Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2109 (3.1.1925)
- Date
- 1925-01-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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3. Jänner 1928 iflil_Mm G«M«K " WleNkr MsrOenzriiANA. Nr. 91« Bukarest, 2. Jänner. (U>ng. Tel.Korr.-Bur.) Der M NiGeerat hat die Ausfuhr vok Wer-z-u und allen wmm PrvdnÜen v«SÄer Set SuMrr-SKlnval. Hellwig im FlSMLK verhaftet. Mvlitt, s. Farmer. Dir Verhaftungur in der Mrmatz' KittiskerAMck find fv zahlreich» daß Lein« genauen Anoden möglich fvnd. Die Mitteilungen über Vorgehen gegen den ehemalig«« ReichSkanAr Bauer und den 5%m&» netcn He ilma n» sind unrichtig. Gestern wurde« der Generaldirektor des Bpmrab-Konyerns, MnOermMrektor H ö ii tz, und Oberfimurzrat HeNwig verhaftet. Tic Fvstnahrm Hellwigs eHHgts in Kaffek. Er wurde i m Flugz e u g nach. Berlin überführt. Außerdem wurde gestern noch eine ganze Anzahl von D i r e k t o r e n, Prokuristen und anderen Angestellten des Barmat- Kon<wrns festganomtnen. Fenier wurde .der FmanPnann Irwins Rabbino- :v i t s ch verhaftet. Rkbbinowrkfch ist der Ächn des rufft* scheu Finanzmarrnes RabHinvwitsch, der stinergeit, zuftan« men mit Vom Generaldirektor Rubinstern, die Majorität der AVien der Benektzndorfer Bank an sich brachte, ans »velckwr später die Merkurbank geworden ist, die zum Barmat-Kongcrn gehört. Rubinstein rief feinertzeit den Wiener FimMZlriMm Weber nach Berlin, vm ihn ebenfalls an der Benekendorfer Bank zu beteMgen. Rnbinstevn und Weber gerieten aber nach einiger Zeit in Konflikt. Nwömstem verlauste nunmehr seinen Zlnteil an der Bank und fand mit ein«» Teil des Erlöses Weber äb. der wieder «ach Wien zurückging. Ruhrnstein begab sich »ach Paris. Rabbinotvitsch 'Later trat feinem Sohne feine Rechte an der Benekendorfcr, jetzigen Merckrrbvnk, ab. Hellw-ig befand sich m leitender Sjellmrg »frei der P reuß rs chen Staatsbank, der Seehandlung. Er und der bereits seit mehreren Tagen in Untersuchungshaft befindliche Geheime Oberftnanzrat Dr. Rühe haben die Hcrgabe der Kredite für den Kukisker- und den Barmat- Kon^rn befürwortet und haben dwrchgefetzt, daß sie bewilligt tmrrden, trotzdwr andere Direktoren her Preußischen Staatsbank Einspruch erhoben. Kntisker, der, wie bekannt, vor einiger Zeit verhaftet worden «st, hat in feinen Bernehrnungen Rühe und Hellwig schwer belastet. Hcllilvig wird der Untreue und der passiven Bestechung beschuldigt. Nachdem er airs der Preußischen Staatsbank ausgetreten war, hatte er eine leitende Stellung im Barmat- Kourern erhalten, aus der er. ttüe berichtet, vor 14 Tagen wieder ansgeschieden ist. Die Schädigung der Seehaudluug. Berlin, 2. Jänner. Der preußische Fi »an,Minister <>. R i ch r e r gewährte einem Mitarbeiter der ,^9. Z. am Mittags eine Unterredung über die Vorgänge in der Preußischer Sraatsbank iS e e h a n d l u n g). Der Fimn^mmistcr erklärte, er habe der Staatsanwaltschaft völlig freie Hand gelassen, rrm die wirklich Schuldigen zu ermitteln. Tie Staatsbank habe in den letzten Tagen der Jnflatiou beträchtliche Verluste durch die Gewährung von Papi ex mark kredi ten erlitten. Dom Finanzministerium stüen des öfteren Weisungen Wer die Anwendung besonderer Kamelen bei der Vergebung von Krediten ergangen, die jedoch anscheinend von der Bank nicht immer bffoLgt. worden seien. In innigstem Zusammenhang mit der ganzen Frage stünden die