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Wiener Morgenzeitung · 1925-01-02 · Heft 2108 (2.1.1925) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2108 (2.1.1925)
Date
1925-01-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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KK M-tt, Fr-Hag_ Tagesbericht. Weirmanvs Beruf und Berufung. In der „Prager Presie" schreibt der Generasiekretär der Londoner Zionistischen Exekutive, -Herr Israel Cohen, über Weidmanns Bechäl-rstis ju den führenden Staatsmännern Englands: der Tatsache von Weizmanns Führerschaft kürzt ein Zug von Romantik und es lohnt sich, diesem Faden in dem Gewirr dicht miteinander verknüpfter Ereignisse nachzugehen. Zur Zeit des Kriegsausbruches las Dr. Weizmann an der Universität tuit Mau ch e st er Biochemie. Er hatte die Berufung dorthin im Fahre 1903 erhalten. Wenn Weizmann sich in Genf, der Stätte seiner Ausbildung, habilitiert hätte, dann wäre er wahrscheinlich kaum zu. jener überragenden Stellung aufgestiegen, die er heute in der zionistischen Welt einnimmt. Se>n Domizilwechsel erfolgte unmittelbar nach dem sechsten Kongreß, der doppelt denkwürdg ist, weil er der letzte war. dem H e r z l präsidierte, und weil er zum großen Teil der Stellungnahme zu dem bekannten Anerbieten der britischen Regierung galt, eine autonome j ü d i s ch e K olonie in Brit.-Ostafrika zu gründen. Dieses Anerbieten wurde bekanntlich auf dem siebenten Kongreß zwei Jahve später abgelehnt, und zwar in einer Resolution, in der der englischen Regierung für ihr großmütiges Anerbieten gc* dankt und zugleich die Hoffnung ausgesprochen wurde, sie würde uns bei vorkommenden künftigen Gelegenheiten wiederum ihre guten Dienste zur Verfügung stellen. Die Verfasser dieser Resolution hatten wolhl mit eine vage Vorstellung von diesen „künftigen Gelegenheiten". Sie ließen es sich nicht träumten, daß dieser Anlaß sich erst durch den furchtbarsten Krieg, der die Menschheit je heimgesucht hat, ergeben würde. Noch weniger wäre ihnen eingefallen, daß Dr. Weizmann, der energischeste Gegner des Anerbietens, bestimmt war, der Mann zu fein, der im Jahre 1917, zusammen mit Sokolow, diese ,/guten Dienste" mit Erfolg in Anspruch nahm. Seine Berufung nach Manchester war der erste wesentliche Schritt auf diesem Schicksalspfade. In Manchester nahm Weizmann aktiverr und führenden Anteil an der zvonistifchen Bewegung. Zu gleicher Zeit setzte er seine wissenschaftlichen Untersuchungen fort und konnte mehr als eine wichtige Entdeckung und Erfindung voir praktischem Nutzen veröffentlichen und daran arbeiten, den höchsten Rang in der wissenschaftlichen Welt Englands zu erwerben: die Aufnahme in die Königliche Akademie der Wissenschaften. Seine wissenschaftlichen Leistungen wurden von größter Bedeutung für die zionistische Sache, indem er bald nach Kriegsausbruch nach London berufen und ihm eine wichtige Stellung im Munitiousmluisterium übertragen wurde. Er kam lsh nicht nur in die Lage, in einer Stadt zu arbeiten, in der die zionistische Tätigkeit von weitreichender Bedeutung sein mußte, sondern er hatte vor allem durch seine amtliche Stellung die außergewöhnliche Möglichkeit, mit den einflußreichsten Kreisen Fühlung zu nehmen. Ueberdies ebneten ihm die Freunde, die er sich in Manchester erworben hatte, den Weg in