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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-10 · Heft 2116 (10.1.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2116 (10.1.1925)
Date
1925-01-10
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Ur. Z116___Wien. SamZiag Konferenz -es Misrachi. Di« Misrachiverbände in den Dona»-- uns Balka llanoern hielkten Ende Dezember ihre Jahreskonstrenz in P r e s; b r g ob, zu welcher 62 Delegierte ans Oesterreich, der Tschccho Slowakei, Ungarn, Rumänien und Jugoslawien erschienen waren. Den Vorsitz führte das Mitglied des Zionistischen si'JianS» komitees Philipp May ,e r, welcher p>m europäischen Leiter Der im Februar dieses Jahres in Jerusalem zu eröfsuenden MIsrachibank ausersehen ist. Unter den Rcsolution'm ist eine oemerkenswert, welche sich gegen die Misrachiweltzcntrale wendet und deren Vorgehen fcdm Ausschluß religiöser Arbeiter des Hapoel Hamisrachi aus dem Verbände des Misrachi bedauert. Ferner wurde folgende Resolution angenommen: „Um den Einfluß der gesttzestr-Aien Schichten «pes jüdischen Volkes auf das Erez-Jsrael-Werk zu verstärken und den Umfang des gesetzestreuen Iischnws zu erweitern, beauftragt 1. die Koufereng die misrachistischen Delegierten der Donau- und Dalkcmländer, a.u,f dean nächsten Ziouistnü, ngreß dahin zu wirken, daß im Sinne des Bölkerbundniandals und der Beschlüsse des 13. Zionistenkongressts >dcr von der Agudas Zistoel emgebotene Eintritt in die Jcwifh Agency ak§:Ptiert und ehestens verwirklicht werde unter der Voraussetzung, das; 30 Prozent der Sitze in der Jewish Agency im Besitze der Zionistischen Organisation verbleiben; 2. 'beschließt die Konse^enz, daß die Arbeit des Misrachi in den Donau-' und Balkan-län-dnn zur Vorbereitung ,der Alijah, Hachschara'h und sonstige wirtschaftliche Ercz-Jsrael-Arb eiten.möglichst im Einvernehmen, mit sämtlichen gesetzestrouen Organisationen und Gruppen zu vollziehen ist und beauftragt ihre Landesvertreter, im Einvernehmen mit dem Generalsckretariat der europäischen Propagandazentrale in Wien diesbezügliche Unterhandlungen sofort zu eröffnen." Der Kongreß der rumänischen Zionisten beendet. Die Beschlüsse. Bukarest, 7. Jänner. (I. T. A.) Der in Au Wesenheit Nahuim S okol o w s in Bukarest stattgefundene Kongreß der Zionisten Alt-Rumäniens ist nun beendet. Einen der Hauptpunkte der Diskussion bildete die Frage, ob sich di« Zionistische Organisation Rumäniens an den innerpolitischen Kämpfen, insbesondere an den inneren Kämpfen der Indenschaft aktiv beteiliget! soll. Ein formeller Beschluß wurde nicht angenominen, jedoch der Meinung Ansdrnck gegeben, daß eine vereinigte jüdischnationale Partei gebildet werden muß, die den innerjüdischen Fragen Rumäniens ihre Aufmerksamkeit widmen soll. Nach einer eingehenden Kulturdebatte wurde beschlossen, ein System hebräischer Schulen cmfzu-' bauen und als ersten Schritt ein Pädagogium für hebräische Lehrer zu errichten. Die Lehrerbildungsanstalt soll noch in diesem Jahre entstehen, so daß man nach vier Jahren über «in« genügende Anzahl jüdischer Lehrer wird verfugen können. Erst dann wird das hebräische Schulsystem endgültig ausgebaut werden. Der Kongreß beschäftigte sich eingehend mit dem Problem der P a l ä st i n a iw a n d e r u n g und nahm entsprechende Beschlüsse an. Unter großem Enthusiasmus wurde ein Beschluß