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Wiener Morgenzeitung · 1924-12-23 · Heft 2099 (23.12.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2099 (23.12.1924)
Date
1924-12-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 2099 W'en. Dlens^g __ ■' ' ..- ....>, zahlt gegenwärtig 65 Mitglieder im Alter zwischen 90 und | 107 Jahren. Tie Klubmitglieder Wachen eifersüchtig dar« auf, daß sich nicht etwa so ein grüner Jüngling von 70 bis 80 Jahren in ihre Reihen schmuggle, p. Einmal sind sic zwar von diesem Grundsatz abgekommen und das hat beinahe zu einer Revolution' unter den „Jollh Joung Men" geführt. Es handelte sich um die Zulassung deS Henry Cohen, der trotz feines „jugendlichen" Alters von 80 Jahren nach großen Kämpfen nur deshalb zugelassen wurde, weil er als ehemaliger Akrobat im Zirkus Bärnum und Bailcy auch heute noch ein fescher Tänzer und komischer Sänger ist, der für die UnterhaltungDobcnde des Klubs als „lustige Nummer" zu brauchen war. Allerdings hatte er nur beratende, aber keine beschließende Stimme Aber so ist einmal die Jugend. Sie will weiser sein, als die Aelteren. Henry Cohen erwies sich als vorlauter Lürünschnabel und wurde in der letzten Sitzung der Klubleitung mit Stimmenmehrheit hinauSballotiert. Im Greisenasyl der „Töchter Jakobs" herrscht jetzt große Aufregung, denn Cohen hat seine Partei und will die Angelegenheit vor die Vollversammlung bringen. In derselben Sitzung wurde auch der neue Vorstand gewählt, der jetzt aus folgenden Jünglingen besteht: Joachim K u r a n t m a n n, 92 Jahre alt, Präsident; Abraham P o s n e t, 95' Jahre alt, Vizepräsident; Hvmann Roth st ein, 92 Jahre, Schriftführer, und Hirsch Canto r, 91 Jahre, Kassenvcrwalter. Fünf Insassen, jeder über 90 Jahre alt, wurden feierlich in den Klub aufaenvmmen. Wien 2'* Dezember. * Todesfall. Vorgestern ist Dr. med. A. Dorn fest plötzlich acltorbcn. Der Br bliche,ne e zu den äft^fif Zionisten: er ha: jahrelang in der Sektion Favoriten tätig mitgearb'itet. Dr. Torn'cst war in seinem Bezirk a^s ein itfrernuS wohltätincr Arzt und Mensch von allen geschätzt und geehrt. Die Zionistische Organisation verliert tm Verblichenen einen überaus eifrigen Anhänger und Mttarocirer. * Gedenkfeier für Popver-LhnkenS. Alle Freunds und Verehrer Josef Popper-Lynkeus werden gebeten. am Dannerstaa den 2ki. d.. Punkt HM 11 U'jr vormittags, sich auf dein Zeniralfriedhof, 1, Tor. behufs gememsamen Grabbesuches zu versammeln. * Heskiel Schem Tow gestorben. Das Hauptb!rr"au des Keren Hcnessod hat ans Ba.idad die tel-'araphische Meldung erhalten, daß der bekannte Philanthrop Gonrgay Schem Tow aus Basra gestorben ist. Gourauy Schem Tow (heskiel Josef Schem Tow) ist durch sem Legat zugunsten des Keren Hajessod bekannt geworden. Vor einigen Jahren entschloß sich der Verstorbene, sein gesamtes Vermögen dem Kernt Ha;.slod zu vermachen. Ein Conderdese-gierter >s Keren Hajcssod. Dr. Benzion, begab sich damals rach Mesopotamien, um die Angelegenheit finanziell »nd juridisch zu erledigen. Im Dezeniber 1928 wurde die Angelegenheit ^geschlossen. Aus juridischen Gründen wurde ein Leil des Vermögens der Verwaltung durch ein Komitee umerstellt. daS üch ans den Herren Dr. Bonbon, D. Jcllm (Jerusalem) i.nd Rabb: Usiel (Jaffa).zusammmsetzt. DaS sehr beträchtliche Permoq-n Pchem Toms soll aus Wunsch des Verstorbenen für jüdische Schulen und