Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2114 (8.1.1925)
- Date
- 1925-01-08
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Mk. M? Men. Donn-etStasi Wie der Rfl&M von Sadagora bestattet wurde. Dem „E-Mnowitzer MorgelMatt" cu-tnshmen wir die fobsten-e, aus New-York, 8. Dezembor, datierte Schiil'deriuni.a: Nwbbr Israel F r i e d m <l n n ist Sonntag den 7. Dezember gestorben. Am Krankenlager hatten sich erschütternde Szenen abgespielt. Die treuesten Anhänger versammelten sich um das Krankenlager und verrichteten dort unablässig Tag uirtb Nacht Gebete, lasen Psalmen, um so den Kranken aus den Krallen des Todes zu retten. Sie wollten ihn nicht sterben lassen. Aber der Tod war unerbittlich. Ms der Rabbi seinen Geist ausigegeben hatte, rissen sich viele seiner Anhänger die Kleider vonr Leibe und verharrten in stummer Trauer am Totenbett. Daun begannen die Dispositionen für das Lüicheubegäng'Ms. Bevor der Tag und die Stunde des Leichenbegängnisses angesetzt wurde, entstand ein Streit Mischen drei Parteien, beziehungsweise dre: Vereinen über die Frage, wo der Rabbi zur ewigen Ruhe bestattet werden soll. Der Rabbi von T o l n a mit seinen Anhängern verlangte, daß Rabbi Friedmanu auf ihrem Friedhof bestattet werde, während der Verein der Sadagora er das Recht ftir sich in Anspruch nahm; schließlich machte noch der rumänische Verein in Ncw-Aork das gleiche Recht für sich g-Ätend. Der Toknae r Rabbi bot für diesesRecht den anderen Parteien 5000 Dollar an, darauf erklärte der Sadagovasr Verein, daß er 10.000 Dollar geben werde. Der rumänische Verein erklärte sich sogar bereit. eine noch größere Summe zu spenden. Ta man keine Gi-niglmg erzielen konnte, ivuvde beschlossen, ein Schiedsgericht im Angesichte der Leiche abznhalten. F ü n s R a b b i n e r mit einer großen Schaar dorr Anhängern traten ad hoc zu einem Schiedsgericht zusammen und berieten über den Fall. Nach mehrstündiger Beratung fällte das Schiedsgericht den Spruch: Der Rabbi soll a n f dem Friedhof des Vereines dcr Sadagoraer bestattet werden, weil er aus Sadagora stamme und weil die ehemaligen Sadagora«, die jetzt in New-Aork leben, ihn dorthin eingeladen hatten. Dafür hat der Verein 10.000 Dollar zu bezahlen und überdies die Ginnahmen für 16 Gräber aus d-mselben Friedbof zu spenden. Das Wesen des Streites ging um einen ideellen und noch mehr um einen materiellen Zweck. Denn jener Verein, aus dessen Friedhof der heilige Mann bestattet wird, darf m i t ei n e m sta rk e n Zuwa chs a n Mitgliedern rechnen, weil jedes dieser Mitglieder den Wunsch hegt-, im Falle des Ablebens m der Nähe des heiligen Mannes begraben zu werden. Eine Stunde nachdem dieses Urteil gefällt war, wurde der Rabbi zu Grabe getragen. Das Leicheuibegängnis war für 2 Uhr 30 Min. angesetzt. Aber schon lange vor 12 Uhr miittags sammelten sich Tausende von Menschen unr das Dranerhaus. Die Straße wimmelte von schwarzen Gestalten, von orthodoxen «und modern ^gekleideten Juden aus allen Ländern her Welt, die nunmehr in New-Aork ihre zweite Heimat gefunden hatten. Unter diesen sah -man eine große Anzahl von Rabbinern^ die alle mit ihren Anhängern zum Leichenbegängnis erschienen waren. Die Tramway wurde für eine StuUde still gelegt, und eine schwarze, dumpfe Masse wälzte sich entlang der mächtigen Straße zum Friedhof. Leichenreden wurden genräß der Tradition und >der Sitte, die Lei solchen Fällen beobachtet werden, nicht gehalten. In lautloser Stille bewegte sich der Zug zum Friedhof. Er machte uni bei einzelnen Gotteshäusern Hält. Die Leiche wurde von den Anhängern des