Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2130 (24.1.1925)
- Date
- 1925-01-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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VklkS Dien Z'an'Vtag Wsener M-rak«Zesf«Rst. 34. Jauner 1925 Nr. SM komitee, in gemeinsamer Arbc i? mit dein Unter* au-schnß des Berwaltungsbeirates aut Grund zissernmäsi'aer Unterlagen der Postverwaltuna binnen acku Tonen einen Rntrag zu formulieren. der dann der Pastverwaituug;ur Genehmigung vorgelegt werden wird. Radio-kaion der „Wiener Morpenreiiang" im ..Haus der Dan» e" Ergon A.-G., 1. Be;.. Schweb, nplay 1. Donükirnna der Wiener Sendung 15 q i * tfi von 11 bis t Uhr mittags und von 4 bi» 6 Uhr nachmittags. E i ntritt i t e i. Kein Ka » tzw an g. Verkant erstklassiger Radio-Ruvarate und -Bestandteile. * Radioprogramm für (feiltet 9 Uhr: Marktberickit. - 11 Nbr bis 1 Uhr r Konzert «ilving. — 1 Uhr fi Min. t Uraniazeit. — 1 llfir 20 Min. : Wetterbericht. — »A.4 llfir: Wiener Börse. — 4 bis 0 Ubr: NachmlltagSkonzert Silving. — 6 bis %8 Nbr: Dortraa Oberberqrat Dr. H a m m e r über die geote'ii^e Bundesanstalt. — 8 Uhr Kammernms'kkon-ert des Quartetts G o t t e s m a n n: 1. I. Haydn: Stre'chauart-tt Qv. 9, Nr. 5.?-Dur. in vier Sätzen: 2. Franz Schubert: Stre^onartett Qv. 125. Nr. 1. in vier Sötzen ' 3 Kn'bo Pe "r» : Sonate sür be^" und Klavier in E-Moll; 4. Borodin: Streichquartett in tt-Tur in vier Sätzen. Das Radloprogramm hören Sie klangvoll und stSningSlo« nur mit „Qriqinal Dlan- VtmkthSrer", „Qri-'inal Iteal-Delektor' und „Original Idealit- Supe^-Kristall". Bei iedem Hänbler erbättlich. Öauptlager bei Ing. Emanuel Klausner sen., 1. Bez. Adlergasse 4. 1. Stock. _ (Entgeltlich.) Wünsche der jüdischen Navag Abonn-nten. ^ah^-eicke /mchrkft"u aus unserem Leserkreis raq?n an. d-'st die k''nstlerische Leitung der Ravag von Zeit zu Zeit den Wünschen der jüdischen Abonnenten entipr?ch.'"d auch jüdische Volkslieder senden möge. Die AiUstelluna ein's jüdischen Programms würde der Ravag viele Sympathien bringen. Ma Radio nach Aegypten usw. Die Radio - Austria- A.-G. beordert ab beute ^etearamnte 'Bia Radio nach Aeanpten, Palästina. Syrien. Libanon. Transsordanien. Abessinien, Erythrea und dem italienischen Somaliland. Diese Telegramme müssen vor der Adresse den gebühremreien Bennert „Bia Radio" tragen. Die Annahme '^ch'r Tele^r^'nnre erfolgt beim Detegra' henautte Wien-Radio. 1. Bez., Renngasse 14. und tete.pk"misch initer Nr. 27 5-00 S^rie. Bei Rou'.una „Bia Radio" ist die W^rtgel'ühr um 14<A) K. billiger als beim bisher allein bestehenden Kabelweg. VERLANGEN SIE ÜBERALL UN'PRF APPARATE RADIO APPARATE BROADCASTING RADIO - GFSELI. SCHAFT L. WIEK, IV. KARLSPLAYZ (VERKAUFSHALLEN) —J EIN RUH REN APPARATE kür ln* und Ausl andsemplang sowie sämtliches Radiozubehör Gesellschaft für Elektrotechnik s»o ING. KÖ'PPL, KLUG * Co. Wien, VI. Havdn«rasse 3. Telenhon 44-32 AUCH SIE NOSSEN den wunrcivollrn amerikanischen Kleinapparat anhören Komplett, «'■□schliesslich Antenne. K 450.000. Fixangestellte Teilzahlungen Radiokonzet t: M^n^ag, M’ttwoeh und Freitag von 4—6 Uhr 3114 »Wireless“ RADIO fi E SE I. LSCHAFT I. Helferstorferstrasse Nr. 4 OTTO SOMMER A. G. WJEN, VU. RICHTERGASSE Nr. 12 Präzisions-Radio- Apparate und Einzelteile Telefunkenbauerlaubnis 1020 RADIOWERK E. SCHRACK WIEN, XVIII. SCHUMANNGASSE Nr. 31 Audionröhren Lange L ebensdauer, erstklass. Entgasung, beste Vers ärkung Stromsparende Spezialtypen sö“p™cch Hochwertige Empfangsgeräte «ai• Lizenz: TELPFUNKEN // Patente: SCHRACK LUDWIG FRISCH Radio-Geräte-Verk.