Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2122 (16.1.1925)
- Date
- 1925-01-16
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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7 OM» 4 Wen, Freiktg .W ..—. t .1 - »■ >....--------- Versammlung beim Dre her dmchblicken lassen, daß di« LoKial-emrckratert die Z u w e i s n g des Antrages Fink an eimn Sondcrmlsschuß nicht verhindern werden. Oie wrrden in diesen Ausschuß den Abg. Lemhner entsenden und dieser tverde dort über den Mieterschutz reden, der nicht adyebmrt werderr dürfe und bleiben miisse. Der letzt« Wahlkampf sei unter der Parole des Antrages deiner geführt worden. Dieser kann rmd werde nicht Gesetz werden. Der letzte Wahlkarnpf sei um den Mieterschutz geführt worden, die Wähler hätten für seine Erhaltung entschieden, wollen die ChriMchsozialen den Mieterschutz abbanen, dann müßte das Bol? abermals gefragt werden. Die Drohung mit den Neulvahlen ist natürlich nicht ernst -zu nehmen, da beim Antrag Fink eben nicht der M i e, te rschu tz. sondern, wie erwähnt, nur die Erhöhung der Mietzinse und die Beseitigung des Jnstandhal» t'.lngszinses in Frage kommt. -a» Wöllerrdorfer Paaama. Wie berichtet, wurde Leon 2 l l a r z vorgestern in der 7L ö l l e r s d o r f e r Angelegenheit einvsrnommen und d.v.lu entlassen. Es verlmuet. driß aus Grund dieser E-i-noern-'ihrne der U n t e r s u ch n n g S r i ch t e r eine E rg ä n z u n g des Verfahrens vornehmen wird, obwohl dieses bereits als abgeschlossen anzusehen ist. Gerleraldirketor N e n h ö s e r der WöllerSdovf A.-G. soll in absehbarer Zeit airf seine Stelle verzichten. «quere Miihandlnng einer »Menwertr« direnorr. Im Anschluß ou eine Versammlung der Arbeiter der G r ü n b a ch e r K o h l e n w e,r t e, die Mittwoch statt-- saild und in der über schwebende Lohnverhandlungen berichtet wurde, kanr es zu Demonstrationen der Arbeiterschaft gegen den Werkoirekwr Ingenieur Ott, dem eine abfällige Aeußenttig über die Arbeiterschaft zugeschvieben rmirdc. Im Verlaufe dieser Demonstration wurde Dvr^tor Ott schwer mißhandelt. Er befindet sich gegenwärtig m lüinslicher Pflege. Zur sofortigen Untersuchung des Falles sind Bezirks-Hauptmann Hofrat Dr. Lukas von Neunkirchen itnd Untersuchruigsrichter Tr. Pokor bereits, gestern vormittags in Grimbach eingetroffen. Zur Bevhmdevumg weiterer Ausschreitungen wurden die entsprechenden Sicherrbcitsrnagmchmen getroffen. Ter gestrige Nachmittag ist in G r ü n b a ch ruhig verlaufen. Ter Schichtwechsel, der ivm Mb 2 Uhr stattsaud, vollzog sich vollkommen ruhig. Bis jetzt wurden drei Vcrsonen in abgesonderte Bevwahrnng gerwmnren. Eine Verhaftung noch nicht ausgesprochen Warden. Die Verletzungen des Direktors Ing. Ott sind; i em li ch s ch wer. Es wurde eine N i e r e n q u e t s ch n u g mit Blnwustrrtt iu den »Harn konstatiert, ffermr Verletzungen am » reu; und am 'Schienbein und eine vier bis sechs Zentimeter lange, bis an den Knochen reichende Wunde an d e v Stir n e. Wohlsichrtsarrftalten, die sich ebenfalls an die Froigsbigkvit der Arneusen wenden. Ich sehe, wir eine Banknote nach der an- ' aerru in diele Behälter fällt, damit nur ja keine Art der Wohltätigkeit;.r kur; tommcn möge. Beim Hinansgehrn gewahren wir ein ganzes Volk zerlnmpter Gestalten; sie eilten herbei, als ne dir Kunde erreichte, daß ein Sohn Israels, der einst BuÄ verlassen hatte, nun zurückgekehrt fei und noch dcrzn mit unendlichen Schätzen beladen, die er freigebig in alle leeren Taschen fallm läßt. Ta gibt es nun einen förmlichen Wettlauf zu diesen Schätzen; alle zwölf Stämme Israels drängm sich heran, um ein tvenig tziGerung für ihr Eiend zu erbetteln. „Ich habe