Verstorbenen getragen. Wagen und Automobile sah man nicht. Die ganze mächtige 275. Broadway ivar dicht mit Melkschen gefüllt. Obwohl es gerade in Strömen regnete, verharrte die Menschenmenge ruhig die ganze Zeit, As die letzte Scholle aas das Grab des Rabbi gefallen war. Wien, 8. Jänner. * Das große Schweigen. Ern Laser schreibt nns: Die -/Neue Freie Presse" war lange Jahre hindurch böse auf den Zionismus. Benedikt dar Erste konnte es nicht Vertvagon, daß einer der ihm untertänigen Redakteure «ns dem Gebiet des Feuilletons in die Wüldpolitik sprang, was einerseits seinen Aerger erregte, andererseits die Angst, daß der deutsche Liberalismus in Mähren Schaden leiden werde. Das ist inzwischen geschehen, der Fenilletonredaiktenr, der Theodor Horzl hieß, ist in die Weltgeschichte gelangt, und so hat der Filius die Formel des Vaters albändern können. Der Bann ist aufgehoben und die „Neue. Freie Presse" schreibt vom Zionismus so wie über die Kaiffeernte in Brasilien. Das ist immerhin etwas. Mer wir können uns nicht so ganz freuen. Denn die österrelchische Sozialdemokratie hat t>en Fluch: „Nicht gedacht soll seiner werden!" übernommen. Sie macht den umgekehrten Prozeß durch. Erst berichtete sie. nicht wchlwottend, albsMt nicht. Sie hatte am Zionismus anszusetzen, daß er eine jüdische Bewegung ist. Eine ESkimoovganisation hätte sie den: tlassenbswnßten Proletariat mit mchr Sympathie geschildert. Aber der Zionismus kehrte sich nicht daran und eroberte sich die jüdischen Massen, auch die jüdischen Arbeiter, nämlich die indisch sichle,tden, die im Anschluß Oesterreichs an Deutschland kein jüdisches Problem entdecken wollen. Also ging die „Ar be'iter-Zektunlg" in ihrer Beurteilung noch nm einige Stufen rieifer. Sie berichtete nicht mchr, aber sie schimpfte. Bis da Geizmann nach Wien Emu und bis sich m Konzerlhansfaale '»eigte, daß daß Wiener Judentum dem Führer des Siebzehn millioiwnvvl-kes znjnbette, der als Vorkämpfer des Rechtes, r>c* * wahren, großen Pazifismus sich n:cht alle,,', die Frenndschast Wiener' Moraenzerturift. 8. Jänner 1025 Mitteilungen aus dem Publikum. AflUlfffiftÜ infolge ihres Jodvvfr|l|(IJv nnd Eiweißgehaltes die gesündeste Nahrung! pro au- Seeknrpsen (Goldbarsch) K. 10000 Seelach», Kabliau....... K. 14.000 Zubereitungsanweisungen kostenlos in den Filialen der ff Nordsee" OHNE IS- HAARPFLEGE!! Für trockenes Haar fettes für fettes Haar trockenes PERUTANNIN Vertriebsgesellschaft Professor Dr. Schleichscher Präparate, Oes. m. b. H, Wien, 10. Bezirk, Gudrunstrasse Nr. 150 i°25 Lloyd Georges, sondern anch Ramfay Mac Donalds erworben hatte, den Eduard Bernstein, Leon Blum nnd noch andere geistige Führer des Sozialismus als eine Mittelpunktfigur der Demokratie anerkennen. Ucber Werzmann spricht die „Arbeiter-Zeitung" nicht. Kein Wort. Sie erzählt von Achined Zagliu, von Bairam Zuri und von Ehandi. Aber nicht von Weizmann. Der Mann, der das alles nicht schreibt, weil er nun einmal WeiMann nicht zur Kenntnis nimmt, heißt Friedrich Austerlitz, der Erbe der BenedÄtschen Formel. .Herr Sieghart, der ja auch ans die'Inden nicht gut zu sprechen ist, hat doch wenigstens ans das Renomme des „Neuen Wiener Tagblatt" (demokratisches Organ) Rücksicht genommen und schreiben lassen, daß bei einem Bortrag eines gewissen Wcizmann die Polizei einige hundert Studenten, die keine Karten hatten und in den Saal stürmen wollten, zurückhalten nvußte. Das >ist doch wenigstens die Flaggenvhre. Aber Austerlitz wird es ihm noch zeigen! * Ludwig Purjesz gestorben. Wie aus Budapest berichtet wird, ist der Herausgeber und Chefrodakteur