Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2110 (4.1.1925)
- Date
- 1925-01-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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«VY. fW Mm. feiHtfa* •Blfitet MsvftGnzellim«. 'I. Minner ISN G«H» f SoeHeler und feine Ahnen. Don Cffloit Dieirichsttin, Wien. Kein andere- Buch war einmal so aktuell kein anderer wurzelte so fest im Weltverkehr. Und kein anderes -st «während der Krieges so radikal aus dem Weltverkehr gedrängt worden, denn die reiselustigen Nationen, zu deren Fahrten durch dl« ° Welt die dickleibigen scharlachroten Bande als allernotwendigste Autstaltung ihres Handkoffers gehörten und denen die Baedeker-Sterne als verläßlich: Wegweiser auf ihren Reifen in die Fremde leuchteten und die ohne diese Direktiven übel daran gewesen «vären, weil sie niemand orienti.rt hätte, welche Sehenswürdigkeiten man unbedingt gesehen haben mutz, um sich nicht banausisch bis aus di« Haut zu blamieren, gerade sie hatten in den Tagen der Feindschaft ihrem Reisebegleiter die Freundschaft gekündigt und sich einen Cie.rone auS der englischen oder französischen Heimat engagiert, weil. . . nun weil .Karl Baedeker, der Begründer der Relsesirma, «in Deutscher ist und in Essen geboren wurde. Aber wenn jemand auf Int.rnotionalität Anspruch erheben darf, so ist eS diese Familie Baedecker, di?, hätte sie auch niemals ihre Heimat verlassen, dennoch auf der ganzen Erde, in Australien so gut wie in ihren über ganz Deutschland verstreuten GeburtSstätten und Verlagsorten, zu Hause g wesen wäre. Freilich: d.e Engländer können davcnls verweisen, datz dieser Baedeker eigentlich ein Urenkel ihres Landsmannes John Murray, des VerlagSbuchh-nidlerS, sei der mit Äeott, Byron. Irving und Campb.ll verkehrte und desien Sohn den ersten Reis«Verlag begründete, sich als erster englischer Gentleman die Welt selbst gründlich ansah und zum Teil auch selbst jene HandboolS for Travellers v^aßte, die Karl Baedeker bei den Engländern ans ihrer RHeinreise nach der Schweiz und Italien sah. Und der erste von Karl Baedekers Reiseführern ist auch tatsächlich mit dem Reisetitel diestr Gegend gestempelt: erschien 1828 in Koblenz und nannte sich: „Am Ufer des Rheins". Der Ba.deker wird also die englische Verwandtschaft nicht Meugnen können, nur daß di« Baedeker-Bände diesem Stammvater Murray, der längst verstorben und längst v«rgess-n ist. und dessen vergilbten antiquarisch duftenden Büchern so ähnlich sthen . . . nun. wie eben die vierte Generation dem Urahnen ähnlich zu sein Pflegt. Wie etwa ein ü-b.r den modernsten. weitverbreitetsten FabrikSbetri.'h gebietender Fabrikant, der eine Monopolstellung auf der ganzen Welt er- 'worben hat, mit feinem Urgroßvater, der als Handwerker in der Werkstätte den gleichen Artikel bearbeitete. Aehnlichkeit hat. Immerhin: dieser Urgroßvater wird sich nun mit kommerziellem Konkurrenzhatz darauf berufen, daß sein Enkel das Handwerk vcn ihm erlernt habe. Und da dieser englische Rciseahnherr schon gestorben .st. so werden dies seine nationalen Erben besorgen. Nun. man weiß ja, wie «S ist, wenn sich Kompagnons