Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2110 (4.1.1925)
- Date
- 1925-01-04
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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'■Mki Ü wWW) %vRin^ WjUE MsWmzrltü«-. '4. ISMer ms Nr. AD» fdjcitffctt Israeliten im Schlosse erschien, u>m vom gnädigen Herrn die Buche zu laufen. Hier Mt «S auf. -aß auch schön Annette von Droske-HMshoff die feine Unterscheidung Mischen Inden und Israeliten macht. Die Plebs, der Handckaaron und der Haarsrererlevi und der Wucherjoel, das sind Juden; die Vorsteher aber, di« angesehenen Häupter der Gemernde, sind Israeliten. Früher einmal waren diese Mtterscheidenden Bezeichnungen in Deutschland sehr gebräuchlich; man unterschied Juden, die Juden, und Juden, die ^raeliten sind. Am Ausgang des 19. Jahrhunderts trat sogar eine dritte Gruppe hinzu: die der Mosaischen. Das war ein« Höchstleistung. Annette v. Draste-Hülshoff bedient sich indes der Bezeichnung Israeliten, wie es scheint, nur Äs sprachlicher Nuance, um die Mitglieder der Deputation, die sich zum Gutsherrn wegen Ankaufs der Buche begarb, gewissermaßen in eine höhere Rangsklasie einzureihen. Kulturhistorisch scheint mir dies nicht ganz ohne Bedeutiwg. Hie Kutisker, hie Barmat. Von unserem Berliner Korrespondenten. In Berlin kam ein Finanzflandal auf. Ein Konzern don gerissenen, zum Teile schwindelhaften Faiseuren hatte das Hanauer Lager rveggetragen. Entsprechend don gigantischen Mafien der zur Verfügung stehenden Masse war der Skandal auch gigantisch. Es stellte sich heraus, daß der ganze Schwindel des Kutisker-Konzerns nur mit Hilfe von korrupten Beamten der^. Preußischen Staatsbank und von verschiedenen Politikern treu nationaler Couleur mögslich war, die für Geld umso empfänglicher sind, je schwarz-weiß-vöter sie schillern. Da nun die heiligsten Güter der Doutschnakionalen sozusagen angetastet waren, so griff man nach der bewährten Methode: „Haust du meinen Juden, hau' ich deinen Juden" und es «wurde flugs ein anderer, ein republikanischer Skandal inszeniert, die Barmat-Affäre. Der BarmaEonzevn, welcher übrigens auch durch Aktienpakete der Roth A.-G. an den Wöllersdorfer Werken beteMgt ist. ist wahrscheinlich um kein Haar besser.als der der Kutisker-Konzern. Die Tatsache aber, daß auf der einen Seite d e u t s ch n a t i o n a l e, auf der andern Seite sozialdemokratische, -in allen Fällen aber politische Patronanz ft'ir mehr oder weniger Zweifelhafte Geschäfte gesucht, gern gesucht und noch lieber gewahrt wird, ist ein schl-üfiiger Beweis dafür, daß das politische Leben in Deutschland hüben und drüben durch und durch krank, faul uUd. korrupt ist und daß Deutschlands PoRti-sche Parteien links und rechts mit Recht die Achtung verdienen, di« sie in der ganzen Welt genießen. .. - •. * In Viesern Zusammenhang sei daran eormreri, daß — in Verklei-nevtem Mo Wabe — das gleiche emgötzviche Spiel sich in matumv Kuidisker-Äfsch>e erfahren wir aus Berlin folgendes: In der Barmat-Affäre .ch gestem ein neuer Haf-tbefeh-l «Massen worden und neue Freilassungen sind erfolgt. Der Haftbefehl fichtst sich gegen den technischen Drvcktor der Berlin-Burger-Eisenwerke Sauveur, der.in der gesamten technischen Welt Deutschlands einen glänzenden Ramen hat. Es wird ihm vovgÄvorsen, daß er ebenso wie die andere« Direktoren des Barmat-Konzors durch Hevgabe .feiiner Unterschrift auf Konzsrnwcchsel sich des Botruges schuMg gemacht habe Aus der Haft entlassen wurden die beiden Direktoren der deutschen Mevkurbaivk Schiffer und