Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1925-01-04 · Heft 2110 (4.1.1925) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2110 (4.1.1925)
Date
1925-01-04
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981191-2981195--21562-3008883
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

®*<b, Gsmilos Miene» Morn»n»«ss«nq. I. gr»>« 19SB Wem soll die vkivate Fürsorge Helsen? Die ftrage, wem „geholfen" werden soll, gehört, so harmlos sie auch auf den ersten Blick aussieht, zu den schwierigsten Problemen der Fürsorge. Sie zählt vor allem auch zu jenen, die sich einem bei der täglichen Arbeit beständig in den Weg stellen und ein Hinausschieben durchaus nicht erlauben wollen. Denn in jedem einzelnen Fall, der einem vorgelegt wird, muß man, noch ehe man in Erwägung ziehe, ob man helfen kann, überlegen, ob man helfen will. Dem naiven Empfinden, dessen Verhältnis zur Fürsorge ausschließlich durch da- Gefühl bestimmt wird, erscheint schon die Frage: „Wem soll man helfen?" als Ausfluß der Härte und HerzenSkälte. Für ihn gibt eS nur eine Antwort, und die ist einfach genug: Allen, allen, die Hilfe brauchen. Sicherlich wäre diese Lösung die glücklichste, wenn sie sich nur auch in die Praxis umsetzen ließe. Aber leider ist die Flut des Elends gewaltig und schwillt täglich mehr an. Und leider sind die Grenzen der privaten Fürsorge enge, allzuenge gezogen, so daß sich eine Beschränkung von Vorneherein gebieterisch aufzwingt. Man hat sicherlich niemals allen Jammer stillen, alle Tränen trocknen können, und die Zeiten, da man, nach biblischem Gebot, dem bedürftigen Bruder nicht nur nach Maßgabe des eigenen Besitzes, sondern nach Maßgabe deS von ihm verlorenen half, sind längst, längst verfloflen. Aber wenn auch immer Grenzen gesteckt waren, so grausam, so hohnvoll-schrecklich wie jetzt ist wohl das Verhältnis von Not und Hilfsmöglichkeit noch nicht gewesen. Die kleine jüdische Welt ist auch in dieser Hinsicht ein treues Spiegelbild der großen Welt da draußen. Dem ständig in Ausdehnung und Tiefe wachsenden Elend steht die Gleichgültigkeit der Allgemeinheit gegenüber, Gleichgültigkeit, die sich unter dem Titel der „modernen" Lebensauffassung mit einer eleganten Geste einfach von der Pflicht gegen den leidenden Bruder losmacht. Also mit dem Jdealzustand, mit der Hilfe für alle Bedürftigen ist eS von Vorneherein nichts. Das können zwar viele warmherzige Menschen nicht einsehen, weil sie keine, auch nicht die leiseste Vorstellung davon haben, wie unermeßlich, wie märckenhaft groß die Teilnahmslosigkeit in den Kreisen der Bevorzugten — von löblichen, doppelt löblichen Ausnahmen abgesehen — im allgemeinen ist. Da eine Auswahl unerläßlich ist, muß sie nach Plan und System getroffen werden, soll nicht die ärgste aller Grausamkeiten begangen werden: die Ungerechtigkeit. Es kann und darf nicht von dem Zufall abhängen, welcher Fürsorger einem Unglücklichen begegnet, welcher Verein auf den Fall aufmerksam gemacht wird^. welcher Wind an dem Tag geweht hat, ob Hilfe gebracht wird oder nicht. Das wäre für beide Teile entwürdigend, denn es setzte die Förderung und Unterstützung, die Pflicht deS einen, Recht des anderen ist, zu einer Gunst herab, die erwiesen oder verweigert wird, widerspricht also den elementaren Grundsätzen moderner Fürsorge. Die erste Einschränkung privater Hilfstatigkeit ist technischer Art: private Fürsorge sollte nur dort einsetzen, wo die öffentliche