London: C. P. Scott, der Auge, sympathische Herausgeber des „Manchester Guardian", der durch ihn ein Freund der zionistischen Sache geworden war, führte ihn bei Lloyd George und Herbert Samuel ein. Das übrige tat Weizmann selbst. Die Annalen der Völker weisen verhältnismäßig wonige Fälle auf, in denen Wissenschaftler eine führende politische Rolle spielen. Weizmann ist eine von den Ausnahmen. Der Grund dafür ist, so orakelhaft das klingen mag, daß e r Z i 0 n i ft i st. Nicht nur. daß er Zionist lvar, bevor er Wissenschaftler wurde, er ist Zionist mit Herz und Verstand und jeder Fiber seines Wesens, tväh-?end er Wissenschaftler nur »nt seinem Verstand st. Er ist Zwn'ft aus Berufung'und Wissenschaftler nur von Beruf. Die Leidenschaft seines Lebens ist es/ die Jahrhunderte alten Bestrebungen seines Volkes verwirklicht zu sehen, und so mußte sein? Forschung einem noch mächtigeren Trieb die erste Stelle lassen. Weiznranns erste und wichtigste Eroberung tvar Lloyd George. Es war eine persönliche Eroberung, die er seinem sittlichen Ernst. und der Eindringlichkeit seiner Rede verdankte und vor allem dem überwältigenden E «druck einer felfcn*-Vficn Ueberzeugt,heit von der "Gerechtigkeit seiner Sache. Lloyd George ist ein Mann, der die Bibel liest, ein Mann der Gefühle und der Phantasie und als Walliser ein stolzer Nationalist. Es mag daher natürlich erscheinen, daß der zionistische Appell auf ihn «wirkte. Ms Dr. Weizmann das erstemal v 0 r i hm u n d se i n e m Kabinett von de.n historischen Ansprüchen des jüdischen Volkes sprach, bemerkte Lloyd George: „Der Mann hat Recht. Seine Worte werden wahr werden, wenn wir allesamt schon vergessen sein werden." Lord Balfour dagegen ist ein Mann von ganz anderer geistiger Konstitution und reprä'fentatiert einen Typus, der in Sachen nationaler und religiöser Bestrebungen mehr zum Zweifel als zum Glauben geneigt ist. Doch lernte er nicht nur von Weizmann, was Zionismus ist, sondern er arbeitete auch für seine Person an der Ideologie des Zionismus. Er fragte einmal im Anfang ihrer Bekanntschaft Dr. Weizmann, warum er so .hartnäckig an der Idee der Wiedergewinnung gerade Palästinas festhalte. Weizmann erzählte selbst darüber: „Ich versucht« mein Bestes, ihm die Gründe darzulegen. Ich versuchte es, ihm in dem etwas armseligen Englisch zu erklären, das ich damals sprach, und sagte schließlich: „AnyuMmmt man gäbe Ihnen Par?s statt Land0n, Wleme MovstrrfzrtttMft. würden Sie nehmen?" Er richtete seine großen, Augen gedankenvoll auf mich und entgcgnctc: „Wozu denn, wir habe» doch London." Meine Antwort ivar: „Mr. Balfour, wir hatten Jerusalem laug.', vor Sie London hatten." Darauf erwiderte cr: ..Gibt es viele, die so denken wie Sie?" Ich sagte, ich wisse nicht, ob es viele gibt, die so denke n wie ich. Da schloß er: „Dann seid ihr eine große M a ch t." Ich kam mit Balfour nicht mehr zusammen bis zum JahO 1910. Damals hatte ich wieder die Ehre, ihn zu treffen und sein erstes Worr an mich 'war: „Wenn die Geschütze draußen aufhören z u d 0 n n c r n, w 0 v d : { i h r e u c x I erusalem h a b 0 n." Das ist der wahre Ursprung der Balfour T-ettaiaueu und das gibt einen tiefen Einblick, was :.v< 'i-.1• vJiiv im Gange der Ereignisse «mr. Ne Wische Wandenmq. Die Emigrantenhilfsarbeit des HilfsvoreiurS -er dsutichen