Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2113 (7.1.1925)
- Date
- 1925-01-07
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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7. <MMk MN Seit« f wmwom nicht gt*f,eu ciiii'H Be Muß erhoben. #«#<?» Sen sie konsequente rlvoise nu bedingt litten stimmen müssen; das berocht also, .daß sie dieBerPflichtung, welche dieser Beschluß ihnen anserlegen müßt«, als nicht ernst anschen. So weit ist cs mit der interna ffoimlen Solidarität einer Sozialdemokratie gekommen, die schon -ei Ausbruch des Krieges in die Brüche gegangen ist und seht die schlimmste Folgeerscheinung einer künstlich ausrechtevhattenen Fiktion zeigt: die tt n gn 7 r i ch t igke i i. Mi Land der Verheißung." Die Wiener Uraufführung des neue« Palästinafilm». Ank T«e,c nach (fcer gewaltig«« MLirifestation für den Muftau Palästinas anläßlich der Anwesenheit des Präsiden'.en •?cr Iianül'sch.cn Weltorganisation, Professor Wt i z man n, m Wien p»tä> die Urausführrmg des ^mren über Brranlasfung des Kc r ett'-Hoj ess«H-T i rek toviumS mrsgenmmmnen Palästina selms „Das Land der B«rheißung" im Opern-K-i-no statt. Wieder zeigte sich an devl außerordentlichen Andrang deS BubMnmS das große Interesse der iüdischcn Bevölkerung für das jüdische Siedlungswerk ht Palästina. Lange vor Beginn der Vorführung war der Saal überfüllt -und der iveiiaus größere Test der Erschienenen kennte keinen L'-"laß mehr finden. ■vu seiner einleitenden Ansprache erinnerte Dr. Otto?! ti e l e s au die Anfänge des KolonisattonswerkeS und an das nahrhaft -heroische Werk, welches die ersten Pioniere vollbracht haben. Quelle dee Kraft, welcher dieses erste -beglückende L'.id.nur der jüdischen Ernruerung auf der Uv'choll« zu tanken ist, sei «ich bloß die ostonroMsche physische Fudcnuut. sl näi ru noch weit n«hr -der jüdische Grd H unger, die Schn-- suchr nach Eigenleben, das heiße Berl-ou-gen, .das fragwürdige Gn'chäs: des Aerniittk-rrums Zwischen allen Kulturen mach Tunl-chk-'i:;n liquidieren und Zur U-rProduMon zurückzukchren. X:r Versuch. den Eindruck der lebenden Bilder dieses Films durch «ne Ansprache Zn verstärken, wäre ein Versuch mit unredlichen Miueln, welchen Redner nicht wagen wolle. H'ngegen -ei cs notwendig, daran Zu erin-nern, daß die D"rführu.llg .ihren Zweck nich erfülle, wenn sie bloß Begriff.mg, Lwl;. GermMung über jüdische Höchstleistungen erweck«. Auch Äer Entschluß des Einzelnen, materielle Opfer zu bringen, .welche der überaus harten, vntbchrumysre^ben Arbeit der jüdit'chen Pioniere angemessen sind, genüge nicht. Es müsse ön dirsrn enr-scheiderwen Jahren «uurter den Juden der Zerstreuung nmtkrliche Sorge erweckt werden, die Sorge, daß nicht die ÄL-!.stn.ngssöyigkÄt der Pioniere durch ungenügende Teilnahme der Inden aller Länder an kern Eckösu-rvgSwerke vorzottig eruia ir e, bk Sorge imt den rech tätigen NaDchub van Menschen und Mitteln. Sodann ging der neue Film in Szene, der tatsächlich alle bisher gesehenen , kmemat-ographischen Aufnahmen von E-c-z Israel weit hmrer sich zu-vücklaßt. Cs ist überraschend gekungerr, in Wnstlevifch wertvollen lebenden Bildern die «m- Zelnen Phasen des -Aufbaues von der Ankunft der jüdischen Pioniere im Hafen über die Prüfung der Cigrmng des emrzelnen Ehaluz im