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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-07 · Heft 2113 (7.1.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2113 (7.1.1925)
Date
1925-01-07
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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JPHF« SXIS rottff, affiuiivmy zmtntt MvrgenzennnA v. gmmi i92ö VMS Die Religion der Samurai, Shinto, meint Professor Odlum aiuif Grnnd langer Stadien, sei praktisch die hebräische der Wüste. In Gegenden Japans, die von Touristen noch nicht berührt sind, wird die Bevölkerung einmal im Jahre von den Priestern veranlaßt, in einer bestimmten Nacht im Hause zu bleiben, weil sich draußen Löse Geister herumtreiLen; zum Schutze dagegen besprengen die Priester die Türpfosten, damit sie „vorübergehen". Der Samrai ist ein Stoiker, der Selbstbeherrschung zu seinem Lebensideal macht. Er nimmt es sehr streng mit der Wahrheit: „Ein Buschi hat kein zweites Wort", lautet eine seiner Lebens regeln. Reinheit und Einfachheit sind die »wesentlichen Charakterzüge des Shintokultus; die Altäre sind aus weißem Holz ohne jegliche dekorative Schnitzereien gebaut; man macht keine Wildnisse". Jesaja 4215 heißt es: „Ich aber erweckte einen von Mitternacht und er kommt vom Anfang der Sonne. Er wird meinen Namen anrufen und er wird über die Gewaltigen gehen wie über Lehm und wird den Ton treten wie ein Töpfer." Die ausgehende Sonne ist das Symbol der Flagge Japans. Juden als Moniere der Luftschiffahrt. Di« AnveMafahrt des jüngsten Zeppellin, dsn der jüdische Ingenieur A r n st e i n konstruiert hat, und an dessen Reife die jüdischen Ingenieure Klein und Kraus teiilgenommen halben, hat die Erinerung an Zeppelins jüdischen Vorläufer David Schwarz und sein tragisches Schicksal geweckt. Aber die Tätigkeit der Juden als Pümieve der Lnstschiffohrt reicht weiter Drück. Es ist nicht notwendig, zu diesem Zwecke den Propheten Jesaia zu zitieren, bei dom die Stelle <LX, 8): ,Mer sind die, welche fliegen wie die Wolken und wie die Taulben zu ihren Fenstern" als Vorahnung des Sogolflnges zu deuten und die Konstruktion vom Liegenden Zelt" aus dem Talmud heranzuziehen. ES gibt viel näherliegende und wesentlichere Daten, welche die Beteiligung der Juden an der Äsung des Flngproblems dartun: Im Jahr« 1864 erbauen die Franzosen R« n a r d und Krebs den Lenkballon ,La Franee"; Krebs ist Jude. 1872 konstruiert der Wiener Jude Paul Haenlein ein lenkbares Luftschiff, dessen Modell sich im Deutschen Museum in München befindet. 1897 beendet der mehrfach erwähnte David S ch w a r z, sin aus Ungarn gebürtiger Jude, fein Luftschiff. Sein Mmniniumballon erregte schon deshalkö Aussehen, weÄ man bis dahin die Lötnng des Aluminiums 'für unmöglich gchalten hatte; auch die Versteifungen iwnechallb des Schiffskörpers, wodurch eine bedeutende Erleichterung der Druckverterlung mtd gleichzeitig sine erhöhte Stabilität erzielt wurde, wirkten überraschend. Aber wie tragisch war das Schicksal des Erfinders! Nach unendlichen Mühen (die Geschichte seiner Verhandlungen mlit der russischen Regierung in Petersburg, wo er rm letzten Moment erfuhr, daß er nach dom dritten Probeaufstieg als Spion beseitigt werden sollte und nun sein Werk vernichtete Md mit falschonr Paß/ verkleidet, in aller Heimlichkeit nach