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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-16 · Heft 2122 (16.1.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2122 (16.1.1925)
Date
1925-01-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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srrt. %rxt «v teilet uifmtaimtiti« ii. iV2t> TMdV 4 Tanzinstitnt Hermann Braun, 14. Bez., Reindorsgafle 42, M 88,4*01. (EntMlMch.) Vereine, BortrSge und Scrfommlttngeii. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Morgen, V,8 Uhr abends im Sitzungssaal der Zsraelitlschen KultuSgemetnoe, 1. Bez., Seitenstettengaffe, Bortrag Dr. pdil. Paul S t e i n e r r .Das Königtum im alten Israel". — Komitee für daarbeitende Erez I1 r a e l, 1. Dez., Bauernmarkt 24. Morgen, >',7 Ubr abends, im üokal der Poale Zion, 2. Bez., Blumauerqasie. 1. Versammlung. Redner, Dr. Tartakomerr „Die Zdee de» arbeitenden Erez Israel"; 2. Leo Kaufmann: „Die wirtschaftliche Grundlage des arbeitenden Srez Israel". — Zionistische Sektion Prater. Jeden Freitag, 7 Uhr abends. Midraschvortrag (Wochenabschnitt) r Dr. Man G o l d ft e i«. S o n n t a o, 7 Uhr abend», Gedenkse'er Mendele Mocheir Sforim (7. Jahrzeit'. Gedenkrede r Dr. S. F i n k e l st e i n. Anschließend künstlerische« Programm. Jeden Dienstag, 8 Mir abends, Geschichte de- Zionismus: Dr. N. M. G e l b e r. Jeden S a m S t a g, 7 UÜr abends, Sitzungen der verschiedenen Kommissionen (Keren Hajessod. Keren Kajemeth l'Jsrael, Schulkommission und Organisationskommisflon). Ausnahmsweise diesen Sonntag, 7,4 nachmittag», Plenarsitzung. Tagesordnung: Wahren zum Parteirat und zur Steuerkommtssion der Israelitischen Kulmsgemeinde. Erscheinen Pflicht. Die Allandredoute. Die Mandredoute sinket Samstag in sämtlichen KonzerthauSsälen statt. Der Ertrag dieser vom Allandkomitee veranstalteten Redoute ist dem Kinderpavillon und der Waldschule in Alland zur Pflege armer lungenkranker Kinder gewidmet. Damen und Herren erscheinen, in Balltoilette. Für Damen besteht ausnahmslos strengster Maskenzwang. Die 'Ausgabe der Logen und Eintrittskarten erfolgt im Bureau des AllandkomtteeS, 3. Bez., Hauptstraße 1, 1. Stock, und im Konzerthau». , Radio-Salon der „Wiener Morgenzeitnug" im a u d bet Dame" Ergou 21.-©., 1. Bez.. Schwedenplatz 1, Vorführung der Wiener Sendung täglich von 11 bis 1 Uhr mittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittag». E i n» tritt frei. Kein Kaufzwang. Verkauf erstklassiger Radio-Apparate und -Bestandteile. * Rabkoprogramm für heute: 9 Uhr früh r Marktberichte. — 11 bis 1 Uhr: Vormittags-: konzert. — l/,* Uhr: Schlußkurse der Wiener Börse. — 4 vis» 5 Uhr: Konzett. Der Walzer und feine Entwicklung. — 6 Uhr Hilda Wegner: Oesterreichtfche Balladendichter de» 19. Jahr wundert». — 8 Uhr: Offenbach: «Die schöne Helena". Das Radioprogramnr hören Sie klangvoll und störungslos nur mit »Original-Blaupnntthörer", «Original Ideal-Detektor" und «Original Jdealit- Super-Kriftall". Bei jedem Händler erhältlich. Hauptlager bet Ing. Emannel Klausner, 1. Bez, Adlergasse 4,1. Stock. - - (Entgeltlich.) Bühne und Kunst. Philharmonischer Konzert. Dirigentenikrss« in der Staatsaper u>nld in den phblharmomschen Konzerten! Weingartner meldete sich krank, Richard Ärauß telegraphierte ab und so trat Franz Schalk, der stets Hilfsbereite, in die Bresche. Aus das ,Mtte" philhavuronisch« Konzert folgte das „fünfte", an welches sich das „vierte" anschließen