des oppositionellen Tagblaites „Pilag", Ludwig Purjesz, der vor mehreren -r.agen euren Wutsturz evkitterr hatte, int 44. Lebensjahre an einem Herzschlag gestorben. * Das Wetter. In Mstteleuropa ist starke Abkühlung emgotreten. Vom Westen her dringt wieder wärme Luft vor. Die Voraussage meldet: Ziemlich hoiter, Nachtfrost, tagsüber Westwette>relnbvnch mit TentPeratiurMnaihnl«. * Die Lebensmiltelmärkte. Die Großuravkthalle hatte auch gestern günstige Fleischimporte aufzuwsisen. Mittels Bahn sind 30 Waggons im Gewichte von 163 Tonnen verschiedener Fleischarten, ednigelangt. Während im Großhandel der Berkchr sich ziemlich lebhaft aestättete, stockte der Fbeischabsatz int Detail- Handel. Die Preise zeigten geigen die Vorwoche keine Veränderung. — Der Noschmarkt wurde ans allen Geibieten ansvöichenid beliefert. Ans Holland und Dänemark sind größere Mengen Weiß- und Rotkraut vingellangt. Auch ans Italien wurden verschiedene Erzeugnisse, darunter Karfiol, auf den Markt gebracht. Boi ziemlich leibhaftem Berkchr erhielten sich die Preise anf dent vorwöchigen Stand. Die Aepfelznfuhren aus dem: Obstmarkt wiesen zwar einen Ausfall ans, denn die Händler verfügen noch immer über große Vorräte. Auf allen arideren Marktgebieten hielt sich der Verkehr in bescheidetven Grenzen. * Verbilligung der Eierpreise. Infolge der anhaltenden warnten Witterung, welche es bewirkt, daß die Hühner bereits ihre LegetätigLeit beginnen, bercitot sich cm S t n r z der Eier- Preise vor. Schon macht sich ein Abbröckeln der Preise bemerkbar. Biele Geschäfte kündigen bereits au: „Eier billiger!" Auf dom für die PreisiWstaltung vicGach richtunggebenden Samstag-Großmarkt >iu Wels gingen die Eier letzten Samstag bereits nur 200 bis 300 K. im Preise zurück. Kalkeier, von denen es nach große Vorräte gibt, sucht man rasch aöznstoßen und verbilligt sie stark.' schöne steirische Kalkoier, die noch zu Weihnachten 2300 bis 2400 K. das Stück kosteten!, sind bereits um 1700 bis 1800 K. zu haben, werdet: jedoch noch weiter im Preise sinken. Auch ein B ut ter krach!bereitet sich infolge der großen Produktion, des schleppenden Geschäftsganges nitd der tntldeir Temperatur vor. * Die Milch um 10o K. billiger. Wie die Korresvoltde,t.z Herzog von ntaßgebender Seite erfährt, tmtride mxit Wirksamkeit vom 7. d. der Milchpreis nonevdings um 100 5k. pro Liter herabgesetzt. * Frankreich hat das billigste Brot. Das Landwirtschasts Ministerium in Frankreich verösfentticht eine Statistik, wonach unter BerücksichtiMng der Balntauntevschiode am 1. Oktober 1924 die Brotpreife in dort verschiedenen Ländern, in französischen Franken ansgedrückt, sich wie folgt stellten: Frankreich 1,30, Belgien 1^, Jtaliett 1,42, Englarch 2, Deutschland 2.55, Schweiz 2,80, Däuemart' 3,60. Seither sei der Brotpreis allerdings in Paris auf 1,45 Franken gesti-egen. * Neuerlicher Streik bei der Finanzlandesdirektion Wien. Die Berhandt-turgett lvogeit Gewährmlg einer einmaligett Aushilfe an die Angestellten der Finanzlandesdirektioll find noch nicht abgeschlossen, und die Regierung witd neuerlich zur Auszahlung eitler solchen Aushilfe gedrängt Die Beamtou des Zvlldberaultes verlangen ebenfalls geschlossen eitt<> einmalige dlushtlfe. Ein n e n e r l i ch e r S t r ei>k erscheint u i cl) t a »l s g e s ch l o s s e n. Hochschiiler und abgebaute Bankbeamte als Wehrmünner. Mit dem gestrigen Tage wurde», wie die „Wrelter Nachrichten" erfahren, die Werbungen für das Bnntdes- I)m ad gesd) l o ssc n. Es tvmden iilsgesamt 40tl0 Bewerber für tallglich befunden und angeworbeil, darunter zahlreick)r M a