Deutschland, flüchtete, liest sich wie ein Roman!) gelingt es ihm dann, auf dem Tempeilhofer Felde in einer eigms errichteten Wevkstätte ein neues Schliff zu erbauen. Durch vie Tücke des Objekts aber — der erste Ausstieg in Gegenwart des Kaisers wird infolge Plötzlichen Besuches des Zaren verschoben — wird der Erfolg vereitelt: nicht lange darnach stirbt der entkräftete und enttäuschte Mann an einer Bersümg der Aorta. Zehn Monate nach soinem Tode, am 3. November 1897, stieg daS Schiff in Gegenwart von Vertretern des deutschen Generalslabes pm ersten Male auf. Leider erlitt es später infolge Riomenscheibendefekts Havarie, wurde mehrere Kilometer weit abgetriben. zwischen Schöneberg und Wilmersdorf zu Boden gedrückt und zerschellte. Die Witwe verkauste dann die Patente aut den Gva!sen Zeppelin, worüber wir schon berichtet haben. Der glücklichere Nachfolger, dvnt ganz andere materielle, techn>ische und Protektionelle Mittel zur Verfügung standen, hat dann die Erfindung in genialer Weise ausgobaut. Auch die -v Flugmaschinen verdanken Juden und deren AbkömmliniM manche Verbesie« rnng. 1910 erfindet der russische Jude Blindermann einen Aeroplan, dessen Vorteile so in die Augen springen, daß sich sofort in Paris eine Aktiengesellschaft zur Fittattzierung dieser Idee bildet. 1913 konstruierte der amerikanischi üLisch e Mechaniker Benjamin L ubi n ein Fvlvgzeug, mit dem ma ngetblich so sicher wie mit der Gffettbahn fahren kante, mib wird in fernem Unternehmen von New-Aorker Kapitalisten unterstützt. Die bevühntte und populäre Numplertaube ist das Werk eines Wiener Juden. Doch nicht nur als Flugzougingenreure, sondern auch als bahnbrechende Aviatiker haben sich Juden hervorgetan. Bekannt« Stauten sind hier; Abvatnowicz, der seinerzeit als erster von Berlin nach Petersbürg flog mtd. kaum 23jährig, im Jahr« 1913 auf einem Wright-Doppeldecker verunglückt«; Elia Du n e tz - Ln r i e, den ebenfalls 1913 „Der Grane" (wie die Flieger den Tod nennen) als Opfer forderte; und vor allein der 1896 verstorbene Altmeister des Segelfluges, Otto Lilienthal, der die Ansicht vertrat, daß die Fliegerkunst den Bogelflng als Grundlage haben nvüsse. Seine Experimente erstreckten fich über einen Zeitraum von 36 Jahren; 1891 macht« er Mn ersten Mal«, die ersten Praktischen Versuche Mit einM Severs Genosse. Sin Veitrag tut »Polenrede" der SanitStsffadtrater Wir erhalten folgende Zuschrift: Der amisführende Stadtrat der Verwaltungsgruppe für Wohlsahrtseinrichtungen, Prof. Tandler, hat sich bei Beratung seines Voranschlages für das Jahr 1926 über den polnischen Staat 'beklagt, der sich durch verschiedene Unanständigkeiten der Verpflichtung entziehe, fürsorgebedürstige polnische Staatsangehörige zu übernehmen, und meinte: „Der polnische Staat frotzelt und ,-würzt" Wien!" Zugkräftig ist diese Darstellung und sie wird von der Wiener Presse prompt ans Publikum zur gefälligen Entrüstung weitergegeben. Gibt es denn etwas, was den Wiener Bürger, tvelcher politischen Richtung immer, mehr in Aufregung versetzt, als den Gedanken, daß er für einen Fremden zahlen soll. Aber nicht nur der polnische Staat erlaubt sich -die Stadt Wien zu „würzen". Die polnischen Pfleglinge, die doch in die Heimat befördert iverden könnten, -hinter-- treiben dies« wohlivollende Absicht des Herrn Tandler durch „paffive