-Ges. Wien XIII. Mfinrtmr w R. lechher (Wim Müller) Wien, I. Graben SO/31 Itaäioeapfawgsapjiarate in allen Preislagen 9147 Midie Bestandteile ti Anlennenbcu Täg lieh Vorführung im Radiosalon Volkswirt. Ptiiirtzlskoitttzerabsetza«s.dagesr> tzldldendt»- strloenmo. Die gestrig« Sitzung des Generalrateg der Oesterreichischen Rattonalbank. Gestern fand eme Sitzung des Genevalrates der O e st e r r e i ch is che n N at i -0 n a l ba n k statt. Aus dein ziemlich dürftigen Commuuique, welches über diese Sitzung veröffentlicht wird, geht hervor, daß nicht einmal der Versuch nnternvm>i7ten wurde, der würgenden Geldknappheit, welche die Entwicklung des österreichischen Wirtschaflstebens ernstlich verhindert, durch eine Herabsetzung der Diskontrate zu mildern. Hingegen wurde bereits eine Erhöhung der Dividenden der Aktionäre um zwei Prozent beschlossen. Es ist dies neuerlich ein Beweis, daß bei einer hchen Diskontrate neben den Wucherern auch die Aktionäre des betreffenden Noteninstitutes das beste Geschäft machen. Diese Erhöhung der Dividende muß nm so mehr auffallen, als bekanntlich die Nat:a.:albank bei einer großen Anzahl von zusammerigebrvchmen Banken und Handelsfirmen ungeheure Verl'Uste erlitten hat. Man kann sich davon einen Begriff machen, wie groß die Gewinne der Nationa^bank wegen des hohen Diskontsatzes sein müssen, wenn sie trotz der gewaltigen Verluste der Bank dennoch die Auszahlung einer so hohen Dividende gestatten. Da ein Großteil der Aktien der Nationalbank sich int Besitze der Engländer befinden, so ergibt sich leicht der Schluß, warum gerade die Engländer auf der hchm Diskon rate so sehr beharren. Nachstehend das offizielle Conmnmigue: Der Grncralrat der Oesterreich'scheu Nationaibank hat sich gcstern unter dem Vorsitze des Präsidenten, Bundesministers a. D. Dr. Richard R c i s ch, zu seiner diesmaligblichen Sitzung versammelt. Der Generaldirektor erstattete den laufenden Geschäftsbericht und einen kurzen Vorbericht Wer die V i l a n z c r g e b n i s s e, aus dom sich ergab, daß die Geschäft steil u-ng nach ausgiebigen Abschreibungen und Rüklagen die Verteilung einer 10,5prozentigrn Dividende zu beantragen beabsichtigt. Der detaillierte Bilanzbericht wird erst m der Fobruarsidung erstattet werden. Der Generalrat hat ferner beschlossen, die zweite regelmäßige Jahressitzung der Generalversammlung für den 20 März Ä. I. omzuberufen. Bei der sodann im Sinne des Artikels 28 der Satzungen vorgenommenen Auslosung traf die Reihe zum Austritt die Generalräte Doktor Wilhelm Berliner, Alfred Hauser und Georg Stern, für welche Neuwahlen vorzunehmen sein werden. Endlich hat der Generalrat den bisherigen Vizodireikter der Ba n knotendruckerei Karl Hazura unter glelchgerttger Verleihung des Titels Direktor zum technischen Leiter und den Inspektor Max M a r q u e 1 zum kommerziellen Leiter der Banknotendruckerei ernannt. Zum Stellvertreter des technischen Leiters wurde Oberinspektor Adolf Porsche bestellt. AuUSsunq von Sanken. Dre gestrige „Wiener Zeitung" verlautbart den Erlaß -cs BundeÄanzlevamtes vom 21. d., mit welchem das Bundeskanzleramt die Auslösung folgender Banken ausspvicht: Oesterreichische Kanfmännifche Banik, Wien; Austw-Orientbank, Wien; Wiener Lombard- und Eskompbclbank, Wien; Deutsche Boden-- bank, Wien; Allgemeine Handels- und Gewevbebank, Graz; Allgemeine Dspositenibank, Wien; Allgemeine Jndustvi-öbank, Wien; Nordisch-österreichische Bank, Wien. Im Falle der Wienier Lowbavd- und Eskomptebank, der Deutschen