wird und zu diesem „Hexoneümraileins" fehlt nur der Hexenmeister, der imstande wäre, ' den Philharmonikern und namentlich ihrem PMikum endlich einmal interessante abwechslungsreiche Programme beizubringen, die nicht intimer wieder in ewigem Kreislanf das gleiche ckbhaspeln. Die vierte TschaikowSky-Syrnphonle mag ja ein ungemein virtuoses philhavnwnisches Zugstück sein, da8 auch vhne anstrengende Proben von den Philharmonikern prächtig gefpiellt wird — wie ans einer riesigen Zauberharse schweibte das „Pizzicato oftinato" des Scherzo in den Streichern vorüber, worauf die Symphonie inr triumphalen Abschluß den Triumph der Bläser verkündete —, und ebenso ist auch die „Coriiolan"-Ouvert!Üre bei Schalk und den Philharmonikern 'in liebevoller Obhut: Und doch kann es nicht in alle Ewigkeit Aufgabe dieiser musikalischen Wtetvuppe sein, die Gegenwart ansznschalten und selbst den älteren Werken Schöllbevgs den Eintritt zu verwehren. Das Publiiöum freilich scheint es so zu wollen. Es ruht sich eben fairst bei TschalkowAys wolhlbekanuren Weifen und schon die überirdischen Klänge von dRahlers Zchnter Symphonie, die wie ans einer anderen Welt hevübertönen, stören diese bequeme Mittagsruhe. Die Aufführung der zwei Mahler-Sätze wirkte übrigens weniger geschlossen als unlängst im Opernhauife, oibwohl diesmal das schattenhaft« Scherzo dom Adagio vorangestellt und dadurch ft'rr einen verklärten Aust lang gesorgt war. Gegen diese Umstellung der Sätze ist im Sinne Mahlers, für den die endgültige Reihenfolge wohl noch gar nicht foststand, gewiß nichts ein'zntvenden. Um so überflüssiger erscheinen mir die instrumentalen Retuschen im Skdagio, die von übereifrigen Mahler- „Kennern" fett der UrauMhr-ung borgenommen wrtrden. flb. Aus den Aeatern. Bnrgtbeater. Morgen, 7 Uhr abends, «L umpaeivagaSundus". Akademietheater. Morgen, 7*8 Uhr abends, „DerTokaie r". B » l r» o v e r. Heute. »/,s Uhr abends. „Carmen". Morgen ,D t« F l e d e r m a u S" mit Frau Kammersängerin Selma Halban-Kurz, Kammersänger Leo Slezak und StaatSopernsänger Karl Norbert als Gäste. R a i m n n d - T h e a t e r. Heute, 7,8 Ubr aSendS. deutsche Uraufführung de» Lustspiels von Jewme K. Jerome „Lady Fanny und die Dtenstbotenfrage" in der Ueberietzung von A. M. H e l d mit Tilla D n r i e « x. Neues Wiener Stadttbeater. Heute, 7.8 Ubr abends, erste Aufführung der Revue ü s s e um M i t t e r n a ch t". Wiener Bürgertbeater. Morqen, 7,® Uhr abends, 400. Aufführung von „AufBefehl derKaiser 1 n" von Bruno Grauickistädten. Jeder Besucher erhält ein Exemplar einer neukomponierten GesangSnummer vo« Bruno Grqnickftädten. Kammersviele. Heute, 7*8 Ubr abends, mit dem Ensemble des Neuen Wiener Stadttheaters „Sanatorium G. u. G." von Ludwig Stärk und Adolf Eisler. Als Nachtvorstellung um 10 Uhr abends „Dein s Ü ß e r M u n d .. (Ta doa-v») von Maurice Main. Moderne» Theater. Heute, 7,8 Uhr abend», Erstaufführung der erottschen Spiels „D e r W e r w o l f" von Angela Cana. KomödrenhauS (Exl-Bühne). Heute zum ersten Male „DerFleckaufderEh r'". Lustspieltheater. Heute, */*8 Ubr abend», Erstaufführung de» LustspleleS „Das lchwacheGeschlecht" von Frank Stayton, deutsch von Else Otten und Richard Wilde, mit Charlotte Ander a. G. Thelma Spear-Lewisohn, di« Gattin des amerikanischen Dichters nn>d jüdischen Publizisten Ludwig Lewisohn, die im November auch, der Einladung der Jerusalem Musical Society folgend, in Jerusalem konvertierte, trat in Wien zum ersten