Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2123 (17.1.1925)
- Date
- 1925-01-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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F AK«. Gswrksg Hehn I. Hart, Gch»i eines Londoner Kantors. Die be nchmtesten Rabbiner Amerikas begannen Shre .^rrricre an dieser Synagoge, an weicher nnder anderen auch Dr. Steppen W-is« länger« Zeit tätig war. Der gegenwärtig« Ravbiner, Dr. Israel <9 0(6 ß< in, mt4 dem Schächters che n konferva riden Seminar hervorgeyangen, tzst Zionist und hat auch seine Nur 500 Famllien bestehende Gemeinde in zivntstischem Sinne beeinflußt. Diesem Einfluß entzprach auch di« Sammlung für den Keren Hajessod unter den Mitgliedern, welche 17.000 Dollar ergab: ehen-so wurden 5O.OOO Dollar für das jüdilsch- 'cheolagische Seminar in New-Dorcrußgeckracht. Zmn An denken an das HKttenarimn wurde ein Fonds von 200,000 Dollar mr Erricktrrng einer Erziehungsanstalt für unbeimiltÄte jüdische Kinder geschaffen. Re Reg« in den vereinigten Staaten. Aus New-Uork wird berichtet: Der kulturelle Fort» schritt, den die Neger im letzten Jahrzehnt trotz aller WSdsrstände gemacht haben. «st ein« der auffälligsten Erscheinungen des öffentlichen Lebens in den Bereinigten Staaten. Man kann bcockachten, d-ß List-jungen, die hier durch die Bank Neger sind, ihre freie Zeit häufig statt mit dür Lektüre von Detektivgeschichten, mit dem Studium: tarn fremden Sprachen, wissenschaftlkcheu und technischen Büchern hinlbrrngen. In einem Hause arbeitet eine fungc Negerin als Arrfwärterin ein paar stunden L.u Tage, um das Geld für ihr Medizmstudium zuiamnlenzudrmgen. In einem anderen Hause haben zwei Liftjungen ihren Dienst ausgegebcn, um sich der Zahnheilkunde zu widmen. Kurz, die Theorie von der „cnt-getorenen und nnheiVare-n Indolenz der Neger" Iaht sich schwerlich mehr halten. Bon der siomüich zahlreichen Kategorie von Schwangen, die ourch AKoholschm-ngzel und .Häusevfpekulatwn reich geworden sind mrd rn schweren, kostbaren Automobilen towch die Stadt fahren, zu schweigen. Die Bereinigteu Sraaterr beherbergen ettoa sechzehn M i lI i 0 uc it Neger, von denen mindestens fünszchn, naurerttlich die in den dichten Negerzentren des Südens wähnenden Elemente, ganz ohne Frage noch auf einer niederen ZivilifcrricrnÄstuft stehen. Man darf aber nicht übersahen, daß n? ton vor sechzig Jahren noch 0$fot>cn waren, und daß der freien Entfaltung der Neger hierzulande die, größtem Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden. Der Schwarze ist ein Paria. In den Si'iAstacrten darf er sich nicht sin selben Raum mit den Weißen aufhalten. Straßenbahnen rmd Ersenbahnzüge hoben getrennte Abteile für Weiße und Schoayze. Auch flu Norden, wo diese Trenmmg nicht so weit drrrchgeflrhrt wird, wohnen Neger und Weiße nie in einem Haufe zusammen. Ja, ganze Häuferblocke sind entwertet, wenn sich auch nur eine Negerfamilie in der Nachbarschaft anstetolt. Mit ga iz wenigen Ausnahmen gibt es auch keine gemischten Schulen.. Um w bemerkenswerter ist der kulturelle Fortschritt, den die Neger in dem letzten Jahrzehnt trotz aller Widerstande der weißen Bevölkerung gemacht haben. Das Hcmpwerdrenst an den Fortschritten gehört der Scciery for che Advancemen, of cölored People, die sich aus kleinen Anfängen zu * einer gewaltigen wird emifbnßrcich?n Negerorganifation entwickelt hat. Negevschulerr und Ne ge r um rve vsi täten find begründet worden. Die Schwarzen