Bodenbank und der Allgemeinen Depositenbank tritt die Auslösung am 15. April 1925 in Wirksamkeit, wenn nicht bis zu diesem Zeitpunkt ein Beschluß der Gesellschafter dieser Banken aus Auslösung durch Vereinigung mtt einer anderen Gesellschaft die bundesbehördliche Gen.hmigung erlangt hat und zur Eintragung in das Handelsregister ordnungsgemäß angemeldet worden ist. Re Schaffung der Soldbikauze«. Das Gutachten der Kleinrentner. — Eine schwere Schädigung der kleinen Aktionäre. Wie die Korresponde'irz Hevwei berichtet, berief der Verband der Sparer und Kleinrentner Oesterreichs gestern in die Volkshalle deS Rachanses eine Versammlung der Aktionäre und Sparer ein, in der gegen das Gesetz betreffend die Ausstellnng von Goldbklanzrn Stellung genommen und auch eine entsprechende Entschließung ange-nommen wurde. Das Referat evstettote Berbandsobmauu Dr. Zalman, der unter anderem folgendes ausführte: Der jetzige Augenblick ist für die Ausstellung von Goldbilanzen die denkbar u n g ü n st i g st e. Schon die Ankündigung dieser Reform hat an -der Börse eine Baisse hervorgerufen. Die Durchführung dieses Gesetzes würde aber die völlige Vernichtung der Ersparnisse der Aktionäre verursachen. Man darf nicht übersehen, daß es Aktionäre gibt, die ihre Aktien vor dem Kriege oder gleich nach dem Umsturz in gutem Geld gekauft haben. Das Nominale von 3v Schillingen würde dazu führen, daß solche Aktionäre für 26 oder 50 Aktien, die sie nach dem heutigen Geldwerte um mehrere Millionen Papierkronon erstanden haben, entweder eine oder gar keim Akt,ie bekommen würden. Jetzt, wo wir eine katastrophale Wirtschaftskrise zu verzeichnen habrn, wo die Zollsrage und die der Ha>ndolSverträge noch nicht geregelt ist, wo W u ch e r z i n s e n die Industrie und den Handel belasten, in einer solchen Zeit können normale G 0 l d b i 'l a n 3 e » nicht aufge st eilt werden. Würde man sich dabei nach dem Ertrage richten, daim müßten sämtliche Aktien nullifiziert werden. Wir werden uns gegen ein Nominale von 60 Schillingen mit aller Kraft wehren und verlangen, daß dasselbe nicht höher als mit ü Schillingen festgesetzt wivd. Ans dem C,W DURCH DIE Wmm BANKENWELT WWUWWWWUWWWWMnilZ HWW ■ ... Kommanditqesellscliaft /iarnund Amarant & Co. Wlan, I. Ellsnbethstiassa 2 ßnwfcuM'-M/M "I «• Art Dorotheum - Bankabteilung Wien, I. Dorotheergasse 17 Oesterreichische Holzbank Wl«n, r. Tuchlauban 17 Tel.: 63-5-25 Serie u. 66-3-05 Tel. Adr.: „Holzages.“ Bankhaus m. Rohatyn Wien. I. Mar a Ther*slans«rasse 10 Telephon 11-4 60. 11-4-61 Wiener Handelskreditbank A.G. Wlan, I. Wlppllngersttasse 23 Telegrammadresse: .Hacredo* Telephon 64-5-65 Serie .Expositnr: I. Sohottenrintc 18 a - Telepboa 69-3-14 gleichen Grunde dürfen die Anteilscheine nur mit einem Schilling nominiert werden. Wir wenden uns auch gegen die sogenannten U m st e l l u n g s r e s e r v e n, weil dadurch ebenfalls der Mtionär arg benachteiligt wird. Die Akt-iengesellschasten werden durch diese Umstellungsresevven in die Möglichkeit versetzt, das errechnete Nominale der alten Aktien herabzmnindevn, um den Aktionären möglichst viel alte Aktien abnehmen zu können. Die Umstellungsreserve, die eine völlige Entrechtung der Aktionäre herbeisührt, ist ganz und gar überflüssig. Das Ergebnis der Gvldbi'lanzon wird sein, daß die großen Aktiengesellschaften Minderbewerlungen vornehmen und die weniger soliden betrügerische Botvertungen durchführen. Es wird folgende Resolution beschlossen: Die versammelten Aktionär^ und Sparer.Protestieren auf das• enevg§>este gegen