Sic noch als ganz fWm«§ Kind gekannt!" sagen die Alten. „Ich bin ein Verwandter oder ein Freund von diesem oder jenem, den Ihr Vater geheilt hat," schreien andere. Ti- Wohltat verleiht ism Empfänger oder seinen Nachkommen datz Recht, sich auch fernerhin an den Wohltäter oder an dessen. Kinder .zu hnUeu. Einer der Bittenden hatte sein Kalb, ein anderer sein Pferd eingebüßt. Alle stellen sich als Lvfer irgend eines Unglücks dar. Niemals gab es, innerhalb eine* so kurzen Zeitraumes, so diele Katastrophen. Angebettelt, angefleht, betäubt von der Schilderung all vieser hundert Geschichten, ist unser Freund genötigt, um sein gastliches Heim zu erreichen, sich mühevoll einen Weg durch die Menge der Bittsteller zu bahnen, die sich cm ihn klam» mein und sich ihm drängend entgegenstellen. Mit Hülfe unserer Ellbogen und Schultern befreien wir ihn von Zeit zu Zeit ans feiner Bedrängnis. Aber beim Schloßgitter erwartet uns ein noch furchtbarerer Mgrfff. Die ganze Synagoge hat sich hier versammelt, mit dem Großvabbiner an der Spitze, einem herrlichen Moses Michelangelos, dessen Haupt, von der großen Pelzmütze bedeckt, sich in silberner und tiefschwarzer Haarslut verliert. Da gibt es dann eine lange Ansprache, des Inhaltes, daß das Gotteshaus noch nicht vollendet sei, und daß, wenn äxnr Neuangekommene die Kosten zu dessen Fertigstellung nur ' bis;>ml Dache tragen wollte, ganz BuSk wie durch Zauberschlag in einen Freudentaumel versetzt würde. Mm zeigt es sich aber, daß unser Freund (ich muß es offen gestchen) sich i .'.inesrvegs dirrch besonderen Wer in der Befolgung der Gebote Jehovas auszeichnet. Dennoch wäre ich verwundert gewesen, wenn er nicht — in Erinnerung cm seine Kindheit --.nd bewegt durch das Gefühl angeborener Zchanrmenn Hörigkeit mit einer großen tragischen Rasse — sein Scherf- . . -n dazu beigetragen hätte, auf daß der ideale Bau, der fei» Borfahren Schutz bot, vollendet werde. Wie««» Mornrnzrltung. _ tc, Fäiinrr 1988 *t. 81» Minister Tr. 2 cy ii v f f teilte;u denr Vorfall in Grünbach gestern im Birdgetausschuß u. <x. folgerides mit: Am 13. Jänner d. I. haben in Wien Lohnverh.'ndlungen mit den Arbeitern des Werkes G r ü n b a ch stattgesunden. bar denen alle Forderungen der Arbeiter ab gelehnt tvorden sind. Am 14. Jänner, morgens, weigerte sich ein Teil der Arbeiter zunächst anzufahren, trat aber dann di« Arbeit doch an, nachdem ihnen zugesichert worden war, daß trotz der Ablehnung der Lohnforderungen einzelne Zugeständnisse gemacht werden sollen. Nach Beendigung der Schicht stellten die Arbeiter neuerdings die Forderung nach Durchfühvnng von Lohnverhandlungen, nach Einräumung eines E'mffusses auf die Kündigung mid Eittlassmig von Arbeitern und nach UebcrPrüfung der Gedinge. Die Arbeiter .zögert zunächst vor die Wohnung des Direktors Ott, durchsuchten sic und zerstörten einzelne Gegenstände. Dann zogen sie zur Werkkanzloi, in der sich Direktor Ott aufhielt und forderten, daß er mit der gesamten Besscgschast spreche. Direktor Ott «weigerte sich zunächst vor die Belegschaft zu treten, ließ sich aber von den Betriebsräten, welche seine Sicherheit zu verbürgen erkiärten, schließlich doch bewegen, vor die WerkkanAei zu treten. Kaum hatte Ott das -Haus verlassen, so stürzten sich die vordersten Arbeiter auf ihn, schlugen ihn, w a-rfe n ihn nieder rl n d traten ihn mit Füßen. Ott erlitt zahtl re i ch e Verletzungen, vor allem eine Quetschung der Niere und eine» Bruch des Steißbeines. Er liegt krank darnieder und wird in das Krankeichcms nach Neunkirchen gebracht werden. Proseffor Meller wieder Letter der 0tt«v. Me die Korrespondenz; Herzog nreldet, wurde die Affäre des Vorstandes der