Resistenz". Polnische Pfleglinge — eh schon wissen! — Juden... Anssa! So denkt der Dtrrchschnittswiener, und wirklich ein großer Teiil dieser bedauernswerten polnischen Pfleglinge sind Juden. Nun ein paar Fragen: Wie kommen diese fürsorgebedürftigen Menschen nach Wien? Haben sie sich, alt, krank und gebrechlich, aus ihrer polnischen Heimat auf den Weg gemacht, evm Wien zu belasten? Sind die Irrsinnigen unter ihnett so irrsinnig gewesen, sich nach Men zu schleichen, um gerade am Steinhof statt in einer heimischen Anstalt eingesperrt zu lverden? Warum setzen diese Pfleglinge der Heimbeförderung auf Kosten der Stadt Men „passive Resistenz" entgegen? Freut fich nicht jeder kranke, hilflose Mensch, dorthin znrückkehren zu können, wo er zu Hause ist, wo seine Verwandten und Bekannten leben? In den Darlegungen des Herrn Stadtrates, so deMich sie sonst sind, sticht man vergebens des Rätsels Lösung. In der Antwort der polnischen Gesandtschaft kann sie der Unbefangene bei aufmerksamer Lektüre finden. „Bei der Heimbefördevung des Pfleglings, dessen Eltern (!), Gatte, Gattin oder Geschwister in Wen, beziehungsweise Oesterreich wahnen, muß unbedingt die amtlich bestätigte Einwilligung der Eltern, beziehungsweise des Vormundes oder der soustigen Angehörigen dem Antrag beigeschlossen werden, da gegen den Willen der Angehörigen kein in der Pflege foe§ Wiener Magistrats, beziehungsweise einer österreichischen Anstalt stehende Person polnischer Staatsangehörigkeit heimbefördert werden darf." Der magistratische Amtsvermerk zu dieser Note lautet; „Aus vorstehender Mitteilung geht, was übrigens längst anrtsbekannt war, deutlich hervor, daß Polen überhaupt nicht gesonnen ist, seine hilfsbedürftig gewordenen Staatsangehörigen aus dom Ausland zurückzunehmen..." Beide Aeußerungen zeigen eines mit aller Deutlichkeit: viel« dieser Ausländer sind nicht nur in Wien hilfsbedürftig geworden, sie haben auch nur hier Angehörige, nur hier Heimatgefühl, wenn sie auch nicht den Wiener Heimatschein besitzen, zu dessen Erwerb nach der Praxis des Herrn Stadtrates Richter ein jahrzehntelanger AusenthM nicht auSreicht; Zufallspolen, oft sogar in Wien geboren, jedenfalls hier verwurzelt. Wer in diesen Leuten nicht tote Körper sieht, mit denen man nach Belieben umspringen kann, sondern lebendige, empfindende Wesen, den wird «S nicht wundern, daß sie «das einzige Mittel anwenden, das dem Schwachen zu Gebote steht, der aus der Heimat in die Fremde verstoßen -werden soll, passive Reststenz. Es ist kein Geheimnis, daß auch für das Vorgehen der Polnischen Gesandtschaft nicht Gründe der Menschlichkeit oder gar der Liebe zu den «Juden maßgebend sind. Es liegt klar aus der Hand: Polen fürchtet, von Angehörigen, die ln Oesterreich wohnen und mit der Abschiebung nicht einverstanden waren, niemals auch nur eine Krone Devpflegskoftenrückersatz zu erhalten. Die Bestimmungen der österreichischen Gesetze über die der Gemeinde obliegende Armenversorgung sind von humanem Gosst diktiert und niemand leugnet, daß sie in Wien bisher im allgemeinen human gehandhabt wurden, auch gegen Ausländer. Nu« soll nicht vergessen werden: Mett «hat ja aus der Eircho'bung seiner FürsorgeÄbgave, die den in Men lebenden Ausländer nicht minder belastet als den Einheimischsn, gewisse Pflichten gegen Ausländer abzuleiten. Prof. Tandler