Besoldungsverhältwisse der Beamten der Staatsbank, die wreder'HÄt gefordert hätten, daß sich die Besoldung der Staatsbankbeamten nicht nach jener bei den anderen Staatsinstituten richte, sondern analog der Besoldung bei den privaten Unternehnmngen geregelt werde. Der Staatsbank seien wertvoll« Kräfte verloren gegangen, da diese unter BesoLmigsbrdingnngen, die ein Mehrfaches der bei der SsehanÄklmy gezahlten Beträge ausmachten, in die Privatindustvie abwanderten. Die Fehlerquelle liege jedenfalls darin, daß die jetzige Organisation der Staatsbank keine ausreichende Garantie für eine wirksame Kontrolle biete. Cs müsst eine moderne Organisation' und eine ischavse Kon- "ollr geschaffen werde». Eine Stüstnngsaktion für den Barmat- Konzern. Berlin, 2. Jänner. Der Aussichtsrat der Merkuvban-k ist für honte zu einer Sitzung einberu-fen worden, um neue Vorstandsmitglieder zur Führung der Geschäfte zu bestellen. Cs ist geplant, eine Aktion der Hochfinanz zur Stützung der lern Barmen-Konzern nahestehenden Jndustriemnernehmungen in die Weg".' zu leiten. Infolge des Borgehens der Staatsaniwattschaft haben;wer Konzernbanken, die Hoffmann - Frirdländer-Bank A.-G. und die Bremer Privatbank A.Ä., ihre Kassen wogen Störungen im (VeschälftsbetrieH bis Mn 7. Jänner q? schlossen. Ser Menscheusreff« Serie. Breslau. 2. Järmp.. Die iooiteren Ermirrtuugen in der D.stsäre Denke haben zum Entsetzen der Einwohner in •AK Muffcr&erfl nicht nur ergeben, daß Denke dos Fleisch selbst gegessen hat, sondern einen lebhaften Handel damit uieb. Verschiedenen Aussagen zufolge hat Denke wiederhol Ziegenfleisch angoboten und die neuesten Anzeigen, mit A uen sich Menwärtig die Polizei zu bffasstn hat, beziehen sich ,<i!f eine erst im letzten Herbst abgehobene Hochzeit, bei der jpnze Hvchjeitsgesellschafr Fl?sich gegessen hat, das von Denke bezogen wurde. Ergebnisreich war die eingehende Unteusuchmdg der Wohnstuibe des Mörders, m du er seine kW« adschlachtete. Diese bildet ein miste» Durcheiander und gleicht im wahrsten Sinne des Wortes einer Räuberhöhle, voil besonders eigenartigen Einzelheiten sei erwHnt, daß ans dem Tisch und auf audoron Mübeln. neben der Fortsetzung eines Detektivromanes, auch ein Buch mit der Aufschrift: Mit Gott voran!" imd noch eine ganze Reche religiöser Schriften lagen. Das Kopfiisten war nicht mit Federn, sondern mit getrockneten Erbsenschoten gefüllt. Spuren auf der Holtzdiole zeigen, daß dort mehrfach schwere Kämpfe Mischen dem Mörder und seinen Opfern auSgc-fochten mrrden und daß er die Ausfchkachtmiy der Getöteten immer auf dem Fußboden Zwischen Dsch und Ofen vornrhin. Die Diele wird in den nächsten Tagen ausgehckben werden, da man es n'icht für aus- Svfchäiossm' hält, daß unter chr Knochen von Ermordeten versteckt worden sind. Ferner hat sich eine Frau gemeldet, die vor elf Jahren in den von Deniks untorhaltenen Rhabarber? ultu re n geavbeitot hat und bei dieser Gelegenheit einen Daumen mit Rägel fand und sich erst jetzt zu erklären vermag, woher dieser sonderbare Fund stammt. Gagenüder den Dehauptimgen von dem schon seit Jahren LemeEen widorwärtrgen Geruch bei Denke muß evwälhut werben, daß vor kurzer Zeit die Gesmrdheitskoimniission eine Revifron der Grnn4fßäcke in der Teichftraße vor nahm und bei dieser Golegenheir die Gehöfte rechts und lins von Denke eingehend besichtigte, nicht aber das Hans von Denke, da dieses, wie die genannte