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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-15 · Heft 2121 (15.1.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2121 (15.1.1925)
Date
1925-01-15
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Best» 4_Wttn. Donnerstag_Wiener Morneirzettrinn. Sie geistige« Srnndlagen der Minderheitenfrage. Sin Vertrag Dr. «eiprtt. Neber Ernbadrmg de» An iversitä ts institwts Mr Statistik der Minderheiten hielt gestern vor zahlreichen Zuhörern a-uS Politischen und wissenschaftlichen Kreisen der getveserre Bundeskanzler Dr. Seipel im kleinen Festlack der Universität einen Bortrag über das Thema „Die geistigen Grundlagen der Minderheitenfrage". Er versuchte den Begriff der nationalen Minderheit vom katholischen Standpunkte <m» wissenschaftlich ju fassen und verwies ifnt in die Theorie des Nationalstaates; der übernationale Staat (als Beispiel führte der Redner das alte O« st erreich an) und der anattonal« Staat (etwa die Bereinigten Staaten) kennen nach der Ansicht de- Redners keim nationalen Minderheiten, allerdings nur in einem gewilssen Stadium der Entwickltvng, denn es ist, wie Dr. Seipel auSftvhrte, überaus charakteristisch, daß Anrevika erst zur Zeit seiner AnteAnahme am Weltkrieg und der gwßen Erörtevumgen über die Grundlagen eines Weltfriedens sich mit den Minderheitsfragen zu beschäftigen begann, zunächst noch theoretisch und durch die Tekllra.hwe m vertragsmäßigen Festsetzungen, die andere Staaten binden sollten. Auch für Amerika geht eben die Zeit, in -er es ein «nationaler Staat fein konnte, mit rasch:» Schritten $u Ende, wenn sie nicht schon vorüber ist. Es ist imr ein schel-nbaver Widerspruch, erklärte Dr. Seipel, daß gerade der nntianatllftaatliche Gedanke Las Minderhertenprablem gebracht ha-t. Scheinbar ein Widerspruch, denn der Nationalstaat entstamrnt je der Idee, daß der Staat überhaupt nur dr« letzte und vollkommenste Form nationaler Oryarrrsation zu fein hat. Aber gerade die EnS.oicklung auf die Allsiniherrschaft des NationaLstaates hin hat die Ergänzung und Korrektur durch die Schaffung eines Minoritatenrechtes notwendig gemacht. Mr die wisserchha-Mche Forschung kommt es nun nach Dr. Svipel Äetl daraus au, aus welchem Weg« eine nationale Minderheit entstanden ist. Ist sie irgendwann in historischer Zeit unter Wahrung nationaler Sonderrechte, um der herrschenden Nation auszuhelscn, die nicht imstande war, ihr eigenes Land rn seinen ganzen geographischen Grenzen zu bosiedeln oder seine Bodenschätze zu heben und es zu wirtschaftlicher Müte zu bringen, ins Land gerufen worden oder ist der Bruchteil eines s r e m d e n Volkes, der jetzt e-me nationale Mndevheit biikdet, aus eigenem Inte r e f f c, um der Not auszuweichen, die in der ursprünglichen, alüzu karg ausgestatteten Heimat nicht zu überwinden im, eingewanderl? Alle diese Möglichkeiten schliffen, wie Dr. Seipel deduziert, große Unterschiede zwischen de« nationalen Minderhei 1ev, die sich da und dort finden. Der Ueberblick über die Verteilung und Entstehung der Emherts-, Mchvhmts- und Mmdevheitsvölber der Welt bietet dem StaatSrechÄer uttd dem Soziologen das wertvollste Material, mit dessen Hilfe. dieser feststellen kann, ob eine friedliche, nur dem Ford« schritte der