Fürsorge versagt oder sich als nicht ausreichend erweist. Diese Forderung erscheint, in der Theorie wenigstens, selbstverständlich. Allerdings stellt sie sich in der Praxis minder selbstverständlich dar, besagt sie doch beispielsweise, daß Menschen, die den Anspruch haben, durch Staat, Stadt oder Krankenkaste einen Spitalsaufenthalt bestreiten zu lasten, nicht mit Sonderansprüchen an die Privatfürsorge herantreten sollen, um eine Kur in einer bestimmten Heilanstalt, um einen selbstgewählten Operateur, um häusliche Kranpenpflege erschwingen zu können. Sicherlich ist der Aufenthalt im öffentlichen Spital für jeden Kranken peinvoll und kann, namentlich für gebildete Menschen, eine wahre Qual bedeuten. Aber andererseits müssen sich Tausende und aber Tausende mit dieser Heilungsmöglichkeit begnügen, ja, glücklich sein, daß sie sich ihnen erschließt, und es ist nicht recht einzusehen, daß einzelne das Ausnahmsrecht der kostspieligen häuslichen Pflege oder besonderer Anstaltspflege in Anspruch nehmen dürften. Wem dieser Stand- Punkt hart erscheint, der bedenke doch, daß für jeden, dem dieser Vorrang eingeräumt wird, für jeden, dem man das „Dritte-Klasse-Spital" erspart, ein anderer Kranker jeglicher Pflege- und Heilungsmöglichkeit entraten muß und daß hinter jedem Kranken, der Anspruch hat, durch die öffentliche Fürsorge untergebracht zu werden, fünf andere, völlig hilflose stehen, die keinen anderen Halt haben als den schwachen, den die private Fürsorge bieten kann. Die Kranken stellen überhaupt den Fürsorger oft genug vor schwierige und schmerzliche Entscheidungen. Tie Auslese, die hier zu treffen ist, muß sich beinahe immer zu einer Qual gestalten, ist man doch oft genug gezwungen. ohne sich das Recht dazu anzumaßen, Schicksal spielen zu müssen. CS geht ja einerseits nicht an, einfach den Maßstab der Krankheitsbedeutung anzulegen und zu sagen: Der schwerer Erkrankte ist zu bevorzugen. Schließlich ist Fürsorgegeld Geld der Allgemeinheit, und jede gesunde Gemeinschaft muß bis zu einem gewisten Grad dem Egoismus Gehör schenken. Ihr Interesse erfordert es, daß vor allem jener Kranke berücksichtigt w.rd. bei dem die Aussicht vorhanden ist, ihn zu heilen und wieder zu einem arbeitsfähigen Mitglied der Gesellschaft zu machen. Andererseits ist es rin unerträglicher Gedanke, alle Unheilbaren, Siechen, Todeskandidaten einfach ihrem furchtbaren Geschick zu überlassen, es bedeutete eine Grausamkeit, die auch mit dem sestestgesügten Naisonnement der „heiligen Egoismus" der Gesellschaft nicht zu rechtfertigen wäre. Der Standpunkt der alten Wohltätigkeit, nur „würdige" Hilfswerber zu berücksichtigen, dke sich in „unverschuldeter Notlage" (wie der Terminus technicus lautet) befinden, ist natürlich für die moderne Wohlfahrtspflege unhaltbar. Gewiß liegt eS nahe — und, ehrlich gesagt, die Versuchung ist oft groß genug —, bet der gewisten Gattung von Galgenvögeln, Tagedieben, Gewohnheitsverbrechern einfach die Türe des Mitgefühl- und Hilfswillens zuzuschlagen und sie mit einem mehr oder minder deutlichem: hol dich der Teufel! ihrem Schicksal zu überlassen. Aber namentlich bei jungen Menschen darf dieser Regung nicht Gehör geschenkt werden, weil die Pflicht der Gesellschaft gerade hier» so paradox es klingt» äußerste Langmut ist. Ehe der Betrüger, Dieb, Faulpelz verdammt werden darf, ist zu bedenken, ob er die Möglichkeit hatte, sich zu einem sittlich gefestigten Menschen zu entwickeln, und