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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-24 · Heft 2100 (24.12.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2100 (24.12.1924)
Date
1924-12-24
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seift |_^ Wien. Mittwoch ich eine kleine Radierung oder einen Kiplstdruck. Ich hatte mir VW porrrHexM den Nehmest Mt gesteckt- W. kmwn sy ziM, sich jeder größere und etliche Netmx^ Orte bei Neapel und aus Sizrlim in Betracht, ^ch begann mit Sorrent. „Sorrent?" fragte bi» gbftblonde Maid in der Kanschandlung und sah mich durchbohrend an. „(ftajä gbbj's bei uns nicht. Solche Speziali« täten haben wir nie gosührt." Ich war bisher der Ansicht, daß Sorrent kein weltentrücktes Plätzchen sei, aber ich evnmßigt« meine Ansprüche aus Neapel oder Capri. Man kannte die Orte nicht. Ich rrat eine KunsthaMungSwa-nidenmg (bedontend weniger genußreich als eine Kunsttvanderung) an und sagte allüberall mein Sprüchlein E- Neapel — Sizilien Capri — Jschia. Mhrend ich zuerst noch Vorn Wbgnevgehirge ge« txgMt hatte, sank ich allmählich ans Rom, Genua, Mormz heWb. Die PerkäM bliehen sch. „Ja. -mach haben schen viele gaspggt^ meinte ein LMgling mit duuMpauner Gwey» mä-hue hohnvoll, „aber wir sAhren daS nicht." Und er hpj mir den „Schönen Erftr" an. Ms meinen KinwgnL, daß Nürnberg nicht aus Sizilien gelegen sch erwiderte-er gereizt, dytz dqs nicht seine Schuld sei. Ich schwieg tzlschßmt und trollte mich. , Line Berkäuserin empscchl Mir AnfichtskartM. Besonders dft särbigen seien so schön u-nd frisch. „Ganz was anderes M eist? Radierung." Ich mutzte dos zugeben. Mex Pa ich hpch uch „justament" MWÄ, Eoppl, Sftrttpn, Mm, Mrtzne, Gentsa us-w, war Mir nicht zu HMn. ^ftprtzstven" darf man sich ehep nicht. Da mein Versuch an her endfchbossEN GeWNWchr gescheitert war, bedachte ich mich nicht länge und sichte eine MKHsOlyng auf, Wir hstm „ftm* rn Machsr gslssen . Wd wünschten dys Wch zu besitzen. Der NuGLchlrr fchftpptr Mi, drei, tzm Kataloge W tzhrforHlgchftftchM Format her, H schlM nach, suchte Mychgr hei G, bet F. ui K, zMe pex- Miftlt die Achseln, sprgng von mm Fuß Ms den andern, «Mich.' „Aha dg nt es!" Ich Mar aufrichtig echaunt. Daß ein Buch, das ich suche, sich VpyfiMt, hm ich fliM gMihnt. Richtig -- „Gleich wer'fl wtx's Habens Cr Neuerte aus drei Leitern. Me ln ysn HMtMMch, fthpiermal im Katalog nach M tchte mir schließlich frWMjch. grwftnd Mir, das Buch sei lecher „momentan Wsgegautzen". MS ich chm hatte doMnssagen können. „Wem, yiekleicht em Baedeker vor, Rom gofällig -- --«" Das Spiel wiedechotte sich in drei anderen Buchhandlungen. Man bot mir Reiseführer, Romane, HichrepMÄtionep, tzeq ^yMpf um Kym" yog Dshn M vyg Huch an. Verstockt wie ich bin, l-chnte ich ab. DMich fand ein Bücherbeflissener haß erlöftche Myrt. ,Hg, das hMn schm viele verengt," höhnte er. „Oer haß ist MtsstMWN." Der Verlag bekommt scheu Tag Mftsgen, Oer vor Ostern druckt er keine neue Auflage." Recht sp, man muß das ÄsepMikum zur HenÄgscmckeit Michen. Nicht nur das LeftpMißmn- Ich suche weihen Batist mtt ' Tupfen in der von ffmf Biertesmetern. „Kranzerln,^ lockt die Berkäuferm, ^kraqzeÄN sind wieder sehr modern oder Carreaux." Und diese Breite ist ,Msgegangen". Freilich, meint ein andersr.wüwe sie häufig Ml-SNP. Wer sse wird