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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-13 · Heft 2119 (13.1.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2119 (13.1.1925)
Date
1925-01-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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M. MN.. " Men, ^.W'-ener MorEzeMmst?!S. Mm-r IW §etW5 Unterstützung von Stoa; und Kirche machte alle '.'lnslreugungen, «m die Ex i st e n z eines R i t u a l nt o t be § unter den Inden zu erweisen. Der geschickten und mutigen Verteidigung ge> lang eS, die Reaktion M entlarven. Wenn auch die Richter unter dem äußeren Druck in der ersten Instanz Bcilis verurteilen mußten, so tvar doch das Resultat des Prozesses eine moralisch« Verurteilung der Ritualmordh.'tz- und ihrer Urheber. Denkwürdig ist die Schlußrede Karabtschewskys, in «der er sagte, er sei als Christ stolz daraus, den Juden in dieser Dache gedient zu haben. Es wäre eine große soziale Gefahr, wenn das Gericht der Ritnalmordhetze zu stimmt; es würden sich dann die Morde häufen, denn jodein Mörder wird eS dann ein Leichtes sein, den Verdacht von sich obzulen» ken, indem er eine Ritualmovdattnvsphäre schasst. Sin Rabbiner I» Brooklyn verhaktet. Wegen Verleumdung des Seren Hajeffod. Aus New-Uork wird uns berichtet: Große- Aussehen erregt hier die Verhaftung des 70jährigen Rabbiners S. E. R ogosin in Brooklyn. Die Verhaftung erfolgte wegen der seit vielen Monaten betriebenen Verleunddimg der größten und angesehensten jüdischen Organisationen in Amerika. In zahlreichen Pamphleten und Artikeln schmähte und verlemndtt« dieser augübliche Rabbiner den Rabbinervevband, den Keren H a j e j f o 5>, die Hilssgesellschast für jüdische Einwanderer HiaS, das große Central Relief Cmnmittee, den Misrachi und andere jüdische Körperschaften. Die Zentmllektungen dieser Organisationen sahen sich nimm ehr auf Drängen ihrer Mitglieder, die mit den Schmähschriften Rogosins überhäuft wurden, gezwungen, diesen vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen. Sie versuchten es zunächst, den Verleumder vor ein Rabbmatsschiodsgericht zu laden, doch kniff der wackere Nogcsin mutig aus. Ms er ader auch den Oberra-bbiner.K u k von Jerusalem öffentlich schmähte, btteib nichts anderes übrig, rls ihn beim zuständigen Obersten wegen Verleumdung nnd Schmähung zu belanigen. Rogosin wurde in Haft genormnen, später jedoch gegen eine Kaution von 2600 Dollar in Freiheit gesetzt. Dir von Rogosin verleumdeten Organisationen klagten überdies auf Schadenersatz von je 100.000 Dollar. Man glaubt in hiesigen jüdischen Kreisen, daß Rogosin, falls sich »licht seine Nu- Zurechnungsfähigkeit Herausstellen sollte, im Auftrags irgend einer Organisation gehandelt habe, die ein Interesse an der Herabwürdigung der mit großem Erfolge tätigen Mischen Ge- Üellfchasttar hat. __ 9er Mann ohne GedSchtnls. Er erinnert sich langsam. Der ungefähr 40jährige Mann, der, wir berichtet, Sonnig früh anscheinend bewußtlos in der Schüttelstraße mit einer leichten Verletzung an der Stirne' aufgefunden wurde und bei der Einvernahme Sprach- und Erinnerungsvermögen verlor«: zu haben