oder Familienmttglieder verfeinden. Und nun sind Murray und Baedeker ja niemals Kompagnons gewesen, waren immer national geschieden und standen nur in den negativen Beziehungen der Konkurrenz. ... Die Zeiten sind gründlich vorüber, da ein Baedeker, wenn er so unvorsichtig war. einen feinet eigenen Führer Ki benützen und etwa Italien zu bereisen, dort nur unter pseudonymem Schutz leben konnte. Denn «wenn oer Hotelier den Namen Baedeker auf der Liste der neuen Gäste las, so wußte er überhaupt nicht mehr, was er vor lauter Devotion. was ex in seinem Bedientenerser und in ferner Furcht. .Herrn Baedeker irgendwie zu verstimmen, anfangen sollte. Man denke nur: da war Herr Baedeker selbst, der fein Unternehmen vollständig ruinieren konnte, wenn er ihm irgend einen Anlaß zur Unzufriedenheit gab. Er brauchte nur des Nachts in feinem Hotelbett nicht so ftst und dauerhaft. wie ex eS wünschte, zu schlafen und dies konnte dem .Herrn Hotelier den Stern und damit seine ganze Repräsentation und sein ganzes Renommee kosten, ihn also zum simplen, gesindelverdächtigen Quartiergeber degradieren. Denn man kann Wohl als selbstv rständlich annehmen. daß Herr Baedeker der bestbediente Reisende war daß kein Rockefeller sich mit seinen Milliarden jene Fürsorge und Aufnterksamkeit und überängstlich zärtlich: Bohardlung erkaufen konnte, die der Buchhändler Baedeker nur durch einen Stern veranlaßt hatte. Ging er ins Gasthaus, so bekam er sicherlich die deNföUftnt Speisen vorgesetzt, d.nn ein geringfügiger Mißgriff der Köchin hätte auch hier wieder den Restaurateur um. sein astrologisches Ruhm kabzeichen bringen können. So zitterten und bangten die Lieferanten vor der Ungnade und dem Zorn dieses BerlegergvtteS, der sie zu einer Tiefe yerunterstürzen konnte, ivo sie kein distinguierter Fremder mehr auffand... Sie vergaßen allerdings, daß dieser Baedekerstern ein Adelstitel ivar, der niemals durch Korruption, nicht einmal durch einen Reklametarif erklärt werden konnte. Und es drängten sich Hoteliers. Kaufleutk. Fremdenführer. Bergkraxler und Gastwirte an Herrn Baedeker heran, stiegen, wenn st« von seiner Ankunft hörten, von ihrer einsamen Höhe herab. Leute, deren geschäftliche Sehnsucht nach einem Stern bisher immer unbefriedigt bleiben mußte (und mit denen daher Herr Baedeker nie in e'nen Kttentenverkehr kam) und die nun durch ihr« Persönlichen, flehenden, subalternen Bitten einig« auSbLUtnngsfähige; Engländer und Amerikaner zu erbeuten hofften. Dieser Ansturm der nicht Empfehlenswerten, nur Empfehlungsbedürstigen Veranlaßt Herrn Baedeker Wirklich, ans die Vorteile seines Firmennamens zu verzichten, den er hinter einem Pseudonym mattierte. Herr Baedeker wurde von denselben Fremdenverkehrs« Piraten, die ihn einst gewinnsüchtig feierten, boykottiert. Er hat überhaupt die Erde zu genau beschrieben, zu detailliert jeden Kilometer Reisegab^t in se ne Karren ein-,gezeichnet. Denn dieses Reisegebiet hieß jahrelang Etappe oder Krl §Sschan-platz, d flen Ge graphie geheim gehalten werden mußte. Und so wurde dieser Baedeker auf der ganzen Welt verbalen» ebenso wie er einst auf der