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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-08 · Heft 2114 (8.1.1925) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2114 (8.1.1925)
Date
1925-01-08
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Sek?« 4 Dien. Donnerstag Set Berliner Finanzskandal. Die Brüder Barwat bleiben in Haft.. Berlin, 7. Jänner. (Wolfs.) Nach dem amtlichen preußischen Presietzienst ist gegen die drei Brüder Julius, -Henri und Isaak B a r m a t der richterliche -Haftbefehl ergangen, während der vierte Bruder Salomon Ba rmat ittir Rücksicht auf feinen Ge su-ndheitszn-stand auf freien >s u B gesetzt worden ist. Gegen die vier Brüder Barmat, gegen Kautz. Hell -w i g, Ruche, R a b i n o w i t s ch. Direktor Alfred Staub und den Kaufmann Bruno K l e n s k e sowie gegen Kutjsker ist von der Staatsanwaltschaft die Eröffnmig der gerichtlichen BorunterfuchU'Ng beantragt worden, die auch genehmigt wurde. Einstellung der Voruntersuchung gegen Jakob Michael. Die Voruntersuchung gegen den bc ka nn ton Finanzier Jakob Michael, gegen den zahlreiche Anzeigen wegen Zinswuchers eingelanfen -waren, ist e i n g c st e l I t worden. Die 'bei der Staa-tsa-uivaltschaft oingelaustuen Gutachten haben ergeben, daß die von Michael geforderten Zinssätze den jeweilig auch von den Großbanken geforderten und von der Handelskammer begutachteten Zinssätzen entsprachen. In dein gestrigen Bericht unseres Berliner Korrespondenten, betitelt „Tie Akteure des Berliner Fiuani'fkanda'ls" ist -unter den Bankiustitnte.n, aus die die Brüder Barmat maßgebenden Einfluß gan-ommen haben, auch die M e rkurbank-A. G. in Wien genannt. Tie Merkurbaiik, Wien, 1. Bez., Wollzeile 1, ersucht uns sestzustellen, daß sie mit dorr Brüdern Barumt irr k e i n e r s e i Vor b i nd u n g steht. ßrfinderlos. Selbstmord durch eine eigene Erfindung. Ueber einen tragischen Selbstmord eines Erfinders meldet das „Berliner Tageblatt" aus London. Ein deutscher Chemiker namens Josef Born hat im Kensington- Garden nrittels Gift S e l b ft nt ord verübt. Ein Zettel, der bei der Leiche vorgefunden wurde, enthält die Worte: „Ich rnuß durch meine eigene Erfindung sterben. Ist das nicht komisch'?" Die Untersuchung ergab, daß Born mit Frau und Kind im vorigen August nach England gekommen war, um hier eine chemische Erfindung zu verkaufen. Born will ein Verfahren erfunden haben, Kokain, Nikotin und andere Drogen ans synthcri s ch e m W ege herzustellen. Zur Anbringung dieser Erfindung war Born mit der Fivma Wh-i ffr e n in Verbindung getreten, der er befriedigende Probctt vvrlcgte. Die Herstellungskosten für synthetisches Nikotin berechnete er attf 3,5 bis 4 Schilling, wogegen für den geiwöhnl.ichen Herstelütugspreis 15 -Schilling stir ciit Pfun-a benötigt werden. Tie Firma bot -deshalb Born mt, ist ihrem Laboratorium Experimente zu machen, zugleich -nitici- Bezahlung von 50 Pfund für Forsch.