schien, konnte noch nicht völlig identifiziert werden. Er hatte auf schriftlichem Wege angegeben, daß er sich erinnere, einen Schlag auf den Kopf erhalten zu haben und daß er seine Brieftasche mit mehr als 80 Millionen Kronen und Uhr vermisse. Gestern begann er bereits zu sprechen. Er behauptet Radler zu heißen und au- Warschau im Aufträge einer Speditionsfirma gekommen zu fein. Wenn es sich im Verhöre darum handelt, festznstellen. woher er stammt, versagt sein Gedächtnis. Seine Kleidung ist ziemlich hergenommen. Die Polizei arbeitet an der Aufhellung deseltsamen Falles. Verhaftungen bei den R/chamendee Wecke«. Unter der Beschuldigung, wertvolle SachdempSilisiermigsgüter verschleppt und verschleudert zu habe,:, wurden nicht weniger als 40 Pers o ne n in Fischam e n d und tu $ö ru itn am Gebirge in stvafgerichtlich« Untefftchult-z gezogen. Mehrere Personen, darunter Angestellte der Fischam>'«der Werke, aus welchen Holzvorräte und Eiftuwaven verschwmr'deu sein sollen, wurden verhaftet. - Wien. lvi. .Jänner.!i! Da- Wetter. Dvr Voraussage zuftlkige ist int hv'orscheniden WelterchaMter keine wesentüiche Aendorrmg zu erwarten. * Die Lebensmittelmärkte. Die gestrigen Märkte ibot«>l das traditionelle flaue MontagSgepräge. In -der G^oßmarkthalle, wo A Waggons divover Meischarten einlangton, hielt sich der Absatz in, Großmrd im Kleinhandel in der» beschei'denften Grenzen. GeEnuiber Sarnstag zeigten die Preise teine Veränderung. Der Nasch mar «kt wurde Wstern düMg beliefert, allein die Zuftchren langten für den schwachen Bedarf vollständig aus, da noch größer'- ersparte Vorräte lagern. Mit Ausnahme von Spinat »Uld Awie>bül, die int Preise an« ft-ZMN haben, notierten die andere Gemüsearten tmvetändevt. Der Obstmarkt wurde ausreichend veliosert. Ans den anderen Märkten tvar der Berkchr gang belanglos. ZuaSentgleisung. Gestern nach 17 Uhr entgleisten nvitthen Wien-Güdbahnhof und Matzleln-sldorf bei der lieberstellnidg von Eilgut infölge falscher Welchenstellnng zwei Eilgut wagen, wodtnch beide Han-ptgeleise verlegt wmden. Der von G rqz fällige Schnellzug R-r. 0 wn>rde in Meidliidg^Düdbahnhof au-igelöst. Tie übrigen fälligen RaWge lvnrden bis zur Freimachting der Strecke znrückgohalwn. Die AiifräumuWSa'rbeiten wu-vden sofort in Angriff genormnerr nnd war« noch vor 1V Uhr beendet. Bon dieiftv Zeit an wttrde der Zugverkehr wieder rogelmätz-ig abyewickelt. * StraßeubahnunMe. In der SechShauferstraße ist jN'storn vormittagdie Coinptoiriften Wilhelm ine Kritzer von der Plattfa-nn oine-8 fahrenden Straßen bahn, zngeS der Linie 57 gestürzt. Sie Mtf schwere BerletzunMn. Dia Rctiu-Wsgesellschaist brachte die BetvrlßÄose in das Spital. An der Ecke dvr IosMäd'erstraße nnd Lastenstraße wollte -osieon nachmittags der 40>M>vige Schauspiele, Roden R ol and auf «inen fahrenden Straßöldbahnzug der Linie 2 auflpringen. kam zu Fall nnd erlitt Verletzungen. Die Rettungs-!iesell!,chaft leistete chm erste Hilft. l * Die Leb-uSmüde». Am 9 d., mittags, wurde die 7>8jähri.ae .Privat«. Marie Sei ff tot a>ufgch,m.den. Rach Ab ichird-bric'on zu schließen, schontt sie sich 'mit ZyankaUe vor giftet pl haben,. — Der 57jährige