Male im mittleren Saale des Kouzerthauses aus. Die annmtige ftmge Sängerin hat eine Sopvanstrmme von seltener Kraft rrnd Schönheit, bis in die Ochsten Koloraturlagen rem, weich und rcsonant. Ihre Gesaitgstechnik ist von erstaunlicher Vollendung. Dre mühelose Beherrschung der Stimme tvar besonders beim Vortrag von RimSky-Korsakovs Sonnenhymne aus dem „Goldenen Hahn" bemerkbar. Abgeklärt und von tiefer Empfind:ng getragen war der Vortrag altenglischcr und altitalienischer Lieder, reis und geistvoll derjenige moderner Gesänge, stimmungsvoll die Interpretation der Volksweisen der amerikanischen Neger. Man hat es hier mit einer echten und großen Begabung zu tun. Das empfand auch ein erlesenes Publikum, das der Künstlerin warmen Beifall zollte. Gerichtssaal. Haftpflicht der Gemeinde Wien für einen Unfall durch Glatteis. Am 24. Februar vorigen Jahres fiel der Essig- und Llkörerzeuger Panr Fvtz beim Uwer-ictzen des Fahrdammes in «der Linzerst». :ß« infolge Vereisud?s Bodens und erlitt?'.nen Bettrbvnch. wo'!H or tie Gemeinde Wien mit 50 Millionen Ärmer. als Schadeners.ib haftbar mache. Die Gemeinde Wien bestritt dresc Haftung, da wohl die E r h a N u n a der Straßen, kemeswegs aber die Derpflichturra zur Str aß eure inigung in ihre Obliegenheilen falle. Die Gemeinde Habe alles getan, ilm Unfälle hintanzichalten, könne -aber keinesfalls verpflichtet sein, für die Remhalttnrg der Straßen und insbesondere der Fahrlocge bei plötzlich eintreiendcin Glatteis zu hasten. Das Zivitbanidesgericht unter Borsitz des Hofrates Doktor Pappert hat die Klage kostenpflichtig abgerviesen, da eine gefttzliche Haftpflicht zur Reinbaltuu-' und Reinigung der Saraßeil nicht gegeben iist. Ein unredlicher Buchhalter. Friedrich R'o s e n m a y e r, Buchhalter der Firina Weiß u. Schwarz, die auf denk P-etersplatz zahnärztliche Bedarfsgegenstände vertreibt, hat durch ein Jahr laug das Geschäft bestohlen und seine Frau dazil verleitet, die gestohvcuen Ge-Mnstände zu verkaufen. Er ließ sie bei der Gewevbsbohövde den Handel mit zahnärztlichen Bedarfsgegenständen anmetden. Täglich stahl er Waren, zusammen mehrere hundert M i l l i o n e n K r o n e u tvert, den Erlös verbrauchte er zur Deckung s e lner Börs enverluste. Um keinen Verdacht zre erregen, fingierte er einen Einbruch. Da er wegetl Berlen,md>lN'g mit eine-nr Jahr schweren Kerkers vorbestraft ist, wuide er gestern von einem Schofsensenat zu drei Jahren schweren Keickers verurteitt. Seine Frau wurde sreigefprocheir. Eine Erklärnnü des Gerichtssaalreserenten. Die Vereinigung der Gerichtssaalreferenten der -Wiener Tagespresse hat Ku oer anrt'lichen Mitteiluna der Iustizveriwaldliug über die Gelyeiinhcvöt'img ftrafgerichillicher Nutevmchullgen -und der damit Dsanmtenhangenden Vorgänge Stellung gonoinnren, und eine Kund'goblmg beschlossen, die seststellt, daß die Artikel 7 und 8 des Gesetzes vonr 17. Degernber 1862 seit einiger Zeit^ eine AMegll«lg geftt'nden halben, die mit der bisherigen Praxis in schroffem Widerspruch steht. Durch die jetzt geübte Praxis werde der durchaus legale Iu-f.orulationsdie.nst ifrir die Leitungen erschwert und oft verhindert. Di« beiden Merten Artikel verbieten keineswegs die Älitteilurlg voil der Gmletung eines Strafverfahrens, vor: Verihastnngell und Enthaftungen -öder die Bekanntgabe der Eiivstellung einer gerichtlichen Unrersuchlma. Trotzde.nl werden bei -den Ktständigen Gerichtslstell«:: vielfach Auskünfte über derlei Tatsacheil