Ger-icke, nachdemr bereits früher Direktor Th-ieme auf freien Fuß gesetzt worden war. Die Entilassuiugen erfolgten, da die Bephaftunig aller Leiter der Merkurbam den Betrieb derselben <tos S t o ck e n zu bringen drohte. Die Brüder Barm-at bkeEben «i'N Haf-t Sie geilten zunächst nur als vorläufig feftgenommen wegen Berdunikelumigsgefahr. Richtmliche Hastbsfshile sind gegen sie noch «»ichl «Mafien, niur gegen den früheren Miirfftevlaldivektor Kautz -ist ein formeller Haftbefchl ergangen. Seitens der Verteidiger wurde oin singohend motivierter Haftentilasffnngsantrag eingebracht und besonders darauf hi «gewiesen, daß ebne große Anzahl von Unternehmungen ^schädigt avnd Zrrka 16.000 Arbeiter brotlos werden. Der ,Porwäri s" verlangt, daß der preußische -Finanzm»inffter ein Disziplin«rverfahren gegen alle Mitglieder des Direktoriums der P'neuß«ische« Staatsbank sinwite und spricht sein Erstaunen davüber <nts, daß dies bisher nicht geschehen ist. - Wie aus Frankfu or berichtet wird, beginnt, demnächst der öffentliche.Der kauf der Bestände des Hanauer Lagers, tvelches das Hanrptabjekt der bstrügenischen Geschäfte gebildet hat. - - Wien, 4. Jänner. * Geheimrat Bumm gestorben. Nach einer Meldmrg des „LokalorMiiger" ans München ist der Leiter der Berliner Un»- Veriitäts-Fvansnttini?, Goheimrat Professor Dr. Bumm, einer, der hervorragendsten Gyuakologerr, in der Münchener chirurgischen Klinik an den Folgen eines Galle-nsteinlloidens im 76. Lebensjahr gestorben. * Personalnachricht. Heute findet die Trauung des Herrn Artur Grün, Inhaber des Duchbauses Artur Grün, 1. Bez., Adlergasse 5. mit Fräulein Tvuoe Schwarz. Tochter des Ledersabrikanten I. Schwarz, 2. Bez.. Dempelgasfe 7, statt. * Hakenkrenzlerfrechheit. Aus St. Pölten wrrd -uns berichtet: Hier gibt , es drei Vereine, welche den Arierparagraphen rsngc-nchvt halben: Den Männergesangsvere i n, den Gesangs- und M u s i k v e r e i n um> dm T o ur isie nkl ub. Diese Vereine ließen nun durch ihre gvsinnungSverwandten Vertreter im hiesigm Gomsinderat den Antrag auf S u b v e,u tionierung durch die Gemeinde St. Alten stellen. Tie Frechheit der Hakenkreuzlevbubm Läßt sich daraus am besten ermessen, daß die Vereine eine Kategorie von Bürgern der Stadt ausschließen und gleichzeitig auS Geldern der (Gemeinde, zu denen oie ^unwürdigen" Gemeindelbüvger «inen starken Prozentsatz beisteuern, eine Subvention verlangm. Das ist dasselbe dumm-freche Spiel, welches das HcÄenkrenzgeisindell i.n Alpeyverein und überall dort treibt, wo es häufig unter falschen Borsniegelirngen jüdisches Geld einsteckt, um dann die Jude" ',n. In der Gemeinde St. Pölten ist dm B ' - 3‘tvcidj n'bk gelnngrn: der Geneind.-rat lehntdie Subventionierung voll Bereinert, die den Arierparagrapihen eingefuhrt haben, <ch. * Las Detter. Gestern war es abnormal warn:. Die Nachmittagste-mperatur betrug 13 Grad Reaumur. Die Voraussage meldet wavnres Wetter und für Montag möglichevlveise Kälteeinbruch mit Schnee. In England wütet noch immer ein heftiger Sturm, der große Schäden airrichtet. In New-Dort herrschte voroestem ein riesiger Schiroesduvm, der die Straßen fast -lmpaffremar machte. * Preisermäßigung durch dl« Brotfabriken. An Generaldivoktor Fried der Ankerbvotfaiboik soll von seitm der Kommtfiion für Bekämpfung der Teuomrng das Effuchen gerichtet worden s«in, sich für die Herabsetzung des Brotpreqes um 30V Kronen auch von seiten der Bwtfabrikm oinzusetzen, was Genevaldrorktor Fried versprach. * Di« KanalraumungSgrbÜhren für Jänner. Für dm Monat Jänner 1928 