ganzen Welt beliebt und berühmt war. Kern Buchhändler durfte ihn verkaufen. Am stärksten verbreitet war der Rekseführer Lurch die Schwe'z, von dem die deutsch« und ergli'che Ausgabe in gleich großer Zahl verkauft wurde, dann Norditalien und Paris mit deutschem Text, das heute n Frankreich noch immer zu den allevverbotensten Büchern gehört. Als JnleS Huret, der Teutschlandreisende des „Figaro". Herrn Baedeker in seinem Leidiger BerlagScomptoir to* suchte, sagt« der Csef zum Abschied: „Denken Sie an unS auf ihren weiten Reisen. Senden Sie geographtsthe Daten." Nun, eS war Herrn Huret nicht vergönnt. Baodeker-Mitarbeiter, sondern nur, wie Millionen andere, Baedeker- Reisender zu sein. Wie der Name des reiselustigen PceteU Kysalek, der seinen Namen in die einsamsten Felsenhöhlen, zu denen er empcrkletlerte, einze'ch iete. ist der Name Baedeker nun wieder in den einsamsten und besuchtesten Gegenden, aus dem Montblanc-Gipfel, in der Wüst« und fn -remdenübervölkerten Gegenden zu lesen. Sein« Sterne leuchten nun, da die letzten Fetzen KriegSgewAk zerflaitern. immer klarer: Neber den venezianischen Frühling, den ägyptischen Winter und den nordischen Sommer... ■... rnrnmimmmmmmmmmmmimmmmmmmmmmmmmm Mitteilungen aus dem Publikum. Möbelfabrik J. Spira Feine «>« fljj. III. ' ‘ J—t Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl Schweighofergasse Toni Körner Arnold Grelsmann Verlobte Wien, im Jinner 1925 MOD6NHAU8 „Zum Schmetterling Wien, II. Taboretraue 31 Kammgarn, ISO cm breit .... 68 OPO aufw, Oabard'n. 13«) cm breit.08 000 aufw. Velours, 140 cm breit .... .1*5000 aufw. At.h‘ i IN Jrin N < 1.1. h FLEISCHHAUEREI SIE OH. KORMNBH L Zentrale IX. Parrcama Nr 19, Te< 17-?**09 n 80->it/Vi Neu eröffnet« Kos cher^FI eis chb ank im IX. Bexlrk, Berggesae Nr. 18, und 18« Beslrky WEhrlngerstrasie Nr« 87 dyjck» nole, Ansicht 4ee Kbnr. Rabbinate 4er (er. MaltMiemelnde W1m AoM«hrol not ton anMeb'l«»«Heh erimaOuaWSteo almtlleher Pletahawlan m 4an bllltaaten MurKlptei*«« Verlcanr«r'an<ten «nn 7—ft Uhr and von '—7 Uhr aheala WASCH! MIT UIFT «WASCHLIESL* ÄS Rrfelfl verblüffend! aal", dem Waaon apparat BrIo!g verblüffend! PROBEWASCHEN NUR NOCH S TAQBI lientaf das s, Mittwoch den r., Doaneratag dos s., Freitat den s und Banatac doo tu. JAnner t8»6 im Restaurant „Zum prtinen Baum“ VH.HerlehlireratraBe 58 / Beginn /,4 n, 5 Uhr Verkanta'oXa’e; VII. M«rt hliferatraeao ne (R s'anraat ».Zu« srttuen Saum“) pnd vir. Menbaosaeae6 (Beataoraat „Zur Gluckt**) Prell K 140.008 Preis K 140.000 Zeltuagsreltlame In Polen I KatiFettfe und fndualrfelle, d'e fflr Ihre Ware fn Polen Ab* ante haben wollen aollen Im ebensten Interesse in dem in Le m b «i r g F8BVNUMB ■ AR Inac rieten, ersehe nenden % K 0^ Ui ■ ■ mMw wobei dar* Ta sblatte WI s BEI 8Bl^l auf auf* merksam gemacht wird, dass dieses Blatt Infolge seiner grossen Auflage und Verbreitung in ganz Polen eine ungemein grosse Reklamekraft dars*eilt Oie Generalvertretung für Annoncenaufnahme übernahm fflr Oesterreich die äs i« w. M i. mm Kr. is Das Interesse, welches seiten« der jüdischen Bevölkerung Wiens der in Lemberg in no1n?schtr Sprache