uinter BerMmg auf das DionistgchemMis vvoweigert. Die Beroimgung der Gerichtslsaalr-vserenten kann sich die Auiffassnng nicht zu Eigen machen, daß d!.ef-e gänzlich neu« Praxis der Jiustizveowaltlmg ihre Er- Küvnna darin findet, daß seit Wochen eine Reche eigenartiger Strafaffären bei donl W-roner Hauptgericht archängig gswordrn sind, die nicht als Sache der Iuft lz, sondern der Politik betrachtet werden, weshalb die Presse von der Kenntnis -markanter Vorfälle ausgeschlossen fern soll. Die Beremigmtg vorm-eint vielntehr, daß gerade diele Mären, um Bsurrruhigun-gen zu vorlneidrll, hinsichtlich dor Deröf-ftnfli-chnna rücht airders behandelt werdet! dürfen wie jede einfache Strafsache bisher.^ Das scheint ihr auch im Interesse des Rufes der Justiz zu 'liegen. Verurteilung eines Talmudfälschers. Aus Budapest wird »ms berichtet: Vor einiger Zeit verbveitst« der raffen-. Mrtzlerische Journalist Won- Luzjensky unter dem Trtol: „Der Talmud in ungarischer Sprache" ein von ihn: verfaßtes Buch, in welchem ans Grund gefälschter und ordichteter Zitate dem Talmud eine gauze Reche unftätigor Gedichte und Urteile an gedichtet werden. Die Staatsamvattschaft erhob gegen den Verfasser die ArMage wegen des V er geh e -n s g«gen die öffe-ntlliche Sicherheit lmd das Gericht verurteilte den Angeklagten kn gcheimer. Vochandl-rt.ng zu einer Göldsdrafe von 300.006 K. Sechs Monate Gefängnis für die Tötung eines jüdischen Soldaten. Aus Marschau meldet I. T. A.: Am 20. Jänner vorigen Jahres hat der Unteroffizrer Jean Koziowski den jiMifchen Rekruten Isaak Mrodfchik aus Wischkow erschossen, weil dieser stch nicht beeilt hat, ihm ein« Zigarette zu reichen. Der Erschossen« hinterließ ein« Witwe und ein Kind sowie kranke Elterrl, die er ernähren rrttkßte. Der Mörder wurde Wege»» dieses Mordes und noch eines zweiten Verbrechens zu insgesa.nlt sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Lollswirt. Ser Me«« Bankverein and die Sebrüder Snttman». Wir haben iit unserer gestrigen Nummer die Meldung gebracht, daß das Haus ®« ttmann Interesse am Wiener Bantverein nehtne und zu ihm in ein engeres Verhältnis treten will. Wir haben diese Tatsache als bedeutungsvoll fiir die Entwicklung des Wiener Bankvereins bezeichnet. Die Transaktion, über welche uns von absolut vertrarrenswürdiger Seite berichtet wurde, schien uns für die Stabilisierung des Wiener Geldmarktes sehr bedeutungsvoll, zumal da sich dadurch für die österreichische Wirtschaft eine reiche 'Geldquelle erschließen würde. In ihrer gestrigen Nummer erklärt die „Stunde" unsere Nachricht als „voMmmnen aus der Lust gegriffen". Wir sind nicht in der Laf^e, das Dementi der „Stunde" zu akzeptieren. Legitimiert zu einem solchen Dementi erscheinen lediglich der Wiener Bankverein und das Haus Guttmann. Wenn von dieser Seite eine unzweideutige R i ch t i g st e l l u n g unseres Berichtes erfolgen sollte, werden wir nicht anstehen, dies zur Kenntnis zrr nobmen und zur Kenntnis zu bringen. Ae Lage vo« Seltenetch» Gewerbe. Handel «ad Saduftrle. Eine R«de des HawdelSmiuisters. Hcmdelsminffter Dr. Schürff gab gestern i.m Budget« Ausschuß eine allgemein« Ueibersicht Über die derzeitige Lage von Handel, Gewerbe und Jnldustri«. Dies« sei kern« gleichmäßige, es wäre aber nicht richtig, von einer allgemeinen Produktions- und Handelskrise zu sprechen. Gewiß sind hemmende Cl-emente vocha»ü>en: Einerseits die Kreditschwierigkeiten, die Geldnot >nnd -Teuerung und andererseits