nicht mehr erzeugt. Fertig. Ich suche „Greifler"-StOMe-ern, man vedch mir lang«, spitze Federn ein, hart wie ein Stauerbogen, ich wünsche einen „Penkcrla"-Bleistist, er wich Mir verweigert, Do geht es hei jedem Einkauf jenseits von Eiern und Aasier- Ammeln. Morgen ziehe ich Ws, um für meinen ffoffen „Gseches Werke" zu besorgen. Ich hin nur neugierig, ob es das nie ge* hat oder ab sie ausverka-uft sind. K. M. düvon. lieber den J-e-hoschaPhatPkatz läuft er, über die An-blychusbrAcke und Ger das Wäscherfeld, bis er zum Andvonikrsmarkte geengt. Hie und da Mt er inne, um die Kostbarkeiten zu betrachten, hie die Griechen feilb beten: Sächelchen aus Athen, Sparta und aus Byzanz, GoldfakMilen und PeÄenfchnüre und silberne Sterne. Auch verschiedm« geschnitzte Spielfigürchen, Pferdchen, Hündchen und Menschlein aus Holz, Stein u-nd Gips. Astes funkelt im Sonnenschein, daß man die Augen kaum abzutvenhen vermag. Immer wieder evinnert ex sich, daß er es eilkg hat, §um Chedex muß, und atemlos lüuft er eine Strecke weiter. Am Platze hinter dem TempÄ bleibt er wieder stzeben. Dort -w Nordwestwinkel steht die ,^9im", hie die Griechen A-kra nennen. Dort ist d^s Gymnasium, wo jüdische Kinder unter griechischer Aussicht turnen, tanzen und Achleteukünst-e lernen. Das Kind Mt wieder m seinem Lauf inne, und seine Augen heften sich fest an zwei jüdische Knaben, die ihre Kunststücke zeigen. Sein Herzchen will vor Wonne fast vergehen. Zwei Mische Jungen tummeln sich auf der Arena herum und kämpfen miteinander, fasten einander und stürzen sich aufemander; jeder will' die Oberhand gewinnen, keiner abex vermag es. Nach einigen Minuten stürzen beide hin. und das Publikum lacht fohlend, lacht ülb« diese jüdischen ,Melden". Dann zeigen sich auf der Arena ein jüdisches Mädchen und em jüdischer Knalbe, beide fast und beide tanzen annmtig und so geschickt, daß Luft über die ganze Welt ausgegosten zu sein scheint. Nach einer Welle wird der klein« Jveser unmutig, er derrkt wieder an feinen Cheder. Seine Füße sind aber wie angewurzelt, er kann nicht fort. Seine Augen Hetzen sich in die Arena eingebohrt. Wieder andere Knaben, neue Tä,He und Spiele, und sein kleiner „böser TriO" hält ihn an dem Orte gefestelt. Ein« Stunde verfliegt, sine freite, eine dritte und noch immer wellt Joeser am Platze hinter dem Tompek. Die Sonne steht bereits in Mittagshöhe. Da überfällt ihn große Angft. Nkehr als ein halber Tag ist schon der- Wiener Morflenrettun«._ Set „GeWttrW« öon Deutschland" „Tb? Litenarv Digest" (Nyw Bork) gibt die folgende! leibondige Schilderung' des Gmera-s- > agenten «kur RMrationeu, G'lbert der ols der „GoschasiSk-aitfer von Deutfchla-nld" bezeichnet wird: Er hat -nicht mx Machtbefugnisse, die ihn zu dem Anspruch berechtigen, eine Art unoffizicller Kaiser von Deutschla-Nids GeschcrfM'velt zu sein, man kann fast sagen, in sein«« Hand liegt Dm großen Teil das Schicksal des ga-nzen Europa. Er heißt Seymour Parker Gilbert Ir., war am 13. Oktober ziveilmddreißig Jahre alt, imd ist amerikanisch wie er mtir sein kann. Seine amtliche Bczoichnung lautet „Generai-Agent für Repawtöonen", ein Posten, vor dem der eines Eifenbahnpräsidenten wie Spielerei aussiöht. Er wird den Dawes-Pla-n durchführen und wird dabei Vollmachten besitzen wie kaum ein anderer Mensch in Europa zuvor. Obwohl