erscheinenden Tageszeitung „CHWILA** entgegengebracht w'rd, lest uns die Pfhcht auf, den Ankauf der Zeitung womöglich au erleichtern. Zu diesem Zwecke hat die Administration der .ChwdaH die Vertretung fflr die Stadt Wien der Firma Hermann Goldschmied!, Wien, l. Woi'xeüe Nr. 1t Qbergeben, welche an den unten genannten Verkehrs« punkten Wiens die .Zeitung cum Verkaufe bringtt HattesteHeSchotteiilor Rettung»* insel) Kirntn»ntfa«M, Vt&ieffdorterttf, St rkecke i Kirnt ner»tr»»w, KSrntnernm?' Caf< Opera F'ke Operngasae) Graben 'gebe Koh'm.ibt) Rol«ntutm»tras»e,CaM Mendel , . Hahcburg Reve'utlomptatx (Albrcebte* _ »mnet Pe'iaria Wo1 liebe, P»rlr»t«f Hotel Bristol Grand» Hotel Neuer MarÜ freinn* Sein^loa (1er (.tote) BÖ'8€ tcke KlmtiieratraiM. Watflsdt* pue Stock «n ftaen toseio<84tei»iia»»e Unle) t*i. geke Kchottetifing Prat r*tcrn ... Wr. Uank*VereK Sehettenring ARBEITfMÄNTEL Windjacken. Overall-Anzüge, Schlofferanzüge, Sellnerfattos, Fleischhaueriacken u. f. w. Kl"-i?' '"UR088BAR8 VII. Durg^affe Nr. 81 — Tel. 84-0»25 Sie Menduche. Von S. MeisefS. Annette Freiin v. Droste-HülShoff war Hermato künstlerin. Die Verwurzelung mit der westfalischen Heimaterde und rh«n Menschen sowie daS geist'g« Gebundensein im Konfessionellen Halen die Dichterin in ihrem künstlerischen Schaffen wohl zur tiefsten Verinnerlichung geführt, sie jedoch im Aufst'.-cg zn jener Kunsthöhe behindert, wo der Schaffende seine Schöpfung aus allen Ort- und Ze tgeüun'denheiten erlöst. Die Trrste war in dem Vannkreis der ivestfälischen Landschaft und des rvestfälischen Menschen, völlig einge'chlossen; darüber hinaus, zur Unnatur und zum Allmenschlichen, vermochte sie sich nicht zu erheben. Nur ein einziges Mal tst der Dichterin der Auffwung über das spezifisch Westfälische ins Ewig- und Allmenschliche gelungen, nämlich in der Prosadichtung „Die Judenbuche". Diese EyzLhlung, die in den Jalren 1839 und 1341 entstand, ist übrigens die einzige vollendete Prosadrchtung der Troste-Hülshofs; alle ihre anderen Prosauxrke sind Fragment und Torso geblieben. Di« „Judenbuche" ist ei» Meisterwerk deutscher Novellenkunst, dem man nicht leicht ein zweites an di« Seite st.'llen kann; es ist unstreitig daS schönste Buch, bas Annette v. Drcste-Hülshoss als Prosadichterin geschrieben, anscheinend a«ber auch das männlichst« Werk, das je eine Frau geschaffen hat. Die .^Judenbuche" ist ein Prosadichtung von berückender Eigenart und wundervoller Geschlossenheit, eine Kunstschöpfung, di« auch im Geschmackswandel der Zeiten unvergänglich bleiben wirb. Den Stoff entnahm die Dichterin, worauf; auch Elster hinweist, aus alten Kriminalakten, die sie einnral bei einem Besuch in Bökendorf gelesen hatte; der Er« zahlung liegt demnach eine wahre Begebenheit zugrunde. Annette ftlbst schiebt im Verlauf der Erzäh'ung gelegentlich die Bemerkung ein: „Dies alles hat sich wirklich zugetragen; ich kann nichts davon- und dazutun." Die Geschichte ereignete sich irgendwo im Paderborner Lande. Unter einer Buche im Gehötz wird ein Jude ermordet aufgefunden. Dem Mörder gelingt es. sich durch Flucht der Strafe zu entziehen. Nach