angenommen, für die j ü d i s ch c n Mi nderheits rechte in ganz N u m ä n i e n mit allen Mitteln einzutreten und zu diesem Zwecke in Bukarest ein Rechtsbure au zu errichten. Sie Vernichtung de, jüdischen Leben« in Rußland. Äer bekannte jüdische Schriftsteller A. Roskn (Ben Adir) hat soeben im Verlag „Das freie Wort", Berlin, ein Werk, „I -m Chao s". erscheinen lassen, welches der allgemeinen. Entwicklung Rußlands gewidmet ist. In zwei Kapiteln behandelt er die Auswirkung des Sowjetregimes auf da's jüdische Leben in Rußland. Einerseits führt die Sowjetregierung einen entschiedenen Kampf gegen den Antisemitismus, andererseits wacht sie selbst ,den „ökonomischen Pogrom", indem sie den jüdischen H a n d e l e x p r o p r i i e r t und das jüdische H a n dw « r k n a t i o n a l i s i c r t. Die jüdische Bevölkerung hat zwar Gleichberechtigung im weiteste Sinne erhalten, ihre Existenz wurde aber bis in die tiefsten Wurzeln untergraben. Die furchtbaren Pogrome und das Banditentum haben auf eine gewaltsame Art die B e31c h u itg e n de r In de u zu m Dorf z e r i s se n. Aus den kleinen Städten wanderten die Juden in die verpesteten Zentren der großen Städte, wo sie physisch und geistig entarten. Es ist ein großes Sterben unter den Juden in Rußland. Mit dem Untergang der russischen Stadt, die'durch das Sowjetsystem bedingt ist. geht vor allem die jüdische städtische Bevölkerung unter, die nicht so wie die nichtftidische städtische Bevölkerung urii dem Dorf verwur-. gelt ist. In einem besonderen Kapitel behandelt der Verfasser die Tätigkeit der jüdischen Sektion der russischen kommunistischen Partei, die eine Diktatur über das jüdische kulturelle Leben errichtet hat. Diese Diktatur ist ebenso wie das kulturelle Leben selbst zusammengebrochen, aus kulturellem Gebiete läßt sich eben >n,it Geivalt nichts ausrichten. Berhaftüngen und Verbannungen. Berlin, 8. Jänner. (I. T. A.) Nach soeben aus Rußland eingetroffenen Meldungen wurden in den Kreisen Minsk und Witebsk neuerdings 24 Personen wegen Zugehörigkeit zu den zionistisch-sozialistischen Zeire Zion verhaftet. Die in H 0 m e l verhafteten linken Zeire-Zionisten sind bereits « b g e ü r t e i l t worden. Sechs von ihnen tw rh S"l,>n»'tz k i^J„1e sn -NV' noch Si In vier« Wiener Morsenzeituns. und Turachan v e rba n n t. Ferner wurden nach den Solowehki-Jnseln verschickt: Aus Odessa: Starosta: aus Home l: Kofsitzlie, Guschanskie, Molkowo, A. Wiadorsohn, Singwow. Weitere fünf linke Zeire-Zionisten aus H 0 m e 1 wurden nach Turachan verschickt. Nach Sibirien 'wurden verschickt: Resnihki (Poltatva). Safra (.Jelisawethgrad), Gogol, Eidelberg, Goldin, Frankel (Odessa), Michailcwsk-i, Sklawski, Finkelberq. Kirschner, Bazkow'ski (Jekaterinoslaw), Seigermann (Krementfchug), Rosenberg, Feinberitcin (Podolien), Krasnienski, Rabinowitsch, Stern (Ukraine). % --- Wie sich die tschechische Revolution abspielte. Aus Prag wird uns geschrieben: Ob^.var seit dem Umsturz bereits über sechs Jahre verstrichen sind, ist bisher von den Mitgliedern des tschechischen Nationalrates, der am 28. Oktober 1912 die Statthalterei und das Militärkommando in Prag besetzt hat, noch keine authentische D a r ste t 1 ung über die Vorgänge am 28. Oktober veröffentlicht worden. Zn diesen! Kapitel der UmsturzgLschichte veröffentlicht nun das Organ der nationaldemokratischen Landwirte „Rcle" folgende interessante Enthüllungen: Am 28. Oktober hatten sich schon in aller Frühe die Vorstandsmitglieder des Na t i 0 na la u s s ch u s se s zu einer Beratung im Präger Repräsentantenhaus versammelt. Um 10 Uhr voMittags erhielten sie die Nachricht, 'daß die Note über die Kapitulation Oesterreichs bereits in den Redaktionen ausgchäugt sei und daß die Prager Bevölkerung aus btcifc Nachricht hin Masse naufzüge veranstalte. Der Nationalanöfchuß mußte sich uun schnell zu einer entscheidenden Tat entschließen, «wobei er allerdings m i t d e nr W i d e r st and 'der österreichischen Behörden zn rechnen 'hatte. Er wußte, daß das Militärkommando sich in den Händen eingefleischter Tschechenseinde befinde, daß die Prager B es a tz u n g der tschechischen Bevölkernng aufs feindlichste gesinnt sei und daß er sich nur aus die Polizeidirektion verlassen könne, wo ereiuige verläßliche Beamte zur Verfügung hatte. Es wurde also sofort der damalige Petizeioberkommissär dienert in den Nationalausschuß berufen und beauftragt, die Poilizeidirektion in die Hände des Nationalaussckusses zu stellen. Da man weiter befürchtete, daß insbesondere Bolschewiken die Bevölkerung zu Ausschreitungen aufstacheln könnten, verfiel das Mitgllced des Nationalausschusses S t r i b r n y ans den Gedanken, Musikkapellen aus die Gasse zu schicken, Gegen Mittag fuhren die Mitglieder des Nationalausschusses in einem Auto zur Statthalterei. Während der Fahrt bestand Dr. R a s ch i n darauf, daß eine revolutionäre, gewalttätige und rücksichtslose Abrechnung gepflogen werden müsie. Ohne viel Ueberlegung erklärte er, denr tschechischen Volk sei jetzt durch das Schicksa!l Gelegenheit gegeben,'die Schmach des Jahves 1618 zu rächen und man tnüsse daher sotvie iin Jahve 1618 auch im Jahre 1918 e i ne n Fen sie r stu rz du rch.führen. Er fuhr auch mit dom besten Vorsatz in die Statthalterei, um Coudenhove oder irgend einen anderen Habsburgerbeamten mit eigenen Händen aus denr Fenster zu stürzen und bedauerte nur, daß der Fenstersturz nicht auf der Burg erfolgen könne. Diese Idee ergriff sofort Besitz v 0 n allen M i t g lieber.n des Nation« l«iir s s ch u ss e s. Alle stimmten zunächst zu, aber dann stiegen Bedenken auf, daß eine solche Tat das Signal zu einem 'allgemeinen Chaos und zu einer Revolution geben könne und man dachte daran, wie das slawische Rußland seine Revolution verspielt habe. Man einigte sich dahin, daß es nicht angehe, dom Zuge des Herzens zu fblgen und daß man sich mit Rücksicht 'auf die Situation Reserve ansevlege. Dr. Raschin >hat dann später erklärt, es dürfe nicht eine einzige F c n ft c v t a f c l zertrümmert werden und zu keiner wie immer gearteten.Gswalttat kommen, bis in Prag nicht vollständige Ruhe herrschen wird. So wurde der Gedanke des Fenstersturzes fallen gelassen. Die Stimmung Raschins und der übrigen Mitglieder des Nationalausschusses wird am besten durch die Tatsache gekennzeichnet, daß Dr. Raschln bei der Unterredung mit denr Statthalter Coudenhove keineswegs seine Worte wählte, sondern r ü ck s i ch t s l 0 s und verächtlich aus i h n eins ch r i e, mit 'den Fäusten dreiuschlug und sich in seinen Worten gegen den „deutschen und habsburgischen iVakai" nicht zu beherrschen wußte. Als eiuige Tage später der Führer der deutscheu Sozialdemokraten Seliger den Nationalausschuß auffuchte, um zu erfahren, was