Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2123 (17.1.1925)
- Date
- 1925-01-17
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. S1S3 Wim. Wiener MorAenzeitun«. Bühne und Kunst. Petöfi-Aben». Willy Neumann-Ndrdlingen hat schon seine Gemeinde und es ist löblich daß ihn der Vorzug, über eine Gefolgschaft empfänglicher, unbedingt beifaNsfrend'ger Hörer zu verfügen, nicht verwöhnt, sondern verpflichtet. Er wicht sich ernstlich um di« stilvolle und einheitliche Formung seiner Vortragsabende. Gestern brachte er Alexander P e t ö f i durch eine sorgliche, klug gestufte Auswahl seiner Gedichte in Erinnerung. Uns scheint Herr Noninairn Nörolingcn ein mit Unrecht an -den Bortragstisch gefesselter Schauspieler zn sein. Charakterstücke, Monologe, die der Szene entbehren können, geraten ihm daher anr besten (ganz hervorragend Petösis „Der Wahnsinniges, und er täte gut daran, sich auf dieses Fach zn beschränken. Ansonsten verleitet ihn sein prachtvolles, gefügiges Organ dazu, weit mehr dem Wählt!ang der Stimme als der Dichtung zn dienen. Wenn man Lyrit'a „schmettert", werten Liebesschwüre -nur Lippenbekenntnis. Freihcitslieder zu fragwürdigen Tiradcn, man muß mit hochgcworfencn Armen unterstreichen, was nicht aus tiefster Brust, sondern bloß aus dem Gehege der Zähne kommt, und — man bezieht den Titel der Gedichte in die Deklamation ein. Bis der begabte, sehr wertvolle Künstler spezialisiert ist, wird die Fronde an seinen Gaben ungemischt sein. O. A. Au« den Theatern. Burgtheater. Morgen, 2 Uhr nachmittags, „T e r A l p e n k ö n i g u n d d e r M e n s ch e n f e i n d". Abends „Die fünf F r a n k f « x t c r". Die Erstauffiwrmn der Neuinszenierung von SbakespeareS „E itrSo in m ernacht Sträum" findet in den lebteck Iännertagen statt. Anfangs Februar beginnen die Proben zu Ibsens „Peer G n u t". der in der neuen Uebersetzung Ludwig Fuldas zur Anfsübrnng gelangt. Tie Regie führt Herr Heine, den Peer Gnnt spielt Herr Treßler. Akademietheater. Morgen, li llbr rrachnntlaas. „G artender I n a e n d" von TbaddäuS Rittner. Abends „B u n b u r l)H von Oskar Wilde. Sonntag den 25 d. wirb „DerKramvus" von Hermann Babr wieder in den Suielvlan ausgenommen. Die Titelrolle spielt znm ersten Male Herr T b a l l e r. Als nächste Neuheit gebt noch im Jänner das Lust-, spiel „V o r d e m S ü n d e n f a l l" von Marco Brocmer in Szene. StaatSoper. Morgen, L Uhr. ,.D i e W a! I ü v e" Montag „F reund Fritz" von Pietro Mascagni. Musikalische Leitung Herr Pietro Mascagni. V o l k s o v e r. Heute „F l e d e r m a « s". Morgerc nachmittags „Cavalleria r u st i c a n a" und „D e r Bajazzo". Abends „Z i g e u n e r b a r o n". ' Deutsche? P o l k s t b e a 1 e r. Freitag, 23. d., neuem studiert, Schillers „Jungfrau von Orlean s". Carl-Theater. Heute und morgen abends „D e r R a st e l b i n d e r". Sonntag. 3 llbr nachniittags, geht „D i e T i p p m a m s e l 1" in Szene. Ab Montag täglich „D i e T i p v m a m s e l l". R e n a i s s a n e e b ü ü n e. Dienstag Premiere von Max R r o d s Schauspiel „Prozeß B u n t e r b a r t". Neue Wiener Bübne. Samstag den 24. d.. V28 Uhr abends, findet das erste Gastspiel deS Theatre Pitoöff statt. Zur Aufführung gelangt „Henri IV." von Lnigi Pirandello. 