achtundzwanzig Jahren kehrt der. Mörder, an Leib unb Seele gebrochen, in die Heimat zurück und erhängt sich an eben derselben Buche, unter der er vor Jahren den Juden ermordet hat. Aus dieser einfachen Geschichte hat Annette v. Droste-Hülshosf ein „Sittengemälde audem gebirgigen Westfalen" geschaffen, das geradezu« als Musterbeispiel bienen kann, wie sich auch im kleinsten die höchste Kunst zu entfallen vermag. Als Mal unb Zeuge des JudsnmordeS steht die Buche im Dredevholz; sie wird fortan die .^Juden-buche" gehe'.ßen. Aber nicht deswegen allein tragt sie diesen Namen; sie ist buchstäblich ein« Judenbuch«, eine Buche, die den Juden gehört, di« Eigentum der -Juden geworden ist. seitdem sie d^e benachbarte Judengemeinde von dem Gutsherrn '.r zweihundert Taler gekauft hat, auf datz sie stehen bleiben soll „im Winter und im Sommer, so lang« ein Span daran i Ist", als Mal und Zeuge des gräßlichen Mordes, der dar-' unter verübt worden war. An der Buche ist außerdem mit dem Beil eine hebräische Inschrift eingehauen, di« folgen den Wortlaut hat: Im ta'amob bamakom haseh jiphgaa doch ka'ascher a-ttah «sieh II. Diese Inschrift wird im Buche mit hebräischen Schrift* zeichrn wiedergegeben. Sie ist nicht nur ungranunatisch, sie, ist ihrer Fassung nach auch ganz unhebräisch, trotz der hebräischen Worte und Schriflzeichen. Sollte sich irgendwann und irgrndwo im paderbornischen Lande eine Buche mit: ähnlicher Inschrift befunden haben, so wird sie allenfalls der Dichterin in e-iner verstümmelten Form überliefert worben sein. Denn in der vorliegenden Fassung ergibt sie keinen rechten Sinn. Zum Schlüsse der Erzählung gibt Annette dnttsche Uebersetzung der Schrift an dem Baume; sie h:ißt: „Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird eS dir ergehen, wie du mir getan hast." Gerade diese Uebersetzung erweist, daß der hebräische Satz vollkommen verstümmelt Wiedergaben ist. ES ist aber auch leicht möglich. daß die JnHrtst eine Erfindung der Droste .st und daß sie sich den deutschen Text von einem übersetzen ließ, der daS Hebräische nur mangelhaft beherrscht-?. Selten ist etwas tzle'.ch Nnhebrasschrs in hebräischer Sprach« geschrieben worden wie dieser Satz. Don einem Jud'n fcom er unmöglich herrühren. Das konservative, ahnenstolzr westfälische Freisräulein scheint überhaupt in ihrem ganzen Leben mit keinem Juden in nähe« Berührung gekommen zu sein. Auch in der „Judenbnche" ist von Juden nur wenig di« Rede. In d.r Erzählung wird lediglich der Aaron, der später von Friedrich untek der Buche ermordet U ird. flüchtig erwähnt. Erst nach dem Bekanntwerden des Mordes kommen mehrerr Juden zum Vorschein. Da schlldert nämlich Annette künstl. risch gewissenhaft, aber ohne Wärme« den Eindruck, den die Nachricht vom Mord auf die Juden der Umgebung gemocht hat. Sie erzählt, daß di« Juden dev Umgebung durch den Mord ihres Glaubensgencssen aufs äußerste erbittert gewesen seien, daß sie wed.r Mühen noch Geld gespart hätten, dem Täter aus die Spur zu kommen. Sie erzählt ferner, wie dann, als alle Bmühungen zur Ergreifung d.s Mörders fehlschlugen, ein« Anzahl der ange- 0 B42B