Kommission ausdrücklich bemeMe, schon von außen erneu so auffallend guten Md sauibrren Eindruck machte. Weiter« Bernshmungen m der Herberge zur Heimat haben die Bestätigung erbracht, daß kein einziger von denen, die der Arrffovdern-irg Dnkes, mit ihm Zu kommen, Folge gsleiswt haben, in die Herberge zuvückgekchrt ist. Die Mchpvüfmrg der bei Denke gefundenen A-uÄoeispapiere hat evgeben, daß Denke außer den schon bekannten Movbtaten noch sieben weitere vcrülbt hat. EruwaUdsrei ftftgeftelkt sind bis jetzt 18 Morde, doch ist die Polizei überzeugt, daß die Zahl der Opfer viel größer ist, ^umcil die Mord tuten bis zmn Jahre 1913 zswvückgchen. 3m Belömviung der Teuerung. In der gestrigen Vollversammümg der gemeinsamen Kommisiion der wirtschaftlichen Körperschaften zur Bekämpfung der Teuerung kam der vom UnterauSschusie ausgearbeitete Bericht, betreffend die Bekämpfung der Teuerung bei F l e i s ch und Fett zur Beratung. Um den V i e h a u f t r i e b zu vergrößern, wurde die Regierung ersucht, Viehkonventionen mit einer Reihe von Staaten, insbesondere mit Polen abzuschließen und in Handelsverträgen mit Rumänien, Jugoslawien und Ungarn darauf hinzuarbekten, daß die hohen Ausfuhrtaxen und sonstigen Ausfuhrbeschränkungen aufgehoben werden. Eine weitere Reihe von Anträgen bezieht sich auf die Beschleunigung der Vieh- und Fleischtransporte, die Verbilligung der Frachten, die Vereinfachung der tierärztlichen Beschau und eine Verminderung der städtischen Gebühren. Besonders eingehend wurde die Frage der Versorgung Oesterreichs mit büllgem Gefrierfleisch -bshandelt. Da bereits feststeht, daß in Triest ein genügend großes Kühlhaus geschaffen wird, und dort Konsignationslager errichtet werden, richten sich die Anträge hauptsächlich auf eine Abkürzung der Frachtdauer von drei bis vier Tagen auf 24 Stunden. Was die Art des Vertriebes in Oesterreich anbelangt, soll die Errichtung von Betrieben, die sich ausschließlich mit dem Verkauf von Gefrierfleisch befassen, gegenüber gemischten Betrieben begünstigt werden. Die Vollversammlung befaßte sich des weiteren mit einem Berichte des Unterausschusses ztcr Bekämpfung der Teuerung in Brot und Mehl und beschloß entsprechend dem Antrag dieses Unterausschusses der Bundesregierung die gänzliche Aufhebung der WarenumsatzsteuerfürMehl, ferner die Rückvergütung der für die bereits in den Betrieben lagernden oder im Handel befindlichen Mehle entrichteten Steuer zu empfehlen. Des weiteren wurde ein Antrag auf Aushebung der Fürsorgeabgabe in den Bäckereien angenommen. Betreffend die Verbilligung von Mehl wurde die Aufhebung der Warenumsatzsteuer und die Einführung von Notstandstarifen beantragt. NichÜgftellung. Zu unserem Artikel in Nr. 2106 ersucht uns der christlichsoziale BundeSrät Hans R o t t e r um die Feststellung, daß er nie im Leben auch nur das geringste mit einer Bank zu tun gehabt habe. Aus d« ttalienlfchen Slplomatte. Wie die „Pol. Corr." erjahrt. wird der italienische Gesandte Ehtaramante Bordonaro nach seinem Urlaub auf seinen Diener Posten zurückkehren und die Geschäft» der Gesandtschaft weiterführen. Der derzeitige italienische Botschafter in Brüssel O r s i n i B a r o n t verbleibt ans seinem Posten. Zum italienischen Botschafter in Tokio dürste der bisherige italienische Gesandte in Bern, G a r b a s s o, emannt werden. Sur Staatsfieqel PalMnas. Englisch, hebräisch und arabisch. Aus