66 verein Freie Jüdische Volksbühne. I. Bemerqassfl 11 »Die gildene Pawe Morgen Sonntag den 18. Jänner, halb 3 Uhr nachmittags Das neue Programm: Bath»Schewa von D. Pinski — Olf’n Prlpetschlk — Die drei Nejturas — Schabbes bei Nacht — Belm Rebben II — Aw» remete Melamed — KasryievvBce von Sch. Alejchem Karten bei Löwit, Aida, Rotenturmbasar und an der Kasse. I. Riemergasse 11 Rene Bemühungen um Richard Strauß. Zu den Verhandlangen des Unterrichtsministerz erfahren wir, daß die in zirka 14 Tagen statlfinöende persönliche Aussprache zwischen dtwr UnitcrrichtÄninistor "und Richard Strauß darauf aibzielen wird, eine Möglichkeit zu finden, Strauß dauernd für Wien zu gewinnen, ohne daß hierbei eine Tätigkeit an ^cr Oper oder alz Gmeralmnsikdirektor unerläßliche Voraussetzung wäre. Minister Dr. Schneider will nichts unversucht lassen, was einen günstigerr Abschluß der Verhandlungen hcvbeisühren könnte. ' MaSeagni lm Bürgerthealer. Pietro Mascagni nimmt regelmäßigen Anteil an den Proben seines Werkes „Jan die Dame von den FolieS-Bcrgeres", die im Bürgercheater stattfinden, und gelangt daS Werk omt 24. d. um 7 Uhr abends zur Uraufführung. Der Komponist wird die ersten Vorstellungen selbst dirigieren. Franz Werfel untemimmt, wie wir erfahren, eine Studienreise nach Erez Israel. Ti« jüdische- Theater für Warschau. Eine Gssellscha-ft Warschauer und amerikanischer Kapitalisten bat, wie I. T. A. 'berichtet, die Errichtung eines modernen Gebäudes für daS jüdische Me ater beschlossen. Im Zusammenhang mit diesem Projekt ist der bekannte amerffanffchjüdische Schanipieler PoaS Jong in Warschau eingetroffen. Der fruchtbar« D'Annunzio. Gabriel D'An.r.unio fft jetzt wieeer ganz der künstlerischen Produktion ergciben. Er arbeitet gegenwärtig an vier nvuen Büchern. Zwei davon bilden den weiten und dritten Band zu sekrr'm Werke „Faoille des maglio", oie demnächst erschein-'« werden. Das dritte Buch f>a.‘ den TI.el „Die Wachsfigur" und geht bereits seiner Vollendung entgegen. Das vierte heißt „Buonarroti" Dieser letztgenannte Nivinan scheint auf ein Erleibnis mrückzwonhen. das D'Annunzio vor einiger Zeit hatte. Der Dichter traf in Portofecraw eine alle Arbeirenn, die ihm im Verlauf des Gespräches gestand, von MickUangelo Buonarroti abzustaminen. Vkgc» di« jüdische» Mustkdirigenten. Die „Deutsche Zulu:,g". ein Berliner Haken-kreuzovgan. führt bew?.,pe Klage darüber, das Deutschlands hervorragendste Dingen re»i Juden feien. Man dürfe es in Zuknni' nicht wlassen, daß die Musitpflege jüdischen Dirigenten wie Furtw ü n g l i v. Bruno Walter, Erich Kleide r, Otto K l e ui* perer, Ler Blech, überantwortet werde. Hinaus mit ihnen, ,-damit nicht die Inden geistigen B'sitz der Deutschen verwalten und?i/n nach ihrer Weise uindenten". Dse Auichhlimg des deutschvölkischen Organs ist unvollständig. Sie muß durch eine Mitteilungen ans dem Publikum. Ganz Europa trinkt Tee *0\ Mtssotzkp Moskau Gegr. 18-t9 Reche von Nainen.da runter Brecher, Ochs, Pollak, U11 gar ergänzt werden, von anderen überaus tüchtigen jüdisch«'» Sachwaltern der Tonkunst nicht zu sprechen. Ob die Entfernung dieser botbbe>aaben mrd verantwortinngsvollen Dirigenten der Kunstübrr-ng in Tenlschlaivd Vorteil brächt«, würde selbst der Antisemii Richard Wagner, wenn er noch lebte, lehr bezweifln. Er selbst hat ja den jüdi'ckren Dirigenten Levy ans erwählt, seinen „Parsifal" bei der Uraufführung zu dirigieren. Pflege jüdischer Musik in Rußland. In der Sowjetunion haben stch unter der Führung von Ä n e 1 s i n nv.d K r c i n eine Anzahl bekannter jüdischer Komponisten vu eurer n c it.n 3(1)111: '.usantineugr'chwssru. welche. jü-dfiche Nastmtalmusik pslea-en will. Der,«:.' gehr de« sehnlichste Wunsch des berühmten russischen Tcuoichw er. R r in s k y - K 0 e s 2 k 0 w der Erfüllung erup««n, der die Verrvertnug des reichen indischen Nationalneew-e für die Tondichtung forderte. Radio-Eaion der ..Wiener MorgenzeNnna" im „Hans der Dam e" Ergon A.