Inden. Dem Korrespondenzblatt des Zemrolvureaus für j n d i Airs wändetu>n g s a n g e l,e'g >c n h eä t en des HilfsvereinS der dom,scheu Juisrii ist zu entnehmen, daß der Htlfsverem Auswandever-FürsorMistellen in der: folgenden Städten unterhält: Berlin, Hamburg, Bremen, Cydt-knhn-en, Körriigsberg, Lyek, Stentsch, Osnabrück, Bentheim; ferner in Meinet (Litauen) und Odovbevg (Tschecho Slowakei). Im Jahre 1981 nahmen ihren Wog mrter Fürsorge Des HÄfsvoroms bis «Ende illovember ülber Bevlirr 17.292 Personen (10.130 Mämver, 1651 Frauen, 2611 Kinder), davon 6111 Nichtjuden; über Stentisch 8193 Personen; über Hamburg, über das Ueberseeheim, 1199 Personen, außerhalb des Uebersecheims 610 Personen. Die meisten Auswanderer über Ham bürg gingen nach Südamerika, nur wenige nach England, nach den Bereiivigton Staaten, Kanada und Süvasritti. Die ostjüdische AuSwanberunig über Brenren betrug in der Zeit vom 1. Jänner bis 12. Oktober 287 Personen, davon gingen 120 nach den Bereinigten Staaten,. 161 nach Südamerika, 3 nach Kuba. Bon den Emigranten in Hamburg und Bremen, die wegen Schließung der russischen Ouate die Weiterreise nach den Ber- «migten Staaten im Jahre 1923 nicht antreten konnten, -befinden sich noch am 350 Personen in den beiden Hafenstädten. Ne Berkehrruoterbrechuug aut der Artberg» bchu. Längere Dauer wahrscheinlich. Die Gencraldirektion der Oesterreichischen BundeKbahnen stellt mit: Infolge des bereits gemeldeten urwangveichen Bergsturzes ist die «Strecke Hintergasse—Braz der Arlbergbahn für voraussichtlich mehrere Tage verlegt. Der Pevfonenzugsverkchr wird beiderseits der Unterbrechungsstelle aufre'chtevhalten. Der Umsteigoverkehr ist dermalen noch nicht möglich, wird, jedoch baldigst eingerichtet werden. Die nach der Schweiz bestimmten und von dort kommenden D-Züge werden tvährend der Dauer dieser Verkehrsunterbrechung über Salzburg—München umgeleitet. Die Arlberg—Schweiz-Expreßzüge L 9 und L 10 werden bis auf weiteres nicht geführt. Die für Innsbruck bestimmten durchlaufenden Wagen der Züge D 205 und D 206 sowie D 309 und D 310 vollen wie bisher von und nach Innsbruck, bei letzteren zwei Zügen auch auf ihrem alten Wege über Selzthal—Bischofshofen. Die Dauer der Verkehrsunterbrechung kann noch nichtgenau best im mt werden. Aus aller Wett. Prag, 1. Jänner. (Tschech. Preß-Bur.) Im heutigen Fußballmatch siegte Sparta gegen Admira (Wien) mit 7:0. Budapest, 1. Jänner. (Un.iv Tel.-Korr.-Bur.) Wie das Amrtsblatt mitteilt, hat der Handelsminister den: in Wien erscheinenden TaMatt „Reichspost" den Postdcbit entzogen. Rom. 1. Jänner. Der vertriebene albanische Mruisterpräs,ident Monsignore Fan Noli ist heute in Rom angekammen. mn. mrt Mussolini M konferieren und seinen P r 0 t e st gegen die Einmengung Jugoslawiens in AKanien zu dokamiemtiereu. Wie es heißt, werde er sich von Rom auch nach Paris und London begeben. London, 31, D:Wm«6er. (Havas.) Admiral Jellice ist in den (Ävaftnsdand eryobeu worden, John B r a d b u r y wurde die Würde eines Barons und dem gewese-neu GenevaWretär der Rapavaitionskommission Andrew" Mac Fadyean die Ritterwürde verlieihen. Der Literarhistoriker und Schriftsteller Gosse wurde gleichfalls zum Ritter ernannt. Paris, st. Jänner. (Havas.) Wie das „Journal" meldet, ist der spanische Schriftsteller C a r r e t e r 0. der Berfasser eines gegen Blasco Ibanez gerichteten Buches, honte nachts aus eiuenr Pariser Boulevard von Unbekannten angeg r i s se n liiib mit Faustschlägeu verletzt worden. Carretero glaubt, daß die Angreifer s p a n i s ch e Komm u n i st e n seieir. . - Berlin, 1. Jänner. Gestern ist der arrs dem Kapp- Putsch her bekannte frühere Kommandeur des Wehrkreiskommandos 1, Generalmajor M a e r k e r, im Alter voir 60 Jahren g e st 0 rb e n. London, 1. Jänner (Tel.