Menschheit und den idealen Zielen, die die Menschheit als Ganzes hat, dienende Mkt auÄ lauter Zu diesem Gwevschen halachbschen Exkurs möchte ich ergänzend estriges aus der Agadah hfthevfttzen. Die Agadah, das ist derjenige Teil des Talmud, der Philosophie, Natuv.vissenschaft, Dichtung, Morallehre, SpruchweiSheit und ähnliches enthält, beschäftigt sich mit der Ameise Viel eingehender als die Halachcch. Zunächst fei sestgestellt, daß der Talmud die gestügeltt« Ameise nicht kennt, dagegen weiß er über mehrere Gattungen der Ameisen wie die große Ameise, die weiße Ameise, den Ameisenlöwen und die Termiten einige interessante natuvhistori.sche Angaben zu machen. Im Traktat Pesachim 24 a wird erwähnt, daß di« Ameisen mühr den Schatten abs das Sonnenlicht lieben. Hanns Heinz Ewers versichert, daß der Nutzen, den uns die Ameise bringt, viel größer fei als der Schaden, den sie anrichtet. Der Talmud ist hierin entgegengesetzter Ansicht. Der Talmud hält die Schädlichkett der Ameisen für so groß, daß er sogar gestattet, einen Ameisenhaufen an einem Mittelfeiertag zu vevnichden. Zur Vernichtung eine- Amoisenbaufens gibt der De5mud «in probate- Mittel an; Mau hol« von mchr als einer Meile einen zweiten Ameisenhaufen herbei, daun entsteht zwischen beiden Ameisenhaufen ein regelrechter Krieg, in dem sie einander aufreiben. Wird indes der zweite Ameisenhaufen suS einer geringen Entfernung herbeigobott, so kommt es zu keinem Kanchf, da in diesem Falle die Ameisen einander kennen und sich gut miteinander vertragen. (Mord Katan 6.) An einer anderen Stelle wird folgende Sage erzähtt: Der Ri-sst Og. der König von Basau, tvollte auf das Volk Israel einen großen Berg werfen, Gott aber ließ den Berg von einem AmeisertKauftn durchlöchern und daS Haupt Ogs geriet bis an den .Hals in gelockerte Erdrnasft. (Pe« rachoth 54 b.) Näheres über diesen Gegenstand findet man in dem vortvesftichen. 18S4 erschienenen Buch von Doktor L. Levysühn: „Die Zoologie des Talmud". Wie weit die Anschauungen des Talmud mit den heutigen Forschung«- ergebnisftn Übereinstimmen, darüber mögen die Fachgelehrten urteilen. Um aber auf König Salomo und die Amei-se und Hanns Heinz Ewers Mückzukommen, so möchte ich hier noch daran evlmrern, daß der Spruchdichter in semen Sprüchen unter „viere, die klein aus Erden sind und klüger denn die Weisen" an erster Stelle „die Ameise" rechnet. Das ganze Buch von Hanns Heinz Ewers bestätigt diesen | Ausspruch des königlichen Weift», Nationalstaatn und nur aus Nationalstaaten aufgebaut werden koimte. Ist es möglich, dann wird es als ein höchst verdienstliches Arbeiten am Weltfrieden gelten müssen, wenn das Minderheitenrecht und der M i n d e rh r i t e n s ch u tz auf >ixrs genaueste und unter dem GesichMvinbel der größten Humanität international geregelt wird. Sollte das letzte Ergebnis der Minder- 'hoitenfvrschung in anderer Richtung weisen, kirnt wird die Beschäftigung mit dem Mi-nlderhcttenrecht wenigstens für die Zeit des Durchganges durch eine noch tvnvolkkommem Periode der Menschheitkentwicklnug lvertvoll bleiben. Kin Prager deutscher Professor über das Hakenkreuz. Der deutsche Sprach- und Kukturverband. Der Professor der Prager deutschen Universität, Vorstand der ersten deutschen medizinische,l Klinik, Dr Rudolf