höben eine ganze Anzahl von Genossenschaften entwickel:. Es gibt schwarze Konsum- und Baugenossenschaften — Hcrels für Neger guti» ans genossenschaftlicher Besitz errichtet worden —und alle diese Zellen eines nationalen EigenMcnZ prosperieren. Sogar Nogerbanken haben sich als lebensmb koittnrrenzsähig erwiesen. Besondere Erfolge haben die Neger in den letzten Jahren aus dem Gebiete des Versicherungswesens gemacht. Bis vor süns J-a'hven gab es nur erwa ein Dutzerkd schwarzer Devsicher-ungsgosellschasten, die ihren Sitz ausschließlich im Süden hatten. Die N-ogevpogvome im Jahre 1919 m Chikago brachten Frank L. Gillespi«, einen untergeordneten schwarzen Angestellten in einer Shikagoer Grundftücksmaklersivma, aus den Gedanken, daß auch im Nor- Xu der Boden bereit sei für eine Ncgerversicherungsgesellschast. & Hane unendliche Mühe, die 100.000 Dollar zchmrrmnzubringen, die im Staate Jllionis das gesetzlich sestgelegte Äindesrgrnndkapital einer BersicheMTv-ssgesellschast sind. Es dauerlr über ein Jahr, bis er dieses Grundkapital beisammen hatte, dann aber ging es mii Riesenschritten bergauf. Heute verfügt die Liberty Life Insurance Conipany über 6,000.000 Dollar, hat ein eigenes schönes Gdbäude in Ehikago, Zweignietorla,fugen in vier Staaten und beschäftigt 650 Angestellte, natürlich ausschließlich Neger. Wien, 17. Jänner. , * Das Wetter. Die allgemeine Wetterlage ist unvernn'SLrt und spricht flir eine Weitertoruer des milden und trockenen Charakters Die Voraussage msldet: Witterunoscharakter nrcht wesentlich verändert., vereinzelt leichte Niederschläge, wahrscheinlich Ternperaturen über 0 Grad. ' * Der Mann ohne Gedächtnis. Der Mann, der, wie brachtet, am 11. d. um halb 4 Uhr früh Ecke der Schüttafftraße uu> .Helenewaafse betäubt ausiovlnuden wurde, befindet sich seit gestern zur Beobachtung der psychiatrischen Klinik. Die Losung der Frage, ob tatsächlich ein Raubansall vorliegt, oder ob die Erzählung darüber eine Erfindung des Mannes ist, ist noch immer nicht geklärt. Auffällig ist. daß sich bisher niemand gemeldet hat. der den angeblichen Radler vermißt. * Das Sekretariat, für jüdisches Jugenborganifationswest» in Oesterreich ersucht alle fndnchen Jugendomanisationen, Jugendvereine, Mgendsektionen. ihm ihre Adresse bekannt« zllge'ben. damit s« sowohl an den durch das BÄrotariat gewährten Begümstigungen teiinehmen alls auch von den Sitzm:- ttc-n des Jugendveiraier verständigt werden können. 5stder .flkgendgru-ppe wird ein Fragebogen übersandt, von welchem 7-e Uwfmiym, bezichungSwesie Regrstrievuna beim Sekretariat -ohängig gemacht wird. Mündliche AuSSimfte werden in der ^prechstmwe Samstag um 5 bis halb 7 Ähr, 1. Vez., Seiten. - '-.cugasse 4, 2. Stock, erteilt. * VaMstinaexknrston des Wettverbcmdeder jüdischen A«. tontenschast. Bon der Leitung tor PalästmaeMrswu des Wettverbcmdes der Mischen Studentenschaft wird wnf mitgerM, toß die Preise vor Schiffskarten für die Erchttston Hoi der Linie MesiogeneS Maritime« (AbfahrtShastm Marseille), engl. Mkener Mvraen.lelirtnst. Pfund 6.— beirageu. Bei der Linie Ltoyd Triest'.uo delräat .der SchMkarirnpreiS 7,5.