di« Vereinigten Si'raten als Regievung sich abseits von „europäischen Verwicklungen^ basten» wird Vieser jung« Mensch alle Schlauheiten rmd Verschlagenheiten der europäischen Staatskunst zu bestehen haben. Alle Diplomaten. Geldleut« und KEalifben, die den Düwes-Plan zu ihren eigenen mehr oder weniger üblen Zwecken benützen wollen, werden einen Druck auf ihn ausüb-en, um Politik in die wirtschaftlichen Maßnahmen einzuschmuggeln. Die Verantwortung ssmor Stellung ließe sich dergleichen mit dev eines modernen Atlas, dex di« Erd« q-uf den Schultern wögt, Aber BerantworkMg und AMit sind di« Mi Diam, di« $m Wbert nie gesch?ut hat. Gilbert wuchs geboren i>n Bloomfield, New Jersey, yM 13. Oktober 1692. Sein Vater war eine bekannte PersöMchkeit in der Politik New Jerseys. Der junge Gilbert besuchte di« VolksschM und Mittelschule seiner Geburtsftadt. 1912 graduierte er -lS Erster seiner Klaffe in Rutgers College. 1915 hatte er das suviftische Studium in Harvard vollendet, allgemein als ungewöhnlich bcga-bt angesehen. Er ging dann nach New-Nork und trat m die AdvoLateusirma Graidath und Henderfon ein. Ms Amerika in den Krieg zog, versuchte er sein Bestes, in die Armee ausgenommen zu werden, aber die Aer'te nahmen ihn nicht, er war gesundheitlich schvach, ein-e Blmddrrmoperatwn wollte nicht recht hellen. Mit fünsikfldzwanzig Jahren zog er nach Wafhi..^- ton, um als Mitglied der Abteilung für Kriegsanle-ihe 'unter dem HilsSschatzmeister Loffingwell zu wirken. AlS Leffingmell feinen Posten aufgad und sich in das Privatleben zunückzog. wurde der siebenundzwanMahrige Gilbert Hilfsschatzmeister. Mit achttmdzwanziq Jahren wurde er UnterschatzsekvetZr, der nächste im Rang unter Sekretär Mellon. Mit dpsißig Jahren trat er swiwillig von seinem Posten zurück, um sich wieder dem Advokatenberuf zu Widmen; er hatte da schon eine Laufbahn hinter sich, auf hie ein siebzigjähriger StsatHnv-nm stolz gewrsen wäre. Und dennoch war er unbekannt gcblieberr, das ist das seltsam«. Die ihn kannten, wußten seinen Wert — sein« Vorgesetzten Mellon. Seffingwell mid Norman Davis, hi« Senatoren umh die Mitgtivder des Bankhauses Morsen. Aber der allgemeinen Oeffentlichkeit war er u-nbekannt: man sah fast ni« feinen Namen in den Zeitungen, außer wenn er eine Anstellung erhielt, und ommail, als er bei emer Privatreise durch das Ruhrgebiet einen Autvimfall erlitt. AuS seiner AdvokatenkanM wurde er zum Genewlggenten für Reparationen ernannt. Dies« Stelle ist sicher gangen und noch immer ist er nicht in Cheder gewesen. MS wird der Rabbi sagen, wie wird er thn empfangen? Der Rckbhi mit seiner strengen, ernsten Stimure stecht vor Hm, und er stürmt rasch davon. Auf dem Woge verfolgen ihn die Vblder, die er in der Akra gesehen hat, Tanz und AihletenKmMcke, gymnastische Nebu-ngen, rauschender Trornulelschlag u-ntz dazwischen die strenge Stimme seines Lehrers und' sein finsteres Gesicht. So läuft er atemlos, fo rcusch ihn seine Füße tragen, gelangt ins schmale Päßchen, wo die Schill« ist. Ta hält er «ine Weile inne u-nd wischt sich den Schweiß vom Gesicht. Heftig und stark pocht sein Herzchen. Er saßt zögernd die Klink« umd schon ist er tm Cheder. Eine tiefe Bangigkeit überfällt ihn u-nd bleischwer werden ihm die Füße. Ueber hem Schull-zim-mer liegt TodeMlle, düstere Trauer lugt