-G., 1. Bc;.. Schwedenplatz 1. Vorjnhrnng der Wiener Sendung täglich von U bis t Uhr mittags und von 4 bis t» Uhr nachnrittagv. 6 i ntritt frei. Kein K a n f z w a n g. V t r* kauf erstklassiger Radio- A v v a r a t e und --Bestandteile. Nadioprogramm für heute: st llbr stüb: Marktberichte. — 11 bis 1 Uhr: Boriilittags-- konzert. -- '/.,4 Ubr: Schlnßkrme der Wiener Börse. — 4 bis 6 Ubr: Konzert Silving. — 6 bis 8 Uhr: UI. Zhklus: „Das deutsche Lied. — 8 Ubr: Konzert des Frauen°Symphonieorchesters. — 10 Uhr: Tanzmusik. Gerisitssaal. Rohe Zwiebeln als Scheidungsgrund. Fran Margarete B >r u n n c r. eine vermögende Ei-nwolzneriin der Stadt Los Angeles in Kallifornreu. harre das Bedürfnis, sich von. ihrem Atanu scheiden zu lassen und verfiel dabei, wi-e die Blät.'er berichten, ans einen zieinlich unye>wL>h»Mcherr S<hcrdu'N-gsgvund. Sie führte nämlich in der Scheidungsklage als Ursache ihrer unüberwi-ndlichen Abneigung gegen Mr. Brunner an, daß ihr Gat>re die Gvwohnherr ha«be, täglich «xmn Fvühjsdück ein Dutzend rohe Zwivbelu zu essen. Unmittelbar nach diss-sm Frühstück pflege Herr Brunner seine Frau hostig auf den Douin-d z -u küsse n. Dar Gerichtshof von Los Angeles verschloß sich diesem Argwment nicht rrnd gab dmn Scherdmogsbego'hren der Frau Margarete Brunner statt. Der Mord in der Florianigasse. Der Verteidiger des wegen Raubmordes an dom Mechanrker Pacholik zu acht Jahren schweren Kedkers vevurteilten Lehrlings Johann B r z 0b o h a t h, Dr. Ignaz Kurt RoseirfÄd, hat die Nicht: gkeitsbeschwerde und die Berufung gepen das Urteil eingebracht. Joihann Br^obobatp befindet sich »roch im Laudesgovicht nnd verbringt seiue Zeit mit Ma-lvreien. Einbruch im Musikerverband. Am 30. Oktober .1904 wurde bei dem Aluistkerverbaud eingvbrochen uud die Täter DLax C b i n i und Josef Steiner anr Tatort« verhaftet. Chini gestand, daß er von dem 21jährigen GMatzbeiter Max M a n j u r a zu den: Diebstahl anaestiftet worden sei. Dtau-jura wohnt bei der Hausbesorgerin Schrpauy als Bettgeihcr und hatte sich offenbar van den Schlüsseln zur Kanzlei des MufAsrverbandes, >die in Verwahrung der Hausbesorgerrn waren, Mdvücke gemacht. Chini uud Steiner hatten während der Nacht te: Kassen sowie alle Schveibrische in der Kanzlei des Berndes evbrochen und 35.621.381 K. und fremde Valuten im Werte van mehr als drei Millionen entwendet. Der Gerichtshof evkannte gestern alle drei Angeklagten schuldig unib vorurteilte den Vlax Chini und den Josef Steiner zu je vre i Jahren, den Manjura zu zwei Jahren schweren Korkers. Ter Herr „Bezirksrichter". Bor dom Dozinksrichter Dr. Straß er, Bezirksgericht 1, hatte sich gestern der ehemalige Offizial des Patentauües, . Robert G., wegen einer unter eigenartigen Umständen erfolgten Anmaßung eine- Anttscha-ratters zu verantworten. Nach Inhalt einer pvkir-effichen Anzeige ha-tte der Beschuldigte, der im Ddävz Voviaen Jahres ahgebaut worden war. sich einige Zeit später den Titel eines B«- zivkAnchters von Schwechat be>gelegt rmtz hatte stch speziell m einem Gasthaus, in dam er als Stanmngcrst verkehrte, ÄS BazirkSrichtor von Schwechat dm, Wirtsleuten und anderen Gäjten vorgcstellt. Werm er am Abertd einmal -ruSgeblkeben war, so «vzählte er am nächsten Tage, daß vr nicht abkvmmen konnte, weil er