Schmidt, war in einem Lolschmer HaknLrvuMatt des Derrotes am deutschen Volk im Dienst,HÄvisser Mischer Kreise" angÄlagt worden. Ter Professor gab nun vorgestern vor seinen Hörern eine Erklärung atb, in der er zunächst sagte, daß an den Angriffen gegen ch" Abschmipt kein Wort wahr sei ,md er hofft, im Wage eines gerichtlichen Verfahrens den anonymen Verleumder zu eruieren. Weiers sagte er: „Für mich ist das Dm'schtuim vor allem keine Rassenfrage, sondern das Problem emes Sprach' und Kuttuivverbanbcs. Wir Verzügen Über keine Bi «u tp robe, welche ptt Beispiel asstatten würde, «ine deutsche Rasse von einer slawischen Rasse qu nnterschrkden, rmd hatten wir eine solche Probe, so würdon sich große Ueberraschungen ergeben. Es würde sich zum Beichial zeigen, daß so manch« deutsche Gha-uvmist seinem Blute, das ist seiner A«bstammung nach mehr Slawe als Deutscher ist und umgekchrt. Geralde in den Ländrm der böhmischen Kraue halben doch so vleOach RassemnischuuMn stattgchumden, wormyf schon 'die nicht Wien tschechischen Namen guter Deutscher und die deutschen Na- «n Ovior Tschechen Hinweisen. Diese einfache Uelbevlagung scheint mir schr geeignet, blindwütigen Chauvinismus m beiden Lagern albgubanen-. Es kann sich mir um einen «Sprach- und KiDuvdesbaUd" handeln und ich luöchte glauben, daß besonders alle jene ails wertvolle Mitglieder draftS großen doutischen ,/Dprachumd KiÄtmvevbgndeK" sich ve» trachten dürfen, die, soweit es in den schwachen Kräften eines einzelnen liegt, da»u 'beiwagon, sei eS auif dom Gebiete von Kunst oder Wissensch-ast oder sonstiger gomemnlützwer Tätigkeit. 'durch ehrliche uud emisiae Avooit deutschen Kulturlbcsitz zu mchreu und so in ehrenvoller Weife den dsntschm Namen hinausMragen in die WM. Ms sehr wünschenswerte Mitglieder dieses Sprachuiud KuLArverbouIdes dürften auch alle Me auyuschen sein, welche durch tak-tvottes Benehmen und korrekte Handlungsweise nicht nur dos GesiM der Aniammengehör^ekt innvchaillb ihres Verbandes fördern, ijonlsern ihrem Sprach- und Kulturverbond auch bei anderen B«bänden Ed Nattomn Sympathien und tzveundschast «wevben. ,Matioua!l" und ,^ftvtWMtional" sind nicht Gegensätze, ttude vn stets WüEchenSwerte Ergänzungen. Ich mochte auch glauben, daß Liehe und Anhänglichkeit zu dem Sprach- und Kulturvevbande, in dem man auifgewachftn ist, nichts zu tun hat mi-t Haß und Ge/ringschatzung gsgemilder anderen Nat-ionen. Es ist meine Ueibocheugung, daß Kunst und WissenschM unter lene Kräfte sich «Mveihen sollten, welche vö-lkervertohnend orierttlert sind, lind gerade unieve Wissenschäft, dt« Medizin, mit ihrer humanttären Grundlage, scheint mir am alle-rwenigsten bevusen. den BSKerhaß j/a schüren. Und schließlich möchte ich gläutbäu, daß der deutsche Student sein Deuchchtum zunächst am b^ten dadurch praktisch betätigen b»m. daß er sich bemüht, bei seinen Studien ein Höchstmaß von Aroeitsseistung und Studienerfosg zu erzielen, evm so einmal dem Eprach- und Kulturvorlbaud. dem er awgehört, wenn auch »mr em ganz Wein wenig von dam vielen Schönen uck) Großen, da« er emtfanifjen hat, zuvücktzugsbrw Ich weiß sehr wohl, daß die Fragen und Pvohleme dieses Lsbens sich nicht m jedem Don,kn und Fühkrn in gleicher Weis« widerßpiegelln sömvon. Man soll auch jede fremd« Usberzeuguwg