Univevsitätsaugenklm ik, Professor Josef Meller, die am Schlüsse des Vorjahres großes Aufsehen erregt hatte, auf g ü t l i ch e nt Wege beigelegt. Professor Meller übernimmt Wied«: die Leitung d e r A n g e n f I i n i f. Ser Fall Fried. Beuvrnhiguug in wirtschaftlichen .Kreist: Gestern mittags erschienen die Präsidien der Aenlratorgantsa tränen von Handel, Gewerbe und Industrie, die bekanntlich .die Teu.erungskommisision konstituiert haben, unter FHrung des PräisLmms der Handelskammer bei Bundeskanzler Dr. R a m e k, der sie in Gegenwart des Vizekanzlers Dr. Waber empfing. Die Vertreter der Organisationen erklärten, daß sie den Fall -Fried aus ihrer Diskussion auSschalten, da es sich hier um em gerichtliches Verfahren handle und auch der Anschein einer Eimniischu-ng vevmieden werden solle. Immerhin müßte konstaüert werden, daß in wirtschaftlichen Kreisen..Beunruhig-ung und Ungewißheit zu beobachten sei, ob die Regierung nicht entgegen chron seinerzeitigen Erklärungen gvgen-über der TeüerungAommission an eine schärfere Handhabung des Preistrerbereigefetzes und damit an eine gewaltsame Beeinflussung der Preisbildung denke. Der Bundeskanzler und der Vizekanzler erklärten znnächft, daß es sich im Fall« Fried um ein seit längerer Zeit schwebendes gerichtliches Verfahren handle, in dom der Ragiernng nach verfassungsmäßigen Grundsätzen jede Stellungnahme und jedes Eingreifen verwehrt sei. Der Bundeskanzler versicherte den erschienenen Vertretern der Organisationen, sie könnten überze-ugt sein, daß die Regierung in keiner Weise von den bei der Konsti» tuievung der TeuerungSkammission bekanntgegebenen Gmndsätzen zur Bekämpfung der Teuerung a-bzuweichen gedenke. llrdbeben in glatten. Rom, Io. Jänner. Wie aus Aquila berichtet wird, wurde gestern um 8 Uhr abends in verschiedenen Orten der Umgebung bis nach S u l m o n a ein st a r ke r Erdstoß verspür). Die Bevölkerung, die im Jahr« 1915 von einem starken Erdbeben heimgesucht worden ist, geriet in eine große Panik. Schaden wurde nicht angerichtet. Laadon-Fndiea l« 100 «nndev. Kalkutta, 12. Jänner. (Router.) Der hier tveilende Luftmarschall B r a n ck e r 'hat Piläne für zwei Luftschiffe «n-ttvovsen, die imstande sein sotten, hundert Insassen in h u n d e r t S t u n d e n nach Indien zu >bringen. Man hofft, den Dienst mit diesen Luftschiffeit im Frühjahr 1927 aufnehmen zu können. Wien, 16. Jänner. * Das Mtter. Es besteht die Möglichkeit einer wärmeren Weftinft mit wahrscheinlich nur unbedeutenden Nisderischlä^en. Die Voraussaae meldet: Herrschender Wettorcharaikter nicht wesentlich geändert, voraussichtlich etwas wärmer. * Die LebenSmittelmLrkte. In der Groß Markthalle, wo gestern abermals 16 Waggons verschiedener Fleischarten einilanigten, verfolgten zwar die Preise int Großhandel die a u ffteigende Richtung, allein da auf den .gestrigen Bieh- .wärkten in St. Marr di« Preise auf den meisten Gelbieten sich billiger stellten als m der Vorwoche, so vst int Detailhatwel am Samstag mit einer Preisermäßigung der einzelnen Fleischgattuugen zu rechnen. Vorläufig läßt der Absatz infolge der sinkenden Kaufkraft viel zu wünschen übrig. Auch auf dem Zentralgemüsentarkt, dem Naschmavkt, der entsprechend der Jahreszeit relativ günstiig beschickt wurde, hielt sich der V«rschr in mittelmäßigen Grenzen. Preise vorläufig stabil. Der Qbstmarkt wies gestern gesteigerte Aepsolzusichren aus Stei-r- «nlavk auf. Auch Orangen und Mandarinen laugteic in größeren Mengen ein. Die Eierpreise zeigen salleridr Tendenz, 'frische Eier 2000 bis 2500 K. und Kalkeier 1700 bis 1900 K. Pro Stück je rrach Qualität. In Butter entsprachen die Zufitlm der ^larfifrw * Die Wiener