— engl. Pfund. Die Preise der beiden Linien verste.peu sich für die nud Rückreise. * Wiedereröffnung der jüdischen Spitals in Kralan. Aus Krakau wirb uns berichtet: Vorigen Sonntag fand hier die feierliche WiedererMnung des Milchen Svi^als. dar stit zehn Jahren der Verwaltung der jüdischen Oiemeinde entzoam war. statt. Die Feier wurde im Sinne eines besondererc Beschlusses des Knltusvovstandes als intime -Hausseier in Anwesenhoit d,'r Spitalsärfle, der O^meindeöcamtcn und eines kleinen Kreises geladener Gäste abgebalteu. KultuSpräsidcut Dr R. Landau gedachte in seiner Erö^nmnasred.' der irngeheuren SchwierWeiteN die sich der Wiei^rherstelluilg nutz Erössnung des Spitals entrgegenstellten und sprach allen Faltorm des Staates, der Stadt, besonders aber den Brüder- : Amerika und dem Joint den Dank ml§. V-vpräi'^ttl Dokwr F i f ch-l 0 w c tz hielt einen kurzen lehrreichen Vortrag über die Entwicklung des Mitgefühls kür Krair-le und Hilflose bei den Juden und den anderen Völkern. Er teilte mit, daß auf Beschluß des Kultust^orstaudes ein Krankensaal des Spitals für alle Zeiten den Namen ,.Dr -Rasael-Landan-Saal^ tragen werde. Der Beschluß, in der .Hallie des Krankenilmuses eine Büste Dr. Landaus auf^osrellen, konnte infolge des Widerstandes der orthodoxen Rabbiner nicht durchgesi'chrt werden Namens ^r AnstaltSörtte furack Doktor S t ahr. der einen historischen Rückblick aus das indische Dvitalswelsen in Krakau warf und hervarhab. daß schon der aste polnische Historiker D l u g a s z ein jüdisches Spital erwähnt, daS rm 16. Jahrhundert in der St.-Annagafse in Krakau bestanden hat. * 80 Jahre jüdisches Taukstummeninstitut. Das Allge- Uleirre österreichische israelitische Taubstlnumeninstitut. das am 1. November 1844 von den: Kaufmann Hirsch K oll i sch in Nitolslburg gegrimdet würbe, rüstet mr Feier seines 80jöihri- «n Bestandes. Hierzu hat sich ein FOkomitee, gebildet. Heute Smnstag um st llihr vormÄtags findet vm. Gemeintolampel rn der Tempelgasse ein F e st g 0 t t e s d i e n st statt. Die Predigt hält Rabbiner Dr. Grünwald. Sonntag den 18. d. um halb 11 Uhr vormittags erfolgt im Institutsgevmche, 3. Bez., Juchgasse 22, die Hanptseier. Montag dm 19. d. um 4 Uhr nachmittags wird dase-W ein Kinderfest aibgshalte-n. * „Die Jagd um die Welt" im Zirkus Hagen'beck, das grandiose Manegeschaustück von Siegfried B. Lutz, welches allaberidlich beispiellosen Erfolg erringt, blerbt nur noch wenige Tage aus dem Spielplan. Die Revue gelangt ausnahmsweise auch morgen in der Nachmittagsvorstellmrg zur NuWihruug. * Großer Einbruch in Salzburg. Aus Salzburg wird berichtet, daß in der Nacht zum 14. d. Einbrecher das Wohnhaus des vovncailigen Statthalters in Qberösterreich. Erasmus Handei-Ma.zjzctti, heimgolucht haben. Sie stahlen Schmuck rm Werte von m^hr Äs einer Milliarde. * Die Lebensmüden. Gestern unchmittags hat sich der 48jährige Tapezierer Gottlieb B l a w i n e k inr Hause. Döblinger Hauptstraße 73, erhängt. Das Motiv dürfte Krankheit gewesen sein. — Der 4(^ährige Kausmann Alexander S. bat Donnerstag abends in seiner Wohnung, 2. Bez., Leopolds,qasse, einen Solbstmordversuch unternonmien. Er batte zuvor mit seiner Frau eine Auseinandersetzung urrd wurde derart heftig, vaß die Frau zum nahogelogenen Kommiffariat um Hilse ging. In der Zwischemeit verbarrikadierte s'ch S. in der Wohnung. Man fand schließlich den Man im Badezimmer in der halbgeifüllten Bade-ranne sitzend und Ni offenem Gashahn des Badeofens mit nur geringen Zeichen einer Vergiftung. Er wurde von der Rettungsgesellschoft in das Svital.gebracht. — Ans einer Bank im Kinderpark fitzend, wurden gestern nachts zwei jume Burschen mit Anzeichen einer Vergiftung anfgcfunden Die RettungsgSseMchast, stellte fest, daß sie Lysol genommert haben Sie