mit den D. urschen los sei, vevmochte sich Dr. Raschin gleich^lls nicht zu beherrschen. Er lehnte es nicht nur ab, mit Seliger zu sprechen, sondern er p a ck t e Seli g e r s c.l bst b e i m K r a g e n, öffnete die Türe 'des Bureaus und warf Seliger eigenhändig heraus, wobei er ihm noch einen Fußtritt versetzte. Das 'hat Doktor Raschin später einige m a l e e r 3 ä h l t. nie hat er es vccheimlicht. Bevorstehende Snthaktnng de» Kommunisten Kotz. Wie Um* erfahren, hat der Chef -er Wiener Staatsauwaltifchaft, Hofr-at Dr. I m nr c n d ö r f e r, st inen E i nsipruch wegen zu geringer Bemessung der Kaution für die Entihastluvg des komruunistischen 3!eichstagsatzgeordueten Ivan Katz gestern wieder zurückgezogen, so daß Katz nunmehr nach Erlag»ng der von der RatSkmnmcr des Straflandesgerichtes 1 sestgesetzteu Karrtwu von 60 Millionen Krorreu rlnverzügtich aus freien Frrß gesetzt tverden lvriw. Dies dürfte inkk Laufe des heutiigcn Tages Mchcheu. 10. Jänner 1927,_Deik« % Tagesbericht Als Quartiermacher der Sakoat «ach Aegdvten und krez Israel. Bon Tr. I. H. Körner. 2. La uv in Sicht! Deutlich untsricheisec man am Srranve ibic langaeistreckte, sandige, flache Küste, den Lenchttnrm, der <mß einem Meer von Gebäuden, raucherrven Schornsteinen und hohen Masten emporragt. Motorboote fahren uns entgegen, .und wir taufen in 'den Hasen ein. >Ka>um hatten wir angelegt, stürzte ein Rudel phantastisch gekleideter Araber aufs Teck, Geschrei wfo Gezänk ertönt in allen Sprachen. Wir sind in Alexa ndr i en. Unsere alten Freunde von der Palest ine Expreß Comp., Schmidt nud R ab inersohn, lamen uns entgegen. Besonders aber freute es mich, daß der Knltnspräsideut Senator Piciotto und fein Söhn Daniel. Führer der B l a rr - W e i ß, mich erwarteten. Wir sichren in die Staidt und, miowohl ich zu.nr zweiten Mate hier weile, finde ich Widder das Leben und Treiben in den Straßen so wunderbar anziehend. Das ganze 'bunte Bölkcrmvsaik des nördlichen A'fmka entrollt sich vor unseren Augen. Verhüllte arabische Weiber in schwarzen oder dunkelblauen Gewändern mit ihren Wcchernen Nateufutteralen, welche Iben oibereu mit dein unteren Gesichtsschleier zufaupmenhalten, ein Kino rittlings ans der Schulter tragend, bärtige, würdevolle Araber, Beduinen in schmierigeu weißen Röcken, aus dem Haupt einen weißen Durban, Fellachen, in ein langes, bis aus die Füße reichendes blaues Bammvollhemd gehüllt, Nubier in bunten Fetzen mit hohom, rote.nl Tavtmsch. Mlvke Esel traibc» vorbei, langsam schreiten Kamele einher, die auch Arrch das gellendste jalla, jall-a nicht in raschere Gangart zu bringen sind. Das geibräunte arabische Viertel, das so awssieht, als o>b sämtlich? Dächer olbgclbrannt wären, die malerischen Minarette der Moscheen, die schlanken Palnren mit ihren zierlichen Kronen sind der stimmnngsvolle Hintergrund, aus welchem sich die uns fremdartig ammtteniden Szene:: des orientalischen Leidens a«bspielen. Die Vorbereitungen zu.m E m p s a n g ' d c r H a k 0 a h sind im vollsten Gange. Senator Piciotto teilte mir mit, 'daß König Fu ab in Alexandrien und,Port Said die Gouverneure beauftragt hat, die Hakoah in seinenr Namen zu empfangen, wogegen in Kairo unser Gönner und Grsinnu.ngsgenosse Exzellenz Ca tau i Pascha, der derzeitige -Finanzminister, den König vertreten wird. Daniel Piciotto tterri-et mir, daß in Alexandrien