-Kanep.) Der polnische Gesandte hat dem britischen «Schatzamt Obligakionon im Werte von 1.6 Millionen Pfund Sterling übemriltelt. Es ist dies die erste Rückzahlutig, oie aus die Anleihen erfolgt, die England wahrend des Krieges und Waffenstillstandes an fremde Staaten golvähr-t hat. Budapest, 1. Jänner. (Tel. Äottlp.) In WaitzStt lvuvde gvfwrn der berühmte Zigeunerprimas Banda Marczi mit fürstlichen Ehren zu Grabe getragen. Die hervorragerrdsten mv garischon Zigounerkapelluwistor gäben dem Sarg das Geleite ünv spislti'n die Lieblingslieder des verstorbenen Primas. Eine riesige Menschen men ge folgte denr Sarge.?. Jänner 1926 Seite 3 Wie in Wien Das neue gahr Ion I92l ist abgebont. Am Anfang siand der c:cUt: ausfchwnlkg» am Ende Haarmanns gransig-düsterer Schein . . Wien nnlß 1926 begrüßen. Aus den Bezirken strömt das Bol.' und wartet. „Noch eine Minute!" Aber es bleibt finster. Wein Gott, der Türnrer von St. Stephan ist auch nicht mehr das. was v war. Schlag 52. Was ist geschehen? Wieder fielen einander, wie alljährlich, jene wildfremden Menschen um den Ho'G um gegenseitig Küsse ausznteilen. Noch winkten von den Fenstern fiuöne Frauen nach alter Sitte mit Tüchern. Die schonen Fran-.u sind schließlich auch älter geworden und sitzeir i':im Radio. Anw die sonstigen Scherze unterblieben. Schweinorrlir gab es ja genug, aber kein Grunzen und kein Gequieke, '.iuch lein Operettenberos «ourde im Gedränge erkannt. Erstens :n:rß jo einer an einem solchen Abend 17nral anstreten und .veitens, wo gibt es noch einen Operettercheros. Tie fnßballmatchvcsttchende Jugend war starr und begann. verzweifelt einen dünnen Kantnß zu intonieren, der aber bald einfror. Die älteren Jahrgänge, die „dabei" gewesen waren, als wieder ein Winterfeldzug „gesichert" tvschien und neuerlich ausreichende Dörrgemüsevorräte derer! gestellt lvurden, blieben nachdenklich. Eine beklemmende Stille entstand und in der Luft schwebte der Dalles. Tie Wache hatte cs leicht. Sie mahnte zum Aufbruw und schlug soziale Töne an, wie: „Wir wollen ja auch nach Hause gehen." Wenn das nicht half, wurde zum Sukkurs des Polizeireglcments gegriffen, zum staatserhaltenden Machtwort: „Nicht stehen bleiben." In den Lokalen war es auch soso lala. Als der Cafetier, Herr Pepitschek oder so, Punkt zwölf dos Licht äbdrchte, gab es wohl, wie alljährlich, ein allgemeines „Ah". Als wieder Licht wurde, glänzte in den Mienen aller irgendlvie bedeutsanr die Zahl 1925, während sich Herr Pepitschek oder so pflichtgemäß gratulierend den Arm auskegelu mußte. Zn Paaren oder Quartetten getriebene Familienerhaltev. denen niemand etwas getan, zwangen sich zu musikalischer Lustigmacherei. Einige jugendliche Israeliten, die unbedingt bodenständig scheinen wollten, begannen, original Hernigenlieber anzustimmen. ES blieb beim Versuch. Man kann über die Wiener sagen, was