ob in seiner Kindheit und ersten Jugend nicht die Vorbedingungen zu seiner jetzigen Unmoral zu suchen sind. Er konnte vielleicht kein ehrlicher, arbeitsamer und tüchtiger Mensch werden — die Not war stärker att sein Wille. Dazu kommt, daß ein Zurückweisen für junge Menschen, die sich in schwankendem moralischen Gleichgewicht befinden, meistens verhängnisvoll.wird, eine Erwägung, gegen die sogar jene andere zurücktreten muß, die die geringe Aussicht auf Erfolg in Erinnerung bringt. Sozial aussichtslose, sozusagen „unheilbare" Falle können auch nicht einfach aus dem Kreise der Fürsorge ausgeschaltet werden. Das hieße, sich in unserer Zeit der Arbeitslosigkeit fein Amt allzu leicht machen. Freilich kämpft man, angesichts der allgemeinen Gleichgültigkeit, dabei oft genug auf verlorenem Posten. Die Altersfürsorge gehört in dasselbe Kapital. So sehr der berechtigte Egoismus der Gesellschaft zur Bevorzugung der kommenden Generation rät, ist gerade das ein Gebiet, auf dem die höchsten Pflichten der Fürsorge gelegen sind. Ist ein Mensch einmal über die siebzig gelangt, steht er allein und bedarf der Hilfe, dann ist er nicht mehr gut oder schlecht, faul oder fleißig, ehrlich oder verlogen, fromm oder gottlos, dann ist er nur noch alt und hat ein tausendfach verbrieftes Recht auf Schutz und Hilfe. Hingegen sind Ansprüche, die audem Rechtstitel des „ehedem" oder des: „wir sind es anders gewöhnt", fließen, gelasten abzuwehren. Nur allzu viele Juden glauben, einen Freibrief gegen alle „Zumutungen" der Zeit zu haben. Wäre es nicht so traurig, man müßte oft genug über das absolute Mißverstehen aller Rechte und Pflichten herzlich lachen. Fürsorgearbeit sieht für den Außenstehenden immer lächerlich selbstverständlich aus. Er ahnt gar nichts von den Fragen und Problemen, die an den Fürsorger Tag um Tag herantreten. Und in dieser Verständnislosigkeit liegt eine weitere Erschwerung der mühseligen Arbeit, ein Keim des Mißtrauens, der oft genug jedes erjprießliche Wirken unmöglich macht. Denn mehr als die meisten anderen Tätigkeiten begleitet die Fürsorgearbeit die Kritik der Oeffentlichkeit, und Menschen, die vom Wesen der Fürsorge, von ihren Voraussetzungen und ihrer Gestaltung keine Ahnung haben, verstehen doch immer noch genug davon, um alle Maßnahmen gründlich zu miß. billigen. In anderem Sinne wohl als Hans Sachs darf der Fürsorger doch mit ihm sagen: „Euch macht Jhr'S leicht, mir macht Jhr'S schwer. Klara Mautner. „Haarschmerz." Eine neu« Grippeart. Wenige Woch:n, nachdem das Städtische GesimdhoitSarnt das völlige Geloschen der Grippe festgestellt hat, ist nun eine neue Grippeepidemie anAgeibrochvn, jedoch völlig verschieden von den gefürchteten Krankheitsbikdern früherer Jahre, mit denen sie außer dem Narnsn nur di« epidemische AuSbre'tung und die Erkrankung der Atarmugsorgan« gemeinsam hat. Seit unserer ersten Bekanntschaft mit der „spanischen Grippe" zu Gude des Krieges und in der Umsturzzeit hat diese Krankheit viel von ihrem Schrecken eingebüßt. Wir erinnern uns noch jetzt mit Schaudern an dieses erste Austreten der Grippe, welche furchtbare Nachlese unter denen hielt, dre der Krieg am Leben gebasten hatte. Dainaüs war nicht nur unter Laien die Meinung verbreitet, eS handle sich um eine LungenPestePi demi«, so schwer waren die in der ersten Grippeperiode regelmäßig auftre leiden Lungenentzündungen, die in einzelnen Fällen binnen wenigen Stunden den Tod gerade der kräftigsten