di« Schwierigkeiten, Venen trotz allen Bemühungen unser Warenaustausch mit wichtigen Auslandsmärkten noch immer begegnet. Die Frnanz- 'krrse der jüngst vergangenen Zeit bei uns, ebenso die nngeklärt« «ad unbefriedigende wirtschaftliche Lage in für uns wichtigen Msatzgebieten haben speziell jene Branchen in Mitleidelrschaft gezogen, die emeirn mehr oder weniger ausgrisprvcheneu K,txuSbedür.fnis dienen. Wenn auch bei unseren: großen Exporthedüchns di« Lage und Äeiftun-gsfähigfeit «der ausländischen Kvukurrellzmdnistrien fast in allen Branchen eine bodautsam« Roll« spieLn, so akzentuiert sich dieser Zusammenhang, wie wir in.der letzten Zeit gesehen haben, mtf gewissen Gebieten^ wie de-n» der - Eisutproduktio« uud end«s Teiles ihrer Nachmduftvien, ganz besonders. Wir sind hier Mitleidtragend« einer Stagnation in allen große« europäischen Erzeugungsgebiete«. In der S ch w e r -i n d n st r i e war im Vorjahre ein Rückgang der Kon-ftmktur zu verzeichnen, dem nur teilweise Symptom« einer Erholung oder «me8 besseren Geschäftsganges gegenübevstehen. In der M a s ch i n e n i n d u st r i e scheint die Stagnation erst jetzt etwas zu weichen. Die Befchäftig'.rng der Baumwollspinnereien war nicht befriedigend, ungosähr ein Drittel Arbeiterschaft ist auf Kurzarbeit gestellt, die Baumwollwe«berei ist urrgeuügend und nur zu fchr gedrückten Preisen beschäftigt, während die Buntweberei und die Veredlmrgsmdustrie ^besser beschäftigt sind. Für di« Intern du st rie haben sich di« Konkurrenzverhältnisse verschlechtert, in der Hanfmbustrie sind die Aufsichten der Geschäftsev-twicklung unsicher. Die Konfektion ist nicht einmal zur Hälfte beschäftigt. Die lederveravbeitenden Industrien, vor allem die Schuhindustrie, werden durch di« Zölle der Nachbarstaaten aufs äußerste gehemmt. Zu unseren notleidendsten Industrien^ gehören die 28 Glashütten. Bis zum heurigen Frühjahr war«,: 5000 Glasarbeiter ohne Beschäftigung. Erst seit dem Frühjahr hat sich die Lage etwas gebessert. Elf Oefen wurden neu -in Betrieb gesetzt. Eine günstige Entwicklung weisen die Zuckerindustrie und die Brauereien und Spiritusfabrikvn auf. Aus der heurigen Zückerkampagn« sind 50 bis 60 Prozent des österreichischen Zuckerbedarfes gedeckt. Polnische «irtschafwooche. (Bon unserem polnischen M.-S.-Korrespond«rten.) In 5rmvom ist auf Emlaiduug des polnischen Eisenbahn» Ministeriums eine' interrmtioMe Eisenibahukorrfeveniz <w» g. ty. zusaininengetreten.?ln dar Kvnfereng nimmt al>so Polen, Oesterreich, tvelches durch Dr. Weinstadel verdreten wird, Jugostätvieü, die Schweiz, Doutschlaud, die Dschecho- Slotvakei, Ungam: u-ud Italien teil. Polen wird mit allen diesen Staevieu Verträge über divskte Zugsvevbmdungsn und, was das wichtigste ist, über direkte Abfertigung von Wareutrans- Porten und auch über direkte Transporttarife och-. schließen. Au Herden: solle»: anläßlich dieser Konfere»^ auch bereits bestehende Ewselperttäge -wischen Pole« und der Dschecho-Slotvake: u»:d Oesterreich und Nngam einer Revision unterzogen tverden. Bon: Ergebnisse dieser Konferenz verspricht «ran stch schr viel, da biönM all« Warentrardsporte an jeder Grenze separat abgckfevtigt werden »nutzten. Die Konferenz ninmltt eilte»: -sehr gü»»stigen Verlauf. Die Elnzelheite»» der Verhcmdluug.m der Regiemirg mit Amerika wegen der 80-Milliorten-Dollar-Anlerhe werden 0t» ^e»m ae>hatt«n. Die Nachrichten, welche wissen woltten, daß

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