London berichtet I. T. A. r Der soeben erschienene ZahreSberlcht' de- Königlichen Münzamtes bringt und anderem auch die Abbildung des S t a a t S st e m p e l S für Palästina. Di» Rbbtk-Wg zeigt eine orientalische Stadt ans einem Hügel mit der Aufschrift ,,R e g t e r u n g v o n P a l äfUiu' in englischer, hebräischer und arabischer Sprache. lagesbericht. SAlOituje und Srsschen. Die bisher im Derekhr mrnlaufsidden Brvnge- und Nickel« münzen zu 10V, 200 und 1000 Kronen werden zunächst noch weiter im Devkchr bleiben. Die Neuprägung dieser Münzey jedoch wird bereits von jetzt a>b auf die Bezeichnung 1, S und 10 Groschen imvgestellt werden. Bon den Silber münzen werden zunächst nur die Ein- und Hükbsch'llinge ausgeprägt. Die bisher aiusgegöbenen Silberschillinge verlieren ihre Eigenschaft uls gesetzliches Zahlungsmittel und werden im Laufe der nächsten Mi Jahre ein gezogen. Die National bank wird selbstverständlich ihre Noten uuif Schilliuge u'mzusiellen haben. Im Laufe des ijlpril durften zunächst die Gchilliugnoten zu 6, 10 Md 50 Schillingen her, auÄonmven und in einem späteren Zeitpunkt die höherem Werte von 10V Schillingen und darüber. Sur gffnnervrouramm bei Hagenbeck. Die Premiere sch wieder ein gut besuchtes Hans, daZ Vre einzelnen Punkte des Programms mit reich am Dank quittierte. An die bereits gut bekannten Borsühruureu edler Pferde, die das PMikimi gem begrüßte, schlossen sich mm Darlbietuugen, die zu den besten gchören, die man von einem Zirkus erwarten kann. Die drei Brüder Ajax, di-q sich als Partereakrobaton produziersn. leisten Erstaunliches mtd bisten in ihrer männlichen Schönheit ein Bild, das jeden Bildhauer bcaeistern muß. Die zchn Araber, die mit chren halsbrecherischen KMsMckan die Manege füllen, bilden die sinugemäße Ueibnilortumg zu der Revue „Die Jagd um die Well", die in der ägyptischen Wüste baginnt und in Indien endigt. Der Emmavsch der Deutschmeisterkapelle in das chmcsijsche Techaus gab Anlaß zu lauter WiederschenSfreude. Sa« Wöllersdorfer Panama. Die Untersuchung in der Anlgelegenhsit Wollersdorf soll formell bereits abgeschlossen sein. Wie offiziös versichert wird, ist im Landesgericht trotz des offiziellen „Ansgllaichs" von einer E i n st e l l u n g des Strasperfahrens noch nichts 'bekannt. Das Gutachten der industriellen Sachverständigen, das schon bei den UntevsuchungSakten erliegt, wurde allerdMgs bisher nicht zur Einsicht verlangt. Wien, 3. Dinner. * Jubiläen jüdischer Gelehrter. Der bekannt« Berliner Kanzelrddner Rabbiner Dr. Warschauer bsging am 3. d. sein 25jähri>ges Amtssulbiläum. Die Berliner jüdische Gemeinde veranstaltete aus diesem Anlaß in der Neuen Synagoge einen Fsstgottesdienst. Dr. Warschauer, der aus Breslau güburtig' ist, hat seine wissenschaiftliche AnSbilidnug an der Berliner Universität und an der Hochsthule für die Wissenschaft des Judentums erhalten. — Aus Stuttgart twrd uns geschriöben: Am 3. d. vollendet der, Ralbbiner von Lausheim im wünttembevqischen Donaukreis, Dr. Leopold T r e i t e l, sein 80. Lebensjahr. Treitel -ist als Philo-Fovscher hervorragend hervorgetreten. Erst im vorigen Jahre vollendete cr s"in abschließendes Werk „Die gesamte Theologie und Philosophie Philos von Aleyaudria". > * Danffagung. Bei der am 27 Dazentber stattgefundenen Chamckkahseier des Humanitären Geselligkeitsvereines „tragenfeitige Hilfe", Wien, 7. B^., haben nachstehende Herren