ems.' Berl-audlung zur Festsetzung der Mietzinse in, Hotel National statt. Der Senat fand «den Mietzirvs von 110.000 Kronen Pro Atonat uwter der VoranssetzUug gerechtfertigt, daß das Hans überhaupt unter das Mietengefetz stillt. (Die Entscheidung des Ataglftrats lag dm, Senat noch nicht vor.) Ern anderer Kampf unt das Hobel National tvurde von der Tochter Anna hatte gegen den Willen ihrer Elrerit den von Cxrrnowitz infol-go der Krwgswirren nach Wien gefinchteicn Beamten Gre'if geheiratet und betam daher kein« Mitgis:. Die Tochter klagte daher die Eltern ans Aussolguiig einer ange niessenen Mitgift. Helurlch. Weindorger tveu'dete damals .UnmündigLeit seiner Tochter sowie das Verhalten des Schwioger-- iVchnv» ein, von Sem er im Stckdipark unter anffchenervö^iMr. Ungtäncvn geoi)rfl0lgt rvorden fei. Dir Tochter glich sich «McklS mir drr Mutter cmS und zog die .Wage Mrück. Im 'Zgmmrr I92t erneuert« sie aber die Klaff' auf AnSfolchttM elfter Mii gtft, wogegen die geklagten Ehe'leu.'e oen sri'chercn Verzicht r'. Iwfrtcr emtwwben. Das Bezirksgericht verurteilte aber di? Helfen (nt Ausfolgung einer Mitgift von IM Millloner Kronen an di« Tochter. Diese erwirkte ans Grund dwseS Nr teils die Exekution zur Sicherstellung mvd brachte auch dev A»?rag auf Z,wckngsvekwaltnng des Hotels Ncktrmral ein. Dap? kam es aber ebenfotveuig wie znr Berusnugsvcrhaoelmtg ,n bvtrefs der Vi'iigist, denn die Tochter verständigte ihren Vlnnttr Dr. R ybac z ewsli, daß ne alle Me Schritte «regen in re El tevn endgilltig; u r ü ck z i e h c. Rollenverweigerung des Schauspielers ist kein ENtlafsungsgrund. Das Mitglied der Rcinlwrdt-Mhn,'. in der Jo fcfstaidt, Erich M a n n, harte seinerzeit nach der Er-ostnnng dcr Bühne in ,^«rbale und Liebe" di>e ihm ungeteilten Rollen ein«. KcknMwrdiMers und einer Amtsperson, welche eigenilich d.-r Stcktisterie zugehüven, übermnnmen und davMeili. Als nun im -Her-Hst vorigen Jahres ,M«bale tlNd Liebe" von Grnios m,| U I! bestyt worbrir war, hatte Manu, dem wüdcr viele Stcktistenrolle« MgewiÄen wuvden, ste zu spielen verweigerst indcMl er dies aus küifftlerifchen Gvsindsu ckbielmw. Er erschien auch nicht bei den Arvangierproben und »m Lage der «ufMrnng. Dm Direktion hatte darcktWn Herrn Mann sofort entlassen. Mann hotte wegen dieser sofortigen Entknssung beim Gelderbegerich: eine Klage auf Zahlung d.s ^-ahresgehaltes aiMftrengt, welche Klage fttdoch vom Gelvekbogerlcht ckbgcwlesen worden war, weil d«s Gericht amwfym, daß der Schausptsler eine von ihm wieder holt dargestell-te Rolle zu spielen sich grundlos gelwiger-i .hatte. Gestern beschäftigte sich ein Senat des Zivillaudesgerichieunter Vorsitz de» BtzepEdeniten Hofrat Dr. Nagel mit der Be rusuug gegen das Urteil. In der B-nnsung wurve daraus ve:' wiesen, daß der Schauspieler seinerzeit bei der ErW'ung der Bühne, als ,Mabüke und Liebe" in der großen Aufmachung vargesühvt wurde, sich einverstanden crffäxt hatte, eine 2ta tistenrolle zu übernMuen, daß er jsdoch im Herbst vorigen Jahres, als das Stuck von Grund aus neu besetzt war, aus künstlerischen Gründen wohl berechtigt gewesen sei. die ihm zu gewiefitne Statiftemwtte abzulelMn. Die Direktion lstirtt «och dem % U des Kollektipver'trckges nun die Pflicht gchaln, die Sache tvcut Bsthnenschiedsgericht zu nntevbrciken, durfte -M'r bisse Ablehnung nicht zum Anlaß der sofortigen Entlassung nrckcheN, zumal ja mich das Bühnenschieidsgericht tm Falle einer grundlosen Ablehnung einer Rolle durch den Schaufpielsr Jrur eine Geldstrafe Vorsicht und daher die weitergehettde Entlassuirg jedenfalls imberechtigt erschii.'n. Der Vertreter des beklagten DirÄtors Rciicharot, Dr. Hock, verwies damuf, daß cs sich in diesem Falle um keine neue Zuiteilung einer Rolle gchandelt habe, sondern daß der Schanspiv-ler, ioie anch.düS Erster ich! erkannte, die" von ihm Kreits früher gespielte Rolle zu spielen sich geweigert hotte. Nckch eiirer eittstündigen Beratung verkün- Idete der