ei» Turn- und Sport fest und ein Ball zu Ehren der Hakoah veranstaltet werden. Wir fanden alles für die Ankunft der Hcrkoah und der Mitreisenden so gut voribereitet, daß wir nach eintägigem Aufenthalt uns nach Kaiw begeiben konnten. Die Fährt von Alexandrieir geht ant umreoteschen See und zahlreicheic .Kanälen vorbei durch fruchtbares, reiches LaNo. Ueberall sicht man 'schlanke Palme>c und häßliche, braune F<!llachendörser. Eines haiben die Acgypter von unseren Pailäftinensern übernommen: sie pflanzen in Suenpfgegenden den Eukalyptus bäum. Hinter B enh a treten in nebliger Ferne die Umrisse der Pyramiden hervor und werden bei K a '£ y u b derctlich sichtbar. Bald vevm>chren sich die Häuser, die Felder verschwinden und der Zug fährt in Kairo ein. Wieder erscheint mir Kairo wie eine Märchenwelt. Boulevards, schöne , Avenuen, prachtvolle Häuser in breiten Straßen, Auiomöbile bester Weltmarke, elektrische Straßenbahn lind Autobusse. Reiben eleganten Frauen und Mmmern aus allen Welt teilen ldahinhuischenide Araiberinurn in schwarzen Gewändern mit weißem Gesichtsschleier, Augenwimpern und Lider dunkel gcfäribt, und Araber ur.it den verschiedenfarbigen Turbans. Ganze Häusler, -uefn, ganze Gassen liegen in Ruinen da, Schutt und Schmutz türme:: sich ringsum auif. Der Zerfall gähnt uns von allen Seiten uns tausend Löchern, geborstenen Mauern, sinkenden Hausdäch'ern, Gruben und gejschwärzten Höhlen an.' Und dennoch sind diese zerbröckelnden Trümmer reich 'betvoihnl. Ztvischen den Schutchaufen wünmelt es von Haustieren, drängen sich Weiber und Kinder, hocken bärtige Männermit ihren langen -Pfeifen und Handwerk wvvd sogar dabei betrieben-, gekauft und verkauft. Eure Berändevilug des Siraßeubildes will ich noch er- . wähnen: cs sind dies die zahlreichen Patrouillen englischer Soldaten, denen man überall begeguei und die nirgends einen Gru.ud öwm Ei'nschmiten vorfiüden. Ueiberall herrscht peinlichste Ruhe «und Ordnung, und wie ich ans den Ge,sprächen urit maß'geben den Einheimischen erfuhr, waren die Bericht« über Aufruhr und Dömonstrationen weitaus übertrieben. Gafar Waly Pascha, bel^idean ich zu Gast war, meinte sehr richtig, daß die 'übertriebsnen Berichte in Europa Aegypten gerade jetzt in der Saison sehr geschadet haben. Ich mußte ihm da zustiinmeu, fanden sich ja doch auch in Wien zahlreiche „Freunde" der Hakoah, 'die die bereits zur Mitreise LlN'gemÄoeten durch ihre „guten" Informationen zur Absage, der Teilnahme bewogen. Daß sie dadurch um unserem Erez Israel Schaden zufügten, verst-ehen diese unverantnoortlicheu Elemeicte eben nicht! Unser Freund, Gesinnnngsgenosse Bloom, der Besitzer des einzilgen koscheren Restaurants von 5kairo, ist mir in den Bovaribeitencbeufo wie -im Vorjahre in uneigennützigster Weist behilflich. Die Zeitungen aller Sprachen und Schatticrnil'gen bringen spalteulalkgo Arrike'l über dr« Hakoah. Als größte Ehrung jür uns Proistu sie die U ober nähme des Protektorats aller Veranftaltu-ngen durch König Fnad. Wir werden Gelegenheit haiben, in Andienz zu evschainen und unseren Dank auszusiprechett. Wir haben in Dr. van Frießland einen glänzenden Helfer «gefunden. Ätorgen trifft die Hatoah ein. Ich diu überzeugt, daß unsere Brrrschen die von den hiesi-geu Z-n,den in sie gefetzten Hoftmi-ngen voll und ganz c-vfülieu werbe-:

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