wurden die Kanalräumungsgsbüiyren mit dem Fünfundzwanzigfachen des am 1. August 1914 gezahlten Monatszinses festgesetzt. * Die Sterblichkeit im November. In Wim find 4m Rovoinber insgesamt 2113 Personen gestorben. Jnr Novelnber 1923 starben 1841 Perfonm. An der Spitze der Todesursachen stehen nM 461 Fällmr die Herz- und Gefäßkrankheiten. * Wiederholung der Festbeleuchtung tnp Rathauses. Ämmtag dm 11. d. findet eine Wiederholung der Festbeleuchtung des Rathauses statt. Es erfolgt wieder eine zweimalige Beleuchtung am genannten Tage. Die BelimchtnngsanLage wird belassen, um weitere Wiödevholungen zu ermöglichen. Die genauen Stunden werden noch bÄanntgsgäbm werden. * Di« Grazer Kinos sperren wegen Stmerlasten. Sämtliche Kiivobesitzer in Gvgz häbm in einer gememfamm Sitzung am 27. v. M. beschlossm, die Kinos wogen gänzlicher Unventa- Mität der Betriebe mfrllge der hohen Steuerlasten ab l6. d. zu sperren. Dieser Sperre schlossm sich auch das Kabarett Irrwisch und das Orpheum an. Allm Angestellten wurde mit 31. Dezember gvknidigt. Em Exekutivausschuß der Unternehmer wurde beauftragt, mit don Behörden tmgear Ermäßigung der Stenern zu verhandeln. * Die Lebensmüden. Freitag abends gegen 10 Uhr hat sich von der Reichsbrücke dar öÄähvige angobliche Pensionist Anton Schön bock, Nußdorfevstraße 63, ein Vechervatoter Mann, in die Donau gestürzt. Er konnte nicht mehr geborgen werden. — Der 68jährige Pfründner Johann Ruhland tMrde am 2. d. M. von Hauspartaim in somer Wohmmg in der Breitenseevstraße erhängt aufgefundm. Er dürste dm Selbstmord aus Not ausgeführt haben. Er hat sich geäußert, daß er um die Erhöhung seiner Pfründe angesucht hat, sie aber nicht erveichm kmrnte. — Gestern früh hat sich der 33jährigü ^Beamte Siegmund Reich in seiner Wonhuna aus unIbÄannter Ursache erschofien. — Der 47jährige Bnrearünenor Rudolf F. hat sich aus unbekannter Ursache mit einem Rasiermefior eine schwere Schnittwunde zngefügt. Die Redtungsgosellschasr brachte ihr: ins Spital. — In den Anlagen des Wevtheimsteinpavkes hat sich gestern nachmittags eme etwa 40jÄLigL Frau zu vergiften versucht. Die RettuuHssefellschaft brachte dre Bewußtlose in das Spital. — Die 17sahvige HMsarlbettevin Marie Z. hat sich gestern in ihrer Wohnung durch Leuchtgas zu vergiften versucht. Die Restungsgosellschaft brachte sie >mS Spital. Das Motiv der Tat ist nnbekamft. * Große Gnbruchsdiebstahle. Gestern wurde bei der Schneiderfwma Tiriug, Praberstrahe 11—13, oingebvochen. Gestohlen wurden Kleider im Werte von 46 Millronm. Gestern früh um 4 Uhr wurde in der Mlla des FabvAantm Tugendhat, 19. B^z., Maasstraße 29, ein Einbruch verübt. Gestohlen wurden kostbivoe Kleioor und .Pelze im Werte von 200 Millionen Kronen. Kleine Chronik. * Verzwickte FamNierwerhAttüsse. Einen StM für ein Döama, lm deffm MittÄPunikt sine bekannte Figur der spanischm OefferMchkert steht, finden wir in dm Mrättm des „Seomv". Der 69jährige General Weiler, der noch im aktivm Dienst des spamschen Heeres steht, jeden Morgen sine Stunde ausrcktet, >im fünften Stock someS prächdiigm Palastes wohnt, den er oft, wenn der Lift versagt, M Fuß eMimmen muß — hat sich vor kurzem wieder Vevhtzvvaböt. Der noch vustige Herr, der vor o'mnyen Monaten, als man von eiinem ornsthastm Staatsstreich sprach, der das Direktorimm Primo de RtveraS stürzen sollte, eme wichtige Rolle spickte, hat ckgmavtige Grunde für die neugeschllofienip. Ehe. Ein Sohn des. GonevcckL, der durch seltne Schuld von svinor Gattin getrennt ist, liebt mit einer anderen Frau zuifammm, die