soll sich also nicht aufregen, er nimmt von Ausländern Geld urtb soll auch gegen arme Ausländer nicht knickerig setin. Aber 'die ,Milch der sozialen Denkungsart", um ein anderes Wort des Prof. Tandler zu zitieren, ist bei den Sozialdemokraten in den letzten Jahren durch antisemitische Pilze vergiftet 'worden. Man denke an den Erlaß des Sever, «der jüdische Kriegsflüchtlinge schonungslos aus Wien vertrieb, an die judenfeindliche HeimatsrechtLPoliitik des berüchtigten Stadtrates R i ch t e r, an die Berdränguttg der jüdischen Beamten aus dem Rathaus, das Werk des Herrn Speiser, an döe Gewerbepolitik gegenüber armen, jüdischen Hausierern und Selchwaren- Vevfchleißern, und man wird auf : den Gedanken kommen: Tandler will vielleicht de>n Sever noch übertrumpfen. Severs Taten richteten sich zunächst gegen gesunde, Tandlers Schärfe trifft hauptsächlich sieche und irrsinnige Juden! paar, die er daun noch öfters wiederholte; 1896 kaut er bei einem Experiment in Rhinow um. Raubmord an einem Wiener bei Zucht? Nach privaten Berichten wurde auf der Laudstraße bei Turin die Leiche eines Mannes gefunden, der durch Dolchstiche ermordet worden war. Nach Papieren Hai matt ihn für «einen Oester reicher gchalten, der Leopold Fleischmann geheißen halben soll. Nun hat sich gestern int Sicherheitsbureau der Kaufmann Samuel Deutel bäum gemeldet, daß die Anzeichen dafür sprechen, daß der bei Du«in Ermordet« vielleicht fein Schwiegersohn, der Kanstna-tm Leopold Weischmann, geboren am 17. November 1890 zu St. Poltet^ nach Wen znständig, Frerlagergasse 4 wohnhaft, gewesen sein könnte. Fleifchmann ist tatsächlich am 2. d. von Wiett nach Italien gereist, wo er Mailand und Dnrin auiffuchen wollte. Er pflegt« in Italien Geschäfte zu machen. Wie viel Geld aber sein Schwiegersohn bei sich gchabt halben mag, weis; er nicht. Daß ein Selbstmord versiegen könnt«, hälkt Herr Dentelbanm für ausgeschlossen. Wien. 7. Jänner. * Dr. Josef Zipfer gestörten. Vorgestern verstarb hier im 68. Lebensjahr« Rechtsanwalt Dr. Jolfef Zipser. Mit ihm 'ist ein kenntnisreicher, erfahrener Anwalt dahingegaitlgen, der insbesondere in RechtsfrwMtt des Bersichermtgswesens, Unfall- Wesens und anderem als Autorität galt. Dr. Zipser war weit über feinen Bevufskreis in Wien bekannt, geschätzt und geachtet. Er widmete amen großen Teil fein.'s arbeitsreichen Lebens jüdischen Wohlifahvts- und sozialen Werken. Jüdische Kleingswerbetvellbende. Hausierer sowie während des Krieges und nachher die vielgeplagten Flüchtlinige fanden bei Dr. Zipser stets Hilfslbereitschaft mtd er stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite.' Zahlreiche jüdische Wohltät'igkoftS-, Tontpslvereine, humanitäre- und aelverbliche BeveMigu-ngon hatten ihn zum Ausdruck ihrer Dankoavkeit znm Ehrenmitglied «m-annt. Bon edler Menschlichkeit erfüllt, hat Dr. Zipser seine Hilfe ganz besonders dem kleinen Mann angedeihen lassen, dessen Interessen er bis zu den olbevsten Gerichtsbehörden vertrat. Er war zunt Beispiel Anwalt de« Fiakergenossenschaft, stand gerne den Disnstinämtem in ihnett Nöten bei und galv s«m« gmtze Kraft auch den Eisen- Snschrifte» an Hie Redaktion sowie unvorlangl etnlangenüen Manuskripten wolle man stets Rückporto beilegen, du sonst «in« Dean!