Mittelschulen und dir Schulgemeindeck. Der Stadtschulrat gibt einen Erlaß heraus, in dem er den Plan einer aUmähllch'n Einstihrnng von Schnlgemeiriden an den Wiener Mittetschttlen erörtert. Die Schulgemeinden sollen der Eigenart der jeweiligen Anstalt angepaßt lein mch ein gedeihliches Zusaumtenwirken der Schüler, der Eltern und des Lehrkörpers ermöglichen. Der Er'aß des Stadtschulrates vcr- 'langt von den Lehrkörpern bis März 1925 ausführliche Gut achten über die Frage der Förderung der Schulgemeinden und sieht gemeulisam« Beratungen mit den Vertretern der bestehenden Schirlgeiiiwinden vor. * Die geflickten Teppich: des BundesprSftdenlen. Im Budgetansschilß des Nationalrates führte Frau Freund- 'lich gestern Klage über allzu große Sparlanckeit am unrechten Orte. Das führe zu mmröglichen Zuständen. „Wir lassen." sagte sie. „nicht nur unsere Amtsräume zugrunde gehen, wir sehen zu. daß in den Räumen des Bnndes- Präsidenten sich g e f l i ck t e T e p p i ch e, daß sich in den Emp'angsräumen der Minister zerrissene Möbelstücke befinden. Das alles tväre nicht notig. ES bandelt sich da nicht um Fragen der Sparsamkeit, sondern um Fragen der Ordnung." Minister Sckürff auittiertc diese Kritik mit großem Dank und verwies auf den für die bessere Erhaltung der Repräsentationsräunre ins Budget eingestellten Kredit. * Abreise des Kommunisten Iwan Katz. Der deutsche kommunistische Abgeordnete Iwan Katz. der, wie berichtet^ aogen Erlcrg einer Kaution van 50 Millionen Kronen auf treten Fuß gesetzt wurde, hat sich gestern nach Berlin begeben. * Verbesserungen im Fernverkehr. Der Entwurl kür den Sommerfahrptan der österreichischen Dundesbohnon sieht eine Reihe von Verbesserungen im Fernverkehr vor, die hauptsächlich für die Reisen nach der Schweiz, Frankreich, Belgien nud England in Betracht kommen. So wird der vor dein Krieg bostandene Lfftende-Erpreßzug Wien—Passan—Würzburg— Frankfurt—Köln—-Brüssel—Ostende—London wieder ein-ge führt. Der Verkehr zwischen Wien urcd Paris über den Arlberg wird durch die Einführnng eines neuen D-Zuges mit Wagen aller drei Klassen (ab Wien 13 Uhr 36 Min.) der bessert. Ferner lvird ein neuer Tagesschnellztta Wien—Salzburg—Bregenz (ab Men 7 Uhr 6 Min.) mit Anschlüssen von und nach München und ein Nachtschnellzngspaar Wien— Salzburg—Innsbruck iu Verkehr gesetzt, ferner der Salzkaurmevgntlokalverkehr auSgeistaltet werden. Die bvstrherrden Fernverbmltuugeu sollen durch Verkürzung der Fahrtzeiteir verbessert werden. * Das gefährlich« Aus« und Abspringe«. In der Ar beitergasie ivollte gestern vormittags der 51jährige Schuhs^ machergchiffe Roman Händler ans einen fahrenden Straßeirbahnzug der Linie 18 auffpringen. Er stürzte und erlitt eine Zermalmung des linken Fußes. Die RettuiLgsgesellschüft brachte ihtr in das Spital. — Gestern aibends wollte nächst dem Südbahnhof der 62jährige Schneider Johann Schlegel von einem fahrenden Slraßenbähnzug der Linie D äbspringen. Er kam zu Fall und erlitt mehrfache Verletzungen. Er wurde in das Spital gebracht. * Tödlicher Unfall in einem Auszug. Gestern nachmittags war der 20sährige Diener des Staatsbeamtenspitals in der Lazarettgasse Heinrich Nekut mit einer Bedienerin gemeinsam damit beschäftigt, den Aivfzug des Hauses, in dein auch die Patienteil befördert wurden, zu reinigen. Nekut stieg hiezu ans das Dach des Aufzuges. Die Bedienerin trat in das Innere und als chr Nokut zurief, sie solle den Heibel ausbösen, tat sie dies. Der Auszug setzte sich in BewMung. Plötzlich hörte die Bedienerin einen Wehlaut und per Änszug. der sich erst etwa einen halhen Meter gehoben hatte, blieb von selbst stehen. Nekut war offenbar, als der Aufzug