die Schaffung eines Gesetzes über die Goldbilanzen und verlangen, daß die Gefetzwerdun-g dioscs Entwurfes bis;u einem Zeitpunkt verschoben wird, in welchem der Zinsfuß bereits ein niedriger ist und die sonstigen .Hemmungen der Produktion beseitigt sind, damit die Goldbilanzen, den wirklichen Verhältnissen entsprechend, aufgestellt werden können. Die Versammlung protestiert ferner gegen die Festsetzung des Nominales von 30 Schillingen und spricht sich dafür ans, daß das Nominal«' aus keinem Falle mchr als fünf Schillinge mr die Aktie und einen Schilling für den Anteilschein betragen darf. Die Atlivnäre und Sparer sind auch gegen die Uw-' stellungsreferven und verlangen, daß bei Bestellung von Revisoren zur Ueüerprüfnng der Eröffnungsbilanzen auch die Vertreter der Mindecheit der Aktionäre, sobald diese zehn Prozent der Aktien besitzt, herangezogen werden. Schließlich erklären die Aktionäre, daß sie den Kampf solange führen werden, bis sie eine Aeuderung jener Bestimmungen des Gesetzentwurfs erreichen, die zu einer Enteignung der Aktionär führen würden. Neue tfchecho-flowakischr Exporttarife. Aus Prag. 23. h, wird telegraphiert: 2lm 1. Februar 1925 wird der neue Exporttarif der tschecho-flowakischen Staas'bahnen in Kraft treten. Die bisherigen Ermäßigungen für Rohlon, Schieserton, roh, unverpackt, werden aufgehoben. Dafür werden Ausfuhrb e g ü n st i g u n g e n für Eisen und Stahl, Eisen- und Stahlwaren, landwirtschaftliche Maschinen, Dampfkessel, Lokomobile und Straßenwalzen neu eingeführt. Ferner werden Exportbegünftignngen zugestflnden für Pflasterstei.ne aus Ton, Schmieröl (raffiniert), Gasvl und Petroleum. Die Ermäßigungen gegenüber den bisherigen Frachisätzen hetvagen 10 bis 15 Prozent. Insolvenzen. Um die Eröffnung des Ausgleichsverfahrens haden angei'ucht: Karl Zudersky. 3. Bez., Weißgerberlände 54. Passiven 3 Milliarden Kronen, Ausgleichanbot 25 Prozent, nnd Barta, Bräu er u. Co.. 1 Bez., Adlergasse 1, Passiven 12 Milliarden Kronen, Anbat 30 Prozent. — Der Konkurs wurde eröffnet über das Vermögen des Heinrich Heller, registriert unter der Firma Iobann Haas u. Co., I. Bez., Opernrmg 7. Gem.ischtwarenhandei En.iros Straßers Monatskursiabellen der Wiener Börse erscheinen nunmehr schon im 7. Jahrgang Das vorliegende Heft cntthält nicht nur die ^Kursbewegung aller an d-r Wiener Börse notierten Effekten, sondern auch in übevsichtlicker Formt zusammengestellt die Devisen- und Ba.'ntenkurje des abgelaufenen Monats. Der dem Heft beiaefügte Bötienbericht stammt ander Feder des Börsenrates Ernst S t r a ß r. Die von der Firma Straßer u. Co., Wien, 1. Bez., Graben 17, herausge- «ebenen Monalskurstabellen stellen sweisellos einen wichtigen Mhols für die Beurteilung der Bovgänae an der Wiener Börse dar. Das Jahvcsabonnement bei rügt 50.000 K., 'das EinzellM kostet 6000 K. Die Verwendung der bevorstehenden polnischen Anleihe. Aus Warschau, 23. d., w'vd telegraphiert- Dhnisterp'-äsiident Grabski erklärte einer Abordnung von Vertretern t>u sn* dustriellen, kommerziellen und finanztellen Organisationen de- Lamdes, die ihm verschiedene Wünsche und Forderungen unterbreiteten, unter anderem, die ausländische Anleche, die demnächst zu erwarten sei, dürfe auf keinen Fall dazu dienen, üte* dürsnisse des Budgets zu decken, sondern ix:r Ertrag der Anleihe werde einzig und allein zu Investitionen venveivdet werden, deren Ertrag zur Verzinsung und Amortisierung der Anleihe dienen solle. Es handelt sich also zunächst um Investitionen in den staatüchen Unternehmungen und, durch