t u v n n t c n, H o ch s ch ü l e r nnd a b g e >b a n t e Baut beamte. . * Die Beleuchtuna des Rathauses wird aut Sonutag wiederholt. Sonntag den ll. d. um 1l Uhr vormittags findet in der Schalt - ^iuib Transfor>naloretl«station Wie ll-Nord, Florids dors, Jedleseerstraße die Uobernahnre des Wasserkraftwerkes Oppvnitz ittid der Starestronlferilteitutlg in beu Betrich der städtisch-» Elettrizitätsloerke statt. Anläßlich dieser Ueberivayme wir.i) an» aleichüt» Tage die festliche Belouchtung des Rathauses tvi. derbolt. Das Rathans wird von 5 bis 6 Uhr und twa 8 vis 0 Uhr abends mit drei Scheinwerfern nnd 4000 Ferrvwatt Haibwartlampeit beleuchtet werden. * Die Lebensmüden. Aut 5. d. wtlrde die 21 jährige Schneiderin Mathilde Geratsik in der Wohmmg von^ihrem Bruder im Bette bewußtlos aufgefunden. Sie starb im Dpital. Es dürste eine Vergift»ng dltrch Morphium vorliegen. — In einenr Hotel auf der Moden lvurde gestern ein Mann, der dort als Karl Schnlidt, an: 30. Juni 1901 zu Mödltng geboren, Birchhalker, gemeldet toar. erhängt anfgeflnchen. -- Dienstag nachts tvnrden in einem Hotel in Hernals die 18fährige Anna W. und der 21jährige Mechaniker Leopold St. mit Schmtttvlln'den an den Ha.ridgelenkett aufgefuitden und von der Rettungsgesellschaft auf die Unfallstation göbracht. Sie hatten sich mrs Leben sübewruß die Verletzungen zuge-fügt. — Die los ah r!ge Hansgehilf'n Ottilie W. wurde mit einer Lettchtgasrergsitullg bewußtlos aufgeifultdell urtd von der Rettungsgesellschaft ins'Spital gsbracht. — Die 49jährige HMcntbeiterin Sophte St. nahm gestern aus Not eine größere Menge Lysol und lvurde von der Rottungsgesellschaft ins Sophienspital gvbracht. * Durch Unvorsichtigkeit erschossen. Der 61jährige Paul W elsler war am 21. Dezember aus WÄfersdorf bei Tulln mrt einer schweren Schußwunde am Oberschenkel nackt Wiel», und auf die Unfallstation gebracht worden. Dort ist er am 6. d. gestorben. Es heißt, daß der Man» durch Unvorsichtigkeit angeschossen worden ist. * Unfälle aus der Straßenbahn. Vorgestern ist aut Wallettsteinpl'atz die 33jährige Mabierbchrerin Klam F elik s ans 'bisher un>bckattntor Ursache vott der Plattform eines fahreniden Straßenbahnznges der Linie 5 abgestürzt. Sie geriet unter m Schutzvorrichtung. Mit Verlehuttgett wurdesie von der Rcttnngsgcsi'llschaft auf die Urrfallstation gebracht. — Die 6.3fährigc Private Berta Groß mann stürzte bei der Angartcnbrücke von einem fahrenden StraßenbahrMg. Sie wurde von der Rettntrgsgesellschast in ihre Wohnung gelbracht. — Die 58jährige Gardervbierin Julia Hin seid wollte, von einem fahrenden Straßenlbahnzng der Linie 57 in der Babetlbergerstraße absprittigert, laut zu Fall und erlitt eine Gehiriterschülterung. Sie mußte von der Retinngsgefellschaft aus die Unfallstation gebracht lverden. Kasseneinbrüch in Wiener-Neustadt. In, der Nachr zmn 6. d. tvurde in Wiener-Neustad: oin Kasseneinlbruch bei der Firma Koppel verübt. Die Täter erbeuteten etwa 22 Millionen Kronen Bargeld und Schnmck. * Verhaftung eines Betrügers. In Berlin wurde dieser Tage der 26iährige Leo Pollenz aus Cejc in Mähren wegen »tehrfachcr Kollidiebstähle verhaftet. Es wurde ststgestellt, daß Pollenz auch von hier ans verfolgt wird. Er ist schon nrehrfach aibgcstraft nit-d hat im Juni 1922 einem Kaufmann vier eiserne Wertheint-Kassell im damaligen Werte von 3,5 Millionen und einem andereil Kaufmann Leder im Werte von 40 Mill'.onen entlockt. Damals hat er sich den Namen Blum beigelegt. Anck) das Kreisgericht Olmütz sucht ihn seit dem Vorjahre wegen Bctrtlges. * Schachturnier in Hastings. Ans London