- wortung, beziehungsweise Rücksendung nicht ersvigen »an«. bahmrn, namentlich aus seinem Hsimatlande Galizien. Auf grwerbeöesetz'lichem Gebiet entfaltet« «r eine rege schriftstellerische Tüttiglkeit. Dr. Zipser wird heut« vm 12 Uhr mittags in dem über Antrag Dr. Pllaischkes ihm vander KultuSgememde gewidmeten Ehrengralb auf dem Zentraffviedhof (3. Tor) bei- Osttzt. * Tod durch verbotenen Eingriff. Die A jährig« HÄfsarbeiterm Helene Fichtenbauer ist am 6. d. an den Folgen eines verbotenen Eingriffes gestovben. * Die Lebensmüden. Der 64jähvi^e frühere Varietedivektor Egon D o r n hat sich am 39. vorigen Monats in seiner Woihttmtg, Stock-im-Elsen-Platz, eine Kugel aus «inent Revolver in den Kopf gejagt u.nd sich schwer verletzt. Er wurde ins Spital gebracht. — Der 20jähvrge Hilfsarbeiter Michael M. brachte sich eine schtvere Schnittwnüde bei und wurde von der RettungAgssellschalft in die Unfallstation gebracht. Ursache der Tat ist Arbeitslosigkeit. — Auf einer Bank in Ober-Sievering wurde gestern ein ettva 24jähriger, dürftig gekleideter Manu mit Attzeichett einer Vergiftung betvnßtlos aufgefnnden und von der Retttlngsgesellschaft ins Spital gebracht. * Tödliches Straßenbahnunglück. Am 5. d. sprang die 42jährige Buchhändlersgatün Aloisia Neugebaur aus Bmck an der Leitha auf dem Wiedner Gürtel auf di« vordere Plattfovnt eines Beiwagens der Linie D; sie glitt ab und wurde einige Schritte weit geschleift. Mit schweren Verletzungen wurde sie ins Spital gebracht, wo sie starb. — Der 21jährige Musiker Zavio Seychy-Krischecky aus Jerusalem sprang gestern abends in der verlängerten Wollzvilie von cinean fahrenden Straßenbahnztlig der Lnvie H 2 ab, stürzt« und blieb mit einer Gchirnerschütterung liegen. Er wurde in die Unfallstatiott gebracht. * Die Schauspielerin uud ihr Freund. Eine Wiener SchanfpiÄerin hat gegen den Artisten Rttdolf F i s ch e r. der auch unter dein Namen „Rolf Osten" anstvat, im Sicherheitsbrtreau eine Strafanzeige erstattet. Das Paar hatte int Noventber vorigett Jahres im gleichen Hotel getvohnt. Eines Tages bemerkt« sie den Abgang von Schmuck im Werte von 6 bis 7 Millionen aus einer unversperrten Kassette. Schließlich stellte sich heraus, daß Fischer, der ihr auch sonst Schmuck zunt Verpfänden abg^nommen hat, auch die. Kassette beraubte. Auf ihre Anzeige wurde Fischer am 5. d. im Ostbahnhof vechastet. Er behauptet übrigens, den größten Teil der erzielten Summen in Gesellschaft der Schauspielerin verausgabt zu halben. Fischer wick detn Landesgericht eingeliefert werden, * Schwere BrandunglückSMe. Der Sjährige Otto Kurz spielte am 2. d. in der elterlichen Wohnung, SechShausechraße, mit Zündhölzchen. Sein Hemd fing Feuer. Das Kind «rutt schwere Brondwttnden und starb int — Die 24jährige Hilfsavbeiterin Paula Ra ha hat ant ö. d., äbcttlds. m der Waschküche schwere Brandlvttnldett erlitten. Die Relttnigsgösellschaft brachte sie ins Spital. * Verlegung eines Dorfes. Ans Berlin wind uns ge- -schrieben: Die in der Nähe von Marburg gelegene BwmtkohletMche „Conrotdia" bsabsichtigt dte Verlegung eines ganzen Dorfes. E§ handelt sich um das große Dorf Nachterstedt, unter dem sich ein riesiges Braunkohle«« läge« befindet. Das Dorf soll im kmmnenden Frühjahr mederäelügt mtd an anderer Stelle, und zwar an der Eisbahnlitte GulleW-Mebeu, wieder emsgebaut werden.

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