-ur.gstvst.eN. Sollte Borns Formel fid> als brauchbar vrweisen, so würde die Firma ttnter Unchä-nd.'n das Patent für eie ganze Welt erwerben. Tiefes Angebot kam jedoch zu spät, denn Born war ei-m Ende s c i n e r M«*t t c >l. _Wiener M uftenzeifunü. _ Menschenhaut. Der Mörder non Münsterberg stellt in der Geschichte der luc-derucn Kriminalistik ohne Frage einen 'völlig nettett Typus dar. Massemnvrder sind, wie wir soeben an den Fällen -Haarmann, Angerstein, früher Landru und änderet« erlebet: mußten, keine Seltenheit. Auch die Motive, von denen sich diese Mörder zu ihren Untaten verleiten ließen, sind meist bekannter Art, nicht zuletzt bilden erotische Triebe die letzte Erklärung des grausigen Geschehens. Ter Mörder Tenke, der sich durch einen seltstgegebenen Tod den irdischen Richtern entzogen lmk. w-c-cht aber von allen diesen bekannten Massenmördern ab, einmal weil sexuelle oder ähnliche Motive, wetligstens soweit sich bis jetzt erkennen läßt, bei seinen Mordtaten feine Rolle gespielt haben, zum anderen, tveil er sich nach der Mordtat zu Handlungen hinreißen ließ, die bei den anderen bekannten Massenmördern nicht festgestellt ivcrd-en konnten: er verzehrte das Fleisch seiner Opfer. Er übertrisft also .Haarmann, der aller Wahrscheinlichkeit nach die Körperteile der von ihm Hingemovdeten weitcrverkatlftc, a-b-er vermutlich nicht zum eigenen Genuß bcstimmte. an Bertierthe.it noch unt ein bedeutendes. Ist er doch ganz auf den Standpunkt jener wilden Kannibalen lU'rabges-unleu, die heute noch in dunklen, unerforschten Erdteilen leben, und ein Abbild jener niedrigen Kulturstufe bieten, die wir itt Europa erfreulicherweise seit Jahrtausenden nberivtntdr'tt haben. Denke hat jedoch seine Opfer nicht nur verzehrt, er hat sich auch sonst — als ob es sich bei den hingemovdetett Menschen um Tiere handelte — angelegen sein lassen, die Ucbmejtc seiner Opfer möglichst gewinnbringend zu verwerten. So hat er ihre -Haut gegerbt und allerlei Gebrauchsgegeustände daraus hergestellt, sc» zum Beispiel Hosenträger, die er am eigenerr Leibe trug. Es ist ein, schauriges Kapitel, aber es mag «bei dieser Gelegenheit nicht unerörtcrt bleiben, daß Menfchenihaut in srüherett Tagen ein in vieler Beziehung geschätzter Artikel -war, den man tote jede andere Ware handelte; nn-d auch heute weisen in Deutschland wie itt änderet« Ländern verschiedene Musee-n zahlreiche Reliquien auf, die ganz oder teilweise aus Menschenhaut hergestellt worden sind. So kann man zum Beispiel in der Göttinger Bibliothek ein in Menschen haut gebündeltes Exemplar des Hippokrates fiuden, und in der Zittauer Natsbibliothek existiert sogar eine völlig gegerbte Menschenhaut, die von einem Räuber, den man für seine Schandtaten hingerichtet hatte, stammen soll. Fühlt man -das schaurige Denkmal menschlicher Verirrung an, so hat man das Gefühl, wie wenn man derbes >Hand°- schühledcr anfaßt. Die Haut ist weiß und zeigte vor Jahren nur geringe Spuren der Zerstörung. Im Mittelalter war es vielfach Silke, 'daß .Jäger und Förster die von ihnen ertappten Wildiobe erschossen und ihnen die Haut abzogeu. Man nrachte daraus Leibriemen oder .Hirschfängerschetden, ja sogar ganze Hosen. Wenigstens wird von einem Grafen v. Erbach in Hessen berichtet, daß er ein Paar Hofen getragen -habe, die ans der Haut eines erschossenen Wildschützen hergestellt waren, und einwandfreie Urkunden haben 'den Nachweis erbracht, daß -das gräfliche Fovstpersomal Leibriemen! und Hwschfängevscheiden sowie anderes Lederzeug aus demselben Material getragen habe. Die Sitte, Wilddiebe ans so furchtbare Weife zu bestrafen, war in 'der .Hauptsache aus der Absicht zu erklären, ans andere abschreckend zu wirken, eine Absicht, die jedoch mit Rücksicht aus die immerhin zahlreichen ähnlichen