chm zwei Söhne schenkte. erschien wimschenswert, sie zu lsgitmtieren, da sie «mes Tages den FmuMmnamm röpräsenüieven sollen, der sonst erlfifcht. Die Gattin des Sohnes nun, die Nicht geschioden «ist, chiverifetzbe sich der Anerkennung dar Erben. Was tun? Der alte Barer opfert sich, indem er die Gckiebte des Sohnes hvL'r'Lite.t und dieferchgen als seine Sohn« aueckennt, die »n Wahrheit feine Enbrl sind. In dcn Stammbaum der Fanfilke kommt dadurch allerdings eine kleine Verwirrung, «indfm Vater «und Söhne dadurch gleichzeitig Brüder werden. * (Sin GcheimklÄb für Dienstmädchen. Mit dem Sitz^in LoÄrs ist für den ganqen?)orkjhiredistrikr ein Dienstmadchenklno gegründet worden, der dm Vorzug hat, geheim^ zu sein und über dessen Zulassung ein Gehermkomitee von drei Mitgliedern strengste Kontrolle ubt. Der Zweck vieles Klubs ist. sür. alle AnqJtellten Nachrichten über ihre Herrschaft zu sammckn, Boykotte über schlecht beleumundete Stellen zu vechangen und einen Kampf zu führen gegen die nur zeitwMig arbeitenden Hansbedtensteten. Um dem Klub eine größere Wirksamkeit zu verleihen, weigern sich die Mitglieder, den. untevsuchsnden Magistvatspersonen Namen der Vorstandsmitglieder sowie >den Sitz des Klu'bS anzugeibeu. Der Klub versejchvt an seine Mitglieder ein wöchentliches Bulletin. ' * Das größte Buch der Welt. Wie die Zeitschrift für Deutschlands Buchdrucker berichtet, ist kürzlich das größte Buch d«r Welt in London zum Verkauf gelangt. Es ist ein R i e s e n- Kora.n, der 1,20 Meter hoch, 76 Zentimeter breit und 30 Zentimeter dick ist. Zwei Männer sind erforderlich, um ihn zu tragen. Die Buchstaben sind zehn Zentimeter hoch, die Seite enthält zehn Linien. Die Ränoer weisen reiche Verzierungen auf. Das ganze Buch ist mit einem künstlerisch ansgeführten Holzdeckel versehen und mit Goldbrokat Überzügen. Der Preis, den es erzielte, ist verhältnismäßig gering: 4000 Mark. Neben ihm lag zum Vergleich der kleinste Koran der Welt, der nur vier Zentimeter hoch und ebensoviel Zentimeter breit ist. lDie nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) 2er prattische eintauf I - Alle Schichten vor Bevöbkermvg sind unter den gegenlüävtigen schwievdgm Wrvtschaftsvechältüissen zu äußerster Sparsamkeit gezwungen. Aber der Winter steht vor der Tür und die Anschammg des NotwendWon an Bekleidungsstücken läßt srch nicht umgehen. Billig und praktisch ist nicht dasselbe! Es handelt sich darum, bei aller Billigveidt qualitativ eiirwand'-.^i.' Gegenstände, wir Damen.- und Herrenwäsche, Stoffe, Strick- und Wirktvarm und andere Bekleidungsstücke für den Wintsobedarf zu erwerben. .SM*8&e§iicilitd)l zeichnet sich das altrenommierte Warenhaus Brüder Schiff« mann in der T a b o r st r a ß e 4 8 aus^ das eine reiche Auswahl! der genannten Gegenstände zur freien Besichtigung oarlegt. Hier ist Billigkeit und Qualität vereint. * Schuhe» feinste Qualität» Marke Cooks, in elegantester Ausführung sowie original norwegische Schneeschuhe im Schuh-! haus Abrahamowicz, 2. Bez., Taborstraße 33. * Reue Herbstmodelle in Dallv-Schuhen und erstklafiigen handrahmengenähten Schuhen zu äußerst billigen Preisen tot Schuhhaus Dorn. 2. Bez>, Taborstraße 8 a. * Auf Teilzahlung Luxus- und Strapazschuhe. Strümpfe, Socken. 