achten, wenn sie lauteren Motiven eichpringt. Den Kämpf der Meimrnigyn ist zu ihrer Klärung nur wurvschenwert. Doch soll dieser Kampf mit vornehmen Waffen geführt werden." Dieser Pragoe Professor ist schr unvorsichtig. Er kömmt aus di« BerräteMte der HalkenSroutzler. La» deMcharifche Panama. Aklarz im Landesgericht einvernommen. Wie der „Abend" mMet, wurde Leon S t l a r z Dienstag vom Untersuchungsrichter einvernommen. Er stellte die gegen «ihn evhohenen AnschM'gungen punktweise in Abrede. Sodann wurde er wieder anstandÄos enlilassen. Lr. Sckearr kommt nach Men. Dr. E ä % -n t r. der Führer des „Z. R. 3", hat sich auif Veranlassung deS deutschen Gesatidten Dr. Pfeiffer bereit erklärt, nach Wen zu kommen, um über die Fahrt des ,L. R. 8", den er im Oktciber vorigen Jahres von Friedrichshasen nach Lakchurst gelenkt hat, jn Wien zu sprechen. 8in „smarter" Jankee. Aus Prag wird berichtet: Der Juwelier Jakobowitsch in Prag ist dieser Woche durch «inen Amerika n e r, der sich als Dr. chem. H a r r i 's aus Ehikago vorstellte, um Diamanten und Brillanten im Wert« van 188.0 0V Kronen lretvogen worden. Der Amerikaner hatte daS Vertrauen des Juweliers durch groß« Bestellungen, die er bar bezahlte, ertvorben sowie durch di« Mitteilung, daß es ihm gelungen sei, aus gelben Brillante n w e i ße Herzustetten, was er durch Tasch«nfp!el«vkunststücke dem Juwelier vormachte. Außerdem entlockte der angebliche Dr. HarriS e'rnem Prokuristen namens Vondörfer 160.000 Kronen, dem er durch Eskamotage zu betveifen versuchte, daß er eS zustande bringe, von jeder Banknote eine vollkommene Kopie herzustellen, die jeder für eine echte Bauktwte halten müsse. Nach dem Beiviiger >nrd aefahndet. t8. Jänner 1925 Nr. S1A Starke Srdbeben in Meinaste«. Zahlreich« Opfer an Menschenleben. Konstantinopel, 14. Jänner. (Havas.) Am S. Jänner sind in den Gegenden von Art Win und Ardaghan durch Erdbeben Häuser zerstört worden nnb zahlreiche Menschen umS Leben gekommen. Nach den bisherigen Meldungen wurden 148 Personen tötet und 88 verletzt. Auch inTrapezunt wurden drei heftige Erdstöße verspürt. Nach den hiKherigen Mcldrrngen wurden 148 Perf nen getötet und 83 verletzt. Par MSrdervaar Lederer. Eine dunkle Vergangenheit. AuS Budapest wirb uns berichtet: Die UnterstichMz bei der Polizei gegrn Frau Lederer uub ihren wegen Borschnbleistung verhafteten Schwager Alexander Lederer 0 abgeschlossen. Beide wurden in da» Gefängnis her Staat»- anwältschast äberfühvt. Bon den Polizeibeamten wich es bemängelt. daß Frau Lederer mit ihrem Gatten nicht konfrontiert werden *wn. Gustav Lederer befindet sich im Of-ner Militärgefängnie, in dem Scharlachfälle vorgekommen sind. Au Lederer selbst soll die Krankheit noch nicht konstatiert worben sein Wie die Blätter mitteittn> wich di« Hauptvechandlnug gegen Gustav Lederer ^ich 1 vor einem Budapester Militärgericht, sondern vor dem Honvedgericht in MiSkylez durchgefühvt werden, da Grchav Lederer in den Stand de» Miskolczer GendavmeriebezirkeS gehört und erst vor kurzer Fest nach Budapest kommandiert worden war. Die Ha.uptverhandln ng dürfte anfangs März stattfiphen. Ueiber die Vergangenheit der Fra« Lederer wird bekannt, daß sie sowohl in W ien alz in Pxeßbnrg - dort auch m Üb-elberüchtigten Stadtteilen -- olä