Berufungssenat sein Urteil, mit tvelchem tn Dlartgebung feer Berufung feas erstrichterliche Urteil aufgehoben und Direktor Max Rekchavvt zur Zahlung der Jahres gage an den Kläger verurteilt wurde. (kin energisches Urteil gegen die Autoraserei. Ter :.sojiin - ‘ Josts Hör Zckumgavtner _. Gsschwindigkei! Von ^zchn Kilometer" VovÄst' stieß den 60jährigen Erumerich S ch west u ge r nieder nnfe verletzte ihn tofelich. Gestern hatte sich Hövnmnn vor feem Einzelrichter fe:s Lckndesgericht>es ObeMlrdesgerich'tSvat Sbanet, wegerr Börthens gegen die körperliche Sicherheit zu verantworten. Er wurde zu vier Wochen ftreugen Aivrests, veMävf-t durch wöchentlich cm hartes Lag:r, vcrnrtM. Der Richter sagte in der Bsgvündnng. daß feie bedingte Verurtellnug deshaG nicht üugvweudet wunde, weil feor AngeElagte durch feine überaus große Rück s i ch t s l o s i g k e: k, nm ein paar Sekunden m profitieren, ein Menschenleben aufs Spiel gesttzt halbe. Radio-Ruudschau. Sine stürmische Sitz»«» bei der Ravog. Freier Radlobund gegen Unterausschuß. Die gestern abgohalret'e Sitzung des BoWeirakes dar Ravag war.reich au stüvntlschen Debatten zwischen fee« Be - trütern des fazickldemokrcktffchen Freien Nafeiobunfees und dem gopnerischen Beiräten. Ein vom Sekretär der Avbeiterkammer. N o w o t n h. eingebckchter Antrag, betreffend Erhöhung der Gebühr für Erzeuger und Grotzhändlcr, über iwn ein Bericht vovlckg, bot den Anlaß zur Debarn'. Der Antrag, sstht «lue dreifache Staff e.il u u g der Gebühren, und zwar für Evzeuger mit ndckhr als 50 rtwerter'.: rmfe Händler Mit mehr als 25 Angestellten 500.000' K.. al» normale Händler gebühr 300.0M K. und für nachgkwivsenermaßen befeürflige HäMer 100 00V K. pro Monat vor. Die Gebühr für öfstntliche Borsührnngeu soll e inheitlich mit (50.000 Ä. bentcffcit werden. Der Unterausschuß brachte einen Gegenanirag ein, dam znfolge in feen Städten Wien und Graz der alte einheit'- liche' Gebührensatz Von 320.000 K. aUfrochtechMen bleHber, sollte, während er für feie übrigen Städte und das flache Land auf 160.000 K. zu ermäßigen wäre. In der Debatte entwickelten die sozialdvmokvatistgca Be» räte ihre Ansicht, die Maat, daß trotz der gvsetzlichan Fest legnug der Befugnisse fees Beirates feine Anträge vonr Ber wckltungsrat geflissentlich ignoriert werden mr' glatt unter feen Tisch fallen. Es wurde feie Frage ausgoworiem ob ein Zusammenarbeiten dieser beiden Körperfchaftcn unter solchen Umstünfeen überhaupt noch möglich zer. Gleich' zeitig holten feie Vertreter des Freien RafeioibUnfees ihren bereits vor drei Monaten eingebrachten Antrag auf Ermaß! gung und weitere Staffelung der Amatenrgsbühren hervor. Es kam zu scharfen Zusammenstößen zwffchcn Vertretern ferr Avbeitevschast und den Mrmeu Beiräten, biv etwas bürgerlich orientiert sind. Reda-kteur Walter proieztter»? in heftigster Welse dagegen, daß der Verwa'ltnngsrgt feuru, Gewährung von Zuschüssen an fest Amateurvercnugmla'n fe>.' Frage einer Gobühreuernnäßstung von 20.000 >g »u' 10.000 K. ulngchen und ans das Ge b i e t de rst W o . i tätigte it verschlfeben wollte. Er drohte ftir den ivatl v'nckreuerlichen Ablehnung oder Berschleppuilg diches Anirage» mn denr Mrssten Kampfe feer Sogialfeemoikrate,: gegen die Naoag und gegen das den Massen oktroyierte dre l ß lg,ia hr i n,> Monopol fetaler Gesellschaft. Er warnte die Ma,orUar feamn, etucn solcheit Kampf heratvfzttiMchwören, und führte chttmst vot Augen, daß der letzt schon 40 Ortsgruppen umfassende ,viev: Radioiinnfe wohl imstande sei. die Meinung des In- und Au» laudes von feer Tätigkeit der Ravag zu^beeiitflusseit uuo ciiten Boykott der Avbcitevschajt gegen feie Gösellschast herbetz.is»chro,i. iliachdem sich feie übrigen Beiräte iu heft'gett Erw.derun aeu Luft gemacht hattcil, kam man zu einem Kompromiß ä n t r a g. feer e i it st i m m i g angenommen wurde: Der Bottbeirat beschloß prinzipiell die Dtasseluug ser Amateurgsbsihren nach unten und bcaifftragte das Ei-k'U'-