Krankenhäuser in Palästina. lnNbesond.'re auch ritr die hebräische Universität verwendet werden. * Gasvergkflungeu. In seiner Wohnung, Degengasse 24, wurde Sonntag nachts in dem mit Leuchtgas erfüllten Arm» wer der Sksahrige Kutscher Leo B i f l :ot aufgesunden. Gestern in den Morgenstunden wurde in seiner Wohnung, Schenkenstraße 8, daß Bmrdesb7amteupaar Leopold und Josefa Roese mit Anzeichen einer Kohlenorydgosvergifiung bewußtlos aufgesunden. Die Rettungsgesellschast brachte sie in dos Spital. * Die Lebensmüden. Gestern vormittags hat sich ans unbekannter Ursache die L7jährige Hausgchllfin Anna E. aus einem Fenster hmabgestürzt. Sie erlitt erhebliche Perletzuneen und wurde von der Rettungsoesellschaft 'nS Spital gebracht. — Gestern vornrittagS Hai sich die 19jährige Hil.fsar-Hei'erin Leopoldine H. aus nNbekannter Ursaö>c zu vergiften versucht. Die Reltungsgesellschoft brachte sie i-ns Sviral. — Der 42jährige Joses A. hat sich durch einen Revolverichuß schwer verletzt. Er wuchs auf die Unfallstation gchracht. Di?. 28jLhvige HanSaehi'lfin Angela Sch. ha-t sich gestern aus einem J-'n» stcr in die Tiefe gestund Die Rettungsgeseilschast brachte sie auf die Unfallstation. Das Motiv der Tat ist unbekannt. — In ihrer Dienstwohnung hat sich gestern nachmittags die 19'ährige Hausgehilfin Katharina Waas unlx'kanmer Ursache durch Einatmen von Leuchtgas vergiftet. Die Nertungsgvsellschait leistete ihr erste HWe. * Tödlicher Autounsall. Gestern früh wurde die KZ'ährige Blumenhändlerin Anastasia Kransky aus der Freyung von e-'nem Anw n.ed-rrgcsto! en. Die starb in der Unfallstation. — Vorgestern abends wurde der 98jähri,ne Cackhändler Leon Decker aus der Brigittenauerlände von einem Auto nieder, gestoßen. Er erlitt mehrfache Verletzungen und wurde den 'der Neltunosgrseslichaft in seine Wohnung gebracht. * Tag Wetter. Der Witternnascharaster hat sich vorläufig noch nicht geändert. Tie Voraussage meidet: In de.r Ni-d-ernng kurze Temperanirznnahm^ mit nachfolgendem Käl, teei-nbruch aus dem Osten, vielleicht aiuet leichten Ni.derschlägen. . " Tie Lebeitsmittelmorkte. Anläßlich >»s zu erwartenden gesteigerten Bsdarses in olge der Feiertage h> te die Gnßmarklhalle gestern g^adezu eine R kordrst' schmiuhr zu verzeichnen. Mittels Bahn allein sinh 68 WwHons darunter 38 aus Polen, mü Cch-lpeinen und. Schprin'^risch p'ngeiangt Außerdem waren auch hie Zuschübe mittels Achse 'eb'^ ansehnlich. Der gestri/e Rmvermarkt wurde um 7W üS (tarier beschickt als in der Vorwoche.. Die Preise stutz daher bis zu 8990 Kronen pro Kilogramm zurück-gegangen, so zaß Une Pekbilli» gung der Rindf!-e.ifchpreise bovorsteht. Der Rt'schm irtt Mt-ds auf den meisten Gebieten mehr als bedarfld'ckeuü b.'lieiert. Der Verkehr hielt-sich vorläufig in ruhigen G>nzn dürft? aber Herne und Miwoch sich lebhafter gestalten. Tie PrerSlagz ist stationär. Geflügel ist in großen Mengen urif -en Märkten hü' Preise zeigen steigende Tendenz, Für Fisch' ''t an- Nach rage in>so!ge der honen Preise begrenzt. Hingegen begegnet« Wild besserer Kauflust. * Wohstäslakeitsrenzert der Pros. Dr lvstanc- '?n >'l>-e Erkrankung des Professors Tr. So st arte wir'' sein 'ür den 26. d. aniges Ms Wohllürigkei'^-Fli'Mlh »r.rkenze t .am denp'.atz für kurze Zeit verschoben. Karten oehaiten ihre Gültigkeit. * Das Sammelcrgebnis der Kinderretlungswcche. In der gestrigen Genninderatssitzung t-eist-e