man will, aber Dialekt können s i c. Die Kellner offerierten Wenr. Im Ausgleichsverfahren einigte man sich auf Mokka. Sonst faß das Publikum und schaute auf die Uhr, stundenlang, bis man nach Hause gehen „dnrfteJ Endlich erschien ein Rauchfangkehrer und gab der Situation die letzte Weihe. Das Klischee war gerettet. Es war ein Reklameagent für Hustenbonbons. Man kostete. Die Zuckerln waren echt. Tatsächlich mußte man nach dem Genüsse husten. Schließlich wanderte man durch die schöne Nacht zu Fuß heimwärü- Nur die Netzkartenbesitzer benützten die Straßenbahn...^ Wien hatte den Einzug von 1925 gefeiert. Ali.' BrrndeSvemntenpoefie. Wir alljährlich, haben auch in der verflossenen Neujahrs» nacht die Telegraphisten verschiedener Stationen ihren Kolleger: in der Wiener Zentrale „Drahtwünsche" zum Neujahrstag übermittelt. Einige Proben dieser „Drahtpoesie" dürfen wir unseren Lesern nicht vorenthalten: »v Die Salzburger „drahteten": Allseits macht man jetzt Radau Vom baldigen Preisabbau, Doch deucht unglaublich diese Kunde Der Salzburger Telegravhenrunde. Die Preise klettern ständig auf (!) , / Der Abbau hält den gleichen Lauf. Vom neuen Jahr doch wollen wir hoffen, Daß endlich Vorkehrung getroffen, Daß nebst Hughieren, Isolieren, ' - Man endlich denkt ans Bawrisieren, Dann könnten auch wir zufrieden sein, Dies bringe Neujahr, so trete ein. - Der „Drahtgruß" der Grazer war ebenso rührend: , Es braust ein Ruf wie Donnerslant: , Die Teuerung wird jetzt abgebaut?? I Doch, wie es aussieht und es scheint, y*- Man beim Abbau nur die Beamten mctitv Leise, ganz leise tönt's durch den Raum, . Am Ersten fürs Nötigste reicht es kauni. Daß dies sich ändert, sei unser Wunsch Fürs neue Jahr beim Sylvesterpunsch. Sine Ssirntliche Aussprache über die Lelephoamisere. Die Technische Univrr der Telegraphenamd'Telchho-«- angvstelltelr ist mit der geplanten vollständigen ZusammenleHung des Telegraphen^- und Telephonlvesens mit der Postverwalturdg höchst uu$ufviebeu, auch die Art der Durchführung des öln ge stell tenabbanes gefällt ihr rr icht. Aus diesem Grunde ist sie zum Gegenangriff übergegange»r und läßt »um verlautbaren, daß in der Telegrapihsnnnd Fernsprechvetwaltung nicht weniger als zwanzig abbartreife Hofräte beftnden. Die Angestelltenorganifationen habsic num die Vorlegung der AHbaMjte der höheren Beamtenschaft verlangt. Tiefe Forderung ivnrdr jedoch ^lrückgetviesen. Deshalb k<un es zlvischen der Technischen Union und der Generaldireftiott zu einer h e ftigen Auseinandersetzung. Die Technische Union plant des weiteren in den nächsten Tagen eine ö s f e n t l i ch e 21 nssPrachc ü b e r die g a n -z e T e l e p h 0 n m i s e r e herbeizuftihren, zu der auch die Vertreter der Tele-Phoninteressenten cingeladen werden. Bei dieser Gelegenheit wird der Nachlveis erbracht werdet!, daß für die letzte Erhöhung der Tele- -g r a P h c u - u u d Tele p H 0 ngeb ü h r e n kein e N 0 t w e u d i g k e i t vvrlag. In einer der letzten Sitzung der Zentralausschüsse der Post-- und Telegrapher^ angestellteu, der auch der Berater Dr. Z i m m e r m a n s, Mr. S ru i t h, anwohute, wendetet! sich die Vertreter der Telegrapveuauacstellteu. gegen die geplante Wiederini-zung der Postverü^lntt«-! unt dorrt TZ:ar-?r'r:-t- und

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