pensionierte El e„bahner Sixtus Red a f ha: sich gestern nachts mit einem Strick, den er an der Wct-nungstür befestigt hatte, echängt. Die Ursache der Tat ist .nndoknnnt. — Der ITsähriige Handelsangestellte Johann K. hat sich durch Leuchtgas vvergiften aefucht. Die R-ettungsgeselsschaft brachte ihn in das Spitial. Das M>- tiv der Tat ist Arbeitslosigkeit. * Sternenschau auf der Iesuitenwiese. Bmn 15. bis 17. d. veranstaltet bei trockener klarer Wittemng Professor Dr. Oswald Thomas im Prater ^entführende Abende mit dem: gleichen Programm: Erste Orientierung am Sternenzelt. Versammlung Punkt 6 Uhr, Endstation der L-Linie. Ende halb * Besuchsoronung des UhrcnmuseumS. Das städtische Ubrenmuftnn^ 1. Bez., Schulhof 2, kann nach vorheriger söbriftttcher AmveLdung joden Mittwoch um 10 Uhr und jeden Dienstag und Samstag um 10 Uhr und 4 Uhr besichtigt lverden. Die Eüttrltltsgebühr betrögt fiir ebne Person 4000 K. * Hundesteuer für 1925. Durch Lan-desgü'etz wurde die Hnndosteuer für das Jahr 1923 mit 100.000 K. für jeden Hund festgesetzt.^ De>r Magistrat macht alle Hundebesitzer auismerksam. daß die Hundemarke cchne weitere Aufforderung u-nd ohne ZMungSaulttrag bei den 5dasstn der magPraitischeilt Bozerksamtcr noch!%r änner gelöst tverden muß. Wird die.Hundemarke his Ende Jänner nicht gelöst, ist die mit Kotten verdttndrme;wangswaise Einhebung der Abgabe nnd die Anrechnung des 25proze>n1igen Be rg ög e i u-ngsz u!üch lage,s jit gsivä-rtsgen. Die städtische Wasennteisterei nnt.de beauftragt, nach Mnauf der Aahttvngslrist oinerr, versEviteit Dienst eiuMrichten und alle H unde, die ohne Marke fiir das Jahr 1925 sind, ein zufangen nnd a-uLnahmÄas zu vertilgen. Wird die neue Hundemarke vrvkoren, ist eine Ersahmarke m losen, für die neuerlich l-00.000 K. zu zahlen sind. * Professor Mondelbrot an die Universität Rom berufen. A>ks Rom wird uns berichtet, daß der aus Warschau stammende 25 Jahre a«lte Gelehrte Schalem M a nd e l >9rot zum Professor der M a t h « m a t i f an der Unwevsität Ronr er-nannt worden ui Mandelbrot hat schon aH8 Kind ein staunenswertes Tal-nt -ür Mathematik bewiesen. Im Jahre 1920 beendete er seine Studien an der Warschauer Un-ivv tsität und ging nach Ram. * Der jüdische Nationalkongreß in der Tichecho-Slowakei verschoben. Wie das Präfidirun des jüdischen Na'ionalr>ates in der Tschecho-'Dlowaikei mit teilt, wurde der jüdisch,, ationale Kongreß für die Tfchecho-Sl.owaikei a>uf einige Wochen verschoben, da das Zionistische Exekutivkomitee erst in einer Plenarsitzung zu verschiedenen aktuellen Fragen gvuüd'ätzlich Stellung nehmen will. * Agudisten und Doziattsten. Aus Jassv wird berichtet: Dwier Tage landen hier die Wahlen in die indische Gvmeinde statt. Cs wurden 13 Vertreter der Zionisten und 31 Vertreter des Blocks der Agudah mib der sozialistischen Gruppe Der Wecker gewählt; von der, letzteren sind 20 Orthodoxe und 6 Sozialisten. * Ein Aufruf des Warschauer Rabbinals gegen das Ueberhandnehmen der jüdischen Selbstmorde. Aus Warschau ber,ch!et I. T. A.: Infolge der schweren wirtschaftlichen Krisis unter der si'vdifcheu MittelstanidSbevölkerung in Polerr häufen sich in der letzten