GiMvarwonmgÄager, die Berte Nung der oinZelnen Gruppen, die ersten schwieoigsten Arbeiten ouff zur Stemwüsi-e erstarrtem oder durch Sümpfe angchaatten Boden bis zur blühenden Kolonie zu zeigen. Man sah die Lebens» schlagM. Deshalb haßte er mich auf den, Tod, obwohl fome Tochter am gleichen Tage heiratete wie ich. Ihr Mann lvar Chajim Baß. Diese zwei -Leute Weben meine Todfmche, stille, verbissen« Feinde, und suchten jede Gelegenheit, um mir zu schaden. In den zwei Icchron, da ich CHasan in Skrokoffk war, versuchten sie mit allerhand Lügen und Berleumdungen mich m den Augen der Gemeinde hevahzufetzen und mich von meiner Stelle zu verdrängen. Sie wollten sich am mir rachen und meinten, wenn es ihnen gelänge, mich zu beseitigen, würde Ehafim Btzß Chafcm werden. So arbeiteten sie hinter meinem Rücken, doch mir gegenüber spielten sie die Rolle moinvr besten Freund«. Ich wußte olles, doch ich ließ nichts davon merken. Eines Tages — es war im Sommer, an einem Jahrmartttag, da alle Gutsbesitzer der Umgebung in der Stadt zusammen kommen — be-me-vkte ich. als ich morgens dom Gottesdienst ging, am Rathaus ein Plakat -mit großen Lettern: „Auf der Durchreise von Krakau noch Warschau gibt das berühmte Wiener Damenquartett heute um acht Uhr abends im Saale des Restmnnrtts Wakewioz «in einziges Konzort, bei welchem Werke von Mozart» Beethoven und Schubert zur 2liuffühnmg gelangen." Ich rvar damals Awerund-wanzig Jahre alt. Was in der großen Welt vorging, davon hatte ich keine Ahmiintz. Aber von den großen Meistern der Musik hatte -wi* Reb Berisch VÄ erzählt und es war ftit langem mein «innigster Wunsch ihre Kolnpositronen zu hären. Es ist akso leicht zu begreifen, welche Anziehungskraft dieses Plakat auf mich auSM«. Doch wozu erst viel erzählen? Chanel« hatte «ine Unterredung mit Flkakewicz und ich saß am Abend im einem Winket des großen Saales -und horte zn , . . Mar im Hinl-mel. Äm nächsten Morgen wurde ich zum Rttübi berufen. Bei ihm traf ich dir drei Vorsteher der Schul. Mi» Herbegann zu klopfen. .Leibusch", begann -er Rabbi, ohne mich anzusehen» „ui der Stadt erzählt invn, «du seist gestem bei den Christen in dem Wirtshaus gesessen. Ist das wahr?" ,M ist wahr, Mfci!" antwortete ich „Was?" schrie der Rabbi aarf. ,Mu Jude ivagt es, sich hiuzuisetzen und sttmdeuAng fremde Weiber «NHUIstiarrm? Wiener Mimmlzemmsfrohen Gaslatten Ser JÄngli-n,Ze mub Mädchen in den jüdischen Dörfer«, die Arbeit in den Mädcheirfarmen und m den Tabak- Plantagen, die Er-ntetage nmer jüdischer Bauern, daS Märchen- Höst« Wachsen der Stadt Tel-Awiw, die Arbeitsstätten «dev neuen Machen -iüdulslriellen llniernchmungen, di« Jugend in den hebräischen Schulen und zur Hellen Freude des Publikums ga-nze Scharen der.pciachlvollen, keritgeiu»rden, palästmensrschen Ki>u«dor. Man beglcÄet ein« Wanderung jüdischer Pioniere durch dr« juingen Kolonien nnd di« historischen Stätten Palästinas, ivdhn-t einem Spovtfest «bei mrd .besucht die erste?lusstellimg der Produkte jüdischer Arbeit, di« iim Frühling verflossenen Jahres so cr-folgreiich -in TelMvirw vevanstMet wurde. Die GntwickLmg des Baues der hebräischen Universität aus dom Skopusberge, der so weit gediehen ist, d»ß die EröGmvng -in einigen Monaten stattfinden kann, -ist -m prächtigen Bilder,n