Bürgermoister Settz 23. Dezember 1924 Sette S in der Bücherstube R 4TH & PRÄGER Buchhandlung: und Antiquariat 11« 1ABOHSI RAÜ8E ZOA Telephon 43-1-58 Schone Literatur, Gesamtausgaben moderner Autoren» Klassikerausyaben aus alter und neuer Zeit, Neuzeitliche Philosophen, Kulturgeschichte, Jugendschriften, Modernes Antiquariat, MusikaHen, Graphik, Sonderabteilung: Judaica und Hebraica, Liturgische Literatur, Neue jüdische Musik. das Ergebnis der Sammlungen der. Kinderrettun-gswoche mit. Der Sammelertrag erreiche 2.142,369.620 K. Davon kommen ans die Sammlungen ln den Bezirken L900.129.g80 K.. aus die Sperren der Zen'tralenropäischen Länder bank und des Bankhauses S. M. Rolhschtld ie stin^sg Millionen Kronen, aivf ein« Spende d"s Bankhauses Gbuider Guttmann zehn Millionen Kronen und auf sonstige sveuden 182,230.2i0 K. * Handelsvertreterlrefftag heute um 6 llh' abends 'm Souterrain des Cafe Lawdlmann. 1. Dez.. Ring des 12. No> vomber 14 (gegenüber dem Burg'heatcr). * Das naturlsistorische Museum zu den Feiertagen. DaS natnrhistoriscl'!' Mnsc"m bleibt am 24. und 29. d. geschlossen, stzrntag den 27. d. ist es wi-cder zur gewohnten Besuchszeit geöffnet. * Eine verschwundene Perlenkette. Der Privaten Hilda Magg ist ein-e LZerlenhalskett« im Werte von IM Milli-onen Kronen verschwunden. * Senator Nuss'.Ni über die Juden in Italien. Der 'rühere italienische llnterrichlsminister Scn>'i.c Pro'. »^ s- ' i n i vcröffentllcht im „Giornale d'Jtolia" »>nen Artikel über das im Parlament singobrächte Gesetzesowjekr über dre Glaubensfreiheit. Er bedauert, daß die u r ch t k atbolischeu Religionen nicht den ^letchcn Schutz gegenüber Anorifs-'n a-nicßen wie die ka!ho'i,cl>s Religion. Er sagt zum Schluß: „Der Antü-l der Inden im Kriege, ist gesonw-eichnet durch die erschütternde Tatsache, daß die drei Professoren der Vniversität Nom, die auf dem Schlachtfelde für Italien gefallen sind, alle Inden waren: Piterbo. Levi und jener Giacomo Venezian, welcher der Nachkomme ein'r israelitischen Familie ist. deren Name in dein Buch der Märtyrer für die stalienischg Sinhrst mit LtuM verzeichnet fft." Terrine. VorkriiAe m» TeksammMqm. An di« Vereine. Wir bitten, auf unsere Raumverhältnisse Rücksicht zu nehmen und nur daS Rotwen* vtgste mitmteilen. Nach S Uhr nachmittags können Vereinsanzeigen nicht mehr angenommen werden. Telephonische Entgegennahme mutz avS prinzipiellen Gcllndven in jede« Falle abgelehnt werde«. Anzeisen von Vergnügungen, bei denen Entree eingehoben wird, können in dieser Rubrik nkch» mehr Aufnahme finden und müssen administrasit» behandelt werden. » Zionistische Sektion Hietzing. Samstag den 27. d. nm d Ußr nachmittags im weifien Saale de« Hotel Hietzingerbof, 13. Bez., Hietzinger Hauptstraße 22, große Kinder- Makkabaerfeier. Abends Riakkavaerfcier. — Zionistische Sektion Vl/Vill. Heute um 8 Uhr abend?, 8. Bez.. Bennoplatz 1 Ehaimkkabfeier. -ZionistischeFrauenorgan t ( a t i o n, GruvVe La n d ft r c ß e Donnerstag um l/tll Uhr nachts int Eaf4 Lovrana. 