Zeit die Selbstmorde. In den letzten Dalgetr.hüben wieder ein-ige angofthene jüdische Kmvfleule, die unsolid-her drückenden Steuerlast dom Ruin prerSge- Mden ivaren, Bokbstmovd lbegangen. Das Warschauer Rabbmat Veröffentlichte am 4. d. einen feierlichen Aufruf an die gesandte füdifchc' Bevölkerung Polens, in de, cs heißt, der freiwillige Tod widerspreche dem Mischen Gesetz nnd dom jübischen'Geiste. Die schwer 'bedrückte jüdisch: Kausimannschast wird anfgofovdert, auszuharren, bis die Krisis vorbei ist * Das Palais PoSnansktz in Lodz wegen Steuerschulden gepfändet und verkauft. Die Zodzer SteueMhörde hat das Palais der berühmten jüdischen FÄbr ikantenfan, rl-ie PosnanM) in Lodz tvegen rückständiger Stenern m der Höhe von 020.000 Zlotp gepfändet und an den polnischen Staat verkauft. PoSnan-Äh ist der größte Textülfäbrikartt Wlens. Sein Palais in Lodz war daL älteste rund zugleich schönste Gsbäude dev Stadt. Die Familie PoSnansky tvar nicht m der Lage, ihr Stanvmischloß anszulösen. In jüdischen Kreisen steht „um darin ein Shmptom mehr dafür, daß die Regieonna durch ihre Steuerpolitik besonders den jiddischen Handel w dir jüdische Industrie «nrpfmdlich trifft. * Das hebräische Schnlwefeu iu Pole». Ar«s Warschau berichtet I. T. A.: Umerder Mssicht der Organisatioir Tar« buty, die mit der allgemeinen Zionistischen Ärbeitspartei Hitachduth zusammen arbeitet, befinden sich folgende Schulen: 182 BolkKschnlen mH 15.883 Schülern, 97 Frobelschulerr nrit 9M SehA>errl, 11 Gpnndafien mH 3040 Schüler,r. 3 Fachsä^Uen, 200 AbendLtlvse mit 20.000 Schnlem. ein Ächr-evsarnMar in Wilnu mit 143 Schülern und Echülerinuon, -ein Seminar für Mndwgar-tetrlvhreriemen in Warschau mit 52 Schülerituven, ein Fovtblldungsk-ttrs siir Lehrer. An den Tavbuchschnlen sind 1067 Lehrer be-schäftigt. Die Zahl der Schüler beträgt 81.507, die .Zahl der .Massen 389. Ostgalizien ist in diese Zahlen nicht eingeschl offen. * Der „Roaalschewer Gaou" in Dürmburg. Dvr als der „Rogaisckrewer Gavn" 1'nühntte Rabbi Josef Fischer-Rosin ist dieser Tage aus Leningrad (PeterMu^) nach Dünabura m Lettla.,rd .zurückgekehrt, rrm nach einer nenujÄheigen Panse das Rähbineramt in dieser Stadt wieder .zu Mernehanen. Düncvbnvg chhlt etwa 50.(M> I-ndeu unter 120.000 Emwohnevn. Der Rabbi war zu Beginn des .strieges <i-ruwsichtS des deutschen Vormarsches auf die Festu-ng Dintäburg itach PetersLura ge» flüchtet. Erst jetzt alurr erhielt er die Dtöglichkeit, Mtrüchukehvon. In Petersburg, ft erzählt er den, I. T. A.-Bertrete-r. Hab vm\ ihm den Rabb in ersitz augobotert, er habe dieses Angebot abgelehm. Der Ra bbin er ha t 14 Mann skr ftte -mit sich gebracht, die er in den lebten rreun Jahren abgefaßt bat. ES sind ndeist Kommentare tzu MeiruonideS. Der Rabbi erzähl-de, er habe ztvei Enkel m Sotvfetvußland Mtiückgelafferr. der eine ist Jrvgarrienr, der arrdere Aiathenmtikel. Beide habon AlrgÄwte der r-nffischon Rvgiermtg fiir höhere Posten abgolchnt, weil sie VaS rradittonelle Judentunt nicht verlassen -und de», Sabbat nicht entwechen wollen. * Eine Rttllion Dollar für eine Jeschiwah. Das Kmnitee mach 'dem ,Mlnae-r Garn" Rabbi Jizchak Elch an an benannten