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Die neue Fleischbank ist eine der vesteingerichteten Wiens und entspricht den modernstenj hygienischen Anforderungen, so daß dreselbe bestens zu empfehlen ist. Durch die Eröffnung dieser neuen Koscherfleischbank fit einem langgehegten Wunsche der jüdischen Bevölkerung des 9. Bezirkes durch die Firma S. Kornmehl Rechnung ge-! tragen. * Der Erfolg der Waschliesl-Apparate ist verblüffend., Dieser ideale Waschapparar ermöglicht es jedem, bei BernrÄdluwg von Rumpe! und Bürste die Wäsche mühelos blendend weiß M waschen. Zieht man noch in Betracht, daß> das Waschen von 20 «bis 26 großen Wäschestücken mit der! „WoschllieÄ" nur zirka 6 bis 8 Minuten in Anspruch unmnt,! so wird der große Andrang zu dem täglich stattsmdenden, Prodöwaschen erklärlich. Beachten Sie die gesetzlich ge-; schützte Macke „WvschlieÄ". 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Jeden Sonntag, 6 Uhr nachmittags, Vortrag des Herrn Lektor Dr. S. Rubin: „Midrasch". Uraufführung des neuen Palästinafilms. Die heutige Aufführung des neuen Palästtnafilms beginnt präzise^ halb 11 Uhr vormittags im Opernkino, 1. Bez., Elisabeth-! [trage 3. Sämtliche Karten ausverkaust. Chanukkahfeier im 9. Bezirk. Am 28. Dezember fand eine Chanukkahfeier der Schülerinnen des Frl. Lehrerin Erna Haker im Saale des Makkabi 9 statt. Freudestrahlend! folgten die Kinder den Darbietungen, von derren die Tänze' oer kleinen Annh Stark und das Duett der Gisi Kreislingl und Trude Reich besonders gefielen. Reichen Beifall fand die! Aufführung des Chanukkahspieles. In wenigen Sätzen wies §r Dr. Isidor Klaber auf die Bedeutung des Makkabäeres für die Gegenwart hin. Und als zum Schluß bicj ülerin Trude Reich in Versen der heißverehrten Seljrcrinj Dank und Verehrung aussprach, wollte der Beifall der Schülerinnen und Gäste nicht enden. Dem Jüdischen Nationalfonds und der jüdischen Jugendfürsorge Wien wurden ein namhafter Betrag überwiesen. Chanukkahfeier des israelitischen Taubstummenvereines. Am 28. Dezember fand die Chanukkahfeier des seit drei Jahren bestehenden israelitischen Taubstummenvereines in seinem Klublokale im Cafe Müller, 1. Bez., Schottenring, statt. Es waren, wie all(ährlich, große Spenden (Bargeld in der Höhe von 100.000 bis 300.000 K. für jede Person und Strickwaren und Wäsche) für arbeitsunfähige Taubstumme und Kinder tauber Eltern eingelaufen, mit denen die Bedürftigen beieilt wurden. Eine Fülle ernster und heiterer Darbietungen erfreute die Anwesenden. Im Mittelpunkt der Feier stand der Vortrag über die bisherige Tätigkeit. Hierauf folgte das Entzünden der Chanukkahlichter durch eines der Mnglieder. Mit einer Ansprache, in welcher ein Mitglied der Vereinsleitung für ihre fürsorgliche Tätigkeit dankte, schloß die schöne Feier, der unter anderem die Herren Cafetier Müller, Berger und Jßmann beiwohnten, deren hingebungsvoller Arbeit die Taubstummen viel zu danken haben; ferner war Frau Bombach, Sekretärin des jüdischen Taubstummenvereines in Lemberg, anwesend, die gegenwärtig in Wien weilt, um die Unterbringung der in Lemberg befindlichen tauben Kinder in der israentischen Taubstummenanstalt in Wien durchzuführen. Radio «Salon der „Wiener Morgenzeitung" im „Haus d evD a m e" ' ' Evgvn A.-G., 1. Bez., Schwedenplatz 1. Vorführung der Wiener Sendung täglich von 11 bis 1 Uhr mittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittags. E i ntritt frei. Kein Kaufzwang. Verkauf erstklafiigerRadio-Apparate uud -Bestandteile. Radioprogramm für Heute: 9 Uhr: Marktbericht. — 11 Uhr bis l Uhr r Konzert? Silving. — 1 Uhr 5 Min.: Uraniazeit. — 1 Uhr 30 Min.: Wetterbericht. - V,4 Uhr: Wiener Börse. — 4 bis 6 Mr: Konzert Silving (Gesang: Frau Bauer-Tymbell). — S Uhr r Vorlesung Klitsch: Das Nibelungenlied. — « bis 10 Uhr: D« fliegende Holländer".