Fälle, nicht" als gelungen bezeichnet werden «darf. Sehr begehrt war Menschewhaut in früherer Zeit zmn Bespannen von Trommeln. Boi wilden Völkerschaften tour* ariom. Da alle Bemühungett, einen, solchen Beweis zu liefern, scheiterten, mußte sich allntählich die Vermutung Verausbildeu, daß ein solcher Beweis unmöglich sei, das beißt, daß dieses Ariom vott den übrigen unabhängig sei. Dies konnte dadurch bewiesen werden, daß man ein widerspruchsfreies logisches Gebäude errichtete, welches sich von der euklidischen Geometrie dadttrch und nur dadurch unterschied, daß man das Parallelcnaxiom durch ein anderes ersetzte. Diesen Gedanken selbständig gefaßt und überzeugend -durchgeführt;u haben, bleibt -das unvergängliche Verdienst von Lobatsch.wsk: einerseits, Bolyay (Vater und Sohn) andererseits. So mußte sich bei den Mathematikern die Uoberzoua.iug sostseyen, daß es neben der euklidischen auch noch a.were, logisch gleichberechtigte Geometrien gäbe und es konnte nicht ausbleiben, daß man die Frage stellte, ob denn der Physik notwendig gerade die euklidische (Geometrie »ugrunde gelegt werden müsse und keine andere. -Man stellte auch wohl die Frage in der bestimmteren Form: Gilt in der physikalischen Welt die euklidische Geometrie oder eine andere'? Darüber, ob diese letztere Frage eilten Sinn habe, nt viel gestritten worden. Unt hierüber klar zu se'hen, muß mail einen von j.vei Standpunkten konsequent emnelhmen. Euuveder man ninlint an, daß der „Körper" der Geometrie durch die festen Körper der Natur im Prinzip veviviMcht sei, wenn nur bezüglich Temperatur, mechanische Bean- 'prucyung usw.'gewisse Vorschriften eingehalten werden; es ist dies der Standpunkt des praktischen PHYsGers. Dann entspricht der „Strecke" der Geometrie ein NaturobM und es gewinnen damit alle Sätze der Geometrie den Charakter .wir Aussagen über reale Körper. Dieser Standpunkt wurde bes-x'ders klar von Helmholz vertreten und man kann hinzu fügen, daß ohne ihn die Ausstellung der Relativitätsü?.'orie praktisch unmöglich gewesen Ware. Oder aber man leugnet im Prinzip die Existenz von 'V'geilständen, tvelche ben Grundbegriffen der Geometrie ettlsprechen. Dan enthält die Geometrie allein -eine A-Ußsagen über Gegenstände der Wirklichkeit, sondern nur die Geometrie mit der Physik zusammen. Dieser Sta-ndpu-nkt, lwolcher für die systematische Darstellung einer fertigen Physik der vollkommsneve sein r.iag, -wurde von .Henri Poincare besonders klar vertreten. Bon diesem Standpunkte aus ist der gesamte Inhalt -der Geometrie ein konventioneller; welche Geometrie zu bevorzugen sei, hängt davon ab, eine wie Einfache" Physik sich bei ihrer Benützung im Einklang mit der Erfahrung aufftellen läßt. Wir wollen hier den -ersten Stan-dpuinkt ioählen als den derzr gegenwärtigerl Stand -unserer Kenntnis besi>er angenressenen. Bon ihm aus betrachtet, hat urrsere Frage nach der Gültigkeit oder Ungültigkeit der cuAidi-schen Geometrie einen klaren Sinn. Die eulklidischc Geometrie und überhaupt die Geometrie behält zwar nach wie vor den Charakter einer nlatlhematischen Wissenschaft, indem die Ableitung ihrer Sätze ans den Axiomen eine rein logische U-eibt, aber sie wird zugleich zu einer physikalischen Wissenschaft, indenr die Axiome Behauptungen über Naturobjekte enthalten, über deren Zntreffen nur das Experiment entscheiden kann. Wir