JeMvah hat vor kurzem 4» der AmsterdamMwntte zu N a w - P v r k einen Bangvnnd für die Errichtung des neuen Gebäudes der Jeschiwah evworh«t. 2bus diesen. An lasse fand tut Hotel Astor ein «roßeS Barett statt, tvelchem einige hntldert der prontinentesten RcMkner nnd Bürger der Stadt dtotv^Bork bekvcihnten. Borsitzender war Richter Otto R o s al s k t). Bei dieser Gelegenheit wunde nngafähr eine Million Dollar für den Ronbau gezeichnet. Unter den grüßten Spendern sind zu nennett: Nachan Lamport mit 1lr0.000 Dollar, Harry Fischet mit 100.000 DoAnr, M. Wessel und sein Schlviegersohn Sank Levy mit je 50.000 Dolla >. 'ikv,i,U' Gold mit 25.000 Dolla r '* Eine neue französische Bibelübersetzung. Aus PMS wird uns berichtet: Demnächst beginnt hier die Herausgabe de, hebräischen Vtbcl mit französtscher Uebersctzung in künstlerischer AuÄtatttur-g. Der hebräische Text lmnde vom Professor für He brätsch am Robbm-erftmrnar und der Ecotc de- HauieS-Etuseß in Paris, Dr. Mayer Lambert, revidiert. Die Üeberfttzui^savberten versähet, unter Leitung des verstorbenen Grand RÄ>- bm Zddoe Kahn die Mstglreder deS GroßvabbknatS. Die Schbußaobeiten hat der gegenwärtige Grartd Rabbln von Frankreich, Israel L e v y, geleitet. Die Stadtraiswahlen in Tel-Awiw. Am 6. v. fanden ln Tel-Awi-w Neuwahlen in 'den kormmiualen Rot statt. Es wurddn gewählt: 12 Vertreter de-r Arbctter, 10 Mitglieder der jüdit'chorchodoxen Partei, 5 allgemeine Zionisten, 6 Vertreter der sophardifchkin Juden und 6 Vertreter anderer jüdischer Grtrppen. * Palitische Mannequins. -Der Sowfttgejandte Kroffm uttd seim Gattm bilden noch immer das Tagesgespräch -der Pariser. Kürzlich erschien Frau Krassen mit chre-in berühmten Brillantettfchmua in einem vornehmen Schneideratelver in der Rue de la Pa ix und richtete an den Geschäftsführer die Frsr-e, ob unter dem Persona! jemand fei, der vuffisch spreche. Als dieser darauf den nn Geschäft an-gestellten vussischen Probier- Mamsellen den LLamen der Kundin normt«, weigerten sich di'.'le entschieden, vor Frau Krasstn zu parMeven. Seretae, Sortrüge und Setfantmlungeu. Zionist lisch e BegirkSsektion Wieden-Margarete n. Morgen, 8 Uhr, i»n Sitzung Äs aäl des Tempel- Vereins, 6. Dez., Siabenibrnnnengaffe 1a, Generalvevsammlim-g. Referent: Dr. I. WaDmann- Mtnelle zionistische Fragen. — Zionistische Sektion 6 bis 8. Heut«, 8 Uhr abends. 8. 'Bez., Be,moplatz 1, Dr. Viktor Kellner: ,Mn jüdischen Kmd^rn". — Sozialpädagogische Geseillschast. Mittwoch, 7 Uhr aibeuds, 2lnatomisches Jnstrtuit, 9. Be;., Währiutzerstraße 13, Vortrag voll Ing. S- Strattß: „Gvtmd ftgrn und wirlschafttiche Bedoutung^ der Radiotelephonre". — fro n ist is ch e Betzirkssektion Leopo ldstadt. vule, halb 8 Uhr cibcnds, im Lokale, 2. Bez.. ZivkuSgasse 33, wichtige Ansschußsitzung. Samstag, 7 Uhr oibonds, Gcneralversammlmtg. — Handelsvertreter. Morgen, 6 Uhr, im Caft Lanottnann (Festsaal), Stouervortrag. Radio-Salon der „ Wiener Morgenreitung i m aus de« Dame" Ergon A.