festg-chMen nnd «die Vorführung schließt nus das heiterst« Mt einem entzückenden Temq der Chalnzim. Der Film, -der mit großer Bercmkwortnnig inszeniert ist, zeigt aber auch di« gewaltigen Problem« aus, die noch zu lS|«n sind und sührt auch an «den weiten Teilen des Lian-des vorüber, die noch der Uvbarmachuing durch jüdische Arm« harren. Herr Kapellmeister Geiger hat mit Geschmack Md Verständnis eine sehr gefällige Be-gl-eittmvsck zuisammengostellt. Die Uraufführung übte außerordentliche Wirkung. Hoffentlich werden -durch hcnrfigc Wiederholu-ngen der Vorsührrmg all« Juden Gelegenheit haben, dielen ganz hervorragenden PMstmaftlm zu sehen. «er Menschenfresser von MSnsterbers. Aus Breslau wird berichtet: Bei einer neuerlichen Untersuchung des Anwesens 'des Massenmörders Denke in Münsierberg wurden im Ofen fünfzehn blutgetränkte ulid mit Riemen a u 's Menschenh a u t zusammicng.ebunde.ne W e st e n gefunden, die offenbar vo-rr ermordeten Handwerksburschen stamnien. In einem Holzschuppen wurde eine größere Menge Men schenk -nochen entdeckt. Unter .den 'bei Denke vorgejiu-ndenen Ausweispapieren wurde eines festgeistellt, ,das von einem schon im Jahre 1905 verschwundenen Tischlevgesellen stammte. Denke dürfte also mit seinen Untaten nicht erst im Jahve 1913, sondern schon viel früher begonnen haben. Aus aller Welt. Bologna, 6. Jänner. (Stsfcmi.) Boi dam Fußlballwett«jpi«l. D o l o g n a F. C. gegen Amateure (Wien) siegt Bologna 4:2. Berlin, 6. Jänner. Wie das „Berliner Dayelblatt" aus Kiel meldet, bat in den schweren Stürmen der letzten Tage das Flettneriche Rotorschiff seine Seetüchtigkeit auf da» beste bewiesen. Da« Schiff hat eine Geschwindigkeit von neun Knoten erreicht und allen Böen widerstanden. Paris, 8. Jänner. (HavaS.) Wie dem „Mattn" aus Amsterdam gemeldet wird, wütet inNiederländisch-Indien eineMalariaepidemie, der bereits tausend. Mensch e« zum Opfer gefallen sind. Rom, 6. Jänner. In Enpoli geriet be!i ttuom Fußball- «atch der Trainer der siegenden Partei derart in freudtge Aufregung, daß er, vom Schlag getroffen, t o t «iederfiel. Konstanttuopel, 6. Jänner. (HavaS.) Der Abgeordnete Pschemil Bei ist an Stelle des frühere» Ministers des Inner« Redscheb Bei, der seine Demission gegeben bat, mit dem Portefenille deSJnnern betraut worden. Und das im Bußmomtt Glul! Das tut ein Mamr, der sich dom Dienst <Me£ geweiht hat. Gin Mann, der a« den großen Festen ein FüDjiprecher für die Gemeinde vor dem höchsten Gevicht sein soll!,.. Hinaus! Du darfst «nicht «mehr Chasan fein!" Bovwirrt und erregt verließ ich rasch das Zimmer des fftabbi. Bor der Tür meiner Wohnung stand meine Frau. Sie erwartete mich umgeduildig und rüf mir Mt erkünstelt ruhiger Stimme zu: ,J,ch weiß alles, Leibusch. Sei nicht verzweifelt. Gott wird dich nicht verlassen. Beruhige dich, beherrsche dich. Sie sitzen dort..." Zuerst verstand ich nicht, -was meine Fran zu Mr sprach Doch nach und nach beruhigtem mich ihre milden Augen umd ihre sanft behevvscht« Sttmme. Ich trat in weine Wohnung. Dort fand ich Chaj-im und Zemach. Sie taten,, als wüßten sie von nichts. Da brach der ganze Haß, der sich gegen diese beiden Kreaturen in mir angefammelt hatte, mit emenr Male 'los, Md mtt einer Stimme, die wir selbst fremd Mang, schrie ich: ,-Hinaus, ge-meme Denunzianten, hinaus!" Ich weiß wicht, wie es geschah ich faßte den schweren Messiug'l-ouchter, dev auf dem Tische stand Md Meuldevte 'chn mit wütender Kraft gegen meine Feinde. Chajim fiel tot vorn Stuhl zur Erde Weder." * Der Erzähler schwieg. In feinen letzten Worten klang dos Leid furchtbarer Ge'wissenSbiss«. Sein Gesicht war totenbleich, in feinen Augen glänzten Trauen, hastig tva-nk «r das Glas Tee hiuuuter, -das vor chm stand, zündete ner- VÄS «ine ^Zigarette an und fuhr dann fort: ,^Das Gericht verurteilte ruich zu vier Ia.hren Zwangsarbeit «und leberEnglicher Verbannung «nach Sibirien. Ich hörte das Urteil vulhig an und nahm es in Diebe auf. Ich fah es alis eine Sühne an, die mein «Gewissen erleichtert, und das Blatt, das ich vergossen, von Mr abwafchon würde. Ich dankte den Richtern, verzichtete auf mein Bevl.funigsrecht «umid nach ikurzer Zeit kam ich mit einem Transport in das GefäugnA von UlexaudvowÄ. Sie haben wahrschvinttch gslesen, daß vor etwa zehn Jahren in einem der bokanteften Theater der Hauptstadt «in berühmter Operrffänger, atz er dm Othello gab, die Sängerin der DeSde«NMla wirklich erwürgte, da er sie, die feine Gekiebte war, im Verdacht hatte, daß sic ihn mit M. 8118 Javaner und siudea. Rene Hypothesen eines englischen Forschers. Die Japaner führen ihren Urfprimg auf mongolische oder tatarische Eroberer zurück, die irgendwo aus Nord-- asien kamen. Wer aber waren die Mongolen oder Tataren? Und woher kamen sie? „The China Expreß and Telegraph" berichtet über Ergebniffe jahrzehntelanger Forschungen englischer Gelehrter, deren Schlüsse zwar sehr gewagt erscheinen, aber jedenfalls recht interessant sind. Sie gehen davon aus, daß der Name des helleren Typs unter den Japanern, der „weißen Japaner", Sa murai, eine ausfallende Aehttlichkeit mit dem Worte Samaria hat. Di« Samurais sind bekanntlich die japanische Adelskaste, die vor der großen japanischen Revolution in der Mitte des 19. Jahrhunderts das La-nd beherrschte. Die höchsten Aristokraten unter ihnen, die sogenannten Daimivs, ivaren vor der Revolution beinahe selbständige feudale Landesfürsten, die ganze Provinzen beherrschten. Die Samurais behau«pten in ihren allten Chroniken, daß sie vor mehr als 2690 Jahren aus dem Osten Asiens kamen. Samaria wurde- 925 v. Chr. Geburt gebaut und feine Bewohner wurden 720 v. Chr. von Schalmanefor als Gefangene nach Media gebracht. W. H. Pools gibt in feinem Buche „Anglo-Jfrael" die folgende Inschrist ern«S auf der Halbinsel Krim gefundenen Grabsteines wieder: ,/Einem der Glä>ulbigen in Israel, Abraham Ben Srntschalh von Kertsch, im Jahre des Exils 1682, als die Gesandten des Fürsten von Rösch Mestfcheck zu unserem Meister Chasar kamen, Fürst David, .Haloch und Habor, aus Kiow und Gosen, an welchem Orte Tiglath Pileser die Söhne von Rüben, Gad und die Hälfte des Stammes Manassa verbannt hatte, und von wo sie über den ganzen Osten, selbst bis nach China zerstreut wurden." Das 1682. Jahr des Exils entspricht dem Jahre 961 v. Chr., liegt also 1063 Jahre zurück. Ein anderer, 1000 Jahre älterer Grabstein, wurde in derselben Gegend gesunden, wova-us sich ergibt, daß die Israeliten in diesem Teile der Welt sehr lange Zeit, jedenfalls 1000 Jahre, lebten. Es kann daher angenommen