Kgffechauskasiierin tätig war. Sie hieß Mizzi Schwarz und ist di« Tochter eines Bahnwächrers in Steiermark. M» sie im Jahre 1918 den damalige« Leutnant Lederer m Prebbuvg heiratete, hatte sie ein »«eheliche- Kind, von deur Lederor nichts wußte. Ueber da» Treiben Pcherer» al» Mitglied de» Pronah-Detachemeut» in Westungarn wich noch bekannt: Lederer war mit Heft Oberleutnants Kmetty und Ille» zusammen Kommandant des Strerfdetachements, da» da» Pronsh^Batvillon zum Austreiben der Kommunisten nach Westungarn entsendet hatte Jn Dunaföldvar, das die erste Station diese» Detach< ment» war, Hai Gustav Lederer eigenhändig «inen Hotelier «nd einen Konftmmn i» eine« BauM ausgekuüpft, und «r war es, der auch Mer noch di« Leichen der Hingerichteten verschwinden machte. Mtftob Ledere« — der Mörder des Markus Reich? Au» Budapest wich Ms berichtet: Die fortgesetzten Sr- Hebungen in der Movdaffäve de» Ehepaare» Lederer ftchpren schon bisher zur Annahme, daß der Oberteutnant de» Pronay? Detachements, dem die grausamsten Mord« an Juden Md Arbeitern nachgewiesen wurden, auch den bisher unanjtzMmn Mord an dem Mischen Geschöftsreiseniden Markus Reich auf dem Gewissen hat. Wir befchaftigten uns wiedecholt mit dieser Mordafiäve und veröffentlichten vor einiger Zeit «in Scheiben des Vertreters der Familie de» ermordeten Reich, Doktor Nathan Korke», an den damaligen Ministerpräsidenten Karl Huszar, der erklärt hatte, daß er di« Mövder ausfindig und der Straft -»führen oder sein Amt niedevlegen werde. Doktor Korkezeiht in seinem Brief Karl HuLzar de» Wortbruches. Martus Reich wollt«, wie seinerzeit berichtet wurde, in goschäftilichen Angeftgetchetten von Wien nach Budapest fahren, wurde Muh inKomorn von Pro na y- Leuten aus dem Zuge geholt, ftme-r Bavschaft und Wertsachen bevaulbt und nach grausamen Folter« mngebracht. Wie nun die Wiener Polizei über Ersuchen der Budapesttr Stadthaupimannschaft erhob, war das Ehepaar Lederer gerade um die kritische Zeit von Wien, wo e» wegen Diebstahl» und Beruntreuu-ng verfolgt wurde, nach Komarn goslüchtet. Lederer machte erwiesenernrahen in Komorn Äs Offizier des Prgnay-Detqchsmem» Dienst. Da auch di« Leiche de» ermordeten R«ich Verletzungen auftvie». die ans da» „Mordfystem" Ledererhindvuten, werden die Erhebnnsen jetzt in dieser Richtung gepflogen. Sie Süden in der Chemie. Von Rudolf Seid,«, MMing. 3.*) Em äußerst fähiger Kopf war Adolf Frank (g.boren IM in der Mtmark). Di«' welcheEnnft Md emzig» artige deutsche Kaliindustrie zu Sraßsurt verdan>kt chm ihr Entsbchen und Aufblühen; e» war die» ein rmerAich schlvierige» Beginnen und e» nfochert« ein« fast übermenschliche Energie, di« Landwirt, vom Werte des Kunstdünger», lnsbesondere der Kalisalze, zu übepzeugsn. Erst al» Frank auf Grund zahlreicher Folddü'liguqWvevsuche mit einem Mviiderlegllchen und der Lantwirlschast hefte Perspektiven hretenden statistischwifftwschaftttchen Material vor di« Oefftntlichftit trat, waren alle Zweitfvl überwunden. Und mvntchr fttzte der Aufschwung der Stahsuvter Industrie und der deutschen Laudwirtschajt ein! Der Arbeitsedftr Frank» stellt« sich bald ein hmi« Aufgabe: und er löste st« muh: seit IM wird aus der Staßsime» *) Siehe JEOiemt Morgenzettungvom 10. d.

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