müssen uns aber stets der Tatsache bewußt sein, daß die Idealisierung, welche in der Fiktion -des starren (Meß-) Körpers als eines Natnwbjektes liegt, sich eines Tages als unberechtigt oder doch als -nur gegenüber gewissen Naturphänomenen berechtigt evweisen könnte. Die allgemeine Relativitätstheorie hat die Nichtberechtigu-ng dieses Begriffes für Räume von solcher Ausdehnung bereits erwiesen, die nicht im astronomischen Sinne klein sind. Die Theorie der elektrischen Elementarquanta könnt« die Nichtberechtigung des Begriffes für Arvsdehrmng atomistischer Größenordnung ortvevsen. Beides hat bereits Riemann als möglich erkannt. Rieinanns Verdienst um die Entwicklung unserer Ideen ü'ber die Beziehungen zwischen Geometrie und Physik ist ein zweifaches. Erstetrs hat er die sphärischelliptische Geometrie ctffu'nben, welche zu der hyperbolischen Lobaffchewskis das Gegenstück bildet. Er hat so zum ersten Male die Möglichkeit dargetan, daß der geometrische Raum Jänner 1V5_Kr. M» bett tromnielähitlicku Kviegsinslrttmente mit der.Haut vo» (»cfatlenen oder Sklaven bezogen; aber auch in Europa sinS Fälle bekannt geworden, in denen Menschenleder als Bezu^ für Tronuncln herhalten mußte. So wesst das Bayrische Armeetnuseum heute noch eine Janitschaventrommel auf, die mit Menschenhaut bespannt ist. Auch von dem bevühm te Feldherrn der Husiiten, Johann v. Zizka, erzählt nmn daß er angeordnet habe, daß nach seinem Tode svine.Ham auf eine Trourmel gezogen werde, um mit deren wilder Klängen seine Scharen zu begeistern. Dieses merkwürdig« Testament konnte allerdings nicht ausgeführt werden, weit Zizka nicht, wie er gewünscht hatte, auf dem Schlachtfeld sondern während der Belagerung von Pribislan im Jahvr 1424 an der Pest starb. Sein Leichnam wurde unversehrt zuerst in Königgrätz. dann um die Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts in Caslau beigesetzt. Zu einer förmlichen Industrie gestaltete sich die Ber» ar-beitung und Verwendung von Menschenhaut während der französischen Revolution. Die Haut zahlreicher Opfer der Guillotine wurde zu Leder verarbeitet, und ein offizieller Rapport vom 20. September 1794 berichtet ft«tr von einem Fabrikanten in Meu-don, der -die Haut der Revolutionsopfer regelrecht zu Loder verarbeitete; ja — und das ist das Unglaublichste — der französische Nationalkonvcnt unterstützte sogar, diese furchtbarste aller Industrien mit einem Zuschuß von 45.000 Franken. Aus solchem Menschenleder wurden allerlei Kleidungsgegett-stättde her. gestellt, besonders Hosen; und der Herzog Ludwig Josef Philipp von Orleans, der, um seine Sympathien für die Republik zu -bezeugen, den Beinamen Egalite a-nttahm. soll nur noch Hosen aus Menschenleder von der Haut Guillotinierter getragen haben. Ebenso besaß der beftumte französische Publizist Gramer de Cassangnac ein in Menschenleder gebundenes Exemplar der französischen Konstitution von 1793. Die Atefte Leitung der Welt. Em Blatt, das im 1011. Jahrhang steht. Auf die größte Zahl von Jahrgängen ununterbrochenen Evschemens kann das offizielle chinesische Regierungsorgan „Tstn>-Pao-Mvan-Pao" zurüblicken, welches bis zur Errichttmg der chmesffchen Republik „Dsen-Tze-Kwan-Pa-o" hieß. -Diese Zeitung sieht heute int 1011. I a h r g a u g und ist seit ihrem Bestehen tagtäglich erschienen. Sie wurde unter der Sang-Dynastie zum