-G., 1. Bez., Schwedenplatz 1. BorWruna der Wietier Sendung täglich von 11 bis 1 Uhr mittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittags. Ein» tritt frei. Kein K a u f , w a n g. B e rk a u f erstklassiger Radio-Apparate und -Bestandteil- Radioprogramm für heute: ö lthr stütz r Marktberichte. — 11 bis 1 Ubr r Vormittags» kottzert. — V,4 Uhr: Schlußkurse der Wiener Börse. — 4 bi» 6 Ubr: Konzert Silving. - 8 bis 7 Uhr r .Märchen für Kinder. — 7 Uhr r Grillparzer-Feier (134. Geburtstag), Radio-Bühne: „Ter Traum ein Leben*^ -—«roher Saal des Ingenieur. ««& Architettevverrlner^ -—.. I. Eschenbachgasse S £ Donnerstag den IS. Fäunsr l. F. präzise V,8 Nhr abends U. Mä,8ctter Xbenci unter Vinstk. Leitung Bernhard Scharrer. Alltwirkend: Hilda Dulitzkaja (Gesang). Miriam Höflich- Schnabel (Rezitationen), Lea Weinstaub-Graf Gesang). Bronislaw Btlewtcz (Klaviers Oberkantor Gerson Margülie? (Gesang), Michael Preis (Rezitationen), Benzion Sigall (Rezitationen), Konzertmeister Josef Zimbler (Violine). Streich-Ouartett r Musikdirektor Max Geiger <!. Geige), Konzerttneister Stefan FraiSk (ll. Geige), Anton Kottasek (Bratsche), Karl Podzimek (Cello), LinaHopenko. Karl Gimpel Bühne md Kunst. »Re selber nennt sich Hckftnne." Deutsches BolMheater. Dias« ernsthaft« Komödie von Mlhsku Stückle» ist ftin und klug. Ich Hl-aubs, daß sich hinter de>m sttttivierwn, nütimte-r koketben Dialog ein nMeL, schanchafteS Dichterherz verbirgt. Das Publibuttt, für stvbtll« Zwiesprache schiver zn Wbetk, wird rechtzett-i-g tust „Gpatwmttz" verforgt. Ein Schuß — ich gestehe: ich hielt er Ar atvSgeMoffen. daß itt dieser Kvltwdie gaschoffett tverden könnt« und führte die Detonatton auf eine Atttopmrtve ztrrück — echt vervtMer Revolvcrschnß hinter der Stzene britrgt rechtzeitig dramatisches Loben in di« hochlrterarische AngeLegetchest und ftrgt für zwei wirifame M: schMffe a la Henry Bernstein. Int dritten M allerdings merken die Zuhörer, daß es Stückten nicht um 14« PreiSsvage, „We.r ist der Mörders gcht. sind gang alk&t mit tfjtt Text, ga-nz auf detk Dialog arrgowiesen und gar schr enchtätnschi. Im Mit-tÄpuM eine kW« Romanitckerm, von vier Män-nern begehrt. Der erste beanttvortot die Wwevjuttg mit SeMtmorv, erscheint sterbend ans der Bühne, beschuldigt bett Hivevten, auf khir geschossen zu haben mrd stirbt. Der ziveito wird irn Zuge der gerichüichen Urckevsuchung durch c-iatcu Min eid der Fra« HeMtkge gerettet. Sie beschwört, daß er iut kriti schon?bu>ge»Mick ln ihrem SchlatzinMer weilt«. Der dritte. Schlotbaron, hart nttb mtchtern, hat errechnet, daß dies« Frau den zweiten nur deshalb bevorzugt, webt sie tatsächlich glaubt, er HÄ« für si« Mtnördet. Er betveist chr, wofür er tatsäWck Kronzeuge ist u-nd was «r hinterhältig im Gerichtsverfchve» verschwiey, daß der zweite völlig mvschMg ist. Sa bleibt o, Sieger im WEaus mr Frau HePnge. (..Sie ftlber neltnt sich HeHivge," si« ftkber hat sich den gEingeltden. rolnorrtischen Mnen beigslegt, der bizarr« Tites der Komödie hat seitren. gitten Sinn.) Doch der vierte, der Katnmerdftner, stumm, mit Mhetdtzer Liebe itt der Bvttst durch das Stück gehon-d. mit gebändigter Seidettfchaft um diese Frau benmhr und l»Mmntert. ist die herzhaftest« Figur der Komödt« rmd verrät fett sorglich nmSlkkrstn Pakten.

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