sich autf seinen Nldf hin in Bewegung setzte, nicht ganz aus daS Dach des Aufzuges gestiegen, denn man fand ihn zwischen Gitter und Aufzug mit Kops und Brust eingeklemmt. Es konnte bei ihm nur mehr der Eintritt des Todes festgestellt werden. * Die Lebensmüden. Aus unlbekä-nnter Ursache hat sich gestern nachts die 31jährige Hblssavbeit-erin Marie H. in ihrer Wohnung durch Genuß von BremtspirituS zu vevgvflen versucht. Die Retlungsgchellschcrft brachte sie in das Spital. — In ihrer Wohnung hat sich gestern dormittays die IZjahrige Hausgchiffin Marie B. aus Kränkung Über die «vsolgte Künbiigung durch Sidol zu vergüten versucht. Die RMungsgvsellschast brachte sie ans das Polizeikommissariat Margreten. — Die 26iährige Magazinsursgattin Marie F. hat sich durch ein narkotisches Mttel aus bisher unbekannter Ursache zu vergiften versucht. Die RettungsgeseMchast nahm sich ihrer an. — Die 31jährige BeamtenSgattin Klara I. hat sich wogen häuslichen Zwistes durch Lysol zu vergiften versucht. Die RettungSgeselsichaft brachte sie in das Spital. — Auch die 22jährige Stickerin Stephanie Z. trank am 14. d. Lysol und stürzte bewußtlos zusammen. Die Ursache der Tat ist Krancheit. — Der 52jährige Schneider Franz L i S k a hat sich gestern in seiner Wohnung aus unibekaunter Ursache durch Einatmen von Leuchtgas vergiftet. Die RettungsgeseÜschaft konnte nur mehr den Eintritt des Todes fvftstellen. * Der „Molkerei-Ingenieur". Vorgestern wurde hier wogen eines umfangreichen JnseratenschwindelS der 31jähvrge MMereigchilfe Franz M o e ck, zu Gutsdorf in Pommern geboren, ein preußischer Staatsangehöriger, verhaftet. Er hatte als „Ingenieur F. M ö ck n e r" in deutschen Zeitungen, besonders in Fachblättern, Annoncen einvucken lassen, daß Molkeveigehilifen für ein Gut Eijenlbnvg in Niederösterreich, das 50 Kilometer von Wien entfernt sein sollte, in Wirklichkeit aber gar nicht existiert, gesucht werden. Unter der Vorspiegelung. er werde ihnen die Ausweispapiere verschaffen, verlangte er brieflich von den Stellenwerbern je 10 Gold» mark, die chuc von vielen Seiten zugeschickt wurden. * Raubansall aus eine Wienerin. Aus Baden 'bei Wien wird uns gemeldet: Vorgestern nachmittags Übersielen zwei junge Burschen eine Wienerin, Frau Elisabeth Oberndorfer» aus dem Woge von PreinSseD über Puvgstatt gegen dre Eholerakapelle und raubten derselben einen Geldbetrag von 60.000 K. sowie einen neuen Gheviotanzug. Die Burschen Hefen sodann mit ihrer Beute davon. * Der Mord an einem Wiener in Mailand. Nach einer Meldung aus Maillaud hak die Ulvtersuchuug in der Angelegenheit des ermordeten Wiemrs F l e i s ch m a n n ergeben, daß dieser von einem LandSmann gerötet worden sei. der gleich ihm mit Kokain und anderen Rauschgiften in Italien gehandelt hatte. Fleischmann hatte in Cernobbio ant Comosoe in einem Gasthanse, das als Schinugglerauartier bekannt vst, sein Absteigcsuartier. Die Ergreifung des Mörders wurde eingelettet. * Bon der Zionistischen LandeSorganisatio«. Das Zio»risti sche Landeskomitee für Oesterreich teilt mit: Die kovstituiorende Sitzung des 8 o k a I k o m l t e e s findet Sonntag den 18. d. um halb 11 Uhr vormittags im Sitznmssaale des Zionistischen BuroauS, 1. Bez., Kavntnevftvaße 26, statt. Tagesordnung: 1. Konstit-niernlrg. 8. Arbeitsproaramm. 3. Eventuelles. Die Partei rat sw a hlen sind bis zum 20. d. durchznsühren. Die Wch!Protokolle sind spatestrrrs bis zum 22. d. dsnt Landesromiwe emzlvfchicken. Die diesjährige Schekelaktion hat bereits begonnen. Schekelhofte sind täglich im Bureau de- Zwnistlschen LandeSkvmitees, 1. Bez.» Kärntnevsträße 88, zwischen. 12 bis 1 Uhr vormittags -und ö bis 6 Uhr n-achmittagS