sind der LOjArige Josef Seidl und der 17j8hrige Sebastian R.. Kvei HLfsarbeiter. Sie haben die Tat tvogen Arbeitslosigkeit bedangen. — Der 26jährige Schuh- Machevgehiffe Leopold M. nahm gestern früh gegen 5 llbr bei der Heimkehr in seine Wohnung ein betäubend-s Gift und stürzte bewußtlos zusammen. Die RettnngsgcsMHcist brachte ihn in das Spital. * Der Freurw des ermordeten Fleischmann. Wie berichtet, wurde bei Turin der Wiener Kausmann Leopold Fseischmann vor kurzem durch Dolchstiche von unbekannten Tätern ermordet. Es wurde erhoben, daß Fleischmann mit dom 34jährigen Posten losen Vertreter Mickrael K a tz m a n n zu SinseropÄ geboren, früher in Gosckästöveßbindung gestanden ist. Nun tourde Katzmann am 13. d. hier ausgofovicht. Ueber Fleischmann konnte er deshalb keinen Ausschluß geben, weil er schon feit Monaten nicht mit ihm zrisamntengekommen war. Dagegen stellte sich heraus, daß er pwgen verschiedener Deruntreunngen gesucht wird. Er wurde dem Landcsgerichte eingÄie-fert. * Der Arierparagraph oder dauernde Dankbarkeit. Wir lesen im „Prager Ta Matt": In der Mödliiigerhütte ainf dom Reichenstem ist eine Gedenktafel angebracht, m»f der zu lesen stciht: In dauernder Dankbarkeit nennen wir hier Äs Spender von Einrichtungsgegenständeti die Herrelt: H. Hirsch, Kleiner und Fleischmann, I. Kollmann, I. Ziminermamr. Die Sektion des Dontschen und Oesterreich sichen Mpenvereins. Einige Zoll darunter bängt eine TafÄ -mit folgender Ausschrift: Juden und Mitglioder des Vereins Donaul a n d find hier nicht erwünscht. * „Stern im Osten". In der austrÄsicherl Kircheniekie „Stern im Osten" ist eilt Prophet ausgostauden, der den Welt-. Untergang und die Wiederkehr Ehr ist i für unmädteibbar bovorsteheuid erklärt. Er hat einen uTif?d)>cnrett Anhang gefunden. Die Sektcumitchieder sind der fasten Ueibet-zeugung, daß Ghrsitus in Menschengestalt erscheinen werde, und zwar in Melmoras bei Sydney, dem Haupivrt der Sekte. In Erwartu"g dessen hüben sie mit esirenl Kostenauifwand von 12 000 Pftmd Sterling ein riesiges Amphitheater errichtet, das ihnen zunächst als Stätte für ihre Massenandachten dient. * Die Heilige. Wie eine Novelle von Balzac mutet das folgende, hier nur kn-app fikWierte A-denteuer einer Pariser „Dame .der Gesellschaft" an. Dieser ettvas angejahrtem und allmählich wohl mich ein'bißcben blasiert geü ordeuen Dmne, Witwe eines Generäls und Besitzerin eines großen Vermögens, konnten die Männer ihrer Umgebung nichts Neues mehr geben. Sie beschloß deshalb, nach Spanien zu reifen, um dort die Belkanntschast eft'.es „ebenso lfchönen wie tenvpcramemvolleu" Ränberhauptmanns zu machen, dessen Ruhm bereits bis nach Paris gedrungen war. Da oovlicibte Leute immer Glück haben, begegnete die verwitwet^ Generali n sehr bald dem Gegenstand ihrer Sohnsncht. Der trat ihr mit vorgchalteinent Revolver entgegen und verlangte ein Loseigald von 20.000 Peseten. Er hatte sie richtig cingcfchatzt. Die torntcnerlnstige Dame rvar nicht im gc-ringsten verlegen, erklärte, kein 17. Jänner 1925 Nr. SM zlr >one und cmflNig, ordentlicher Mensch werden. Er ging nach Granada ümd nahm eine Stellung als Frentdenfich'.er' in den Bergen an. eie er so aut kannte. Jetzt, da die Geschichte Wiede« all» hi/OkO y.i werden begann, da der Rchrbevhanptmann ein Ai'au.n war, wie so viele andere, fing cr an, die Frau Generolin z» langweilen. Sie verließ ihn mw ging wieder tu die Berge, tvv es nocli nrebr Räuber „zn