Zwecke der Ve>röffetvtlichunig der kaiserlichen Dekrete begründet und hat m ihrem mehr als tausendjährigen Bestände alle Dynastiewechs-el und auch den großen Um-sturz, der sich in der Echebu-Ng der Mondschu-Dynastie auf den Thron des hintmilischen Reiches mon-ifcstterte, überdauert. Auch bei der Begründung der Republik hat sie ihr-e offizielle Stelliu-ng beibehalten und nur den Di-tol geändert. Longe Zeit besaßen chre Nodaktonre, von denen ein Teil zu den literarischen und wissenschaftlichen Berühmtheiten des Reiches der Mitte zählt, große Privilegien und erhielten aus dem kaiserlichen Fonds bedeutende Gehälter. Dafür aber waren sie für den Inhalt der Zeitung -in jeder Beziehung verantwortlich ttnd es kam häufig vor, daß ein Redakteur wegen Bevbrettung einer falschen Nachricht geköpft wurde, ein Verfahren, welches hc-ute unmöglich wäre, da der Bedarf an Henkern zweifellos nicht gedeckt werden könnte. Uebrigens wurden auch falsche TodesMchrichten mit denr Tode bestraft. Zu bemerken ist, daß in den kaiserlichen Archiven von Pskmg eine v o l l st ä n d i g c Sammlung dieser Zeitung vochanden ist, aus der sich lückenlos durch mehr als ein Jahrtausend die offizielle Geschichte M)inas zufammenstellen läßt. von (im -metrischen Sinne) endlicher Ausdchuumg sein könnte. Diese Idee wurde alsbald verstanden und hat zu der oft evwogenen Fragestellung geführt, ob der physikalische Raum nicht endlich sei. Zweitens aber hatte Rientann den kühnen Gsdanken, eine Geometrie zu schaffen, die unvevgl-eichlich all-gemeimr ist als diejenig-e Euklids ober die nichteuklidischen Geometrien im engeren Sinne. Er schuf so die „Rienialtnsche Goometrie", welche (wie die nichteuklidischen Geometrien i-m engeren Sinne) nur im Un-endlichkleinen euklidisch ist; sie ist die Uebertragung der Gaußschen Flächentlheorie auf ein Kontinumn von beliebig vielen Dimensionen. Gemäß dieser allgemeinen Geometrie sind die metrischen Eigenschaften. des Raum-es, beziehungsweise die Dageru-ngsinög- -lichkeiten für unendlich viel unendlich kleine starre Körper über endliche Gebiete durch die Axiome der Geometrie allein nicht bestimmt. Statt sich durch diese Erkenntnis ent- M'Utigen zu lassen, beziehlmgsweise <rus ihr auf die physikalische Bedeukmgs'loisigkeit seines Systems zu schließen, hatte Riemann den kühnen Gedanken, daß das geometrische Bechcvlten der Körper durch physikalische Realitäten, beziehungsweise Kräfte, bedingt sein könnte. Er kam so durch rein mathematische Speiknlationen auf den Gedanken der Untrennbarkeit der Geometrie von der Physik, welcher Gedanke siebzig Jahre später in der allgemeinen R-elativitätstheorie zu einer Einheit verschmolzen wurde. Nachdem die Riemannsche Geometrie durch Levi-Civita auf ihre einfachste Form gebracht war durch Einfühnlng des Begriffes der infinitesimalen Parallelverfchiebung. wurde von Wehl und Eidbington die Riemannsche Geometrie noch weiter verallgemeinert, in der Hoffnung, daß in dem so erweiterten Begriffssysteme auch die elektrornagnetifchen Gesetze Platz finden möchten. Wie das Ergebnis jener Bestrebungen auch sem möge, jedenfalls kann man mit gutem Rechte sagen: Die Ideen, welche ans der nichteutlidisrhen Geometrie sich entwickelt haben, haben sich in dermodernen cheoretischen PMk als eminent fruchtbar erwiesen.

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