wird uns berichtet: In Hastings fand in den letzten Wocheit ein großangelegtes Schachmeistertiurnier statt,!bei welchen: aitßer 'deittschett Meistern alle Lättder vertreten waren. Es wnrde^ in zwei AbteMtNigsn gespielt,- in der ersten Mersterabteilmtg errang der ungarische Meister Maroczy den ersten Preis: Zweiter wurde der Engländer Pal es. Dritter Dr. Seist. In der zweiten Abterlung, die wesentlich gle>ichn:äßi>gcr besetzt war als die erste, kamen der Wiener Meister Dr. Tartakower, Przepiorka '(Warschau) und Andreas Stellt e r in die Preislrägergruppe, und zwar bei gleichen: Stande. In einem Blitzturnier fiel der erste Preis an Dr. Tartak o lv e r, der zweite an P r z e p i o r i <a und der dritte an O P o c e n s k h (Preßburg). * Bekanntmachung. Das außevgowöihlMche Angetbot int Anzeigenteil (Eine Million Kronen in har) ist kein Reklmnescherz, sondern durchaus rechtsverbindlich. F. Oderich. Hamburg 19. _ (Entgeltlich.) Vereine. Vortriige nnd Versammlungen. Zionistische Jugendgruppen. Heute, 7 Uhr abends, im Sitzungssaale des Zionistischen LandeSkomttees, 1. Bez., Kärntnerstraße 28, 1. Stock, Sitzung der Vertreter der zionistische:: Jugendgruppen. * Die Privatistenprüfungen aus israelttischer Religion für Schüler und Schülerinnen an Volks- und Bürgerschulen für das erste Semester des Schuljahres 1924/25 finden durch die zuständigen Religionslehrer in den Sammelstationen statt. Die Termine können bei den zuständigen Schulleitungen oder im Schulamte der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. 1. Bez., Seiten stettengasse 4, 3. Stock, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vornüttags ab 20. d. erftagt werden. Die Prüfungstaxe beträgt derzeit 50.000 K. pro Semester und ist im vorhinein an der Kasse der Israelitischen Kultusgemeinde. 1. Bez.. Seitenstettengasse 4, 1. Stock, oder bei den Bezirksämter. 16. Bez., Turnergasse 22, 16. Bez., Hubergasse 6, 18. Le-., Schopenhauerstraße 39 und 21. Bez., Holzmeistergasse 12, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags zu erlegen. Die Quittung ist dem -»ständigen Religionslehrer vor der Prüfung zu übergeben. Der schriftliche Bescheid des Stadt-, beziehungsweise Ortsschulrates über die bewilligte DtSpenS vom Besuche des öffentlichen israelitischun Religionsunterrichtes ist dem Priifer vor-uweisen. Im jüdischen Mädchrn-Abendheim, 2. Bez., Obere Donaustraße 91, 2. Stiege, 1. Stock, beK,men Mitte Jänner neben den schon bestehenden Kursen (Literatur-, Kultur-, Kunstgeschichte, jüdische Geschichte. Handarbeiten) neue Kurse für Hebräisch und Englisch Etnschreibungeu Montag, Mitttvoch nnd Samstag von %8 bis Vs9 Uhr im Heim. I. A. B. UnilaS. Heute um häl>b 8 Uhr dfeitb» im East de France Generalkonvent. Anschließend Sitzung des A.-H.-Bcr- Landes. Keren Hajejsod für Oesterreich. Die neue Adresse tautei: Wiel:. 1. Bez-, Karntnerftraße 28, Telephoummonevt: 77-1-85, 774*86. Radio-Salon der „ Wiener Morgenzeitung" i m „Haus der Dame" Evgvu A.-G., 1. Bez., Schwedenplatz 1. Vorführung der Wiener Sendung täglich von 11 bis 1 Uhr mittags und voll 4 bis 6 Uhr nachmittags. E i n° tritt frei. Kein Kaufzwang. 25 erkauf erstklassiger Radio-Apparate und -Bestandteile Radioprogramm für heute; 9 Uhr früh: Marktberichte. — 11 bis 1 Uhr r Bormiliaa»- foujat. — 4 bis 6 Uhr r NachmittagLkonzert. — 6 hi» 7 Uhr : Die Weise von Liebe und Tod des Cornet Christof Rilke. Von Rainer Maria-Rilke, Musik von PaSztory. — 7 Uhr r Professor S. Oppenheirn r Galilei. — 8 bis 9 Uhr r Konzertakademie. —!) Uhr: Gentz uud Fanny Elßler. Ein Einakter von Jakob Wassermann.