3. Bez, Löwengasse 36. ChattuffaMdcr für Kinder. RalLstinasilm mit Bortrag von Bruno Rabinow'tz. Gäste willkommen. zeldolf-Stand-Gedenkfeier. Tie Zionistisch^ Sektion Prater veranstaltet Hute am Todestage. Adolf Sta n d s nm 8 Nhr abends in ihrem Heim,2 Bez., Zungstraße 8. eine Gedenkfeier. Die Gedenkrede halt Dr. N. M. Gelber. GesinnnngSaenossen und Freunde Adolf Stands werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. Die sionistk'che Ortsgruppe MSdling veranstaltet eine grotzangelegie Makkabäerfeivr am Lamsrag den 29. d nm 8 U--r abends im Festsaa' des HotetS Brunner Branerewof, Han'tstraße 1 aegenüber dem Babn'-of) Da mit zahlreichem Besuch ans den umliegendem L?rten und au? Wien gerechnet wird, endet d>e Verat'sta'tnng erst beim Abaehen der „Falstaff" Im Lpernlheater. Sir John Falstass will aus der deutschen Oper^bühlre nicht recht houltisch werden. Ä« der Wlener Ltacusoper wurde abz.sch^n von omem italicimschen Gastspiel in den Rewnzigcrjcchren — 'das Lob des DtckwansteS nur in der Mahlerichen Aera seit 1904 und auch da selten genug gesungen. Nun ist die Nolle des nnvergeßstchen LeopoU» Dernuch auf Herrn Duyan übergegangen. Der edle Sänger, der sich mit [c ituerrt musterhaften Sprechtang trofftich aus Verdis Konversationston unÄ auf dessen unablässig gestoigerie Bewegung verficht, ist d'irch und durch edler Ritter, dom man sem „getE, genrile" ohne weiteres zuiram. WoniHer glaubhaft mach: er „Falftaf', den Dirken", das unifretwillng komische Ungetüm; siiw doch Urwüchsigkeit des Gehabens und Wucht und Breite der Summe nicht Sach« dieses einpfmdjamen Künstlers Richtige K>'nwbkmien spielten uitö sangen die Herren Breuer und ^ee als Falstaffs Diener, recht markig, nur zu schwerblütig fast im WaW-ersdil, sang Herr Renner den Ford, gar zu li-edertaßclnläßrg Herr Maikl den Fenton. Das Quartett der lnstigen Weiber war Len Damen Born, Schöne, Kittel — letztere als MrS. Qnickly eine wahre Prachigestall c'ner Intrigantin, wie aus einer alten Rossini-Dper — und P a al e n anvertraut, dl« mit dem sprüheltden Tempo des Parrundo nur schwer mükamen und gleich chren männlichen Partnern in der Ensemblokunst nich-t gerade unfehlbar waren. Ja-.n^rhin plauiderren sie -m heiterster,/deutscher" Laune und d'e Ensembleszene des ersten Aktes, in welcher neun Personen in schier unversiegbarem Rod.schwall durcheinander tollen, gab einen BoMschmack davon, waS erst italienisä-e Sänger mit Hrem Temperament und ihrer Zungenfertigkei-t aus üüsem Wunderwerk eines fast Achtzigjährigen herausholen könnten. Welche Lebendigkeit und Frische, welche rhythmische Un- «rschöpstichkelt in den Smgstimmen, di« sich hier in innner neue Gruppen und Grüppchen vom Duetlchen bis zum Notvettchen auflösen und wieder zusantmensvnden. Und welch schlicht« höchst« Kunst in der nur so hingewpften, leiän verschwebenden Schiußfuge, weicher man ihre zehn stlbstäwd'gen Stimmen gar nicht glauben würde. „Alles ist Spaß auf Erden," ist ihr bezeichnender Text, der Weisheit letzter Schluß deS greisen Verdi, der mit diesem genialen Luftgeibillde, mit diesem reizenden Nichts aller Gelehrtheit der deutschen Musikschulmeister «in Schnippchen schlägt. Und erst im Orchester mit sein-er vielfach solistischen kamimevmusikalischen Verwendung der Instrumente sind alle Sck>leußen des Humors, des Uebermuts. der tollen Laune geöffnet. Wie ez da siüfteu und wispert, lacht und lächelt, flirrt und kost, schnäbolt und liebäugelt l Ein feiner Sprühregen, nein, ein ganzer Wasserfall von Ulk und Schabernack geht nieder, in zierlichstem Stakkato, wie ans den Futzspiycn schtvebt die Musik dahin, ohn« von let-tmonvifchen SäMergewichlen niedergedrückt zu werden. Ein Scherz jo gl den and.'ren, immer neu« Motive und slllolivchen tauchen spielend