sehr viele Strasperhandilnugen erledigen ,rmßte. Unter dem Titel eines BeziMrichters hatte der Beschlvvdigte arrch von >dem Sühne der WivtÄloute ein Darlehen ausgenolmmen, welches er erst nach energischer Mahnung zuvückgozcchlt hatte. In der gestern durchgüsÄhrten Becharchlkung erklärt« Vor Verteidiger des nichttvschienawn Angeklagten, daß sein Klient, näächem er vbaübailt worden war. durch Verwendung de- BuirdesininiksterS S ch ü r f f >cvl§ Kaugleidirektor in der Dtrafabtoilung des Be» givksgerichteS Schwechat kommen und dieife Stelle bereits am 1. Juni vorigen Jahres anireten sollte. Nachträglich sei jedoch vom Bundeskanzleramt diele Ernermmtg mckgängig gemacht worden. Der Angeklagte halbe sich, um vielleicht m renommieren, als Kauzleidirektor des Bezirksgerichtes Schwechat Bekannten gegenüber -vorgesstellt, iedoch nicht alz Bezivksrichtsr. Tatsächlich sei der Angeslagt« öffentlicher Beaanler gswefen und es sei gewiß keine Anmaßumg eines Amtscharäkters, wenn zn»n Bersviol ein Bezirksrichter sich als LandeSgerichtspat oder auch Ms .Hosrat vorstelle. Der alS Zeuge vernommvne Kellner Franz Keck erklärte, daß der Angeklagte fM> int Gasthaus als Bezirksrichter ausgogeben ,md einmal die Autffovvermtg. mit einen: anderen Gast st: schnapsen, entrüstet zurückgSwiesen habe mir dem Bemerken, daß er als Bezirksrichter in einem Gasthanse doch nicht schuapstu könne. Einmal hübe sich der Angeklagte auch in einer Umsorm, einer Mus« mit violetten Arvfschlägen und zwei goldenen Rosetten, Photogrozchiereu lassen. Der R'chter verurteilte den AngeUagten nr einer Geldstrafe von 150.000 K., eventuell zu 18 Dtmrden Arrest. 17. Jänner im Selk % Loüswirt. Sa» SchWal der veke-eatwurftr Sb« die «olvbilanzea. Die Vorschläge der Börsenkammer. Geft'.'-rn hat dir Börsenkaurmer ihr« Vorschläge zu d.u Aenderungen des Gesetzes über di« Goldbil-anzen veröffentlicht. Der Vorschlag ist zieinlich umfangreich und bezweck:, alle Unklarheiten, die sich ans dem Inhalt des Entwurfes ergeben könnten, zn beseitigen. In der Eingabe wird beantragt, das M i n d « st n v m?n a I c auf 10 Schilling he r a b z n se Ye n. Di« U m st e l l u n 9 s r ü ck l a g c darf bei Banken. nicht mehr als;rvei Drittel betragen. Eine zu scharf« Zufammettleg,1 n g ölt Aktien soll vermieden werden. Außerdem wird auch vorgeschlagen, daß di« nicht «meetauschten Aktien auch nach zehn Jahren nicht der Aktienges-ellschaft Zufällen sollen. Bei bi e n g r ü n d u n g « n wird die Herabsetzung drS M i n d e st^ t'apirals auf 800.000 Schilling und des M i »de st nenn« ,t»,c r: c s auf ~0 Schilling vorgesehen. Außerdem werden für die Steuerbefreiung« n gesetzlich« Fixierungen «wünscht. Nad) Beendigung der Beratungen durch die Körperschaften wivd der Enttvnrf dern Odationalrat vorgelegt w.'rdrn, wo erst di« enOgülttgen Beschlüsse über das Gesetz gefaßt werden sollen Es verlautet, daß noch im lausenden Tagungsabschnitt des 9K tionalrates das Gesetz über die GoMrlanzen fertiggestellt wer. den wird. Gtettungmrhme des Niedcvösterveichischcn Gewevbeveeeins. Der Golocrbevereiii wünscht, daß fader Zusainntenhang zwischen den alten Bilanzen in Kronen und den neuen Er-- öjsnung^bUanzen in Schillingen durch klare Gesetzesbestimmungen vor«::«den werde. Aus diesem Glmnde sei der Zu sammcilharrp in der Veröffentlichung der Eröffnungsbilanz in Schillingen und der letzten Kronenbilanz abzulchnen und die B e st i m m u n g, daß die Ervsffnmgsbilanzen zu keiner Besteuerulrg führen dürfen, präzise aus