Menschen herberfuhrten. Bei den seither fast jährlich anftretenden Neuauflagen der Grippe können wir staunend G> »blick in das rätselhafte Walten der Natur tun. welche sam sagen ein« Saison laug ein« Modekrankheit schafft, der sich keiner «ntg'chen kann und die während einer gewissen, ziemlich kurzen Zeitspanne. bei a^en Befallenen nabezu gleichart''ge Symptome zeigt sich bald erschöpft, um bald wieder in neuem Gewände zu erscheinen. Schon das nächste Auftreten der Grippe zeigte dies. Diesmal war auß?r den Atmungsorganen das Gehirn befallen, in welchem entzündliche Blutungen <mftra>ten. Schwer st e Benommenheit (Lethargie), Schlafsucht und krampfartige Muskelzuckungen waren dem klinischen Bild der sogenannten „Gehivngvippe" als Stempel ausgeprägt.'Diejenigen, welche diese schwere Form überlebten, sind zum Teile bejammernswerte Geschöpf« geworden: maskenartlg starr, unfähig, sich it.' '**" anders als pagodenhast langsam, eigentümlich langstm^ ztftevnd zu bewege«, mit stumpfem GesichtSauA druck, trotz regem, inneren Geisteslebens. unfähig anders als langsam, abgehackt zu reden, wenn sie dies« Fähigkeit nicht ganz verloren haben. Nur durch Skopolamin, i n j e k t i o n e n werden sie lebhaft, fast normal, wie zur Zeit, als sie noch gesund waren; sofort nach AuSsetzen mit diesem Mittel, dessen längerer Gebrauch gefährlich ist. sinke« sie Ln den alten Zustand zurück. Doch nicht all« Fälle der» liefen so schwer, die leichtesten kitten bloß an hartnäckigem, tage- bis wochenlang dauerndem „Schlucken" als Ausdmck des ZwerchftllkramipfeS. Eine sehr interessante, für den Betroffenen -war um* angenehme aber ungefährliche Eigenart zeigt die eben I grassierend« Grippeepidrm:«. Die beginnt mit dem für jede Grippe obligaten Schnupfen, diesmal ordmÄtchem Stockschnupfen. Rachen, und Kehlkopf-, selten Bronchialkatarch und nur geringem Fieber. Bald tritt «in etgemümLicher, keineswegs starker, aber trotzdem unangenehmer Schmerz derStirnoderSchläfe auf. der meist auf einer RerverumS-rittSstelle beginnt und sich über das ganz« DerfovMlngSgobiet des Nerven verbreitet. Er erfaßt daher dakd die behaarte Kopfhaut und breitet sich rmn auch Über di« benachbarten Telle derselben anS oder wandert weiter bis zum Hinterhaupt. Besonders beim Aufsetzen oder Lüften deS Hutes wird man unsanft an den ,Haarschmerz" gemahnt. Doch dauert di« ganye Unannehmlichkeit nur wenige Tage und nur in seltenen Fällen ist Bettruhe geboten. Ob vieler eigentümlich leicht«, mehr akS Belästigung, denn als Krankheit empfundene Verlauf der jetzigen „Grippe" einem abgefchwächten Erreger, einer durch die früheren Grippeepidemien erworbenen größeren Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung oder vielleicht gar dem jetzt herrschrnden mildem Wetter, bei besten Verschlechterung auch die Grippe einen ernsteren Charakter annehmen könnte, ywzuschrewen ist, läßt sich noch «nicht mit Sicherheit behaupten, _ x. - «er tont MffoM? Zum VSjahrigeu Jubiläum der Firma. Fragt man einen älteren vusiischen Juden. wer Mstotw war, so erzählt er die Geschichte eines jener Juden aus den» ailten Rußland, di« in den jüdischen Städten wie legendäre Gestalten verehrt wurden. Denn Wistotzky war nicht persönlich ein Wohltäter großen Stils, an den sich kein B:durfti,>r der- »um Hilft wandt«, sondern auch ein 'elbstloser Ratgeber rfprecher der Armen, Schwachen und Bedrückt:». All« Kultuvdestrebungen der russrschrn Juden fanden in ihm