auf und nieder in «i-ncr wa>hren Flut von Noten, die mnf homophon, stets klar und durchsichtig bleibt. . Eine an Farben und Nhylhinen. Motiven und St'lmumngen überreich« Lrchesterpartitur, deren voll« Beherrschung vmn Dirigenten «ine Dauer« und Schwerarbvit verlangt. Genrralmmsikdivekwr Egon Pollak vom Hamburger Stadtlhealer, der als Gcrst di« dleueinstudierung besorgte, hatte für das Orchester «ine weit glücklicl>ere Hand — Wohl auch mehr Proben alfür daS'Ens«ntdl« ans der Bühne. Der in Deutschland längst anerkannt« KMelluveisder, über dessen künstlerische Ouafftären wir nach eittem ersten Gastspiel naturgemäß kein äbschließend.s Urteil abgeben können, nahm durch di« knappe, klav« und energische Art sein« Zeichengobung, durch rhythmischen Schwung und gelegentlich« Klein, und Fvmavbrn für sich sin und erntete gle-ich den Darstellern lebhaften Beifall. Ob dieser auch dom Weuk« galt? Fast glauben wir. d-rß dieses seine Lustspiel — mit seiner vornehmen Geistigtett uno seinem vorwiegend lyrischen Reichrum, mit seinem Mangel an ari'ojer Melodik und theatralischer Ueberspann'ung -- viel M wenig dem seichten Geschmack des Publikums entgegenko nmt, um sich auf di« Dauer im Spielplan emer derttschcn Bühne halten zu können. Dr. Erwin Felder. Sr.r irksrat Dr. Georg Ä e i n e r, Wien). < - ' KniJ?p«?fivon »et „ffifemr Worw»tiSttn8" im ..Haus der Dame" GrZon A.-G.. 1. Bez.. SHmed.nplatz 1. Vorsü!'rMg der A'iener Senduna t 8 q 1 i cd non 11 hi? 1 Uhr mtttaaS und non 4-di? 6 Uhr vachmittaas. Eintritt frei' Äel« K a u s « w a n a- V e rkauf «tstklassigerR adtoi-Apvarate und -Bestandteile. * fr r steifer 9 Ubr srü". Markttzerichie. - 11 bi§ 1 Uhr: Konzert Cilvina. - 1 Ubr k» ü> in.: 1lran!a?eii. 1 llbr S9 Mm. A'ettirbeMt. — 'M 1Hit; A'iener Vörie. 4 lllir bis 6 Hin: Ernst-heitere Musik (Si'vinf»» B Hör. Dqs GsÜck'.ein von Znnlsfär. — »lljti Volkslieder, - 10 Uhr: Heitere Abeudnuisik. „ver Weinberg der Herrn." Deutsches VolkStheater. Franzosen Ft«rS und Croisset brreiten einen fröhlichen Abend und die Künstler des Deutschen Volksiyeaters mit Hansi N ie s e an der Spitze echötien die Wiriung des neuen Lustspiels Frau Niese spielt eme Mutter, die zu ihren Töchtern nicht auf dem legitimen Wege der ovdnungsiuäßigen, bürgerlichen Verheiratung kcun und nun mit allen Kräften Laun'er die Haube zu der Humor der unrer- Lustspielide« krüstig unter di« Arme greift. Nach mancherlei Wirren und Schtvankitluatzipnen, di« Lachstzürme auSlöseu, leuchtet tmmer Nleder warm und ergreifend besorgte Mümrlichkett, und es ist d'e besondere Kunst der N lese, zu erwirken, daß all sogleich di; hellste Lachsalve vom Schweigen echter Rührung verlöscht wird. Man hat die Künst'.erin an drr Statt« ihrer neuen Wirksamkeit außerordentlich gefeiert. Ein treffliches Ensemble stand lhr zur Herr Edt- Hofer sp!«lt einen übervorsichtigen Liebhaber aus das anmntWe. Lina Loos (mir köstlicher Maske) st als büraerliche Wiistau in ihrer wohlanständigen Dummheit >'"hr amüsant und Traut« Carls«n als Auge, überlegen? Tochter der verschmitzten, besorgten Mnt-ter sehr ang'nchm. Herr La Sn er spielt eine „seiner" Rollen, die bemahe -um Hl^ner-Mmtopol geworden sind, und ein sehr erquickliches mreges Paar erhöht die Freuden der Premier«: Margarete Kneppk«, eine Begabung großen FormaiS, ist m ihrer Hevbhoit und Herzhafriq-

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