unheimlich aus j-eder Ecke. Die Schüler sitzen still da nnd bewegen sich kamn. Der Lehrer steht a-uf dem Katheder, mit gesenktem ' Kopf und haivb geschlossenen Augen. Nun erhebt er seinen Kopf nnd erblickt den kleinen Joeser: „Mein Sohn." sagt er. „du bist hAtt« spät gekommen, sehr spät, aber gut, doß du gekommen bist." Was soll das bedeuten? Die Stimme des NaM ist weich, sein Wort so mild! Wann je hätte er fo gesprochen? Seit w^nn er hat er diese Trauer in seiner Stimme und diese Miild« und Weichheit? Der klein« Joser wird von tiefer Rene erfaßt, daß er den Tag so unnütz verbracht ha-t. „Mein Kind," fährt der Rabbi fort, „nimm dein Buch und sage deinen Satz; wisse, heute ist es das letzte Mal, morgen werden wir acht mehr hebräisch lernen". Sein« Stimme wird durch Tränen fast erstickt. D!« Kinder durchzuckt es schaurig beim Anblick ihres weinenden L-ehrers, „Die letzt« glimmende Kohle haben sie jetzt zertreten, unsere Sprache haben sie uns genommen. Was wollen wir nun mit uufcven Echächen machen? Wie werden unsere Kinder wissen, wie wisien können, was ihr Volk gewesen, Was sein Geist, was seine Größe, was seine Geschicht-c?" Er fährt mit der Hand über die Augen, und die Kinder schluchzen mit. Heftiger als alle weint der kleine Joeser, __A. Dezember M4 A, Asty das Gegenteil eiM leichten, angenehmen Postens. Daß Deutschland zahl«, ist «M Sacher dich Kühlungen v.b« den Gläubiger-N MUiwenden. yhr-e r«n ganzen Betviob! des ifltevna-tionalen Geldwesens in Pev-virruing zu öri-n« gen, fcntg ist ein« noch viel schwieriger« Sache. Tgsprs und sein« Gehilfen haben, das Problem in dieser Weise getollt: sie gaben dem Genen:lagenten zu anderen PflW ten diese besonders, die ZaMngsn ahzuli-efern. Dies u-Msä-hr der schwierigste FeU her mw Aufgabe, wie jchernwnn zugibt. Es gibt sogar genug Ä-ut«, di« m\föw der Dawes-Plan kön^e nie ohne Abänderuingsn dttrchi geführt werden. Gil^rts Pflicht ist es, ihn duMnHhr«lll oder «der, falls ihm dies picht gelingt, dft .Msi«rjen von der NotwendWif solcher Aendernngen M gen, die die Erft.bruua fordert, . .! . Di« technischen ftshigkechn zu \wm Bosten BÄ Gilbert, Aber d^lit ist die Geschichte noch nicht erltzdW. ES läßt sich leicht von der Trennung der wirtschMstbichW und dar politischen Ding« m der NoPaxationsfWge Wden. aber jeder «weiß, daß sich das nicht ganz in di« WiMMl^ mnfttzen läßt. Politisch? Einwirkungen lauern hestötchisi rm Hintergpuwd. Auch hier besitzt Gilbert WßSMtoäbn^ liche Fähigkeiten. PoUik und Politiker sind tzem n'lM Fremdes, der hi« Beziehungen zwischen dem aMtzikanjel scheu Schatzamt und dem aMchmischen Kongreß m führt hat, Eine Eigenschaft, -die manchen als notwendig scheinen könnte. vmniM wir bei Gisbert. Er taugt.fo keiner Weise M NepMntajiW. Hierin ist er das ggziU Gegenteil von Dawes. Jeder der dval AMpikaner. die sich mit dem ReparationsprMsm bafgßwn, bsM lehrrsichs, Kontraste. Mwes war der Achte m Platz, als man einen Kampfer mit mternatw-nalem Ruf ppgmPe, der sogar Stllvm mrchrn konnte. Bonng war dsx Rechte) als man eines Finanzdlplo-Mben bkduvffe, eines geb-ovenkF Ausgleichers» der, wie Obeyst House, di« Leute zustzmMU-. bringen und di« wuhe-n Wellen abAÄtlen konnte. Wip hoffen, daß Gtlbept ebenso der Rechte sein lwich. NM da ein junger, energischer Mann notwendig ist. der mit Ausdauer. Gewandcheit