Ueiberzahlungen geleistet: Herr Emil Hosifmann 160.000 K., Herr David Gutlinder 80.0V0 K.. Herr Solomon Futlorweit 60000 Kronen, Herr Mblf Muger 2V.000 K. und Herr Aron Jgvllberg 10.000 K. Die De-remSleitung spricht aus dies ein Wege den edlen Spendern ihren 'besten Dank aus. * DaS Wetter. Auch gestern war es wärmer und milde Die Mittagstemperatur betrug 4 Grad Reaumur. Zunächst ist noch vorwiegend heiteres Wetter mit westlichen Winden zu erwarten, spater Trübung mit Niederschlägen. * Die Lebensmittelmarkte. Wahrend mit Detailverkehr der Fleischabsatz sich in bescheidenen Grenzen hi elt, war die Käuferveteiligunig seitens der Wiederverkäirfer in der Grohniarkthalle eine leibhaftere. Diese Erscheinung ist daraus zurüchzusi'chren, dah der Konsum während des Silvesters und Neujaihrs ein gesteigerter war. so daß bei Violen Fleischhauern d'« Bestände zum Großteil gelichtet find. Die Auswirkungen machten sich iiisosevne ftihübar, als die Preise im Großhandel gestern steigende Tendenz zeigten. Im Tetailverkohr sind PrelLveräudermigcn g0Aon die Vortage vovlaufiig nicht vorgekomnien. Die Gemüsemärkte wurden zwar, wie gswöhukich nach einem Feiertag, seitens der Gärtner schwächer beliefert, allein angesichts des einaeschränkten Bedarfes konnte mit den vorhanvenen Vorräten das AuSlangon gef-unden werden. Preise stabil Aus den Fischmärkteu wurden Seefische insolg^ der billigeren Preise bevor- Älgt, wogegen sür Flußlische die Kauflust eine bogrenz-te war. Eier und Butter waren in genügenden Mengen aus allen Märkten. * Todesfalls Am 1. d. ist in feiner Wohnung. 3. Be;., Komödrengasi« 6. der namentlich in der Leopoldstadt sehr ifce&mnte Advokat Dr. Eduard B i x nach längerem Leiden im Alter von 70 Jahren gestovben. Er war ein gebürtiger Boskowitzer und hat viole Zeit Humanitären Werken gewidmet. * Die Lebensmüden. Der 2Viährige Hilssarbeiter Erich W. hat sich aus unglücklicher Liobe ln seiner Wohnung durch Leuchtaas zu vergiften versucht. Die RettungSgesellschast brachte ifyn in benmßtlöfom Zustande in das Spital. — In ihrer Dienstwohnung hat sich heut» nachts die löiä'hrige Hansgchilsin Franziska G. durch Genuß von Lpsoform und Sidol zu vergiften Versucht. Die RettungsgeseAchast brachte sie in das Spital. —- Der 86jährige Fleischhauer Anton H h ck hat sich ans unbekannter Ursache an beiden Handgelenken Schnittwitnden zugofügt. Die Rettimasaesellschast leistete ihm erste Hülse. — Gestern vormittags hat sich die 38jährige Krankenpflegerin Rosa K. ans unbekannter Ursache zu veratften versucht. Die RetbungSgesell.- schaft brachte sie in daS Spital. — Gestern vormittags hat sich der 21jährige Postassisttnt Viktor Woschallk aus unbekannter Ursache in seiner Wohnung durch Lvucht'gas zu vergiften versucht. Die Rettungsgesellschast brachte ihn in das Spital. — In der Schiittetstraße stürzte sich gestern mittags die tvjährige Private Ella G. aus nnvekannter.Ursache in den Donaitbanal. Sie wurde gsvettet und in das Spttal gebracht. * Zehntausend jüdische Kriegöwitwen in Polen. Bonr 2. bis 4. Föbvuar 1925 sftidet in Warschau eine Kouse-rem der Rabbiner ganz Polens statt. HauptberatungSpunkt ist die Frage der A g u n o t h (Fratten, deren Männer vm Kriege oder sonst verschollen sind). In Polen leben gegenwärtig ettvg 10.000 solcher Frauen, die sich nach dem jüdischen Gesetz nicht wieder derheiraten ftüpfon, Ihr« Katze ist -in« sehr trauri^G Die