bekobren" gab. Da- Köstlichste an dieser Geichichte aber ist der Umstand, daß die BevREening des vwl dem Räuber frühe-r beimgesuchten Landstrichs, die von seiner Liebe zu der hochsleheuden Pariser Dame erfuhr, die-e nun als — Heilige verehrte, denn die Diebstcüh'e nnd wnsiisien Untaten batten m dem Augenblick aufgehört, als vvr Räuber „bekehrt" tvovden war. Woraus leichtfert'ge Gemüter ve.'Ul>u'tlich die Lcbre ziehen werden, daß mau darchmrs nickt iurulcr nur das Gute zu wollen brauche, um das Gute auch wirklich zu schaffen. * Der pliuktlicke Steuerzahser. Nickt ohne eine Crwübnnilg in dar Weltgeschichte dar? der mn'sterhaste StacvtHbürger Do'ma n skr bleiiben, von dessen verblüffender Tat .Slorvo Polskie" berichtet. Mnnr verninnnlt, daß d'«cscr Domauski dieser Tage der Lodzer Steuerbehörde emen Brief geschickt bat, in dem 500 Zloty lagen — die Einkoinmersten-cr des Pan Tomauski für das Jahr 1924. Was ist daran Bemerkenswertes, wenn einer der Stouerbehönde seine Einkonvmenstsiwr ickickt? Mm, diesem Herrn DomanSki war aber niemals eine Siuorrorschrevbuug zldgcstellt worden! Und wavum nicht? Die Behörden bannten die Advesse dieses Herrn Domanskr nicht lmd kemwn sie heute noch nicht, obwohl sie intensiv genug WÜnsck-en, sic su kennen. Sie möch'eu sehr gern mit ihm in 'dcnrernde Verbinduna treten — dieser nvusterhaftc Staatsbürger und DlenovzoUer bezicht feiu^ steuerpflichtiges Einkommen nämlich aens dom Berus eines Räuberbauptm a u ir s. Seit zwei Jahren macht er halb Polen unsicher, er hat zahllose Nebcrfälle, tvöhl auch Morde aus seinem Gewissen — aber een Gewissen hat er, das beweist seine wirklich tadellose St-euorenoral. Daß DomanSki durch Nichtbezahlung seiner Einkominr'-storrer den Staat bestiohlt, läßt er sich nicht vor werfen! Die Psitvle in seiner Faust urrd die Stouerquittung an einem patriotischen Herzen, schlägt sich dieser neue Rinaldiur durchs Leben. * Radio im Dienste der Justiz. Wi e die New-Yorker Zeitungen mittesien. wuvde der Radioslmffpruch in den letzten Tagen mit Erfolg in den Dienst der Justizbehörden gc-stellt. In ein Spital in C h i k a g 0 wurde eine Frau Charlotte Mac Gnire mit schweren Lähm>ungser!scheinnngen eingeliofort, als der»'« Folge bei der Kranken sich ein völliger Gedächtnisschwund zeigte. Die Patientin erinnerte sich nicht an ihren eigenen Naineu und harte mrch keinerlei Papiere bei sich, aus denen ihre Identität festgestellt worden konnte. Das Spital ersuchte daraus die Justizbehörden, die Geschichte der Frau Mac Gmre durch Nadioftmkffpvnch zu verbreiten. Dies geschab und schon wenige Stunden später kam aus St. Louis eine Antwort, aus Grund welcher es ruöylich wurde, die Identität der Patientin feftzustellen und sie mit ihren Angohörrgen M Vertbindnng zu bringen. * Eine Radioquelle bei Proßnitz. Professor Dr. Svaeek hat, wie die „Prager Presse" meldet, in der Nähe von Pro ßn itz eine Mineralquelle entdeck:, die starke Radioaktivität auiswcist und mSbesondere für Magenleiden in Betracht konmrt. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltliche * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bcz., Reindorsgasse iS, Tel. 83-4-01. * Aerztliche Nachricht. Dr. Werdisheim, langsähriger Arzt aus Gleichenbcrg (für Atmungsevkrankungen). ist bis 14. März d. I. täglich von 2 bis 4 Uhr zu sprechen: 8. Bez.« Laudongasse 12-12. Dereive, Vorttiige «nd Versammlungen. Zionistische Bezirkrsektion Leopold» st a d t. Heute, 7 Uhr abends. 