md verständnisvoller Erfiihvnng m Ziel verfolgt.! Niemand wird viel von ihm zu hören hekoWM^ Er ist ein schweigsamer Mensch, fast ft als wolle er sich verstecken. Die europäischen Zeitungsjeute jyerden sinsach nicht wisien. was sie mrt ihm anfangen ftllen. Sie den ihn nach dem alten Bibelspruch beur-teiftn Msie^ „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen," Wien. 84. Dezenchtk ♦ Das Vetter. Dq «Wartete Käl^'enwpuch aus dM Men wird erst i-n einigen Tagen eiwreten Boranssgger Jm allgemeinen wenig Amderuna. westmlichs EchMSlls KU den Fe,erlagen sehr umvcchrscheml,ch. '! --Leichenfund im Wienflutz. Gestern fM wnche aus tent! WieWuß nächst der RÄdetzky-Brücke, Pie Leiche vineS nacktM neugeborenen Knaben oebargen, die zirka Mi Tage im Wall« gelegt sein dswfie. Ne-h-ey der Leiche lag ein Hmchduch mit der Märte „M. H." \ * Die Lebensmüden. Am 22. Vnrvdr der pensioniert« LaternenanMn-er Fra,m Wolf in seine; Wohnung ephiimt ansstefunÄvu. Me Ursache dssS CoWmorides WO« KosMett gewesen ftlp. M,?Z. h. hat sich di« Näheren Jvsefine Pa»rkn e r w ihrer W-oHnu-ng durch Leuchtgas zu veMtm veysE, Die Retl'U'Ngsgmllschaft IGyte Hp -che Hisse, sicher fofe six? sache der M verweigerte sie jede Amaibe. — Am W. d. wuche m Gememedegehiete Bojka die Leiche eine« O«mms wi der Donau geMsn. die mmmchr ÄS die des FabrikKsinMerZ Otto K ru schau dt, der seit dam Iß. ApWjst d. I. yhgängig war, erka-n-nt wurde. KmvschaM war MsrphinM. SWM»NSMS»S»SS«M!se-UM!!M.«EMM--!W-M»!.W»'> A WDWWM sein Kerz will ihm fast vergehen wegen der GÜM, W 'ff begangen. „Das ist das letzte Mal, morgen werden wir unsere Thora nicht mehr studieven dürfen," ertön-t wieder die Stimme des Lehrers leise, verzweiftilt, als würde er di« Worte sagen: Morgen geht ein« Welt zugrunde, morgen tvich die Mt wieder wüst und öde sein.' Di« Schüler greisen zu i-hren Bücher». Als der kleine Jo'ser sein Buch nahm, zitterten sein» Händchen, und di« Augen badeten in Tränen. Noch nie hatte er ft'men Satz mit solchem Eifer -gelernt, noch nie hatten sich seine Worte so tief iu sein .Herz eingcgraten. Heute wird eine Sprache ins Grab gelegt. Heute wird em Volk ausgerottet. Heut« wird ein Land von den Ländern der Ech« vertilgt. Der kleine Joeser weiß und versucht alle-. Und der Lehrer spricht weiter zu ihm. ft gütig, [eint Stimme ist mild, sciln Blick ft gut und seine EMvuMu so einschmeichelnd, als stiegen göttliche Geheimnisse aus den vierkanttgen Buchstaben hervor. Je mehr der Lchrer zu ihm spricht, desto reichlicher fließen di« Tränen des kleinen Joeser, desto stürmischer ergießt sich das junge Herz, und das Kind schwött in seinem Herzen, nie mehr die Akra zu betreten , . . Die Sonne ist nntergeaaugen. Im Tbeder herrscht DuE. Immer noch tönt die zitternde Stimme des -Lehrers, dev heute zum letzten Male die Thora lehrt. An der Tür aber böri man die leichten, raschen Schritte der vorbegehenden Griechen, denn die Welt da draußen ist munter und froh." * Das Achtle in im Chann-kkah-Lämpchen ist schon längs, verloschen. Im Lchnsttchl sitzt die Großmutter. Mt die Hände an ihre beiden,Augen und schweigt. Draußen bat das Heulen'des Windes auft-chört, aber drinnen erfüllest schwere Nebel das ganze Zimmer. ' (Nach dem Hebräischen von A. Robinsohu.i

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