eine« werktätigen Förderer. Alle seine Aktionen und alte seine Leistungen zeichneten sich durch Gründlichkeit und Großzügigkeit aus. Was man ihm besonders hochanrechnete, war der Umstand, daß dieser auS armseligen Berhältnisien hervorgegangö« Jude, der es dank feinet hervorragenden Fährgkeircn zu ungeahntem Vermögen gebracht hatte, auch aus der hohen Stuf« seines Erfolges nicht seiner armen Stammesbrüder uns feine» volles vergaß. Sein Testament entsprach kamen ganzen Leben: es sicherte verschiedenen kulturellen und WohliahrtSinstituten Legate von insgesamt einer Million Gokdrndrl. Aber über di« Judengassen und dairdische Ansirdlung-- «biet hinaus, ja über die Grenzen des mächtigen Zarenreiches hinaus wirkt« der Name Wistotzky, weil er der Begründer der Teefirma war, die in olge der GelchLftStüchtigke'.t, Jmettigsnz und des genauen St-udmmS der Geschmacks der Rüsten als Teetrinker in verhältnismäßig kurzer Zeit ein?» Wvlrruf erlangw. Wifjotzky errichtet« nicht nur eigene riesig; Teeplantagen. deren Kultivierung er lern ganzer Leben widmet«, er Mchtvt« den „Wisiotzky-Tee* und brachte nach unnmüdlnher Arbeit und unzähligen Proben eine Mischling zustande, di« sein Geheimnis war und feinen Tee nach Ge,chmack und Aroma *»««*..■**„. (ei» . n_,- i vii jiugtoita ]dltn obsetzte. Bedenkt man, daß Oesterreich jaholich dnrchsch'ftttlich eine Million Pfund De« konsumiert, so wrrd man di« Bodeu« tung der obigen Feststellung ermessen können. Auch der Krieg »md seine Nachwivkinge« haben de« Wistotzky-Tee nichtanhaben können. Ungshmrs eigene Plantagen, von denen -um Beiwiel eine Anlage «.* d-.m Berge« Ana Maiaja jährlich zwei Millionen Strauch Tee der ftinstm Kulturen liefert, sowie groß« FabrikSanlageu wi London und Danzig mit jahrzchn.elang erprobtem, geschultem Personal haben die Firma instand gesetzt, ihre durch den Kri.'g nnterdrochene Geschäftstätigkeit wieder m vollen Umfang outai« nehmen und den beliebten Wistohky-Tee mit der Marke „Segelschiff" auf den Markt zu bringen. Di« Teekonsumenten haben 'hrem Wistotzky die Treue, bewahrt, die sich darin äußert, daß die Firma schon im vergangenen Jahr einen Umsatz von einer Millwn Goldrubel erreichte. Dieser starke Konsum in Rußland ist ein sicherer Maßstab für di« Güte der DeeS. Denn in Rußland, wo zu jrder Mahlzeit leerer Tee (ohne Rum und dergl.sichen) serviert wird, ist ein Tee. der nicht an Geschmack und Aroma das Höchst« dielet, von vornherein umnöal-ich. vt»ser Tee. dessen Herkmm und Mischung unvevbürgt sind, ist in Rußland undenkbar. Gerade dies« Mckchnng oul den besten Kulturen ist eS, dir WistotzlyS Tee die Wiedrrerobevuna der Plätze in Rußland utft m allen übrigen Ländern so leicht gemacht und dazu be.gslragvn hat, daß alle in letzter Zeit entstandenen versuche, den WifsoKy-Tve aus feiner alten, führernden Position zu verdränge^ scheitern mußten. 8et Mknlchrnsreffn Hon Maftrrberg. AusBreßlo » wird gemeldet» Die weitere Untersuchung ln der Affäre des Münsterberger Massenmörder» Denk« hat wichtige Enthüllungen gebracht. Nach den amtlichen Berichte» können jetzt -wölf Personen als ermordet festgestellt werde«. Es wird vermutet, daß Denke auch Menfcheufleifch »ach Breslau geliefert hat und hierzu Zwischenhändler sucht,. Bei der eingehenden Unterluchung der Stube, in der Denke lein« Opfer abschlachtete, fand man unter einem Schrank Papiers von sieben weitere» Ermordet»«.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.