werden, daß irgendwann in der Periode von 720 v. Ehr. bis 961 v. Chr. die Verbannten Söhne Israels über die Welt zerstreut wurden, manche ostwärts bis nach China. Zwischen 720 v. Chr., dem Datum der Gefa-ngenschast, und heute liegen 2644 Jahre, was sich ohne weiteres mit den Berichten der Samurai in EiMang bringen läßt, die behaupten, daß die „weißen" Jü'paner vor ettiva 2600 Jahren im Osten Asiens lebten. Professor O dl um, M. A., seit Jchren Dozent an der Universität Tokio, der den: Studium dieser Frage dreißig Jahve widmete, glaubt folgendes festgchellt zu haben. Die Samurai leiten ihre Herkunft ab von der Prinzessin von On, die Josef in Aegypten heiratete; sie haben unter ihren- Atesten Wappen den Löwen und das Einhorn des Stammes Ephraim, von dem sie Mtamnren; unter ihren alten Reliquien befindet sich Moses feurige Schlange; in einem ihrer alten Tempeil befindet sich eine Nachbildung der Stistshütte und einmal im Jahre tragen die Priester des Tempels sie auf den Schultern hinab zunl Wasser, über das sie den Fuß ausstrecken, um, da es sich nicht teilt, die Stistshütte bis zum nächsten Jahr an ihrem Auifbewa-hru'Ngsplatz znvückzubkingen. einer hochgestellten Persönlichkeit betrog. Dieser Sauger wurde zu fechzchn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Alsich nach Alexa-ndroWSk kam. War er Insasse des dortigen GesäuMss-es. Eine vie-sige herkulisch gebaute Erscheinung, graumelierter Kopf, große, ernlfte, schwarze Augen, die Stimm« eines Löwen. Er herrschte wie ein Kaiser unter allen Sträflingen; wie ein Kaiser hatte er seine Günstlinge, und wehe dom Strästing, der es wagte, einen feiner Günstlinge zu bsleidigon. Ich hatte das Wück, einer seiner Günstlinge zu werden, und ihm ist es zuda-nkon, daß mein Leiben im „Totenhau^ erträglich wurde. Gleich am Tage meiner Ankmfft betrachtete er mich lange Mt seinen durchdringenden Augen, fragte Mch nach meinvm Verbrechen und meiner Vergangenheit und sagte dann: ,Mine Sorge. Vier Jalhre Zwansarbe-tt — lächerlich! Ich werde aus dir schon etwas machen. Morgen fft Feiertag, da wirst du mir etwas Vorsingen. Jetzt komm, tvink-en wir ein Glas Tee. Schnaps wird hier nicht getrunken, Bvnder." Er hat Wort gehalten. Denn er hat aus mir etivas ge-macht. Er «war ein Künstler von höchster musikalischer Bildung und ein ausgezeichneter Lehrer. In der Zeit meiner vierjährigen SMavenarbeit nützte er jede freie Minute aus, um Mt mir zu studieren. Er entwickelte mein musikalisches Talent und war glücklich über meine Fortschritte. Den letzten Tag meiner Kerkerhaft *- es war ein freier Sonntag — verbrachten wir zusammen. Er gab mir Ratschläge, wie ich meinen Weg machen könnte. „Du bist frei, Ljew", sprach er, ,/in dem AugeMick, da du diese Mauern verlaßt, stcht dir die weit« Helle Welt offen. Bor sin paar Wochen hat mich der Direktor des Theaters in Irkutsk zusammen mit dem Adjutanten des GenerakgouvernelwS besucht. Ich habe ihnen von dir er- Du kannst gang ruhig fei». Dein« Zukunft ist ge- So wurde aus Deibusth, dem Sohn« des Josef Ljew Ossipowitsch, aus dem Stadtchafan von Skvokozk der sibirische Batüistini, und aus Chanel«, der Tochter des Ctzafan Berisch, Anna Borisowna. Und all da- — weil ich in Fliaköwiez' Restaurant «beim Konztzrt des Wiener DamlenguavteM faß."