2. Bez.. ZirkuSgaffe 83. 1. Stock, ordentliche Generalversammlung. - ZionistilcheJugendgruppe Leopold st ad t. Morgen, 10 Ubr vormittags, 2. Bez., ZirkuSgasse 33, Mitgliederzusammenkunft, 7 Uhr abends, ebendort, Heimabend. — Zionistische Sektion Prater, 2. Bez„ Jungstraße 8. Morgen. 7 Uhr abends. Heimabend r Gedenkfeier für Mendele Mocker Sforim CI. Iahrzeit>. Gedenkrede r Dr. S. F i « k e l st e i «. Anschließend künstlerisches Programm. Dienstag, 8 Uhr abends, Geschichte des Zionismus: Tr. N. M. G e l b e r. — Zionistische Beztrkssektion Landstraße — Bund jüdischer Jungwanderer. Morgen. 1fill Ubr vormittags, im Vortragssaale des Cafe.Lovrcma, 3. Bez., Löwengasse 36, ein Lichtbildervortrag : „Unser Sommerlager 1924". — Z i 0 n i» stische BezirkSsektion Alsergrund. .Montag, 8 Uhr abends, im ^afä Mettovole. 9. Bez., Berggasse 33, Vortrag Direktor Dr. Viktor Kellner über die Bedeutung der hebräischen Sprache für die Erziehung des jüdischen Kindes. Sonntag, 2b. d.. Voll Ubr vormittags, Vorführung des neuen Palästinafilms im Heimatktno, 9. Be,.. Porzellangasse 19. Karteuvorverkauf bei der Firnra Ernst Bella!, 1. Bez., Werdertorgasse 14, und abends zwischen 6 und 7 Uhr in der Bezirkslektion. 9. Bez>. Liechtensteinstraße 11/13. — Z i 0 n i st t s ch e Kulturgruppe XX, Karl-Meißl-Straße h/L Heute, 4 Uhr nachmittags, Seminar über Palästinakuude. Leitung: Dr Leo G v l db a ni m e r. Um 6 Uhr Referat Sandbank, anschließend Diskussion. Um V28 Ubr Referat eine? Delegierten der Freien jüdischen Volksbühne über das zukünftige jüdische Theater in Wien. Gäste willkommen. — WienerBetd-Ha Midrasch, 2. Bez.. Ferdinandsstraße 23. Heute, 3 Ubr nachmittags, Vortrag de« Lektors Dr. S. Rubin: „Der nationale Gedanke bet Jakob und Joief — B e t b » H a m i d r a s ch, 3. Bez., Hetzgasse 40. Morgen. 6 Uhr abends, Vortrag B. Jahr: „Die ersten Tanaiten nach der Zerstörung des jüdischeit Reiches". — Ingendgruvve der Z i 0 n i sti s ch e n S e k t i 0 n Z tv i s ch e n b r ü ck e n. Heute, 4 Uhr nackmittags, Vorlesung des Herrn Singer von der Jugendgruppe Prater. Um b llhr Fortsetzung de« Geschichtskurses unter Leitung des Herrrr U ng - r f e l d. Alle Angemeldeten müssen unbedingt erscheinen. Um "M r Mitgliederversammlung mit dringender Tagesordnung. — Va nt a n i t ä r e r G e s e l l i g keitS v e r e t n G e g e ufettige Hilfe. Heute, 8 Uhr abends, Vortragsabend in unserem VereiuSheim, Restanration Zitahof (OpoczynSki). 7. Bez.. Marinhilsersttaßö 88». Prof. A. Schwertfinger: „Das rnoialsche Gesetz"; Mister Henry. Bauchredner. — Z e i r e Dt i s r a ch i. Heute, 7 Uhr abends, Vortrag Dr. Robert Weiß: „Revolution und Evolution". — Sephardischakademischer Verein E s v e r a u 3 rt, W i e u. Heute, 8 Uhr abends, im Vereinslokale. 2. Bez.. tltovaragasse 27, Diskuifionsabend über d>e Aufgaben des ersten fepbardischen Weltkongresses. Urn pünktliches Erscheinen aller Mitglieder wird ersucht. Jüdisch-akademischer Juristenverein« In Ansfuhruna einer aus Nech^anwaliskvcifezt erfolgicu Anregung, eineA Scuiorcnverband des Jüdisch-akad.rniiich >, Juristenvereines zü grünton. versa-nnnett sich am Sonniag V.in 18. d. sin Ense Sll.d^ ark, Parkring 2. ein Kreis Wiener Rech sanwalre zu einer Besprechnitg. Alle Bcrnfsinristcn. die an dieier Institution Jnreresse nehmen, iv-erden ersucht, zu cnickieinen oder ihre Ädressc-u dem Sekretariat tos Jüto'ch^akaoemsichen Juristen- Vereins, L. Bcz., Taborstratze 1» »ekannchdgobsn