zn sprechen. Naber die Betocrtutrg der Aktiven wird gefordert, daß bei Bau-- lichstüictt, welch.' infolge des Mieterschutzes unter ihrem Her- . stcttuugsprris bewertet sind, entweder der ehemalig« Anfchaifn-ngswert nebst einer steu«rfveren Reserve in die Bilanz aus» genommen werden dürfe oder daß die spätere Richiigstell'.mg der Bewertung steuerfrei bleibe. In ähnlicher Weis« müsse M Maten, §wn Beispiel be: solchen, di« der Mode unterliegen, die Besteuerung von Scheingewinnen infolge Einsetzung niedriger Gogenwarts'werte in die Büan-', wermicden werden; deshalb wurde die Zulässigkeit von Reserven auch bei Personengemeinschasten, die nicht öffentlich. Rechnungsleger sind, und für Einzelunternehmnngen verlang:. Die Nrnstettungsrücklage soll nach dem Vorschläge des Niederösterreichischen Gewerbev-erems bei allen Gesellschaften nur bis zur Hälfte, das Kapitalen-twertungskonto bis zum Ausmaß von zw«: Fünftel des Stmnmkapitals zulässig sein; pie Auslösung des letzteren in fünf Geschäftsjahren. Der Nieder österreichisch« Getverbevewin hat ferner die Herabsetzung sämtlicher Ansätze für den Nonrinalbetrag der Aktien, der Grundkapitale und der Anteilscheine beantragt und vovgefchlagen, daß die Bestinnmmg über die Schiedsgerichte erweitert werde. Für ihre Zusanmwn. setznng wurden Handelsfcnate beantragt, welche in außerstreitigen Verfahren zu amtieren hätten. Me ßzeraowitzer Male der Levosttenbant - eine eigene rumSnische Bank. Wie uns auS Czernowitz gemeldet wird, ist die frühen Czernotvitzer Filiale der Depositenbank in eine eigene rumäni-- sche BaE mngewandett worden. Die neu« Bank hat die Firma Societate de Credit pentrn Comert si Industrie S. A. und besitzt ein dolleingesahltes Mrenkapital von 28 Millionen Lei. Die konstituierende Ge-reralversammlung der neuen Bank fand am 7. Dezember 1924 in Czernowitz statt. Die Filiale Czernowitz der Allgemeinen Depositenbank tritt in Lignidation. Kn SchaLeaersatzvrozeß «ach dem neue» Baakhaftungrgesetz. Em Senat deS Handelsgerichtes wiet de« Vorsitz des Hofrate- Dr. L a n gst «i» hatte gchevn zum «chen Male Mar ein« auf Grund de» neuen BankhaftungSgesetzeO nhodene Schadenersatzklage zn »echcmdÄ«. E» handÄte sich mn «b* Klag« der BurgenILndifche« Zentralbank gegm nuchrere chrer frühoven reitenden Funktionäre «ff Zcchttwg eim» Betrages van 4M Millionen Kwnen. M» Beklagte evscheima: der pensionierte 8ande8regievun>ssrat Robert Tchletter, BmEdirektor Ludwig Bi dar, Karl Cuno-Cndenhafa, Bankdirektor Dr. Otto Fleischer und die BanvgsschäsiGmhaber OÄar Dorn' und Simon Beller. Al» Rebenintervettten auf Seite der Beklagten erscheint auch die Dervffche WirtschaftSbank, welcher die Beklagten Dr. Fleischer und Dovn den Streit vorNndet haben, mchdem die Deutsche Wirtschaft»- bank in der Zwischengeit durch Vu-rze Zeit die MajoritA der Mien der klägerischen Bank hat. Nach Inhalt der Klage» öle heute vor dem HandÄLgericht von Dr. Mmon Fische! und dem Dozenten Dr. L e h n h 0 f f vertreten wurde, hatten bei Gründung der Bank die BÄlagten Schlotter und Bidor, di« damals goschäftsführende Bevwaltu-ngSräte und Direktoren der Bank waren, sich in einer angeblich statnlenwidrigen DM» als Direktoren auf die Dauer von zehn Jahren vertragsmäßig an- > gestellt. Die Verträge, welche nach Behauptung der Klage nicht rechtsverbinidlich gewesen seien, wurden vom BeowaldungSrat Kavl Dndeichofe mitunterfort'igt. Als die Beklagten Hchletter «und Bidor im Juni 1923 ans der Bank ausschioden mch ihre WWMWWWMWV88WWW